Ich sach heut ma nix!
Stimmung: Verschwiegen







Stimmung: Brav
Musik: City-Am Fenster
Spaß beiseite!
Zu der Frage ob ich den Hals nicht voll bekomme oder ob es bei allen Männern so
schnell geht? Welche ja implizieren ich wäre etwas „sprunghaft“ (hi hi)
. Muss
ich mal etwas „gerade rücken“.
Natürlich haben Frauen/Mädchen immer schon zu meinem Leben
gehört. Das bringt der Beruf und die Szene einfach mit sich. Musiker und wilde
Mädchen, das gehört einfach zusammen wie Nitro und Glyzerin, wie Smith und
Weson oder Kung und Fu, Eddi und Murphy usw.
Nun bin ich ein Mann und ohne, dass ich wieder einer
Männlein/Weiblein Diskussion lostreten möchte, behaupte ich mal, dass es
typisch Mann ist, bei entsprechender „Auswahl“ auch mal „ganz schwach“ zu
werden ;-).
Trotzdem, unterscheide ich sehr wohl zwischen Beziehung und
„Gespielin“. Lisa war nach langer Zeit die erste Beziehung, die ich einging und
auf die ich mich (trotz aller Erfahrung) voll und ganz einließ. Das Ergebnis
ist wohl bekannt. Ein Mops landete voll auf der Schnauze! Keine Frage Lisa tat
weh! Und ging tief unter die Haut.
Ich hatte danach die Wahl: Mich wieder zu verkriechen und
vor Liebeskummer und Selbstmitleid zu zergehen oder aber alles erst mal
(unverarbeitet) in eine dunkle Ecke meines Seelenleben verbannen und mich mit
angenehmen und erbaulichen Erlebnissen zu beschäftigen. Ich wollte mich nicht
wieder in meine einsame Burg verkriechen und schmollen. Also kaufte ich einen
schicken Wagen, trieb mich rum und vertrieb mir die Zeit mit allerlei
„Kurzweil“ und Dummheiten („je oller desto doller“ sagt man bei uns).
Wer will mir das übel nehmen? Ich tat ja nichts „Böses“. Und den Damen mit denen ich in dieser Zeit „um die Häuser zog“, habe ich ja auch nichts vorgemacht. Wir hatten Spaß und niemand dachte auch nur an Liebe oder Beziehungen.
Selbst, Maciela, wusste sehr genau, dass es für „Liebe“ oder eine feste Beziehung viel zu früh war. Sie hat es genau richtig angestellt: Sie ist für mich da ohne Ansprüche oder Forderungen! Das Selbe gilt umgekehrt. Sollte daraus mal etwas mehr werden, wird es ganz sicher daran liegen, dass die Lady so verdammt schlau und einfühlsam ist. Im Moment, tut sie mir jedenfalls sehr gut. Was nun die Dame aus der Ferne betrifft, das ist eine Geschichte die sitzt tiefer. Das ist auch ganz logisch, weil sie nämlich unter einer ganz anderen „Überschrift“ statt gefunden hatte. Bei Ihr war es Liebe auf dem ersten Blick. Es war etwas ganz einmalig, besonderes und damit meine ich nicht Sex, sondern einfach das Gefühl, das ich bei jedem Wort von ihr hatte. Wie gesagt es ist ein Schatz in einer kleinen „Kammer“ voller Schätze. Als es damals zu Ende ging, ging ja das Leben ganz normal weiter. Irgendwann verliebte man sich wieder neu und die Zeit verging.
Jetzt erzählt mir nicht, dass Euch so etwas noch nie passiert ist. (na zumindest den älteren Lesern und Leserin). Ich habe ja auch meine tote Verlobte über alles geliebt und trauere noch heute regelmäßig in sehr intensive Schüben. Es gibt doch bestimmt auch bei Euch, Menschen, die ihr mal geliebt habt, wo es letztlich aber nicht funktioniert hat mit dem „Heiraten und Kinderkriegen! Und trotzdem fragt Ihr Euch heute manchmal: „Was wäre gewesen?“ oder hegt sogar eine heimliche Sehnsucht (Kruemel :-) ich erinnere mich da an ein entsprechendes Posting!?). Es ist doch nicht so, dass jedes Gefühl stirbt, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Es bleibt doch immer etwas zurück. Zumindest, wenn man nicht nur „oberflächlich“ geliebt hat.
Nun, die Lady aus der Ferne ist eben DIE Frau, gewesen. Mir war das immer bewusst, aber soll ich deshalb nie wieder lieben?
Auch fällt es mir viel leichter als manchem Anderen, mich einfach mal mit einer Frau, die mir gefällt einzulassen. Ich muss ja nicht bei „Jeder“ überlegen ob sie die Frau fürs Leben ist. Ich komme ja ganz gut alleine zurecht, und kann die Damen dadurch ohne jede Erwartung oder jeden „emotionalen“ Ballast, ganz unvoreingenommen, so nehmen wie sie wirklich sind. Ich muss ja nicht gleich Jeder die Ehe versprechen. Ich halte es so: Schauen was das Leben anbietet und dann sehen was passiert.
Dabei kann man mir nicht einmal vorwerfen, ich wäre
„leichtfertig“. Ich finde nun mal Frauen toll! Na und? Es gibt wohl
schlimmeres...oder?
Ganz bescheiden behaupte ich mal, die meisten Frauen in
meinem Leben, wollten einfach auch nur ihren Spaß haben. Es lebe die
Emanzipation! Frauen dürfen sich mit Männern rumtreiben ohne dafür verachtet oder unterdrückt zu werden.
Die Ladys meiner „finsteren“ Vergangenheit waren jedenfalls
keine Opfer! Es waren tolle, selbstbewusste Frauen/Mädchen, die von mir immer
auf Händen getragen wurden und auch heute keinen einzigen „bösen“ oder
schlechten Gedanken für mich hegen (glaube ich).
Ohne nun zu sehr auf den Bush zu hauen, (aber es ist gut
fürs Ego). Ich war vor kurzem auf einer Party, wo mir eine Frau aus meiner
Vergangenheit begegnete. Sie ist heute verheiratet (und zwar sehr gut), hat
zwei süße Kinder und liebt ihren Mann. Sie erzählte mir, dass ich der Mann bin,
für den sie immer noch die wärmsten Erinnerungen hegt. Und, dass ich einer der wenigen
war, der sie mit Respekt behandelt hat. Aber genug auf den Busch gehauen.
Ich denke jeder hat mal Phasen, da wechseln die Partner mal
schneller und mal weniger schnell. Oder man lebt glücklich mit nur einem
Menschen zusammen. Tatsache ist aber auch: Ich habe keine Verpflichtungen,
keine Kinder und kaum Menschen auf die ich Rücksichten nehmen muss. Und währe
Lisa nicht mit Nice Guy durchgebrannt, ich wäre immer noch bei ihr. Sie aber
hat es vorgezogen mein Herz durch den Fleischwolf zu jagen und anschließend
durchs Klo zu spülen.
Nun könnte man meinen, dass ich gerechtfertiger Weise Beziehungsängste habe, welche (danke elvetritsche) durch Verlustängste noch verstärkt werden. Meine große Liebe wird plötzlich und abrupt beendet, dann als ich mich endlich wieder neu verliebe, stirbt diese Frau durch den Leichtsinn einiger Jugendlicher. Was mich jahrelang gequält und fertig gemacht hat. Die erste Frau für die ich danach wieder Liebe empfand war Lisa und die Geschichte kennen wir ja......
Also wer will es mir verdenken, dass ich es mit Maciela langsam angehen lasse und mich eine „alte“ Liebe wieder so durcheinander wirbelt?
Und um es klar zu sagen: Ruhig Blut! Ich habe ja gar nicht vor etwas am herrschenden
Zustand zu ändern. Im Gegenteil ich habe Maciela davon erzählt, und sie
beichtete mir, dass sie auch so einen Menschen in ihre Vergangenheit hat. Aber
das ist schon wieder eine andere Geschichte, die ich vermutlich nie erzählen
werde.......
.
So ihr lieben, es gibt doch bestimmt noch etwas zu erleben....oder
zu erlieben!?
Carpe Noctem oder so.....
Stimmung: Modelmäßig
Musik: Tito and Tarantula- After Dark
Ich komme ja nicht umhin, Maciela gelegentlich mit Lisa zu
vergleichen. Zu ähnlich sind sich die Beiden in einigen (äußerlichen)
Wesenszügen. Und trotzdem sind sie so verschieden wie sie verschiedener nicht
sein können. Maciela ist in allem was sie macht viel gewissenhafter und ernsthafter
als Lisa. Sie macht nichts unbedacht oder ohne ganz bei der Sache zu sein. Das
heißt natürlich nicht, dass sie nicht auch gut gelaunt Blödsinn machen kann
Aber irgendwie spürt man dabei immer, dass eine Menge Traurigkeit und auch
Verletztheit unter der schönen Fassade schlummert. Ich denke gerade diese
Verletzlichkeit macht einen so verlässlichen und ernsthaften Menschen aus der
Lady. Es scheint fast so, als ob Maciela nur ein einziges Mal im Leben,
leichtfertig war. Und das Resultat trägt sie noch heute auf der Haut und auf
der Seele. Immer wieder wenn ich ihren sehr schönen und grazilen Körper
berühre, werde ich mit ihren fürchterlichen Narben konfrontiert und frage mich
unwillkürlich, wie jemand so etwas ertragen und auch überleben konnte. Ich denke
bei einem jungen Menschen muss das einfach dazu führen, dass er sehr
„bedächtig“ und umsichtig wird. Daraus resultiert wohl auch Macielas
unglaubliche Sinnlichkeit und Zärtlichkeit.
Da ich weiß, wie schamhaft wir Menschen schon mit ganz
„normalen“ Schönheitsfehlern umgehen, kann ich mir gut vorstellen, dass eine
gehörige Portion Vertrauen und Zuneigung nötig sind um sich mit derart tiefen
Narben einem „anderen“ Menschen „hinzugeben“. Damit wir uns richtig verstehen:
Sie ist wunderschön und hat einen wirklich hinreisend schönen Körper. Dieser
Körper ist gezeichnet mit fürchterlichen Narben und betont dadurch (wie ich
finde) noch ihre Schönheit. Ich weiß es klingt komische, aber Macielas Präsenz
wird durch diese Spuren erlittener Verletzungen nur noch verstärkt. Ich
jedenfalls schaue sie gerne an so wie sie ist.
Nun könnte ja mancher den Eindruck gewinnen ich wäre
verliebt. Derartige Überlegungen weise ich hier weit von mir...
Thema Wechsel :-)
Ich möchte mal kurz eine Begebenheit schildern, die glaube ich am deutlichsten macht, wie die Lady tickt.
Doch zunächst einmal etwas Eigenlob. Das ist gut fürs Ego
:-)
In dieser Woche war ich wiedereinmal im Studio zum singen.
Ich habe ja völlig eigenmächtig 5 Songs auf dem Album umgeschrieben und mit
„Charlie“ (der heißt nicht wirklich so) meinem Gitarristen und Songwriter kpl. neu
aufgenommen und arrangiert. Dazu singe ich nun meine eigenen „Linien“. Vorher
musste ich stellenweise Zeugs singen, welches sich andere haben einfallen
lassen. Nun traf mein Vorgehen innerhalb der Band auf einige Skepsis. Aber die
ersten beiden Songs sind nun fertig und (Achtung Eigenlob) sie liegen mir zu
Füßen. Nun bin ich natürlich der „Größte“ und alle haben es gewusst.
Aber zurück zu Maciela:
Die Lady kam uns gelegentlich im Studio besuchen- meist um
uns gleichzeitig mit Essen und Trinken zu versorgen.
Nun ist es so, dass neben dem Studio ein Wohngebiet liegt.
Dort gibt es einen Mülltonnencontainer und ein riesiges Carport/ Schleppdach.
Unter diesem Dach saß fast an jedem Tag ein kleiner Junge mit einer viel zu
großen alten abgenutzten (und immer verstimmten) Gitarre und klimperte
verbissen und in sich selbst versunken vor sich hin. Wir die wir ja alles
„Profi“ Muker sind, haben dem Jungen kaum „Aufmerksamkeit“ geschenkt. Wir waren
viel zu sehr mit uns und auch unserem Album beschäftigt, als dass uns ein
kleiner Junge interessiert hätte.
Maciela kam mit dem Essen aus einem Restaurant, sieht den
Bengel und geht sofort zu ihm. Ich konnte das sehr gut beobachten, da das
Studio über eine Lodge verfügt, von wo man einen guten Überblick hat. Außerdem
hatte ich Hunger und lungerte schon nach „Futter“.
Maciela hockt sich neben den Jungen, spricht mit ihm, zeigt ihm wie man die Hände richtig am Instrument hält und stimmt ihm obendrein noch die Gitarre. Dann kommt sie rein bringt uns das Essen und verliert kein Wort darüber. Am nächsten Tag sind wir zusammen zum Studio gefahren. Ich parke das Auto, sie küsst mich sanft auf die Wange, deutet auf den kleinen Jungen und sagt: „Geh schon vor, ich will eben zu dem kleinen Mariachi dort drüben. Ich halte sie fest und frage was sie den von dem Kleinen will? Die Lady zückt ein kleines Stimmgerät, wie wir es auch gelegentlich zum Stimmen der Gitarren verwenden. Es ist eines, dass über ein Mikrophon verfügt und so mit auch an einer Akustik-Gitarre funktioniert. Es ist Nagelneu und noch in der original Verpackung. „Er muss lernen seine Gitarre zu stimmen“, sagt sie und lässt mich einigermaßen verblüfft stehen. Ich gestehe ganz ehrlich, dass ich mich nach dieser Aktion von ihr sehr sehr schäbig gefühlt habe. Schließlich bin ich in den letzten Monaten unzählige Male achtlos an dem Bengel vorbeigelatscht. Und wäre es nicht eigentlich an uns „Rockstars“ gewesen mal etwas Interesse zu zeigen?
Na ja Schuldbewusst hat sich dann nach und nach mal jeder
von uns mit dem Kleinen beschäftigt und ihm das Eine oder Andere beigebracht.
Außerdem wurde er reichlich mit T-Shirts, Caps und anderem Zeugs ausgestattet,
welche natürlich alle aus unserer Merch-Abteilung stammten.
Je mehr ich darüber nachdenke um so mehr komme ich zu der
Überzeugung, dass diese Begebenheit Charakteristisch für Macielas Wesen ist.
Sie redet nicht viel herum sondern
verfolgt einfach ihre eigene Line. Dabei ist es ihr nicht wichtig, dass andere
Menschen daran „mitwirken“ oder auch nicht.
Und nun zu etwas ganz anderem: Frauen!
Nicht nur, dass ich meine Telefonate mit Sam habe und neuerdings recht nette Mails bekomme, nein es ist etwas passiert, womit ich nie mehr gerechnet hätte:
Vor Jahren hatte ich eine wirklich wundervolle Liason mit einer 13 Jahre jüngeren Frau. Diese sehr intensive aber leider relativ kurze Affäre ( die wegen wirklich tragischen Umständen endete) habe ich nie vergessen können. Selbst, als ich längst wieder in „festen“ Händen und auch neu verliebt war, hatte ich Ihr Bild im Büro stehen und immer auch auf meinem Computer gespeichert. Und es verging nicht ein Jahr ohne, dass ich mindestens 1x im Monat (meistens öfter) an die Dame dachte. Sie ist irgendwie zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Es war eine schöne Erinnerung, mit der ich nur positive und äußerst schöne Gedanken verbrachte. Ein Schatz, den ich tief in mir bewahrte und der nichts von seinem Zauber und Glanz verlor. Ich hatte die Dame seinerzeit ständig mit meiner neuen Videokamera gefilmt (nicht das was Ihr denkt, ihr Ferkel). Nein es war so, dass ich mit ihr geredet habe und sie dabei filmte. Diese Filme habe ich immer und immer wieder angeschaut, bis mir irgendwann klar wurde, dass ich genau dieses nicht mehr tun dürfte, wollte ich die Lady jemals aus dem Kopf bekommen. Ein Blick in die Kamera war so süß, dass man ihr einfach zu Füssen liegen musste. Alleine ihre Stimme auf den Band ließ mich jedes Mal, vor Sehnsucht dahinschmelzen. Folglich ließ ich es irgendwann bleiben, die Filme anzusehen. Oft habe ich auch über das Internet nach ihr gesucht und mich gefragt wie es ihr wohl gehen würde. Immer ohne Erfolg, so dass ich auch das suchen irgendwann aufgab.
Und dann kommt Simon vor einigen Tagen, in mein Büro, und erzählt beiläufig, dass eine Dame auf unserem Firmen AB eine Nachricht mit einer Telefon-Nr. für mich hinterlassen hatte, aber niemand in der Firma, die Nr. akustisch verstehen würde. Ich ging also an die Maschine und ließ die Nachricht abspielen. Ich kann nicht beschreiben, wie es in mir zuging, als ich ihre Stimme erkannte und im Gegensatz zu meinen Mitarbeitern auch sofort verstand was sie mir sagte.
Ich habe mich riesig gefreut, nur um mir dann kurz darauf den Kopf zu zermartern, ob ich zurückrufen sollte. Ich fragte mich ob diese wunderschöne Erinnerung durch die Realität zerstört werden würde. Es waren viele Jahre vergangen und Menschen ändern sich schließlich. Vielleicht war sie gar nicht mehr so süß und bezaubernd wie in meinen Gedanken. Natürlich hatte ich auch Angst, dass mein Leben wieder durcheinander gewirbelt wurde, sollte ich den Kontakt zu ihr aufnehmen. Die Zeit damals war zum Teil sehr „extrem“ Es lief doch gerade so gut und mit Maciela hatte ich doch eine gute Geschichte am laufen?!
Es dauerte 3 geschlagene Tage bis ich mit klopfenden Herzen, ihre Nr. wählte. Sie lebte nun sehr weit von mir entfernt. Eine Distanz wie sie größer nicht sein könnte. Trotzdem, Ich hatte beschlossen, dass ich es nicht ignorieren durfte, wenn Sie sich nach all den Jahren bei mir meldete. Ich erwartete irgend etwas negatives, irgend eine Enttäuschung und versank schon beim ersten Wort in ihrer Stimme. Ich sagte nicht meine Namen, nur „Hallo“. Sie hielt erschocken die Luft an und ich spürte, dass es ihr wohl ähnlich ging. Dann nach einem Moment, kommt nur ein kaum hörbares „Mops!“ durch die Leitung. Und dann sprudelt sie vor lauter Freude und Aufregung nur so, vor „unzusammenhängenden“ Sätzen. Und da ist es wieder diese Begeisterung die mich immer dann erfasste, wenn ich ihr zuhören durfte. Wenn sie mit strahlenden Augen erzählte. Ich war völlig fertig. Es war als hätten wir erst gestern das letzte Mal miteinander geredet. Es dauerte keine 5 Minuten und wir schütteten uns gegenseitig das Herz aus. Jahre rasten im Schnelldurchlauf an uns vorbei, und ehe ich mich versah hatte wir 2 geschlagene Stunden telefoniert. Ich kann das einfach nicht beschreiben. Wenn wir früher zusammenwaren, dann konnten wir beide nicht voneinander lassen. Wir genügten uns völlig. Brauchten, kein Kino, keine Freunde, nichts anderes als uns. Und nun nach all der Zeit, ist es einfach wundervoll ihr zuzuhören.... Und nun ist es passiert, ich muss ständig an sie denken, obwohl ich mit Maciela glücklich bin. Und Maciela hat nicht von ihrem Zauber verloren. Ich fühle für Beide, in einer Intensität, die nicht gesund ist. Kann mir das bitte mal jemand erklären?..
Und bevor ihr nun auf den schmalen Streifen kommt, die Dame währe nur hinter meinem Geld oder so her: Das war sie früher nicht und es interessiert sie auch heute nicht.
Mann bin ich durcheinander....Es ist fast so als hätte ich einen Rückfall auf eine Droge, die ich überwunden, glaubte?!?... .
Stimmung: Puhhh
Musik: Heroes del Silencio- entre dos tierras
Oft sagt das was wir nicht erzählen mehr aus als das was wir öffentlich machen (ein schwerer Satz vor allem ohne Komma).
Nun ist es oft so, dass man sich vornimmt etwas zu berichten und dann wird besagtes Ereignis durch andere „überholt“. So z.B. die Vatertagsgeschichte, die ich aber zu ¾ fertig auf meinem Laptop gespeichert habe. Leider fehlte mir beim durchlesen irgendwie der Witz und ich fand die Geschichte im Nachhinein nicht ganz so prickelnd (jedenfalls nicht für einen Leser). Gelegentlich fehlt mir einfach die Zeit alles was so passiert immer „Zeit nah“ aufzuarbeiten. So nimmt mich die Album-Produktion sowie die der Aufbau der Firma mehr in Beschlag als mir lieb ist. Auch habe ich meine Vorliebe für Partys und Konzerte wiederentdeckt, was bedeuten soll, dass Mops sich wieder mehr „rumtreibt“ (irgendwie müssen die Pfunde doch purzeln). Dann frage ich mich ob es gut ist bestimmte Dinge zu berichten? Es mag komisch klingen, aber gerade die Frage was ihr wohl von Maciela und mir denken könntet, hat mich in machen Momenten schwer ausgebremst. Dabei lässt sich nicht leugnen, dass es zwischen uns schwer knistert. Aber das tut es mit anderen Frauen auch gelegentlich. Allein Maciela habe ich mir wegen Euch irgendwie immer verkniffen. Ohne Frage, habe ich die Lady immer wieder abblitzen lassen und mich gleichzeitig ungehemmt mit verschiedenen Damen rumgetrieben und vielleicht auch mehr als das...getrieben.
Nun in diesem Augenblick liegt Maciela auf dem Bett, trinkt schweren Wein und mustert mich schweigend mit ihren unergründlichen Augen. Sie lächelt verführerisch und neckt mich mit Blicken ohne auch nur zu fragen, warum ich gerade jetzt am Laptop sitze und schreibe. Sie fragt nicht und sie redet nicht. Sie ist einfach nur da, ohne Ansprüche ohne Verpflichtungen und ohne, dass sie mich gleich morgen ihren Eltern vorstellen muss (aber die kenne ich ja schon). Wir wechseln immer wieder Blicke ohne, dass Besitzansprüche deutlich werden. Aber zurück zu dem was man ja eigentlich nicht schreibt. Das was man verschweigt oder hinter dezenten Andeutungen, enthüllt. ....Ja wir hatten Sex!
Und jetzt kommt das besondere daran: Ich hatte wohl ähnlich wie die meisten von Euch schon mit den verschiedenartigsten Menschen zu den unterschiedlichsten Bedingungen und Augenblicken ganz unterschiedlichen Sex. Da waren schnelle unbefriedigende Geschichten dabei, genau so wie (hallo Artshoe) Ablenkungsflirts und Ablenkungs- Gespielinnen oder die große Liebe. (Ich habe mit das Wort Ablenkungsflirt mal bei Artshoe geliehen). Ich will sagen, wir hatten alle schon mal einen bitteren Nachgeschmack nach einem „One nightstand“ oder einem kleinen „Tüt a tüt“. Je nach dem, fühlten wir uns glücklich und erfüllt oder einfach nur schlecht und dreckig. Oder wie auch immer.... Oft war Sex der Anfang von etwas „größerem“ oder eben der Anfang vom Ende.
Auch spielte ja immer der Gedanke an das „Danach“ eine nicht unwesentliche Rolle. Wie oft habe ich erlebt, dass eine Frau, nach einer Nacht schon für die gemeinsame Zukunft plante (natürlich etwas übertrieben).
Im Fall von Maciela weiß ich nicht was es wird, aber eines weiß ich und es verwirrt mich: Ich wurde noch nie...und ich meine noch nie, von einer Frau so zärtlich geküsst, berührt und verführt. Ich habe noch nie eine erotischere und so unglaublich „liebevolle“ Frau im Arm gehalten wie eben Maciela. Und da bin ich bestimmt nicht der Einzige, den das überrascht. Man macht sich ja so sein Bild von seinem Gegenüber und hat ja auch so seine „Erwartungen“. Und meistens erfüllen sich diese Erwartungen in negativer oder positiver Weise....Nicht so, bei dieser Lady... Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Maciela, ähnlich „leidenschaftlich oder temperamentvoll ist wie Lisa. Oder, dass sie versucht, besonders raffiniert und überragend (dummes Wort) einen wilden „Stellungskrieg“ zu zelebrieren. Aber weit gefehlt. Statt dessen war alles was sie mir gab unglaublich intensiv, sanft, zärtlich und voller Liebe. Es war als ob sie mir nicht ihren Körper geben wollte, sondern ihre Seele. Ich konnte förmlich alles spüren, was in dieser kleinen Lady vor sich ging. Sie ließ mich in ihren Augen versinken, die wie dunkle Seen, Tore in ihr Innerstes selbst waren. Jeder Atemzug von ihr schien etwas von dieser Süße und diesem Geschmack zu enthalten. Ihre Gegenwart war von hypnotischem Zauber und ich verlor mich in ihrer Haut ihren Haaren und dem Pochen ihres Herzen und dem Rauschen meines Blutes als wir eng umschlungen, nach Luft ringend nicht voneinander lassen konnten. Ich fühlte mich wie auf einem nicht enden wollenden Drogentrip, ohne, dass ich auch nur die kleinste Kleinigkeit zu mir genommen hätte. Die Nacht schien nur noch aus ihren Augen, Mund, Haut und Händen, zu bestehen
Nun könnte man böswillig behaupten: Klar der Mops! Da kommt eine und besorgt es ihm mal ordentlich und der alte „Naivling“ verliert darüber hinaus gleich den Kopf (same old Story). Aber mitnichten, kommt das auch nur annähernd an das heran was diese unglaublich geheimnisvolle, magisch schöne Frau mit mir gemacht hat.
Alles fing damit an, dass ich sie nach einem tollen Festival und einer Menge toller Momente nach hause fuhr. Gentlemen der ich bin, brachte ich die Lady noch bis zur Tür. Und dieses mal fragte sie ob ich noch mit rein kommen wollte. Ich lehnte mit dem Hinweis ab, dass das sicher nicht richtig währe. Sie lächelte sanft, legte ihre Stirn an meine Brust und fragte leise und sehr verletzlich: „Wovor hast Du Angst?“ Ich strich langsam durch ihr Haar und hob ihr Kinn etwas an, so dass sie mir in die Augen sehen musste. „Vor dem was dann kommt. Maciela!“ Und das war die reine Wahrheit. Mit Maciela ins Bett gehen war sicher nicht das Problem und ich kenne einige Männer, die nur auf solch eine Gelegenheit warteten. Nein, das Problem war das was danach kommen würde. Ich fühlte einfach kein Verlangen nach allem was mit Lisa gelaufen ist mich in noch eine Beziehung zu stürzen. Ich wollte nicht schon wieder so eine vertrackte Liebeskiste. Verdammt, mich hat das mit Lisa mehr Kraft gekostet, als mir lieb war. Es stand zu befürchten, dass es mir mit Maciela ähnlich ergehen könnte. Also warum in Gefahr begeben?
Aber Maciela, schien zu ahnen was mich davon abhielt mit ihr
ins Haus zu gehen. Sie zog sich fest in meinen Arm und Küsste mich ganz sanft
und zärtlich. Nun war ich auch was Küsse anging einiges gewöhnt und
gelegentlich wurden mir bei Lisa auch schon mal die Knie weich. Aber dieser
Kuss von Maciela war anders. Er traf mich nicht körperlich, sondern viel Tiefer
drinnen. Er brachte bei mir eine Saite zum klingen, die ich seit Ewigkeiten
nicht mehr hören konnte. Sie küsste meine Seele und nicht meinen Mund. Es war
also ob ihre Liebkosungen nicht körperlich sondern spirituell waren.
Ich dachte noch, dass es wohl so sein muss wenn man von
jemanden in den „Bann geschlagen wird“. Wie in den Vampir-Romanen dachte ich
und ich begriff was eigentlich damit gemeint war.
Als ich sie sagen hörte: „Ich will mehr! Ich will Dich! Ohne
Ansprüche, ohne Rechte, ohne Pflichten. Nur Du und ich.“ Und nach einer kurzen
Pause: „Nur heute Nacht, wenn Du willst!“
Dann küsste sie mich erneut und wieder schwang diese Saite
in diesem Kuss mit, die mich immer mehr in ihren Bann schlug. Der Rest der
Nacht bestand nur noch aus ihrer Gegenwart und Zärtlichkeit. Alles in mir schrie nach ihr. Die Nacht hatte einen
Namen......Maciela.
Tja und obwohl sie mich gerade sehr intensiv mustert, wie eine Katze die Maus, hat sie Wort gehalten und kein Wort von Liebe, Beziehung zusammen gehören oder ähnlichem gesagt. Nein, der Lady scheint es zu genügen bei mir zu sein.
Wollen mal sehen wie lange das dauert...... Und jetzt werde
ich mal ergründen, was die Lady gerade so denkt.
So an diesem Wochenende waren unter anderem, ja mal wieder einige Promotion Termine so wie einige Partys, und nicht nur ein Open Air angesagt (Freizeitstress), und da ich nicht ohne Begleitung irgendwo aufkreuzen wollte und weil sie mich so lange gelöchert hat, bis ich zugestimmt habe sie mit zunehmen, war ich das ganze Wochenende mit Maciela unterwegs. Und ich muss sagen, dass hat endlich mal wieder richtig Spaß gemacht.
Ich holte sie am Abend bei sich zuhause ab. Sie wohnt ja nun in einem schicken alten Bauernhaus. Maciela hatte schon auf mich gewartet und sprang auch gleich ins Auto und los ging es.
Nach kurzer Zeit fiel mir auf, dass die Lady irgendwie anders war, als sonst. Ich brauchte eine Weile um dahinter zu kommen. Sie trug eigentlich nichts besonderes (enge Jeans, schwarzes T-Shirt, Jacke und Stiefel) sah aber trotzdem bezaubernd aus. Ich brauchte eine Weile bis ich dahinter stieg, was so anders war an Ihr. Klar, hatte sie sich dezent geschminkt aber das war es nicht! Das lange glatte Haar glänzte wie das Gefieder eines Raaben, so dass sie wie eine Indianerin aus einem Hollywood -Schinken aussah, aber so sah sie ja immer aus. Nein, was an diesem Abend anders war, ist die Tatsache, dass sie völlig „natürlich“ war. Sie hatte alle ihre vielen Masken fallen lassen und war ganz sie selbst. Und diese „unmaskierte“ Maciela raubte mir einfach den Atem. Ich hatte ja schon öfter mal die Gelegenheit einen Blick hinter ihre „spröde“ und „spöttische“ Fassade werfen zu können. Aber, immer nur für kurze Augenblicke. Dieses mal, strahlte sie mich schon beim einsteigen mit einer Intensität an, dass mir ganz „komisch“ wurde. Sie hatte gute Laune, war in aufgeräumter Stimmung und wirkte nicht nur Verführerisch, denn das war sie ja immer. Nein sie war an diesem Abend einfach nur „zum fressen“ niedlich. Wir blödelten auf der Fahrt nach Hannover (ich musste dort ein Interview geben) rum und hatten einen Heiden Spaß.
Dann, als ich im Interview saß versorgte sie mich mit Goasaft und „Schweinefleisch Süß/Sauer“ vom Chinesen. Was bei mir die Frage aufwarf woher sie wusste, dass ich darauf stehe?! Und viel wichtiger: Wo hatte sie es her?
Auf dem Rückweg, hielten wir an einer Autobahnraststätte wo ich tanken musste und uns eine Runde „Red Bull“ spendierte. Auf dem Weg zum Wagen schmiegte sie sich an mich (ihr war wohl etwas kalt) und fragte ob sie nicht fahren sollte? Ich würde müde aussehen und könnte ihr ruhig das Fahren überlassen. Mal ganz davon zu schweigen, wie gut sie duftete und sich anfühlte, war ihr bittender Augenaufschlag vom Feinsten. Ich grinste wissend und drückte ihr die Schlüssel in die Hand. Nun war ich ja von Lisa gewöhnt, dass sie wie ein Henker heizt, folglich erwartete ich, dass Maciela sich ähnlich verhalten würde. Zumal, der Wagen zum „brettern“ förmlich einlud. Aber weit gefehlt. Sie fuhr vorsichtig und behandelte mein „Baby“ wie eine echte lady. Selbst als so ein beschissener BMW Raser an unserem Heck „wilde Sau“ spielte, blieb sie cool und ließ den Idioten, mit dem Wort „Pendejo“ vorbei. Ich hätte das nicht gemacht. Als ich sie darauf ansprach lächelte sie nur süß und sagte: „Warum müsst ihr Kerle nur immer Eure Schwänze vergleichen? Das ist ein schönes Auto auch wenn es nicht über die Autobahn fliegt.“ Sie war dabei so entwaffnend, dass ich mich gar nicht an ihr satt sehen konnte. Warum auch? Verdammt, Maciela ist ein verdammt „heißer Feger“ und ich kenne eigentlich keinen Mann, der bei ihrem Anblick cool bleibt. Warum muss ich denn immer so zurückhaltend sein, nur weil ich mal mit ihrer Schwester....? Die Lady warf mir einen spöttischen Blick zu. Sie hatte bemerkt, dass ich sie beobachtete. „Fünfzig Euro für Deine Gedanken“, sagte sie mit einem zauberhaft, herausfordernden Lächeln.
„Du scheinst zu viel Geld bei uns zu verdienen,“ blockte ich ihre Frage ab. „Vielleicht sollte ich mal mit Deinem Chef reden, dass er Dir Dein Gehalt kürzt.“
Sie warf mir einen kurzen Seitenblick zu und konzentrierte sich dann wieder auf die Fahrbahn. „Oh, den Chef habe ich im Griff!“
„So?“, gab ich tatsächlich erstaunt zurück.
„Er steht auf mich.“
„Sooo????“
Sie schenkte mir ein strahlendes Lachen. „Er will es nur nicht wahrhaben. Aber er findet mich „heiß““
„Heiß?“ Echote ich.
Die freche Lady, lachte schallend als sie in mein verdutztes Gesicht sah. „Er ist ganz nett, aber leider sehr... „Schüchtern“..“
Ich schüttelte in gespielter Resignation den Kopf. „Schüchtern? ..Ganz schön eingebildet, junge Frau.“
Später dann auf der Party, wich sie nur selten von meiner Seite wobei es wirklich schön und lustig mit ihr war. Und auch wenn es genug Männer gab, die versuchten mit ihr ins Gespräch zu kommen, hatte die Lady nur Augen für mich (was meinem Ego gut tat). Ich hatte ja schon auf der Echo-Party bemerkt, dass sie sich überhaupt nicht von fremden Kerlen anbaggern ließ. Anders als Lisa, musste sie nicht im Mittelpunkt stehen oder die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Maciela war was das anging viel ernsthafter und zurückhaltender. Es schien so als ob sie immer gleich hinter die Fassaden der anderen Menschen blickte (das konnte Lisa auch sehr gut) und ihr nicht gefiel was sie sah. Irgendwie ja auch verständlich; Sie selbst hatte so viele Masken und Fassaden, dass sie wohl einen sehr feinen Instinkt für die Masken anderer Menschen besaß. Entsprechend unanfällig schien sie für den Zauber der „Glitzerwelt“ zu sein. Wir redeten an diesem Abend unglaublich viel miteinander und ich lernte eine Maciela kennen, wie sie ehrlicher und netter nicht hätte sein können. Als Joana Zimmer gespielt wurde, zog sie mich auf die Tanzfläche und schmiegte sich beim Tanzen, sanft aber bestimmend an mich. Das war nun nicht unbedingt unangenehm .. hüsteln.
Gegen o4:3o Uhr fuhren wir noch zu meinem Lieblings Italiener, der extra für uns seine Küche wieder öffnete und für uns kochte. Ich kenne den Mann schon seit Jahren und habe so manche Nacht dort mit meinen Freunden durch gemacht. Es ist führ ihn Ehrensache, mich nicht „abzuweisen“. Angetan von Maciela holte der Großvater, der Wirtsfamilie eine Gitarre und schmetterte mitten in der Nacht oder früh am Morgen (je nach dem) ein Italienisches Liebeslied nach dem anderen. Maciela amüsierte sich prächtig und ließ sich sogar ein Lied beibringen.
Um sieben fuhr ich Maciela dann nach Hause nicht ohne mir
bestimmt 10x das Italienische Lied anhören zu müssen. Wobei mir auffiel wie
schön ihre Stimme klang. Wieso wusste ich nicht, dass die Lady so toll singen
kann?
Angekommen, bat sie mich nicht noch auf einen „Kaffee“ mit
rein sondern drückte mir einen sehr zärtlichen Kuss auf die Wange. „Bis
nachher, Chef“, flötete sie gut gelaunt und schenkte mir einen kurzen aber sehr
warmen Blick „Das war ein sehr schöner Abend, Danke“.
„Ich habe zu danken, Du kleine Maria Callas.“
Gut gelaunt, mit wippenden Schritt verschwand sie im Haus. Ich war nicht traurig, dass sie mich nicht noch reingebeten hatte...Wir waren ja auch für den Samstag verabredet. Aber davon später mehr.
Hier noch einige Bilder von meinen Helden:


Stimmung: Gut
Musik: Lordi: Would you love a Monsterman
Ein Album aufzunehmen, geht bei mir und wohl auch bei allen
Beteiligten schwer an die Substanz. All die kleinen und großen Kämpfe um jeden
Ton und jede Passage, hinterlassen in der heißen Phase Spuren, die man uns nur
zu deutlich ansehen kann. Unsere Freunde und Familien bekommen uns nur noch in
den wenigen kurzen Momenten zu Gesicht, in denen wir zum schlafen nach hause
kommen oder unsere Sachen wechseln. Eigentlich erstaunlich besonders, da wir
nun schon länger als ein ¾ Jahr an der Geschichte herumschrauben.... Nun
freilich sind wir in der wirklich brenzligen Phase, wo die Promotion schon
läuft und erste Songs unters Volk gebracht werden. Singleauskopplung Videopreviews etc. Das
alles wo noch mindestens 5 Songs halbfertig im Studio liegen und die
Plattenfirma langsam “übellaunig wird. Besonders, weil es nur noch am Sänger
und an der Solo- Gitarre liegt...Ähm hüstel.
Na ja, ich kann das erklären! Zunächst war da die Sache mit
dem Duett, bei dem ich nicht mitspielen wollte. Gut, da sehe ich nun ein, dass
ich etwas zu zickig reagiert habe. Die Sache kam ins Lot als die Sängerin mit
der ich das Duett singen sollte, persönlich bei mir zuhause auftauchte um die
„Geschichte“ zu klären. Nun was soll ich sagen: Sie war süß, hatte gute
Argumente und wer bin ich, dass einer schönen Frau lange Schwierigkeiten mache?
Und der Scheck von ihrer Plattenfirma löste bei meinem Manager einen
„Breit-Grins-Anfall aus“ der auch nach 1 Woche nicht verschwinden wollte.
Delikater Weise hat sich einer meiner Gitaristen mit der Lady eingelassen, was
wiederum bei ihrem Management nicht so viel Begeisterung auslöste.
Dann fanden wir einige Songs nicht so toll und beschlossen
die ganze Chose zu überarbeiten, was wirklich anstrengend war und ist. Aber
unter dem Strich macht es großen Spaß. Wir haben alle das Gefühl an etwas
großem Teil zu haben. Diese Platte wird die Beste jemals produzierte Scheibe
(Protz ;-)
Obendrein habe ich nach einem heftigen Krach um die
Firmenpolitik meinen Job in der Firma geschmissen. Zusammen mit Simon habe ich
eine neue gegründet und auch gleich die halbe Belegschaft und auch einen Teil des
Künstlerbestandes mitgenommen (ich Böser).
Was natürlich dazu führte, dass uns
mein alter Boss verklagte und nun die Gerichte beschäftigt. Das ist übrigens
der Teil an dem ich den meisten Spaß habe. Ich liebe es solche Dinge
auszufechten. Außerdem ist es normal, dass man als „Label/Plattenfirma“ immer
irgendwo vor Gericht ist. Würde es die Tonträgerindustrie nicht geben, wären
die Gerichte und Anwälte ohne Beschäftigung und es wäre alles nur halb so
aufregend. (Behaupte ich jetzt mal).
Schön war, dass Maciela auch sofort ihren Job geschmissen hat und mir ohne zögern erklärte, dass sie mit uns wechseln wollte. Also habe ich die schöne Lady weiterhin am Hals :-). Zu meinem Glück führt Simon die Firma und kümmert sich um die wesentlichen Dinge. Ich bin also (außer, dass ich für alles hafte) weitgehend frei meine Scheibe fertig zu machen.
Übrigens habe ich seit einiger Zeit eine heimliche
Freundin..... :-)
Ich habe zwar keine Ahnung wie sie heißt oder wie sie
aussieht, aber sie hat eine Stimme, die einem wollige Schauer über den Rücken
jagt.
Alles fing eher ärgerlich an: Ich kam mitten in der Nacht
nach haus (Manni, Didi und ich waren in einer Travestieshow und haben zulange
mit den „Mädels“ gefeiert) und schlief am nächsten Morgen ziemlich lange. Gegen
9 Uhr klingelte das Telefon und weckte mich. Da ich etwas wichtiges vermutete
und auch weil ich große Lust hatte den Anrufer zur Schnecke zu machen tastete
ich nach dem Telefon neben meinem Bett. Mit geschlossen Augen knurrte ich:
„Wehe es ist nicht wichtig“, in die Leitung.
Eine überraschte weiche weibliche Stimme fragte sichtlich verunsichert. „Wen habe ich da?“
„Wen habe ich da?“, knurrte ich wie ein Echo zurück.
„Ich habe zuerst gefragt“, konterte die „unbekannte“ erstaunlich schlagfertig. „Aber Sie haben mich angerufen, also wer sind Sie?“ Brummte ich noch immer schläfrig aber nicht minder „streitlustig“ in die Muschel.
„Aber vielleicht, habe ich Sie ja gar nicht sprechen wollen! Ich will nämlich jemand bestimmtes sprechen und sie klingen nicht wie dieser jemand.“
Nun war ich wach. Solche Gespräche finde ich ja recht erfrischend. Ich setzte mich im Bett auf und erwiderte grinsend. „Warum rufen Sie dann bei mir an, wenn Sie jemand ganz anderes sprechen wollten?“ Die Lady am anderen Ende hatte etwas in der Stimme, was mir gefiel. Ich konnte hören wie genervt ausatmete. „Ganz offensichtlich habe ich mich verwählt!“
„Woher wissen Sie das denn?“
„Weil Sie nicht der sind mit dem ich sprechen wollte. Ich höre und erkenne das an der Stimme.“
„Und warum fragen Sie dann erst mit wem Sie verbunden sind? Sie kleine Schwindlerin! Sie hätten doch sagen können: T’schuldigung verwählt. Oder, noch besser einfach auflegen. Dann hätten sie mich geweckt und ich wüsste nicht einmal, dass Sie es waren, die mich um meine wohlverdiente Nachtruhe gebracht hat.“
Nun lacht sie und sie hat ein Lachen wie ...na wie.......Also sie hat ein nettes Lachen. „Sie Ärmster! Ich habe Sie geweckt? Das tut mir leid.“ Ihr bedauern klingt echt.
„Ja“ gebe ich schmollend zu Protokoll. “Sie haben mich völlig grundlos und unberechtigt geweckt! Ich brauche meinen Schlaf wissen Sie! Ich bekomme sonst Ringe unter den Augen“ Herrje denke ich bei mir, Du hast gestern zu lange mit den Tucken, Tunten, Travestierten gefeiert. Mann klang das Schwul!
Nun Lacht sie wieder mit ihrem Lachen das wie ....also wie...Nun es klingt so NETT! „Dann sollten sie schnell wieder ins Bett gehen. Wer um diese Zeit noch schläft hat ja sicher eine anstrengende Schicht hinter sich. „Schicht? Ja genau,“ lüge ich. „War wirklich ne harte Nacht.“
„Na dann schnell wieder ins Bett,“ säuselt sie.
„Ich bin im Bett.“
Nun klingt sie mitleidig. „Sie haben das Telefon neben dem Bett stehen? Da ist es ja kein Wunder, wenn Sie gestört werden. Warum stellen sie das Ding denn nicht ab, wenn Sie schlafen wollen?“
„Es könnte ja jemand anrufen?!“ Sage ich ironisch.
„Haben Sie denn keinen Anrufbeantworter?“
Nun muss ich grinsen. „Doch habe ich aber das dumme Ding weigert sich statthaft auch nur einen einzigen Anruf zu beantworten.“
Sie lacht wieder so nett.
„Also gut ich will Sie nicht länger stören. Schlafen sie schön weiter.“
„Das geht jetzt nicht mehr! Nun bin ich wach,“ maule ich.
„Sie bekommen das bestimmt hin“, erwidert sie zuversichtlich.
„Nee, glauben Sie mir das geht jetzt nicht mehr. Nun bin ich wach und werde den ganzen Tag wie ferngesteuert durch die Gegend rennen. Und das ist alles ihre Schuld.“
Nun spüre ich, dass sie böse grinst. „Ich kann ihnen ja eine „gute Nacht“ Geschichte erzählen. Vielleicht schlafen Sie dann ja wieder ein?!“
„Das würden Sie tun?“
„Nein“, entgegnet sie bissig. „Aber wir werden das Gespräch jetzt beenden. Ich habe schon viel zu lange mit ihnen geplaudert. Eigentlich habe ich mich ja nur verwählt.
Ich tue enttäuscht. „Schade ich fing langsam an mich an Sie zu gewöhnen! Sie erhellten mir gerade den Tag. „ Nun lacht sie wieder diesmal etwas glucksend. „Sie werden auch das überstehen.“
„Und wenn nicht? ....Dann sind Sie Schuld!“
„Nun, ich bin sicher das werde ich aushalten! Einen schönen Tag noch.“ Dann hat sie aufgelegt. Und ich legte mich wieder hin und schlief noch schön gemütlich ein Stündchen.
Dann zwei Tage später (dieses mal war ich wach und frühstückte gerade mit Rita) klingelte wieder gegen 9 Uhr das Telefon. „ Ja bitte“, ich melde mich nie mit Namen. „Wen habe ich da?“ Ich erkannte sofort die Stimme. Es war jene Unbekannte mit dem netten Lachen.
Tja und ohne, dass Sie mir bisher ihren Namen genannt hat
(ich nenne sie Sam), telefonieren wir jeden Tag miteinander. Sie hat sogar
meine HandyNr. Und ganz ehrlich das macht riesigen Spaß. Sie weiß nicht was ich
so mache, ich tue so als arbeite ich in einer Versand Firma. Aber ansonsten
haben wir nette Gespräche. Meistens Abends vor dem zu Bett gehen. Ist schon
komisch. Manchmal frage ich mich ob sie nicht doch weiß wer ich bin?! Aber
missen will ich diese Telefonate nicht.
Apropos missen:
Das hier immer wieder Blogg Freunde
abwandern und ihre Bloggs schließen erfüllt den armen kleinen Mops mit tiefer
Traurigkeit.
Ich will keine Namen nennen aber wer sich angesprochen fühlt soll
ein schlechtes Gewissen haben. Nur weil ich mal für einige Tage Wech war gibt
Euch das noch lange nicht das Recht Eure Blogs zu schließen.