*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

31.12.2014 um 15:34 Uhr

Respektlos

 

Nie mehr komm ich wieder zurück - nie mehr!

Ich will dich nie mehr wieder sehen! 

Mach es gut, viel Glück - bye, bye,

doch bitte, bitte, bitte bleib, wie du bist! 

*Cro - Nie mehr* 



Ignoranz

 

Nein, ich schlief nicht in dieser Nacht. L. war noch sehr lange bei mir und das war auch das Beste, was mir in diesem Moment passieren konnte. Ich hätte es alleine nicht überstanden. Später kam auch noch die Türkin vorbei, erfuhr die ganze Geschichte und war ebenso empört. Auch wenn sie selbst genug Probleme mit sich hatten, so waren meine Freunde doch für mich da - in dem Moment, als ich sie am meisten brauchte.
Irgendwann fuhr L. mit ihrer letzten Bahn nach Hause und auch die Türkin konnte nicht ewig bei mir bleiben, da sie am nächsten Tag früh raus musste. Nachdem beide weg waren, habe ich noch die halbe Nacht mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, telefoniert. Und dann fiel der Entschluss von jetzt auf gleich - Ich muss nach Hause fahren. Das Wochenende allein in München würde ich im Leben nicht überstehen und wenn es mir schlecht geht, fahre ich immer nach Hause. Hier flickt man mich wieder zusammen. Hier habe ich genügend Abstand. Hier geht es mir gut. 
Ich habe also mitten in der Nacht mein Ticket gekauft und gedruckt, meine Sachen gepackt, geduscht und dann noch circa eine Stunde geschlafen, bis ich los musste. Genau in dieser Stunde schrieb mir der Informatiker, erst im Chat und kurz darauf via SMS "Guten Morgen". Ich habe darauf nicht geantwortet. Was sollte das bedeuten? Glaubte er, ich schlafe eine Nacht drüber und habe dann alles vergeben und vergessen? Ich konnte mich nicht damit beschäftigen, darüber nachzudenken. Hals über Kopf verließ ich meine Wohnung und trottete zum Fernbus. Über sieben Stunden Fahrt sind ausreichend gewesen, um sich den Kopf weiterhin zu zerbrechen, zu schlafen und immer wieder zu weinen. Zum Glück saß ich alleine und am Fenster. So konnte ich es verbergen, wann immer es über mich kam. Ich bekam an diesem Donnerstag noch ein paar Meldungen vom Informatiker. Einmal, als er auf seiner Heimfahrt pausierte. Dann, als er zu Hause ankam und noch die Frage danach, was ich heute gemacht habe. Ich dachte, der spinnt. Dass er mir sagt, dass er gut zu Hause ankam, konnte ich nachvollziehen. Ich wollte das immer wissen, habe darauf bestanden und war sauer, wenn er es mir nicht sagte, ganz einfach, weil ich mir Sorgen machte. Er hätte genauso gut auf der Straße kleben können und niemand hätte es mir gesagt - deswegen war mir das so wichtig. Ich wollte immer wissen, dass es ihm gut geht. Aber dann die Frage danach, was ich so gemacht habe... es klang ein wenig so, als würde er einfach weiter machen wollen, als wäre nichts passiert. Ich habe auf keinen einzigen Versuch reagiert.

Stattdessen schlief ich viel und redete viel mit meiner Mama darüber. Ich wusste nicht, was ich denken sollte, was ich fühlen sollte. Ich fühlte mich so sehr von ihm betrogen und wusste bei weitem noch nicht alles. Ich wollte einfach nur Abstand haben.

Am Freitag wünschte er mir einen guten Morgen und fragte mich, wie es mir ginge. Lachhaft - wie sollte es mir schon gehen? Ich antwortete nicht.

Am Samstag bekam ich ein wunderschönes Bild vom Weihnachtsmarkt in seiner Heimatstadt. Aber was sollte ich damit anfangen? Wollte er mir sagen, dass er mich vermisst? Wollte er sagen, er hätte mich jetzt gerne dabei? Wollte er mir zeigen, dass er auch tolle Dinge ohne mich erleben kann? Wollte er mir vermitteln, dass es dort romantisch war und er gerade mit irgendeiner Schlampe Dame dort war? Immerhin bekam ich nur dieses Bild. Doch ich blieb eisern und antwortete nicht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam gegen eins die Frage, ob ich noch wach sei. War ich, aber ich ignorierte auch diese Frage.

Am Sonntag, bevor er wieder nach München fuhr, versuchte er mich mit dem Kosenamen zu ködern, den ich so sehr mochte: Schnuffelchen. Fragte, ob ich noch immer schweigsam sei. Und das war ich. 
Abends kam das gleiche Schnuffelchen noch einmal. Dieses Mal mit der Information, dass er zu Hause sei. Jetzt war das Wochenende rum, er war wieder allein in München und fühlte sich womöglich allein und so fragte er, ob wir uns nicht wieder vertragen wollen. Eine Stunde später setze er noch nach, dass er sich teilweise blöd verhalten habe und ihm dies aufrichtig Leid täte. Das witzige ist, dass er nicht vorher auf die Idee kam, sich zu entschuldigen und sich seiner Meinung nach auch nur teilweise blöd verhielt. Das war eine widerwillige Entschuldigung. Ein Versuch, mich zum reden zu bringen. Immerhin hatte ich erst Freitag einen Blogeintrag verfasst, der sich beklagte, dass keine Entschuldigung kam. Ich denke, das hat er gelesen und gedacht, ich würde genau dies erwarten. Das hatte ich auch, aber ein paar Tage früher und nicht erst, wenn er wieder alleine in München ist und ihm dann erst auffällt, dass er sich mal entschuldigen könnte. - Auch am Sonntag antwortete ich nicht.

Am Montag bekam ich wieder einen guten Morgenwunsch ausgesprochen und ein paar Stunden später, die Bitte nicht mehr eingeschnappt zu sein, sowie die Mitteilung, dass es ein blöder Streit zwischen uns gewesen sei. Mein liebster Informatiker, ich war nicht eingeschnappt. Ich war zutiefst verletzt und enttäuscht. Enttäuscht, dass kein Anruf kam, sondern immer nur Texte. Enttäuscht, dass erst so spät eine beschissene Entschuldigung kam und verletzt, weil du mit meinen Dämonen ins Bett gestiegen bist und nicht das Bedürfnis hattest, es aufzuklären.

Am Dienstag kam nur noch ein "Hey Schnuffelchen...".

Mittwoch und Donnerstag hörte ich nichts von ihm.

Mir ging es in dieser Woche nicht gut. Ich habe mir mein Hirn zermartert, um nach einer Lösung zu suchen. Beziehung wirklich endgültig beenden - Wollte ich das? Nein, denn ich liebte meinen Informatiker sehr und eigentlich war ich auch überzeugt, dass er mich lieben würde. Doch einfach weiter machen, als wäre nichts gewesen? Das ging auch nicht. Darüber reden hätte vermutlich nicht funktioniert. Aber ich hatte mir erhofft, dass er für all diese Dinge eine Lösung finden würde, denn es war nicht meine Aufgabe. Ich habe das Kind nicht in den Brunnen geworfen. Doch es machte die gesamte Woche über nicht einmal den Eindruck, als hätte er sich ernsthaft selber Gedanken gemacht. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wusste ich, was ich erwarten würde, damit wir diese Sache wieder kitten können. Er hätte mir zu 100% entgegen kommen müssen und ich wusste, einige meiner Forderungen hätten ihm sicher nicht gefallen. Doch allen voran beschäftige mich immer wieder nur eine Sache: Diese Schlampen Frauen auf den Bildern. Eigentlich musste ich nur eines wissen: Gab es sie wirklich oder waren sie frei erfunden? 

Ich quälte mich selbst durch mein Schweigen bis Donnerstagnacht. Eine Woche war seit unserem Streit vergangen. Doch ich wusste, dass ich nur Antworten auf meine Fragen bekommen würde, wenn ich es klären würde und nicht allein durch grübeln und Spekulationen. Und so fragte ich ihn in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, ob er nicht denken würde, dass wir beide mal was zu klären hätten. 

 

Die Wahrheit kommt ans Licht 

Er antwortete am nächsten Morgen, dass wir das hätten, ja, ich ihn ja aber bisher ignoriert habe mit einem traurigen Smiley. Ich markierte die Starke, die ich ganz sicher nicht war und wir spielten ein Frage-und-Antwort-Spiel.
Ich fragte ihn, was er denke, woran das läge. Er antwortete, dass unser Streit schuld sei und fragte, ob ich in München sei. Ich fragte, ob er noch nicht da war, um nachzuschauen. Er sagte, dass er davon ausging, dass ich bei meinen Eltern sei und deswegen noch nicht da war, um nachzusehen, da ich ja auch sagte, dass ich nach Hause fahre, wenn wir uns trennen würden. Diese Annahme war richtig und so fragte ich, wieso er mich dann fragte, ob ich in München sei. Und daraufhin - das hatte ich nicht erwartet - eskalierte es erneut. Vielleicht waren meine Fragen ja provozierend und vielleicht sollten sie das auch sein, aber wenn es so war, dann war es ein Test und er fiel durch. Denn er sagte, dass er auf diese Spielchen keinen Bock hätte. Ich entgegnete, dass es kein Spiel sei und ich nur wissen wollte, weshalb er mich das fragt, doch wenn ihn dies überfordern würde, wir auch gerne zum Anschweigen zurückkehren könnten. Er fragte, ob dies noch einen Unterschied machen würde. Meine Antwort sagte ja und fragte, ob er das nicht so sehen würde.

Informatiker: Wir haben uns getrennt und ich habe nicht den Eindruck, dass du damit unglücklich bist. Für einen Großteil der blöden Sachen, die ich gesagt und gemacht habe, habe ich mich entschuldigt.

Ich : Wie zum Teufel kannst du überhaupt von irgendwas einen Eindruck haben? Hast du überhaupt eine Ahnung, was du angerichtet hast? Und deine spärliche Entschuldigung sollte dann alles wd vergeben u vergessen machen? Es war nicht mal eine...

Informatiker : Wir können es nicht mehr ändern und müssen damit leben. Du willst nicht mehr, ich akzeptiere das. 

Ich : So locker siehst du das? Klingt für mich nicht so, als ob du was klären willst.

Informatiker : Wie sollte es jetzt noch weitergehen können? 

Ich : Das frage ich dich.

Informatiker : Keine Ahnung 

Ich : So einfach ist die Antwort nicht. Ich habe eher den Eindruck, du hast kein Interesse mehr. Du hast das Kind in den Brunnen geworfen, da musst du es auch wd rausholen.

Informatiker : Ich denke, dass du irgendwie erleichtern und zufrieden bist mir unserer Trennung 

Ich : Sag mir, gibt es diese Frauen wirklich in deinem Leben?

Informatiker : Die verheiratete Schlampe* und die Fette*? 

Ich : Ja

Informatiker : Wieso willst du das wissen? 

Ich : Willst du mich verarschen?

Informatiker : Was bringt dir diese Info jetzt noch? Wieso per schreiben?

Ich : Wir können das auch am Telefon klären. Ich will wissen, ob du mich einfach nur mit ausgedachten Frauen verletzen wolltest oder ob du mich wirklich der Nase nach BETROGEN hast. Denn wenn es sie gibt, bist du der Lügner der Nation. Dann zweifel ich ALLES an. Und jetzt spielst du, mein Freund. Ja oder nein?

Informatiker : Ja, sie sind real. Die verheiratete Schlampe* ist meine aktuelle beste Freundin und die Fette* sehr wahrscheinlich deine Nachfolgerin 

Ich : Dann ist ja alles, was wir noch klären müssen, wie wir das mit unseren Sachen machen. 

*Namen wurden entsprechend meines Gemütszustandes verändert und werden es fortlaufend im Text bzw in den Auszügen

 

Das wahre Gesicht

Ein Kopfschuss hätte sich nicht schlimmer anfühlen können. Zuerst der traurige Smiley, weil ich ihn ignoriert habe, dann die Unterstellung, mir ginge es gut mit der Trennung und dann das. Seine beste Freundin, dass ich nicht lache. Er bumst ja anscheinend immer seine besten Freundinnen. Vermutlich haben die nur deswegen den Titel. Auch wenn zu diesem Punkt noch gar nicht klar war, dass er sie bumste, aber das kommt noch, weiter unten. Und die Fette ist sehr wahrscheinlich meine Nachfolgerin. Hallo, was? Bin ich hier im falschen Film? Die ganze Woche wollte er mich zum reden bekommen und jetzt bin ich so leicht zu ersetzen? Ich bin angeblich die erste Frau, die er nach seiner Scheidung wieder geliebt hat und bereits im März wollte er mir weis machen, er liebe mich mehr, als er seine Exfrau je hätte lieben können und jetzt bin ich innerhalb einer Woche ersetzt, ausgetauscht? Er schrieb mir fast die gesamte Woche, immer mit dem Gedanken, dass es nicht so schlimm sei, wenn ich nicht zurück käme, denn er hatte ja bereits eine Nachfolgerin... Das erklärte, warum nicht mehr kam, kein Anruf, keine ordentliche Entschuldigung, nichts. Er konnte es sich seiner Meinung nach einfach erlauben. In mir ist alles in 1000 Einzelteile zerbrochen. Ich saß tatsächlich die ganze Woche hier und hatte eine schlaflose Nacht, nach der anderen, habe mir den Kopf über eine Lösung zerbrochen und er hat sich fleißig umgeschaut. Auch schon, als alles noch gut war. Immerhin bekam ich diese Bilder ja schon eine Woche vorher. Was für ein Heuchler. 

Ich : Du bist ein riesen Arschloch. Von wegen du betrügst nicht. Ich will gar nicht wissen, wie lang du mich schon belogen hast. Du bist wirklich unfassbar. Du bist wie dein einzelliger Freund*. Schlimmer noch. Ich hoffe, du bist sehr stolz auf dich. Du weißt wirklich nicht, was lLebe ist. Bitte erklär mir, warum du mir nach dem we überhaupt noch geschrieben hast. Ich verstehe es nicht, wie man so heuchlerisch, hinterfotzig und falsch sein kann. Wie kannst du überhaupt noch in den Spiegel schauen? Schwanzgesteuert.

Informatiker : Nach welchem we? 

Ich : Generell, nachdem du Heim bist.

Informatiker : Was hat das mit schwanzgesteuert zu tun? Wieso regst du dich so auf? Du hast mir schon lange nicht mehr gegeben, was ich gerne gehabt hätte. Aufmerksamkeit, Anerkennung, Nähe und Zärtlichkeit 

Ich : Spinnst du? Das hast du alles von mir bekommen. Ständig!

Informatiker : Ich habe es daher bei anderen bekommen und bekomme es noch. Erinnerst du dich an den Dienstag, vor unserer Trennung? 

Ich : Wer stand denn immer hinter dir?

Informatiker : Unser letzter Abend... 

Ich : Wer hat angeblich Licht in dein Dunkel gebracht? Da wo du nichts von mir wissen wolltest. Deine Chance hättest nutzen sollten, wie du später sagtest.

Informatiker : Unter anderem du 

Ich : Erinnerst du dich an deinen Geburtstag? Klar, das hab ich alles gemacht, weil du von mir nix mehr bekommen hast [Anmerkung in eigener Sache: Zu seinem Geburtstag hat er von mir ein Erinnerungsalbum bekommen, mit all den Dingen, die wir schon gemeinsam erlebten, mit Erinnerungsstücken und Fotos. An diesem Geschenk habe ich eine halbe Ewigkeit gesessen und das ganze Material hat mich ein kleines Vermögen gekostet. Das war das aufwendigste Geschenk, was je ein Freund von mir bekommen hat. Damit habe ich mir unglaubliche Mühe gegeben und das alles, weil er von mir keine Aufmerksamkeit, Anerkennung, Nähe und Zärtlichkeit bekam. Wir hatten auch ständig Sex und haben auf der Couch gekuschelt. Erst in der Nacht in seinen Geburtstag hat er sich so arg an mich geklammert, als würde ich jeden Moment weglaufen. All diese Vorwürfe... ich weiß nicht, wie sie entstanden sind, denn es stimmte einfach nicht!]

Informatiker : Ah, falscher Tag. Dann war es der Donnerstag vor dem Dienstag. Jedenfalls der Tag, an dem wir Abends zuletzt Sex bei dir in der StuSta hatten 

Ich : ?

Ich : Du, sag mir einfach wie wir das mit unseren Sachen machen. Mehr steht nicht mehr zwischen uns. 

Informatiker : Du kannst um mich kämpfen, wenn du willst. 

Informatiker : An dem Tag, an dem wir zuletzt Sex bei dir hatten, hatte ich Vormittags, vor der Arbeit etwa drei Stunden hemmungslosen Sex mit der verheirateten Schlampe*, ohne Gummi. Habe dann abends ohne Gummi mit dir geschlafen. Das gab mir irgendwie einen besonderen Kick

Ich : Ich muss nicht um einen Haufen Scheiße kämpfen, der lügt und betrügt und übere andere drüber rutscht. 

Informatiker: Es war mein einziger Ausrutscher und führte zum Kippen der Stimmung. Es tat einfach gut, dass ich mich fallen lassen konnte. Abends mit dir habe ich dann gemerkt, dass unser Sex doch eher für dich ist als für mich Und ich bin mir inzwischen sehr sicher, dass du mir nicht treu warst. Unser Sex war schon mal besser. 

Ich : Ich war immer treu

Informatiker : Ich glaube dir nicht. Schlimm genug, dass du mich in die Arme einer anderen getrieben hast. Wenn du willst, kann ich dir bzw uns noch eine Chance geben. Egal, wann und mit wem du rumgevögelt hast. Wir sollten es dann aber lockerer angehen lassen,  es ist schön mit dir, wenn wir nicht gerade streiten. Aber eine Familie möchte ich nicht mit dir gründen

Ich : Wenn du fremd gegangen bist und damit nicht leben kannst und nicht mehr in den Spiegel schauen, dann ist das nicht mein Problem. Ich habe dich nirgendwohin getrieben. Du hast selber immer eine Wahl. Ich weiß nicht, was in deinem Kopf vorgeht. Du kannst mir nicht Dinge vorwerfen, die ich nicht getan habe und dann denken, ich komme zurück. Und jetzt sagst du auch noch, du bist fremd gegangen. Verstehst du das nicht? Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen in unserer Beziehung. Ich habe nicht fremd geflirtet, nicht fremd geküsst und schon gar nicht fremd gevögelt. Es hätte für uns nur eine Chance gegeben, wenn du mir voll entgegen gekommen wärst. Du denkst auch, ich hätte keinen Stolz, oder?

Informatiker : Ich kann sehr gut in den Spiegel schauen

Ich : Ich erkenne dich gar nicht wieder

Informatiker : Es ist interessant, dass dir bei unserem letzten Mal keinerlei Unterschied aufgefallen ist 

Informatiker : Sonntag können wir reden, wenn du willst. Samstag bin ich mit der Fetten* in Salzburg 

Informatiker : Ich bereue es nicht, mit der verheirateten Schlampe* geschlafen zu haben. Es ist interessant, dass sie verheiratet ist und zwei Kinder hat. 

Informatiker : Ich ziehe komplizierte Menschen scheinbar an. 

Ich : Du, ich will nicht mit dir reden. Was glaubst du, wer du bist? Ich will nur noch von dir wissen, wie wir das mit unseren Sachen machen.

Informatiker : Ist mir egal. Fröhlich Endlich geht es nicht mehr nach deinem Kopf. Ich fühle mich befreit. Du hast mich nie wirklich geliebt. Du hast nur dich selbst geliebt. Und dir von mir genommen, was du brauchtest. Anfangs warst du so liebevoll und aufmerksam. Seit dem Oktoberfest warst du wie ausgewechselt. Ich hoffe, dass du schon jemand hast für deine extreme Libido. Bei deinen Freundinnen zweifle ich nicht daran. Deine Sachen sind alle in einem Karton. 

 

Ich musste wirklich beinahe lachen, als er sagte, ich könne um ihn kämpfen. Es war auch kein Spiel, das er hier spielte, denn er fuhr mit seinem fetten Ersatz für mich nach Salzburg, hätte Pläne - mit ihr! Ist angeblich fremdgegangen und unterstellt mir das gleiche. Das war ein schlechter Witz! Nur, weil er das tat, tat ich das nicht auch. Und dann wollte er mich nur noch verletzen, das wird sich auch in allen weiteren Gesprächsabläufen zeigen, die ich kopiere - doch ich verstehe nicht, warum. Ich habe ihm doch nichts getan. Er hat mich doch angeblich verletzt und im weiteren Verlauf wird man sehen, dass er behauptet, dies schon eine ganze Weile zu tun. Ich dachte, ich würde diesen Mann kennen und wir konnten uns doch auch immer über alles unterhalten. In meiner Umwelt ging so viel Müll vor sich und immer habe ich mit meinem Informatiker darüber reden können. Über Freundinnen von Freundinnen, die über Jahre betrogen wurden. Über eine Freundin, die mit einem vergebenen Mann schlief, der vorgab, mit seinen Kumpels etwas zu trinken, was er auch tat nur danach ging er eben noch für zwei Stunden bei meiner Freundin vorbei. Über meine Ängste, dass ich ihm irgendwann nicht mehr reichen würde, weil ich ihm vielleicht nicht geben kann, was er will. Über meine Ängste, betrogen zu werden. Über meine Gedanken, wann er Gelegenheit hätte, mir fremdzugehen. Alle meine Gedanken - ich habe sie ihm vor die Füße gekotzt, WEIL ICH IHM VERTRAUT HABE, und er hat sie aufgehoben und gegen mich verwendet. Er hat meine Dämonen aufgeweckt, mit ihnen geschlafen und sie dann auf mich losgelassen. Er wusste, womit er mich am meisten verletzen würde und hat es genutzt, um genau das zu tun. Es tut mir leid, aber so ein Mensch liebt nicht. Ein Mensch, der dich liebt(e), zerstört dich nicht.

Dann ging es kurz darum, welche Dinge wir noch voneinander haben. Ich zählte ihm auf, was ich noch von ihm habe und welche Dinge er von mir hat. Da sagte er tatsächlich, dass wir uns ruhig noch mal sehen könnten, um unsere Sachen auszutauschen. Ich dachte wieder, dass der total spinnt. Habe ihn wissen lassen, dass ich darauf keinen Bock hatte. Dass ich das nicht wollte, hat ihm natürlich kein Stück gepasst. Da wurde ich wieder als feige bezeichnet und mir wurde vorgeworfen, dass ich mich verstecken würde.

Ich sagte auch, dass ich ihm das alles irgendwie nicht glauben würde. Alles in mir sträubte sich dagegen. Der Mann, der immer behauptete, er sei noch nie untreu gewesen und würde sowas auch nie tun, sollte jetzt genau das getan haben? Und er sah es einfach nicht ein, sagte, er habe doch nichts schlimmes getan. "Es gab einen Ausrutscher zum Ende hin. Ja und? Da kannst du mir durchaus verzeihen, wenn du mich so sehr liebst, wie du schreibst. Ich brauchte das als Trost und Denkanregung. " Es war einfach nur noch lächerlich, lachhaft.  

 

Ich : Das kann ich dir nicht verzeihen und alles das, was du dir heute und letzte Woche noch geleistet hast. Du zweifelst an meiner Liebe? Du bist mal ganz ruhig.

Informatiker : Kann jetzt auch etwas besser verstehen, was meine Exfrau trieb und weiß, was ich wirklich will 

Ich : Du musst dich nicht rechtfertigen. Du bist Abschaum.

Informatiker : Hmm, bleibe ich halt bei der Fetten*. Werde ich auch glücklich. 

Ich : Das arme Mädchen! Ich bedauere dich. 

Informatiker : Mich Abschaum zu nennen, das ist schon witzig.  

 

Später habe ich mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf drüber geredet und ihm gesagt, dass ich dieses Mädchen wirklich bedauere, aber was er mir antwortete stimmt - Das ist nicht mehr mein Elend. Wenn er ihr das Herz bricht - na und?! Wenn er sie belügt und betrügt - na und?! Nicht mein Elend... Ich hoffe trotzdem, dass sie schlauer ist, als ich es war.

 

Informatiker : Ich bin zu keinem Zeitpunkt alleine, habe eine neue beste Freundin, mit der ich auch guten Sex habe, obwohl sie verheiratet ist. Und eine Frau, die in mich verliebt ist Und beide sind jünger als ich, falls du wieder solche Gedanken hast [das sagt er mir, da sein Betthase vor mir gefühlte 100 Jahre alt war und ich das ziemlich eklig fand]

Ich : Oh, das ist mir reichlich egal

Informatiker : Mit der Fetten* habe ich die Tage nach unserer Trennung verbracht. 

Ich : Wen interessiert das?

Informatiker: Ich weiß genau, dass dir das nicht egal ist 

Informatiker: Fröhlich

Ich : Erzähl es deinen Freunden

Informatiker : Die wissen schon lange davon 

Ich : Doch, es ist mir herzlichst egal. Abschaum ist mir egal.

Informatiker : Seit dem OFest wissen sie, was los ist 

Ich : Ähm, spar dir das. Ich will wissen, wie wir mit den Sachen verfahren.

Informatiker : Ich bin für dich kein Abschaum lt deinem Blog. Eher dein bester Freund, der gestorben ist. Vor einem Jahr warst du noch auf Wolke 7

Informatiker: Und ich wusste, dass ich in München nicht ganz alleine sein werde 

Ich : Ja, du bist für mich gestorben.

Ich : Ich weiß nicht, warum du mir gegenüber jetzt so ein Mitteilungsbedürfnis hast. Ich lache nur noch über dich.

Informatiker : Ich konnte mich finden und entwickeln. Leider entfernten wir uns. Aber nun habe ich Ersatz. 

Informatiker : Du hast nie gemerkt, dass ich dich nicht von ganzem Herzen geliebt habe 

Ich : Und gibts dir einen Kick, dass du mir das aufs Brot schmierst? Es kümmert mich nicht die Bohne. 

Informatiker : Deine Schnüffelei brachte nie die Wahrheit ans Licht 

Informatiker : Wäre es nicht so stressig geworden zuletzt, hätte ich es wohl noch etwas parallel laufen lassen 

Ich : Stimmt. Dass du ein Betrüger bist, konnte niemand ahnen. Du bist krank, wirklich krank. Bitte such dir Hilfe.

Ich : Also, die Sachen?!

Informatiker : Was ist daran krank? 

Ich : Du.

Informatiker : Stelle ich die Tage vor dein Appartement. Kannst du dann abholen. Meine Sachen kannst du behalten, damit du immer weißt, was du mit deiner Engstirnigkeit verloren hast

Informatiker : Dank dir habe ich dir Erkenntnis, dass viel Sex durchaus gut ist und dass ich mehr auf meine Wünsche achte als auf die der Frauen 

Informatiker: Aber Quantität ist nicht Qualität. Die verheiratete Schlampe Dame als auch die Fette bescherten mir sofort ein Wow. Mit dir hatte ich nur ein einziges Mal ein Wow. Sonst gibt es immer nur um deinen schnellen Orgasmus. Das war langweilig, weil es so einfach bei dir war 

Ich : Wenn du mir nicht Bescheid sagst, wann du die Sachen vor meine Tür stellst, dann bekommst du eine Anzeige

Ich : Und deine Sachen schicke ich dir iwann zu, wenn ich wd da bin, das lasse ich mir nicht nachsagen

Informatiker : Mach doch. Wenn ich sie abgestellt habe, schreibe ich dir 

Informatiker : Falls ich dann noch in der ***straße wohne. 

Ich : Wenn nicht hast du sicher eine Nachfolgeadresse bei der Post hinterlegt. Die werden dir deinen Mist dann schon zu schicken.

Informatiker : Wieso stellst du dich jetzt so zickig an? 

Ich : Wann denkst du, kann ich mit meinen Sachen rechnen?

Informatiker : Bis Weihnachten 

Informatiker : Verstehe nicht, dass du dich so aufregst. Wir sind auf deinen Wunsch hin getrennt 

Ich : Und auf dein Verschulden

Informatiker : Mein Verschulden? 

Ich : Meinst du, du kriegst es hin, der Türkin zu schreiben, wenn du mein Zeug abgestellt hast?

Informatiker : Ich schreibe dir, es ist dein Zeug. Der Rest ist dann dein Problem. Du bist aus München weg, nicht ich 

Ich : Ok

Informatiker : Wieso kannst du nicht ganz normal mit mir umgehen? Unsere Situation ist doch jetzt geklärt 

Informatiker : Du kannst dich Hals über Kopf in dein nächstes Abenteuer stürzen. 

Informatiker : Du bist ja nie lange alleine... Fröhlich

Ich : Mit Kranken geht man nicht normal um.

Informatiker : Hmm, ich bin kein Stück krank. Genieße nur meine Freiheit 

Informatiker : Jetzt, da du alles weißt, dürfte das komische Gefühl weg sein, wenn du morgens aufwachst

Ich : Das Gefühl hat etwas damit zu tun, was du mir angetan hast

Informatiker : Du hasst mich und findest mich krank. Da wirst du dich sicher kaum noch mit mir beschäftigen. Deine Gefühle, sofern noch nicht geschehen, werden schnell zum erliegen kommen 

Ich : Was kümmerts dich noch?

Informatiker : Du lernst bald jemand kennen, du nimmst halt, was du bekommst. 

Informatiker : Dann kannst du es ja nochmal probieren. 

Ich : Das musst du gerade sagen Fröhlich

Informatiker : Jedoch wirst du so schnell nicht jemand wie mich finden. 

Ich : Das hoffe ich!!!

Informatiker : Du warst der Trostpreis. Alle glaubten nicht, dass ich ernsthaft was mit dir hatte

Informatiker : Bereits im Sommer war mich auch bewusst, dass die Beziehung zu dir nicht dauerhaft sein soll

Ich : Ja und?

Informatiker : Es sprach zu viel dagegen, ich wunderte mich selbst, was für eine Frau ich da hatte. Doch wollte ich nicht ganz alleine sein. 

Informatiker : Bereits zu der Zeit distanzierte ich mich von dir 

Ich : Wen juckt das noch? Fröhlich

Informatiker : Ich wollte nicht einsam sein. Seit September denke ich anders und habe darüber nachgedacht, wie ich dich los werde 

Informatiker : Nie wieder so eine fette, unselbstständige wie du.   

Ich : Na das hast du ja jetzt geschafft. Der Kandidat hat 100 Punkte. Zu feige, um Schluss zu machen. Hast du mal in den Spiegel geschaut? Dieselbe Hackfresse, wie dein Bruder.

Informatiker : Ich habe mich die letzten Monate geekelt. War froh, wenn wir gewisse Dinge schnell hinter uns brachten. Musste wieder auf heile Welt machen 

Ich : Du wirst immer einsam sein

Informatiker : Glaube ich nicht. Fühle mich aktuell geliebt und nicht alleine. 

Informatiker : Hmm, halt mich halt für krank. Ich war ein Arsch und nicht ehrlich zu dir in den letzten sechs Wochen 

Informatiker : Ich habe mich von dir gelöst und jetzt zwei neue Frauen an meiner Seite 

Informatiker : Wie du selbst immer wieder betont hast, es interessieren sich andere für mich, weil ich eben nicht total hässlich bin 

Ich : Innen drin schon

Informatiker : Wen interessiert das schon ernsthaft? 

Informatiker : Wieso soll ich naiv sein und mich immer verarschen und verletzen lassen? 

Informatiker : Ich nehme mir, worauf ich Lust habe 

Ich : Wer verarscht u verletzt hier wen?

Ich : Wo hab ich dich verarscht u verletzt? Wo?

Informatiker : Du weniger. Deine Vorgängerinnen? 

Informatiker : Bei dir gibt es nur zwei, drei Unstimmigkeiten. 

Informatiker : Ich war dir echt treu. Unglaublich. 

Ich : Es ist unglaublich, dass du mir treu warst?

Ich : Warst du ja nicht!

Informatiker : Hey, es war einmal, ganz am Ende. Und es war witzig mit zwei Frauen an einem Tag Sex zu haben. 

Ich : Mir war da nicht klar, dass das das Ende ist. Und du sagst ja selbst, du hättest es weiter laufen lassen. Wie gut, dass ich Schluss gemacht habe. Sowas ekelhaftes.

Informatiker : Für mich nicht. So hatte ich den Vergleich und ich freundete mich damit an, ein heimliches Spiel daraus zu machen. 

Informatiker : Wollte wissen, wie lange es dauert, bis du dahinter kommst. 

Informatiker : Es ist zwar ausversehen beim Frühstück dazu gekommen, aber es war extrem gut und seit dem haben wir uns auch gesteigert 

Informatiker : Solchen Sex hatte ich nicht ein mal mit dir. 

 Ich : Ich verstehe nicht, warum du gefallen daran findest, mich zu verletzen. Achja, kranke Menschen, stimmt.

Informatiker : Vielleicht kannst du es beim nächsten besser machen. Weniger an dich denken, nicht so schnell kommen, besser lutschen 

Ich : Bitte halte deine Märchenstunde vor deinen neuen Freundinnen ab. Die hören dir sicher gerne zu und klatschen Beifall. Fröhlich

Informatiker : Hmm, dann lach halt. 

Informatiker : Ich fand unseren Sex eher zum weinen denn zum lachen. 

Ich : Ich weiß nich warum du grad so ne Energie auf dieses Gespräch verschwendest. 

Informatiker : Mir ist langweilig und wieso soll ich dir nicht endlich mal die ganze Wahrheit sagen? 

Informatiker: Du hast nie mein Spiel geahnt... 

Ich : Oooohhhhh, wo sind denn deine Frauen?

Informatiker : In München und Germering. Wieso fragst?  

Ich : Na weil du allein bist. Und mit mir schreibst. Weil dir langweilig ist. 

Informatiker  : Die eine zu Hause, gerade ist ihr nichts ahnender Mann nach Hause gekommen, wie sie schreibt 

Informatiker  : Die andere arbeitet noch. Hole sie später ab, wir kochen dann zusammen und verbringen die Nacht miteinander. 

Informatiker  : So wie jeden Tag seit der Trennung von dir 

Ich : Deswegen hast du auch jeden Tag geschrieben, nä. Du triffst mich damit nicht, Lügenbaron. 

Ich : Deine Geschichten stimmen hinten u vorne nicht

Ich : Ein schönes Leben, Herr Informatiker. Schreib mir, wenn meine Sachen vor der Tür stehen.

Informatiker  : Schau auf die Zeiten, wann ich schrieb und denk bitte auch daran, wie oft ich zuletzt gespielt habe, wenn du da warst... 

Informatiker  : Mach dir deinen eigenen Reim darauf. Wobei... 

Informatiker  : Weil ich mir ja alles nur ausdenke...  

Dann bekam ich 2 Screenshots. Einmal von ihm und der Fetten aus Hangouts, in dem es um vollkommen banales Zeugs ging und einen angeblichen von ihm und der Verheirateten, der aber mal sowas von zusammengezimmert und unecht aussah. In dem 2. ging es wieder mal um Sex und dem Datum nach zu urteilen fand dieses Gespräch statt, als ich einen Tag vor seinem Geburtstag bei ihm war.

Informatiker: Naja, mehr will ich dir lieber ersparen. 

Informatiker : Das hättest du alles auf meinem Handy gefunden... 

Ich : Ja und dann?

Ich : Um so bitterer, dass ich dir vertraut habe

Informatiker : Dann hättest du mir eine riesen Szene machen können. Zu Recht sogar 

Ich : Wir sind jetzt fertig. Ich will nicht mehr, dass du mir schreibst. Du schreibst bitte der Türkin, wenn du meine Sachen abgibst. 

Informatiker : Stell dich nicht an 

Informatiker : Freu dich doch lieber für mich. Fröhlich

Ich : Schreib der Türkin, wenn du meine Sachen bringst.

Informatiker : Nö, dir. 

Informatiker : Was habe ich schon mit der Türkin zu schaffen? 

Ich : Ja gut, dann schreibs halt mir.

Informatiker : Verstehe nicht, wieso du jetzt so abweisend reagierst. Können sich Freunde bleiben. FröhlichFröhlich

 

Ich antwortete dann nichts mehr. Ich habe mich über mich selbst geärgert, dass ich den ganzen Tag damit verschwendet habe, mich mit diesem Abschaum zu unterhalten. Das war, als hätte jemand den Menschen aufgeweckt, den er vorgab, begraben zu haben. Er war wieder der Mensch von früher, ist es wieder. Der, von dem er mir manchmal schlimme Dinge erzählte, aber behauptete, er sei tot, den würde es nicht mehr geben. Ich fand diese ganze Sache wirklich krank. Ich habe das nicht nur so gesagt. Und er sagt es ja selbst, er hat sich lediglich (billigen) Ersatz für mich gesucht. Traurig. Was ich nicht verstehe ist, dass er mich unbedingt so verletzen will, wo er selbst sagt, dass ich ihn nicht verletzte. Warum soll ich für die Frauen vor mir büßen?

Auch am nächsten Tag versuchte er wieder sein Glück, aber dieses Mal ließ ich mich nicht darauf ein, auch wenn er versuchte, mich zu provozieren.

Informatiker: Hast du dich wieder beruhigt? 

Ich : Sind meine Sachen da?

Informatiker : Nö. Habe noch keine Zeit gehabt 

Informatiker : Die Fette hat Vorrang vor deinen Sachen Fröhlich

Ich : Sag mir bitte Bescheid, wenn meine Sachen da sind. 

 

Die restliche Woche war dann Funkstille. Doch so sollte es nicht lange bleiben. Am Nikolaustag war er mit seiner Fetten* in Salzburg und mir wollte er am Montag darauf davon berichten. Ich bekam also drei recht harmlose Bilder - eines von einem Weihnachtsbaum, eines von ihm und eines von irgendwelchen Mozartzeugs. Ich wollte das wirklich nicht wissen. Ich wollte nur meine Ruhe vor ihm haben und damit ich diese bekommen konnte, musste ich mir überlegen, wie ich am schnellsten zu meinen Sachen käme. Also versuchte ich es dieses Mal auf die provokante Art, sagte, dass ich ihm nicht glauben würde, dass es seine Frauen wirklich gebe, da könne er mir Bilder und Screenshots schicken, bis er schwarz würde, denn sonst würde ich meine Sachen schon lange haben. Mir war längst bewusst, dass es zumindest diese Fette wirklich geben muss. Trotzdem bekam ich auf meine Provokation gleich noch ein Bild hinterher geschickt, auf dem sie beide ein Selfie von sich machten und dann gleich noch eins, ein Kussfoto. Ich glaube, diese Fotos sind extra für mich entstanden, um sie mir ganz bewusst schicken zu können. Ich hätte sie so oder so bekommen. Trotzdem hielt ich an meiner Provokation fest, unterstellte, dass mit Photoshop alles möglich sei. Daraufhin bekam ich zu hören, dass die Fette jetzt seine Freundin sei, ob ich das nun glaube, oder nicht und ich mich damit abfinden solle. Dann wollte er mir weis machen, wie glücklich er jetzt endlich wieder wäre und er für die Fette sogar das Bett neu bezogen habe, da sie jede Nacht mit ihm verbringe. 

Es ist lachhaft. Das Bett neu bezogen - mit der Bettwäsche, die ich gewaschen habe, die nach meinen Weichspüler riecht. Ich hoffe, beide haben wunderbare Träume.
Ich werde diese Textpassage jetzt trotzdem mal kopieren, denn es ist interessant, wie der Informatiker versucht, mir zu erklären, er sei richtig krass verliebt und mir dann etwas später allen Ernstes weis machen möchte, dass es Liebe ja gar nicht gibt.
 

 

Informatiker: Die Fette verbringt jede Nacht mit mir. Das gesamte Wochenende war sie bei mir 

Informatiker : Habe sogar das Bett neu bezogen. Mir fällt es auch wieder leichter Ordnung und Sauberkeit zu halten 

Informatiker : Für sie lohnt es sich. Ich bin wieder richtig motiviert und glücklich 

Informatiker: Sie gibt mir sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit. 

Ich : Wann krieg ich meine Sachen?

Informatiker: Ich bin Hals über Kopf in sie verliebt 

Ich : Ja, das weiß ich ja jetzt.

Informatiker : Wenn ich Zeit finde. Bis Weihnachten denke ich. Spätestens 26.12., denke ich 

Ich : Das geht nicht

Informatiker : Kommendes Wochenende backe ich mit der Fetten Kekse. Nur blöd, dass du meine Teigrolle noch hast. Fröhlich


"Bitte kauf dir ein Tagebuch und erzähle es dem. Es interessiert mich nicht, was du mit der Fetten machst." - dachte ich da nur.

Ich schlug ihm vor, dass er mir meine Sachen per Post schickt und ich ihm das Porto überweise, sagte, dass ich seinem neuen Glück nicht im Wege stehen wolle und er dann aber auch die Vergangenheit richtig abschließen solle. Er sagte, dies sei ihm zu umständlich. Ich solle einfach nach München kommen. Ich verstehe wirklich nicht, warum er so darauf beharrte, mich noch einmal sehen zu wollen. Er sagte, ich solle nicht so verbittert sein und dass wir doch Freunde bleiben können. Nun, es ist wahr, ich bin noch mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, befreundet. Er ist mein Exfreund und auch mein bester Freund und auch zum Friesen habe ich noch Kontakt und generell finde ich es gut, wenn man irgendwann wieder befreundet sein kann. Aber mit dem Informatiker will ich in meinem Leben nichts mehr zu tun haben. Wir sind fertig. Auch in 100 Jahren würde ich keine Freundschaft mit diesem Kranken haben wollen. 

Ich versuchte noch dieses und jenes, doch es führte kein Weg rein. Auch der Versuch, meine Sachen von Freunden abholen zu lassen, scheiterte. Viele Menschen boten es mir an, aber auf die Frage hin, wann der Informatiker die kommenden Tage zu Hause sein würde, sagte er "Gar nicht.". Er wollte sich von mir nicht drängen lassen, mir meine Sachen früher zu bringen oder zu schicken, sagte wieder, dass ich doch abgehauen sei aus München, um mich bei meiner Familie auszuheulen. Ich ließ ihn wissen, dass er nicht der Grund war, weshalb ich aus München weg bin. Meine Oma liege im Sterben und deswegen bin ich Heim. Das ist auch nicht erfunden. Ich wäre mit Sicherheit in den nächsten Tagen nach Hause gefahren, weil es meiner Lieblingsoma immer schlechter ging und immer noch geht. Seitdem ich zu Hause bin, haben wir sie schon viele Male im Heim besucht. Ursprünglich bin ich natürlich Hals über Kopf wegen ihm gefahren, aber eben nicht nur und er muss nicht denken, dass er das Zentrum des Universums ist! 

 

Informatiker: Habe nie behauptet, es würde sich alles um mich drehen

Ich : Du bist doch derjenige, der mich ständig belästigt hier, nicht ich. Du bist doch der, der es nicht gebacken kriegt, mit der Vergangenheit abzuschließen und mir meine Sachen zu bringen, damit er endlich glücklich sein kann. 

Informatiker : Ich lasse dich doch nur als Bekannte an meinem Leben teil haben. Ist freundlich gemeint. Du stichelst andauernd und drängelst, nicht ich. 

Informatiker : Abgeschlossen habe ich schon seit September. Da wussten meine Freunde schon, dass ich dich nach meinem Geburtstag abservieren werde. 

Ich : Ich will aber nicht an deinem Leben teilhaben. Du bist den Scheißhaufen nicht wert, den ich im Klo runter spüle. Du hälst doch krampfhaft an mir fest, anstatt mich in Frieden zu lassen. Ich will nur meine Sachen noch von dir und dann ist das hier zu Ende. Aber du bringst es ja nicht fertig, mich gehen zu lassen FröhlichFröhlich

Informatiker : Es läuft fast alles nach Plan. Sieh es nicht zu verbissen,  es hätte mit uns langfristig eh nicht funktioniert. Zu weit liegen wir beide auseinander 

Ich : Absolut. Ich wein dir keine Träne hinterher. Ich bin froh, dass du ne Neue hast, die dich als mein vollgesabbertes Spielzeug benutzt. Ich bin endlich frei von dir und du klammerst dich an mich, wie ein Baby. FröhlichFröhlich

Informatiker : Es ist doch witzig, dir zu zeigen, wie glücklich ich jetzt bin und dir damit auch zu zeigen, was du leichtfertig weggeworfen hast, weil du an deiner isolierten Weltsicht festhältst

Informatiker : Laut deinem Blog hat dir die Trennung doch ordentlich zugesetzt 

Ich : Ich habe einen kranken Psychopathen leichtfertig weggeworfen, wirklich schade, ja. Ich freu mich für dich, dass du glücklich bist, aber bitte sei glücklich in deiner kranken Welt. Und klammer nicht, indem du mir immer zu schreibst. FröhlichFröhlich

Informatiker: Und da tut es halt auch gut, den Finger tief in die Wunde zu drücken und zu drehen, bis du vor Schmerz verrückt wirst 

Informatiker : So merkst du dann, dass du eben nicht so eine tolle und schöne Frau bist, wie du immer von dir denkst 

Informatiker : Deine Weltanschauung und deine Familie werden dir immer ein Laster sein. 

Ich : Welche Wunde? Ich bin frei von dir. Mir gehts blendend. Dich stört es nur, dass du nicht weißt, was ich treibe. Ich seh immerhin nicht aus, wie mein Bruder und such mir eine Fette nach der andern, weil ich nix anderes kriege.FröhlichFröhlich

Informatiker : Echt schade, du könntest sonst so viel aus dir machen 

Informatiker : Gut, dass du dich als fett bezeichnest.Fröhlich du warst meine erste und einzige Fette 

Ich : Gut, dass du das immer geleugnet hast :D

Informatiker : Du warst so leicht zu bekommen, dass hat mir eine Zeit lang ausgereicht. Du entsprichst aber nicht meinen Ansprüchen also habe ich mich umgesehen und gleich mehrere gefunden 

Ich : Da sind wir uns ja einig, denn du entsprichst meinen auch nicht mehr.

Informatiker : Hey, sollte ich dir ins Gesicht sagen, dass du fett bist und ich dich nicht wirklich attraktiv finde? Das hätte sicher wunderbar funktioniert. Fröhlich

Ich : Halb so wild, hab dir ja auch nicht gesagt, dass du deinem Bruder zum verwechseln ähnlich siehst und deine Zähne schon abartig braun waren. Was will ich auch mit einem, der im Bett nix kann? 

Informatiker : Noch nie war eine Frau so leicht zu haben wie du. Denk mal drüber nach... Wohl doch mehr Schlampe in dir als du denkst m

Ich : Aber du bist nicht leicht zu haben, oder was? FröhlichFröhlich

Informatiker : Deine Schauspielerei im Bett war mir egal. Hab halt ab und an abgespritzt, wenn ich die verheiratete Schlampe oder die Fette nicht vögeln konnte. Passt schon 

Informatiker : Dein falsches Gestöhne habe ich ausgeblendet. Seit dem Oktoberfest habe ich dich betrogen 

Informatiker : Mit der lovoo app habe ich Frauen kennengelernt. 

Ich : Nur weil du zu blöd dazu bist, dir selber einen runterzuholen FröhlichFröhlich

Informatiker : Nach einigen Experimenten habe ich mich für die verheiratete Schlampe und die Fette entschieden. 

Informatiker : Du bist echt extrem fett, ekelst du dich nicht vor dir selbst?

Ich : Du musstest es ja nötig haben. Jeder weiß, dass da nur Schlampen sind, die jeden nehmen. Vermutlich wirst du selber gerade betrogen. Die Liebe fürs Leben bei lovoo, dass ich nicht lache.

Informatiker: Ich finde mich selbst zu dick und mache daher Sport, damit ich nicht ganz aus dem Leim  gehe. Du machst gar nichts, gammelst nur herum, verkackst dein Studium und futterst den ganzen Tag

Informatiker : Liebe fürs Leben bei Lovoo? Nein. Die Fette habe ich darüber als einzige nicht kennengelernt. 

Ich : Und du denkst, das geht mir jetzt nahe? Oh, das tut mir jetzt aber leid. 

Informatiker : Ich will dir nur helfen, damit du deinem nächsten besser gefällst 

Ich : Wo dann, auf dem Strich? FröhlichFröhlich

Informatiker : So wie dich? 

Ich : Bei meinem nächsten Umstyling nehm ich dich mit ;)

Informatiker : Du könntest echt so eine Drecksnutte geben

Ich : So wie du?

Informatiker : Ich sehe gut genug aus. Etwas mehr Sport und gut ist. 

Informatiker : Ich bin ein Mann, bei mir ist die Anzahl der Sexpartner egal

Ich : Sport allein wird dir nicht helfen.

Ich : Willkommen in der Urgesellschaft. Schade, dass du dich nicht weiter entwickelt hast. Da sieht man wieder die Verwandtschaftsverhältnisse FröhlichFröhlich

Informatiker : Wenn du meinst. 

Ich : Ja

Informatiker: Du hättest dich während unserer Beziehung auch besser umgesehen oder es mal durchgezogen

Ich : Was?

Informatiker : Ob nun mit dem Typen auf der Stockwerksparty oder der farbigen Tussi

Informatiker : Dank dir weiß ich, dass Treue nicht wichtig ist und fremdgehen sich nicht schlimm anfühlt. Im Gegenteil 

Ich : Ich hab nich so ein minderwertiges Selbstwertgefühl, wie du

Ich : Das schreiben nur welche, die es im Bett nicht bringen :D

Informatiker : Damit hat das nichts zu tun. Was sind Frauen schon wert? 

Informatiker : Hmm, dafür bist du recht oft gekommen und auch die verheiratete Schlampe, ne komische Tussi aus der Heimat, noch irgendeine imaginäre Dame und die Fette* haben sich nie beschwert

Ich : Frag das doch mal die Fette, was Frauen schon wert sind ;)

Informatiker : Die Fette muss nicht alles wissen. 

Ich : Weil du ja so glücklich und richtig verliebt und Betthasen nicht alles wissen müssen Fröhlich

Informatiker : Wie fühlst du dich eigentlich mit dem Wissen, dass ich mit dir geschlafen habe und am selben Tag vorher mit einer anderen und du somit ihr Sekret [hier stand ursprünglich mal was anderes, aber es ist so schon dreckig genug, da habe ich das Wort mal geschönt] in dir hattest. Fröhlich

Informatiker : Du warst eher mein Betthase. Fröhlich 

...

Informatiker: Was soll an Liebe soll toll sein? Es ist doch nur eine Floskel? Liebe gibt es doch gar nicht. 

Informatiker : Man fühlt sich eine Zeit lang mit jemand wohl und gut ist. Auf Dauer? Bestimmt nicht. Liebe gibt es doch gar nicht. 

....

Informatiker: Ich hätte mich dabei erwischen lassen sollen. Ich wollte dich maximal verletzen. 

 

Es blieb noch eine Weile schmutzig. Ich muss das jetzt auch nicht alles kopieren, da haben wir beide schlimme Sachen gesagt, die einfach unter die Gürtellinie gingen und auf die ich auch nicht stolz bin. Generell ärgert es mich sehr, dass ich mich an diesem Tag schon wieder auf sein Niveau herab gelassen habe. Dennoch kam jetzt erst noch der Hammer bezüglich meiner Oma:

 

Informatiker: Rede dir alles schlecht, wenn dir das gut tut. Das Collagenbuch spricht eine andere Sprache. Ich war mit das beste, was du hattest. Das wissen wir beide 

Informatiker : Du hast sozusagen deinen besten Freund verloren. 

Ich : Nicht verloren, gestorben.

Informatiker : Vor einem Jahr hattest du einen der schönsten Monate. Dieses Jahr ist es ein Scherbenhaufen. 

Informatiker : Mit dem Sterben deiner Oma bestraft dich dein Karma für dein Verhalten, dass weißt du ganz genau 

Ich : Aus Schaden wird man klug

Informatiker : Du alleine hast das ausgelöst 

Informatiker : Echt traurig, wirklich. Aber du hast es so gewollt 

Ich : Pass lieber auf, wenn du das nächste mal mit dem Auto unterwegs bist ;)

Ich : Hex hex 

 

Das war mir wirklich zu blöd. Einmal mehr nutzte er es aus, dass er mich so gut kennt, dass ich an Karma glaube und dass alles, was man sagt oder tut im Leben doppelt und dreifach auf einen zurückfällt. Das war extrem hart und deswegen kam dann der Spruch mit dem Auto. Schon allein dafür, dass er diese Sache mit meiner Oma aussprach, musste ich ihm eine Warnung aussprechen, denn sein Karma ist mit Sicherheit nicht besser, als meins. 

 

Informatiker : Wünscht mir jetzt schon einen Autounfall? 

Informatiker : Du bist echt extrem abgestürzt 

Ich : Wie kommst du denn auf sowas?

Informatiker : Wegen deinem hex hex

Ich : Spaß verstehst du also auch nicht mehr

Informatiker : Von wegen Spaß. Du bist derzeit bitter böse 

Ich : Das hättest du wohl gerne.... da muss ich dich enttäuschen

Informatiker : Dann ist doch alles gut 

Ich : Ich hab mich dann auch jetzt genug mit dir abgegeben. Schreib mir wieder, wenn meine Sachen da sind und bis dahin, lass mich in ruhe.

Informatiker : Nö. Du darfst ruhig leiden

Informatiker : Fröhlich

Ich : Ich leide wie verrückt. 

Ich : Du kannst mir maximal meine Zeit stehlen.

Informatiker : Schade, dass es derzeit nicht so ist, weil deine Oma wichtiger ist 

Ich : Das wär auch so, wenns meiner oma gut ginge

Informatiker : Rede dir das nur ein. Du leidest unter der Trennung. Hast dir noch nichts neues gesucht, hast von dir aus geschrieben und gefragt, ob die Frauen echt sind 

Ich : Einbildung ist auch eine Bildung, Schnuffelchen ;)

Informatiker : Wenn du wenigstens diese hättest... 

Ich : Oh, entschuldige bitte, wer von uns beiden hat bitte das bessere Abitur? Und studiert? Und hat es nicht abgebrochen, weil er zu blöd, zu faul und arm war? 

Informatiker : Du wirst es nicht schaffen. Das wirst du bald merken. 

 Ich : Und wenn schon? Ich bring mich deswegen nicht um ;)

Informatiker : Weil du ja dann ein Hartz IV Leben wie deine Familie führst 

Ich : Und dann kann ich mir immer noch n reichen Typen suchen, der nicht sein ganzes Geld zum Fenster raus wirft

Informatiker : Tu das. Du wirst niemand aus gut bürgerlichen Verhältnissen bekommen. 

Ich : Wenn die alle so gestört sind, wie du, will ich das auch gar nicht FröhlichFröhlich

Informatiker : Da war ich der einzige 

Ich : Der einzige mit ner klatsche?

Informatiker : Lass dich am besten schwängern, anders wirst du keinen Mann auf Dauer bekommen 

Informatiker : Klatsche, weil ich mein Leben genieße und dich eine Zeit lang verarscht habe? 

Ich : Für privilegierte Ratschläge frag ich in Zukunft nur noch dich ;)

Informatiker : Na dann

 

Circa fünf Stunden später kam wieder ein "Gute Nacht" und wieder wusste ich nicht, was ich damit nach diesem Gespräch damit anfangen sollte... als wäre nie was gewesen. Einfach nur krank. Ich antwortete nicht. 

 

This time baby I'll be bulletproof 

 

Dann war die ganze Woche Ruhe, bis ich am Wochenende selbstverständlich wieder über seine Aktivitäten mit der Fetten* unterrichtet wurde. Ich bekam pünktlich zum dritten Advent ein Keksfoto mit einem "Frohen dritten Advent" - und da hat es mir dann gereicht. Es war eindeutig zu viel. Ich wollte mich nicht noch einmal auf so ein Niveau herablassen und wenn dies bedeuten würde, dass ich auf meine Sachen verzichten muss, dann wäre das eben so. Ich wollte ihn endlich blockieren, los werden, nichts mehr von ihm hören. Und so schrieb ich:

"Weißt du was, Informatiker? Du bekommst es ja nicht hin, mich in Ruhe zu lassen. Darauf hab ich keinen Bock. Behalt meine Sachen einfach, verbrenn sie, spende sie der Wohlfahrt - is mir scheiiiiß egal. Ich will sie nicht. Und du bist jetzt abgeschrieben. Ich blockiere deine Nummer jetzt überall. Hab echt die Schnauze voll."

Und dies sollte keine leere Drohung werden. Kaum hatte ich es abgesendet, setzte ich ihn auf die Blockierliste im Chat, ohne zu wissen, wie und ob er im Endeffekt überhaupt noch darauf reagierte. Und selbst wenn er meine Sachen noch vor meinem Appartement abstellte, es liefen genug Menschen für mich ihre Runden. Ich war abgesichert. Auch im Telefonbuch habe ich seine Telefonnummer gleich gesperrt, dachte, ich wäre nun sicher, denn der letzte Mensch, von dem ich an meinen Geburtstag zwei Tage später hören wollte, war er.

Ich war mir also sicher, dass er mich nicht erreichen kann. Aber diese Rechnung machte ich ohne mein Tablet. Pünktlich zu meinem Geburtstag am 16.12. trudelte eine SMS vom Informatiker ein: "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Feier schön und genieße den Tag. Viel Erfolg und beste Gesundheit im neuen Lebensjahr." Da fiel ich aus allen Wolken. Mir war nicht bewusst, dass ich SMS extra blockieren muss. Das schrieb ich ihm auch: "Interessant, dass ich deine Nummer für SMS extra sperren muss. Wusste ich nicht. Gut, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast ;) Und tschüss, kranker Typ." Mit meiner kleinen Schwester, die auch ein Samsung-Gerät besitzt, probierte ich das dann erst mal aus. Und natürlich gibt es auch hier Tücken. Man kann eine Nummer bei SMS nur auf eine Spamliste setzen. Wenn der Absender dann eine SMS sendet, kommt diese trotzdem an und der Absender erhält auch einen Zustellungsbericht, wenn er diesen angefordert hat. Doch der Empfänger wird nicht benachrichtigt, dass er gerade eine SMS erhielt, sie erscheint auch nicht im Posteingang. Stattdessen wird sie umgeleitet in einen Spamordner und ob man da nun reinschaut oder nicht - das bleibt dem Handybesitzer überlassen. So kam während des Austestens noch eine Antwort vom Informatiker: "Interessant, wie du dich für Glückwünsche bei mir bedankst. :-( " und dann landete seine Nummer auf der Spamliste. In den Spamordner habe ich seitdem nicht mehr geschaut, nicht an Weihnachten oder sonst wann und habe ich auch nicht vor. Soll er doch glücklich werden, wirklich, aber ich habe jetzt endlich meinen Frieden.

Und auch, wenn ich in ein paar Tagen, Anfang Januar, wieder nach München fahre, werde ich nicht in den Ordner schauen. Sollten meine Sachen vielleicht doch da stehen, gut so. Wenn nicht, auch gut so. Vielleicht habe ich ja auch einen Brief in meinen Briefkasten, so wie beim Friesen damals. Doch dieses Mal bin ich klüger. Er würde ungelesen in den Müll wandern. Und wenn er unangemeldet vor meiner Tür stünde (angemeldet wäre ja sowieso nicht mehr möglich), würde ich wohl kaum öffnen, zumal ich das auch nicht glaube. Immerhin hat er ja jetzt seine Neue.

 

Willkommen und Abschied 

 

Und ja, das ist hart für mich. Es wird so ungewohnt sein, wieder nach München zu fahren und das erste Mal nicht vom Fernbus abgeholt zu werden, sich auf den Menschen zu freuen, den man so sehr geliebt hat. Während dieser sich einen billigen Ersatz gesucht hat. Einen Ersatz, mit dem er sehr vermutlich Weihnachten und Silvester verbrachte, weil sich das für ihn in einer Beziehung ja so gehört. Einen Ersatz, dem er vermutlich irgendwelchen teuren Schmuck zu Weihnachten schenkte, weil sie - im Gegensatz zu mir - sicher Schmuck mag und so oberflächlich sein wird, dass sie sich sicher sehr darüber gefreut hat und er so oberflächlich ist, das zu ahnen und sich keine weiteren Gedanken zu machen brauchte.

Kekse hat er mit ihr vermutlich in der Küche auf dem kleinen Tisch mit dem Wachstischtuch vorbereitet - das wir zusammen ausgesucht und gekauft haben. Und dann lag er sicher faul mit ihr auf der Couch rum - die wir zusammen hoch getragen haben und auf der wir so viele schöne Stunden verbracht haben, während vermutlich vom Balkon draußen der halb vergammelte Kürbis traurig ins Wohnzimmer blickt, den wir zu Halloween gemeinsam geschnitzt haben und den du vermutlich noch immer nicht weggeräumt hast. Und hinter der Couch auf dem großen Tisch werden noch immer die zwei Puzzles liegen, die wir zusammen geschafft haben. Und vor euch auf der Couch werden auf dem Couchtisch im Kerzenhalter die Duftkerzen der Duftrichtung "Muffin" brennen, die wir wegen mir kauften und wenn euch langweilig ist, werdet ihr Wii spielen, die gleichen Spiele, die wir einst spielten und vermutlich wird sie 100x besser sein, als ich, weil das auch keine große Kunst ist. 

Und generell ist es einfach so abgefuckt, weil wir nicht nur schlechte Zeiten hatten. Wir haben uns auch gut ergänzt. Wir konnten echt über alles reden. Manchmal lagen wir nachts wach und unterhielten uns über Quantenphysik und Paralleluniversen, so eine abgefuckte Scheiße. Wir hatten tollen Sex. Meiner Meinung nach konnten wir uns genau das geben, was wir brauchten. Finde erst mal wieder jemanden, der genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist und auch wenn wir beide im Nachhinein das Gegenteil behaupteten, glaube ich nicht, dass es so war. Ich konnte dir meine Seele vor die Füße kotzen und du mir deine. Ich hätte nie gedacht, dass du sie eines Tages gegen mich verwenden würdest.  Du warst doch der, der mal behauptete, wir wären füreinander geschaffen.

Aber es ist auch okay. Ich blicke nach vorne und es stimmt, ich war noch nie ein Kind von Traurigkeit. Auch ich werde wieder tolle Kuchen für jemand anderes backen. Und leckere Gerichte kochen. Auch in meinem Bett wird wieder jemand Neues liegen. Wenn ich erst wieder in München bin, werden die Karten neu gemischt und darauf freue ich mich schon, denn ich habe nicht den Glauben in die Liebe verloren, sondern nur den Glauben in dich! Ein Zurück wird es nie wieder geben.

 



Can you lie next to her
And give her your heart, your heart
As well as your body

And can you lie next to her
And confess your love, your love
As well as your folly

And can you kneel before the King
And say I'm clean, I'm clean

But tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart
Oh tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart

A white blank page and a swelling rage, rage
You did not think when you sent me to the brink, to the brink
You desired my attention but denied my affections, my affections

So tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart
Oh tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart

Lead me to the truth and I will follow you with my whole life
O lead me to the truth and I will follow you with my whole life

*Mumford And Sons – White Blank Page*

20.12.2014 um 16:59 Uhr

Niveaulos

 

Nun, ich denke, dies hier werden die letzten Einträge zum Thema Informatiker werden. Danach wird sich dieses Kapitel für mich hoffentlich für immer schließen. Ich habe mich die letzten Wochen ja sehr bedeckt gehalten, was dieses Thema anging, denn ich brauchte Ruhe um mich herum. Und doch gibt es diesen Zeitpunkt, an dem ich es niederschreiben muss, denn ich brauche es für mich, für meine Erinnerungen, meine Gefühle, meine Welt, mein Chaos, für die Summe meiner Teile. Zu gerne würde ich wohl das gesamte letzte Jahr aus meinem Gedächtnis streichen, aber das kann ich nicht. Es ist ein Teil von mir und gehört genauso zu meiner Geschichte, wie alle anderen vor dem Informatiker auch. Es ist mir egal, ob er selbst es lesen wird, denn er liest mittlerweile in meinem Blog, wie manch anderer in der Tageszeitung. Ich möchte mit diesem "Menschen" einfach abschließen und dazu gehört nun mal auch ein abschließender Eintrag.

 

Die Vorgeschichte

Wir verbrachten das vorletzte Novemberwochenende zusammen. Es war das Wochenende seines Geburtstages und es war auch ein Wochenende, an dem ich meine Regelblutung bekommen sollte. Normalerweise bekomme ich diese immer in der Nacht von Samstag auf Sonntag, doch nicht an diesem Wochenende. Auch am Sonntag ließ sich die rote Dame nicht bei mir blicken. Natürlich bereitet einem das Sorgen, wenn man sich doch sonst immer auf die Pille verlassen kann und auch so nicht wirklich etwas anstellte, weshalb sie dieses Mal versagen sollte. Es ist mir früher schon einmal passiert, dass ich meine Regel erst Montagabend bekam, aber das ist wirklich schon eine halbe Ewigkeit her. In meiner Ehrlichkeit berichtete ich dem Informatiker davon und so kam es dazu, dass wir am Montagmorgen im Auto saßen und uns über den 'Was-wäre-wenn-Fall' unterhielten. Obwohl der Informatiker genau wusste, wie ich zu diesem Thema stehe, war das erste, was er in den Mund nahm, das Wörtchen "Abtreibung". 
Wenn wir früher im Scherze darüber redeten, sagte er oft, dass er es sich ja leisten könne und lieber heute, als morgen mit seinen vier Kindern, die er sich wünsche, anfangen wolle. Doch an diesem Montagmorgen, als es bitterer Ernst wurde, war von alldem nichts mehr zu hören. Abtreibung - dass er das wirklich dachte und auch noch laut aussprach, machte mich fassungslos und auch sonst vermittelte er mir die ganze Zeit den Eindruck, ich würde sein Leben zerstören, hätte ich tatsächlich einen Braten in der Röhre. Einen Vaterschaftstest wolle er dann übrigens auch haben. Ach ja und dass meine Eltern das Kind sehen, möchte er übrigens auch nicht, falls es denn so wäre. 
Wie bitte?! Vaterschaftstest? Meine Eltern, die ihr Enkelkind nicht sehen sollten, weil sie HartIV-Empfänger sind? Und hier sei mal angemerkt, dass meine Eltern nicht dumm sind. Okay, vielleicht leben sie nicht unbedingt so, wie andere es von ihnen erwarten würden, aber sie sind sehr kluge Menschen mit dem Herzen am rechten Fleck! Sie genügen lediglich nicht den gesellschaftlichen Ansprüchen und offenbar auch nicht denen des Informatikers. Die Frechheit dabei ist, dass er meine Eltern nicht einmal kennt, auch nicht kennen lernen wollte, sie nur von meinen Erzählungen her beurteilte und sie dennoch verurteilte. Er hält sich ganz klar für etwas Besseres. Doch am Ende ist er nur ein Etwas. 
All diese Dinge brachten mich dazu, dass mir noch im Auto die Tränen kamen. Er benahm sich wieder einmal wie ein totaler Arsch. Doch dann fragte er mich, wieso ich weinte. Ich sagte ihm, dass ich das Gefühl habe, ich würde sein Leben zerstören, wenn ich schwanger sei. Daraufhin nahm er meine Hand und wurde ganz sanft, sagte, dass ich das bestimmt nicht täte und er definitiv hinter mir stehen würde, dass wir das gemeinsam schaffen würden. Dann stieg ich aus dem Auto, er fuhr weiter zur Arbeit und ich lief geradewegs in die Drogerie, um mir einen Test zu kaufen. Ich hatte mir in meinem ganzen Leben noch nie einen Test gekauft, aber vermutlich machten wir beide uns gegenseitig so verrückt, dass ich einfach das Bedürfnis hatte, mir einen zu besorgen. Vorgenommen hatte ich mir aber, erst am Dienstag drauf zu pinkeln, falls ich meine Regel dann noch immer nicht gehabt hätte. Zu Hause angekommen schrieb ich dem Informatiker, dass ich mir einen Test kaufte und auch hier war seine Reaktion wieder sehr süß und vermittelte ein Gefühl von Sicherheit: "Hallo Schatz, lass dich nicht herunterziehen. Ich hoffe, dass du nicht schwanger bist. Falls doch, kriegen wir das auch hin." Und im Laufe des Vormittages gab es dann zum Glück auch Entwarnung. Dennoch  eskalierte die Situation gleich darauf.

Der Informatiker bekam Angst, vertraute plötzlich weder der Pille, noch mir, wollte für eine gewisse Zeit auf Kondome umsteigen. Das hat mich sehr aufgeregt, denn ich mag diese Dinger in einer festen Partnerschaft einfach nicht. Für ihn machen sie angeblich keinen Unterschied, für mich aber schon. Außerdem war für mich bewiesen, dass ja nun doch Verlass auf die Pille ist, also war diese Diskussion einfach überflüssig. Doch damit nicht genug. Ich musste mir auch vorwerfen lassen, dass ich nicht auf meinen Körper achte. Ja, es stimmt, ich übergebe mich häufiger, als andere Menschen und auch so machen mir Magen und Darm oft Probleme und trotzdem renne ich nicht zum Arzt, weil ich eine Ärztephobie habe. 
Doch ich musste mir auch sagen lassen, dass ich wegen dieser Phobie nicht regelmäßig zum Frauenarzt ginge und das stimmte einfach nicht! Ich kann gar nicht zum FA, nur um mein Rezept zu holen, denn das bekommt man ohne Untersuchung gar nicht und die Krankenkasse zahlt mittlerweile auch nur noch die Untersuchung einmal im Jahr und diese muss ich ja machen lassen und lasse ich auch machen. Das alles machte mich so wütend, dass ich zu ihm sagte, dass wir uns wohl mal ernsthaft unterhalten müssten und ich setzte ihm das Messer auf die Brust, machte ernsthafte Andeutungen, die Beziehung zu beenden, wieder einmal. Es kam in den letzten Wochen öfter vor, dass ich darüber nachdachte und diese Möglichkeit als Lösung in Betracht zog. Aber nicht, ohne mit ihm noch einmal darüber zu reden. Ich sagte nicht, dass ich Schluss machen wollte, dennoch verstand er es so, sagte aber in seinem Narzissmus, dass eine Trennung 'nicht zur Debatte stünde', versuchte mich zu beruhigen, doch ich war längst in Rage. Und so steigerte auch der Informatiker sich immer mehr in die Sache hinein, warf mir vor, ich wäre feige, egoistisch und unfair und noch so manch anderes. Ich beharrte darauf, dass ich persönlich mit ihm reden wolle. Er hat sich öfter schon darüber beschwert, dass wir über unsere Probleme nur schreiben und selten reden könnten und dieses Mal wollte ich dem ganzen einfach gleich entgegen wirken. Doch der Informatiker verstand es wohl so, dass ich lieber persönlich mit ihm Schluss machen wolle, als im Chat und so wirkte er mit aller Gewalt meinem Vorschlag entgegen, sich persönlich zu unterhalten. Doch dann lenkte er schließlich doch ein und schrieb ich solle gegen 20Uhr bei ihm im Wohnort sein. Das war keine Bitte und es war auch keine Frage - es war ein Befehl. Ein Befehl, dem ich nicht bereit war, Folge zu leisten. 
Ich sagte, dass ich nicht kommen würde und er sagte, dass er mich auch nicht abholen würde. Ich antwortete, dass ich das auch nicht verlangen würde, wir uns aber auf neutralem Boden treffen sollten, um zu reden. Damit habe ich dann wohl die kleine Flamme erneut zum lodern gebracht, denn im Kopf des Informatikers trifft man sich wohl nur auf neutralem Boden, um die Beziehung zu beenden. Ich sage es an dieser Stelle noch einmal: Das hatte ich nie vor. Ich hatte es zwar durchaus als Lösung in Betracht gezogen, aber es war nicht das, was ich wollte. Trotzdem folgten noch mehr Vorwürfe, dass ich uns heute zerstört hätte; dass das keine Beziehung sei, da ich Weihnachten und Silvester lieber zu Hause verbringe und so weiter. Und dann war es plötzlich still. Bis abends noch ein "Gute Nacht" von ihm kam. Das war für mich der Silberstreif am Horizont. Zum Geburtstag schenkte ich dem Herrn ein Erinnerungs-Foto-Album von uns beiden, in dem auch wenige Dinge standen, die ich an ihm hasse. Einer dieser Punkte war, wenn er mir nicht gute Nacht sagt. Und nach diesem Streit kam es. Es war meine Hoffnung.

Am Dienstag war unsere Konversation jedoch kurz und schmerzlos:

Informatiker: Guten Morgen. Hast du trotz unseres Stress halbwegs gut geschlafen? 

Ich : Guten Morgen. Ich schlafe nur noch seitdem. Und du so?

Informatiker : Ich funktioniere... 

Ich : Auch im Schlaf?

Informatiker: Wenn ich denn schlafe... Wann willst du nach Hause fahren? Willst du mich wirklich bis Januar alleine lassen? 

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich dem Informatiker sagte, wenn er nicht mit mir reden könne, ich dann nach Hause fahren würde und diese Beziehung damit ein Ende für mich hätte. Natürlich wollte ich ihn am Vortag damit drängen, ich wollte eine Reaktion erzwingen. 

Ich : Wenn du nicht in der Lage bist, mit mir zu reden...

Informatiker: Will ich ja 
Will dich nicht verlieren. 
Morgen würde ich gerne mit dir reden 

Ich : Was passt dir denn an heute nicht in den Kram?

Informatiker: Fühle mich nicht so besonders. Bin irgendwie voll im Arsch 

Informatiker, eine Stunde später, nachdem ich nicht antwortete: War heute beim Zahnarzt, wie du weißt. 

Ich, sehr viel später : Um welche Zeit? 

 

Ich war sehr sauer am Dienstag! Wir hatten am Montag einen riesen Krach und dass wir an diesem Tag nicht mehr miteinander reden würden, war absehbar. Doch ich sagte ihm, drohte ihm damit, nach Hause zu fahren und er tat einfach nichts. Auch meine letzte Frage nach der Uhrzeit hat er noch gelesen, jedoch nicht darauf geantwortet. Es sollte sich wenig später herausstellen, dass er mich bereits da bis zum Mond und zurück belog.
Am Dienstag gab es dann auch keine gute Nacht-Wünsche mehr. Ich war sauer und zwar sehr! Das führte dazu, dass ich am Mittwoch nicht mit schrieb. Ich wollte das klären und er wollte - ja, was eigentlich?

 

Das Gespräch

 

Dadurch, dass ich am Mittwoch auf keinen seiner technischen Versuche, mich zu kontaktieren, einging, provozierte ich eine Reaktion. Nämlich die, dass er vorbei kommt. Und so stand er gegen Abend vor meiner Tür, um mit mir zu reden. Doch, was ich mir von diesem Gespräch erhoffte, war nicht das, was ich bekam. 
Zu erst einmal setzte er sich wie so ein Pascha mit dicken Eiern breitbeinig auf mein Bett. Wie der Überking saß er da und das machte mich unbewusst unglaublich aggressiv. Später schaute er dann noch ständig auf seine Uhr, was mich noch wütender machte. Als wäre ich nur ein Termin, den er gerade so dazwischen quetschen konnte. Er wollte am Donnerstag in seine alte Heimat fahren und musste noch packen, so rechtfertigte er das ständige auf die Uhr schauen. Ich fand es sehr dreist. Immerhin stand unsere Beziehung auf dem Spiel und ihn interessierte nur sein ungepackter Koffer. Doch das war nicht alles, aus seinem Mund kam nur Durchfall. Wir sind die einzelnen Gesprächspunkte vom Montag noch einmal durchgegangen. 
Das mit der Abtreibung sagte er angeblich, weil er geschockt war. Normalerweise würde er diese Ansicht auch nicht vertreten. He, tut der so, als wäre das an mir spurlos vorbei gegangen? Als hätte ich mich über einen Braten in der Röhre gefreut, gerade jetzt, wo es mit dem Studium alles andere, als rosig läuft? Und dennoch würde ich niemals über Abtreibung nachdenken. Trotzdem konnte ich diesen Punkt seiner Haltung nachvollziehen. 
Dann ging es weiter mit dem Vaterschaftstest und er wollte mir schon am Montag im Auto vermitteln, dass dies nichts Persönliches sei. Von seiner Ex hätte er das auch verlangt, wäre es soweit gekommen und von jeder, die nach mir käme, würde er es auch verlangen. Doch ich machte ihm lautstark deutlich, dass dies immer etwas Persönliches sei. Es ist das grundsätzliche Misstrauen, das grundsätzliche Zutrauen, dass ich zum einem fremd gegangen wäre und ihm zum anderen auch noch ein Kuckuckskind ins Nest setzen würde. Er sagte zu mir, dass es für diesen unbedingt gewollten Vaterschaftstest auch noch zwei andere Gründe geben würde, die er mir aber nicht sagen könne, seine Freunde wüssten sie aber. 
Was soll das? Warum muss er mir das auf die Nase binden? Er weiß doch genau, wie ich bin...seine Freunde wissen es, aber mir kann er es nicht sagen? Spasti. Vermutlich kann er keine Kinder zeugen. Ist der einzige Grund, der mir einfällt... Achja und wo wir gerade bei seinen Freunden sind - Ich mochte sie ja eigentlich. Alle kamen mir beim O-Fest sehr sympathisch vor, aber im Grunde sind sie wohl auch nur gefühlsmäßig verkrüppelte Einzeller. Denn als der Informatiker ihnen mitteilte, dass ich vielleicht schwanger sein könnte, sollen alle gesagt haben, dass er mich in den Wind schießen solle. Sehr erwachsen, meine Herren! Doch seine angebliche Antwort darauf war beinahe nicht mehr zu toppen - Wäre ich schwanger, dann müsse er ja so oder so zahlen, dann könne er auch gleich mit mir zusammen bleiben. Wahre Liebe! Und einer seiner Freunde, er verrate mir aber nicht welcher, hätte ihn gefragt, was er denn mit mir Trostpreis wolle. Dieses Wort wäre schon lange nicht mehr gefallen. Ob ich wisse, was ein Trostpreis sei. Er sehe das ja nicht so. Dass er das nicht so sieht, greifen wir an einem späteren Punkt noch einmal auf. Während er mir das alles so erzählte, saß er beinahe grinsend auf dem Bett.
Die Sache mit meinen Eltern meinte er übrigens sehr ernst. Er möchte nicht, dass sein Kind in eine Flodder-Familie käme. Vielleicht läge es auch nur an meinen Erzählungen, die sicher zum Teil übertrieben waren, aber jedenfalls möchte er es nicht. Ich fragte ihn, ob das so sei, weil er aus einer Spießerfamilie stamme. Das dementierte er, er käme aus einer normalen Arbeiterfamilie. Na, Moment mal! War es nicht seine Mutter, die irgendwann mal eine Ausbildung machte, aber nie gearbeitet hatte, weil sie sich von ihrem Mann aushalten ließ? Seine Mutter, um deren Existenz er bangte, weil sein Vater lebensbedrohlich erkrankt war und sie dann voraussichtlich finanziell nicht mehr zurecht käme? Arbeiterfamilie...ist schon klar. Vom Bruder ganz zu schweigen. Manche Leute sollten vielleicht erst einmal vor ihrer eigenen Türe kehren, bevor sie vor andere scheißen.
Irgendwann war mir das alles auch zu viel. Ich sagte, dass ich für diese Probleme, die jetzt aufgetaucht sind, keine Lösung finden würde. Alle anderen Streitereien vorher konnten wir klären und aus der Welt schaffen, aber das hier ginge nicht so einfach. Er sah das lockerer. Wir sollten halt irgendwann noch einmal darüber reden und dann würde das schon wieder werden. Er sehe das zuversichtlich und wolle auch nicht, dass die Beziehung vorbei sei. Irgendwann sagte ich gar nichts mehr, weil ich einfach nichts mehr zu sagen hatte. Ich war wie breitgeschlagen von seinen Einstellungen, seiner Erscheinung und dem, was er von sich gab. Er sagte, ich würde aussehen, als würde ich gleich komplett ausrasten und ihm irgendwas um die Ohren hauen. Ich entgegnete, dass ich die Ruhe selbst sei und nicht wütend, sondern enttäuscht und traurig. Er beendete die Stille recht schnell, sagte, er müsse ja noch packen, ging aufs Klo und sagte dann zum Abschied, dass ich es mir überlegen solle, er denke, man könne über alles noch mal reden und dass er sich melden würde, wenn er zu Hause sei und wenn er ins Bett ginge. Dann ging er. Ich blieb zurück und musste heulen.

 

Der Showdown

 

Ich musste vor allem deswegen weinen, weil ich meinen Informatiker kaum wieder erkannte und das ging mir zum Oktoberfest schon einmal so. Wer war dieser Mensch bloß, der da gerade da war? Hatte er Recht und wir würden das nur vom drüber reden wieder hinbekommen? Lag ich von meinem Gefühl her so falsch? Ich konnte das nicht. Ich wollte das auch nicht. Und das teilte ich ihm in einem ellenlangen Text mit, wie ich sie schon öfter schrieb. Zählte ihm endlos viele Dinge auf, weshalb wir nicht zusammen passen würden und was er meiner Meinung nach für eine Person brauchen würde. Normalerweise ist er dann derjenige von uns beiden, der voller Zuversicht sagt, dass er so eine Frau ganz sicher nicht brauchen würde und dass er nur mich wolle, dass ich perfekt für ihn sei, wie ich bin und er mich mit all meinen Macken liebe würde, dass es das doch erst interessant machen würde, dass ich sein Jackpot bin, dass er mich nicht verlieren wolle und und und... Doch dieses Mal nicht. Vielleicht habe ich das erwartet, weil es immer so war, weil er immer derjenige war, der nie meine Hand losließ, wenn ich wieder wegrennen wollte. Das liebte ich sehr an ihm und das wusste er auch. Doch dieses Mal bekam ich als Antwort, dass ich besser an mir arbeiten sollte, als den Kopf in den Sand zu stecken. Doch ich sagte, dass es gewisse Dinge geben würde, an denen ich nicht arbeiten wolle. Und dann folgte ein Gesprächsabschnitt, der mich so tief verletzte, dass ich es nicht in Worte fassen kann:

Informatiker : Wenn du mich nicht mehr willst, finde ich auch eine andere. Lange hast du nicht Zeit, deinen  Fehler rückgängig zu machen. Du glaubst doch nicht, dass es keine Interessentinnen gibt. Fröhlich  

Ich : Es ist leichter für dich jmd besseren zu finden. Da sagst du es selbst, siehst du.

Informatiker : Ob besser, keine Ahnung. Ist mir auch egal derzeit 

Ich : Ich bin mir sicher, es gibt viele, die dich wollen und so viel besser zu dir passen.

Informatiker: Ich weiß, was ich an dir habe und damit bin ich sehr zufrieden. Ja, zwei gibt es in jedem Fall. Fröhlich
Ist ja auch egal. Du schätzt dich und was ich über dich denke und für dich empfinde viel zu negativ ein Und du wirst nach mir wieder an einem Ekeltypen wie den Friesen oder den, dessen Name nicht genannt werden darf geraten Wenn du darauf stehst, dir selbst weh zu tun und dich unglücklich zu machen, wirf mich halt weg 

Ich : Zufrieden ist nicht glücklich. Na dann ist das doch schön für dich. Danke, dass du wie immer so offen zu mir bist und ich das auch weiß. Ich meine, du bist ja anscheinend sehr glücklich darüber, dass es mindestens 2 andere gibt. 

Informatiker: Kann und muss ich dann mit leben 

Ich : Es sieht so aus, als könntest du das sehr gut. Zwei stehen in der Warteschleife, du bist glücklich darüber. Meinen Verlust wirst du nicht lange bedauern.

Informatiker : Nach meiner Scheidung steht für mich fest, dass es keine Frau der Welt jemals Wert ist, lange zu trauern. Ich liebe dich. Deswegen bin ich dir noch treu gewesen 

Ich : Ja... den Dreck unter deinen Fingernägeln bin ich dir nicht wert gewesen.

Informatiker : Möglichkeiten gab es durchaus schon. 

Ich : Noch treu gewesen. Schön

Informatiker : Als ob du anders tickst. 

Ich : Ich bin dir ja nun anscheinend nix wert. Du zerstörst mich doch systematisch

Informatiker : Was mache ich denn? Du drängst mich seit Wochen in die Ecke. Da wunderst du dich, dass ich Verständnis und Aufmerksamkeit suche.

Ich : Du warst mir noch treu? Scheint dir sehr schwer gefallen zu sein. Loch ist Loch. Du weißt nich mal was Liebe ist. Bei anderen oder was?

Informatiker : War nur mal in der Mittagspause essen oder spazieren. Kein Grund auszurasten. 

Ich : Dann erklärt sich ja nun doch einiges. Das glaub ich ja nicht

Informatiker : Du stehst im Kontakt mit min ein Ex und ich will gar nicht wissen, was du auf Facebook treibst. Was soll sich erklären? 

Ich : Ich schaue mich nicht seit Wochen nach ner anderen um

Informatiker: Habe halt weiter Freunde gesucht und gefunden 

Ich : Sei still, bitte sei einfach still Ich will das nicht hören!

Informatiker: Männlein als auch Weiblein. Wo ist das Problem? Willst Fotos haben?  

Ich: Bitte sei still. Bitte

Nun, dann folgten zwei Fotos. Eines war schwarz-weiß, lasziv, obwohl nur ein Gesicht zu sehen war und vom anderen grinste mich eine Fette aus London an. Ich dachte zuerst, dass es ein- und dieselbe Person sei. Es stellte sich aber raus, dass es zwei verschiedene Nutten Damen waren. Das war das finale Messer in meiner Brust. Mit wem war ich hier eigentlich zusammen? Was war das für ein Blender? Auch die Vorwürfe, die er mir machte... als ob ich anders ticke. Ja, ich ticke anders! Hätte ich jemanden kennen gelernt, hätte er es gewusst. Auch in mein Facebook hätte er zu jedem Zeitpunkt schauen können, denn Nachrichten kann man da auch nicht löschen, sie wandern höchstens ins Archiv und hätte ich etwas zu verbergen versucht, hätte er es entdeckt! Ich kann ja nicht von meinem Partner erwarten, dass er für mich, wie ein offenes Buch agiert, aber selber eines mit sieben Siegeln sein! Diese Doppelmoral fahre ich nicht. Ich weiß also bis heute nicht, was diese Vorwürfe sollten. 
Nachdem die Bilder kamen schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf - von irgendwelchen Fakefotos aus dem Internet, bishin zu dem Gefühl, dass ich nicht wusste, mit was für einem Menschen ich hier zusammen war. Ein Gefühl, wie mit dem Friesen, 100x schlimmer noch - ich bin komplett zusammengebrochen. Nach den Fotos ging es wie folgt weiter... man merkt übrigens, dass ich komplett in Tränen ausbrach, weil meine Rechtschreibung voll versagte, was sie normalerweise nicht einmal tut, wenn ich sehr betrunken bin:

Informatiker : Zufrieden? [~:-(]

Ich : Was soll das?

Informatiker : Du willst doch immer Alles ganz genau wissen. Wieder falsch? 

Ich : Du reibst mor deine flittchen unter die nase. Ich woll das nich wissen! Ichbwill noch wiseen üver wen du in der mittsgspause drüner rutscht Und dann hast du bilder von der Mehr als eins

Informatiker : Wieso versagt dein deutsch? 

Ich : Ich will das nich wissen

Informatiker : Das sind zwei... 

Ich : Ich will das nicht sehen

Informatiker : Nicht eine. Die verheiratete Schlampe* und die Fette*

Ich : Das is mir ehal. Behalt das für dich

Informatiker: Du siehst, keine Barbies oder so, wie du mir unterstellst

Ich : Ich wilö das nich wissen. ICH WILL DAS NICH HÖREN!

Informatiker : Einfach nur gute Freundinnen, die mir zuhören und mich nicht in eine Ecke drängen. Mich nicht andauernd in irgendwelche Schubladen stecken bzw zwingen 

Ich : Jetzt sei bitte einfach nur stil. Du musst mich nich noch mehr zerstören

Informatiker : Mir zuhören und mit Rat beiseite stehen, Die mir raten, an dir festzuhalten. Ich zerstöre dich kein Stück, das machst du selbst Du hast mich gezwungen, heimlich Freundschaften zu pflegen 

Ich : Die du potenziell ficken könntest. Zwei intereseentinnen über die du dich freust. Von denen ich nichrs weiß. Sei einfach still. Ich will nix mehr hören, bitte. Hör auf damit. Bitte.

Informatiker : Selber schuld. Sie wissen von dir und sie wissen, dass ich treu bin. Wo ist also dein Problem? 

Ich : Biite dei dtill du lügner. Ich wkl, jetzt nic  ehr von dir gären [Sollte heißen: Bitte sei endlich still, du Lügner. Ich will jetzt nix mehr von dir hören.]

Informatiker : FröhlichFröhlichFröhlich Hauptsache 15 Punkte im Deutschabi. Nochmal, wo ist dein Problem? 

Ich : Schluss jetzt hör auf

Informatiker: Jetzt rede endlich. 

*Namen wurden entsprechend meiner Empfindung verändert 

Doch dann antwortete ich nicht mehr. Ich bin in einem Meer aus Tränen aufgegangen. Ich konnte auch nichts mehr antworten, weil ich nichts mehr gesehen habe. 
Ich habe ihn dazu gezwungen, heimlich Freundschaften zu pflegen? Wie bitte? Ich dachte Freundschaft wär ein so schwer erreichbarer Titel bei ihm, dass ihn nur seine Freunde zu Hause bekämen und plötzlich sind irgendwelche daher gelaufenenSchlampen Damen seine besten Freundinnen? Und er konnte mir nichts davon erzählen? Das hat mich daran eigentlich am meisten geschockt, dass das alles hinter meinem Rücken geschah. 
Ich saß nur noch da und heulte, sprach zu mir selbst, dass ich das nicht noch einmal überstehe (gleiches Theater wie mit dem Friesen), dass ich das nicht noch einmal schaffen werde. Wie konnte ich mich nur so täuschen? Wie konnte ich nur so blöd sein und dem Informatiker einen Vertrauensbonus gewähren? Das Handy war das einzige, was ich niemals abgecheckt habe. Dafür verfluchte ich mich an dieser Stelle. Ich bin doch aufgrund meiner Vorgeschichten sowieso schon ein Mensch, der so ein abnormales Problem mit Vertrauen hat und dann gewähre ich einen Vertrauensbonus und bekomme das Messer in die Brust gerammt. Nie wieder werde ich diesen Fehler machen, jemanden mehr oder weniger, blind zu vertrauen. 
Ich wusste in diesem Moment genau, ich konnte nicht alleine bleiben. Ich brauchte jemanden, der für mich einen klaren Kopf behielt. Also schrieb ich L. und als sie nach einem kurzen Anruf merkte, was los war, dauerte es nicht lange und sie stand vor meiner Tür. Der Informatiker, dem ich ja unterdessen nicht mehr antwortete, fing dann an, mich per SMS weiter zuzutexten:

Kann dir auch hier schreiben. Jetzt fühlst du mal, wie es ist, in die Ecke gedrängt zu werden.

Ich hätte gestern Abend vielleicht meine Möglichkeit einfach nutzen sollen. Stattdessen setzte ich auf meine Liebe zu dir. An der du zweifelst.

Lauf halt weg. Bei dir gibt es wohl nur du hast recht, du zwingst anderen deine Meinung auf oder du rennst weg. Ich bin enttäuscht von dir.

Los, renn zu deinem hässlichen Ex oder such dir nen Soldaten. Nutze deinen Trieb, da bist du doch besonders gut drin. Erfinde wieder eine Geschichte, da bist du auch gut drin. Sind ja nur meine Gefühle

Willst du nun reden oder nicht?

Übrigens interessant, wie du mich bei der Anzahl deiner Männer und Dates belogen hast. Dein Blog ist sehr aufschlussreich. Da ziert wohl doch das S-Wort deine Stirn (*er meinte Schlampe). Wie konnte ich nur so auf dich hereinfallen?

 

Okay, er hätte seine Möglichkeit nutzen sollen? Als er ja angeblich nicht vorbei kommen konnte, weil er so im Arsch war und beim Zahnarzt, hätte er also seine Möglichkeit nutzen sollen. Als er unseren Streit nicht beilegen wollte, hätte er angeblich seine Chance ergreifen sollen. Interessant. 
Und welche Geschichte hätte ich erfinden sollen? Ich glaube eher, er ist derjenige, der sein ganzes Leben nur erfunden hat. 
Und bei der Anzahl meiner Männer und Dates habe ich ihn nie belogen! Weiß nicht, was ihm da in sein krankes Hirn gefahren ist. In dem Jahr vor ihm, gab es den Christen - von dem er wusste. Es gab den komischen Typ, mit dem ich mich vorher einmal getroffen hatte - von dem er wusste. Und dann gab es nur noch den, mit dem ich gleichzeitig schrieb, als ich den Informatiker kennen lernte, mit dem aber nichts weiter zustande kam - von dem wusste er auch. Ich weiß also nicht, an welcher Stelle er meinte, gelesen zu haben, dass es da noch jede Menge andere Kerle gab und was mich somit zur Schlampe machte, denn Sex hatte ich das gesamte Jahr über nur mit dem Friesen gehabt, bevor ich den Informatiker kannte. 

 

Nach seinem letzten Text war L. schon lange da und ich konnte trotzdem nicht aufhören zu weinen. L. schrieb ihm daraufhin eine SMS von meinem Telefon aus:

Hallo Informatiker hier ist L.. Es ist jetzt gut. Du kannst aufhören. Bitte tu uns allen den Gefallen und akzeptiere, dass Muffin eure Beziehung beendet hat und mach es nicht noch schlimmer.  

Seine Antworten darauf waren ungeheuerlich:

Ach, halts Maul du fette Schlampe. Muffin und beendet, lächerlich

Kannst ja einen deiner verheirateten Stecher mit ihr teilen. Dann lacht sie nicht mehr nur über dich. Fröhlich 

Halten wir mal fest, dass L. noch nie mit verheirateten Männer geschlafen hat und ich habe sowas auch nie behauptet. Vergeben, ja, aber nie und nimmer verheiratet. Und dass er sich das Recht heraus nimmt und sie als fett und Schlampe bezeichnet, ist unterstes Niveau. Ein einziges Mal hat er L. getroffen und da hatten sie nicht viel miteinander zu tun, dennoch bildete sich der Informatiker ein Urteil über sie und gab ihr nicht einmal noch die Chance, dieses Urteil zu revidieren.  Wie er über meine Freunde dachte, war auch schon des öfteren Streitthema bei uns. 

L. antwortete ganz cool, dass das kein Problem sei und wir das machen würden. Er antwortete noch einmal via SMS:

Viel Spaß. Muffin kommt eh zurück. Sie weiß, was ich ihr in vielerlei Hinsicht biete und sie wird ihre Fehler noch eingestehen und mich um Verzeihung bitten :D .

Daraufhin schrieben wir nichts mehr. Doch ca. eine viertel Stunde später kam im Chat noch einmal das gleiche Bild der Frau auf dem schwarz-weißen Foto. Doch dieses Mal zeigte es nicht nur ihr Gesicht, sondern auch ihren Körper in ein Negligé gehüllt. Dazu schrieb er noch "Du willst leiden? Dann leide... Das hast alleine du verursacht".

Wenn ich mir bis zu diesem Zeitpunkt durch den Kopf gehen lasse, dass er felsenfest behauptete, die Damen auf den Fotos seien Freunde, mit denen nichts lief und die ihm rieten, bei mir zu bleiben, fragte ich mich jetzt, warum er so ein anzügliches Bild von einer dieser Damen besaß. Weshalb schickt sie ihm sowas, wenn er doch angeblich kund tat, er sei vergeben und wieso um alles in der Welt behielt er es dann auch noch? Aber auf der anderen Seite bezeichnete er sie ja schon recht früh als zwei Interessentinnen. 

Circa 45min nach dieser Meldung schrieb er allen Ernstes "Gute Nacht, schlaf gut." Doch ich schlief nicht...

Fortsetzung folgt... 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenPoisonist schreibt am 20.12.2014 um 18:19 Uhr:Alleine bei den bissigen Nebenbemerkungen hätte ich schon einen Cut gemacht und wäre gegangen.. Das hätte ich mir nicht bieten lassen.. Du lässt echt viel zu viel mit dir machen! *drück*
  2. zitierenSweetFreedom schreibt am 20.12.2014 um 18:57 Uhr:Liebe Muffin,
    trau, schau wem...
    Ganz schnell abhaken, Krönchen richten, wieder aufsteigen und weiterreiten. Schade um die Gedanken, die Du Dir um ihn gemacht hast. 
    Das wird schon, der passende Partner ist schon irgendwo da draußen.
    *knuddel*
    SweetFreedom
Leider ging der Kommentar von redorange beim Wiederherstellen des Eintrages verloren :(

08.12.2014 um 19:42 Uhr

Materialistenschweinchen

Aus und vorbei, ich hab dir nicht gereicht
Ich gab dir alles, du konntest nie zufrieden sein
Den kleinen Finger, dann meinen ganzen Arm
Meine Geduld, meine Nerven und mein Verstand

Du tust mir nicht mehr weh
Und jetzt geh

Nimm alles mit, reiß alles raus
Was du willst und was du brauchst
Nimm alles mit, greif es dir
Doch mein Herz bleibt hier
Doch mein Herz bleibt hier
Bei mir


Du willst kaufen, kaufen und schneller laufen, laufen
Doch wenn du alles hast, bist du noch lang nicht satt
Optionen auf der Bank, ein dickes Haus am Strand
Und deine inneren Werte hängen im Kleiderschrank

Du tust mir nicht mehr weh
Bitte geh

Nimm alles mit, reiß alles raus
Was du willst und was du brauchst
Nimm alles mit, greif es dir
Doch mein Herz bleibt hier
Doch mein Herz bleibt hier
Bei mir

Auf den billigen Plätzen sind die netteren Leute
Auf den kleinen Hochzeiten gibt's die schöneren Bräute
Ich schlafe lieber im Zelt als im teuren Hotel
Die schönsten Dinge der Welt bekommt man ohne Geld

Du tust mir nicht mehr weh
Jetzt geh

Nimm alles mit, reiß alles raus
Was du willst und was du brauchst
Nimm alles mit, greif es dir
Doch mein Herz bleibt hier
Doch mein Herz bleibt hier
Bei mir

*Madsen - Mein Herz bleibt hier* 

05.12.2014 um 17:11 Uhr

Jupiter Jones

Hey! 

Und alles Glück der Welt,

wenn es das ist, was du brauchst!

Sag nicht, ich hätt' dich nicht gewarnt,

wenn am Schluss die Seele raucht. 

Und alles Glück der Welt,

wenn es das ist, was du willst!

Hattest Recht, als du mir sagtest:

"Das wird alles halb so wild." 

03.12.2014 um 14:53 Uhr

Rücksichtslos

 

Wenn ich mich daran erinnere, wie es letztes Jahr um diese Zeit war... Es war einer, der schönsten Monate des Jahres. Ich war so verknallt in dich und wir konnten gar nicht genug voneinander bekommen. Wann immer wir nicht telefonierten, schrieben wir. Wann immer wir nicht schrieben, telefonierten wir - naja und ab und zu haben wir auch mal geschlafen oder so. Es war so toll! Wenn ich daran zurück denke, dann weiß ich noch ganz genau, wie ich mich vor einem Jahr fühlte, mit dir fühlte. Glücklich. Verknallt. Es war echt.

 

Und jetzt weiß ich nicht mehr, was an dieser Beziehung in den letzten Monaten überhaupt noch echt war. Du hast mich betrogen.
Vielleicht bist du nicht fremd gegangen, aber du hast mich betrogen. Und alles, was da jetzt noch ist, ist ein riesen Scherbenhaufen. 

Du sprichst von Liebe und weißt doch nicht, was es ist.

Du sprichst von aufrichtigen Entschuldigungen und nimmst trotz alledem das Wörtchen 'teilweise' in den Mund. Nicht mal, du klimperst es lediglich in die Tasten.

Es ist, als würde ich jeden Morgen aufwachen mit dem Wissen, dass mein bester Freund gestorben ist.