*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

28.10.2005 um 20:27 Uhr

endlich(!)-Ein Märchen

von: Muffin   Kategorie: Sonstiges&Anderes

Der Froschkönig

In den alten Zeiten, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön; aber die jüngste war so schön, dass sich die Sonne selber, die doch schon so vieles gesehen hat, verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien. Nahe bei dem Schlosse des Königs lag ein großer, dunkler Wald, und in dem Walde unter einer alten Linde war ein Brunnen. Wenn nun der Tag sehr heiß war, ging das Königskind hinaus in den Wald und setzte sich an den Rand des kühlen Brunnens, und wenn sie Langeweile hatte, nahm sie eine goldene Kugel, warf sie in die Höhe und fing sie wieder; und das war ihr liebstes Spielwerk.

Nun trug es sich einmal zu, dass die goldene Kugel der Königstochter nicht in ihr Händchen fiel, das sie in die Höhe gehalten hatte, sondern vorbei auf die Erde schlug und geradezu ins Wasser hineinrollte. Die Königstochter folgte ihr mit den Augen nach, aber die Kugel verschwand, und der Brunnen war tief, so tief, dass man keinen Grund sah. Da fing sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht trösten.

 Und wie sie so klagte, rief ihr jemand zu: ,,Was hast du vor, Königstochter? Du schreist ja, dass sich ein Stein erbarmen möchte."

Sie sah sich um, woher die Stimme kam, da erblickte sie einen Frosch, der seinen dicken, hässlichen Kopf aus dem Wasser streckte.

 ,,Ach, du bist's, alter Wasser-patscher?" sagte sie. ,,Ich weine über meine goldene Kugel, die mir in den Brunnen hinabgefallen ist." -

,,Sei still und Weine nicht", antwortete der Frosch, ,,ich kann wohl Rat schaffen; aber was gibst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraufhole?" -

,,Was du haben willst, lieber Frosch", sagte sie, ,,meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, auch noch die goldene Krone, die ich trage."

Der Frosch antwortete: ,,Deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine und deine goldene Krone, die mag ich nicht; aber wenn du mich lieb haben willst, und ich soll dein Geselle und Spielkamerad sein, an deinem Tischlein neben dir sitzen, von deinem goldenen Tellerlein essen, aus deinem Becherlein trinken, in deinem Bettlein schlafen -wenn du mir das versprichst, so will ich hinunterspringen und dir die goldene Kugel wieder heraufholen." -

,,Ach ja", sagte sie, ,,ich verspreche dir alles, was du willst, wenn du mir nur die Kugel wiederbringst." Sie dachte aber: ,,Was der einfältige Frosch schwätzt! Der sitzt im Wasser bei seinesgleichen und quakt und kann keines Menschen Geselle sein."

Der Frosch, als er die Zusage erhalten hatte, tauchte seinen Kopf unter, sank hinab, und über ein Weilchen er wieder heraufgerudert, hatte die Kugel im Maul und warf sie ins Gras.

 

 Die Königstochter war voll Freude, als sie ihr schönes Spielwerk wieder erblickte, hob es auf und sprang damit fort.

,,Warte, warte", rief der Frosch, ,,nimm mich mit, ich kann nicht so laufen wie du!" Aber was half es ihm, dass er ihr sein ,,Quak Quak" so laut nachschrie, als er konnte! Sie hörte nicht darauf, eilte nach Hause und hatte den armen Frosch vergessen, der wieder in seinen Brunnen hinabsteigen musste.

Am andern Tage, als sie sich mit dem König und allen Hofleuten zur Tafel gesetzt hatte und von ihrem goldenen Tellerlein aß, da kam, plitsch platsch, plitsch platsch, etwas die Marmortreppe heraufgekrochen, und als es oben angelangt war, klopfte es an die Tür und rief:

,,Königstochter, jüngste, mach' mir auf"' Sie lief und wollte sehen, wer draußen wäre; als sie aber aufmachte, saß der Frosch davor. Da warf sie die Tür hastig zu, setzte sich wieder an den Tisch, und war ihr ganz angst. Der König sah wohl, dass ihr das Herz gewaltig klopfte, und sprach: ,

,Mein Kind, was fürchtest du dich? Steht etwa ein Riese vor der Tür und will dich holen?" -

 ,,Ach nein", antwortete sie, ,,es ist kein Riese, sondern ein garstiger Frosch." -

,,Was will der Frosch von dir?" -

 ,,Ach lieber Vater, als ich gestern im Wald bei dem Brunnen saß und spielte, da fiel meine goldene Kugel ins Wasser. Und weil ich so weinte, hat sie der Frosch wieder heraufgeholt, und weil er es durchaus verlangte, so versprach ich ihm, er solle mein Geselle werden; ich dachte aber nimrnermehr' dass er aus seinem Wasser herauskönnte. Nun ist er draußen und will zu mir herein." Indem klopfte es zum zweitenmal und rief:

,,Königstochter, jüngste,

Mach' mir auf!

Weißt du nicht, was gestern

Du zu mir gesagt

Bei dem kühlen Brunnenwasser?

Königstochter, jüngste,

Mach' mir auf!"

Da sagte der König: ,,Was du versprochen hast, das musst du auch halten; geh' nur und mach' ihm auf."

Sie ging und öffnete die Tür; da hüpfte der Frosch herein, ihr immer auf dem Fuße nach, bis zu ihrem Stuhl. Da saß er und rief:

,,Heb' mich hinauf zu dir!"

Sie zauderte, bis es endlich der König befahl. Als der Frosch erst auf dem Stuhle war, wollte er auf den Tisch, und als er da saß, sprach er:

 ,,Nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir zusammen essen."

 Das tat sie zwar, aber man sah wohl, dass sie's nicht gern tat. Der Frosch ließ sich's gut schmecken, aber ihr blieb fast jedes Bißlein im Halse. Endlich sprach er:

,,Ich habe mich satt gegessen und bin müde, nun trag mich in dein Kämmerlein und mach' dein seiden Bettlein zurecht, da wollen wir uns schlafen legen."

Die Königstochter fing an zu weinen und fürchtete sich vor dem kalten Frosch, den sie sich nicht anzurühren getraute, und der nun in ihrem schönen, reinen Bettlein schlafen sollte. Der König aber ward zornig und sprach:

,,Wer dir geholfen hat, als du in der Not warst, den sollst du hernach nicht verachten."

Da packte sie ihn mit zwei Fingern, trug ihn hinauf und setzte ihn in eine Ecke. Als sie aber im Bette lag, kam er gekrochen und sprach:

,,Ich bin müde, ich will schlafen so gut wie du; heb' mich hinauf, oder ich sag's deinem Vater."

Da ward sie erst bitterböse, holte ihn herauf, warf ihn aus allen Kräften wider die Wand und sagte:

,,Nun wirst du Ruhe haben, du garstiger Frosch!"

Als er aber herabfiel, war er kein Frosch, sondern ein Königssohn mit schönen, freundlichen Augen. Der war nun nach ihres Vaters Willen ihr lieber Geselle und Gemahl. Da erzählte er ihr, er wäre von einer bösen Hexe verwünscht worden, und niemand hätte ihn aus dem Brunnen erlösen können als sie allein, und morgen wollten sie zusammen in sein Reich gehen. Dann schliefen sie ein, und am andern Morgen, als die Sonne sie aufweckte, kam ein Wagen herangefahren mit acht weißen Pferden bespannt, die hatten weiße Straußenfedern auf dem Kopfe und gingen in goldenen Ketten, und hinten stand der Diener des jungen Königs, das war der treue Heinrich. Der treue Heinrich hatte sich so betrübt, als sein Herr in einen Frosch verwandelt worden war, dass er drei eiserne Bande hatte um sein Herz legen lassen, damit es ihm nicht vor Weh und Traurigkeit zerspränge. Der Wagen aber sollte den jungen König in sein Reich abholen; der treue Heinrich hob beide hinein, stellte sich wieder hinten auf und war voller Freude über die Erlösung. Und als sie ein Stück Wegs gefahren waren, hörte der Königssohn, dass es hinter ihm krachte, als wäre etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief: ,,Heinrich, der Wagen bricht!"

,,Nein, Herr, der Wagen nicht,

Es ist ein Band von meinem Herzen,

Das da lag in großen Schmerzen,

Als Ihr in dem Brunnen saßt,

Als Ihr ein Frosch wart."

Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem Wege, und der Königssohn meinte immer, der Wagen bräche, und es waren doch nur die Bande, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr erlöst und glücklich war.

                           

28.10.2005 um 00:11 Uhr

nEuE gEsTaLtUnG

Hallo ihr lieben,

So es war mal wieder an Zeit etwas zu verändern... Jetzt sieht alles schon ganz anders aus^^ So wird es jetzt wahrscheinlich auch erst mal bleiben.

schönen abend noch

Muffin

 

 

 

 

19.10.2005 um 17:45 Uhr

Eine Halloweengeschichte

Basti B. Bustman


Billy und der Große Kürbis



Der "Große Kürbis" ist eine mystische Figur, die in Charles M. Schulz' Peanuts eine große Rolle spielt. In jeder Halloweenfolge legt Linus van Pelt, Lucys jüngerer Bruder, sich auf einem Kürbisfeld auf die Lauer, um den Großen Kürbis zu erwischen, da dieser – wie die Legende besagt – dem, der ihn sieht, einen Wunsch erfüllt.

Billy McCoy war 6 Jahre alt. Ein kleiner, aufgeweckter Junge, mit schelmischen Sommersprossen und zerzaustem Strubbelkopf. Und wie in der Welt jedes kleinen Jungen seines Alters, so gab es auch in seiner Welt eine mystische Gestalt, etwas, worüber die Erwachsenen nur entzückt waren, die älteren Kinder nur lachen konnten, aber für ihn und seine Altersgenossen waren Dinge wie der Osterhase, der Weihnachtsmann oder der Nikolaus absolut real und greifbar. Und in Billys Fall kam noch ein weiteres dieser "Hirngespinste" hinzu. Der "Große Kürbis" war Billys ein und alles. Das ganze Jahr über beschäftigte er sich mit Gedanken daran, malte Bilder und bastelte Figuren aus Knetmasse, und jetzt, da es konkret auf Halloween zuging – noch 2 Tage verblieben bis zum 31. Oktober – wurde es schier unerträglich. Er sprach von nichts anderem mehr. In der Schule, bei seinen Freunden, am Frühstückstisch, am Mittagstisch, beim Abendbrot, beim Zubettgehen ...

Seine Eltern reagierten darauf, wie nicht anders zu erwarten: Sie ertrugen es tapfer, aber selbst ihre Geduld war fast erschöpft.
Sein älterer Bruder Michael, 15 Jahre alt und natürlich "viel zu alt für solche Spinnereien", war da weniger nachsichtig. Er hänselte seinen kleinen Bruder, zog ihn auf, erschreckte ihn mit aufgesetzten Kürbismasken und vieles mehr. Doch Billy ließ sich durch nichts von seinem Glauben oder dem Plan abbringen, dieses Jahr an Halloween den Großen Kürbis zu sehen. Und so kam es, dass Billy und seine drei besten Freunde, Jimmy, Todd und Pete auf dem großen Kürbisfeld lagen, das dem Bauern Chestnick gehörte.

Es war bereits kurz nach 11 Uhr abends, die Jungen hatten ihren Beutezug durch die Nachbarschaft längst abgeschlossen und saßen jetzt schokoladekauend auf dem Feld. Obwohl es bereits Spätherbst war, war die Luft angenehm warm und so fror es die drei maskierten Jungen nicht. Billy hatte seine Kapuze mit dem Totenschädelaufdruck nach hinten ins Genick gelegt. Genüsslich kaute er an einem Marshmallow, den er gerade aus dem Feuer geholt hatte.

"Hey Billy, wieso weißt du eigentlich, dass der große Kürbis heute Nacht kommt?" Jimmy war wenig überzeugt. Die braunen Augen des Jungen reflektierten neben dem Mondlicht noch eine ganze Menge Müdigkeit und so war sein Unmut wenig verwunderlich. Pete zog gerade seinen Stock mit dem Marshmallow an der Spitze aus dem Feuer. Auch er war nicht sehr begeistert von der Idee, die ganze Nacht auf diesen Typen zu warten.

"Ja, Billy, was ist, wenn er nicht kommt? Dann haben wir die ganze Nacht umsonst hier gesessen. Autsch..." Er schüttelte die verbrannte Hand und blies vorsichtig darauf. "Ich weiß, dass er kommen wird. Der große Kürbis kommt in der Halloweennacht um Mitternacht. Das hat mir mein Großvater erzählt, als ich noch ein kleines Kind war." Billy starrte wütend ins Feuer. Wieso konnten sie seinen Glauben nicht teilen? Wieso musste er alle ständig davon überzeugen, dass der Große Kürbis real war und heute Nacht erscheinen würde? Es war ihm egal. Er starrte weiter ins Feuer. Bald, bald würde er kommen.

Während die Jungen so weiter ins Feuer starrten, das heimelig prasselte und flackerte, ignorierten sie das Zirpen der Grillen, das Rauschen vereinzelter Windböen durch das Kürbisfeld und den wunderschönen, sternenklaren Himmel mit dem hell leuchtenden Vollmond. Plötzlich hörte man von irgendwoher ein Heulen. Die Kinder schraken auf. Pete sah die anderen drei an: "Was war das?" In seinen Augen stand der Schrecken. Aber auch den anderen ging es nicht viel besser.
Todd sah ihn mindestens ebenso entsetzt an. "K-k-keine Ahnung. Vielleicht sollten wir doch lieber verschwinden?" Jetzt wurde Billy wütend. "Ja, meinetwegen verschwindet doch, ihr Feiglinge. Ich bin nicht die halbe Nacht auf diesem Feld rumgesessen, um jetzt, kurz bevor der Große Kürbis erscheint, zu verschwinden. Wenn ihr wollt, dann haut ruhig ab. Ich bleibe hier." Damit steckte er demonstrativ einen weiteren Marshmallow auf seinen Ast und hielt diesen über das Feuer.

Die übrigen drei zogen sich bereits einige Schritte zurück, als Pete die anderen beiden festhielt. "Moment mal. Er hat Recht. Wir haben so lange durchgehalten. Das können wir auch noch aussitzen. Und ich bin kein Feigling! Ich bleibe hier." Jimmy nickte zustimmend. "Ich auch nicht. Okay. Ich bleibe auch." Todd zögerte.
"Seid ihr sicher, Leute? Ich meine, haltet ihr das wirklich für eine gute Idee?" Die beiden anderen sahen ihn nur an, sahen dann zu Billy, der noch immer vor dem Feuer saß und seinen Marshmallow röstete. "Okay. Ich bleibe auch." Die drei setzten sich wieder ums Feuer. Die Minuten schlichen dahin und schließlich wurde es Mitternacht.

Am Ende des Feldes erhoben sich Gestalten. Die Gestalten näherten sich mit humpelnden Schritten dem Lagerfeuer. Zuerst waren sie nur undeutliche Schemen und die Kinder bemerkten sie nicht. Doch dann wurden Konturen sichtbar, Köpfe, elipsenförmig und überproportional groß. Weite, ausgefranste Umhänge. Und dann hörte man ihr Stöhnen und Ächzen. Und mit jedem Schritt, den sie näherkamen, wurden die hell erleuchteten Fratzen ihrer Schädel klarer erkennbar. Diabolisches Grinsen, dämonisch leuchtende Augenhöhlen. Als sie noch etwa 50 Meter vom Lagerfeuer entfernt waren, ergriffen die Kinder die Flucht. "Sagt, was ihr wollt, aber mir ist das nicht geheuer. Nichts wie weg hier." Todd war der erste, der sich mit zitternden Knien erhob und davonrannte, so schnell ihn seine Füße tragen konnten. Pete und Jimmy folgten schreiend, nur Billy zögerte einen Augenblick. Täuschte er sich, oder hatte eine dieser Gestalten die gleichen Schuhe gehabt, wie sein Bruder? In diesem Augenblick packte Pete ihn am Arm und zog ihn weg. "Komm schon Billy. Dein Großer Kürbis sieht aus, als würde er sich heute nacht selbst ein paar Wünsche erfüllen. Und was er sich wünscht, scheint Kleine-Jungen-Hamburger zu sein. Komm schon..." Ohne sich noch einmal umzuwenden, rannten die beiden davon, ihren beiden Freunden hinterher. Als sie um die Ecke verschwunden waren, hatten die Gestalten das Lagerfeuer erreicht. Und sie lachten. Die größte der drei Gestalten hob ihre – erstaunlich menschlich aussehenden - Hände an den Schädel und nahm ihn ab. Darunter kam ein verschwitzter, rothaariger Kopf zum Vorschein, der trotz des spärlichen Mondlichts und des flackernden Feuers als der von Billys Bruder Michael zu erkennen war.

"Haha, denen haben wir ordentlich einen Schrecken eingejagt, was? Hahahah, cool. Das hat Spaß gemacht. So, und jetzt schnappen wir uns ihren Süßkram und dann verschwinden wir wieder ..." Die vier jungen Männer packten die Beutel mit Süßigkeiten, die die Kinder bei ihrer überstürzten Flucht zurückgelassen hatten und machten Anstalten, das Feld zu verlassen, als plötzlich sämtliche Kürbisse etwa einen Meter in der Luft schwebten. Von der Größe ausgehend, die Michaels Mund plötzlich hatte, hätte man annehmen können, dass er versuchte, einen ganzen Kürbis auf einmal zu schlucken. In diesem Augenblick fiel vom Ende des Feldes ein Lichtstrahl zu der Gruppe junger Männer nach vorne. Er ließ die Silhouette einer mindestens zweieinhalb Meter großen Gestalt erkennen, deren Kopf wie ein Kürbis geformt war. Die Gestalt hatte die "Hände", besser gesagt Blätter zum Himmel erhoben und den Kopf in den Nacken gelegt. Dann marschierte sie langsam, aber nichts desto weniger entschlossen auf die Gruppe zu. Waren sie vor einer Minute noch vom Siegesgefühl erfüllt gewesen, so nagte jetzt Furcht an ihrem Selbstwertgefühl. Schneller, als sie sie aufgehoben hatten, ließen sie die Tüten und Taschen wieder zu Boden fallen und nahmen die Beine in die Hand.
Lange, bevor die hünenhafte Gestalt das Ende des Feldes erreicht hatte, waren sie bereits über alle Berge.

Als das Wesen mit dem Kürbiskopf das Feuer erreicht hatte, senkte es traurig das Haupt. Wieder einmal war niemand hier, um das Geschenk, das es zu geben bereit war, in Anspruch zu nehmen. Das Feuer flackerte für einen Augenblick heller und schien im Kürbiskopf einen traurigen, alten Mann zu offenbaren. Doch vielleicht war es auch nur eine Täuschung der Sinne ...Enttäuscht wandte sich das Kürbiswesen ab und schlich zurück dorthin, woher es gekommen war, um ein weiteres Jahr auf jemanden zu warten, der bereit war für sein Geschenk. Oder aber sich für immer dorthin zu gesellen, wo Legenden hingesteckt werden, wenn sie kein Mensch mehr brauchte, dorthin, wo der Weihnachtsmann, der Nikolaus und der Osterhase schon lange verbannt waren....

Ins Reich der Phantasie.

18.10.2005 um 22:28 Uhr

Eine Fabel

Der Löwe und die Maus

 

 

Bei eines Löwen grauser Mörderpfote


Kroch eine Maus, nicht ahnend die Gefahr,


Ans Tageslicht, bedeckt mit Schlamm und Kothe.


Erstaunt, daß eine Maus die Erde nur gebar,


Fragt sie der Löw': "Sollt' ich zum Mittagsmahl dich speisen?


Nein, armes Tier! Zu mager und zu klein


Bist du; kaum würdest du dem Magen fühlbar sein.


Das Leben schenk ich dir. Frei magst du weiter reisen!


Die Katze nur führt mit den Mäusen Krieg;


Zu niedrig ist dem Löwen so ein Sieg."


Die Maus geht weg, von Dankbarkeit durchdrungen.


Verloren, wie ein weises Sprüchwort spricht,


Ist oft schon hier die kleinste Wohltat nicht.


Sie zu erwiedern war auch uns'rer Maus gelungen.


"Was sagst du, Dichter?" fällt mir hier ein Leser ein;


"Kann eine Maus wohl auch dem Löwen nützlich sein?


Was unwahrscheinlich ist, sind doch nicht immer Lügen;


Der Wahrheit Lichtglanz strahlt oft aus der Fabel Zügen;


Beweis davon soll dieser Vorfall sein.


Der Löw' verirrte sich in einen düstern Hain,


Und plötzlich war er in ein Garn, mit Laub bedeckt, gefallen.


Von seinem Klaggebrüll ließ er die Flur erschallen;


Die Maus war in der Näh und eilt auf das Geschrei,


Der Wohltat eingedenk, gleich zu dem Netz herbei.


Gefangen sieht sie da der Tiere König liegen;


Den Waldbewohnern macht sein tiefer Fall Vergnügen.


Was tat die kleine Maus? Sie fängt mit scharfem Zahn


Die Stricke wacker zu benagen an.


Ein Knoten reißt entzwei; der Löw' mit Kopf und Pfote


Dringt durch, entflieht dem Tod, der in der Näh ihm drohte.


Verachte Niemand, er sei noch so schwach und klein;


Im Notfall kann er einst als Freund dir nützlich sein.

 

 

 

MfG

Muffin

 

17.10.2005 um 20:20 Uhr

lange, aber gute Witze :)

von: Muffin   Kategorie: Fun

Stimmung: bestens^^

3 Freundinnen

Drei Mütter treffen sich und unterhalten sich über ihre Töchter, die dieselbe Schule besucht hatten. Sofort die erste Mutter:
"Meine Tochter hat als
Verkäuferin in der Tankstelle um die Ecke begonnen und leitet jetzt ein millionenschweres Ölunternehmen!"
Darauf die zweite Mutter:
"Meine Tochter hat im Supermarkt Käse verkauft und leitet jetzt dieselbe Supermarktkette. Auch millionenschwer!"
Die dritte Mutter errötet stark und stammelt vor sich her. Sagte die Erste:
"He, was ist den mit dir los? Was macht den deine Tochter? Erzähl schon.
Brauchst dich nicht zu schämen..."
Die Angesprochene berichtet langsam:
"Meine Tochter macht den Hausfrauenjob in ihrer Beziehung und sie..."

Die Anderen werden ungeduldig.

"Na, was ist mit ihr noch?"

"Sie ist Lesbe und..."

Aufmunterndes Lächeln ist zu sehen, ihr wird auf die Schulter geklopft.

"Ist doch nicht so schlimm... Ist doch ganz normal..."

"Das war noch nicht alles", beginnt die Beschämte wieder.

"Meine Tochter lebt in einer biegamieschen Beziehung mit zwei alten Freundinnen: Die eine leitet ein Ölunternehmen und die andere eine Supermarktkette..."

 

Schulprüfung

Eine Grundschullehrerin geht zu ihrem Rektor und beschwert sich:
"Mit dem kleinen Uwe aus der ersten Klasse ist es kaum auszuhalten! Der weiß alles besser! Er sagt, er ist mindestens so schlau wie seine Schwester, und die ist schon in der dritten Klasse! Jetzt will er auch in die dritte Klasse gehen!"

Der Rektor:
"Beruhigen Sie sich. Wenn er wirklich so schlau ist, können wir ihn ja einfach mal testen."

Gesagt, getan, und am nächsten Tag steht der kleine Uwe zusammen mit seiner Lehrerin vor dem Rektor.

"Uwe," sagt der Direktor, "es gibt zwei Möglichkeiten. Wir stellen dir jetzt ein paar Fragen. Wenn du die richtig beantwortest, kannst du ab heute in die dritte Klasse gehen. Wenn du aber falsch antwortest, gehst du zurück in die erste Klasse und benimmst dich!!"

Uwe nickt eifrig.

Rektor:
"Wie viel ist 6 mal 6?"

Uwe:
"36" .

Rektor:
"Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland?"

Uwe:
"Berlin"

Und so weiter, der Rektor stellt seine Fragen und Uwe kann alles richtig beantworten.

Rektor zur Lehrerin:
"Ich glaube, Uwe ist wirklich weit genug für die dritte Klasse."

Lehrerin:
"Darf ich ihm auch ein paar Fragen stellen?"

Rektor:
"Bitte schön."

Lehrerin:
"Uwe, wovon habe ich zwei, eine Kuh aber vier?"

Uwe, nach kurzem Überlegen:
"Beine."

Lehrerin:
"Was hast du in deiner Hose, ich aber nicht?"

Der Rektor wundert sich etwas über diese Frage, aber da antwortet Uwe schon:
"Taschen."

Lehrerin:
"Was macht ein Mann im Stehen, eine Frau im Sitzen und ein Hund auf drei Beinen?"

Dem Rektor steht der Mund offen, doch Uwe nickt uns sagt:
"Die Hand geben."

Lehrerin:
"Was ist hart und rosa, wenn es reingeht, aber weich und klebrig, wenn es rauskommt?"

Der Rektor bekommt einen Hustenanfall, und danach antwortet Uwe gelassen: "Kaugummi."

Lehrerin:
"Gut, Uwe, eine Frage noch. Sag mir ein Wort, das mit F anfängt, mit N aufhört und etwas mit Hitze und Aufregung zu tun hat!"

Dem Rektor stehen die Tränen in den Augen. Uwe freudig:
"Feuerwehrmann!"

Rektor:
"Schon gut, schon gut. Von mir aus kann Uwe auch in die vierte Klasse gehen oder gleich auf's Gymnasium. Ich hätte die letzten fünf Fragen falsch gehabt ..."

 

 

 

Entwicklungshilfe

George Bush ruft Gerhard Schröder an.

"Gerhard, Du mußt uns helfen! Die größte Kondom-Fabrik der USA ist letzte Nacht abgebrannt! Wir brauchen dringend 1.000.000 Kondome, kannst Du uns damit aushelfen?"

"Sicher!" antwortet Schröder. "Das dürfte kein Problem sein..."

"Die Kondome müssen aber in den amerikanischen Nationalfarben rot, blau und weiß geliefert werden. Außerdem müßten sie mindestens 30 Zentimeter lang sein und einen Durchmesser von mindestens 6 Zentimetern haben! sagt Bush."

"Wenn's weiter nichts ist... Ich kümmere mich darum!" entgegnet Schröder.

Daraufhin ruft Schröder den Chef der größten deutschen Kondomfabrik an:
"Wir müssen dem Amis mit 1.000.000 Kondomen aushelfen! Ist das machbar?"

"Natürlich!" antwortet der Kondom-Fabrikant. "Irgendwelche besonderen Wünsche?"

"Ja. Die Kondome sollen rot, blau und weiß sein, außerdem mindestens 30 Zentimeter lang und mindestens 6 Zentimeter im Durchmesser."

"Alles klar. Sonst noch was?"

"Ja" sagt Schröder. "Tun Sie mir einen Gefallen und bedrucken Sie die Kondome mit MADE IN GERMANY Size: SMALL"

 

 

 

Wetten

Eine alte Dame kommt in die Deutsche Bank. Sie geht zum Schalter und Spricht den jungen Kerl dahinter an:
"Ich würde gerne ein Konto bei Ihnen eröffnen."

Der Bankangestellte freut sich natürlich über die neue Kundin und möchte noch wissen wie viel die Dame denn zum Start einzahlen möchte.
"1.000.000 Euro", sagt die Dame.

Der Bankangestellte macht große Augen...

"Wo haben Sie bitte so viel Geld her...!?"

Die ältere Dame möchte es dem Angestellten nicht sagen, so das ihm nichts anderes übrig bleibt bei dieser Summe, als die Damen zum Filialleiter zu bringen. Er bitte die Damen nach hinten in ein Zimmer. Er erläutert dem Filialleiter kurz die Situation und lässt die beiden alleine.

"Wo haben Sie bitte so viel Geld her meine Dame...?"

"Das ist alles Geld aus gewonnenen Wetten", sagt sie.

Der Leiter der Bank der sich das nicht vorstellen kann möchte gerne wissen was das für Wetten sind. Die ältere Damen macht ihm einen Vorschlag.

"Passen Sie auf, ich Wette mit ihnen um 10.000 Euro, dass ihr bestes Stück eckig ist!"

Der Leiter ganz empört:
"Na hören sie mal, das ist bestimmt nicht eckig, das ist so normal wie das von jedem anderen!"

Die Dame:
"Wenn Sie sich so sicher sind dann können wir ja wetten."

Nach ein paar mal überlegen willigt der Filialleiter ein und sie verabreden sich für Dienstag morgen um 10.00 Uhr.

In der Nacht liegt der Filialleiter im Bett. Er geht mit seiner Hand in seinen schritt und prüft nochml. Alles ganz normal, kein bisschen eckig, das kann die Dame gar nicht gewinnen. Beruhigt schläft er ein.

Am nächsten Tag kommt die Dame dann wie verabredet in sein Büro, hat aber ihren Anwalt dabei, als Zeugen wie sie meint.

"Na gut, dann lassen sie mal sehen..!"

Der Filialleiter lässt die Hose runter.
"Hier alles normal!"

Die Dame guckt ein wenig und meint:
"Nun ja, ein wenig eckig sehen die schon aus...!"

Der Filialleiter ist empört und betont das alles normal bei ihm sei.

"Um ganz sicher zu sein muss ich die mal anfassen."

Das will der Filialleiter natürlich zuerst nicht, aber da es schließlich um viel Geld geht, willigt er ein. In dem Moment als die ältere Damen vor ihm kniet und an seinen Hoden rumspielt, sieht er wie der Anwalt in der Ecke steht und immer wieder mit seinen Kopf vor die Wand haut.

"Was ist denn mit ihren Anwalt los?"

"Nun ja...", meint die Alte, "Sie haben die Wette zwar gewonnen, weil ihre Hoden sind wirklich nicht eckig, aber ich habe mit meinen Anwalt um 20.000 Euro gewettet, dass ich am Dienstag morgen um 10.00 Uhr die Eier vom Filialleiter der Bank in der Hand halten werde...."