*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

06.02.2015 um 23:28 Uhr

Von großen und kleinen Träumen

 

Eigentlich habe ich mich noch nie besonders für Traumdeutungen interessiert. Ich träume immer sehr real, lebhaft und nah am wahrem Leben. Am meisten setzt sich mein Unterbewusstsein nachts mit meinen Ängsten auseinander - in der Schule früher waren das meistens Versagensängste; heute träume ich vor allem davon, verlassen oder betrogen zu werden und das so lebhaft, dass ich schon oft weinend aufgewacht bin. Das war in der Zeit nach dem Friesen extrem heftig und während meiner Zeit mit dem Informatiker noch schlimmer. Da diese Träume eben so real sind, beschäftigte ich mich bisher nicht mit Traumsymbolen. Aber seit einiger Zeit faszinieren mich die Träume schon. Bis ich ganz bewusst darauf geachtet habe, wusste ich nicht, ob ich in schwarz-weiß oder Farbe träume. Ich träume übrigens in Farbe. Aber ich habe bis heute nicht herausfinden können, ob ich mich im Traum selber betrachte oder ich selbst bin... Ich glaube manchmal, dass beides der Fall ist.

Bevor ich anfing, so realistisch zu träumen, hatte ich schon eine Phase der Traumsymbolik - in meiner Kindheit, aber da war das noch nicht so relevant, als dass ich effektiv nach der Bedeutung gesucht hätte. Als Kind träumte ich sehr oft vom fallen und jedes Mal, kurz bevor ich aufschlug, wachte ich auf. Ich bin in meinen Träumen nie gestorben.

 

Im Dezember, nach der Trennung vom Informatiker, hatte ich das erste mal seit langer Zeit wieder einen symbolischen Traum, der auch sehr heftig war. Ich träumte davon, wie ich angeschossen wurde. Ein Streifschuss, ich wurde nicht erschossen, aber es tat höllisch weh und es war dunkel, so dass ich nicht sehen konnte, wer es war. Zumal mich der Schuss unerwartet und aus dem Hinterhalt traf. Dieser Traum beschäftigte mich und so habe ich nach der Bedeutung gegooglet. Auf der Seite traumdeuter.ch stand, dass angeschossen werden für "zutiefst verletzte Gefühle durch eine erlittene Enttäuschung." , steht. Nachdem, was ich letztes Jahr durchmachen durfte, war diese Traumdeutung sehr passend.

 

Im neuen Jahr, als ich den Soldaten kennen lernte, träumte ich von einem sehr unrealistischen Schneesturm, in den ich auch Elemente eines Krieges mit einbaute. Ich befand mich selbst in diesem Schneesturm, zusammen mit anderen Menschen und wir kämpften uns irgendwie dadurch. Laut derselben Traumdeutungsseite bedeutet solch ein Traum, dass man alle Kämpfe und Hindernisse überwinden wird. Auch das fand ich sehr passend, weil es mir im Januar sehr viel besser ging und ich vieles hinter mir lassen konnte.

 

Und heute Nacht träumte ich davon, dass meine Oma und ich elektrische Schläge von einem sehr alten Rührgerät bekamen. Meiner Oma ging es nach dem Schlag gar nicht gut und ich war so voller Sorge, dass ich es meinem Papa zeigen wollte, was passiert war, denn als ich im Traum vor meiner Oma dieses Rührgerät in den Händen hielt, machte es nur komische Geräusche, mir passierte aber nichts. Als meine Oma dann schauen wollte, was mit dem Ding nicht stimmte, bekam sie diesen Schlag. Daraufhin ging ich zu Papa, zeigte ihm, was passiert war und bekam ebenfalls einen so heftigen elektrischen Schlag, dass ich davon aufwachte. 
Ich glaube dieser Traum spielt auch mit meinen Ängsten. Ich habe gigantische Angst vor elektrischen Schlägen und ich habe große Angst davor, meine Oma zu verlieren, weil sie ein sehr wichtiger Mensch und Teil meines Lebens ist. Was für eine Rolle das Rührgerät nun dabei aber spielt, kann ich wirklich nicht gut zuordnen. Vielleicht, weil meine Oma gerne buk und ich auch für mein Leben gerne backe - vielleicht ein Symbol, dass unsere Verbundenheit zeigt? Die Traumdeutung von Stromschlägen habe ich aber dennoch mal nachgeschlagen und die sagte Folgendes dazu: "Erhält der Träumende in seinem Traum einen elektrischen Schlag, so schützt er sich nicht ausreichend vor Gefahren und muß mehr auf sich achtgeben. + einen Elektroschock erleiden: sich auf eine große Gefahr einstellen müssen", wobei mir das schon Angst macht, weil ich nicht genau weiß, auf welche Gefahren mich mein Traum aufmerksam machen wollte. Mir fällt nur eine Sache ein, die wir zu Hause oft diskutiert haben und durchgegangen sind und an diese Vorstellung mag ich weder denken, noch sie hier niederschreiben. Vielleicht kommt dem Elektroschock ja auch gar nicht so eine große Bedeutung zu.

 

Es ist auf jeden Fall mega spannend, sich damit auseinanderzusetzen und deshalb fing ich eine neue Kategorie an, denn es ist auch sehr spannend ein Traumtagebuch zu führen und weshalb sollte ich es hier nicht niederschreiben, wenn ich wieder etwas aufregendes, komisches oder spannendes geträumt habe?

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine gute Nacht und wundervolle Träume. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenPoisonist schreibt am 07.02.2015 um 10:08 Uhr:Es hilft auf jeden Fall sich damit auseinanderzusetzen :)
    Das Unterbewusstsein teilt einem so mit, wovor man (unterbewusst) Angst hat, oder weswegen man sich Sorgen macht.
    Dann kann man achtsamer an die Dinge herangehen und vielleicht sogar Konflikte mit sich selbst aus dem Weg räumen.
    Ich träume sehr viel und intensiv - das gibt eine Menge her ;D
    Ich wünsche dir aber angenehmere Träume, als den mit dem Rührgerät!

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