*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

20.12.2014 um 16:59 Uhr

Niveaulos

 

Nun, ich denke, dies hier werden die letzten Einträge zum Thema Informatiker werden. Danach wird sich dieses Kapitel für mich hoffentlich für immer schließen. Ich habe mich die letzten Wochen ja sehr bedeckt gehalten, was dieses Thema anging, denn ich brauchte Ruhe um mich herum. Und doch gibt es diesen Zeitpunkt, an dem ich es niederschreiben muss, denn ich brauche es für mich, für meine Erinnerungen, meine Gefühle, meine Welt, mein Chaos, für die Summe meiner Teile. Zu gerne würde ich wohl das gesamte letzte Jahr aus meinem Gedächtnis streichen, aber das kann ich nicht. Es ist ein Teil von mir und gehört genauso zu meiner Geschichte, wie alle anderen vor dem Informatiker auch. Es ist mir egal, ob er selbst es lesen wird, denn er liest mittlerweile in meinem Blog, wie manch anderer in der Tageszeitung. Ich möchte mit diesem "Menschen" einfach abschließen und dazu gehört nun mal auch ein abschließender Eintrag.

 

Die Vorgeschichte

Wir verbrachten das vorletzte Novemberwochenende zusammen. Es war das Wochenende seines Geburtstages und es war auch ein Wochenende, an dem ich meine Regelblutung bekommen sollte. Normalerweise bekomme ich diese immer in der Nacht von Samstag auf Sonntag, doch nicht an diesem Wochenende. Auch am Sonntag ließ sich die rote Dame nicht bei mir blicken. Natürlich bereitet einem das Sorgen, wenn man sich doch sonst immer auf die Pille verlassen kann und auch so nicht wirklich etwas anstellte, weshalb sie dieses Mal versagen sollte. Es ist mir früher schon einmal passiert, dass ich meine Regel erst Montagabend bekam, aber das ist wirklich schon eine halbe Ewigkeit her. In meiner Ehrlichkeit berichtete ich dem Informatiker davon und so kam es dazu, dass wir am Montagmorgen im Auto saßen und uns über den 'Was-wäre-wenn-Fall' unterhielten. Obwohl der Informatiker genau wusste, wie ich zu diesem Thema stehe, war das erste, was er in den Mund nahm, das Wörtchen "Abtreibung". 
Wenn wir früher im Scherze darüber redeten, sagte er oft, dass er es sich ja leisten könne und lieber heute, als morgen mit seinen vier Kindern, die er sich wünsche, anfangen wolle. Doch an diesem Montagmorgen, als es bitterer Ernst wurde, war von alldem nichts mehr zu hören. Abtreibung - dass er das wirklich dachte und auch noch laut aussprach, machte mich fassungslos und auch sonst vermittelte er mir die ganze Zeit den Eindruck, ich würde sein Leben zerstören, hätte ich tatsächlich einen Braten in der Röhre. Einen Vaterschaftstest wolle er dann übrigens auch haben. Ach ja und dass meine Eltern das Kind sehen, möchte er übrigens auch nicht, falls es denn so wäre. 
Wie bitte?! Vaterschaftstest? Meine Eltern, die ihr Enkelkind nicht sehen sollten, weil sie HartIV-Empfänger sind? Und hier sei mal angemerkt, dass meine Eltern nicht dumm sind. Okay, vielleicht leben sie nicht unbedingt so, wie andere es von ihnen erwarten würden, aber sie sind sehr kluge Menschen mit dem Herzen am rechten Fleck! Sie genügen lediglich nicht den gesellschaftlichen Ansprüchen und offenbar auch nicht denen des Informatikers. Die Frechheit dabei ist, dass er meine Eltern nicht einmal kennt, auch nicht kennen lernen wollte, sie nur von meinen Erzählungen her beurteilte und sie dennoch verurteilte. Er hält sich ganz klar für etwas Besseres. Doch am Ende ist er nur ein Etwas. 
All diese Dinge brachten mich dazu, dass mir noch im Auto die Tränen kamen. Er benahm sich wieder einmal wie ein totaler Arsch. Doch dann fragte er mich, wieso ich weinte. Ich sagte ihm, dass ich das Gefühl habe, ich würde sein Leben zerstören, wenn ich schwanger sei. Daraufhin nahm er meine Hand und wurde ganz sanft, sagte, dass ich das bestimmt nicht täte und er definitiv hinter mir stehen würde, dass wir das gemeinsam schaffen würden. Dann stieg ich aus dem Auto, er fuhr weiter zur Arbeit und ich lief geradewegs in die Drogerie, um mir einen Test zu kaufen. Ich hatte mir in meinem ganzen Leben noch nie einen Test gekauft, aber vermutlich machten wir beide uns gegenseitig so verrückt, dass ich einfach das Bedürfnis hatte, mir einen zu besorgen. Vorgenommen hatte ich mir aber, erst am Dienstag drauf zu pinkeln, falls ich meine Regel dann noch immer nicht gehabt hätte. Zu Hause angekommen schrieb ich dem Informatiker, dass ich mir einen Test kaufte und auch hier war seine Reaktion wieder sehr süß und vermittelte ein Gefühl von Sicherheit: "Hallo Schatz, lass dich nicht herunterziehen. Ich hoffe, dass du nicht schwanger bist. Falls doch, kriegen wir das auch hin." Und im Laufe des Vormittages gab es dann zum Glück auch Entwarnung. Dennoch  eskalierte die Situation gleich darauf.

Der Informatiker bekam Angst, vertraute plötzlich weder der Pille, noch mir, wollte für eine gewisse Zeit auf Kondome umsteigen. Das hat mich sehr aufgeregt, denn ich mag diese Dinger in einer festen Partnerschaft einfach nicht. Für ihn machen sie angeblich keinen Unterschied, für mich aber schon. Außerdem war für mich bewiesen, dass ja nun doch Verlass auf die Pille ist, also war diese Diskussion einfach überflüssig. Doch damit nicht genug. Ich musste mir auch vorwerfen lassen, dass ich nicht auf meinen Körper achte. Ja, es stimmt, ich übergebe mich häufiger, als andere Menschen und auch so machen mir Magen und Darm oft Probleme und trotzdem renne ich nicht zum Arzt, weil ich eine Ärztephobie habe. 
Doch ich musste mir auch sagen lassen, dass ich wegen dieser Phobie nicht regelmäßig zum Frauenarzt ginge und das stimmte einfach nicht! Ich kann gar nicht zum FA, nur um mein Rezept zu holen, denn das bekommt man ohne Untersuchung gar nicht und die Krankenkasse zahlt mittlerweile auch nur noch die Untersuchung einmal im Jahr und diese muss ich ja machen lassen und lasse ich auch machen. Das alles machte mich so wütend, dass ich zu ihm sagte, dass wir uns wohl mal ernsthaft unterhalten müssten und ich setzte ihm das Messer auf die Brust, machte ernsthafte Andeutungen, die Beziehung zu beenden, wieder einmal. Es kam in den letzten Wochen öfter vor, dass ich darüber nachdachte und diese Möglichkeit als Lösung in Betracht zog. Aber nicht, ohne mit ihm noch einmal darüber zu reden. Ich sagte nicht, dass ich Schluss machen wollte, dennoch verstand er es so, sagte aber in seinem Narzissmus, dass eine Trennung 'nicht zur Debatte stünde', versuchte mich zu beruhigen, doch ich war längst in Rage. Und so steigerte auch der Informatiker sich immer mehr in die Sache hinein, warf mir vor, ich wäre feige, egoistisch und unfair und noch so manch anderes. Ich beharrte darauf, dass ich persönlich mit ihm reden wolle. Er hat sich öfter schon darüber beschwert, dass wir über unsere Probleme nur schreiben und selten reden könnten und dieses Mal wollte ich dem ganzen einfach gleich entgegen wirken. Doch der Informatiker verstand es wohl so, dass ich lieber persönlich mit ihm Schluss machen wolle, als im Chat und so wirkte er mit aller Gewalt meinem Vorschlag entgegen, sich persönlich zu unterhalten. Doch dann lenkte er schließlich doch ein und schrieb ich solle gegen 20Uhr bei ihm im Wohnort sein. Das war keine Bitte und es war auch keine Frage - es war ein Befehl. Ein Befehl, dem ich nicht bereit war, Folge zu leisten. 
Ich sagte, dass ich nicht kommen würde und er sagte, dass er mich auch nicht abholen würde. Ich antwortete, dass ich das auch nicht verlangen würde, wir uns aber auf neutralem Boden treffen sollten, um zu reden. Damit habe ich dann wohl die kleine Flamme erneut zum lodern gebracht, denn im Kopf des Informatikers trifft man sich wohl nur auf neutralem Boden, um die Beziehung zu beenden. Ich sage es an dieser Stelle noch einmal: Das hatte ich nie vor. Ich hatte es zwar durchaus als Lösung in Betracht gezogen, aber es war nicht das, was ich wollte. Trotzdem folgten noch mehr Vorwürfe, dass ich uns heute zerstört hätte; dass das keine Beziehung sei, da ich Weihnachten und Silvester lieber zu Hause verbringe und so weiter. Und dann war es plötzlich still. Bis abends noch ein "Gute Nacht" von ihm kam. Das war für mich der Silberstreif am Horizont. Zum Geburtstag schenkte ich dem Herrn ein Erinnerungs-Foto-Album von uns beiden, in dem auch wenige Dinge standen, die ich an ihm hasse. Einer dieser Punkte war, wenn er mir nicht gute Nacht sagt. Und nach diesem Streit kam es. Es war meine Hoffnung.

Am Dienstag war unsere Konversation jedoch kurz und schmerzlos:

Informatiker: Guten Morgen. Hast du trotz unseres Stress halbwegs gut geschlafen? 

Ich : Guten Morgen. Ich schlafe nur noch seitdem. Und du so?

Informatiker : Ich funktioniere... 

Ich : Auch im Schlaf?

Informatiker: Wenn ich denn schlafe... Wann willst du nach Hause fahren? Willst du mich wirklich bis Januar alleine lassen? 

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich dem Informatiker sagte, wenn er nicht mit mir reden könne, ich dann nach Hause fahren würde und diese Beziehung damit ein Ende für mich hätte. Natürlich wollte ich ihn am Vortag damit drängen, ich wollte eine Reaktion erzwingen. 

Ich : Wenn du nicht in der Lage bist, mit mir zu reden...

Informatiker: Will ich ja 
Will dich nicht verlieren. 
Morgen würde ich gerne mit dir reden 

Ich : Was passt dir denn an heute nicht in den Kram?

Informatiker: Fühle mich nicht so besonders. Bin irgendwie voll im Arsch 

Informatiker, eine Stunde später, nachdem ich nicht antwortete: War heute beim Zahnarzt, wie du weißt. 

Ich, sehr viel später : Um welche Zeit? 

 

Ich war sehr sauer am Dienstag! Wir hatten am Montag einen riesen Krach und dass wir an diesem Tag nicht mehr miteinander reden würden, war absehbar. Doch ich sagte ihm, drohte ihm damit, nach Hause zu fahren und er tat einfach nichts. Auch meine letzte Frage nach der Uhrzeit hat er noch gelesen, jedoch nicht darauf geantwortet. Es sollte sich wenig später herausstellen, dass er mich bereits da bis zum Mond und zurück belog.
Am Dienstag gab es dann auch keine gute Nacht-Wünsche mehr. Ich war sauer und zwar sehr! Das führte dazu, dass ich am Mittwoch nicht mit schrieb. Ich wollte das klären und er wollte - ja, was eigentlich?

 

Das Gespräch

 

Dadurch, dass ich am Mittwoch auf keinen seiner technischen Versuche, mich zu kontaktieren, einging, provozierte ich eine Reaktion. Nämlich die, dass er vorbei kommt. Und so stand er gegen Abend vor meiner Tür, um mit mir zu reden. Doch, was ich mir von diesem Gespräch erhoffte, war nicht das, was ich bekam. 
Zu erst einmal setzte er sich wie so ein Pascha mit dicken Eiern breitbeinig auf mein Bett. Wie der Überking saß er da und das machte mich unbewusst unglaublich aggressiv. Später schaute er dann noch ständig auf seine Uhr, was mich noch wütender machte. Als wäre ich nur ein Termin, den er gerade so dazwischen quetschen konnte. Er wollte am Donnerstag in seine alte Heimat fahren und musste noch packen, so rechtfertigte er das ständige auf die Uhr schauen. Ich fand es sehr dreist. Immerhin stand unsere Beziehung auf dem Spiel und ihn interessierte nur sein ungepackter Koffer. Doch das war nicht alles, aus seinem Mund kam nur Durchfall. Wir sind die einzelnen Gesprächspunkte vom Montag noch einmal durchgegangen. 
Das mit der Abtreibung sagte er angeblich, weil er geschockt war. Normalerweise würde er diese Ansicht auch nicht vertreten. He, tut der so, als wäre das an mir spurlos vorbei gegangen? Als hätte ich mich über einen Braten in der Röhre gefreut, gerade jetzt, wo es mit dem Studium alles andere, als rosig läuft? Und dennoch würde ich niemals über Abtreibung nachdenken. Trotzdem konnte ich diesen Punkt seiner Haltung nachvollziehen. 
Dann ging es weiter mit dem Vaterschaftstest und er wollte mir schon am Montag im Auto vermitteln, dass dies nichts Persönliches sei. Von seiner Ex hätte er das auch verlangt, wäre es soweit gekommen und von jeder, die nach mir käme, würde er es auch verlangen. Doch ich machte ihm lautstark deutlich, dass dies immer etwas Persönliches sei. Es ist das grundsätzliche Misstrauen, das grundsätzliche Zutrauen, dass ich zum einem fremd gegangen wäre und ihm zum anderen auch noch ein Kuckuckskind ins Nest setzen würde. Er sagte zu mir, dass es für diesen unbedingt gewollten Vaterschaftstest auch noch zwei andere Gründe geben würde, die er mir aber nicht sagen könne, seine Freunde wüssten sie aber. 
Was soll das? Warum muss er mir das auf die Nase binden? Er weiß doch genau, wie ich bin...seine Freunde wissen es, aber mir kann er es nicht sagen? Spasti. Vermutlich kann er keine Kinder zeugen. Ist der einzige Grund, der mir einfällt... Achja und wo wir gerade bei seinen Freunden sind - Ich mochte sie ja eigentlich. Alle kamen mir beim O-Fest sehr sympathisch vor, aber im Grunde sind sie wohl auch nur gefühlsmäßig verkrüppelte Einzeller. Denn als der Informatiker ihnen mitteilte, dass ich vielleicht schwanger sein könnte, sollen alle gesagt haben, dass er mich in den Wind schießen solle. Sehr erwachsen, meine Herren! Doch seine angebliche Antwort darauf war beinahe nicht mehr zu toppen - Wäre ich schwanger, dann müsse er ja so oder so zahlen, dann könne er auch gleich mit mir zusammen bleiben. Wahre Liebe! Und einer seiner Freunde, er verrate mir aber nicht welcher, hätte ihn gefragt, was er denn mit mir Trostpreis wolle. Dieses Wort wäre schon lange nicht mehr gefallen. Ob ich wisse, was ein Trostpreis sei. Er sehe das ja nicht so. Dass er das nicht so sieht, greifen wir an einem späteren Punkt noch einmal auf. Während er mir das alles so erzählte, saß er beinahe grinsend auf dem Bett.
Die Sache mit meinen Eltern meinte er übrigens sehr ernst. Er möchte nicht, dass sein Kind in eine Flodder-Familie käme. Vielleicht läge es auch nur an meinen Erzählungen, die sicher zum Teil übertrieben waren, aber jedenfalls möchte er es nicht. Ich fragte ihn, ob das so sei, weil er aus einer Spießerfamilie stamme. Das dementierte er, er käme aus einer normalen Arbeiterfamilie. Na, Moment mal! War es nicht seine Mutter, die irgendwann mal eine Ausbildung machte, aber nie gearbeitet hatte, weil sie sich von ihrem Mann aushalten ließ? Seine Mutter, um deren Existenz er bangte, weil sein Vater lebensbedrohlich erkrankt war und sie dann voraussichtlich finanziell nicht mehr zurecht käme? Arbeiterfamilie...ist schon klar. Vom Bruder ganz zu schweigen. Manche Leute sollten vielleicht erst einmal vor ihrer eigenen Türe kehren, bevor sie vor andere scheißen.
Irgendwann war mir das alles auch zu viel. Ich sagte, dass ich für diese Probleme, die jetzt aufgetaucht sind, keine Lösung finden würde. Alle anderen Streitereien vorher konnten wir klären und aus der Welt schaffen, aber das hier ginge nicht so einfach. Er sah das lockerer. Wir sollten halt irgendwann noch einmal darüber reden und dann würde das schon wieder werden. Er sehe das zuversichtlich und wolle auch nicht, dass die Beziehung vorbei sei. Irgendwann sagte ich gar nichts mehr, weil ich einfach nichts mehr zu sagen hatte. Ich war wie breitgeschlagen von seinen Einstellungen, seiner Erscheinung und dem, was er von sich gab. Er sagte, ich würde aussehen, als würde ich gleich komplett ausrasten und ihm irgendwas um die Ohren hauen. Ich entgegnete, dass ich die Ruhe selbst sei und nicht wütend, sondern enttäuscht und traurig. Er beendete die Stille recht schnell, sagte, er müsse ja noch packen, ging aufs Klo und sagte dann zum Abschied, dass ich es mir überlegen solle, er denke, man könne über alles noch mal reden und dass er sich melden würde, wenn er zu Hause sei und wenn er ins Bett ginge. Dann ging er. Ich blieb zurück und musste heulen.

 

Der Showdown

 

Ich musste vor allem deswegen weinen, weil ich meinen Informatiker kaum wieder erkannte und das ging mir zum Oktoberfest schon einmal so. Wer war dieser Mensch bloß, der da gerade da war? Hatte er Recht und wir würden das nur vom drüber reden wieder hinbekommen? Lag ich von meinem Gefühl her so falsch? Ich konnte das nicht. Ich wollte das auch nicht. Und das teilte ich ihm in einem ellenlangen Text mit, wie ich sie schon öfter schrieb. Zählte ihm endlos viele Dinge auf, weshalb wir nicht zusammen passen würden und was er meiner Meinung nach für eine Person brauchen würde. Normalerweise ist er dann derjenige von uns beiden, der voller Zuversicht sagt, dass er so eine Frau ganz sicher nicht brauchen würde und dass er nur mich wolle, dass ich perfekt für ihn sei, wie ich bin und er mich mit all meinen Macken liebe würde, dass es das doch erst interessant machen würde, dass ich sein Jackpot bin, dass er mich nicht verlieren wolle und und und... Doch dieses Mal nicht. Vielleicht habe ich das erwartet, weil es immer so war, weil er immer derjenige war, der nie meine Hand losließ, wenn ich wieder wegrennen wollte. Das liebte ich sehr an ihm und das wusste er auch. Doch dieses Mal bekam ich als Antwort, dass ich besser an mir arbeiten sollte, als den Kopf in den Sand zu stecken. Doch ich sagte, dass es gewisse Dinge geben würde, an denen ich nicht arbeiten wolle. Und dann folgte ein Gesprächsabschnitt, der mich so tief verletzte, dass ich es nicht in Worte fassen kann:

Informatiker : Wenn du mich nicht mehr willst, finde ich auch eine andere. Lange hast du nicht Zeit, deinen  Fehler rückgängig zu machen. Du glaubst doch nicht, dass es keine Interessentinnen gibt. Fröhlich  

Ich : Es ist leichter für dich jmd besseren zu finden. Da sagst du es selbst, siehst du.

Informatiker : Ob besser, keine Ahnung. Ist mir auch egal derzeit 

Ich : Ich bin mir sicher, es gibt viele, die dich wollen und so viel besser zu dir passen.

Informatiker: Ich weiß, was ich an dir habe und damit bin ich sehr zufrieden. Ja, zwei gibt es in jedem Fall. Fröhlich
Ist ja auch egal. Du schätzt dich und was ich über dich denke und für dich empfinde viel zu negativ ein Und du wirst nach mir wieder an einem Ekeltypen wie den Friesen oder den, dessen Name nicht genannt werden darf geraten Wenn du darauf stehst, dir selbst weh zu tun und dich unglücklich zu machen, wirf mich halt weg 

Ich : Zufrieden ist nicht glücklich. Na dann ist das doch schön für dich. Danke, dass du wie immer so offen zu mir bist und ich das auch weiß. Ich meine, du bist ja anscheinend sehr glücklich darüber, dass es mindestens 2 andere gibt. 

Informatiker: Kann und muss ich dann mit leben 

Ich : Es sieht so aus, als könntest du das sehr gut. Zwei stehen in der Warteschleife, du bist glücklich darüber. Meinen Verlust wirst du nicht lange bedauern.

Informatiker : Nach meiner Scheidung steht für mich fest, dass es keine Frau der Welt jemals Wert ist, lange zu trauern. Ich liebe dich. Deswegen bin ich dir noch treu gewesen 

Ich : Ja... den Dreck unter deinen Fingernägeln bin ich dir nicht wert gewesen.

Informatiker : Möglichkeiten gab es durchaus schon. 

Ich : Noch treu gewesen. Schön

Informatiker : Als ob du anders tickst. 

Ich : Ich bin dir ja nun anscheinend nix wert. Du zerstörst mich doch systematisch

Informatiker : Was mache ich denn? Du drängst mich seit Wochen in die Ecke. Da wunderst du dich, dass ich Verständnis und Aufmerksamkeit suche.

Ich : Du warst mir noch treu? Scheint dir sehr schwer gefallen zu sein. Loch ist Loch. Du weißt nich mal was Liebe ist. Bei anderen oder was?

Informatiker : War nur mal in der Mittagspause essen oder spazieren. Kein Grund auszurasten. 

Ich : Dann erklärt sich ja nun doch einiges. Das glaub ich ja nicht

Informatiker : Du stehst im Kontakt mit min ein Ex und ich will gar nicht wissen, was du auf Facebook treibst. Was soll sich erklären? 

Ich : Ich schaue mich nicht seit Wochen nach ner anderen um

Informatiker: Habe halt weiter Freunde gesucht und gefunden 

Ich : Sei still, bitte sei einfach still Ich will das nicht hören!

Informatiker: Männlein als auch Weiblein. Wo ist das Problem? Willst Fotos haben?  

Ich: Bitte sei still. Bitte

Nun, dann folgten zwei Fotos. Eines war schwarz-weiß, lasziv, obwohl nur ein Gesicht zu sehen war und vom anderen grinste mich eine Fette aus London an. Ich dachte zuerst, dass es ein- und dieselbe Person sei. Es stellte sich aber raus, dass es zwei verschiedene Nutten Damen waren. Das war das finale Messer in meiner Brust. Mit wem war ich hier eigentlich zusammen? Was war das für ein Blender? Auch die Vorwürfe, die er mir machte... als ob ich anders ticke. Ja, ich ticke anders! Hätte ich jemanden kennen gelernt, hätte er es gewusst. Auch in mein Facebook hätte er zu jedem Zeitpunkt schauen können, denn Nachrichten kann man da auch nicht löschen, sie wandern höchstens ins Archiv und hätte ich etwas zu verbergen versucht, hätte er es entdeckt! Ich kann ja nicht von meinem Partner erwarten, dass er für mich, wie ein offenes Buch agiert, aber selber eines mit sieben Siegeln sein! Diese Doppelmoral fahre ich nicht. Ich weiß also bis heute nicht, was diese Vorwürfe sollten. 
Nachdem die Bilder kamen schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf - von irgendwelchen Fakefotos aus dem Internet, bishin zu dem Gefühl, dass ich nicht wusste, mit was für einem Menschen ich hier zusammen war. Ein Gefühl, wie mit dem Friesen, 100x schlimmer noch - ich bin komplett zusammengebrochen. Nach den Fotos ging es wie folgt weiter... man merkt übrigens, dass ich komplett in Tränen ausbrach, weil meine Rechtschreibung voll versagte, was sie normalerweise nicht einmal tut, wenn ich sehr betrunken bin:

Informatiker : Zufrieden? [~:-(]

Ich : Was soll das?

Informatiker : Du willst doch immer Alles ganz genau wissen. Wieder falsch? 

Ich : Du reibst mor deine flittchen unter die nase. Ich woll das nich wissen! Ichbwill noch wiseen üver wen du in der mittsgspause drüner rutscht Und dann hast du bilder von der Mehr als eins

Informatiker : Wieso versagt dein deutsch? 

Ich : Ich will das nich wissen

Informatiker : Das sind zwei... 

Ich : Ich will das nicht sehen

Informatiker : Nicht eine. Die verheiratete Schlampe* und die Fette*

Ich : Das is mir ehal. Behalt das für dich

Informatiker: Du siehst, keine Barbies oder so, wie du mir unterstellst

Ich : Ich wilö das nich wissen. ICH WILL DAS NICH HÖREN!

Informatiker : Einfach nur gute Freundinnen, die mir zuhören und mich nicht in eine Ecke drängen. Mich nicht andauernd in irgendwelche Schubladen stecken bzw zwingen 

Ich : Jetzt sei bitte einfach nur stil. Du musst mich nich noch mehr zerstören

Informatiker : Mir zuhören und mit Rat beiseite stehen, Die mir raten, an dir festzuhalten. Ich zerstöre dich kein Stück, das machst du selbst Du hast mich gezwungen, heimlich Freundschaften zu pflegen 

Ich : Die du potenziell ficken könntest. Zwei intereseentinnen über die du dich freust. Von denen ich nichrs weiß. Sei einfach still. Ich will nix mehr hören, bitte. Hör auf damit. Bitte.

Informatiker : Selber schuld. Sie wissen von dir und sie wissen, dass ich treu bin. Wo ist also dein Problem? 

Ich : Biite dei dtill du lügner. Ich wkl, jetzt nic  ehr von dir gären [Sollte heißen: Bitte sei endlich still, du Lügner. Ich will jetzt nix mehr von dir hören.]

Informatiker : FröhlichFröhlichFröhlich Hauptsache 15 Punkte im Deutschabi. Nochmal, wo ist dein Problem? 

Ich : Schluss jetzt hör auf

Informatiker: Jetzt rede endlich. 

*Namen wurden entsprechend meiner Empfindung verändert 

Doch dann antwortete ich nicht mehr. Ich bin in einem Meer aus Tränen aufgegangen. Ich konnte auch nichts mehr antworten, weil ich nichts mehr gesehen habe. 
Ich habe ihn dazu gezwungen, heimlich Freundschaften zu pflegen? Wie bitte? Ich dachte Freundschaft wär ein so schwer erreichbarer Titel bei ihm, dass ihn nur seine Freunde zu Hause bekämen und plötzlich sind irgendwelche daher gelaufenenSchlampen Damen seine besten Freundinnen? Und er konnte mir nichts davon erzählen? Das hat mich daran eigentlich am meisten geschockt, dass das alles hinter meinem Rücken geschah. 
Ich saß nur noch da und heulte, sprach zu mir selbst, dass ich das nicht noch einmal überstehe (gleiches Theater wie mit dem Friesen), dass ich das nicht noch einmal schaffen werde. Wie konnte ich mich nur so täuschen? Wie konnte ich nur so blöd sein und dem Informatiker einen Vertrauensbonus gewähren? Das Handy war das einzige, was ich niemals abgecheckt habe. Dafür verfluchte ich mich an dieser Stelle. Ich bin doch aufgrund meiner Vorgeschichten sowieso schon ein Mensch, der so ein abnormales Problem mit Vertrauen hat und dann gewähre ich einen Vertrauensbonus und bekomme das Messer in die Brust gerammt. Nie wieder werde ich diesen Fehler machen, jemanden mehr oder weniger, blind zu vertrauen. 
Ich wusste in diesem Moment genau, ich konnte nicht alleine bleiben. Ich brauchte jemanden, der für mich einen klaren Kopf behielt. Also schrieb ich L. und als sie nach einem kurzen Anruf merkte, was los war, dauerte es nicht lange und sie stand vor meiner Tür. Der Informatiker, dem ich ja unterdessen nicht mehr antwortete, fing dann an, mich per SMS weiter zuzutexten:

Kann dir auch hier schreiben. Jetzt fühlst du mal, wie es ist, in die Ecke gedrängt zu werden.

Ich hätte gestern Abend vielleicht meine Möglichkeit einfach nutzen sollen. Stattdessen setzte ich auf meine Liebe zu dir. An der du zweifelst.

Lauf halt weg. Bei dir gibt es wohl nur du hast recht, du zwingst anderen deine Meinung auf oder du rennst weg. Ich bin enttäuscht von dir.

Los, renn zu deinem hässlichen Ex oder such dir nen Soldaten. Nutze deinen Trieb, da bist du doch besonders gut drin. Erfinde wieder eine Geschichte, da bist du auch gut drin. Sind ja nur meine Gefühle

Willst du nun reden oder nicht?

Übrigens interessant, wie du mich bei der Anzahl deiner Männer und Dates belogen hast. Dein Blog ist sehr aufschlussreich. Da ziert wohl doch das S-Wort deine Stirn (*er meinte Schlampe). Wie konnte ich nur so auf dich hereinfallen?

 

Okay, er hätte seine Möglichkeit nutzen sollen? Als er ja angeblich nicht vorbei kommen konnte, weil er so im Arsch war und beim Zahnarzt, hätte er also seine Möglichkeit nutzen sollen. Als er unseren Streit nicht beilegen wollte, hätte er angeblich seine Chance ergreifen sollen. Interessant. 
Und welche Geschichte hätte ich erfinden sollen? Ich glaube eher, er ist derjenige, der sein ganzes Leben nur erfunden hat. 
Und bei der Anzahl meiner Männer und Dates habe ich ihn nie belogen! Weiß nicht, was ihm da in sein krankes Hirn gefahren ist. In dem Jahr vor ihm, gab es den Christen - von dem er wusste. Es gab den komischen Typ, mit dem ich mich vorher einmal getroffen hatte - von dem er wusste. Und dann gab es nur noch den, mit dem ich gleichzeitig schrieb, als ich den Informatiker kennen lernte, mit dem aber nichts weiter zustande kam - von dem wusste er auch. Ich weiß also nicht, an welcher Stelle er meinte, gelesen zu haben, dass es da noch jede Menge andere Kerle gab und was mich somit zur Schlampe machte, denn Sex hatte ich das gesamte Jahr über nur mit dem Friesen gehabt, bevor ich den Informatiker kannte. 

 

Nach seinem letzten Text war L. schon lange da und ich konnte trotzdem nicht aufhören zu weinen. L. schrieb ihm daraufhin eine SMS von meinem Telefon aus:

Hallo Informatiker hier ist L.. Es ist jetzt gut. Du kannst aufhören. Bitte tu uns allen den Gefallen und akzeptiere, dass Muffin eure Beziehung beendet hat und mach es nicht noch schlimmer.  

Seine Antworten darauf waren ungeheuerlich:

Ach, halts Maul du fette Schlampe. Muffin und beendet, lächerlich

Kannst ja einen deiner verheirateten Stecher mit ihr teilen. Dann lacht sie nicht mehr nur über dich. Fröhlich 

Halten wir mal fest, dass L. noch nie mit verheirateten Männer geschlafen hat und ich habe sowas auch nie behauptet. Vergeben, ja, aber nie und nimmer verheiratet. Und dass er sich das Recht heraus nimmt und sie als fett und Schlampe bezeichnet, ist unterstes Niveau. Ein einziges Mal hat er L. getroffen und da hatten sie nicht viel miteinander zu tun, dennoch bildete sich der Informatiker ein Urteil über sie und gab ihr nicht einmal noch die Chance, dieses Urteil zu revidieren.  Wie er über meine Freunde dachte, war auch schon des öfteren Streitthema bei uns. 

L. antwortete ganz cool, dass das kein Problem sei und wir das machen würden. Er antwortete noch einmal via SMS:

Viel Spaß. Muffin kommt eh zurück. Sie weiß, was ich ihr in vielerlei Hinsicht biete und sie wird ihre Fehler noch eingestehen und mich um Verzeihung bitten :D .

Daraufhin schrieben wir nichts mehr. Doch ca. eine viertel Stunde später kam im Chat noch einmal das gleiche Bild der Frau auf dem schwarz-weißen Foto. Doch dieses Mal zeigte es nicht nur ihr Gesicht, sondern auch ihren Körper in ein Negligé gehüllt. Dazu schrieb er noch "Du willst leiden? Dann leide... Das hast alleine du verursacht".

Wenn ich mir bis zu diesem Zeitpunkt durch den Kopf gehen lasse, dass er felsenfest behauptete, die Damen auf den Fotos seien Freunde, mit denen nichts lief und die ihm rieten, bei mir zu bleiben, fragte ich mich jetzt, warum er so ein anzügliches Bild von einer dieser Damen besaß. Weshalb schickt sie ihm sowas, wenn er doch angeblich kund tat, er sei vergeben und wieso um alles in der Welt behielt er es dann auch noch? Aber auf der anderen Seite bezeichnete er sie ja schon recht früh als zwei Interessentinnen. 

Circa 45min nach dieser Meldung schrieb er allen Ernstes "Gute Nacht, schlaf gut." Doch ich schlief nicht...

Fortsetzung folgt... 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenPoisonist schreibt am 20.12.2014 um 18:19 Uhr:Alleine bei den bissigen Nebenbemerkungen hätte ich schon einen Cut gemacht und wäre gegangen.. Das hätte ich mir nicht bieten lassen.. Du lässt echt viel zu viel mit dir machen! *drück*
  2. zitierenSweetFreedom schreibt am 20.12.2014 um 18:57 Uhr:Liebe Muffin,
    trau, schau wem...
    Ganz schnell abhaken, Krönchen richten, wieder aufsteigen und weiterreiten. Schade um die Gedanken, die Du Dir um ihn gemacht hast. 
    Das wird schon, der passende Partner ist schon irgendwo da draußen.
    *knuddel*
    SweetFreedom
Leider ging der Kommentar von redorange beim Wiederherstellen des Eintrages verloren :(

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