*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

26.01.2012 um 00:05 Uhr

Anders als erwartet

von: Muffin   Kategorie: Mein Uniwahnsinn

Da ich ja nun zwei Wochen in der Uni ausgefallen bin, musste ich mich darauf einstellen einiges an Prüfungen zu wiederholen zusätzlich zu den ganzen regulären Prüfungen, die ja trotzdem weiter laufen. So hatte ich beispielsweise am Montag gleich mein Testat in Anatomie über die Topografie der Gliedmaßen. Das hab ich natürlich verkackt, was mir wohl auch keiner wirklich verdenken kann. Anders, als erwartet fällt meine Wiederholung davon aber nicht auf nächste Woche, sondern erst auf den 13. Februar. Das ist auf der einen Seite richtig doof, denn normalerweise hätte ich am 10.02. Heim gekonnt, aber auf der andern Seite auch richtig gut, denn so hab ich nach dem 08.02. Zeit mich vollkommen nochmal auf das Thema zu konzentrieren. Die Physiologieübung diese Woche über Niere und Transport war in Ordnung und das Testat habe ich zumindest bestanden. Genau das war eigentlich auch mein Ziel, mindeste eine Prüfung zu bestehen. Nächste Woche am Dienstag ist dann regulär die letzte Physiologieübung über Verdauung - die soll es auch nochmal ganz schön in sich haben. Wir werden ja sehen. Und dann wäre theoretisch auch noch am 01.02. Anatomie gewesen, aaaaber da hat mir das Schicksal gut zugespielt - wahrscheinlich als kleine Entschuldigung für die ganze Krankenhauskacke :D Jedenfalls hat meine Anatomiegruppe jetzt erst am 06.02. Vogeltestat. Naja und dann steht eigentlich nur noch der Kurs ins Haus, den ich in Physio verpasst habe über Sinne. Da hab ich heute mit der Kursassistentin geschrieben, die den Kurs leitet und da es keine Möglichkeit mehr für mich gibt den Kurs zu wiederholen, werden wir ihn 'trocken' besprechen in ihrem Büro und anschließend das Testat machen. Das soll mir auch ganz recht so sein, denn dann muss ich nich stundenlang in einer fremden Gruppe diesen Kurs wiederholen, auch wenn er gut gewesen sein soll. Schade, dass ich gerade diesen Kurs nicht mitgemacht habe :(. Der Termin dafür ist dann jedenfalls am 08.02., zumindest hab ich mir das so ausgesucht...mit der Voraussetzung, dass ich das Vogeltestat bestehen muss.

Also mal abgesehen vom versauten Anatomietestat, was ja absehbar war, hab ich das Gefühl, dass das Schicksal es gerade gut mit mir meint...oder mich zumindest unterstützt :)

Andere hingegen sind dieses Semester nur so vom Pech verfolgt. In meiner 'neuen' Anatomiegruppe (so neu ist sie ja gar nicht mehr) hab ich jemanden dabei, die durch so gut wie jede Prüfung erstmal durchgefallen ist. Sie hat im 1. und 2. Semester alles ohne Probleme gepackt, sagt sie und nun läuft es dieses Semester richtig kacke für sie :( - Das tut mir so Leid, weil sie eine liebe Person ist. Zwischendurch hat sie es auch glaub ich geschafft so einigermaßen vieles wieder aufzuholen, aber jetzt steckt sie wieder in diesem Sumpf. Das schlimmste dabei ist wohl, dass sie 2x durchs Anatomie-Situs-Testat gefallen ist und ebenso 2x durchs Topotestat. Nun fällt die 3. Wiederholung für beides auf den 13.02., d.h. sie muss gleich 2 Testate hintereinander weg machen und hat dazu noch den Druck, dass es der 3. Versuch für beide ist und wenn man den nicht packt...naja dann ist theoretisch das Studium zu Ende... man kann dann einen Sonderantrag stellen, um das Semester wiederholen zu dürfen. Das ist dann quasi wie Sitzenbleiben. Aber sie überlegt jetzt schon ernsthaft aufzuhören. Und ich finde das so mies, jetzt im 3. Semester....wenn man weiß im 4. wirds nochmal schlimmer, aber danach wird bestimmt alles gut. Ich drück ihr aber sooo feste die Daumen, dass sie es doch noch packt. Hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich!

16.01.2012 um 23:08 Uhr

Erfahrungswert -oder- Irgendwann ist immer das erste Mal

 

Letzten Samstag (der vor dem 14.), es war das letzte Wochenende bevor ich wieder nach München fahren sollte, traf mich das Schicksal von einer seiner unangenehmsten Seiten. Mein Freund war da. Zum Abendessen gab es Nudelauflauf. Es dauerte nicht lange und ich bekam höllische Schmerzen im Bauch. Solche hatte ich schon einmal vor circa 4 Wochen, doch diesmal waren sie noch schlimmer. Ich musste aufs Klo, mich übergeben, ich habe hyperventiliert und gedacht, dass mir jeden Moment der Oberbauch platzt. Mir ging es echt so mies! Also haben meine Eltern im Krankenhaus angerufen und einen Notfallwagen bestellt und die waren auch ziemlich schnell da.

Notfallwagen! Krankenhaus! Das war für mich bis vor einer Woche noch unvorstellbar. Selber Arzt werden - ja! Aber ansonsten habe ich eine Phobie vor allen Spritzen, Krankenhäusern und Ärzten. Seit Jahren lasse ich mich schon nicht mehr impfen, wegen meiner Angst vor Nadeln und Spritzen.
Im KH angekommen hatten die Ärzte in der Notaufnahme die Arschruhe weg. Bei mir wurde Blutdruck gemessen, EKG gemacht und dann wollte die Schwester Blut abnehmen. BLUT ABNEHMEN! Ich bin jetzt 21 Jahre alt und bei mir wurde noch NIE Blut abgenommen. Und dann bekomm ich auch noch gesagt, dass ich verdammt schlechte Venen habe - zack, das Resultat war ein Zugang in der rechten Hand. Blut geben wollten meine Venen allerdings nicht. Die russische Ärztin in der Notaufnahme war seeeehr unfreundlich. Ich habe entsprechend meiner Angst Rotz und Wasser geheult, als es hieß, dass mir Blut abgenommen werden muss und sie motzte mich an, ich solle mich nicht wie ein kleines Kind aufführen. Nachdem ich circa 2 Stunden rumgelegen habe, ohne dass was gemacht wurde mit mir, wurde ich auf die Innere verfrachtet - irgendwann nachts um zwei. Am nächsten Morgen wurde mir nochmal Blut genommen und die Schwester hat es auf Anhieb hinbekommen. Am Sonntag wurde nichts weiter gemacht, ein Arzt war auch nicht da, denn es gibt ja keine Visite am Sonntag.

Am Montag musste ich zum Ultraschall und sagte dem Arzt gleich, er solle nach Gallensteinen schauen und das hat er auch zuerst gemacht. Auch wenn ich wegen Schmerzen im Magen eingeliefert wurde, was Gallensteinmäßig untypisch ist, wusste meine Mama schon vorher (schon vor diesen 4 Wochen) instinktiv, dass ich Gallensteine habe und nach diesem Abend habe ich es auch geglaubt. Es war auch so. Der Dok hats bestätigt. Da ich ja aber nun wegen Magenschmerzen dort war, war für Dienstag noch eine Magenspiegelung geplant. Es ist ein Unding was da mit mir gemacht wurde, gleich mehr dazu. Am Montag war dann noch der Oberarzt der Chirurgie bei mir, ein Traum von Arzt. Er sagte er habe gehört, ich hätte Gallensteine - Wo hätt ich die denn her? Ich sagte, ich habe genau das gleiche gehört, aber woher ich die hab, weiß ich auch nicht^^. Er sagte dann, dass sie ziemlich schnell raus sollte, denn mit ihr würde ich nicht mehr glücklich werden. Aber wie wir vorgehen, müssen wir erst noch abwarten, je nachdem, was bei der Magenspiegelung raus kommt. Sollte ich ein Magengeschwür haben, dann müssen wir das erst medikamentös behandeln und dann kann ich in 8 Wochen wieder kommen. Sollte ich währenddessen aber eine Kolik bekommen, dann muss die Galle raus, egal wo ich bin. Also auch in München...wo ich niemanden habe.

Am nächsten Morgen kam eine Ärztin, wegen der Aufklärung zur Magenspiegelung. Da sowohl Mama, als auch Oma sagten "Kind, lass dir ja eine Kurzzeitnarkose geben!" fragte ich dementsprechend danach. Darüber wurde ich aufgeklärt und habe extra eine Unterschrift gegeben. Ich habe auch schon am Abend vorher und am Morgen mindestens 3 Schwestern noch danach gefragt und alle wussten, ich will eine scheiß Kurzzeitnarkose. Als es soweit war, hab ich sogar so ein Krankenhaushemdchen bekommen und wurde mit meinem Bett nach unten gefahren. Es wussten also ALLE, dass ich so eine Narkose wollte. Mir wurde vorher auch gesagt, dass es im diesem Krankenhaus in 95% der Fälle ohne gemacht würde, aber das war mir egal. Bei meiner Oma in der Gegend ist es Gang und Gebe, dass man so eine Narkose bekommt.
Ich wurde also nach unten gebracht, mit Hemdchen und Bett, musste eine Weile warten und die Schwestern waren sehr nett. Dann wurde ich in einen Raum gefahren, da saß hinten in der Ecke ein Arzt, der sich nicht einmal vorher hat blicken lassen. Dann musste ich einen Mittel nehmen, dass die Schleimhaut beruhigt und habe noch ein Spray bekommen, dass den Rachen betäubt, damit das Brechgefühl nicht so groß ist. Dann sollte ich mich auf die Seite legen... Ich dachte die ganze Zeit nur, wann bekomm ich meine Narkose...aber es gab gar keine Narkose!!! Kaum lag ich auf der Seite, ich konnte nicht mal sehen, was bei mir wie gespiegelt wurde, kam der Arzt aus seiner Ecke und nahm einen Schlauch in die Hand. Der Schlauch ist ungefähr daumendick. Dann fing die Spiegelung an: Mund auf, Schlauch rein, dann muss man schlucken. Zuerst merkt man nix, weil der Rachen oben ja betäubt ist, aber der Moment, wo man schlucken muss, ist so unangenehm und dann rülpst man ständig, weil ja die Luft irgendwohin muss - das ist ein sehr unschönes Gefühl und dazu kommt der Brechreiz, denn weiter unten merkt man den Schlauch wieder. Am hilflosesten kommt man sich auch noch vor, weil man sabbert, denn man bekommt so eine Art Maulsperre in den Mund. Dann fing ich an zu weinen, noch bevor das Ganze zu Ende war und der Arzt hat die ganze Zeit nicht ein Wort verloren, keine Beruhigung, gar nix. Angefangen zu weinen habe ich u.a. wegen der unangenehmen Situation, aber auch, weil ich während der Behandlung ohne Narkose gemerkt habe, dass ich als Patient und meine Wünsche weder toleriert, noch respektiert werden. Ich habe noch eine ganze Weile danach geweint. Später am Tag sollte sich wohl rausstellen, dass dieser Arschloch-Arzt der Oberarzt der Inneren war. Das ganze Gegenteil von dem Oberarzt der Chirurgie!
Die Magenspiegelung brachte das Ergebnis, dass ich nur eine leichte Gastritis habe (Magenschleimhautentzündung) - Ich konnte also verlegt werden.

Am selben Tag kam ich noch auf die Chirurgie. 

Da kam nachmittags ein Arzt, der mir dann aber sagte, dass ich aufgrung der Gastritis trotzdem noch 6-8 Wochen warten muss. Also ging ich davon aus, ich könne am Mittwoch wieder gehen.

Mittwochmorgen kam die Schwester ins Zimmer, stöpselte meinen Tropf um und sagte, ich bekäme heute nix zu essen, denn ich bin heute vllt noch dran. Ich fragte womit. Sie sagte na mit der Op. Ich sagte cool, erst heißt es ich werd am Donnerstag vielleicht operiert (sagte der Chef der Innern zu mir), dann in 6-8 Wochen und nun HEUTE!!! 

Ich beschloss also die Visite abzuwarten und da kam dann der Arzt, der am Vortag auch da war und erklärte, sie hätten einen Fehler gemacht oder etwas falsch verstanden und ich könne heute operiert werden. Das war also das endgültige Urteil für den Mittwoch. In meinem Zimmer lag noch eine Frau, die sollte am Stoma operiert werden, wurde aber wieder zurück gefahren, wegen Herpes. Wahrscheinlich hab ich ihren Termin bekommen.
Es hat dann noch eine ganze Weile gedauert, bis ich die Tabletten - meine Mama nennt sie 'Leck-mich-am-Arsch-Tabletten'- bekam. Dann musste ich mich nackig machen und Strapse anziehen...also Thrombosestrümpfe, aber ich hab sie einfach Strapse genannt^^. Vorher flossen wieder viel Tränen. Die Frau mit dem Stoma bekam einen neuen Termin, währenddessen kam eine neue ältere Frau ins Zimmer. Auch ihr sollte die Gallenblase entfernt werden. Im Laufe der Woche erfuhr ich noch, wie sollte es anders sein, dass die Frau vom Sternzeichen Steinbock ist. Steinböcke - mein Segen und mein Fluch!^^ Jedenfalls hat die Frau sich gut um mich gekümmert - hielt mir im Vorfeld die Hand und versuchte mich zu trösten.
Die Leck-mich-am-Arsch-Tabletten sollten eigentlich müde machen und beruhigen. Einen Scheiß haben sie gemacht. Im Vorfeld waren noch ein ausländischer Arzt da, der mir die Op erklären sollte und wenn ich nicht teilweise selbst vom Fach wäre, hätte ich kein Wort verstanden und danach noch eine Narkoseärztin, die wie 14 aussah. Aber weder er operierte, noch sie machte die Narkose. Das beruhigte mich ungemein. 

Also dann gings los, circa eine halbe Std nach den Tabletten. Ich kam in einen Raum mit Fließband, das war lustig^^ und wurde von meinen Bett über das Fließband auf den Op-Tisch transportiert. Dann hab ich meine eigentlichen Anästhesisten kennen gelernt. Die waren ultralieb und haben alles erklärt, was sie gemacht haben. Ich hab irgendso ein weißes Zeug gespritzt bekommen, eigentlich gegen die Schmerzen während der Op, aber das Zeug hat mich voll umgehauen und ich war noch vor der eigentlichen Narkose weg. Gegen 14Uhr kam ich in den Op und gegen 17Uhr bin ich im Aufwachraum wieder aufgewacht. Eine Stunde lang war alles ein Wechsel zwischen Schlaf und Wachsein und ich hatte unglaubliche Schmerzen, das hab ich anscheinend gesagt, denn ich hab in der Stunde noch mal die volle Dröhnung bekommen. Am Ende hatt ich einen 'Schmerzschieber' mit aufs Zimmer bekommen. Das ist eine Art Spritze, die jede Stunde automatisch 2ml von den Schmerzmittel in meinen Zugang geleitet hat. Die ganze Nacht war ich noch sehr benommen... aber aufs Klo musste ich nach der Op ziemlich schnell. 

Zuerst hieß es, es sei noch zu früh...Man könne mir den Schieber anbieten, da sagte ich, dass ich dann doch noch nicht muss. Eine Stunde später durfte ich es versuchen, habs prima zum Klo geschafft, aber ich konnte nicht pinkeln. Ich konnte einfach nicht pinkeln.Ich hab auf die Blase gedrückt, ich hab drauf getrommelt und es passierte einfach nix. Da hieß es, sie müssen mir wohl oder übel einen Katheter legen. Ich hatte Angst, dass das voll weh tut, aber es tat kein bisschen weh. Es war eigentlich gar nicht schlimm, aber ich fühlte mich trotzdem unangenehm, sehr.

Am Donnerstag drehte sich mein Tag um mein Pinkelproblem und um jede Menge Übelkeit. Der Katheter wurde wieder rausgezogen und ich hatte Angst, dass es wieder nicht gehen würde. Aber vorerst musste ich ja nicht. Gefragt wurde ich auch, wie meine Schmerzen so sind und ich sagte es geht so. Geht so ging aber nicht - auf einer Skala von 1 bis 10, wenn zehn ganz doll ist war es eine 6. Also blieb der Schmerzschieber vorerst dran.  Das war wohl nicht ganz so eine gute Idee. Ich hatte mich grade gewaschen und ein Nachthemd von zu Hause angezogen, das so schön nach unseren Weichspüler roch, da hab ich mich glatt voll gekotzt. Und das ganze Bett. Naja dann bekam ich also wieder eins von da und der Schmerzschieber kam ab. Der restliche Problemtag beschäftigte sich damit, dass ich wieder aufs Klo musste...und es wieder nicht ging. 3 Schwester sind in der Zwischenzeit vorbei gekommen, bis ich ein Erfolgserlebnis verbuchen konnte. Eine Schülerin dort meinte, ich solle meine Hände unter warmes Wasser halten - das funktionierte nicht, aber kaltes... Kaltes Wasser war mein Schlüssel zum Pinkeln! Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so gefreut, dass ich pinkeln konnte, glaub ich.

Auch Freitag war kein so toller Tag. Der Zugang von Samstagnacht war schon lange verbraucht und ein weiterer war dick geworden. Zudem waren meine Venen vom vielen Blutabnehmen geschunden. Ich hab sozusagen kaum noch eine Vene gehabt. Es kam der gleiche ausländische Arzt, der mich vor meiner Op aufklärte, um mir nen neuen Zugang zu legen und hats vermasselt. Danach kam ein anderer ausländischer Arzt und hats genauso vermasselt. Meine Erfahrung in der Zeit dort hat mir gezeigt, dass sowohl Zugänge legen wie Blutabnahme a Frauen besser hinbekommen als Männer, und b, dass Schwestern es auch besser können, als Ärzte. Aber lass das bloß keinen Arzt hören. Den 2. Arzt an dem Tag hat meine Aussage gar nicht gefreut. Am Ende hatte ich einen Zugang am rechten Arm, der jedes Mal so weh tat, wenn irgendwas durchfloss, dass es einfach nicht richtig sein konnte. Am Abend fragte ich eine Schwester, ob ich mein Antibiotika nicht auch oral bekommen könnte und wurde aufs übelste angepflaumt, dass es schon seinen Grunde habe, dass ich es intravenös bekomme. Am liebsten hätt ich mir meinen Zugang selbst gezogen. Eine nettere Schwester hatte schon vorher den Nachmittagstropf gezogen, weil ich vor Schmerzen wieder weinen musste. Nachts war dann aber meine Lieblingsschwester da, die hat mir ohne irgendwelche Umschweife die Tabletten gebracht und den Zugang gezogen. Am Samstag wurde ich dann komplett auf Tabletten umgestellt. Ebenfalls glaube ich, dass am Freitag mein Drainagebeutel gezogen wurde. Auch da hab ich vorher wieder vor Aufregung geweint - Ich bin so ne Mimose. Aber auch das hat nur kurz geziept und dann wars vorbei.

Ab Samstag fing ich an zu nerven, weil ich immer wieder fragte, wann ich nach Hause dürfte. Die Ärtzin sagte Montag, wenn meine Entzündungswerte gut sein würden. Sie waren gut und zu Hause bin ich nun. Seit Samstag ging es auch steil mit mir bergauf. Ich bin nun um meine erste Krankenhauserfahrung reicher und um eine Gallenblase ärmer.

Verpasst habe ich seitdem 2 Testate: Anatomie und Physiologie. Der Stress sitzt mir geradezu im Nacken. Morgen muss ich erst einmal noch zum Hausarzt, der erzählt mir wies weiter geht. Vielleicht darf ich ja Ende der Woche schon wieder zurück nach München. Das Problem dabei ist mein großer, schwerer Rucksack. Momentan hab ich noch sehr viele Probleme mit heben und bücken, aber das ist normal. Von außen sind es nur 4 kleine Schnitte, aber innen ist es eine genauso schlimme und große Wunde, wie bei anderen Op's auch. 

Erwähnt sei noch, dass ich in der Zeit im KH ganz viele wunderbare Menschen um mich rum hatte. Die netten Krankenschwestern waren eigentlich alle, die nicht blond waren und ein paar von denen waren auch nett, aber nur ein paar. Meine Lieblingsschwester hat mir die Zeit dort um einiges erträglicher gemacht. Auch meine Eltern und mein Oller, die mich so oft sie konnten besuchten. Mit meiner L. aus München hab ich oft getelt und mit V. geschrieben. Diesen Mittwoch sind auch Physikumsanmeldungen am Mi und Do, wenn ich meine 2 nicht hätte, würde ich ein riesen Problem haben. Vorhin hab ich dann die Unterlagen fertig gemacht und eine Vollmacht geschrieben und das Ganze an V. geschickt. Ich bin froh solche Menschen um mich zu haben.

Und wieder ein anderer Gedanke ist der, dass ich hätte tot sein können und es keiner wirklich mitbekommen hätte. Ich war über eine Woche nicht online und keine Sau hat es bemerkt oder hat es gestört... meinen besten Freund nicht, meiner C. nicht... niemanden. Meine C. hat sich generell so sehr verändert. Ihr Lieblingshobby ist momentan Bilder von sich zu machen und sie bei FB online zu stellen, aber es war ja klar, dass sich Freundschaften von hier verlieren werden. So ist das wohl immer im Leben.

Ansonsten geht es mir gut, Schmerzmittel brauch ich keins und auch Antibiotika muss ich keins mehr nehmen. Gespritzt hab ich mir die Thrombosespritze heut selber und ansonsten bin ich so stolz auf mich. 

Ich war das Mädchen, das sich nie Blut abnehmen lassen wollte, das in ihrem ganzen Leben in kein KH wollte und bin zu Beginn 2012 sowas von gewachsen, innerhalb von einer Woche und das macht mich stolz auf mich selbst! 

 

 


 

Weil die Welt sich so schnell dreht,
weil die Zeit so schnell vergeht,
kommst Du nicht hinterher.
Weil die Hektik sich nicht legt,
Du in der Masse unter gehst,
bist du ein Tropfen im Meer.

Doch du lebst länger als ein Leben lang.

Du bist das womit alles begann.

Denn du schreibst Geschichte.

Mit jedem Schritt,
mit jedem Wort setzt Du sie fort.
Du schreibst Geschichte an jedem Tag,
denn jetzt und hier bist du ein Teil von ihr.

Weil ein Monster vor Dir steht,

dir bedrohlich in die Augen sieht,
bist Du lieber still.
Weil jeder Dir erzählt wer Du bist
und was Dir fehlt,
vergisst Du was du sagen willst.

Doch du lebst länger als ein Leben lang.

Du bist das womit alles begann.

Denn du schreibst Geschichte.

Mit jedem Schritt,
mit jedem Wort setzt Du sie fort.
Du schreibst Geschichte an jedem Tag,
denn jetzt und hier bist du ein Teil von ihr.

Weil Du nur einmal lebst,

willst Du, dass sich was bewegt bevor Du gehst,
bevor Du gehst.

du lebst länger als ein Leben lang.

Du bist das womit alles begann.

Denn du schreibst Geschichte.

Mit jedem Schritt,
mit jedem Wort setzt Du sie fort,
Du schreibst Geschichte an jedem Tag,
denn jetzt und hier bist Du ein Teil von ihr.

*Madsen - Du schreibst Geschichte*

 

01.01.2012 um 21:17 Uhr

Willkommen und Abschied

von: Muffin   Kategorie: Sonstiges&Anderes