*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

31.01.2015 um 12:47 Uhr

Das Haschen nach Aufmerksamkeit - oder - Vom ins Leben drängeln

 

 

Oh ja, ich kann nur über dich lachen. Dir scheint anscheinend die Sonne aus dem Arsch, wenn man so liest, was du von dir gibst. Deine Welt ist rosa und blumig und wenn mal jemand pustet, fällt dein Kartenhaus womöglich zusammen. Ich kann es nur immer wieder sagen, wenn du doch sooooooooooooo glücklich bist, warum verschwendest du dann deine Zeit auf mich? Danke, ich habe auch genug andere Menschen (und ich meine richtige Menschen, nicht Untermenschen), die mich zum lachen bringen, dafür brauche ich nicht auch noch dich. Aber ich weiß, ist sicher lieb gemeint, weil du selber selten was zu lachen kriegst, außer beim täglichen Gang vor den Spiegel. Ich werde das ganze auch nicht weiter kommentieren, nur eine Sache war mein Highlight: Wenn fremdgehen dich weiter entwickelt hat, dann tust du mir sehr sehr seeeeeehr leid. Ob du eigentlich selbst merkst, dass du mit jedem weiterem Versuch, dich in mein Leben zu drängeln, meine Aufmerksamkeit zu erschleichen, dir nur selbst ein Armutszeugnis ausstellst? Du bist traurig und witzig zugleich.

Nun ja, vielleicht kann ich es mir nicht verkneifen, diese Mail hier zu posten. Auch, wenn ich ihm nicht antworte, gebe ich ihm damit trotzdem genau, was er will: Aufmerksamkeit. Und eigentlich wollte ich ihn doch im letzten Jahr lassen, hier nichts mehr über ihn sagen. Und ich denke, genau dazu gehe ich zurück. Egal, was noch kommt (ist ja eh immer die selbe Leier), wie viele Mails oder Briefe - ich werde ihn keines Wortes mehr würdigen. Letzte Woche habe ich auch seine Sachen zur Post gebracht, die kamen gestern an und wurden einem Nachbarn gegeben, laut Sendungsverfolgung, und damit ist dieses Kapitel einfach endgültig vorbei. Seine Worte treffen mich auch nicht mehr. Er kommt nicht mehr an mich ran, egal, was er schreibt oder sagt.



Betreff: Karma?!
 
Liebe Muffin*,

ruhig ist es geworden in den letzten Tagen und Wochen, vieles ist passiert. Interessanterweise war ich bisher der Ansicht, dass dein Karma-Tick ins Reich des Aberglaubens gehört, genauso wie Kartenlegen, Horoskope, usw. Inzwischen bröckelt meine feste Ablehnung jedoch.

Seit meiner Trennung von dir geht es deutlich aufwärts in meinem Leben. Vieles, nahezu Alles wendet sich zum Guten. Scheinbar warst du mein schlechtes Karma. In den letzten Tagen dachte ich viel über unsere gemeinsame Zeit nach und komme zu dem Schluss, dass es mir nicht gut tat, dass ich dich kennenlernte und Zeit mit dir verbrachte. Zu sehr verstellte ich mich, zu sehr hatte ich dadurch mit mir selbst zu kämpfen, konnte mich nicht weiterentwickeln.

Seit Anfang Oktober habe ich mich befreit und mir Dinge gegönnt, die ich brauchte, damit ich wieder in die Spur finde. Seit meiner Scheidung engte ich mich zu sehr ein. Meine Freunde halfen wir im Oktober sehr, machten mir deutlich, dass ich in die völlig falsche Richtung lief und ich anders war als sie mich kannten.

Als ich dich kennenlernte, trieb mich die Sorge, dass ich in München ganz alleine sein könnte. Ich warf meine Ansprüche vollkommen über Bord, hoffte, dass ich über dich ein paar Freunde finden würde. Alles ein großer Irrtum, verlorene Zeit in München. Was mir blieb warst du. Eine Frau mit Träumen, aber einem instabilem Leben, konträren Ansichten und viel Konfliktpotential. Ich ergab mich eine Zeit lang meinem Schicksal, spielte das Spiel mit dir, hatte meine Ruhe. Übersah dabei aber, dass ich erneut den gleichen Fehler machte wie bei meiner Ex-Frau. Ich steckte zurück und passte mich zu sehr an.

Seit Oktober habe ich damit endgültig aufgehört. Seit dem hatte ich mit 13 Frauen Sex, habe jetzt wieder eine feste Freundin, der ich treu bin. Ich konnte meine Leidenschaft und Phantasien ausleben, hatte Dreier, einmal zu viert. Sehr geil. Aber auch privat geht es seit dem vorwärts. Den Prozess gegen die Vermieter* habe ich gewonnen, nach kurzer Zeit habe ich eine schöne Gartenwohnung! gefunden, in die ich in den kommenden Tagen umziehe. Erste Freunde habe ich nun gefunden, die meine Interessen teilen. So bin ich in München nicht mehr alleine und auf niemand angewiesen. Mit der Fetten* habe ich eine lebensfrohe Frau in meinem Leben, die viele Interessen teilt, eine geregelte Arbeit hat und sehr weiblich aussieht und mir viele neue Dinge zeigt. So lerne ich derzeit Tanzen, damit wir die ganzen Bälle und Hochzeiten in diesem Jahr besuchen können, ohne dass ich sie bzw uns blamiere. Sie ist eine tolle Frau, passt perfekt zu mir.

Wir werden zusammenziehen und ich kann mir, anders als bei dir, vorstellen, dass ich sie eines Tages heiraten werde. Ihren Wunsch nach der Hochzeit in weiß erfüllen. Mit ihr möchte ich Kinder haben. Mit dir wollte ich das nicht. Ich wollte immer die Möglichkeit haben, unsere Beziehung zu beenden. Daher reagierte ich damals auch etwas mürrisch und schockiert.

Gesundheitlich geht es mir auch wieder deutlich besser. Ich habe wieder 5 kg abgenommen. In der Zeit mit dir nahm ich zu, deine Lebenseinstellung färbte leider auf mich ab. Das tat mir nicht gut. Ich hatte in der Zeit mit dir einige depressive Phasen. Seit Oktober keine einzige mehr. Mir gehen alle Dinge wieder leichter von der Hand. Du würdest dich wundern, wie ordentlich meine Wohnung ist. Ich bin wieder der alte, fröhliche Mensch, der ich vor meiner Ehe war. Die Fette* stützt mich und ich liebe sie von ganzem Herzen. Dich habe ich nie geliebt. Ich habe mit den Worten gespielt, wenn ich sie brauchte, damit ich nicht ganz alleine war.

Ich kann bis heute nicht verstehen, wieso du dir in deinem Studium soclhe Probleme eingehandelt hast. Du bist intelligent und kannst mit etwas mehr Disziplin ohne Probleme durch dein Studium kommen. Doch scheint bei dir im Leben ein Chaos zu herrschen, du schwankst sehr stark in deiner Motivation, vieles ist schwarz, nicht nur deine Lieblingsfarbe. Du machst so wenig aus dir. Ich verstehe es einfach nicht. Mehr Dispziplin, mehr Bewegung, 20, 30 kg weniger und du wärst eine intelligente und ansehnliche Frau. So bist du derzeit eine häufig faule, sehr kräftige Frau, die gerne mit allem und jeden fickt. Übrigens kann ich mir aufgrund einer Sendung* sehr gut vorstellen, wie dein Sex mit einem Ex* gewesen war. Dort war eine Frau, die darauf stand und sie zeigten ein Video vom Liebesspiel mit ihrem Freund*. Schon sehr krank. Aber nun gut, dir wird es egal gewesen sein, Hauptsache jemand fickt dich.

Interessant fand ich, dass du trotz deines Schnüffelns nie bemerkt hast, dass ich nicht ganz ehrlich zu dir war. In meiner Heimat* habe ich mich stets mit Frauen abgegeben, war dir aber bis Oktober (leider) treu. Dumm von mir. Vor dir hatte ich deutlich mehr Frauen, als ich dir erzählte. Ich war mir manchmal unsicher, welche Zahl ich dir mal genannt habe. :-D Aber aufgefallen ist es nie. Heute weiß ich nicht einmal mehr alle Namen der Frauen. Immerhin sind 17 Jahre ein langer Zeitraum und ich hatte immer etwas für den Spaß, ob Single oder nicht. Du bist übrigens die erste Frau, der ich untreu war. Und es fühlte sich gut an. Es war richtig. Das klingt nach "riesen Arschloch", aber ganz so arg ist es nicht. Ich habe mich weiter entwickelt, du leider nicht.

Du wirst mich wohl als große Enttäuschung in Erinnerung behalten. Ich reihe mich ein in deine bisherigen Beziehungen. Wenn du immer wieder so schnell jemanden hast, dann wird dir das immer wieder passieren. Daher solltest du mal eine längere Zeit Sex mit Freunden haben ohne dich zu verlieben. Du wirst dadurch deinen Ballast abwerfen können und dann bereit sein, eine aufrichtige Beziehung zu führen. Du wirst zuverlässig erkennen, ob wahre Gefühle von beiden Seiten im Spiel sind und am Ende auch glücklich werden. Stürzt du dich zu schnell in deine nächste Beziehung, wirst du wieder enttäuscht. Es ist sehr leicht, dich zu manipulieren und täuschen. Du scheinst sehr schnell die Kontrolle über deine Gefühle zu verlieren und denkst zu früh, dass es "Liebe" ist. Das kann Mann gut ausnutzen. Nun gut, so kommst du immerhin zu Sex. Das geht aber auch ohne Liebe, mit freundschaftlichen Gefühlen.

Ich wünsche dir alles Gute und setzt dich auf den Hosenboden, so dass du dein Studium schaffst. Lass dir von V.* und der anderen, ich habe ihren Namen vergessen, zeigen, wie man guten Sex ohne Liebesgefühle haben kann. Das ist das richtige für dich.

Alles Gute

der Informatiker*

 

*Namen und Textstellen wurden aus entsprechenden Schutzgründen geändert 



If you like to get in touch with me someday
I know just what you'll say
useless empty words
You close your eyes and try to talk me
through
no matter what you'll do, you know I'll
be just fine


So come on come on
dress me like a queen
confuse me, even steal my inner feelings
come on come on
change the way I've been
just hold me down, abuse my mind forever

you held me down that night so long ago
I knew you sold your soul
to that devils hole
and I was a part of licking tears from you
no matter what you'll do, you know I'll
be just fine


So come on come on
dress me like a queen
confuse me, even steal my inner feelings
come on come on
change the way I've been
just hold me down, abuse my mind forever

come on come on, come on come on, come
on come on,
come on come on
dress me like a queen
confuse me, even steal my inner feelings
come on come on
change the way I've been
just hold me down, abuse my mind forever

*Mando Diao - come on, come on* 

 

31.12.2014 um 15:34 Uhr

Respektlos

 

Nie mehr komm ich wieder zurück - nie mehr!

Ich will dich nie mehr wieder sehen! 

Mach es gut, viel Glück - bye, bye,

doch bitte, bitte, bitte bleib, wie du bist! 

*Cro - Nie mehr* 



Ignoranz

 

Nein, ich schlief nicht in dieser Nacht. L. war noch sehr lange bei mir und das war auch das Beste, was mir in diesem Moment passieren konnte. Ich hätte es alleine nicht überstanden. Später kam auch noch die Türkin vorbei, erfuhr die ganze Geschichte und war ebenso empört. Auch wenn sie selbst genug Probleme mit sich hatten, so waren meine Freunde doch für mich da - in dem Moment, als ich sie am meisten brauchte.
Irgendwann fuhr L. mit ihrer letzten Bahn nach Hause und auch die Türkin konnte nicht ewig bei mir bleiben, da sie am nächsten Tag früh raus musste. Nachdem beide weg waren, habe ich noch die halbe Nacht mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, telefoniert. Und dann fiel der Entschluss von jetzt auf gleich - Ich muss nach Hause fahren. Das Wochenende allein in München würde ich im Leben nicht überstehen und wenn es mir schlecht geht, fahre ich immer nach Hause. Hier flickt man mich wieder zusammen. Hier habe ich genügend Abstand. Hier geht es mir gut. 
Ich habe also mitten in der Nacht mein Ticket gekauft und gedruckt, meine Sachen gepackt, geduscht und dann noch circa eine Stunde geschlafen, bis ich los musste. Genau in dieser Stunde schrieb mir der Informatiker, erst im Chat und kurz darauf via SMS "Guten Morgen". Ich habe darauf nicht geantwortet. Was sollte das bedeuten? Glaubte er, ich schlafe eine Nacht drüber und habe dann alles vergeben und vergessen? Ich konnte mich nicht damit beschäftigen, darüber nachzudenken. Hals über Kopf verließ ich meine Wohnung und trottete zum Fernbus. Über sieben Stunden Fahrt sind ausreichend gewesen, um sich den Kopf weiterhin zu zerbrechen, zu schlafen und immer wieder zu weinen. Zum Glück saß ich alleine und am Fenster. So konnte ich es verbergen, wann immer es über mich kam. Ich bekam an diesem Donnerstag noch ein paar Meldungen vom Informatiker. Einmal, als er auf seiner Heimfahrt pausierte. Dann, als er zu Hause ankam und noch die Frage danach, was ich heute gemacht habe. Ich dachte, der spinnt. Dass er mir sagt, dass er gut zu Hause ankam, konnte ich nachvollziehen. Ich wollte das immer wissen, habe darauf bestanden und war sauer, wenn er es mir nicht sagte, ganz einfach, weil ich mir Sorgen machte. Er hätte genauso gut auf der Straße kleben können und niemand hätte es mir gesagt - deswegen war mir das so wichtig. Ich wollte immer wissen, dass es ihm gut geht. Aber dann die Frage danach, was ich so gemacht habe... es klang ein wenig so, als würde er einfach weiter machen wollen, als wäre nichts passiert. Ich habe auf keinen einzigen Versuch reagiert.

Stattdessen schlief ich viel und redete viel mit meiner Mama darüber. Ich wusste nicht, was ich denken sollte, was ich fühlen sollte. Ich fühlte mich so sehr von ihm betrogen und wusste bei weitem noch nicht alles. Ich wollte einfach nur Abstand haben.

Am Freitag wünschte er mir einen guten Morgen und fragte mich, wie es mir ginge. Lachhaft - wie sollte es mir schon gehen? Ich antwortete nicht.

Am Samstag bekam ich ein wunderschönes Bild vom Weihnachtsmarkt in seiner Heimatstadt. Aber was sollte ich damit anfangen? Wollte er mir sagen, dass er mich vermisst? Wollte er sagen, er hätte mich jetzt gerne dabei? Wollte er mir zeigen, dass er auch tolle Dinge ohne mich erleben kann? Wollte er mir vermitteln, dass es dort romantisch war und er gerade mit irgendeiner Schlampe Dame dort war? Immerhin bekam ich nur dieses Bild. Doch ich blieb eisern und antwortete nicht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam gegen eins die Frage, ob ich noch wach sei. War ich, aber ich ignorierte auch diese Frage.

Am Sonntag, bevor er wieder nach München fuhr, versuchte er mich mit dem Kosenamen zu ködern, den ich so sehr mochte: Schnuffelchen. Fragte, ob ich noch immer schweigsam sei. Und das war ich. 
Abends kam das gleiche Schnuffelchen noch einmal. Dieses Mal mit der Information, dass er zu Hause sei. Jetzt war das Wochenende rum, er war wieder allein in München und fühlte sich womöglich allein und so fragte er, ob wir uns nicht wieder vertragen wollen. Eine Stunde später setze er noch nach, dass er sich teilweise blöd verhalten habe und ihm dies aufrichtig Leid täte. Das witzige ist, dass er nicht vorher auf die Idee kam, sich zu entschuldigen und sich seiner Meinung nach auch nur teilweise blöd verhielt. Das war eine widerwillige Entschuldigung. Ein Versuch, mich zum reden zu bringen. Immerhin hatte ich erst Freitag einen Blogeintrag verfasst, der sich beklagte, dass keine Entschuldigung kam. Ich denke, das hat er gelesen und gedacht, ich würde genau dies erwarten. Das hatte ich auch, aber ein paar Tage früher und nicht erst, wenn er wieder alleine in München ist und ihm dann erst auffällt, dass er sich mal entschuldigen könnte. - Auch am Sonntag antwortete ich nicht.

Am Montag bekam ich wieder einen guten Morgenwunsch ausgesprochen und ein paar Stunden später, die Bitte nicht mehr eingeschnappt zu sein, sowie die Mitteilung, dass es ein blöder Streit zwischen uns gewesen sei. Mein liebster Informatiker, ich war nicht eingeschnappt. Ich war zutiefst verletzt und enttäuscht. Enttäuscht, dass kein Anruf kam, sondern immer nur Texte. Enttäuscht, dass erst so spät eine beschissene Entschuldigung kam und verletzt, weil du mit meinen Dämonen ins Bett gestiegen bist und nicht das Bedürfnis hattest, es aufzuklären.

Am Dienstag kam nur noch ein "Hey Schnuffelchen...".

Mittwoch und Donnerstag hörte ich nichts von ihm.

Mir ging es in dieser Woche nicht gut. Ich habe mir mein Hirn zermartert, um nach einer Lösung zu suchen. Beziehung wirklich endgültig beenden - Wollte ich das? Nein, denn ich liebte meinen Informatiker sehr und eigentlich war ich auch überzeugt, dass er mich lieben würde. Doch einfach weiter machen, als wäre nichts gewesen? Das ging auch nicht. Darüber reden hätte vermutlich nicht funktioniert. Aber ich hatte mir erhofft, dass er für all diese Dinge eine Lösung finden würde, denn es war nicht meine Aufgabe. Ich habe das Kind nicht in den Brunnen geworfen. Doch es machte die gesamte Woche über nicht einmal den Eindruck, als hätte er sich ernsthaft selber Gedanken gemacht. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wusste ich, was ich erwarten würde, damit wir diese Sache wieder kitten können. Er hätte mir zu 100% entgegen kommen müssen und ich wusste, einige meiner Forderungen hätten ihm sicher nicht gefallen. Doch allen voran beschäftige mich immer wieder nur eine Sache: Diese Schlampen Frauen auf den Bildern. Eigentlich musste ich nur eines wissen: Gab es sie wirklich oder waren sie frei erfunden? 

Ich quälte mich selbst durch mein Schweigen bis Donnerstagnacht. Eine Woche war seit unserem Streit vergangen. Doch ich wusste, dass ich nur Antworten auf meine Fragen bekommen würde, wenn ich es klären würde und nicht allein durch grübeln und Spekulationen. Und so fragte ich ihn in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, ob er nicht denken würde, dass wir beide mal was zu klären hätten. 

 

Die Wahrheit kommt ans Licht 

Er antwortete am nächsten Morgen, dass wir das hätten, ja, ich ihn ja aber bisher ignoriert habe mit einem traurigen Smiley. Ich markierte die Starke, die ich ganz sicher nicht war und wir spielten ein Frage-und-Antwort-Spiel.
Ich fragte ihn, was er denke, woran das läge. Er antwortete, dass unser Streit schuld sei und fragte, ob ich in München sei. Ich fragte, ob er noch nicht da war, um nachzuschauen. Er sagte, dass er davon ausging, dass ich bei meinen Eltern sei und deswegen noch nicht da war, um nachzusehen, da ich ja auch sagte, dass ich nach Hause fahre, wenn wir uns trennen würden. Diese Annahme war richtig und so fragte ich, wieso er mich dann fragte, ob ich in München sei. Und daraufhin - das hatte ich nicht erwartet - eskalierte es erneut. Vielleicht waren meine Fragen ja provozierend und vielleicht sollten sie das auch sein, aber wenn es so war, dann war es ein Test und er fiel durch. Denn er sagte, dass er auf diese Spielchen keinen Bock hätte. Ich entgegnete, dass es kein Spiel sei und ich nur wissen wollte, weshalb er mich das fragt, doch wenn ihn dies überfordern würde, wir auch gerne zum Anschweigen zurückkehren könnten. Er fragte, ob dies noch einen Unterschied machen würde. Meine Antwort sagte ja und fragte, ob er das nicht so sehen würde.

Informatiker: Wir haben uns getrennt und ich habe nicht den Eindruck, dass du damit unglücklich bist. Für einen Großteil der blöden Sachen, die ich gesagt und gemacht habe, habe ich mich entschuldigt.

Ich : Wie zum Teufel kannst du überhaupt von irgendwas einen Eindruck haben? Hast du überhaupt eine Ahnung, was du angerichtet hast? Und deine spärliche Entschuldigung sollte dann alles wd vergeben u vergessen machen? Es war nicht mal eine...

Informatiker : Wir können es nicht mehr ändern und müssen damit leben. Du willst nicht mehr, ich akzeptiere das. 

Ich : So locker siehst du das? Klingt für mich nicht so, als ob du was klären willst.

Informatiker : Wie sollte es jetzt noch weitergehen können? 

Ich : Das frage ich dich.

Informatiker : Keine Ahnung 

Ich : So einfach ist die Antwort nicht. Ich habe eher den Eindruck, du hast kein Interesse mehr. Du hast das Kind in den Brunnen geworfen, da musst du es auch wd rausholen.

Informatiker : Ich denke, dass du irgendwie erleichtern und zufrieden bist mir unserer Trennung 

Ich : Sag mir, gibt es diese Frauen wirklich in deinem Leben?

Informatiker : Die verheiratete Schlampe* und die Fette*? 

Ich : Ja

Informatiker : Wieso willst du das wissen? 

Ich : Willst du mich verarschen?

Informatiker : Was bringt dir diese Info jetzt noch? Wieso per schreiben?

Ich : Wir können das auch am Telefon klären. Ich will wissen, ob du mich einfach nur mit ausgedachten Frauen verletzen wolltest oder ob du mich wirklich der Nase nach BETROGEN hast. Denn wenn es sie gibt, bist du der Lügner der Nation. Dann zweifel ich ALLES an. Und jetzt spielst du, mein Freund. Ja oder nein?

Informatiker : Ja, sie sind real. Die verheiratete Schlampe* ist meine aktuelle beste Freundin und die Fette* sehr wahrscheinlich deine Nachfolgerin 

Ich : Dann ist ja alles, was wir noch klären müssen, wie wir das mit unseren Sachen machen. 

*Namen wurden entsprechend meines Gemütszustandes verändert und werden es fortlaufend im Text bzw in den Auszügen

 

Das wahre Gesicht

Ein Kopfschuss hätte sich nicht schlimmer anfühlen können. Zuerst der traurige Smiley, weil ich ihn ignoriert habe, dann die Unterstellung, mir ginge es gut mit der Trennung und dann das. Seine beste Freundin, dass ich nicht lache. Er bumst ja anscheinend immer seine besten Freundinnen. Vermutlich haben die nur deswegen den Titel. Auch wenn zu diesem Punkt noch gar nicht klar war, dass er sie bumste, aber das kommt noch, weiter unten. Und die Fette ist sehr wahrscheinlich meine Nachfolgerin. Hallo, was? Bin ich hier im falschen Film? Die ganze Woche wollte er mich zum reden bekommen und jetzt bin ich so leicht zu ersetzen? Ich bin angeblich die erste Frau, die er nach seiner Scheidung wieder geliebt hat und bereits im März wollte er mir weis machen, er liebe mich mehr, als er seine Exfrau je hätte lieben können und jetzt bin ich innerhalb einer Woche ersetzt, ausgetauscht? Er schrieb mir fast die gesamte Woche, immer mit dem Gedanken, dass es nicht so schlimm sei, wenn ich nicht zurück käme, denn er hatte ja bereits eine Nachfolgerin... Das erklärte, warum nicht mehr kam, kein Anruf, keine ordentliche Entschuldigung, nichts. Er konnte es sich seiner Meinung nach einfach erlauben. In mir ist alles in 1000 Einzelteile zerbrochen. Ich saß tatsächlich die ganze Woche hier und hatte eine schlaflose Nacht, nach der anderen, habe mir den Kopf über eine Lösung zerbrochen und er hat sich fleißig umgeschaut. Auch schon, als alles noch gut war. Immerhin bekam ich diese Bilder ja schon eine Woche vorher. Was für ein Heuchler. 

Ich : Du bist ein riesen Arschloch. Von wegen du betrügst nicht. Ich will gar nicht wissen, wie lang du mich schon belogen hast. Du bist wirklich unfassbar. Du bist wie dein einzelliger Freund*. Schlimmer noch. Ich hoffe, du bist sehr stolz auf dich. Du weißt wirklich nicht, was lLebe ist. Bitte erklär mir, warum du mir nach dem we überhaupt noch geschrieben hast. Ich verstehe es nicht, wie man so heuchlerisch, hinterfotzig und falsch sein kann. Wie kannst du überhaupt noch in den Spiegel schauen? Schwanzgesteuert.

Informatiker : Nach welchem we? 

Ich : Generell, nachdem du Heim bist.

Informatiker : Was hat das mit schwanzgesteuert zu tun? Wieso regst du dich so auf? Du hast mir schon lange nicht mehr gegeben, was ich gerne gehabt hätte. Aufmerksamkeit, Anerkennung, Nähe und Zärtlichkeit 

Ich : Spinnst du? Das hast du alles von mir bekommen. Ständig!

Informatiker : Ich habe es daher bei anderen bekommen und bekomme es noch. Erinnerst du dich an den Dienstag, vor unserer Trennung? 

Ich : Wer stand denn immer hinter dir?

Informatiker : Unser letzter Abend... 

Ich : Wer hat angeblich Licht in dein Dunkel gebracht? Da wo du nichts von mir wissen wolltest. Deine Chance hättest nutzen sollten, wie du später sagtest.

Informatiker : Unter anderem du 

Ich : Erinnerst du dich an deinen Geburtstag? Klar, das hab ich alles gemacht, weil du von mir nix mehr bekommen hast [Anmerkung in eigener Sache: Zu seinem Geburtstag hat er von mir ein Erinnerungsalbum bekommen, mit all den Dingen, die wir schon gemeinsam erlebten, mit Erinnerungsstücken und Fotos. An diesem Geschenk habe ich eine halbe Ewigkeit gesessen und das ganze Material hat mich ein kleines Vermögen gekostet. Das war das aufwendigste Geschenk, was je ein Freund von mir bekommen hat. Damit habe ich mir unglaubliche Mühe gegeben und das alles, weil er von mir keine Aufmerksamkeit, Anerkennung, Nähe und Zärtlichkeit bekam. Wir hatten auch ständig Sex und haben auf der Couch gekuschelt. Erst in der Nacht in seinen Geburtstag hat er sich so arg an mich geklammert, als würde ich jeden Moment weglaufen. All diese Vorwürfe... ich weiß nicht, wie sie entstanden sind, denn es stimmte einfach nicht!]

Informatiker : Ah, falscher Tag. Dann war es der Donnerstag vor dem Dienstag. Jedenfalls der Tag, an dem wir Abends zuletzt Sex bei dir in der StuSta hatten 

Ich : ?

Ich : Du, sag mir einfach wie wir das mit unseren Sachen machen. Mehr steht nicht mehr zwischen uns. 

Informatiker : Du kannst um mich kämpfen, wenn du willst. 

Informatiker : An dem Tag, an dem wir zuletzt Sex bei dir hatten, hatte ich Vormittags, vor der Arbeit etwa drei Stunden hemmungslosen Sex mit der verheirateten Schlampe*, ohne Gummi. Habe dann abends ohne Gummi mit dir geschlafen. Das gab mir irgendwie einen besonderen Kick

Ich : Ich muss nicht um einen Haufen Scheiße kämpfen, der lügt und betrügt und übere andere drüber rutscht. 

Informatiker: Es war mein einziger Ausrutscher und führte zum Kippen der Stimmung. Es tat einfach gut, dass ich mich fallen lassen konnte. Abends mit dir habe ich dann gemerkt, dass unser Sex doch eher für dich ist als für mich Und ich bin mir inzwischen sehr sicher, dass du mir nicht treu warst. Unser Sex war schon mal besser. 

Ich : Ich war immer treu

Informatiker : Ich glaube dir nicht. Schlimm genug, dass du mich in die Arme einer anderen getrieben hast. Wenn du willst, kann ich dir bzw uns noch eine Chance geben. Egal, wann und mit wem du rumgevögelt hast. Wir sollten es dann aber lockerer angehen lassen,  es ist schön mit dir, wenn wir nicht gerade streiten. Aber eine Familie möchte ich nicht mit dir gründen

Ich : Wenn du fremd gegangen bist und damit nicht leben kannst und nicht mehr in den Spiegel schauen, dann ist das nicht mein Problem. Ich habe dich nirgendwohin getrieben. Du hast selber immer eine Wahl. Ich weiß nicht, was in deinem Kopf vorgeht. Du kannst mir nicht Dinge vorwerfen, die ich nicht getan habe und dann denken, ich komme zurück. Und jetzt sagst du auch noch, du bist fremd gegangen. Verstehst du das nicht? Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen in unserer Beziehung. Ich habe nicht fremd geflirtet, nicht fremd geküsst und schon gar nicht fremd gevögelt. Es hätte für uns nur eine Chance gegeben, wenn du mir voll entgegen gekommen wärst. Du denkst auch, ich hätte keinen Stolz, oder?

Informatiker : Ich kann sehr gut in den Spiegel schauen

Ich : Ich erkenne dich gar nicht wieder

Informatiker : Es ist interessant, dass dir bei unserem letzten Mal keinerlei Unterschied aufgefallen ist 

Informatiker : Sonntag können wir reden, wenn du willst. Samstag bin ich mit der Fetten* in Salzburg 

Informatiker : Ich bereue es nicht, mit der verheirateten Schlampe* geschlafen zu haben. Es ist interessant, dass sie verheiratet ist und zwei Kinder hat. 

Informatiker : Ich ziehe komplizierte Menschen scheinbar an. 

Ich : Du, ich will nicht mit dir reden. Was glaubst du, wer du bist? Ich will nur noch von dir wissen, wie wir das mit unseren Sachen machen.

Informatiker : Ist mir egal. Fröhlich Endlich geht es nicht mehr nach deinem Kopf. Ich fühle mich befreit. Du hast mich nie wirklich geliebt. Du hast nur dich selbst geliebt. Und dir von mir genommen, was du brauchtest. Anfangs warst du so liebevoll und aufmerksam. Seit dem Oktoberfest warst du wie ausgewechselt. Ich hoffe, dass du schon jemand hast für deine extreme Libido. Bei deinen Freundinnen zweifle ich nicht daran. Deine Sachen sind alle in einem Karton. 

 

Ich musste wirklich beinahe lachen, als er sagte, ich könne um ihn kämpfen. Es war auch kein Spiel, das er hier spielte, denn er fuhr mit seinem fetten Ersatz für mich nach Salzburg, hätte Pläne - mit ihr! Ist angeblich fremdgegangen und unterstellt mir das gleiche. Das war ein schlechter Witz! Nur, weil er das tat, tat ich das nicht auch. Und dann wollte er mich nur noch verletzen, das wird sich auch in allen weiteren Gesprächsabläufen zeigen, die ich kopiere - doch ich verstehe nicht, warum. Ich habe ihm doch nichts getan. Er hat mich doch angeblich verletzt und im weiteren Verlauf wird man sehen, dass er behauptet, dies schon eine ganze Weile zu tun. Ich dachte, ich würde diesen Mann kennen und wir konnten uns doch auch immer über alles unterhalten. In meiner Umwelt ging so viel Müll vor sich und immer habe ich mit meinem Informatiker darüber reden können. Über Freundinnen von Freundinnen, die über Jahre betrogen wurden. Über eine Freundin, die mit einem vergebenen Mann schlief, der vorgab, mit seinen Kumpels etwas zu trinken, was er auch tat nur danach ging er eben noch für zwei Stunden bei meiner Freundin vorbei. Über meine Ängste, dass ich ihm irgendwann nicht mehr reichen würde, weil ich ihm vielleicht nicht geben kann, was er will. Über meine Ängste, betrogen zu werden. Über meine Gedanken, wann er Gelegenheit hätte, mir fremdzugehen. Alle meine Gedanken - ich habe sie ihm vor die Füße gekotzt, WEIL ICH IHM VERTRAUT HABE, und er hat sie aufgehoben und gegen mich verwendet. Er hat meine Dämonen aufgeweckt, mit ihnen geschlafen und sie dann auf mich losgelassen. Er wusste, womit er mich am meisten verletzen würde und hat es genutzt, um genau das zu tun. Es tut mir leid, aber so ein Mensch liebt nicht. Ein Mensch, der dich liebt(e), zerstört dich nicht.

Dann ging es kurz darum, welche Dinge wir noch voneinander haben. Ich zählte ihm auf, was ich noch von ihm habe und welche Dinge er von mir hat. Da sagte er tatsächlich, dass wir uns ruhig noch mal sehen könnten, um unsere Sachen auszutauschen. Ich dachte wieder, dass der total spinnt. Habe ihn wissen lassen, dass ich darauf keinen Bock hatte. Dass ich das nicht wollte, hat ihm natürlich kein Stück gepasst. Da wurde ich wieder als feige bezeichnet und mir wurde vorgeworfen, dass ich mich verstecken würde.

Ich sagte auch, dass ich ihm das alles irgendwie nicht glauben würde. Alles in mir sträubte sich dagegen. Der Mann, der immer behauptete, er sei noch nie untreu gewesen und würde sowas auch nie tun, sollte jetzt genau das getan haben? Und er sah es einfach nicht ein, sagte, er habe doch nichts schlimmes getan. "Es gab einen Ausrutscher zum Ende hin. Ja und? Da kannst du mir durchaus verzeihen, wenn du mich so sehr liebst, wie du schreibst. Ich brauchte das als Trost und Denkanregung. " Es war einfach nur noch lächerlich, lachhaft.  

 

Ich : Das kann ich dir nicht verzeihen und alles das, was du dir heute und letzte Woche noch geleistet hast. Du zweifelst an meiner Liebe? Du bist mal ganz ruhig.

Informatiker : Kann jetzt auch etwas besser verstehen, was meine Exfrau trieb und weiß, was ich wirklich will 

Ich : Du musst dich nicht rechtfertigen. Du bist Abschaum.

Informatiker : Hmm, bleibe ich halt bei der Fetten*. Werde ich auch glücklich. 

Ich : Das arme Mädchen! Ich bedauere dich. 

Informatiker : Mich Abschaum zu nennen, das ist schon witzig.  

 

Später habe ich mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf drüber geredet und ihm gesagt, dass ich dieses Mädchen wirklich bedauere, aber was er mir antwortete stimmt - Das ist nicht mehr mein Elend. Wenn er ihr das Herz bricht - na und?! Wenn er sie belügt und betrügt - na und?! Nicht mein Elend... Ich hoffe trotzdem, dass sie schlauer ist, als ich es war.

 

Informatiker : Ich bin zu keinem Zeitpunkt alleine, habe eine neue beste Freundin, mit der ich auch guten Sex habe, obwohl sie verheiratet ist. Und eine Frau, die in mich verliebt ist Und beide sind jünger als ich, falls du wieder solche Gedanken hast [das sagt er mir, da sein Betthase vor mir gefühlte 100 Jahre alt war und ich das ziemlich eklig fand]

Ich : Oh, das ist mir reichlich egal

Informatiker : Mit der Fetten* habe ich die Tage nach unserer Trennung verbracht. 

Ich : Wen interessiert das?

Informatiker: Ich weiß genau, dass dir das nicht egal ist 

Informatiker: Fröhlich

Ich : Erzähl es deinen Freunden

Informatiker : Die wissen schon lange davon 

Ich : Doch, es ist mir herzlichst egal. Abschaum ist mir egal.

Informatiker : Seit dem OFest wissen sie, was los ist 

Ich : Ähm, spar dir das. Ich will wissen, wie wir mit den Sachen verfahren.

Informatiker : Ich bin für dich kein Abschaum lt deinem Blog. Eher dein bester Freund, der gestorben ist. Vor einem Jahr warst du noch auf Wolke 7

Informatiker: Und ich wusste, dass ich in München nicht ganz alleine sein werde 

Ich : Ja, du bist für mich gestorben.

Ich : Ich weiß nicht, warum du mir gegenüber jetzt so ein Mitteilungsbedürfnis hast. Ich lache nur noch über dich.

Informatiker : Ich konnte mich finden und entwickeln. Leider entfernten wir uns. Aber nun habe ich Ersatz. 

Informatiker : Du hast nie gemerkt, dass ich dich nicht von ganzem Herzen geliebt habe 

Ich : Und gibts dir einen Kick, dass du mir das aufs Brot schmierst? Es kümmert mich nicht die Bohne. 

Informatiker : Deine Schnüffelei brachte nie die Wahrheit ans Licht 

Informatiker : Wäre es nicht so stressig geworden zuletzt, hätte ich es wohl noch etwas parallel laufen lassen 

Ich : Stimmt. Dass du ein Betrüger bist, konnte niemand ahnen. Du bist krank, wirklich krank. Bitte such dir Hilfe.

Ich : Also, die Sachen?!

Informatiker : Was ist daran krank? 

Ich : Du.

Informatiker : Stelle ich die Tage vor dein Appartement. Kannst du dann abholen. Meine Sachen kannst du behalten, damit du immer weißt, was du mit deiner Engstirnigkeit verloren hast

Informatiker : Dank dir habe ich dir Erkenntnis, dass viel Sex durchaus gut ist und dass ich mehr auf meine Wünsche achte als auf die der Frauen 

Informatiker: Aber Quantität ist nicht Qualität. Die verheiratete Schlampe Dame als auch die Fette bescherten mir sofort ein Wow. Mit dir hatte ich nur ein einziges Mal ein Wow. Sonst gibt es immer nur um deinen schnellen Orgasmus. Das war langweilig, weil es so einfach bei dir war 

Ich : Wenn du mir nicht Bescheid sagst, wann du die Sachen vor meine Tür stellst, dann bekommst du eine Anzeige

Ich : Und deine Sachen schicke ich dir iwann zu, wenn ich wd da bin, das lasse ich mir nicht nachsagen

Informatiker : Mach doch. Wenn ich sie abgestellt habe, schreibe ich dir 

Informatiker : Falls ich dann noch in der ***straße wohne. 

Ich : Wenn nicht hast du sicher eine Nachfolgeadresse bei der Post hinterlegt. Die werden dir deinen Mist dann schon zu schicken.

Informatiker : Wieso stellst du dich jetzt so zickig an? 

Ich : Wann denkst du, kann ich mit meinen Sachen rechnen?

Informatiker : Bis Weihnachten 

Informatiker : Verstehe nicht, dass du dich so aufregst. Wir sind auf deinen Wunsch hin getrennt 

Ich : Und auf dein Verschulden

Informatiker : Mein Verschulden? 

Ich : Meinst du, du kriegst es hin, der Türkin zu schreiben, wenn du mein Zeug abgestellt hast?

Informatiker : Ich schreibe dir, es ist dein Zeug. Der Rest ist dann dein Problem. Du bist aus München weg, nicht ich 

Ich : Ok

Informatiker : Wieso kannst du nicht ganz normal mit mir umgehen? Unsere Situation ist doch jetzt geklärt 

Informatiker : Du kannst dich Hals über Kopf in dein nächstes Abenteuer stürzen. 

Informatiker : Du bist ja nie lange alleine... Fröhlich

Ich : Mit Kranken geht man nicht normal um.

Informatiker : Hmm, ich bin kein Stück krank. Genieße nur meine Freiheit 

Informatiker : Jetzt, da du alles weißt, dürfte das komische Gefühl weg sein, wenn du morgens aufwachst

Ich : Das Gefühl hat etwas damit zu tun, was du mir angetan hast

Informatiker : Du hasst mich und findest mich krank. Da wirst du dich sicher kaum noch mit mir beschäftigen. Deine Gefühle, sofern noch nicht geschehen, werden schnell zum erliegen kommen 

Ich : Was kümmerts dich noch?

Informatiker : Du lernst bald jemand kennen, du nimmst halt, was du bekommst. 

Informatiker : Dann kannst du es ja nochmal probieren. 

Ich : Das musst du gerade sagen Fröhlich

Informatiker : Jedoch wirst du so schnell nicht jemand wie mich finden. 

Ich : Das hoffe ich!!!

Informatiker : Du warst der Trostpreis. Alle glaubten nicht, dass ich ernsthaft was mit dir hatte

Informatiker : Bereits im Sommer war mich auch bewusst, dass die Beziehung zu dir nicht dauerhaft sein soll

Ich : Ja und?

Informatiker : Es sprach zu viel dagegen, ich wunderte mich selbst, was für eine Frau ich da hatte. Doch wollte ich nicht ganz alleine sein. 

Informatiker : Bereits zu der Zeit distanzierte ich mich von dir 

Ich : Wen juckt das noch? Fröhlich

Informatiker : Ich wollte nicht einsam sein. Seit September denke ich anders und habe darüber nachgedacht, wie ich dich los werde 

Informatiker : Nie wieder so eine fette, unselbstständige wie du.   

Ich : Na das hast du ja jetzt geschafft. Der Kandidat hat 100 Punkte. Zu feige, um Schluss zu machen. Hast du mal in den Spiegel geschaut? Dieselbe Hackfresse, wie dein Bruder.

Informatiker : Ich habe mich die letzten Monate geekelt. War froh, wenn wir gewisse Dinge schnell hinter uns brachten. Musste wieder auf heile Welt machen 

Ich : Du wirst immer einsam sein

Informatiker : Glaube ich nicht. Fühle mich aktuell geliebt und nicht alleine. 

Informatiker : Hmm, halt mich halt für krank. Ich war ein Arsch und nicht ehrlich zu dir in den letzten sechs Wochen 

Informatiker : Ich habe mich von dir gelöst und jetzt zwei neue Frauen an meiner Seite 

Informatiker : Wie du selbst immer wieder betont hast, es interessieren sich andere für mich, weil ich eben nicht total hässlich bin 

Ich : Innen drin schon

Informatiker : Wen interessiert das schon ernsthaft? 

Informatiker : Wieso soll ich naiv sein und mich immer verarschen und verletzen lassen? 

Informatiker : Ich nehme mir, worauf ich Lust habe 

Ich : Wer verarscht u verletzt hier wen?

Ich : Wo hab ich dich verarscht u verletzt? Wo?

Informatiker : Du weniger. Deine Vorgängerinnen? 

Informatiker : Bei dir gibt es nur zwei, drei Unstimmigkeiten. 

Informatiker : Ich war dir echt treu. Unglaublich. 

Ich : Es ist unglaublich, dass du mir treu warst?

Ich : Warst du ja nicht!

Informatiker : Hey, es war einmal, ganz am Ende. Und es war witzig mit zwei Frauen an einem Tag Sex zu haben. 

Ich : Mir war da nicht klar, dass das das Ende ist. Und du sagst ja selbst, du hättest es weiter laufen lassen. Wie gut, dass ich Schluss gemacht habe. Sowas ekelhaftes.

Informatiker : Für mich nicht. So hatte ich den Vergleich und ich freundete mich damit an, ein heimliches Spiel daraus zu machen. 

Informatiker : Wollte wissen, wie lange es dauert, bis du dahinter kommst. 

Informatiker : Es ist zwar ausversehen beim Frühstück dazu gekommen, aber es war extrem gut und seit dem haben wir uns auch gesteigert 

Informatiker : Solchen Sex hatte ich nicht ein mal mit dir. 

 Ich : Ich verstehe nicht, warum du gefallen daran findest, mich zu verletzen. Achja, kranke Menschen, stimmt.

Informatiker : Vielleicht kannst du es beim nächsten besser machen. Weniger an dich denken, nicht so schnell kommen, besser lutschen 

Ich : Bitte halte deine Märchenstunde vor deinen neuen Freundinnen ab. Die hören dir sicher gerne zu und klatschen Beifall. Fröhlich

Informatiker : Hmm, dann lach halt. 

Informatiker : Ich fand unseren Sex eher zum weinen denn zum lachen. 

Ich : Ich weiß nich warum du grad so ne Energie auf dieses Gespräch verschwendest. 

Informatiker : Mir ist langweilig und wieso soll ich dir nicht endlich mal die ganze Wahrheit sagen? 

Informatiker: Du hast nie mein Spiel geahnt... 

Ich : Oooohhhhh, wo sind denn deine Frauen?

Informatiker : In München und Germering. Wieso fragst?  

Ich : Na weil du allein bist. Und mit mir schreibst. Weil dir langweilig ist. 

Informatiker  : Die eine zu Hause, gerade ist ihr nichts ahnender Mann nach Hause gekommen, wie sie schreibt 

Informatiker  : Die andere arbeitet noch. Hole sie später ab, wir kochen dann zusammen und verbringen die Nacht miteinander. 

Informatiker  : So wie jeden Tag seit der Trennung von dir 

Ich : Deswegen hast du auch jeden Tag geschrieben, nä. Du triffst mich damit nicht, Lügenbaron. 

Ich : Deine Geschichten stimmen hinten u vorne nicht

Ich : Ein schönes Leben, Herr Informatiker. Schreib mir, wenn meine Sachen vor der Tür stehen.

Informatiker  : Schau auf die Zeiten, wann ich schrieb und denk bitte auch daran, wie oft ich zuletzt gespielt habe, wenn du da warst... 

Informatiker  : Mach dir deinen eigenen Reim darauf. Wobei... 

Informatiker  : Weil ich mir ja alles nur ausdenke...  

Dann bekam ich 2 Screenshots. Einmal von ihm und der Fetten aus Hangouts, in dem es um vollkommen banales Zeugs ging und einen angeblichen von ihm und der Verheirateten, der aber mal sowas von zusammengezimmert und unecht aussah. In dem 2. ging es wieder mal um Sex und dem Datum nach zu urteilen fand dieses Gespräch statt, als ich einen Tag vor seinem Geburtstag bei ihm war.

Informatiker: Naja, mehr will ich dir lieber ersparen. 

Informatiker : Das hättest du alles auf meinem Handy gefunden... 

Ich : Ja und dann?

Ich : Um so bitterer, dass ich dir vertraut habe

Informatiker : Dann hättest du mir eine riesen Szene machen können. Zu Recht sogar 

Ich : Wir sind jetzt fertig. Ich will nicht mehr, dass du mir schreibst. Du schreibst bitte der Türkin, wenn du meine Sachen abgibst. 

Informatiker : Stell dich nicht an 

Informatiker : Freu dich doch lieber für mich. Fröhlich

Ich : Schreib der Türkin, wenn du meine Sachen bringst.

Informatiker : Nö, dir. 

Informatiker : Was habe ich schon mit der Türkin zu schaffen? 

Ich : Ja gut, dann schreibs halt mir.

Informatiker : Verstehe nicht, wieso du jetzt so abweisend reagierst. Können sich Freunde bleiben. FröhlichFröhlich

 

Ich antwortete dann nichts mehr. Ich habe mich über mich selbst geärgert, dass ich den ganzen Tag damit verschwendet habe, mich mit diesem Abschaum zu unterhalten. Das war, als hätte jemand den Menschen aufgeweckt, den er vorgab, begraben zu haben. Er war wieder der Mensch von früher, ist es wieder. Der, von dem er mir manchmal schlimme Dinge erzählte, aber behauptete, er sei tot, den würde es nicht mehr geben. Ich fand diese ganze Sache wirklich krank. Ich habe das nicht nur so gesagt. Und er sagt es ja selbst, er hat sich lediglich (billigen) Ersatz für mich gesucht. Traurig. Was ich nicht verstehe ist, dass er mich unbedingt so verletzen will, wo er selbst sagt, dass ich ihn nicht verletzte. Warum soll ich für die Frauen vor mir büßen?

Auch am nächsten Tag versuchte er wieder sein Glück, aber dieses Mal ließ ich mich nicht darauf ein, auch wenn er versuchte, mich zu provozieren.

Informatiker: Hast du dich wieder beruhigt? 

Ich : Sind meine Sachen da?

Informatiker : Nö. Habe noch keine Zeit gehabt 

Informatiker : Die Fette hat Vorrang vor deinen Sachen Fröhlich

Ich : Sag mir bitte Bescheid, wenn meine Sachen da sind. 

 

Die restliche Woche war dann Funkstille. Doch so sollte es nicht lange bleiben. Am Nikolaustag war er mit seiner Fetten* in Salzburg und mir wollte er am Montag darauf davon berichten. Ich bekam also drei recht harmlose Bilder - eines von einem Weihnachtsbaum, eines von ihm und eines von irgendwelchen Mozartzeugs. Ich wollte das wirklich nicht wissen. Ich wollte nur meine Ruhe vor ihm haben und damit ich diese bekommen konnte, musste ich mir überlegen, wie ich am schnellsten zu meinen Sachen käme. Also versuchte ich es dieses Mal auf die provokante Art, sagte, dass ich ihm nicht glauben würde, dass es seine Frauen wirklich gebe, da könne er mir Bilder und Screenshots schicken, bis er schwarz würde, denn sonst würde ich meine Sachen schon lange haben. Mir war längst bewusst, dass es zumindest diese Fette wirklich geben muss. Trotzdem bekam ich auf meine Provokation gleich noch ein Bild hinterher geschickt, auf dem sie beide ein Selfie von sich machten und dann gleich noch eins, ein Kussfoto. Ich glaube, diese Fotos sind extra für mich entstanden, um sie mir ganz bewusst schicken zu können. Ich hätte sie so oder so bekommen. Trotzdem hielt ich an meiner Provokation fest, unterstellte, dass mit Photoshop alles möglich sei. Daraufhin bekam ich zu hören, dass die Fette jetzt seine Freundin sei, ob ich das nun glaube, oder nicht und ich mich damit abfinden solle. Dann wollte er mir weis machen, wie glücklich er jetzt endlich wieder wäre und er für die Fette sogar das Bett neu bezogen habe, da sie jede Nacht mit ihm verbringe. 

Es ist lachhaft. Das Bett neu bezogen - mit der Bettwäsche, die ich gewaschen habe, die nach meinen Weichspüler riecht. Ich hoffe, beide haben wunderbare Träume.
Ich werde diese Textpassage jetzt trotzdem mal kopieren, denn es ist interessant, wie der Informatiker versucht, mir zu erklären, er sei richtig krass verliebt und mir dann etwas später allen Ernstes weis machen möchte, dass es Liebe ja gar nicht gibt.
 

 

Informatiker: Die Fette verbringt jede Nacht mit mir. Das gesamte Wochenende war sie bei mir 

Informatiker : Habe sogar das Bett neu bezogen. Mir fällt es auch wieder leichter Ordnung und Sauberkeit zu halten 

Informatiker : Für sie lohnt es sich. Ich bin wieder richtig motiviert und glücklich 

Informatiker: Sie gibt mir sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit. 

Ich : Wann krieg ich meine Sachen?

Informatiker: Ich bin Hals über Kopf in sie verliebt 

Ich : Ja, das weiß ich ja jetzt.

Informatiker : Wenn ich Zeit finde. Bis Weihnachten denke ich. Spätestens 26.12., denke ich 

Ich : Das geht nicht

Informatiker : Kommendes Wochenende backe ich mit der Fetten Kekse. Nur blöd, dass du meine Teigrolle noch hast. Fröhlich


"Bitte kauf dir ein Tagebuch und erzähle es dem. Es interessiert mich nicht, was du mit der Fetten machst." - dachte ich da nur.

Ich schlug ihm vor, dass er mir meine Sachen per Post schickt und ich ihm das Porto überweise, sagte, dass ich seinem neuen Glück nicht im Wege stehen wolle und er dann aber auch die Vergangenheit richtig abschließen solle. Er sagte, dies sei ihm zu umständlich. Ich solle einfach nach München kommen. Ich verstehe wirklich nicht, warum er so darauf beharrte, mich noch einmal sehen zu wollen. Er sagte, ich solle nicht so verbittert sein und dass wir doch Freunde bleiben können. Nun, es ist wahr, ich bin noch mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, befreundet. Er ist mein Exfreund und auch mein bester Freund und auch zum Friesen habe ich noch Kontakt und generell finde ich es gut, wenn man irgendwann wieder befreundet sein kann. Aber mit dem Informatiker will ich in meinem Leben nichts mehr zu tun haben. Wir sind fertig. Auch in 100 Jahren würde ich keine Freundschaft mit diesem Kranken haben wollen. 

Ich versuchte noch dieses und jenes, doch es führte kein Weg rein. Auch der Versuch, meine Sachen von Freunden abholen zu lassen, scheiterte. Viele Menschen boten es mir an, aber auf die Frage hin, wann der Informatiker die kommenden Tage zu Hause sein würde, sagte er "Gar nicht.". Er wollte sich von mir nicht drängen lassen, mir meine Sachen früher zu bringen oder zu schicken, sagte wieder, dass ich doch abgehauen sei aus München, um mich bei meiner Familie auszuheulen. Ich ließ ihn wissen, dass er nicht der Grund war, weshalb ich aus München weg bin. Meine Oma liege im Sterben und deswegen bin ich Heim. Das ist auch nicht erfunden. Ich wäre mit Sicherheit in den nächsten Tagen nach Hause gefahren, weil es meiner Lieblingsoma immer schlechter ging und immer noch geht. Seitdem ich zu Hause bin, haben wir sie schon viele Male im Heim besucht. Ursprünglich bin ich natürlich Hals über Kopf wegen ihm gefahren, aber eben nicht nur und er muss nicht denken, dass er das Zentrum des Universums ist! 

 

Informatiker: Habe nie behauptet, es würde sich alles um mich drehen

Ich : Du bist doch derjenige, der mich ständig belästigt hier, nicht ich. Du bist doch der, der es nicht gebacken kriegt, mit der Vergangenheit abzuschließen und mir meine Sachen zu bringen, damit er endlich glücklich sein kann. 

Informatiker : Ich lasse dich doch nur als Bekannte an meinem Leben teil haben. Ist freundlich gemeint. Du stichelst andauernd und drängelst, nicht ich. 

Informatiker : Abgeschlossen habe ich schon seit September. Da wussten meine Freunde schon, dass ich dich nach meinem Geburtstag abservieren werde. 

Ich : Ich will aber nicht an deinem Leben teilhaben. Du bist den Scheißhaufen nicht wert, den ich im Klo runter spüle. Du hälst doch krampfhaft an mir fest, anstatt mich in Frieden zu lassen. Ich will nur meine Sachen noch von dir und dann ist das hier zu Ende. Aber du bringst es ja nicht fertig, mich gehen zu lassen FröhlichFröhlich

Informatiker : Es läuft fast alles nach Plan. Sieh es nicht zu verbissen,  es hätte mit uns langfristig eh nicht funktioniert. Zu weit liegen wir beide auseinander 

Ich : Absolut. Ich wein dir keine Träne hinterher. Ich bin froh, dass du ne Neue hast, die dich als mein vollgesabbertes Spielzeug benutzt. Ich bin endlich frei von dir und du klammerst dich an mich, wie ein Baby. FröhlichFröhlich

Informatiker : Es ist doch witzig, dir zu zeigen, wie glücklich ich jetzt bin und dir damit auch zu zeigen, was du leichtfertig weggeworfen hast, weil du an deiner isolierten Weltsicht festhältst

Informatiker : Laut deinem Blog hat dir die Trennung doch ordentlich zugesetzt 

Ich : Ich habe einen kranken Psychopathen leichtfertig weggeworfen, wirklich schade, ja. Ich freu mich für dich, dass du glücklich bist, aber bitte sei glücklich in deiner kranken Welt. Und klammer nicht, indem du mir immer zu schreibst. FröhlichFröhlich

Informatiker: Und da tut es halt auch gut, den Finger tief in die Wunde zu drücken und zu drehen, bis du vor Schmerz verrückt wirst 

Informatiker : So merkst du dann, dass du eben nicht so eine tolle und schöne Frau bist, wie du immer von dir denkst 

Informatiker : Deine Weltanschauung und deine Familie werden dir immer ein Laster sein. 

Ich : Welche Wunde? Ich bin frei von dir. Mir gehts blendend. Dich stört es nur, dass du nicht weißt, was ich treibe. Ich seh immerhin nicht aus, wie mein Bruder und such mir eine Fette nach der andern, weil ich nix anderes kriege.FröhlichFröhlich

Informatiker : Echt schade, du könntest sonst so viel aus dir machen 

Informatiker : Gut, dass du dich als fett bezeichnest.Fröhlich du warst meine erste und einzige Fette 

Ich : Gut, dass du das immer geleugnet hast :D

Informatiker : Du warst so leicht zu bekommen, dass hat mir eine Zeit lang ausgereicht. Du entsprichst aber nicht meinen Ansprüchen also habe ich mich umgesehen und gleich mehrere gefunden 

Ich : Da sind wir uns ja einig, denn du entsprichst meinen auch nicht mehr.

Informatiker : Hey, sollte ich dir ins Gesicht sagen, dass du fett bist und ich dich nicht wirklich attraktiv finde? Das hätte sicher wunderbar funktioniert. Fröhlich

Ich : Halb so wild, hab dir ja auch nicht gesagt, dass du deinem Bruder zum verwechseln ähnlich siehst und deine Zähne schon abartig braun waren. Was will ich auch mit einem, der im Bett nix kann? 

Informatiker : Noch nie war eine Frau so leicht zu haben wie du. Denk mal drüber nach... Wohl doch mehr Schlampe in dir als du denkst m

Ich : Aber du bist nicht leicht zu haben, oder was? FröhlichFröhlich

Informatiker : Deine Schauspielerei im Bett war mir egal. Hab halt ab und an abgespritzt, wenn ich die verheiratete Schlampe oder die Fette nicht vögeln konnte. Passt schon 

Informatiker : Dein falsches Gestöhne habe ich ausgeblendet. Seit dem Oktoberfest habe ich dich betrogen 

Informatiker : Mit der lovoo app habe ich Frauen kennengelernt. 

Ich : Nur weil du zu blöd dazu bist, dir selber einen runterzuholen FröhlichFröhlich

Informatiker : Nach einigen Experimenten habe ich mich für die verheiratete Schlampe und die Fette entschieden. 

Informatiker : Du bist echt extrem fett, ekelst du dich nicht vor dir selbst?

Ich : Du musstest es ja nötig haben. Jeder weiß, dass da nur Schlampen sind, die jeden nehmen. Vermutlich wirst du selber gerade betrogen. Die Liebe fürs Leben bei lovoo, dass ich nicht lache.

Informatiker: Ich finde mich selbst zu dick und mache daher Sport, damit ich nicht ganz aus dem Leim  gehe. Du machst gar nichts, gammelst nur herum, verkackst dein Studium und futterst den ganzen Tag

Informatiker : Liebe fürs Leben bei Lovoo? Nein. Die Fette habe ich darüber als einzige nicht kennengelernt. 

Ich : Und du denkst, das geht mir jetzt nahe? Oh, das tut mir jetzt aber leid. 

Informatiker : Ich will dir nur helfen, damit du deinem nächsten besser gefällst 

Ich : Wo dann, auf dem Strich? FröhlichFröhlich

Informatiker : So wie dich? 

Ich : Bei meinem nächsten Umstyling nehm ich dich mit ;)

Informatiker : Du könntest echt so eine Drecksnutte geben

Ich : So wie du?

Informatiker : Ich sehe gut genug aus. Etwas mehr Sport und gut ist. 

Informatiker : Ich bin ein Mann, bei mir ist die Anzahl der Sexpartner egal

Ich : Sport allein wird dir nicht helfen.

Ich : Willkommen in der Urgesellschaft. Schade, dass du dich nicht weiter entwickelt hast. Da sieht man wieder die Verwandtschaftsverhältnisse FröhlichFröhlich

Informatiker : Wenn du meinst. 

Ich : Ja

Informatiker: Du hättest dich während unserer Beziehung auch besser umgesehen oder es mal durchgezogen

Ich : Was?

Informatiker : Ob nun mit dem Typen auf der Stockwerksparty oder der farbigen Tussi

Informatiker : Dank dir weiß ich, dass Treue nicht wichtig ist und fremdgehen sich nicht schlimm anfühlt. Im Gegenteil 

Ich : Ich hab nich so ein minderwertiges Selbstwertgefühl, wie du

Ich : Das schreiben nur welche, die es im Bett nicht bringen :D

Informatiker : Damit hat das nichts zu tun. Was sind Frauen schon wert? 

Informatiker : Hmm, dafür bist du recht oft gekommen und auch die verheiratete Schlampe, ne komische Tussi aus der Heimat, noch irgendeine imaginäre Dame und die Fette* haben sich nie beschwert

Ich : Frag das doch mal die Fette, was Frauen schon wert sind ;)

Informatiker : Die Fette muss nicht alles wissen. 

Ich : Weil du ja so glücklich und richtig verliebt und Betthasen nicht alles wissen müssen Fröhlich

Informatiker : Wie fühlst du dich eigentlich mit dem Wissen, dass ich mit dir geschlafen habe und am selben Tag vorher mit einer anderen und du somit ihr Sekret [hier stand ursprünglich mal was anderes, aber es ist so schon dreckig genug, da habe ich das Wort mal geschönt] in dir hattest. Fröhlich

Informatiker : Du warst eher mein Betthase. Fröhlich 

...

Informatiker: Was soll an Liebe soll toll sein? Es ist doch nur eine Floskel? Liebe gibt es doch gar nicht. 

Informatiker : Man fühlt sich eine Zeit lang mit jemand wohl und gut ist. Auf Dauer? Bestimmt nicht. Liebe gibt es doch gar nicht. 

....

Informatiker: Ich hätte mich dabei erwischen lassen sollen. Ich wollte dich maximal verletzen. 

 

Es blieb noch eine Weile schmutzig. Ich muss das jetzt auch nicht alles kopieren, da haben wir beide schlimme Sachen gesagt, die einfach unter die Gürtellinie gingen und auf die ich auch nicht stolz bin. Generell ärgert es mich sehr, dass ich mich an diesem Tag schon wieder auf sein Niveau herab gelassen habe. Dennoch kam jetzt erst noch der Hammer bezüglich meiner Oma:

 

Informatiker: Rede dir alles schlecht, wenn dir das gut tut. Das Collagenbuch spricht eine andere Sprache. Ich war mit das beste, was du hattest. Das wissen wir beide 

Informatiker : Du hast sozusagen deinen besten Freund verloren. 

Ich : Nicht verloren, gestorben.

Informatiker : Vor einem Jahr hattest du einen der schönsten Monate. Dieses Jahr ist es ein Scherbenhaufen. 

Informatiker : Mit dem Sterben deiner Oma bestraft dich dein Karma für dein Verhalten, dass weißt du ganz genau 

Ich : Aus Schaden wird man klug

Informatiker : Du alleine hast das ausgelöst 

Informatiker : Echt traurig, wirklich. Aber du hast es so gewollt 

Ich : Pass lieber auf, wenn du das nächste mal mit dem Auto unterwegs bist ;)

Ich : Hex hex 

 

Das war mir wirklich zu blöd. Einmal mehr nutzte er es aus, dass er mich so gut kennt, dass ich an Karma glaube und dass alles, was man sagt oder tut im Leben doppelt und dreifach auf einen zurückfällt. Das war extrem hart und deswegen kam dann der Spruch mit dem Auto. Schon allein dafür, dass er diese Sache mit meiner Oma aussprach, musste ich ihm eine Warnung aussprechen, denn sein Karma ist mit Sicherheit nicht besser, als meins. 

 

Informatiker : Wünscht mir jetzt schon einen Autounfall? 

Informatiker : Du bist echt extrem abgestürzt 

Ich : Wie kommst du denn auf sowas?

Informatiker : Wegen deinem hex hex

Ich : Spaß verstehst du also auch nicht mehr

Informatiker : Von wegen Spaß. Du bist derzeit bitter böse 

Ich : Das hättest du wohl gerne.... da muss ich dich enttäuschen

Informatiker : Dann ist doch alles gut 

Ich : Ich hab mich dann auch jetzt genug mit dir abgegeben. Schreib mir wieder, wenn meine Sachen da sind und bis dahin, lass mich in ruhe.

Informatiker : Nö. Du darfst ruhig leiden

Informatiker : Fröhlich

Ich : Ich leide wie verrückt. 

Ich : Du kannst mir maximal meine Zeit stehlen.

Informatiker : Schade, dass es derzeit nicht so ist, weil deine Oma wichtiger ist 

Ich : Das wär auch so, wenns meiner oma gut ginge

Informatiker : Rede dir das nur ein. Du leidest unter der Trennung. Hast dir noch nichts neues gesucht, hast von dir aus geschrieben und gefragt, ob die Frauen echt sind 

Ich : Einbildung ist auch eine Bildung, Schnuffelchen ;)

Informatiker : Wenn du wenigstens diese hättest... 

Ich : Oh, entschuldige bitte, wer von uns beiden hat bitte das bessere Abitur? Und studiert? Und hat es nicht abgebrochen, weil er zu blöd, zu faul und arm war? 

Informatiker : Du wirst es nicht schaffen. Das wirst du bald merken. 

 Ich : Und wenn schon? Ich bring mich deswegen nicht um ;)

Informatiker : Weil du ja dann ein Hartz IV Leben wie deine Familie führst 

Ich : Und dann kann ich mir immer noch n reichen Typen suchen, der nicht sein ganzes Geld zum Fenster raus wirft

Informatiker : Tu das. Du wirst niemand aus gut bürgerlichen Verhältnissen bekommen. 

Ich : Wenn die alle so gestört sind, wie du, will ich das auch gar nicht FröhlichFröhlich

Informatiker : Da war ich der einzige 

Ich : Der einzige mit ner klatsche?

Informatiker : Lass dich am besten schwängern, anders wirst du keinen Mann auf Dauer bekommen 

Informatiker : Klatsche, weil ich mein Leben genieße und dich eine Zeit lang verarscht habe? 

Ich : Für privilegierte Ratschläge frag ich in Zukunft nur noch dich ;)

Informatiker : Na dann

 

Circa fünf Stunden später kam wieder ein "Gute Nacht" und wieder wusste ich nicht, was ich damit nach diesem Gespräch damit anfangen sollte... als wäre nie was gewesen. Einfach nur krank. Ich antwortete nicht. 

 

This time baby I'll be bulletproof 

 

Dann war die ganze Woche Ruhe, bis ich am Wochenende selbstverständlich wieder über seine Aktivitäten mit der Fetten* unterrichtet wurde. Ich bekam pünktlich zum dritten Advent ein Keksfoto mit einem "Frohen dritten Advent" - und da hat es mir dann gereicht. Es war eindeutig zu viel. Ich wollte mich nicht noch einmal auf so ein Niveau herablassen und wenn dies bedeuten würde, dass ich auf meine Sachen verzichten muss, dann wäre das eben so. Ich wollte ihn endlich blockieren, los werden, nichts mehr von ihm hören. Und so schrieb ich:

"Weißt du was, Informatiker? Du bekommst es ja nicht hin, mich in Ruhe zu lassen. Darauf hab ich keinen Bock. Behalt meine Sachen einfach, verbrenn sie, spende sie der Wohlfahrt - is mir scheiiiiß egal. Ich will sie nicht. Und du bist jetzt abgeschrieben. Ich blockiere deine Nummer jetzt überall. Hab echt die Schnauze voll."

Und dies sollte keine leere Drohung werden. Kaum hatte ich es abgesendet, setzte ich ihn auf die Blockierliste im Chat, ohne zu wissen, wie und ob er im Endeffekt überhaupt noch darauf reagierte. Und selbst wenn er meine Sachen noch vor meinem Appartement abstellte, es liefen genug Menschen für mich ihre Runden. Ich war abgesichert. Auch im Telefonbuch habe ich seine Telefonnummer gleich gesperrt, dachte, ich wäre nun sicher, denn der letzte Mensch, von dem ich an meinen Geburtstag zwei Tage später hören wollte, war er.

Ich war mir also sicher, dass er mich nicht erreichen kann. Aber diese Rechnung machte ich ohne mein Tablet. Pünktlich zu meinem Geburtstag am 16.12. trudelte eine SMS vom Informatiker ein: "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Feier schön und genieße den Tag. Viel Erfolg und beste Gesundheit im neuen Lebensjahr." Da fiel ich aus allen Wolken. Mir war nicht bewusst, dass ich SMS extra blockieren muss. Das schrieb ich ihm auch: "Interessant, dass ich deine Nummer für SMS extra sperren muss. Wusste ich nicht. Gut, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast ;) Und tschüss, kranker Typ." Mit meiner kleinen Schwester, die auch ein Samsung-Gerät besitzt, probierte ich das dann erst mal aus. Und natürlich gibt es auch hier Tücken. Man kann eine Nummer bei SMS nur auf eine Spamliste setzen. Wenn der Absender dann eine SMS sendet, kommt diese trotzdem an und der Absender erhält auch einen Zustellungsbericht, wenn er diesen angefordert hat. Doch der Empfänger wird nicht benachrichtigt, dass er gerade eine SMS erhielt, sie erscheint auch nicht im Posteingang. Stattdessen wird sie umgeleitet in einen Spamordner und ob man da nun reinschaut oder nicht - das bleibt dem Handybesitzer überlassen. So kam während des Austestens noch eine Antwort vom Informatiker: "Interessant, wie du dich für Glückwünsche bei mir bedankst. :-( " und dann landete seine Nummer auf der Spamliste. In den Spamordner habe ich seitdem nicht mehr geschaut, nicht an Weihnachten oder sonst wann und habe ich auch nicht vor. Soll er doch glücklich werden, wirklich, aber ich habe jetzt endlich meinen Frieden.

Und auch, wenn ich in ein paar Tagen, Anfang Januar, wieder nach München fahre, werde ich nicht in den Ordner schauen. Sollten meine Sachen vielleicht doch da stehen, gut so. Wenn nicht, auch gut so. Vielleicht habe ich ja auch einen Brief in meinen Briefkasten, so wie beim Friesen damals. Doch dieses Mal bin ich klüger. Er würde ungelesen in den Müll wandern. Und wenn er unangemeldet vor meiner Tür stünde (angemeldet wäre ja sowieso nicht mehr möglich), würde ich wohl kaum öffnen, zumal ich das auch nicht glaube. Immerhin hat er ja jetzt seine Neue.

 

Willkommen und Abschied 

 

Und ja, das ist hart für mich. Es wird so ungewohnt sein, wieder nach München zu fahren und das erste Mal nicht vom Fernbus abgeholt zu werden, sich auf den Menschen zu freuen, den man so sehr geliebt hat. Während dieser sich einen billigen Ersatz gesucht hat. Einen Ersatz, mit dem er sehr vermutlich Weihnachten und Silvester verbrachte, weil sich das für ihn in einer Beziehung ja so gehört. Einen Ersatz, dem er vermutlich irgendwelchen teuren Schmuck zu Weihnachten schenkte, weil sie - im Gegensatz zu mir - sicher Schmuck mag und so oberflächlich sein wird, dass sie sich sicher sehr darüber gefreut hat und er so oberflächlich ist, das zu ahnen und sich keine weiteren Gedanken zu machen brauchte.

Kekse hat er mit ihr vermutlich in der Küche auf dem kleinen Tisch mit dem Wachstischtuch vorbereitet - das wir zusammen ausgesucht und gekauft haben. Und dann lag er sicher faul mit ihr auf der Couch rum - die wir zusammen hoch getragen haben und auf der wir so viele schöne Stunden verbracht haben, während vermutlich vom Balkon draußen der halb vergammelte Kürbis traurig ins Wohnzimmer blickt, den wir zu Halloween gemeinsam geschnitzt haben und den du vermutlich noch immer nicht weggeräumt hast. Und hinter der Couch auf dem großen Tisch werden noch immer die zwei Puzzles liegen, die wir zusammen geschafft haben. Und vor euch auf der Couch werden auf dem Couchtisch im Kerzenhalter die Duftkerzen der Duftrichtung "Muffin" brennen, die wir wegen mir kauften und wenn euch langweilig ist, werdet ihr Wii spielen, die gleichen Spiele, die wir einst spielten und vermutlich wird sie 100x besser sein, als ich, weil das auch keine große Kunst ist. 

Und generell ist es einfach so abgefuckt, weil wir nicht nur schlechte Zeiten hatten. Wir haben uns auch gut ergänzt. Wir konnten echt über alles reden. Manchmal lagen wir nachts wach und unterhielten uns über Quantenphysik und Paralleluniversen, so eine abgefuckte Scheiße. Wir hatten tollen Sex. Meiner Meinung nach konnten wir uns genau das geben, was wir brauchten. Finde erst mal wieder jemanden, der genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist und auch wenn wir beide im Nachhinein das Gegenteil behaupteten, glaube ich nicht, dass es so war. Ich konnte dir meine Seele vor die Füße kotzen und du mir deine. Ich hätte nie gedacht, dass du sie eines Tages gegen mich verwenden würdest.  Du warst doch der, der mal behauptete, wir wären füreinander geschaffen.

Aber es ist auch okay. Ich blicke nach vorne und es stimmt, ich war noch nie ein Kind von Traurigkeit. Auch ich werde wieder tolle Kuchen für jemand anderes backen. Und leckere Gerichte kochen. Auch in meinem Bett wird wieder jemand Neues liegen. Wenn ich erst wieder in München bin, werden die Karten neu gemischt und darauf freue ich mich schon, denn ich habe nicht den Glauben in die Liebe verloren, sondern nur den Glauben in dich! Ein Zurück wird es nie wieder geben.

 



Can you lie next to her
And give her your heart, your heart
As well as your body

And can you lie next to her
And confess your love, your love
As well as your folly

And can you kneel before the King
And say I'm clean, I'm clean

But tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart
Oh tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart

A white blank page and a swelling rage, rage
You did not think when you sent me to the brink, to the brink
You desired my attention but denied my affections, my affections

So tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart
Oh tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart

Lead me to the truth and I will follow you with my whole life
O lead me to the truth and I will follow you with my whole life

*Mumford And Sons – White Blank Page*

20.12.2014 um 16:59 Uhr

Niveaulos

 

Nun, ich denke, dies hier werden die letzten Einträge zum Thema Informatiker werden. Danach wird sich dieses Kapitel für mich hoffentlich für immer schließen. Ich habe mich die letzten Wochen ja sehr bedeckt gehalten, was dieses Thema anging, denn ich brauchte Ruhe um mich herum. Und doch gibt es diesen Zeitpunkt, an dem ich es niederschreiben muss, denn ich brauche es für mich, für meine Erinnerungen, meine Gefühle, meine Welt, mein Chaos, für die Summe meiner Teile. Zu gerne würde ich wohl das gesamte letzte Jahr aus meinem Gedächtnis streichen, aber das kann ich nicht. Es ist ein Teil von mir und gehört genauso zu meiner Geschichte, wie alle anderen vor dem Informatiker auch. Es ist mir egal, ob er selbst es lesen wird, denn er liest mittlerweile in meinem Blog, wie manch anderer in der Tageszeitung. Ich möchte mit diesem "Menschen" einfach abschließen und dazu gehört nun mal auch ein abschließender Eintrag.

 

Die Vorgeschichte

Wir verbrachten das vorletzte Novemberwochenende zusammen. Es war das Wochenende seines Geburtstages und es war auch ein Wochenende, an dem ich meine Regelblutung bekommen sollte. Normalerweise bekomme ich diese immer in der Nacht von Samstag auf Sonntag, doch nicht an diesem Wochenende. Auch am Sonntag ließ sich die rote Dame nicht bei mir blicken. Natürlich bereitet einem das Sorgen, wenn man sich doch sonst immer auf die Pille verlassen kann und auch so nicht wirklich etwas anstellte, weshalb sie dieses Mal versagen sollte. Es ist mir früher schon einmal passiert, dass ich meine Regel erst Montagabend bekam, aber das ist wirklich schon eine halbe Ewigkeit her. In meiner Ehrlichkeit berichtete ich dem Informatiker davon und so kam es dazu, dass wir am Montagmorgen im Auto saßen und uns über den 'Was-wäre-wenn-Fall' unterhielten. Obwohl der Informatiker genau wusste, wie ich zu diesem Thema stehe, war das erste, was er in den Mund nahm, das Wörtchen "Abtreibung". 
Wenn wir früher im Scherze darüber redeten, sagte er oft, dass er es sich ja leisten könne und lieber heute, als morgen mit seinen vier Kindern, die er sich wünsche, anfangen wolle. Doch an diesem Montagmorgen, als es bitterer Ernst wurde, war von alldem nichts mehr zu hören. Abtreibung - dass er das wirklich dachte und auch noch laut aussprach, machte mich fassungslos und auch sonst vermittelte er mir die ganze Zeit den Eindruck, ich würde sein Leben zerstören, hätte ich tatsächlich einen Braten in der Röhre. Einen Vaterschaftstest wolle er dann übrigens auch haben. Ach ja und dass meine Eltern das Kind sehen, möchte er übrigens auch nicht, falls es denn so wäre. 
Wie bitte?! Vaterschaftstest? Meine Eltern, die ihr Enkelkind nicht sehen sollten, weil sie HartIV-Empfänger sind? Und hier sei mal angemerkt, dass meine Eltern nicht dumm sind. Okay, vielleicht leben sie nicht unbedingt so, wie andere es von ihnen erwarten würden, aber sie sind sehr kluge Menschen mit dem Herzen am rechten Fleck! Sie genügen lediglich nicht den gesellschaftlichen Ansprüchen und offenbar auch nicht denen des Informatikers. Die Frechheit dabei ist, dass er meine Eltern nicht einmal kennt, auch nicht kennen lernen wollte, sie nur von meinen Erzählungen her beurteilte und sie dennoch verurteilte. Er hält sich ganz klar für etwas Besseres. Doch am Ende ist er nur ein Etwas. 
All diese Dinge brachten mich dazu, dass mir noch im Auto die Tränen kamen. Er benahm sich wieder einmal wie ein totaler Arsch. Doch dann fragte er mich, wieso ich weinte. Ich sagte ihm, dass ich das Gefühl habe, ich würde sein Leben zerstören, wenn ich schwanger sei. Daraufhin nahm er meine Hand und wurde ganz sanft, sagte, dass ich das bestimmt nicht täte und er definitiv hinter mir stehen würde, dass wir das gemeinsam schaffen würden. Dann stieg ich aus dem Auto, er fuhr weiter zur Arbeit und ich lief geradewegs in die Drogerie, um mir einen Test zu kaufen. Ich hatte mir in meinem ganzen Leben noch nie einen Test gekauft, aber vermutlich machten wir beide uns gegenseitig so verrückt, dass ich einfach das Bedürfnis hatte, mir einen zu besorgen. Vorgenommen hatte ich mir aber, erst am Dienstag drauf zu pinkeln, falls ich meine Regel dann noch immer nicht gehabt hätte. Zu Hause angekommen schrieb ich dem Informatiker, dass ich mir einen Test kaufte und auch hier war seine Reaktion wieder sehr süß und vermittelte ein Gefühl von Sicherheit: "Hallo Schatz, lass dich nicht herunterziehen. Ich hoffe, dass du nicht schwanger bist. Falls doch, kriegen wir das auch hin." Und im Laufe des Vormittages gab es dann zum Glück auch Entwarnung. Dennoch  eskalierte die Situation gleich darauf.

Der Informatiker bekam Angst, vertraute plötzlich weder der Pille, noch mir, wollte für eine gewisse Zeit auf Kondome umsteigen. Das hat mich sehr aufgeregt, denn ich mag diese Dinger in einer festen Partnerschaft einfach nicht. Für ihn machen sie angeblich keinen Unterschied, für mich aber schon. Außerdem war für mich bewiesen, dass ja nun doch Verlass auf die Pille ist, also war diese Diskussion einfach überflüssig. Doch damit nicht genug. Ich musste mir auch vorwerfen lassen, dass ich nicht auf meinen Körper achte. Ja, es stimmt, ich übergebe mich häufiger, als andere Menschen und auch so machen mir Magen und Darm oft Probleme und trotzdem renne ich nicht zum Arzt, weil ich eine Ärztephobie habe. 
Doch ich musste mir auch sagen lassen, dass ich wegen dieser Phobie nicht regelmäßig zum Frauenarzt ginge und das stimmte einfach nicht! Ich kann gar nicht zum FA, nur um mein Rezept zu holen, denn das bekommt man ohne Untersuchung gar nicht und die Krankenkasse zahlt mittlerweile auch nur noch die Untersuchung einmal im Jahr und diese muss ich ja machen lassen und lasse ich auch machen. Das alles machte mich so wütend, dass ich zu ihm sagte, dass wir uns wohl mal ernsthaft unterhalten müssten und ich setzte ihm das Messer auf die Brust, machte ernsthafte Andeutungen, die Beziehung zu beenden, wieder einmal. Es kam in den letzten Wochen öfter vor, dass ich darüber nachdachte und diese Möglichkeit als Lösung in Betracht zog. Aber nicht, ohne mit ihm noch einmal darüber zu reden. Ich sagte nicht, dass ich Schluss machen wollte, dennoch verstand er es so, sagte aber in seinem Narzissmus, dass eine Trennung 'nicht zur Debatte stünde', versuchte mich zu beruhigen, doch ich war längst in Rage. Und so steigerte auch der Informatiker sich immer mehr in die Sache hinein, warf mir vor, ich wäre feige, egoistisch und unfair und noch so manch anderes. Ich beharrte darauf, dass ich persönlich mit ihm reden wolle. Er hat sich öfter schon darüber beschwert, dass wir über unsere Probleme nur schreiben und selten reden könnten und dieses Mal wollte ich dem ganzen einfach gleich entgegen wirken. Doch der Informatiker verstand es wohl so, dass ich lieber persönlich mit ihm Schluss machen wolle, als im Chat und so wirkte er mit aller Gewalt meinem Vorschlag entgegen, sich persönlich zu unterhalten. Doch dann lenkte er schließlich doch ein und schrieb ich solle gegen 20Uhr bei ihm im Wohnort sein. Das war keine Bitte und es war auch keine Frage - es war ein Befehl. Ein Befehl, dem ich nicht bereit war, Folge zu leisten. 
Ich sagte, dass ich nicht kommen würde und er sagte, dass er mich auch nicht abholen würde. Ich antwortete, dass ich das auch nicht verlangen würde, wir uns aber auf neutralem Boden treffen sollten, um zu reden. Damit habe ich dann wohl die kleine Flamme erneut zum lodern gebracht, denn im Kopf des Informatikers trifft man sich wohl nur auf neutralem Boden, um die Beziehung zu beenden. Ich sage es an dieser Stelle noch einmal: Das hatte ich nie vor. Ich hatte es zwar durchaus als Lösung in Betracht gezogen, aber es war nicht das, was ich wollte. Trotzdem folgten noch mehr Vorwürfe, dass ich uns heute zerstört hätte; dass das keine Beziehung sei, da ich Weihnachten und Silvester lieber zu Hause verbringe und so weiter. Und dann war es plötzlich still. Bis abends noch ein "Gute Nacht" von ihm kam. Das war für mich der Silberstreif am Horizont. Zum Geburtstag schenkte ich dem Herrn ein Erinnerungs-Foto-Album von uns beiden, in dem auch wenige Dinge standen, die ich an ihm hasse. Einer dieser Punkte war, wenn er mir nicht gute Nacht sagt. Und nach diesem Streit kam es. Es war meine Hoffnung.

Am Dienstag war unsere Konversation jedoch kurz und schmerzlos:

Informatiker: Guten Morgen. Hast du trotz unseres Stress halbwegs gut geschlafen? 

Ich : Guten Morgen. Ich schlafe nur noch seitdem. Und du so?

Informatiker : Ich funktioniere... 

Ich : Auch im Schlaf?

Informatiker: Wenn ich denn schlafe... Wann willst du nach Hause fahren? Willst du mich wirklich bis Januar alleine lassen? 

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich dem Informatiker sagte, wenn er nicht mit mir reden könne, ich dann nach Hause fahren würde und diese Beziehung damit ein Ende für mich hätte. Natürlich wollte ich ihn am Vortag damit drängen, ich wollte eine Reaktion erzwingen. 

Ich : Wenn du nicht in der Lage bist, mit mir zu reden...

Informatiker: Will ich ja 
Will dich nicht verlieren. 
Morgen würde ich gerne mit dir reden 

Ich : Was passt dir denn an heute nicht in den Kram?

Informatiker: Fühle mich nicht so besonders. Bin irgendwie voll im Arsch 

Informatiker, eine Stunde später, nachdem ich nicht antwortete: War heute beim Zahnarzt, wie du weißt. 

Ich, sehr viel später : Um welche Zeit? 

 

Ich war sehr sauer am Dienstag! Wir hatten am Montag einen riesen Krach und dass wir an diesem Tag nicht mehr miteinander reden würden, war absehbar. Doch ich sagte ihm, drohte ihm damit, nach Hause zu fahren und er tat einfach nichts. Auch meine letzte Frage nach der Uhrzeit hat er noch gelesen, jedoch nicht darauf geantwortet. Es sollte sich wenig später herausstellen, dass er mich bereits da bis zum Mond und zurück belog.
Am Dienstag gab es dann auch keine gute Nacht-Wünsche mehr. Ich war sauer und zwar sehr! Das führte dazu, dass ich am Mittwoch nicht mit schrieb. Ich wollte das klären und er wollte - ja, was eigentlich?

 

Das Gespräch

 

Dadurch, dass ich am Mittwoch auf keinen seiner technischen Versuche, mich zu kontaktieren, einging, provozierte ich eine Reaktion. Nämlich die, dass er vorbei kommt. Und so stand er gegen Abend vor meiner Tür, um mit mir zu reden. Doch, was ich mir von diesem Gespräch erhoffte, war nicht das, was ich bekam. 
Zu erst einmal setzte er sich wie so ein Pascha mit dicken Eiern breitbeinig auf mein Bett. Wie der Überking saß er da und das machte mich unbewusst unglaublich aggressiv. Später schaute er dann noch ständig auf seine Uhr, was mich noch wütender machte. Als wäre ich nur ein Termin, den er gerade so dazwischen quetschen konnte. Er wollte am Donnerstag in seine alte Heimat fahren und musste noch packen, so rechtfertigte er das ständige auf die Uhr schauen. Ich fand es sehr dreist. Immerhin stand unsere Beziehung auf dem Spiel und ihn interessierte nur sein ungepackter Koffer. Doch das war nicht alles, aus seinem Mund kam nur Durchfall. Wir sind die einzelnen Gesprächspunkte vom Montag noch einmal durchgegangen. 
Das mit der Abtreibung sagte er angeblich, weil er geschockt war. Normalerweise würde er diese Ansicht auch nicht vertreten. He, tut der so, als wäre das an mir spurlos vorbei gegangen? Als hätte ich mich über einen Braten in der Röhre gefreut, gerade jetzt, wo es mit dem Studium alles andere, als rosig läuft? Und dennoch würde ich niemals über Abtreibung nachdenken. Trotzdem konnte ich diesen Punkt seiner Haltung nachvollziehen. 
Dann ging es weiter mit dem Vaterschaftstest und er wollte mir schon am Montag im Auto vermitteln, dass dies nichts Persönliches sei. Von seiner Ex hätte er das auch verlangt, wäre es soweit gekommen und von jeder, die nach mir käme, würde er es auch verlangen. Doch ich machte ihm lautstark deutlich, dass dies immer etwas Persönliches sei. Es ist das grundsätzliche Misstrauen, das grundsätzliche Zutrauen, dass ich zum einem fremd gegangen wäre und ihm zum anderen auch noch ein Kuckuckskind ins Nest setzen würde. Er sagte zu mir, dass es für diesen unbedingt gewollten Vaterschaftstest auch noch zwei andere Gründe geben würde, die er mir aber nicht sagen könne, seine Freunde wüssten sie aber. 
Was soll das? Warum muss er mir das auf die Nase binden? Er weiß doch genau, wie ich bin...seine Freunde wissen es, aber mir kann er es nicht sagen? Spasti. Vermutlich kann er keine Kinder zeugen. Ist der einzige Grund, der mir einfällt... Achja und wo wir gerade bei seinen Freunden sind - Ich mochte sie ja eigentlich. Alle kamen mir beim O-Fest sehr sympathisch vor, aber im Grunde sind sie wohl auch nur gefühlsmäßig verkrüppelte Einzeller. Denn als der Informatiker ihnen mitteilte, dass ich vielleicht schwanger sein könnte, sollen alle gesagt haben, dass er mich in den Wind schießen solle. Sehr erwachsen, meine Herren! Doch seine angebliche Antwort darauf war beinahe nicht mehr zu toppen - Wäre ich schwanger, dann müsse er ja so oder so zahlen, dann könne er auch gleich mit mir zusammen bleiben. Wahre Liebe! Und einer seiner Freunde, er verrate mir aber nicht welcher, hätte ihn gefragt, was er denn mit mir Trostpreis wolle. Dieses Wort wäre schon lange nicht mehr gefallen. Ob ich wisse, was ein Trostpreis sei. Er sehe das ja nicht so. Dass er das nicht so sieht, greifen wir an einem späteren Punkt noch einmal auf. Während er mir das alles so erzählte, saß er beinahe grinsend auf dem Bett.
Die Sache mit meinen Eltern meinte er übrigens sehr ernst. Er möchte nicht, dass sein Kind in eine Flodder-Familie käme. Vielleicht läge es auch nur an meinen Erzählungen, die sicher zum Teil übertrieben waren, aber jedenfalls möchte er es nicht. Ich fragte ihn, ob das so sei, weil er aus einer Spießerfamilie stamme. Das dementierte er, er käme aus einer normalen Arbeiterfamilie. Na, Moment mal! War es nicht seine Mutter, die irgendwann mal eine Ausbildung machte, aber nie gearbeitet hatte, weil sie sich von ihrem Mann aushalten ließ? Seine Mutter, um deren Existenz er bangte, weil sein Vater lebensbedrohlich erkrankt war und sie dann voraussichtlich finanziell nicht mehr zurecht käme? Arbeiterfamilie...ist schon klar. Vom Bruder ganz zu schweigen. Manche Leute sollten vielleicht erst einmal vor ihrer eigenen Türe kehren, bevor sie vor andere scheißen.
Irgendwann war mir das alles auch zu viel. Ich sagte, dass ich für diese Probleme, die jetzt aufgetaucht sind, keine Lösung finden würde. Alle anderen Streitereien vorher konnten wir klären und aus der Welt schaffen, aber das hier ginge nicht so einfach. Er sah das lockerer. Wir sollten halt irgendwann noch einmal darüber reden und dann würde das schon wieder werden. Er sehe das zuversichtlich und wolle auch nicht, dass die Beziehung vorbei sei. Irgendwann sagte ich gar nichts mehr, weil ich einfach nichts mehr zu sagen hatte. Ich war wie breitgeschlagen von seinen Einstellungen, seiner Erscheinung und dem, was er von sich gab. Er sagte, ich würde aussehen, als würde ich gleich komplett ausrasten und ihm irgendwas um die Ohren hauen. Ich entgegnete, dass ich die Ruhe selbst sei und nicht wütend, sondern enttäuscht und traurig. Er beendete die Stille recht schnell, sagte, er müsse ja noch packen, ging aufs Klo und sagte dann zum Abschied, dass ich es mir überlegen solle, er denke, man könne über alles noch mal reden und dass er sich melden würde, wenn er zu Hause sei und wenn er ins Bett ginge. Dann ging er. Ich blieb zurück und musste heulen.

 

Der Showdown

 

Ich musste vor allem deswegen weinen, weil ich meinen Informatiker kaum wieder erkannte und das ging mir zum Oktoberfest schon einmal so. Wer war dieser Mensch bloß, der da gerade da war? Hatte er Recht und wir würden das nur vom drüber reden wieder hinbekommen? Lag ich von meinem Gefühl her so falsch? Ich konnte das nicht. Ich wollte das auch nicht. Und das teilte ich ihm in einem ellenlangen Text mit, wie ich sie schon öfter schrieb. Zählte ihm endlos viele Dinge auf, weshalb wir nicht zusammen passen würden und was er meiner Meinung nach für eine Person brauchen würde. Normalerweise ist er dann derjenige von uns beiden, der voller Zuversicht sagt, dass er so eine Frau ganz sicher nicht brauchen würde und dass er nur mich wolle, dass ich perfekt für ihn sei, wie ich bin und er mich mit all meinen Macken liebe würde, dass es das doch erst interessant machen würde, dass ich sein Jackpot bin, dass er mich nicht verlieren wolle und und und... Doch dieses Mal nicht. Vielleicht habe ich das erwartet, weil es immer so war, weil er immer derjenige war, der nie meine Hand losließ, wenn ich wieder wegrennen wollte. Das liebte ich sehr an ihm und das wusste er auch. Doch dieses Mal bekam ich als Antwort, dass ich besser an mir arbeiten sollte, als den Kopf in den Sand zu stecken. Doch ich sagte, dass es gewisse Dinge geben würde, an denen ich nicht arbeiten wolle. Und dann folgte ein Gesprächsabschnitt, der mich so tief verletzte, dass ich es nicht in Worte fassen kann:

Informatiker : Wenn du mich nicht mehr willst, finde ich auch eine andere. Lange hast du nicht Zeit, deinen  Fehler rückgängig zu machen. Du glaubst doch nicht, dass es keine Interessentinnen gibt. Fröhlich  

Ich : Es ist leichter für dich jmd besseren zu finden. Da sagst du es selbst, siehst du.

Informatiker : Ob besser, keine Ahnung. Ist mir auch egal derzeit 

Ich : Ich bin mir sicher, es gibt viele, die dich wollen und so viel besser zu dir passen.

Informatiker: Ich weiß, was ich an dir habe und damit bin ich sehr zufrieden. Ja, zwei gibt es in jedem Fall. Fröhlich
Ist ja auch egal. Du schätzt dich und was ich über dich denke und für dich empfinde viel zu negativ ein Und du wirst nach mir wieder an einem Ekeltypen wie den Friesen oder den, dessen Name nicht genannt werden darf geraten Wenn du darauf stehst, dir selbst weh zu tun und dich unglücklich zu machen, wirf mich halt weg 

Ich : Zufrieden ist nicht glücklich. Na dann ist das doch schön für dich. Danke, dass du wie immer so offen zu mir bist und ich das auch weiß. Ich meine, du bist ja anscheinend sehr glücklich darüber, dass es mindestens 2 andere gibt. 

Informatiker: Kann und muss ich dann mit leben 

Ich : Es sieht so aus, als könntest du das sehr gut. Zwei stehen in der Warteschleife, du bist glücklich darüber. Meinen Verlust wirst du nicht lange bedauern.

Informatiker : Nach meiner Scheidung steht für mich fest, dass es keine Frau der Welt jemals Wert ist, lange zu trauern. Ich liebe dich. Deswegen bin ich dir noch treu gewesen 

Ich : Ja... den Dreck unter deinen Fingernägeln bin ich dir nicht wert gewesen.

Informatiker : Möglichkeiten gab es durchaus schon. 

Ich : Noch treu gewesen. Schön

Informatiker : Als ob du anders tickst. 

Ich : Ich bin dir ja nun anscheinend nix wert. Du zerstörst mich doch systematisch

Informatiker : Was mache ich denn? Du drängst mich seit Wochen in die Ecke. Da wunderst du dich, dass ich Verständnis und Aufmerksamkeit suche.

Ich : Du warst mir noch treu? Scheint dir sehr schwer gefallen zu sein. Loch ist Loch. Du weißt nich mal was Liebe ist. Bei anderen oder was?

Informatiker : War nur mal in der Mittagspause essen oder spazieren. Kein Grund auszurasten. 

Ich : Dann erklärt sich ja nun doch einiges. Das glaub ich ja nicht

Informatiker : Du stehst im Kontakt mit min ein Ex und ich will gar nicht wissen, was du auf Facebook treibst. Was soll sich erklären? 

Ich : Ich schaue mich nicht seit Wochen nach ner anderen um

Informatiker: Habe halt weiter Freunde gesucht und gefunden 

Ich : Sei still, bitte sei einfach still Ich will das nicht hören!

Informatiker: Männlein als auch Weiblein. Wo ist das Problem? Willst Fotos haben?  

Ich: Bitte sei still. Bitte

Nun, dann folgten zwei Fotos. Eines war schwarz-weiß, lasziv, obwohl nur ein Gesicht zu sehen war und vom anderen grinste mich eine Fette aus London an. Ich dachte zuerst, dass es ein- und dieselbe Person sei. Es stellte sich aber raus, dass es zwei verschiedene Nutten Damen waren. Das war das finale Messer in meiner Brust. Mit wem war ich hier eigentlich zusammen? Was war das für ein Blender? Auch die Vorwürfe, die er mir machte... als ob ich anders ticke. Ja, ich ticke anders! Hätte ich jemanden kennen gelernt, hätte er es gewusst. Auch in mein Facebook hätte er zu jedem Zeitpunkt schauen können, denn Nachrichten kann man da auch nicht löschen, sie wandern höchstens ins Archiv und hätte ich etwas zu verbergen versucht, hätte er es entdeckt! Ich kann ja nicht von meinem Partner erwarten, dass er für mich, wie ein offenes Buch agiert, aber selber eines mit sieben Siegeln sein! Diese Doppelmoral fahre ich nicht. Ich weiß also bis heute nicht, was diese Vorwürfe sollten. 
Nachdem die Bilder kamen schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf - von irgendwelchen Fakefotos aus dem Internet, bishin zu dem Gefühl, dass ich nicht wusste, mit was für einem Menschen ich hier zusammen war. Ein Gefühl, wie mit dem Friesen, 100x schlimmer noch - ich bin komplett zusammengebrochen. Nach den Fotos ging es wie folgt weiter... man merkt übrigens, dass ich komplett in Tränen ausbrach, weil meine Rechtschreibung voll versagte, was sie normalerweise nicht einmal tut, wenn ich sehr betrunken bin:

Informatiker : Zufrieden? [~:-(]

Ich : Was soll das?

Informatiker : Du willst doch immer Alles ganz genau wissen. Wieder falsch? 

Ich : Du reibst mor deine flittchen unter die nase. Ich woll das nich wissen! Ichbwill noch wiseen üver wen du in der mittsgspause drüner rutscht Und dann hast du bilder von der Mehr als eins

Informatiker : Wieso versagt dein deutsch? 

Ich : Ich will das nich wissen

Informatiker : Das sind zwei... 

Ich : Ich will das nicht sehen

Informatiker : Nicht eine. Die verheiratete Schlampe* und die Fette*

Ich : Das is mir ehal. Behalt das für dich

Informatiker: Du siehst, keine Barbies oder so, wie du mir unterstellst

Ich : Ich wilö das nich wissen. ICH WILL DAS NICH HÖREN!

Informatiker : Einfach nur gute Freundinnen, die mir zuhören und mich nicht in eine Ecke drängen. Mich nicht andauernd in irgendwelche Schubladen stecken bzw zwingen 

Ich : Jetzt sei bitte einfach nur stil. Du musst mich nich noch mehr zerstören

Informatiker : Mir zuhören und mit Rat beiseite stehen, Die mir raten, an dir festzuhalten. Ich zerstöre dich kein Stück, das machst du selbst Du hast mich gezwungen, heimlich Freundschaften zu pflegen 

Ich : Die du potenziell ficken könntest. Zwei intereseentinnen über die du dich freust. Von denen ich nichrs weiß. Sei einfach still. Ich will nix mehr hören, bitte. Hör auf damit. Bitte.

Informatiker : Selber schuld. Sie wissen von dir und sie wissen, dass ich treu bin. Wo ist also dein Problem? 

Ich : Biite dei dtill du lügner. Ich wkl, jetzt nic  ehr von dir gären [Sollte heißen: Bitte sei endlich still, du Lügner. Ich will jetzt nix mehr von dir hören.]

Informatiker : FröhlichFröhlichFröhlich Hauptsache 15 Punkte im Deutschabi. Nochmal, wo ist dein Problem? 

Ich : Schluss jetzt hör auf

Informatiker: Jetzt rede endlich. 

*Namen wurden entsprechend meiner Empfindung verändert 

Doch dann antwortete ich nicht mehr. Ich bin in einem Meer aus Tränen aufgegangen. Ich konnte auch nichts mehr antworten, weil ich nichts mehr gesehen habe. 
Ich habe ihn dazu gezwungen, heimlich Freundschaften zu pflegen? Wie bitte? Ich dachte Freundschaft wär ein so schwer erreichbarer Titel bei ihm, dass ihn nur seine Freunde zu Hause bekämen und plötzlich sind irgendwelche daher gelaufenenSchlampen Damen seine besten Freundinnen? Und er konnte mir nichts davon erzählen? Das hat mich daran eigentlich am meisten geschockt, dass das alles hinter meinem Rücken geschah. 
Ich saß nur noch da und heulte, sprach zu mir selbst, dass ich das nicht noch einmal überstehe (gleiches Theater wie mit dem Friesen), dass ich das nicht noch einmal schaffen werde. Wie konnte ich mich nur so täuschen? Wie konnte ich nur so blöd sein und dem Informatiker einen Vertrauensbonus gewähren? Das Handy war das einzige, was ich niemals abgecheckt habe. Dafür verfluchte ich mich an dieser Stelle. Ich bin doch aufgrund meiner Vorgeschichten sowieso schon ein Mensch, der so ein abnormales Problem mit Vertrauen hat und dann gewähre ich einen Vertrauensbonus und bekomme das Messer in die Brust gerammt. Nie wieder werde ich diesen Fehler machen, jemanden mehr oder weniger, blind zu vertrauen. 
Ich wusste in diesem Moment genau, ich konnte nicht alleine bleiben. Ich brauchte jemanden, der für mich einen klaren Kopf behielt. Also schrieb ich L. und als sie nach einem kurzen Anruf merkte, was los war, dauerte es nicht lange und sie stand vor meiner Tür. Der Informatiker, dem ich ja unterdessen nicht mehr antwortete, fing dann an, mich per SMS weiter zuzutexten:

Kann dir auch hier schreiben. Jetzt fühlst du mal, wie es ist, in die Ecke gedrängt zu werden.

Ich hätte gestern Abend vielleicht meine Möglichkeit einfach nutzen sollen. Stattdessen setzte ich auf meine Liebe zu dir. An der du zweifelst.

Lauf halt weg. Bei dir gibt es wohl nur du hast recht, du zwingst anderen deine Meinung auf oder du rennst weg. Ich bin enttäuscht von dir.

Los, renn zu deinem hässlichen Ex oder such dir nen Soldaten. Nutze deinen Trieb, da bist du doch besonders gut drin. Erfinde wieder eine Geschichte, da bist du auch gut drin. Sind ja nur meine Gefühle

Willst du nun reden oder nicht?

Übrigens interessant, wie du mich bei der Anzahl deiner Männer und Dates belogen hast. Dein Blog ist sehr aufschlussreich. Da ziert wohl doch das S-Wort deine Stirn (*er meinte Schlampe). Wie konnte ich nur so auf dich hereinfallen?

 

Okay, er hätte seine Möglichkeit nutzen sollen? Als er ja angeblich nicht vorbei kommen konnte, weil er so im Arsch war und beim Zahnarzt, hätte er also seine Möglichkeit nutzen sollen. Als er unseren Streit nicht beilegen wollte, hätte er angeblich seine Chance ergreifen sollen. Interessant. 
Und welche Geschichte hätte ich erfinden sollen? Ich glaube eher, er ist derjenige, der sein ganzes Leben nur erfunden hat. 
Und bei der Anzahl meiner Männer und Dates habe ich ihn nie belogen! Weiß nicht, was ihm da in sein krankes Hirn gefahren ist. In dem Jahr vor ihm, gab es den Christen - von dem er wusste. Es gab den komischen Typ, mit dem ich mich vorher einmal getroffen hatte - von dem er wusste. Und dann gab es nur noch den, mit dem ich gleichzeitig schrieb, als ich den Informatiker kennen lernte, mit dem aber nichts weiter zustande kam - von dem wusste er auch. Ich weiß also nicht, an welcher Stelle er meinte, gelesen zu haben, dass es da noch jede Menge andere Kerle gab und was mich somit zur Schlampe machte, denn Sex hatte ich das gesamte Jahr über nur mit dem Friesen gehabt, bevor ich den Informatiker kannte. 

 

Nach seinem letzten Text war L. schon lange da und ich konnte trotzdem nicht aufhören zu weinen. L. schrieb ihm daraufhin eine SMS von meinem Telefon aus:

Hallo Informatiker hier ist L.. Es ist jetzt gut. Du kannst aufhören. Bitte tu uns allen den Gefallen und akzeptiere, dass Muffin eure Beziehung beendet hat und mach es nicht noch schlimmer.  

Seine Antworten darauf waren ungeheuerlich:

Ach, halts Maul du fette Schlampe. Muffin und beendet, lächerlich

Kannst ja einen deiner verheirateten Stecher mit ihr teilen. Dann lacht sie nicht mehr nur über dich. Fröhlich 

Halten wir mal fest, dass L. noch nie mit verheirateten Männer geschlafen hat und ich habe sowas auch nie behauptet. Vergeben, ja, aber nie und nimmer verheiratet. Und dass er sich das Recht heraus nimmt und sie als fett und Schlampe bezeichnet, ist unterstes Niveau. Ein einziges Mal hat er L. getroffen und da hatten sie nicht viel miteinander zu tun, dennoch bildete sich der Informatiker ein Urteil über sie und gab ihr nicht einmal noch die Chance, dieses Urteil zu revidieren.  Wie er über meine Freunde dachte, war auch schon des öfteren Streitthema bei uns. 

L. antwortete ganz cool, dass das kein Problem sei und wir das machen würden. Er antwortete noch einmal via SMS:

Viel Spaß. Muffin kommt eh zurück. Sie weiß, was ich ihr in vielerlei Hinsicht biete und sie wird ihre Fehler noch eingestehen und mich um Verzeihung bitten :D .

Daraufhin schrieben wir nichts mehr. Doch ca. eine viertel Stunde später kam im Chat noch einmal das gleiche Bild der Frau auf dem schwarz-weißen Foto. Doch dieses Mal zeigte es nicht nur ihr Gesicht, sondern auch ihren Körper in ein Negligé gehüllt. Dazu schrieb er noch "Du willst leiden? Dann leide... Das hast alleine du verursacht".

Wenn ich mir bis zu diesem Zeitpunkt durch den Kopf gehen lasse, dass er felsenfest behauptete, die Damen auf den Fotos seien Freunde, mit denen nichts lief und die ihm rieten, bei mir zu bleiben, fragte ich mich jetzt, warum er so ein anzügliches Bild von einer dieser Damen besaß. Weshalb schickt sie ihm sowas, wenn er doch angeblich kund tat, er sei vergeben und wieso um alles in der Welt behielt er es dann auch noch? Aber auf der anderen Seite bezeichnete er sie ja schon recht früh als zwei Interessentinnen. 

Circa 45min nach dieser Meldung schrieb er allen Ernstes "Gute Nacht, schlaf gut." Doch ich schlief nicht...

Fortsetzung folgt... 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenPoisonist schreibt am 20.12.2014 um 18:19 Uhr:Alleine bei den bissigen Nebenbemerkungen hätte ich schon einen Cut gemacht und wäre gegangen.. Das hätte ich mir nicht bieten lassen.. Du lässt echt viel zu viel mit dir machen! *drück*
  2. zitierenSweetFreedom schreibt am 20.12.2014 um 18:57 Uhr:Liebe Muffin,
    trau, schau wem...
    Ganz schnell abhaken, Krönchen richten, wieder aufsteigen und weiterreiten. Schade um die Gedanken, die Du Dir um ihn gemacht hast. 
    Das wird schon, der passende Partner ist schon irgendwo da draußen.
    *knuddel*
    SweetFreedom
Leider ging der Kommentar von redorange beim Wiederherstellen des Eintrages verloren :(

08.12.2014 um 19:42 Uhr

Materialistenschweinchen

Aus und vorbei, ich hab dir nicht gereicht
Ich gab dir alles, du konntest nie zufrieden sein
Den kleinen Finger, dann meinen ganzen Arm
Meine Geduld, meine Nerven und mein Verstand

Du tust mir nicht mehr weh
Und jetzt geh

Nimm alles mit, reiß alles raus
Was du willst und was du brauchst
Nimm alles mit, greif es dir
Doch mein Herz bleibt hier
Doch mein Herz bleibt hier
Bei mir


Du willst kaufen, kaufen und schneller laufen, laufen
Doch wenn du alles hast, bist du noch lang nicht satt
Optionen auf der Bank, ein dickes Haus am Strand
Und deine inneren Werte hängen im Kleiderschrank

Du tust mir nicht mehr weh
Bitte geh

Nimm alles mit, reiß alles raus
Was du willst und was du brauchst
Nimm alles mit, greif es dir
Doch mein Herz bleibt hier
Doch mein Herz bleibt hier
Bei mir

Auf den billigen Plätzen sind die netteren Leute
Auf den kleinen Hochzeiten gibt's die schöneren Bräute
Ich schlafe lieber im Zelt als im teuren Hotel
Die schönsten Dinge der Welt bekommt man ohne Geld

Du tust mir nicht mehr weh
Jetzt geh

Nimm alles mit, reiß alles raus
Was du willst und was du brauchst
Nimm alles mit, greif es dir
Doch mein Herz bleibt hier
Doch mein Herz bleibt hier
Bei mir

*Madsen - Mein Herz bleibt hier* 

05.12.2014 um 17:11 Uhr

Jupiter Jones

Hey! 

Und alles Glück der Welt,

wenn es das ist, was du brauchst!

Sag nicht, ich hätt' dich nicht gewarnt,

wenn am Schluss die Seele raucht. 

Und alles Glück der Welt,

wenn es das ist, was du willst!

Hattest Recht, als du mir sagtest:

"Das wird alles halb so wild." 

03.12.2014 um 14:53 Uhr

Rücksichtslos

 

Wenn ich mich daran erinnere, wie es letztes Jahr um diese Zeit war... Es war einer, der schönsten Monate des Jahres. Ich war so verknallt in dich und wir konnten gar nicht genug voneinander bekommen. Wann immer wir nicht telefonierten, schrieben wir. Wann immer wir nicht schrieben, telefonierten wir - naja und ab und zu haben wir auch mal geschlafen oder so. Es war so toll! Wenn ich daran zurück denke, dann weiß ich noch ganz genau, wie ich mich vor einem Jahr fühlte, mit dir fühlte. Glücklich. Verknallt. Es war echt.

 

Und jetzt weiß ich nicht mehr, was an dieser Beziehung in den letzten Monaten überhaupt noch echt war. Du hast mich betrogen.
Vielleicht bist du nicht fremd gegangen, aber du hast mich betrogen. Und alles, was da jetzt noch ist, ist ein riesen Scherbenhaufen. 

Du sprichst von Liebe und weißt doch nicht, was es ist.

Du sprichst von aufrichtigen Entschuldigungen und nimmst trotz alledem das Wörtchen 'teilweise' in den Mund. Nicht mal, du klimperst es lediglich in die Tasten.

Es ist, als würde ich jeden Morgen aufwachen mit dem Wissen, dass mein bester Freund gestorben ist. 

28.11.2014 um 13:03 Uhr

Skrupellos

Das, was du mir angetan hast, ist ... UNVERZEIHLICH!

...und du hast noch nicht einmal gesagt, dass es dir leid tut.  

15.11.2014 um 08:05 Uhr

Das Oktoberfestdesaster

 

Mit meiner Beziehung geht es gerade steil bergab - so fühlt es sich zumindest an. Man könnte meinen, dass der Zeitpunkt für den Beginn dieser Talfahrt im Oktober lag und bis heute andauert. Gestritten haben wir uns ja davor schon öfter, aber eher so im Sinne von 'das gehört zu jeder guten Beziehung dazu'. Doch nun nimmt es teilweise Ausmaße an... und die Frequenz hat deutlich zugenommen. Bei jedem Streit, bei jeder Auseinandersetzung hat man das Gefühl, dass man ein Stück verliert. Was genau? Liebe, Respekt, Wertschätzung - es ist immer etwas anderes und doch summiert es sich am Ende. 

Im August noch hat der Informatiker sich und mich zu einem Radiogewinnspiel angemeldet, bei dem man einen Wiesnbesuch mit allem drum und dran gewinnen konnte. Ich habe eigentlich noch nie etwas gewonnen und wir haben auch immer, so gut es ging, jeden Morgen Radio gehört und siehe da, eines morgens wurde mein Name gezogen. Wir waren beide ganz aus dem Häuschen! Der Informatiker fragte mich, ob er auch ein paar Freunde einladen dürfe und ich sagte klar, denn es war immerhin auch sein Gewinn. Doch mit diesem Gewinn kamen auch jede Menge Schattenseiten und es gab gleich verschiedene Streitthemen.

Zum einem war da der Punkt, dass es bis zuletzt nicht wirklich feststand, ob seine Freunde kommen würden. Sein Problem wäre dann gewesen, dass ich nur Tiermediziner und ihn mitgenommen hätte und somit wäre da wohl kaum Gesprächsstoff für ihn angefallen, denn uns Tiermedizinern liegt es irgendwie im Blut, das Gespräch früher oder später auf dieses Thema zu lenken. Dieses Bedenken konnte ich verstehen, aber ich wollte ihn auch um alles in der Welt dabei haben, während er auch darauf verzichtet hätte. Dazu kam dann noch ein Missverständnis, welches beinahe einen Keil zwischen die Türkin und mich trieb. Der Herr hatte ihr mehr oder weniger einen Platz angeboten, als es noch unsicher war, ob seine Freunde kommen würden. Er hatte für sich beschlossen, dass bei einem Gewinn von zehn Plätzen, jedem von uns fünf zustehen würden. Das Missverständnis kam dadurch zustande, weil ich immer sagte, dass es unser Gewinn sei und er es stets dementierte und sagte, es wäre mein Gewinn. Doch als er dann mit der Türkin über seine Bedenken schrieb, dass am Ende - wenn es schlecht für ihn läuft - nur Tiermediziner anwesend wären, kam er auf die Idee, dass eben jedem von uns fünf Plätze zustünden. Nur hat er irgendwo verpasst auch mir diese Information mitzuteilen. Jedenfalls sagte er zur Türkin, davon ausgehend, dass seine Freunde ausfallen würden, dass auf jeden Fall noch ein Platz frei wäre und sie mich doch fragen solle, ob sie nicht eine Freundin mitbringen dürfe. Dummerweise wusste ich ja aber nichts von dieser neuen Fünf-Plätze-Regel und zudem stand es noch nicht zu 100% fest, ob es seine Freunde nun schaffen würden oder nicht und erst im Falle von 'sie schaffen es nicht', hätte ich die Plätze neu verteilt und dafür hatte ich auch schon Leute im Kopf, was wiederum der Informatiker nicht wusste. Wir stellen also fest: Bis zu diesem Punkt war es ein Kommunikationsproblem. 
Doch dann wurde es zu einem: Ich sage dir nicht die Wahrheit-Problem. Die Türkin schrieb mich also an und fragte, wer denn so alles mitkäme und ich zählte jene auf, die sicher feststanden. Sodann erzählte sie von einer Freundin und dass sie diese gerne mitnehmen würde und ich fragte mich ein bisschen, wie sie auf diesen Gedanken kam. Ich war ehrlich gesagt ein wenig sauer, weil es sich für mich so anfühlte, als würde sie meine Plätze verplanen. Kurz nachdem sie mich das per Whatsapp fragte, machte ich meinem Ärger beim Informatiker Luft und berichtete es ihm. Das war der Punkt, an dem er hätte sagen müssen, dass er ihr diesen Platz anbot - aber nichts. Stattdessen sagte er, scheinheilig, dass er nicht denke, dass die Türkin meine Plätze verplane. Später haben wir noch einmal persönlich darüber geredet, aber auch da hat er mit keinem Wort erwähnt, dass dies seine Idee war, im Gegenteil, mir wurde dann noch Egoismus vorgeworfen und dass ich seit meinem Gewinn so auf 'Meins! Meins! Meins!' getrimmt wäre.

Heraus kam das alles, als ich der Türkin ehrlich sagte, dass ich da schon ein bisschen sauer war und es gar nicht cool von ihr fand, dass sie meine Plätze verplante. Das hat sie so nicht auf sich sitzenlassen können und so erzählte sie mir vom Gespräch mit dem Informatiker, dass er Bedenken hatte, wegen der Tiermediziner und selbst schon darauf verzichten, es aber auch mir recht machen wollte und da die Türkin sonst, neben ihm, auch die einzige Nichttiermedizinerin gewesen wäre, bot er ihr einen Platz an. Ausgemacht hatten die beiden dann, mir nichts von diesem Gespräch zu erzählen. Nur ist die Türkin aber ein Kommunikationswunder - nur Tiermediziner und sie? Kein Problem, sie findet sich in jeder Gruppe zurecht und ebenso solchen Gesprächsstoff. Als das jedenfalls ans Licht kam, fühlte ich mich ziemlich ausgespielt. Er redet mit einer meiner besten Freundinnen und macht dann mit ihr hinter meinem Rücken aus, mir nichts zu sagen? Dann lässt er es einfach so im Raum stehen, wirft mir Egoismus vor und sagt mir nicht die Wahrheit, als er mitbekam, wie sauer ich auf die Türkin war. Im Endeffekt denke ich, dass er nichts sagte, um seinen eigenen Arsch zu retten.

Wäre dies alles gewesen zum Thema Oktoberfest, dann wäre alles halb so wild  - doch wir steigerten uns noch:

Irgendwann stand fest: Seine Freunde können kommen! Ich kannte seine Freunde noch nicht, es war mir ehrlicherweise auch ziemlich egal, ob sie mitkommen würden oder nicht, denn wie gesagt, ich kannte sie ja noch nicht. Dennoch freute ich mich darauf, sie kennenzulernen. Insgesamt war das Verhältnis am Ende so aufgeteilt: der Informatiker und ich, drei Freunde von ihm und fünf Freunde von mir. Alles schön und gut, nur gab es dann das nächste Problem. Der Gewinn beinhaltete die Fahrt in einer Limousine zum Festplatz...mit acht Plätzen. Wer nun rechnen kann, ist klar im Vorteil - zwei Leute hätten außen vor bleiben müssen. Da konnte man auch nichts machen, ist gesetzlich so geregelt.
Zuerst fragte ich den Informatiker, ob es für seine Freunde ein Problem sei, wenn sie laufen müssten und er sagte ganz klar, dass es das wäre. Selbstverständlich wäre es mir am liebsten gewesen, dass es das nicht wäre, denn ich musste diese Fremden nicht unbedingt in der Limo dabei haben, vor allem nicht anstelle meiner Freunde. Ich hätte es zudem sehr unfair gefunden, zwei meiner Freunde laufen zu lassen. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle der Fairness halber erwähnen, dass meine Freunde alle aus München kamen und seine aus dem Norden Deutschlands extra angereist sind. Dies war auch sein Argument, denn meine Freunde kennen sich ja alle aus, seine nicht. Ich fand dieses Argument nicht bedeutender, als jenes, dass keiner unserer Freunde - egal woher - je Limo gefahren ist und das ist schon ein besonderes Erlebnis.
Ich stand also vor einer so schwierigen Entscheidung, dessen Lösung für mich nahe lag. Da ich kein Mensch bin, der es leichtfertig übers Herz bringt zu sagen 'Du, Du und Du, ihr dürft alle nicht mit!', entschied ich mich, es auszulosen, ganz einfach. Diese Rechnung habe ich aber ohne den Informatiker gemacht. Ihn und mich wollte ich außen vor lassen, schließlich war es unser Gewinn, doch der Informatiker sagte, sollte ich einen seiner Leute auslosen, dann würde auch er laufen... Ich hätte also im schlimmsten Fall zwei, mir völlig unbekannte, Leute in der Limo sitzen gehabt, mit denen ich nichts hätte anfangen können und diese auch mit mir nicht und sich bereits da, wie das fünfte Rad am Wagen hätten fühlen müssen - UNANGENEHM! Ich teilte meinem Herzensmann diese Bedenken mit, aber nichts da, da führte kein Weg rein. Alle seine Freunde sollten mitfahren und seiner Meinung nach, wäre das auch nur fair gewesen, denn wenn wir diesen Gewinn aufteilten, dann hieße das ja fünf Plätze für jeden und jeweils vier für die Limo und mit seinen drei Leuten hatte er die Plätze voll. Der Rest? - Mein Pech! Also das lief wirklich richtig mies. Natürlich habe ich auch meinen Freunden von der Situation berichtet und natürlich wären auch meine Freunde alle gern mitgefahren, aber die freuten sich alle schon so sehr, dass sie überhaupt mit durften, dass sie auch alle freiwillig auf die Fahrt in der Limo verzichtet hätten! So kam es letzten Endes auch - zwei meiner Mädels sind freiwillig gelaufen. 

Nun könnte man meinen, dass dann endlich alles gut war, alle zufrieden und man doch noch dieses Fest irgendwie in Frieden hätte hinter sich bringen können. Pustekuchen! Es endete in einem völligem Desaster! 

Aus vorangegangen ersichtlichen Gründen hatten der Informatiker und ich ein bisschen Stress miteinander und ich war sehr sauer und mied ihn deswegen. Doch einen Tag vor dem besagten Fest, kam er bei mir vorbei und wir redeten. Bei diesem Gespräch, sagte ich ihm auch, dass ich nicht wolle, dass er morgen mit seinen Freunden hier aufkreuze. Also das galt nur für mein zu Hause, nicht für das O-Fest generell. Dies hatte für mich gleich mehrere Gründe - ich hatte vorher eine Wiederholungsprüfung und danach nicht mehr so viel Zeit, um mich zurecht zu machen. Bekanntermaßen schlafe ich auch in der Nacht vor Prüfungen nicht und dann sollte ich am Tag darauf gleich wieder bis in die Puppen wach bleiben? Ich hätte mir gerne zumindest eine halbe Stunde Schlaf vor dem Fest gegönnt und somit hatte ich einen straffen Zeitplan vor mir: essen, duschen, mich zurecht machen, Schlaf nachholen UND wenn seine Freunde noch hätten kommen wollen, hätte ich auch noch aufräumen müssen, denn niemand lässt neue Bekanntschaften gerne ins Chaos seiner eigenen Wohnung marschieren! Das wäre auf circa 2,5 Stunden alles ein bisschen viel geworden und so beschloss ich für mich, dass ich die Freunde vom Informatiker nicht in meiner Wohnung haben wollte! Er wusste das also.
Dennoch war ich kaum aus der Prüfung raus, bekam ich schon ein aufblinkendes Chatfenster, wo ich denn sei. Ich sagte 'in der Bahn', und er entgegnete mir, dass er mit seinen Freunden gleich bei mir in der StuSta wäre. Ich dachte, ich muss einen Besen fressen! Angeblich wollte er nur seine Kamera bei mir ablegen, aber sind wir doch mal ehrlich, er hätte seine Freunde sicher nicht vor meiner Türe stehen lassen und wär dann gleich wieder verschwunden. Natürlich ist das nur eine Mutmaßung. Unglücklicherweise bin ich ihm und seinen Freunden noch auf dem Weg nach Hause begegnet. Wir haben uns kurz begrüßt und ich hatte auf Anhieb einen sehr sympathischen Eindruck von seinen Freunden. Der Informatiker selbst telefonierte gerade mit seinen Eltern und bekam schlechte Neuigkeiten von zu Hause, von denen er mir vorerst aber nichts erzählte. Während ich dann mit seinen Freunden quatschte, fragte mich einer über meine Freundinnen aus und erzählte, dass der Informatiker sagte, die Türkin sei unglücklich vergeben.  Da dachte ich echt, mein Schwein pfeift! Natürlich stimmt auch in der Beziehung der Türkin nicht immer alles und natürlich holt sie sich dann auch von ihren Freunden Rat, aber sowas vollkommenen Fremden aufs Brot zu schmieren, zumal es nicht stimmte - ein no go!!! Ich verteidigte meine Freundin selbstverständlich und sagte, dass sie auf keinen Fall unglücklich vergeben sei. Zwischen dem Informatiker, der mittlerweile sein Telefongespräch beendet hatte, und mir entstand ein kleines Wortgefecht ala 'Ist sie nicht.' - 'Dooooch, ist sie.' Schließlich wand ich mich noch einmal an seine Freunde und sagte, dass die Türkin definitiv nicht unglücklich vergeben sei und sie sich keinen Scheiß erzählen lassen sollten. Sie trotteten dann weiter Richtung Stadt, damit seine Freunde sich noch eine Tracht kaufen konnten und ich ging nach Hause. Natürlich habe ich der Türkin erzählt, was gerade passiert war und natürlich war sie not amused darüber. Auch dem Informatiker schrieb ich noch einmal, dass er sich zur Zeit ziemlich aus dem Fenster lehne und ein Ding nach dem anderen abziehe. Verstand er nicht. War doch alles nur Spaß. Später auf dem O-Fest, erklärte er dann der Türkin, dass er das nur einem Freund aus vollem Ernst erzählte, weil er in der Gruppe so ein wenig der Außenseiter wäre (also der Freund, nicht der Informatiker) und sie ihn immer ärgern würden und die anderen beiden wussten, dass es eine Lüge war. Ich bekam diese Erklärung natürlich mit und fühlte mich wieder einmal ausgespielt, obgleich die Türkin es trotzdem nicht witzig fand. Immerhin hätte der Informatiker wieder zwei Mal die Chance gehabt, es mir zu erklären. Dass er die erste vor seinen Freunden nicht ergriff, konnte ich nachvollziehen, aber zumindest schreiben hätte er es mir doch können, oder nicht? 

Doch damit nicht genug, die Liste wird noch länger, denn wir waren ja noch lange nicht auf dem O-Fest. Er und seine Freunde gingen also in die Stadt- shoppen. Problem: Irgendwo hätten sie sich auch alle umziehen müssen. Nun kam meinem Freund in den Sinn, dass sie das bei mir tun müssten. Halloooo?! Noch einmal: Am Tag vorher habe ich ihm gesagt, ich will seine Freunde nicht hier haben, vor ein paar Stunden habe ich das noch einmal ganz deutlich gemacht und jetzt will er tatsächlich schon wieder kommen?! Gehts noch?!  Natürlich habe ich ihn meinen Zorn spüren lassen und auch er war sauer, wollten sie sich doch alle nur umziehen. Ja, darüber hätte er sich ja mal vorher Gedanken machen können und nicht in letzter Sekunde und dann hätte man das alles auch anders regeln können. Nach meiner Beschwerde bekam ich dann einen kurzen Text, dass es sich schon erledigt hätte, er habe die Türkin gefragt und das ginge klar. Alles schön und gut, wäre nicht noch der Nachsatz hinterher geflogen, dass ich seinen Freunden ja nicht diesen Abend versauen solle. ... Ich versaue seinen Freunden den Abend? Er versaut mir diesen Tag doch schon seit Tagen! Und da ging es dann nicht mehr anders, mir kamen die Tränen.

Zum Glück war die Türkin da und ich bin fix zu ihr zwei Stockwerke unter mir gehuscht und wir haben uns zusammen fertig gemacht. Sie selbst war natürlich auch sauer, wegen der unglücklich-vergeben-Sache und hatte nicht wirklich vor, die Jungs später reinzulassen. Wir drehten die Musik wahnsinnig laut auf und wollten so tun, als würden wir sie nicht klopfen hören, wenn sie kämen. Schließlich sagte ich dann zur Türkin, als sie bereits wie irre klopften, dass sie sie vielleicht doch mal hereinlassen sollte, was sie dann auch tat. 

 

Die Fahrt in der Limo war sogar recht amüsant, bedenkt man die Umstände. Alle hatten relativ gute Laune und auch ich wollte mir den Abend nicht verderben lassen. Auf der Wiesn angekommen saßen der Informatiker und ich nicht zusammen und eigentlich wusste auch jeder unserer Freunde Bescheid. Der Informatiker kam auch ein paar Mal an und wollte sich wieder vertragen, aber ich wollte das nicht. Nicht einfach so. Nicht, weil es eben Oktoberfest war. Wenn es nicht so ist, gibt es auch nicht happy family an Weihnachten, das ist eben so. Nicht, um des Festes willen. Mag sein, dass andere das können, aber ich kann es nicht. Sogar meine Freunden drängten, dass wir uns doch wieder lieb haben sollten und am Informatiker wärs sicher nicht gescheitert. Aber mir wurde das alles zu viel und ich musste weg! Nur für einen Moment, aber weg, raus aus dem Zelt, frische Luft, klare Gedanken, niemanden sehen lassen, dass ich weinen musste. Ich versuchte dann V. und L., die zur selben Zeit auch auf dem Fest waren (bei mir aber nicht mit konnten, weil L. gerade ihren Geburtstag nachfeierte und wir dann zu viele gewesen wären), zu mobilisieren, dass sie mich holen kommen. Es kam aber keiner - aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Auch mit meinem Exfreund/besten Freund - dem, dessen Name nicht genannt werden darf - habe ich kurz telefoniert. Das war aber kaum möglich, weil es überall so laut war. Irgendwann kamen dann auch Nachfragen, wo ich bliebe und so ging ich zurück ins Zelt. Mit steigendem Alkoholpegel kam dann auch alles irgendwann hoch- die Gefühle meine ich- und so habe ich mich an der Schulter eines Freundes ausgeweint, so sehr, dass sogar die Rosenfrau mir eine Rose aus Mitleid schenkte. Den Informatiker ließ das nicht kalt, er kam auch und fragte meinen Freund, was er tun könne, aber dieser sagte richtigerweise, dass er glaube, dass er da heute zumindest nichts mehr machen kann. 
Da der Gewinn auch Gutscheine für Fahrgeschäfte und anschließend eine Party im Club beinhaltete, verließen wir unser Zelt irgendwann und teilten uns auf. Ich hatte mich mittlerweile wieder beruhigt. Mit dem Freund, bei dem ich mich ausweinte (der ist übrigens schwul), bin ich dann Wildwasserachterbahn gefahren und das war so ziemlich das Highlight des ganzen Abends für mich. Später im Club mieden der Informatiker und ich uns die meiste Zeit, bis er und seine Freunde irgendwann verschwunden waren. Sie kamen aber wieder... um wieder zu gehen. Einen seiner Freunde ging es nicht so gut und der Plan war, dass dieser bei der Türkin schlafen darf, während sie im Zimmer von ihrem festen Freund schlafen würde. Die Türkin verabschiedete sich auch und sagte, dass sie nicht wieder kommen würde, während die Jungs sagten, sie wären in ca. 30 Minuten wieder da. Einer meiner Freunde war auch schon gegangen und so standen wir da noch zu viert. Der Informatiker hatte kein Wort vorher mit mir gewechselt, warum sie jetzt gingen und wann und ob sie wieder kämen. Ich erfuhr das alles über Dritte. Der Akku, der versammelten Mannschaft, ging schon während der Fahrt in der Limo für Bilder und Videos drauf, sodass man auch niemanden hätte erreichen können. Zwei meiner Freundinnen kamen dann plötzlich auch auf die Idee, dass sie gehen mochten und fragten, ob wir nicht alle gehen wollen würden. Trotz all dieser Scheiße, die vorher passiert war, wollte ich doch zumindest noch die 30min abwarten und das taten wir auch, aber niemand kam. Also gingen wir, irrten ein wenig verloren in der Stadt umher, um uns schließlich ein Taxi nach Hause zu teilen.

Zu Hause angekommen, konnte ich dann nicht mehr an mich halten. Ich brach in einem Meer aus Tränen aus, ganz für mich allein. Doch dann klopfte es an meiner Tür, hämmerte, klingelte. Es waren der Informatiker und zwei seiner drei Freunde. Aus irgendeinem Grund, hat keiner von ihnen mitbekommen, dass ich geheult hatte und das war vielleicht auch gut so. Auch, wenn mein Zimmer nur noch schlimmer als tagsüber schon aussah, ließ ich sie alle letzten Endes doch ohne weitere Diskussion herein. Es war immerhin mitten in der Nacht und bis die nächste Bahn zum Informatiker fuhr, konnte es sich nur um Stunden handeln.
Es stellte sich dann heraus, dass die Jungs nie weggefahren sind, sondern die meiste Zeit vor dem Club saßen, bis die Türkin und ihr Freund, dem es nicht so gut ging, gegangen waren. Doch als sie dann zurück in den Club gingen, war niemand mehr da. Der Informatiker war tierisch sauer, weil er seinem Freund unterstellte, dass es ihm nur schlecht ging, weil er bei meinen Freundinnen nicht landen konnte, da er dieses Verhalten schon kenne und öfter beobachtet hatte. Zudem versaute er einem anderen Freund die Tour, der wiederum mit einer meiner Freundinnen angebandelt hatte und diese ja dann auch weg war. Als wir da so zu viert in meinem Zimmer saßen, war mir mein Freund der unsympathischste von allen, weil er so bösartig auf seinem Freund rumhackte. 

 

Die Kirsche auf meinem Scheißehäubchen war dann noch, als plötzliche eine Wespe in mein Zimmer flog und mein Freund einfach ging. Man muss wissen, ich habe panische Angst vor Wespen, auch vor Spinnen. Ich weiß nicht einmal, ob ich allergisch bin, da mich noch nie in meinem ganzen Leben so ein Tier stach. Aber mein Informatiker weiß, dass ich Angst habe und hat nichts unternommen. Einer seiner Freunde, wollte sie töten - voll lieb - bis der andere Freund sagte, dass er das nicht cool fände, weil es ist ja ein Lebewesen und blaaaaa... man solle sie lieber wieder rausjagen. War mir egal, ob tot oder lebendig, aber sie hätte weg gemusst. Ich kann den anderen beiden keinen Vorwurf machen, weil sie nicht wissen konnten, was ich für eine Angst habe, aber mein Freund, der hätte es wissen müssen. Doch statt etwas zu unternehmen, gingen sie alle drei rechtzeitig, als die erste Bahn wieder fuhr und ich blieb alleine mit der Wespe zurück.

Dem Informatiker, der in der Zwischenzeit seinen Akku wieder laden konnte, schrieb ich dann einen Text, dass ich diese Beziehung am liebsten beenden würde und erst daraufhin reagierte er! Er kam am nächsten Tag vorbei und entschuldigte sich für alles, was vorgefallen war. Außerdem sagte er dann zum ersten Mal die drei Worte, als erster von uns beiden und eigentlich reagiere ich da sehr allergisch drauf, erinnert es mich doch zu sehr an den Friesen, der es auch das erste und einzige Mal nach einem Streit zu mir sagte, als Mittel zum Zweck. Sowas sollte man sagen, wenn alles schön ist und nicht, wenn alles beschissen läuft. Trotzdem sagte er es. Sagte, er wollte das schon lange sagen und würde es bereuen, wenn er es nicht täte. Ich erwiderte es auch und so machte es zumindest den Anschein, dass alles wieder halbwegs gut wäre. Wir feierten dann abends auch noch einmal mit seinen Freunden und der Türkin und später fuhr ich mit zu ihm. Auf dem Weg dahin, hielt er noch an so einem Selbstbedienungsfeld und kaufte mitten in der Nacht einen Kürbis und eine Sonnenblume. Das fand ich wieder sehr romantisch. 

Es war dann auch alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen... bis ich zwei Wochen später nach Hause fuhr... 

02.09.2014 um 19:21 Uhr

Zukunftspläne, Klappe die Zweite

2014 ist ein Jahr des unregelmäßigen bloggens. Dabei habe ich seit 2011 keine längeren Pausen mehr gemacht. Vielleicht gibt es ja dieses Jahr einfach nicht so viel zu erzählen, vielleicht fehlt aber auch nur die Zeit - oder die Lust, was nicht verwunderlich wäre, seit des Shitstorms, der über mich in Form von Kommentaren hereinbrach, bei meinem letzten Eintrag. Aber das wollte ich ja auf sich beruhen lassen.
Jedenfalls wird es mal wieder Zeit zu schreiben, so vieles ist passiert in den letzten Monaten und ich möchte die Traurigkeit und den Schmerz, den mein letzter Eintrag im Juni beinhaltet, nicht mehr ganz oben auf meiner Seite stehen haben. Es ist Zeit für etwas Fröhlichkeit und bessere Nachrichten. Fangen wir mit den Liebesangelegenheiten an, der Rest folgt...

Nach meinem letzten Eintrag haben der Informatiker und ich uns wieder zusammengerauft. Ich war zwar nach unserem Streit lange Zeit zu Hause und ein paar Tage des Nichtwissens, woran man ist, gab es auch, aber alles in allem haben wir es wieder hinbekommen. Auch auf die Gefahr hin, dass es vielleicht wieder Kritik hagelt - Ich bin kein Mensch, der einen Vertrauensbonus gewährt. Ich bin misstrauisch. Ich bin eifersüchtig. Und ich kann meine Vergangenheit, meine Sorgen und meine Ängste nur schwer hinter mir lassen und nehme sie zwangsläufig mit in eine neue Beziehung. Vertrauen ist etwas, das sich bei mir erst entwickeln muss. Ich muss das Gefühl haben, meinen Partner zu kennen - wie einen Lieblingsfilm, den ich mitsprechen kann oder ein Lieblingsbuch, das man beinahe auswendig kann. Allein das gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Kurzum - ich werde nicht aufhören, zu schnüffeln. Zu oft hat mich die Vergangenheit gelehrt, dass ich immer fündig werde, wenn ich nur suche. Der Unterschied ist nur, dass nicht jeder Mann dieselbe Absicht hat. Ich denke, der Unterschied zwischen dem Informatiker und dem Friesen ist konkret, dass der Friese oft Dinge bewusst getan, bewusst verheimlicht, bewusst gelogen hat und der Informatiker diese Dinge aus seiner Vergangenheit zum Teil einfach noch hat, weil er zu faul war, sich hinzusetzen und die Dinge bewusst auszusortieren. Er ist chaotisch, was Ordnung und System anbelangt. Und mit dieser Tatsache, dass er so ist, wie er eben ist und ich so bin und nicht anders, damit müssen nur wir beide klar kommen, denn nur wir führen diese Beziehung.
Es fiel mir schwer, dennoch glaube ich ihm, dass die Liebe seines Betthasens nur einseitig bestand. Außerdem fällt es anderen Leuten vielleicht leichter, die drei Worte aufzuschreiben und zu sagen, als mir mittlerweile. 
Seit diesem großen Knall läuft es besser, denn je, zwischen uns. Klar, die klitzekleinen Reibereien des Alltags bleiben bestehen, aber einen ernsthaft bösen Streit gab es seitdem nicht mehr zwischen uns.
Konsequenzen sollte es dennoch geben - auch wenn diese sich mittlerweile fast schon wieder in Wohlgefallen aufgelöst haben. Beispielsweise habe ich beschlossen, dass er meinen Wohnungsschlüssel vorerst nicht wieder bekommt - und den hat er bis heute auch nicht wieder. Immerhin habe ich auch keinen Schlüssel für seine Wohnung. Was das Zusammenziehen anging, ruderte der Informatiker erst arg weit zurück, sagte was von in ein paar Jahren, während ich es auf Beginn des kommenden Jahres verschieben wollte. Notgedrungen und vielleicht auch ein bisschen gewollt - ;) - ist dieses Vorhaben schon wieder hinfällig. Der Streit mit seiner Vermieterin droht so zu eskalieren, dass beide Parteien mittlerweile Anwälte eingeschalten haben und wir beide nur noch aus dieser Wohnung weg wollen. Da ich es persönlich aber als Schwachsinn empfinde, dass sich der Informatiker jetzt für ein paar Monate alleine eine Wohnung nimmt und er selbst sagt, dass er sehr gerne jetzt mit mir zusammenziehen möchte und sich darauf freut, suchen wir nun doch schon wieder gemeinsam nach Wohnungen.
Ein bisschen Herzbluten hatte ich auch schon deswegen. Vor ein paar Wochen haben wir uns so eine wunderschöne Wohnung angesehen und waren auch in der engeren Auswahl, doch dann waren andere einfach schneller, als wir, weil sie die Wohnung ein paar Tage früher besichtigten. Aber da muss man sich Hakuna Matata sagen und einfach weiter machen! 
Am Wochenende haben wir uns auch wieder eine wunderschöne Wohnung angesehen und wurden von den Mietern bei der Hausverwaltung als Favoriten genannt. Am kommenden Montag haben wir dann vermutlich ein Gespräch bei besagter Verwaltung und wenn wir denen auch zusagen, könnte es schon geklappt haben. Da ist magisches Blogigo-Daumdrücken angesagt :). Wenn wir denn die Auserwählten wären, dann dürften wir zum 01.11. umziehen, wobei wir den Vormietern sagten, dass wir da flexibel sind. Der Informatiker hat aufgrund der Gegebenheiten mit der furchtbaren Vermieterin jederzeit das Recht, fristlos zu kündigen und im Wohnheim hat man zwar theoretisch auch drei Monate Kündigungsfrist, aber Zimmer werden hier immer gebraucht und zur Not könnte ich mein Zimmer auch noch für ein paar Monate untervermieten. 
Auf das Abenteuer zusammen wohnen, freue ich mich nach wie vor! Meine Einstellung dazu, das genau dieser Schritt der Beginn einer eigenen, neuen Familie ist, hat sich nicht verändert. Es ist die ultimative Probe aufs Exempel. Meine Mama sagte immer, dass man einen Menschen erst richtig kennenlernt, wenn man mit ihm zusammenwohnt und ich denke, dass das stimmt. So einen Schritt habe ich vorher noch nie gewagt. Für ihn dagegen ist das ja kein Neuland mehr, aber vielleicht trotzdem noch ein bisschen aufregend, das hoffe ich zumindest. Ach, da fällt mir ein: Mein Informatiker ist nun endlich geschieden :) Zeit wurde es! 
Trotzdem habe ich jetzt auch Angst vor dem Zusammenziehen, gerade wegen unseres Streits, auch wenn es seitdem gut läuft. Aber lassen wir uns überraschen, was die Zukunft so bringen mag. Ich bin gespannt und freue mich darauf!

06.06.2014 um 04:46 Uhr

Ich habe ein besonderes Talent - Ich gerate immer in komplizierte Beziehungen ohne Zukunft

 

Ich weiß nicht, wo zwischen dem Wunsch nach einer gemeinsamen Wohnung und den gestrigen Ereignissen wir uns genau verloren haben - du mich verloren hast - aber irgendwas ist verdammt schief gelaufen. Gerade schreibe ich noch darüber, wie sehr ich mich auf dieses Abenteuer freue, wie sehr es mich freut, dass ich im Grunde jetzt damit beginne, meine eigene Familie aufzubauen und heute stehe ich vor einem Scherbenhaufen und habe das Gefühl, es juckt dich nicht die Bohne. Also sag mir, wo genau und wann genau hast du dich entschieden, mir mein kleines Herz so zu brechen und mich fallen zu lassen, wie eine heiße Kartoffel!? Es war ein Punkt auf meiner Liste... wir streiten zu oft... Erst neulich wollte ich mich von dir trennen. Dein Argument war, dass wir das ja aber wieder hinbekommen hätten und du denkst, dass wir uns nun so gut kennen und aufeinander eingehen würden, dass uns das bestimmt nicht passiert. Und ich habe noch vor zwei Tagen zur Türkin gesagt, dass ich mir mit dir so sicher sei, weil du mich nicht gehen lässt. Egal, wie oft ich schon wegrennen wollte, du hast mich festgehalten. Du hast an mir und dieser Beziehung festgehalten und ich habe zur Türkin gesagt, dass es genau das sei, was mir ein Gefühl der Sicherheit geben würde. Und jetzt reißt es mir den Boden unter den Füßen weg. Es nimmt mir die Luft zum atmen. Ich kann einfach nicht aufhören, zu weinen und von dir kommt... nichts.
Das letzte Mal, dass mir etwas so komplett den Boden unter den Füßen wegriss war, als die Sache mit den Friesen immer komischer wurde. Ich wollte dieses Gefühl nie wieder haben. Dieses Gefühl, wenn du komplett machtlos bist, wenn es dir den Boden unter den Füßen wegreißt, du den Halt verlierst, du nicht weißt, ob du lieber tot wärst, als diesen Schmerz zu ertragen - Ein so heftiger Schmerz, der alles andere verdrängt, der die ganze Welt verblassen lässt, sodass man an nichts anderes mehr denken kann, außer daran, wie weh es tut. Hätte ich dich betrogen, hätte ich diese ganze verdammte Reaktionskette verstanden, aber ich hab mir nichts zu schulden kommen lassen. Jedenfalls nichts, was eine Trennung bedeuten sollte.
Hast du nur auf den Moment gewartet, die Gelegenheit gesucht, um dich aus dieser Beziehung zu stehlen? Hättest du das nicht einfacher haben können? Ich verstehe einfach nicht, warum wir jetzt an diesen Punkt stehen. Ich verstehe nicht, warum es dir so leicht fällt, warum es dir scheinbar so egal ist. Ich verstehe nicht, wie du nachts seelenruhig schlafen kannst, essen kannst, atmen kannst, wie du nach Hause fahren kannst und das hier zurück lassen, mich mit mir allein lassen, wie du einfach gehen kannst.
Du solltest wissen, wie es mir geht. Du solltest wissen, dass es mich Stück für Stück innerlich zerfetzt, zerreißt. Meine Augen sind rot und verquollen, weil ich einfach nicht aufhören kann, zu weinen. Ich sehe kaum, was ich hier schreibe. Alles, was ich esse, kotze ich wieder aus, die meiste Zeit habe ich nicht mal Hunger. Ich habe das Gefühl, dass mein Kopf platzt und ich will hier nur noch weg! Ich will mich aus meinem Leben stehlen, so einfach und leicht, wie du es auch gemacht hast. Es fühlt sich schlimmer an, als sei jemand gestorben, so viel schlimmer. Und ich verstehe es einfach nicht. Es ergibt keinen Sinn für mich. Wie kann sich ein Mensch von jetzt auf gleich so wandeln? Wie können sich Gefühle von jetzt auf gleich so drehen und dann verschwinden? Wie kann ich dir nur so egal sein? 




 Ja, ich habe einen Fehler gemacht. Ja, ich habe wieder geschnüffelt und ja, ich habe wieder was gefunden, was mich fuchsteufelswild machte. Einen Zettel von seinem Betthasen, auf dem stand, dass sie ihn lieben würde. Und dann stand ich da in seiner Wohnung und überlegte, was ich jetzt am besten machen sollte.

Es war nicht der Zettel an sich, der mich so wütend machte, sondern die Tatsache, dass ich mir schon wieder so verarscht vorkam. Seine ehemalige beste Freundin, mit der angeblich nur eine Bumsbeziehung hatte, hatte ihm einen Zettel geschrieben, auf dem stand, dass sie ihn lieben würde. Und er hat diesen Zettel aufgehoben. Und er hat ihn mit nach München geschleppt. Was sollte ich denn davon denken? Vor allem, weil schon öfter Zweifel in mir aufkeimten, dass das nur eine Bumsbeziehung gewesen sei und nicht mehr. Immerhin wollte er mit ihr zusammenziehen, er hat Fotos von ihr auf dem Rechner, er war mit ihr auf diversen Ausflügen, Wanderungen. Also im Grunde all das, was er auch mit mir macht und machen will. Wir wandern, wir haben Sex, wir planen Urlaub, wir wollen zusammenziehen. Mich liebt er angeblich... für sie hat er nie mehr empfunden. Woran unterscheidet sich das? Woran habe ich etwas messbares, dass mich von ihr unterscheidet? Ich hab auch schon Zettelchen und Briefchen geschrieben. 
Wenn du einen Menschen liebst, dann fällt es dir nicht leicht zu akzeptieren, dass du nicht die einzige Frau in seinem Leben warst, dass es schon andere Frauen vor dir gab, für die er eventuell das Gleiche empfand. Frauen wollen immer etwas Besonderes sein, etwas Besseres. Also, was macht mich zu diesem besonderen, besseren Menschen, wenn er mit mir das Gleiche tut, wie mit ihr? Wenn sich absolut nichts unterscheidet? Bin ich dann nur eine weitere Figur in seiner Sammlung? Ersetze ich bloß den Platz von irgendjemand anderen? Bin ich ein Lückenbüßer? Ein Zeitvertreib?
Wenn solche Fragen in dir hochkommen, ist schwer, besagten Zettel einfach wieder zurückzulegen und weiterzumachen, als hätte man ihn nie gefunden. Es ist aber auch nicht leicht, ihn dann darauf anzusprechen, weil immerhin hast du ja geschnüffelt und du weißt genau, wie er darauf reagiert. Also - was tust du? 

Ich habe mich entschieden, ihn darauf anzusprechen. Vielleicht war das ein böser Fehler, vielleicht hätte ich es einfach für mich behalten sollen, vielleicht stünden wir dann nicht an diesem Punkt. Was mich am meisten interessierte war, ob er es auch zu ihr gesagt hat. Ich meine, Frauen schreiben so was doch nicht einfach so auf einen Zettel, wenn es nicht erwidert wird. Und wenn er es auch gefühlt hat, warum belügt er mich dann, warum kann er es dann nicht einfach offen und ehrlich zugeben, dass es mehr zwischen ihnen war?
Ich habe ihn also nicht direkt darauf angesprochen. Ich fragte, ob es heutzutage Gang und Gebe wäre, dass man sich in Fickbeziehungen die drei kleinen Worte sagen würde. Erst ist er ausgewichen, wollte wissen, was ich jetzt von ihm will. Dann sagte er, dass das jeder für sich wissen muss und jeder selbst damit klar kommen müsse. Ich fragte ihn, wie er das handhaben würde und dann fragte er mich, ob ich ihm sagen wolle, dass dies hier für mich nur eine Fickbeziehung sei. Ja, na klar... Junge, überlegst du auch mal? Ich will mit dir zusammen ziehen. Ich will mein Leben mit dir verbringen und du fragst mich gerade ernsthaft, ob das für mich eine Fickbeziehung sei? So viel Dummheit kann es gar nicht geben. Also habe ich ihm gesagt, was ich gefunden habe und ja, ich habe gelogen und gesagt, die Katzen hätten Stapel umgeworfen und ich habe beim aufräumen diesen Schatz gefunden. Eine schlechte Lüge. Ich fragte ihn, wieso er mich angelogen habe und er fragte, wo er das denn hat. Er sagte, was er immer bei solchen Streitfragen sagt - Es wär seine Vergangenheit. Was würde die ihn denn interessieren. Aus den Augen aus dem Sinn. Was sein Betthase damals empfand, interessiere ihn nicht. Er fragte, wieso ich ständig in seiner Vergangenheit bohren würde und versuchen würde, ihn dauernd zu verurteilen. Es hätte keinerlei Auswirkungen auf heute, auf uns. Er wäre seit Mitte Dezember mit mir zusammen und hätte seit Januar keinen Kontakt zu seinem Betthasen, weil ich ihn indirekt darum bat. Ich hab ihm gesagt, dass ich mich belogen fühle, weil er immer wieder betonte, dass es nur eine Fickbeziehung war und er diesen Mist trotzdem mit nach München schleppte. Neulich wollte er diese drei kleinen Worte noch zu mir sagen und meinte, dass er das seit seiner Ex nicht mehr empfunden habe. Ich beschimpfte ihn als Lügner und Heuchler, weil ich davon ausging, dass er es nun doch schon zwischendurch empfunden hatte für eine andere Frau. Er sagte, dass ich mit etwas Glück auch solche Notizen von seiner Frau finden würde. Oh ganz toll! Ich sagte auch, dass ich ihn nicht darum gebeten habe, den Kontakt abzubrechen und er sagte, ich hätte ihn gezwungen, so empfand er das und würde ich ihm nicht so viel bedeuten, hätte er den Kontakt nicht abgebrochen. Ich fand das so gemein, denn natürlich habe ich ihm gesagt, dass mir das nicht gefällt. Und daraufhin hat er es ihr erzählt und ihr hat zum einem nicht gepasst, dass er jetzt wieder eine Freundin hatte und zum anderen hat er ihr ja gesagt, dass es mir nicht passt und so haben die beiden den Kontakt eingestellt. Ich habe da gar nichts verlangt und ich habe auch niemanden gezwungen. Ich lasse mir das nicht vorwerfen. Das ist gemein.

Ich sagte in meiner Wut, dass er nicht bei mir aufzutauchen habe und er sagte, dass ich von ihm immer Toleranz und Verständnis erwarte, weil ich noch mit zwei Exfreunden Kontakt habe und dass ich auch mindestens noch ein Plüschtier von meinem Ex besäße und ob er mir deswegen eine Szene machen würde? Halten wir das mal fest: Mit dem Friesen habe ich keinen Kontakt mehr! Ich melde mich immer dann, wenn ich was brauche, ansonsten überhaupt nicht. Ich frage nicht, wie es ihm geht, wir reden auch nicht über das Wetter - nichts! Und der, dessen Name nicht genannt werden darf, ist mein bester Freund. Ich habe den Kontakt zu ihm schon massig eingeschränkt und das dem Informatiker zu liebe, weil ich weiß, dass es ihn stört. Die besagten Kuscheltiere, die ich noch habe, liegen in meinem Schrank, in der hinterletzten Ecke. Es ist nicht so, dass ich sie in meinem Bett stapel oder in ein Regal stelle. Außerdem weiß er davon und bei diesem Streit hier ging es darum, dass ich nichts davon wusste, dass es mehr, als nur Sex ,war.

Er fragte mich daraufhin, wo denn stünde, dass er das Gleiche für sie empfand. Er würde mir vertrauen und meine Vergangenheit interessiere ihn nur wenig. Er habe mich nicht belogen und es war eine Abwechslung für ihn, tat ihm gut nach seiner gescheiterten Ehe. Wenn sie mehr empfand, wäre dies ihr Problem, nicht seins.
Ich sagte, dass eine Frau niemals nur einseitig diese Worte sagen würde und er sie ihr bestimmt auch sagte, dass er mich nicht anlügen solle und man sowas nicht umsonst aufhebt, wenn man nicht dasselbe gefühlt hat. Er sagte, dass er es nicht versteht, warum ich seine Vergangenheit wieder in unsere Beziehung schleppen würde, einen unnötigen Streit provoziere und ihn als Lügner beschimpfe, dass ich und meine Annahmen nerven würden, dass er nicht  wusste und wisse, dass es solche Notizen noch gibt, dass es ihm egal wäre, was jemand in der Vergangenheit auf so einen Zettel schrieb und ich ihn wegwerfen solle und gut wärs. Er sagte, dass ich ihm mit meinem kindischen Verhalten echt wahnsinnig machen würde und ich seine Vergangenheit Vergangenheit lassen solle, er täte das ja auch bei mir. Er lebe im Hier und Jetzt und ich sollte dies auch tun. 

Ich gebe zu, ich habe wirklich massig überreagiert. Aber ich bin es satt und leid, dass wir ständig diese Diskussion über seine Vergangenheit führen. Er weiß doch nun, wie allergisch ich darauf reagiere. Wieso kann er dann nicht einfach mal ausmisten? Er muss es ja nicht wegwerfen, wenn es ihm so viel bedeutet. Als ich heute bei L. war, machte sie einen relativ guten Vorschlag. Sie sagte, wir sollten uns beide hinsetzen und zusammen die Kisten durchgehen und alles rausfiltern, was von seinen Ex ist. Ja, das wird mir unglaublich weh tun, gerade weil ich so bin, wie ich bin, aber dann weiß ich, dass es existiert und in welchem Umfang es existiert. Dann sollten wir es in eine Box tun, die er nicht wegwerfen muss und diese Box in eine Ecke stellen. So weiß er, wo sie ist und so weiß ich, wo sie ist und wir beide wissen, dass ich jederzeit rein schauen könnte und somit wäre es auch kein schnüffeln mehr. Denn darum gehts ja - zu wissen, welchen Umfang es beträgt und nicht ständig auf neue "Goldgruben" zu treffen.

Jedenfalls sagte er, dass er gleich bei mir im Wohnheim wäre, immerhin hatte ich ja noch seinen Schlüssel und ich sagte, dass es mir  egal sei, wo er hingeht. Ich ging unterdessen zur Türkin, die in einem Laden hier arbeitete zu der Zeit. Er kam dann auch und fragte, ob er bitte seinen Schlüssel haben könne und da dieser noch in meinem Zimmer lag, gingen wir los. Auf dem Weg zu meiner Wohnung eskalierte die Situation vollkommen. Er fing damit an, mir zu sagen, dass mein Verhalten gar nicht ginge, ich nicht ginge. Ich fragte darauf in einem spitzen Ton "Mein Verhalten geht nicht? Deins geht nicht." Was er denn gemacht habe? Immerhin habe ich doch erneut in seinen Sachen rumgeschnüffelt und sein Vertrauen missbraucht und dann auch noch zu lügen und zu sagen, die Katzen wärens gewesen... das geht nicht! Ich sagte ihm,  dass ich nicht gelogen habe und dass ich mich beschissen gefühlt habe und wenn ich so eine Kiste erst in der neuen Wohnung ausgepackt hätte und dann den Zettel gefunden, was wäre denn dann?  Wäre das dann auch ein Vertrauensmissbrauch gewesen, weil ich seine Kisten nicht hätte auspacken dürfen? Oder wie hätte ich dann reagieren sollen? Glaubt er im Ernst, ich schlepp diesen Müll von a nach b, wenn wir zusammenziehen? Er sagte dann, er habe verstanden, wir werden nicht zusammen ziehen - und das tat so weh, denn das wollte ich damit doch gar nicht sagen. Ich will nur nicht seine Vergangenheit, von der ich nichts weiß, mitschleppen. Und dann sagte er noch sowas gemeines und vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, dass ich ja stattdessen wieder den Friesen bumsen könnte oder nach Leipzig fahren, zu dem, dessen Name nicht genannt werden darf. Ich hab echt gedacht, ich hörs nicht. Warum hat er in dem Moment sowas gesagt? Das hat mich so wütend gemacht, dass ich ihm am liebsten eine Ohrfeige verpasst hätte, denn die hätte er sowas von verdient! Ich hab ihm gesagt, dass er so ein Arsch sei, so ein riesen Arschloch. Er fragte, wo er denn jetzt ein Arsch sei - er hätte es nicht verdient, dass man ihn so behandeln würde. Als wir dann bei mir ankamen, bin ich in meine Wohnung, hab seinen Schlüssel geholt und ihn ihm so brutal an die Brust gedrückt, weil ich einfach so geladen war. Dann bin ich auch wieder raus, weil ich zurück zur Türkin wollte. Und als wir vor dem Fahrstuhl standen, machte er plötzlich meinen 2. Schlüssel von seinem Schlüsselbund und gab ihn mir zurück. In mir drin bin ich diesem Moment in 1000 Teile zersprungen, weil ich nicht wusste, was er mir jetzt mit dieser Geste sagen wollte. Äußerlich allerdings war ich immer noch so wütend, dass ich den Schlüssel einfach wie selbstverständlich entgegen nahm, als hätte ich gewusst, dass er das jetzt tun würde. Aber in mir drin sah es ganz anders aus. Dann sagte er noch, dass er jetzt ja wissen würde, wie ich mit meinen Ex so umgegangen wäre und dass ich herzlos sei. Ich musste echt schlucken und hab mich dann zu ihm hingedreht - da ist er vor mir zurückgewichen... Ich hab gedacht, ich spinne. Als ob ich ihm je wehtun würde, als ob ich überhaupt irgendjemanden je schlagen könnte. Ich sagte, er braucht hier gar nicht vor mir ausweichen und dass ich bestimmt nicht herzlos sei. Dann sind wir in den Fahrstuhl gestiegen und mit uns noch jemand von meinem Stockwerk, aber das war mir so egal. Ich hab ihm da im Fahrstuhl zur Sau gemacht und ihm an den Kopf geknallt, was er nicht alles von seinem Betthasen hat und mit ihr unternommen hat und er mir ernsthaft weiß machen will, er habe sie nicht auch geliebt und dass man das nicht tut, wenn es denn nur ein Betthase war. Er sagte einfach nur na und, das wär eben so gewesen, ich soll damit klar kommen. Und als wir aus dem Fahrstuhl ausstiegen und wir beide in verschiedene Richtungen liefen, sagte er nur noch, dass er jetzt ja wisse, was ich von ihm denke.

 

Ich bin dann wieder in den Laden zur Türkin, habe meinen 2. Schlüssel auf den Tisch gelegt und gesagt, dass ich denke, dass es das jetzt war. Dann fing ich an, zu erzählen, was auf dem Weg zu mir und zurück alles passiert ist und während ich das erzählte, realisierte ich selber erst, was da eben gerade genau passiert ist. Er hat mit mir Schluss gemacht und das hätte mir schon bei der Schlüsselgeste einfallen müssen, aber ich realisierte es erst in diesem Moment, als ich da im Laden stand, mit erzählen inne hielt und plötzlich bitterlich anfangen musste, zu weinen.

Die Türkin nahm mich in den Arm und dann leuchtete mein Handy auf und er schrieb, dass ich bis Freitag alle Blogeinträge über ihn löschen solle und dass er das kontrollieren wird. Da haben wir doch schon den Salat. Natürlich liest er meinen Blog und natürlich weiß ich das. Auch der Herr Informatiker wird getrackt und ich weiß ganz genau, wer hier wann liest und wer nicht. Das ist auch ein Vertrauensbruch und zwar ein großer. Man liest nicht im Tagebuch der Freundin, auch nicht, wenn es öffentlich zugänglich ist. Aber der Herr Informatiker ist paranoid, was das angeht und will nicht, dass irgendjemand je rausfinden könnte, wer er ist und glaubt, dass das durch diesen Blog sehr gut möglich sei. So ein Blödsinn, hier steht fast nichts über ihn drin und es könnte jeder x-beliebige Informatiker gemeint sein. Nichts identifiziert ihn. Was das angeht, hat er einige Wesenszüge mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, sehr gemein. Der reagierte damals genau so. Aber ich habe ihm gesagt, dass ich n Scheiß tun werde und er mir das nicht vorzuschreiben hat.  Er sagte, wenn ich sie bis Dienstag nicht lösche, schaltet er einen Anwalt ein. Ich verletze seine Persönlichkeitsrechte mit diesem Blog. Hallo gehts noch? Gerade serviert er mich eiskalt ab und jetzt droht er mir schon mit einem Anwalt?! WAS IST DA BITTE GERADE PASSIERT?! Und dann sagte er noch danke, dass ich unsere Beziehung versaut habe. Ich würde das Verhalten seiner Exfrau bestätigen... WTF, hab ich ihn gerade betrogen und habs nicht mitbekommen? Hab ich ihn gerade ausgeraubt und es irgendwo nicht gemerkt? Ich habe bitte was??? Er wäre zu tiefst verletzt und enttäuscht, kaum baue er Vertrauen und Gefühle auf, würde das wegen eines Zettels zertrampelt. Die Sachen, die wir noch von einander haben, übergeben wir nächste Woche, legte er fest. Sagte, ich solle am Wochenende schön ficken gehen mit meiner Freundin, vielleicht fände ich dann gleich jemand neuen, den ich so verarschen kann, wie ihn. Ich kam mir plötzlich so falsch am Platz vor. Ich hab ihn doch nicht verarscht. Wo hab ich ihn denn verarscht?  Er sagte, er habe mich beim letzten schnüffeln gewarnt und sollte ich dies noch mal tun, wäre die Beziehung beendet und ich tat es noch mal. Außerdem habe ich ihm den Kontakt zu seiner ehemals besten Freundin verboten und versuche, ihm in vielen Punkten meine Meinung aufzuzwingen. Ich bringe ihn dazu, dass er sich für alles mögliche rechtfertige und sich selbst für Kinkerlitzchen schlecht fühle. Er glaube mir inzwischen nicht mehr, dass ich ernsthaft was für ihn empfand. Er fühle sich getäuscht und ausgenutzt. Ich habe seine Sicht der Dinge nie ernsthaft wissen wollen. Nie wäre ich damit klar gekommen, dass er viele Dinge lockerer sieht, als ich.

Ich fragte, warum ich dann immer so reagieren sollte, wie ich es tue, wenn er ernsthaft denkt, ich empfände nichts für ihn. Dass das lächerlich sei und ich nicht damit klär käme, weil man Dinge nicht einfach aufhebt, die einem nichts bedeuten und dass er mich täuscht, nicht umgedreht und er aufhören soll, ständig alle Tatsachen zu verdrehen. Ja, ich bringe ihn dazu, sich für alles zu rechtfertigen, weil das in einer Beziehung normal ist, weil es für mich keine Kinkerlitzchen sind. Ich sagte auch, dass ich ihm nie den Kontakt zu seiner scheiß Fickfreundin verbot und er mich wegen ihr belügt. Dass man Dinge normalerweise aussortiert, bevor man umzieht und kein normaler Mensch Müll von a nach b schleppt, außer ihm, dass er ein Heuchler sei und ich sowas nicht aufheben würde. Er sagte wieder, dass ich deswegen ja auch meine Plüschtiere nicht aussortiert habe, als ich ins Wohnheim zog. Ich sagte, dass er aber immerhin wisse, dass sie existieren. Er sagte, dass er eben so wäre, dass er sich nicht viel um Gegenstände kümmert, es sei denn, sie hätten eine Bedeutung für ihn. Ich sagte, ich hätte auch keine Notizen oder Fotos mehr von meinen Ex und er fragte, ob ich ernsthaft denken würde, dass er alles durchsehen würde, ob irgendwas von seiner Ex übrig sei. Stoße er auf Überreste, so würde er diese entfernen, aber gezielt danach suchen oder nachdenken? - Nein, dafür wär ihm seine Zeit zu wertvoll. 
Ich sagte, dass er nicht einmal darüber nachdenkt, warum ich so reagiere, wie ich reagiere und ich stattdessen nervig und kindisch sei und gefälligst seine Vergangenheit zu akzeptieren habe und dass er sie mit in unser Leben schleppt und ich ihm dann anscheinend nicht wertvoll genug sei. Er sagte, wenn ich das so sehen will... Ich sagte ja und er sagte, dass ich ja jetzt meinen Willen habe und ihn in Ruhe lassen soll. Ich sagte, dass es mich ja immerhin nicht zum ersten Mal stört und es ihn einen Scheiß kümmert. Er sagte, so bleibe ich weiterhin unabhängig - emotional und finanziell und so muss ich auch nicht mehr mit ihm streiten bezüglich Kinder, Wandfarben oder anderen Dingen. Diese Aussage traf mich hart. Es sind Dinge, über die ich so gerne mit ihm diskutiere. Es sind Dinge, die unsere gemeinsame Zukunft betreffen. Wenn wir über Wandfarben reden, freue ich mich so auf unsere gemeinsame Wohnung und wenn wir über Kinder diskutieren, muss ich mir immer vorstellen, wir so ein Baby von uns wohl aussehen würde und wie wir uns wohl so als Eltern machen würden und jetzt knallt er mir das an den Kopf. Zack, alles vorbei, von jetzt auf gleich. Ich muss mir gar nicht mehr vorstellen, wie lila an der Wand unseres Schafzimmers aussehen wird oder welche Augenfarbe wohl unsere Babies haben werden, weil jetzt nämlich alles vorbei ist, deswegen! Ohja, das tat weh. 

Ich sagte, dass ich meinen Willen dann haben werde, wenn er endlich seine Kackvergangenheit aussortiert und entsorgt. Und dass er derjenige sei, der jetzt seinen Willen habe, denn wenn er mich los sei, müsse er gar nix aussortieren und kann weiterhin in seiner Vergangenheit ersticken! Er sagte, dass ich dank meiner Schnüffelei mein Ziel erreicht hätte und wieder einen Mann vergrault und jegliches Vertrauen zerstört habe. Würde er an seiner Vergangenheit hängen, wäre er jetzt nicht in München und hätte keine Beziehung mit mir angefangen. Schade, dass sie nur so kurz hielt. Seit seiner Scheidung habe er das erste Mal wieder Liebe empfunden und Hoffnung geschöpft, doch die Richtige gefunden zu haben. Er habe seinen Betthasen zu keinem Zeitpunkt geliebt und bis Januar nicht geglaubt, dass sie mehr für ihm empfand. Es war ihm egal, sie hat eben ein paar Ausflüge anstelle seiner Exfrau übernommen. Ich sagte, dass er mir das nicht weis machen könne. Er hat sie überall mit hin geschleppt, Fotos von ihr und solche Notizen aufgehoben und wollte auch mit ihr zusammenziehen. Ich sagte ihm, dass ich mich dadurch nicht besonders fühle, eben auch, weil es ihn einen Dreck kümmert, ob es mich verletzt oder nicht. Er sagte, wenn ich das wirklich so sehe, habe ich bis heute nicht verstanden, dass er zu einigen Dingen eine entspannte Haltung hat und viele Dinge nicht so eng sieht, wie ich. Ich sagte, es wäre nun mal seine Vergangenheit und die bleibt und fliegt unter keinen Umständen raus und ich muss eben damit klar kommen - wenn nicht, mein Pech. Ich bin ersetzbar, eine Figur in seiner Sammlung und absolut nichts Besonderes. Denn ich bin es ja nicht mal wert, dass man Fotos löscht oder sich gezielt hinsetzt und Dinge aussortiert, weil sie den Menschen, den man vorgibt, zu lieben, verletzen. Ich bin 0815, austauschbar, ersetzbar und ganz sicher nicht mehr wert, als der Dreck unter seinen Fingernägeln.

Er sagte, sie habe genau drei Mal den Platz seiner Ex auf nicht stornierbaren Ausflügen eingenommen und dafür Sex bekommen - so war der Deal. Und der Punkt ist, ich glaube ihm das nicht. Er war mit ihr auch wandern - das muss man nicht buchen, das macht man einfach so. Also ja, sicher waren das AUCH nicht stornierbare Ausflüge, aber eben nicht nur. Er sagte, dass er Fotos umgehend gelöscht hätte und auch andere Dinge, die ihm beim Auspacken begegneten, umgehend weggeworfen hat. Seine Vergangenheit ist nun mal, was sie ist. Er wird sie weder leugnen, noch schön reden oder schlecht. Er hat auch immer noch Fotos von seiner Ex und seinem Betthasen auf dem Rechner und wollte mir weis machen, dass er die noch hat, weil noch andere erinnerungswürdige Dinge auf diesen Bildern wären und es ihm langfristig hilft, dass er sein Leben nicht vergisst. Ich kritisierte diesen Punkt, denn er hat auch Fotos von seiner Ex auf denen sie zB irgendetwas isst - war das dann ein erinnerungswürdiges Essen? Ich sagte, er solle einfach alle seine Erinnerungen behalten und mich vergessen, sie sind ja eh mehr wert, als ich es je sein werde. Er sagte, dass ich mich da irre und ich ihm bereits mehr bedeute, als es seine Ex je hat und es deswegen auch so schmerzvoll für ihn gewesen wäre, dass ich bereits 3x hinter seinem Rücken schnüffelte und einige Stunden alleine mit einem Fremden auf dieser Party damals verbrachte. Ich sagte, dass er mich aber einfach so gehen lassen kann und um die Erinnerungen an seine Ex kämpfe er, wie ein Löwe und auch um jede andere Erinnerung.  Er sagte ich habe die Meinung anderer stets mehr geschätzt als seine und von Herzen gut gemeinte Worte als Wertung verstanden. Er hätte scheinbar nie eine echte Chance bei mir gehabt.

Ich glaube, dass er weiß, dass das Mist ist. Ich wollte mit ihm zusammenziehen!!! Und seine von Herzen gut gemeinten Worte beliefen sich auf "Mein Beileid", eine scheiß Floskel, die selbst aus dem Himmel persönlich keinen Trost spenden würde. Und er hat in den letzten Tagen sehr wohl oft  über meine Familie geurteilt, kein Wort davon war gut gemeint. Es stimmt auch nicht, dass ich die Meinung anderer mehr schätze, als seine. Aber wenn ich meine Mama zB in einigen Dingen um Rat frage, dann einfach, weil sie mich besser kennt, länger und bei meinen Freunden ist das ähnlich. Deswegen ist es aber nicht so, dass seine Meinung weniger zählt. Ich höre mir nur gerne mehrere Sichtweisen an und nicht nur eine und entscheide dann stets für mich selbst. Ich bin nämlich schon erwachsen.

Er sagte, ich habe nie versucht, mich in ihn hineinzuversetzen, habe nicht erkennen wollen, dass ihn der Kontakt zu meinem Exfreund stört und habe ihm stattdessen vorgeworfen, er hätte es sagen sollen und dass wir beide wissen, welch großer Streit dann entstanden wäre. Und dass ich meine Vergangenheit in unsere Beziehung tragen würde mit meinem Misstrauen. Mein schwaz-weiß-Denken habe er mir stets verziehen und sich in vielen Dingen zurückgehalten, weil ihm klar war, dass es für mich nur meine Wahrheit gebe. Ich sagte, dass er ja so ein Held sei. Er erwiderte, dass er das sicher nicht wäre, aber toleranter und weltoffener, als ich. Dass er stets versuche, es mir recht zu machen, damit er mit mir glücklich sein kann, selbst dann, wenn er seine Persönlichkeit dabei verloren hätte. Und das war ein Punkt, an dem ich mir dachte STOP. Er verändert seine Persönlichkeit für mich? Wo? Wie? Inwiefern? Niemand sollte in einer Beziehung die Persönlichkeit ändern müssen. Das hätte ich nie gewollt.

Ich sagte, dass wir die Diskussion über seine Vergangenheit nun schon zum x-ten Mal führen und er sagte, dass das so sei, weil ich sie ja immer wieder eröffne. Ich sagte, weil er nicht in der Lage wäre, sie auszusortieren. Und er sagte, ich solle mir keine Sorgen machen, denn wir führten diese Diskussion zum letzten Mal und dass er mir am Wochenende viel Spaß zu Hause wünscht, auch wenn ich meiner Mama jetzt sagen müsste, dass sie ihr Bauchgefühl täuschte und ich nicht mit meinem Exinformatiker zusammenziehen werde. Ja, das war der erneute Hinweis, dass er meinen Blog liest und es war ein Stich mitten ins Herz, denn diese ganze Diskussion führte zu nichts, außer, dass er nochmal verdeutlichte, dass es das jetzt war.

Er sagte, dass ich zum dritten Mal sein Vetrauen missbrauchte und wusste, welche Konsequenzen dies hatte, dass er auch denkt, er habe alles gemacht, um mir zu zeigen, was ich ihm bedeute und wenn das nicht ankam, kann er auch nicht mehr viel mehr machen und so ging das dann immer noch ein Weilchen hin und her.

Irgendwann sagte ich dann, dass ich meine Sachen gerne noch diese Woche haben würde, weil mein Ladegerät noch bei ihm hängt und ich gleich keinen Akku mehr habe. Ich sagte, es wäre nett, wenn er mir sagen würde, wann ich meins holen kann und er seins holt. Er antwortete, dass das erst nächste Woche der Fall sei. Vorher könne und wolle er mich nicht sehen. Und er will dann nächste Woche nicht meinem neuen Stecher oder meinem Ex begegnen, von dem ich mich jetzt sicher wieder ficken lasse. Ich sagte - aus lauter Wut - dass es ihm doch auch egal sei, was ich wolle. Dass er mir mein Herz raus reißt und auch noch darauf rumtrampelt, sei vollkommen egal. Er sagte, irgendwann wirds ihm egal sein. Der Gedanke würde ihn anfangs vllt verrückt machen, aber irgendwann käme er damit klar. Ich sagte, weil er es so will! Er sagte los, ich solle zum Friesen gehen und mich noch heute vom ihm bumsen lassen, wütender Sex soll doch so toll sein. Ich sagte, anstatt dass er seinen Dreck entrümpelt, wirft er lieber mich weg. Er sagte, er entrümpele seinen Mist. Ich entgegnete ja, indem er mich raus wirft. Und dann sagte er, dass er egal wie sehr es schmerzt, er mir gesagt hätte, dass er einen erneuten Vertrauensbruch nicht verzeihen könne und dass er ein stolzer Mann sei und zu seinem Wort stünde, ohne wenn und aber. Das waren so, so harte Worte. Ich versteh es einfach nicht. Im Grunde will er das gar nicht beenden, kann aber nicht anders, weil er das eben mal so gesagt hatte? Weil er zu stolz ist, darüber hinwegzusehen, dass ich einen Fehler gemacht habe? Er hat doch genauso einen gemacht! 

Das war mir alles zu viel, also sprang ich über meinen Schatten und das fiel mir echt nicht leicht - und sagte zu ihm, dass ich jetzt zu ihm fahre und wir das jetzt entweder klären und die Sache wieder in Ordnung bringen oder ich meine Sachen hole. Und als ich das sagte, war ich bereits unterwegs. Er sagte, dass er mich nicht rein lassen wird und die Klingel abstellt und ich ihn erst nächste Woche sehen werde und dann zum letzten Mal. Ich sagte, verdammt nochmal, ich habe ihn doch nicht beschissen und dass ich das jetzt klären will und wenn er auch nur ein bisschen Ehrgefühl empfände, dann würde er mich dann rein lassen. Er sagte, ich solle mein Glück versuchen und mir eine warme Decke mitnehmen. Zu diesem Zeitpunkt saß ich bereits in der Bahn. Ich wollte diese Beziehung retten. Ich wollte mit ihm darüber reden und das klären und dabei hat er es schon längst abgehakt. Da sind mir in der Bahn die Tränen gekullert, ich konnte einfach nicht anders. Das hat mich so verletzt. Ich habe ihm doch nichts getan. Ich fragte, warum er jetzt so ein Arschloch sei. Er sagte, ich solle auch daran denken, dass gegen die Tür schlagen Belästigung sei und er die Polizei rufen könne, dass er mich heute nicht sehen will und er sich das von mir nicht aufzwängen ließe. Ich fragte ihn, warum er nur so zu mir wäre und weshalb er mich jetzt wie den letzten Dreck behandeln würde. Ob er sich gut dabei fühle? Männlich? Ob es ihm ein Fest sei, mich zum weinen zu bringen? Gratulation. Er sagte, dass ich mir davon eine Scheibe abschneiden könne. Daraufhin habe ich nichts mehr gesagt.

Als ich dann ankam, regnete es in Strömen und ich hatte keinen Schirm dabei, aber das war mir egal. Ich ging zu seiner Wohnung und klingelte - nichts passierte. Dann setzte ich mich im Dunkeln in den überdachten Windfang und schrieb ihm, dass er mich bitte rein lassen solle, klingelte ihn auf dem Handy an, rief ihn auf dem Festnetz an und dann nochmal auf dem Handy - nichts geschah. Und dann saß ich dort in diesem Vorraum und mir wurde bewusst, dass er mich nicht rein lassen würde. Und so überkam es mich direkt dort und ich musste anfangen zu weinen, schon wieder. Ich schrieb ihm noch, dass er wirklich ganz groß sei und ich hoffe, dass er stolz auf sich ist, faselt was von Liebe und Gefühlen - n Dreck.
Plötzlich schloss die Tür auf und seine Vermieterin stand vor mir. Die hatte mir gerade noch gefehlt. Ich sitze hier heulend rum und ausgerechnet die kommt. Als sie mich sah, sagte sie, dass ich doch rein kommen solle. Mir ging kurz durch den Kopf, dass er die Polizei rufen würde, würde ich an seine Tür klopfen und so sagte ich ihr, dass das schon okay wäre, ich bleibe einfach kurz hier sitzen. Dann fragte sie mich, ob ich weinen würde und ich sagte nein, aber es war nicht zu leugnen und dann kam sie auf mich zu und nahm mich in den Arm. Das war in diesem Moment eine so nette Geste. Allerdings fing sie dann an, darüber zu diskutieren, dass sie ja immer so laute Geräusche hört und ich hab eine ganze Weile mit ihr darüber wie ein vernünftiger Mensch geredet, dabei den Informatiker die ganze Zeit in Schutz genommen. Dann forderte sie mich noch einmal auf, reinzukommen, aber ich sagte, dass ich jetzt wieder gehen würde und sie fragte, wo ich denn hin wolle. Ich sagte, na nach Hause und sie bemerkte, dass es draußen in Strömen regnete und bot mir ihren Schirm an. Da ich aber nicht wusste, ob ich dieses Haus jemals wieder betreten würde, lehnte ich dankend ab und als ich dann gehen wollte, nahm sie mich noch einmal in den Arm, dabei hatte sie selbst Tränen in den Augen. Ich weiß nicht, ob sie das aus Selbstmitleid hatte oder weil ich einfach nur noch aussah, wie ein Häufchen Elend. Jedenfalls entließ sie mich dann in den Regen und dort konnte ich nicht mehr mit weinen aufhören. Es überkam mich, wie der Regen. Ich bin da sozusagen auf offener Straße zusammen gebrochen. Ich hab es dann doch noch irgendwie heulend und schluchzend zum Bahnhof geschafft und bin wieder zurück gefahren. Er hat mich stehen lassen. Er hat mich da echt stehen gelassen. Ich meine, ich hab ihm auch schon oft im Streit gesagt, dass ich ihn nicht sehen will und dass er gar nicht kommen braucht und er ist auch schon oft trotzdem gekommen und ich habe ihn NIE stehen lassen. Ich habe ihm immer die Chance gegeben, sich zu erklären, es wieder gerade zu rücken, gerade weil ich nie wollte, dass das endet. Aber er hat mich da stehen gelassen, ohne mit der Wimper zu zucken. 

 

 Seitdem habe ich nichts von ihm gehört. Dieser Tag heute war der Horror. Immer wieder überkommt es mich, ich habe richtige Heulkrämpfe und ich will hier nur noch weg. Gehe ich aber weg, komme ich so schnell nicht wieder. Aber würde sich das überhaupt lohnen, nicht zu gehen? Es macht ja nicht den Anschein, als würde ihm das hier noch irgendwas bedeuten. Er lässt mich durch die Hölle gehen. Warum sollte ich da nicht auch einfach gehen können? Wenn es ihm nächste Woche irgendwann einfällt, mir die Sachen zu bringen und seine zu holen, dann kann das genauso gut die Türkin für mich erledigen. Ich habe sie schon gefragt, ob sie das machen könnte und mir mein Ladekabel dann zuschicken würde. Auch so eine Sache, er kann mich ja eh nicht erreichen, wenn er die Sachen zurückgeben will. Heute konnte ich mir ein Ladekabel leihen, aber spätestens morgen Nachmittag ist mein Akku wieder leer und dann bin ich nur noch über Facebook und E-Mail zu erreichen und bei FB ist der Herr ja nicht. Und wenn es das nun wirklich gewesen sein sollte, dann muss ich ihn nicht auch noch einmal sehen. Wozu? Damit er noch ein bisschen auf meinen Gefühlen rumtrampeln kann? Sich anschauen kann, was er für einen Haufen Elend hinterlassen hat? Mir bekunden, dass es ihm leid täte, er aber nicht anders kann, wegen seinem scheiß Stolz? Weil es ihn bis dahin auch nicht interessiert hat, wie es mir geht. Hauptsache er fährt jetzt nach Hause und kann ein traumhaftes Wochenende verbringen ohne einen Gedanken an mich verschwenden zu müssen und mir fällt hier die Decke auf den Kopf. Ich hechte von einem Heulkrampf zu nächsten und er vergnügt sich daheim oder was? Kein bisschen juckt es ihn, wie es mir geht. Klar, das muss einem ja auch egal sein, wenn man bereit ist, einfach so eine Beziehung, eine Person in den Müll zu werfen. Ich will nicht, dass diese Beziehung hier zu Ende ist. Ich habe das nie gewollt!

03.06.2014 um 16:10 Uhr

Der nächste große Schritt

 

 

Jetzt also zu den anderen großen Neuigkeiten aus München!

Nein, ich bin nicht schwanger und nein, ich werde auch nicht heiraten oder so ein Quatsch - nur, falls es dem einen oder anderen in den Sinn kam ;)

Die große Neuigkeit, um die es sich handelt, ist, dass der Informatiker und ich wohl zusammen ziehen werden. Diese Idee kam auf, weil seine momentane Vermieterin eine Hexe ist. Also keine Hexe im eigentlichem Sinne, sondern eine unerträgliche, urbayrische, alte, nervtötende Frau. Eine Frau, die so gut darin geübt ist, uns zu nerven, dass man meinen könnte, sie hätte eine Ausbildung dazu absolviert. Hat diese gute Frau doch behauptet, es würde nur einen Schlüssel zur Wohnung des Informatikers geben und der zweite sei verloren gegangen. Nur blöd, wenn man sich dann ans eigene Bein pisst, die Polizei ruft, weil man ANGEBLICH denkt, es sei ein Einbrecher in der Wohnung (nur um sich eben Zugang zu verschaffen) und dann vor den Augen der Polizei den zweiten Schlüssel benutzt - den es ja angeblich gar nicht gibt - um sich Zugang zu verschaffen. Das fällt unter Hausfriedensbruch und gab eine fette Anzeige. Die  gab es außerdem auch noch wegen Nötigung, Beleidigung und Androhung von Gewalt. Die Vermieterin meint ja schon seit dem ersten Tag, den Informatiker schickanieren zu müssen und teilweise auch mich, sowie V. in der Zeit, als diese auf die Katzen des Informatiker aufpasste. Na jedenfalls war die Sache mit dem Hausfriedensbruch der absolute Gipfel. Danach wurde erst einmal das Schloss ausgewechselt! UND es ist ein fristloser Kündigunsgrund - womit wir wieder beim Thema wären.

Es ist auf Dauer einfach nicht mehr tragbar in dieser Wohnung zu wohnen und eigentlich wird mir Anfang 2016 auch nichts anderes übrig bleiben, als zum Informatiker zu ziehen, weil ich dann aus dem Wohnheim raus muss. Was zu Beginn also nur eine zaghafte Überlegung war, wurde schnell zu einer beschlossenen Sache. Wobei - nicht so schnell. Zuerst stand die Idee einfach nur im Raum - man könnte ja und theoretisch und wieso eigentlich nicht und es wäre doch sowieso irgendwann so weit und... wurde dann aber doch wieder verworfen. Da hat der Informatiker erst einmal nur nach Wohnungen für sich gesucht mit mindestens zwei Zimmern. Aber wer in München wohnt, der weiß, wie beschissen das hier mit der Wohnungssuche sein kann, selbst wenn man ein wenig mehr Geld zur Verfügung hat, als der durchschnittliche Student. So sagte ich eines Abends zu ihm, dass er doch mal spaßeshalber nach Wohnungen schauen könnte, auf die er meine maximal einbringbare Miete obendrauf legen würde und vielleicht kam nicht unmittelbar dadurch, aber doch irgendwie ab diesem Zeitpunkt, der Stein ins rollen. Ich kann jedenfalls nicht mehr genau sagen, wie wir dann dazu kamen, doch zusammenziehen zu wollen. Als diese Idee immer fixer wurde, keimten aber auch Bedenken in mir auf. Immerhin sind wir noch nicht mal ein halbes Jahr zusammen und das war noch eine meiner geringsten Sorgen. Also redete ich mit meiner Mama darüber. Meine Mama weiß doch meistens, was das Richtige für mich ist und gibt mir einen Schubs in die richtige Richtung. Ihr Bauchgefühl jedenfalls - und ihr Bauchgefühl ist wie ein magisches Orakel, das man immer befragen kann, bevor man in einen Krieg zieht - muckte nicht und unsere Unterhaltung gipfelte darin, dass ja - wie üblich - nichts ohne Grund geschieht und sie keinen Menschen auf der Welt kenne, auf den dies so zutreffe, wie auf mich. Vielleicht ist es ein Wink des Schicksals.

Also gut, trotzdem blieben da noch einige Bedenken und über diese musste und konnte ich nur mit meinem Schatz reden... und die Liste war wirklich nicht gerade kurz. Am meisten fiel mir auf - schon beim Gespräch mit meiner Mama - dass mir der Verlust meiner finanziellen Unabhängigkeit am meisten zu schaffen macht. Ich bekomme momentan den Höchstsatz an Bafög, macht ca. 600€ im Monat,  davon können maximal 300€ für Miete drauf gehen und das würden sie auch in jedem Fall. Dazu kommt, dass sich meine Rücklagen momentan auf gut 1.500€ belaufen. Das ist viel Geld und auch nicht - würde aber in jedem Fall für die Kaution drauf gehen, um die man ja nun mal nicht herum kommt. Das bedeutet für mich unterm Strich, dass ich, sollte zB mal mein Laptop kaputt gehen, ich dann nicht einfach sagen kann "Was solls?" und mir einen neuen kaufe. Momentan wäre das möglich. Ich mache mich in gewisser Weise finanziell von ihm abhängig. Das gefällt mir nicht. Ich bin nicht seine Exfrau, die ihn ausnehmen will, wie eine Weihnachtsgans. Auch, dass er deutlich mehr Miete zahlt, als ich es kann, ist mir ein Dorn im Auge - aber anders ginge es nun mal nicht. Jeder zahlt das, was er kann - sagt der Informatiker dazu. Was meine Rücklagen angeht, ist die Lösung dafür, dass ich mir einen Nebenjob suche, sobald ich das kann und mir das Geld Stück für Stück wieder erarbeite. Außerdem ist die Kaution ja nicht für immer weg, man bekommt sie ja wieder und wir werden es schriftlich festhalten, wer was gezahlt hat. Das machen wir schon ganz allein deswegen, weil der Herr bei der Kaution seiner Ex nicht mehr weiß, wer die eigentlich bezahlt hat damals und das fließt natürlich mit in den Scheidungsstress ein... achja, wenn diese dämliche Scheidung nur einfach auch endlich mal vom Tisch wäre. Da war ja eigentlich die Rede von März diesen Jahres...nun ja, es zieht sich eben doch wie Kaugummi, aber anscheinend ist man gerade dabei, einen Termin zu finden - hoffentlich. 

Die finanziellen Dinge waren aber nicht die einzigen Sorgen auf meiner Liste. Wie gesagt, sie war lang und wir sind jeden einzelnen Punkt gemeinsam durchgegangen und haben Ansätze und Lösungen dafür gefunden und nun ist die Sache irgendwie besiegelt. Es ging und geht also auf Wohnungssuche in und um München - mindestens 3 Zimmer, mindestens 60m², max. 1400€ Warmmiete, aber das ist schon die aller oberste Schmerzgrenze. Eine Wohnung haben wir uns schon angesehen. Ich glaube aber, dass unsere Chancen darauf gering sind, mal abwarten, die Vermieter entscheiden sich erst in ca. 2 Wochen. Währenddessen suchen wir natürlich weiter und haben auch Ende dieser Woche noch ein paar Besichtigungen.

 

Tja, irgendwie ist das ein großer Schritt und ja, es geht schon verdammt schnell. Entweder es funktioniert oder eben nicht - das waren die Worte des Informatikers dazu. Mit keinem meiner Exfreunde habe ich schon mal solch einen Schritt gewagt und mir ist sehr wohl bewusst, dass das gut überlegt sein sollte und nicht aus einer Laune heraus geschehen darf. Ich weiß nicht, was die Zukunft für mich - uns - bereit hält, aber irgendwie freue ich mich auf die Idee einer gemeinsamen Wohnung. In Gedanken gestalte ich schon jeden einzelnen Raum, philosophiere über Farben und Details. Ich freue mich auf das Abenteuer, das mir bevorsteht. Ich mag die Vorstellung, für uns gemeinsam zu kochen, miteinander zu kochen, sowie wir das ja jetzt auch schon tun, aber dann haben wir einen gemeinsamen Kühlschrank, planen gemeinsam den Wocheneinkauf. Ich mag auch die Vorstellung für uns beide Wäsche zu waschen, das Bett zu machen, gemeinsam zu putzen - so blöd das auch klingen mag. Mir ist sehr wohl bewusst, dass es dann nicht immer nur rosige Zeiten geben wird und mir der Ort, an den ich fliehen kann, sobald es Streit gibt, genommen wird, wenn ich nicht mehr im Wohnheim wohne, aber das gehört dazu. Es war auch ein Punkt auf meiner Liste und deswegen wird es drei Zimmer geben, anstelle von zwei, damit ich einen Raum bekommen, in dem ich in Ruhe arbeiten kann und mich auch bei Streit zurück ziehen kann. Irgendwie ist das wie ein erster Schritt zu meiner eigenen Familie, auch ohne Kind, weil auch ein Paar schon eine Familie sein kann, finde ich - und ich bin bereit dafür. Möge das Abenteuer beginnen. 

17.03.2014 um 08:51 Uhr

Zum Abschluss gebracht

 

Gleich einmal vorweg: Mein Informatiker und ich haben unseren Streit von neulich geklärt. Er hat sich zuerst wieder bei mir gemeldet und dann war er auch bei mir und wir haben über die Sache mit der Uni und dem Lernen geredet und ebenfalls über das, was in der Nacht passiert ist.
Was die Sache mit der Uni angeht wollte er mich wohl wirklich nur unterstützen und als er mir die Frage stellte, wie ich so denn jemals ein guter TA werden will, wollte er mich motivieren. Dass das allerdings gewaltig nach hinten losging weiß er nun auch. Über sein Studium haben wir auch noch einmal geredet und er verdeutlichte mir, dass er es nicht nur aus Ehrgeiz abgebrochen habe, sondern noch ganz andere Dinge mit reinspielten, die dann auch ziemlich böse endeten, aber das wird er mir vielleicht eines Tages erzählen.
Was die Partynacht anbelangte war der Herr ziemlich sauer. Er sagte, dass er mir nicht unbedingt glaube, dass ich nichts gemacht habe - immerhin waren da ja nur dieser Typ und ich und er würde ja gerne einmal wissen, was dieser Typ dazu sagen würde. Ich wünschte, das hätte er tun können, nur wohnt dieser besagte Typ nicht in meinem Wohnheim, sondern irgendwo außerhalb von München. Er vertraut mir nicht und ein bisschen kann ich das auch verstehen bei den Erfahrungen, die er mit seinen Exfreundinnen schon machen musste. Aber dass ich nicht auch so bin, ist schwer zu beweisen. Er sagte, dass er mir gern glauben würde, so wäre es ja nicht. Ich gebe zu, trotz allem Verständnis macht es mich auch traurig, dass er mir nicht vertraut, aber umgedreht wäre ich wohl genauso, wenn nicht noch um einiges schlimmer. Jedenfalls wurde ich nach unserem Gespräch viel mit Abweisung und Distanz gestraft - Wir küssten uns zwar, aber es war komisch. Wir schliefen zwar zusammen in einem Bett, aber er fasste mich nicht an... Ich dachte, ich müsse das einfach über mich ergehen lassen und dass das eben einfach meine Strafe sei, auch wenn ich sie für nichts und wieder nichts bekam und das ging dann irgendwann soweit, dass ich eines Abends, als wir wieder zusammen im Bett lagen, so bitterlich weinen musste - Weinen, weil ich doch eigentlich nichts gemacht hatte; weinen, weil er mich mit Distanz straft, obwohl trotzdem Nähe vorhanden ist; weinen, weil ich einfach Angst hatte, dass jetzt für immer was kaputt sei; weinen, weils mir einfach gar nicht gut ging mit der Situation. Ich heule echt nicht gern vor anderen Leuten. Ich bin zwar wahnsinnig sensibel und nah am Wasser gebaut, aber trotzdem mache ich sowas lieber mit mir aus. Dementsprechend war es mir recht unangenehm, aber ich konnte es einfach nicht mehr zurückhalten. Der Informatiker hat gut reagiert, nahm mich in den Arm, sagte, dass er einfach Zeit brauchen würde und er mir ja schon irgendwo glauben würde, denn sonst würde er nicht mit mir in einem Bett liegen. Ich habe noch eine ganze Weile geweint, konnte es einfach nicht zurückhalten und dann sind wir beide irgendwann eingeschlafen. Ob er erst da gemerkt hat, wie sehr auch ich unter dieser ganzen Situation leide, weiß ich nicht, aber was ich weiß ist, dass es nach dieser Nacht - zum Glück - wieder bergauf mit uns ging. Mittlerweile hat sich alles wieder normalisiert und ich bin wieder richtig glücklich mit diesem Mann an meiner Seite. 


Abschließend lässt sich sagen, dass ich diese Situation provoziert habe, unbewusst, denn ich habe nicht darüber nachgedacht, als ich mit diesem Typen alleine war und ich habe meine (gerechte?) Strafe dafür bekommen, immerhin wäre ich umgedreht abgegangen wie ein Zäpfchen. Es war eine emotionale Bestrafung und auch wenn ich sie vielleicht verdiente, war es trotzdem furchtbar und ich werde so eine Situation sicherlich nicht ganz so schnell wieder provozieren. Wenn das nun mal bedeutet, dass ich in nächster Zeit nicht feiern gehen kann, weil es meinem Freund doch noch sehr unangenehm ist - was er im Fall des Falles so sicher nicht zugeben würde, ich es aber weiß - dann bedeutet es das nun eben einmal. Ich werde ganz sicher nicht ewig darauf verzichten, aber eben in nächster Zeit.

Nun ist dieser Abschluss zum letzten Eintrag doch ein bisschen länger geworden, als ich dachte. Dabei wollte ich eigentlich über die Uni berichten. Ich denke, ich werde das hier so stehen lassen und zu einem neuen Eintrag übers Studium ansetzen. 

27.02.2014 um 10:20 Uhr

Wer gab dir dieses Recht?

 

Ich hatte schon ziemlich lange nichts mehr zu sagen - Das lag vermutlich zum einem daran, dass ich in den letzten beiden Monaten immer auf Achse war oder einfach nichts zu berichten hatte. Das Leben, die Beziehung mit dem Informatiker ist eigentlich wundervoll. Wir machen so viel zusammen, gehen zB gemeinsam geocachen - was ich anfangs für total nerdig hielt und mich nun selbst total begeistert hat. Eigentlich können wir so ziemlich den ganzen Tag aufeinander hocken und sind nicht voneinander angepisst - okay, manchmal muss ich lernen, dass ich tatsächlich nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte, aber das sind oft Kleinigkeiten, die dann geklärt werden und dann sind sie wieder aus der Welt. Zugegeben, manchmal gab es auch schon etwas größere Kleinigkeiten, aber auch das war nichts, worüber wir nicht miteinander reden und es aus der Welt schaffen konnten.

Doch nun ist etwas passiert, das mich zum Teil so sauer macht und auf der anderen Seite macht es mir auch so Angst. Ein bisschen Vorgeplänkel dazu: Momentan ist wieder Prüfungszeit und das ist ja nicht nur bei uns Tiermedizinern so, sondern bei allen anderen auch. Mein Informatiker kennt in München noch nicht wirklich so viele Leute, außer jene von der Arbeit und ein paar von meinen Freunden. Nun kam ihm schon des öfteren in den Sinn, dass wir ja alle gemeinsam was unternehmen könnten am Wochenende- sei es nun Cocktails trinken, Nachtflohmärkte oder etwas essen gehen. Leider hat aber kaum jemand von meinen Freunden für sowas Zeit, nicht, weil sie ihn nicht mögen, sondern ganz einfach, weil Prüfungsphase ist. Ich verbringe trotzdem gerne meine Zeit mit ihm, auch wenn ich dringend lernen müsste. Das ist auch nie etwas gewesen, was er eingefordert hat, sondern ich tu es einfach, weil ich es gerne mache und auch wirklich Zeit mit ihm verbringen will. Und nebenbei schreibe ich Klausuren und lerne für mündliche Prüfungen, vor denen ich solche Versagensangst habe. Dazu kommt auch noch, dass vom 2. Staatsexamen noch nicht ein Ergebnis da ist. Ich weiß also noch gar nicht, wie ich mich bisher so gemacht habe. Jedoch liegen alle Prüfungen, die zu 100% zählen, noch vor mir. Leider kommt auch noch dazu, dass ich Pharma im 2. Anlauf nicht gepackt habe und nun theoretisch nur noch eine Prüfung versemmeln darf. Da in naher Zukunft gleich zwei 100%-Prüfungen in einer Woche stattfinden werden, mit nur einem einzigen Tag dazwischen, weiß ich jetzt schon, dass ich nächste Woche zur 2. Prüfung krank sein werde. Damit hätte ich dann vielleicht noch einen Fuß in der Tür, sollte ich eine weitere Prüfung nicht bestehen und somit drei von denen, die zu 100% zählen, nicht auf Anhieb bestanden haben. Denn das Prroblem ist ja eigentlich, dass man von diesen Prüfungen nur zwei wirklich versemmeln darf, sonst wird man nicht zur Rotation zugelassen. Wenn ich nun aber bei einer krank war, bleibt mir dann vllt dennoch die Chance doch zugelassen zu werden.
Es lastet also enormer Druck auf meinen Schultern und ja, ich bin ein Langsamlerner und nein, ich setze mich nicht schon im Semester hin und schreibe Lernkarteikarten oder wiederhole jeden Abend den Stoff. Ich gehe auch nicht in jede Vorlesung, aber jedoch in jene für mich wichtig erscheinenden und ich habe dieses Semester ja auch schon einiges geändert und angefangen mitzuschreiben. Das habe ich auch durchgezogen. Warum ich das jetzt erzähle, bringt mich wieder zum Anfang der Geschichte.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat ein Kumpel aus dem Wohnheim seinen Geburtstag gefeiert und V. hat mich gefragt, ob ich dahin gehe. Da ich in letzter Zeit kaum noch Zeit für meine Freunde finde und ihr neulich schon absagte, bekam ich so langsam das Gefühl, eine schlechte Freundin zu werden und ihr Blick sagte schon alles, als ich im Begriff war, ihr auch da abzusagen. Ich hatte mich schon vorher mit meinem Freund darüber unterhalten und er sagte, wir können ja hingehen und dann gegen 21-22Uhr wieder gehen. Aber hier fangen Parties dann immer erst an und so früh zu gehen, ist ja auch mega doof. Er muss ja aber am nächsten Tag arbeiten, also verstehe ich auch ihn. Zuerst hatte ich dann also nicht vor, auf diese Party zu gehen, aber V.'s Blick machte mir ein schlechtes Gewissen. Auch die Ausrede, dass ich lernen muss, zog nicht. Immerhin ist die Party ja abends und wer lernt da schon noch? Und meinem Informatiker kann ich ja sagen, dass er mitkommen und aber früher gehen kann, sich schon mal bei mir ins Bett legen. Eigentlich wäre mir das die liebste Variante gewesen. Das schlug ich ihm auch vor, aber er wollte das nicht und beschloss dann, dass er bei sich zu Hause schläft.

Ich wiederum beschloss, dass ich nicht so lange auf der Party bleiben würde, um am nächsten Tag wieder lernen zu können und wenn die Leute noch irgendwo anders hingehen würden, ich nicht mitkäme. Doch sie blieben die ganze Nacht hier und ich war schon so lange nicht mehr feiern, dass ich schon von wenigen Mengen Alkohol ziemlich betrunken war. V. wollte ursprünglich auch mit der letzten Bahn fahren und dann wurde die erste nach 4 Uhr daraus und die Stimmung dort war total lustig, sodass ich auch länger blieb. Irgendwann waren dann nur noch der Gastgeber und seine Freundin, irgendein Typ und ich noch da und dann gingen auch die ersten beiden und wir waren nur noch zu Zweit. Ich hab mich eigentlich noch recht nett mit dem Typen unterhalten und mir absolut nichts schlimmes dabei gedacht, naiv wie ich bin. Doch als er dann versucht hat, mich anzugraben, bin ich gegangen. Ich hab ihm vielleicht keine geknallt, aber ich sagte, dass ich das nicht wollen würde und jetzt dann doch lieber gehe. Er wollte, dass ich bleibe und ich bin gegangen. Ich war zu keiner Zeit versucht, Blödsinn zu treiben. Ich weiß an wessen Seite ich gehöre und auf wen ich mich am meisten freue, vom wem ich mich am liebsten verführen lasse und bei wem einzig und allein mein Herz höher schlägt. Ich habe mir also absolut nichts vorzuwerfen gehabt.

Als ich dann nach Hause kam, war es bereits halb sieben in der Früh. Solange hatte ich tatsächlich nicht vorgehabt, zu bleiben, aber halb so wild - jetzt ein paar Mützen Schlaf und dann wird trotzdem gelernt. Mein Informatiker war bereits wieder wach und schrieb schon um sechs "Guten Morgen" und ich sagte dann wizigerweise "Gute Nacht", als ich wieder in meiner Wohnung war. Er sprang gleich darauf an und fragte, ob ich jetzt erst nach Hause gekommen sei und ich bestätigte und sagte noch dazu "in der guten Absicht, keine Dummheiten zu machen." Vielleicht hätte ich mir diesen Satz sparen sollen, obwohl er doch der Wahrheit entsprach und zu keinem Zeitpunkt böse gemeint war oder etwas falsches suggerieren sollten. Er sollte doch eigentlich nur sagen, dass ich eben keine Dummheiten gemacht habe und vorher wieder nach Hause gegangen bin. Doch irgendwas muss der Informatiker daran falsch aufgefasst haben, denn es hat anscheinend irgendetwas in ihm ausgelöst, dass ihn extrem sauer machte.
Er hat mir aber, noch bevor wir uns richtig kannten, gesagt, er sei kein eifersüchtiger Mensch. Ich bin mittlerweile vom ganzen Gegenteil überzeugt, aber er hat seine Wut oder Angst oder was auch immer, dann auf einen ziemlich wunden Punkt übertragen - mein Studium.

Er fing damit an, dass er sagte "so viel also zum lernen, Stress und keine Zeit in der Prüfungsphase. Da weiß ich nun Bescheid." Ich ließ ihn wissen, dass es ja bei Weitem nicht so geplant war und auch nicht abzusehen und er meinte, dass er nichts anderes erwartet habe und ich meine Andeutungen mit Dummheiten lassen solle. Wenn ich wen anderes fi**en wollen würde, dann sollte ichs doch tun. Ich erwiderte, dass ich trotzdem Stress habe und lernen müsse und es in ein paar Stunden mit Sicherheit bereuhen würde, dass ich solange geblieben bin und dass ich das, was er andeuetete, ganz sicher nicht will. Ich weiß zu wem ich gehöre und gehoren will und dass er so etwas besser nicht leichtfertig und aus Trotz sagen sollte. Er meinte, er könnte es nicht verhindern, aber er würde mich dann umgehend verlassen. Schlimm genug, dass ich Andeutungen in diese Richtung machen würde - und dann fing er an, seine Wut auf mein Studium zu übertragen, sagte, ich solle es ernster nehmen, disziplinierter lernen, mehr Routine und Ordnung in mein Leben bringen, dann würde ich nicht so in Lernstress geraten und wichtige Prüfungen vergeigen.

Ich habe also keine Ordnung in meinem Leben, weil ich einmal feiern war? Weil ich nicht einer dieser Überflieger bin und so ein Streber, dass ich schon während des Semesters kein Leben mehr habe? Ich fand das anmaßend und fies, sagte jedooch nur: "Cool, dass du das so siehst..." und dann griff er den Punkt an, dass meine Freunde und ich während der Prüfungsphase für nichts Zeit haben und sagte, ich brauch ihm auch nicht mehr mit der Ausrede kommen, dass ich keine Zeit für ihn oder Unternehmungen habe, weil ich lernen muss. Dann wollte er das Gespräch beenden und sagte, wir würden uns Samstag sehen, er müsse jetzt arbeiten.
Eigentlich wollten wir uns gestern sehen, aber das hat er dann wohl so auf Eis gelegt und hatte wohl keine große Lust mehr darauf. Ich war über seinen Ärger verwundert und fragte ihn, was er denn jetzt so abartig böse und gemein zu mir wäre. Er wäre nur ehrlich - Er habe nicht den Eindruck, dass mir mein Studium was bedeuten würde. Ich ehre nicht, dass ich studieren könne bzw. dürfe. Ich fragte: "Weil ich heute feiern war?", denn ich habe diese Überreaktion einfach nicht verstanden.
Ihm gegenüber würde ich große Reden schwingen, aber würde feiern bis in die Puppen, anstatt zu lernen. Es wäre mein Studium, nicht seins und es sind meine Noten und mein Stress. Ja genau, so ist es ja auch - Warum sagt er dann sowas zu mir? Wer gab ihm das Recht, sich das herauszunehmen, über mich und mein Studium zu urteilen? Ich sagte nur, dass er gerade mega fies sei und er antwortete, dass er mir nur hoffentlich die Augen öffne und fragte, wo die Muffin hin sei, die ein 1er Abi geschrieben hat. Das war echt ein Schlag ins Gesicht. Ich selbst lieferte ihm das Messer, dass er mir da gerade in den Rücken rammte, denn ich selbst hatte solche Zweifel ihm gegenüber schon erwähnt. Es wurmt mich - im Abi war ich so gut und jetzt bin ich teilweise nicht einmal mehr mittelmäßig, sondern echt schlecht und ja, das weckt enorme Selbstzweifel in mir. Doch mir jetzt damit zu kommen, das hat mich so verletzt. Also sagte ich, dass er mir in Bezug auf sich die Augen ohne jeden Zweifel öffnete.

Dann versuchte er schon wieder aus dem Gespräch zu fliehen und forderte mich auf, jetzt schlafen zu gehen. Wir könnten ja dann später reden, wenn ich nicht lernen muss... Ich ließ ihn wissen, wie diese Situation auf mich wirkte, dass er sauer auf mich sei und das auf mein Studium schiebt - dies sei weder fair, noch nett. Er sagte, er wäre nicht sauer, sondern enttäuscht. In meinen Kopf tauchte eine Bridget-Jones-Szene auf, in der sie zu Mark sagt, dass enttäuscht ja noch viel schlimmer sei, als sauer - womit sie ja auch Recht behält.
Und noch einmal fragte ich "Weil ich feiern war?" und der Informatiker setzte zur nächsten Runde im virtuellen Boxkampf an - Er sei enttäuscht, weil ich so disziplinlos wäre und mein Studium nicht so ernst nehme, wie ich andauernd sage. Ich ehre meine Studium nicht, lerne erst auf den letzten Drücker, dann auch fast nur alte Klausuren. Wie will ich so eine gute Veterinärmedizinerin werden? - BÄBÄM - metaphorisch gesehen hat er mir damit den entscheidenden K.O.-Schlag verpasst. Auf dem "Boden liegend" holte ich noch einmal zum Gegenangriff aus und fragte noch einmal nach, weil ich den Auslöser für diese Vorwürfe einfach nicht verstand: "Weil ich länger feiern war, bin ich disziplinlos und nehme mein Studium nicht ernst?" - Nicht deswegen, es wäre derzeit einfach die Krönung. Ich sagte ihm, dass es schön sei, dass er mir auf diese Art und Weise sagt, was er von mir halte.
Aber er hat es nicht gelassen, sagte noch, dass er nichts anderes von dieser Feier erwartet habe und für einen Nachtflohmarkt oder Cocktails habe ich keine Zeit und sonst ja auch niemand - alle seien so im Lernstress - und schickte einen laut lachenden Smiley. Ich fragte ihn, ob er schon wisse, dass er sich gerade total arschlochmäßig verhalten würde. Er antworte darauf nur "Wenn du das so sehen willst...". Ich sagte, es wäre so. Wenn er meine, sich so verhalten zu müssen, dann herzlichen Glückwunsch. Dann solle er sich aber nicht wundern, wenn er mich darüber verliert. So jemanden brauche ich nicht an meiner Seite. Aber schön zu wissen, was er so von mir hält und denkt. Ich hoffe, er fühle sich jetzt gut und frei, denn unterm Strich scheint er das ja sein zu wollen, denn er provoziere das gerade ziemlich und dass es vielleicht wirklich besser sei, wenn wir nichts voneinander hören die nächsten Tage, auch nicht Samstag oder Sonntag.

 

Und daraufhin sagte er nichts mehr. Bis jetzt nicht. Das Gespräch hatten wir, wie erwähnt, irgendwann gestern morgen zwischen sieben und acht - und seitdem hat er einfach nicht mehr geschrieben. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass wir nicht gute Nacht zueinander gesagt haben. Ich will mich nicht streiten, beim besten Willen nicht. Ich habe meinen Informatiker so gerne. Aber ich habe auch meinen Stolz. Ich bin vor allem kein Mensch, den man damit anspornt, indem man ihm sowas sagt wie "Du schaffst es eh nicht.". Ich bin ein Mensch, der andere Menschen braucht, die an ihn glauben - auch wenn es Rückschläge gibt. Wenn ich selbst am wenigsten an mich glaube, dann brauche und will ich nicht noch jemanden an meiner Seite haben, der mich noch weiter nach unten zieht. Und woher nimmt er sich überhaupt das Recht, so mit mir zu reden? Er kennt mich seit Januar und meint, er könne über mein Leben und mein Studium Bescheid wissen? Hat er meine Schuhe an? Ist er meinen Weg gelaufen? Hat er nicht selbst sein Studium abgebrochen? Habe ich darüber je geurteilt? Ich fühle mich so ein bisschen wie dieses Model aus dem Dschungelcamp - Vielleicht bin ich nicht die beste in meinem Studium und ja, vielleicht verkacke ich viele Prüfungen, weil ich vielleicht zu wenig dafür mache, aber ich bin noch nie auf die Idee gekommen, aufzugeben. Und würde ich über sein Studium urteilen, dann würde ich sagen, er hat aufgegeben. Ich weiß auch, dass er ganz andere Gründe hatte. Seine Noten waren ihm selber zu schlecht und das wollte er nicht, dafür war er zu ehrgeizig. Sein eigener Ehrgeiz hat ihn dazu gebracht, sein Studium abzubrechen und trotzdem - er ist nicht den Weg geangen, den ich mühsam gelaufen bin. Ich habe darüber eine Gallenblase verloren. Ich war mehr als einmal ganz unten und habe selbst schon so sehr an mir gezweifelt und trotzdem bin ich hier. Ich bin auch davon überzeugt, dass man es nicht von irgendwelchen Prüfungen abhängig machen kann, ob jemand ein guter Tierarzt wird, oder nicht. Ich weiß, was ich kann. Ich habe ein Jahr lang in der Klinik gearbeitet und ich weiß, dass ich ganz bestimmt mal ein guter Tierarzt werden kann und er kennt mich seit dem 6. Januar persönlich und maßt es sich an, mich zu fragen, wie ich so ein guter Tierarzt werden will? Was soll das? Woher hat er nur das Recht, sich das rauszunehmen? Das frage ich mich immer wieder.

Aber ja, hier schwingt auch die Angst mit, dass es das jetzt war. Wir hatten schon mal einen etwas größeren Streit, da habe ich mich nicht bei ihm gemeldet, weil ich so sauer war. Aber das hielt ich ungefähr einen halben Tag aus und außerdem kam er auf mich zu und als wir das geklärt hatten, fragte er mich, ob er öfter damit rechnen müsse, wenn ich sauer bin, dass ich dann so reagiere und mich nicht melde. Ich bejahte das und er entgegenete, dass, wenn er sich mal mehrere Tage nicht melden würde, ich davon ausgehen könnte, dass es das war, die Beziehung dann schon so gut, wie gelaufen wäre.
Und ja dieser Gedanke ging mir durch den Kopf und er macht mir solche Angst. Ich habe mir doch eigentlich gar nichts vorzuwerfen.

 

Gerade hat mir auch noch meine Mama geschrieben, dass sie jetzt in die alte Heimat fahren muss. Bei meiner Oma wurde ein Herzinfarkt festgestellt und sie muss sofort ins Krankenhaus. Es ist meine Oma, die mir nicht so nahe steht, aber es ist trotzdem meine Oma. Eigentlich brauche ich jetzt mehr denn je, jemanden, der an meiner Seite steht, jemanden, der mich aufbaut und nicht runter zieht. Ich habe überlegt, dem Informatiker zu schreiben, werde es aber nicht tun, denn neulich, als ich einen Streit mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, hatte, erwähnte dieser auch, dass sein Opa im Krankenhaus liegen würde und er mich doch eigentlich gerade dringend brauchen würde und der Informatiker nahm an, dass mein Ex diese Situation ausnutzen würde und mich somit irgendwie versucht, unter Druck zu setzen. Daran musste ich gerade denken, also werde ich ihm nicht schreiben. 

Wie soll ich so nur einen freien Kopf fürs Lernen kriegen, mit all diesen Gedanken und Gefühlen - Ängsten- in meinem Kopf?

10.01.2014 um 16:52 Uhr

Verrückt

 

Wahnsinn, ich habe so verdammt viel zu erzählen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll :)

Vielleicht zunächst einmal: Ich habe meine Radiologieprüfung bestanden, juchuuu. Darüber bin ich so wahnsinnig glücklich! Unser Prof hat auch nur einen Tag zum Kontrollieren gebraucht und während der Prüfung hatte ich ein mega schlechtes Gefühl. 36 von 60 Punkten hat man zum Bestehen gebraucht und ich habe 37 erreicht - knappes Ding, aber bestanden und das ist die Hauptsache :) Jetzt geht es am 27. Januar weiter mit der Wiederholung von Pharmakologie und am selben Tag der Klausur in Biometrie. Na hoffentlich wird das was. Drückt mir die Daumen :)

 

So und jetzt zu etwas noch Schönerem - Ich glaube, ich bin wieder vergeben :) Nein, eigentlich weiß ich, dass ich das bin. Ich wollte dazu noch so viel erzählen und habe gar nicht die Zeit gefunden. Bei meinem letzten Eintrag im Jahr 2013 hatte ich ja schon erwähnt, dass es noch viel zu berichten gibt und dass das nicht nur Zauberhaftes sei. Ich kann mich dabei jetzt eigentlich nur noch an eine Sache erinnern - der Herr Informatiker war schon mal verheiratet. Das war weniger die Tatsache, die mich aus den Latschen gekippt hat. Mir hat eher zu schaffen gemacht, dass er sagte, dass er nicht wisse, ob er eine Beziehung noch einmal schaffe. Darüber habe ich mir eine ganze Nacht lang ziemlich den Kopf zerbrochen. Aber zum Glück gibt es ja noch Mama, die meine Gedanken und Gefühle wieder ordnen konnte. Er hat im September 2012 geheiratet und seit Februar 2013 lebt er in Scheidung. Seine Frau hatte ihn ja betrogen. Das bedeutet auch, dass die ganze Sache nächsten Monat dann vom Tisch sein sollte. Jedenfalls lief es bei meinem Papa damals ähnlich. Seine Frau hatte ihn auch betrogen und dann wollte sie ihm auch noch ein Kind anhängen und dann haben die sich auch, logischerweise, scheiden lassen und mein Papa wollte auch nicht gleich wieder eine neue Beziehung und ziemlich kurz darauf wurde ich geboren :D Also, man muss nicht alles auf die Goldwaage legen.

Die letzten Tage waren dann ziemlich turbulent. Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir ständig miteinander geschrieben und oft telefoniert. Ich liebe das, wenn mir ein Mann seine volle Aufmerksamkeit schenkt und das wird mir auch nicht zu viel, im Gegenteil, ich brauche das. Ich schätze das wirklich sehr an ihm, dass er sich einfach immer meldet, egal ob er auf der Arbeit ist oder unterwegs mit/bei Freunden.
Jedenfalls hatte er mir ja schon an dem Tag, als ich im Dezember nach Hause fuhr, angeboten, dass ich mit ihm zusammen wieder runter fahren könnte und das haben wir am 6. Januar dann auch so gemacht. Ich habe mich tierisch gefreut, ihn endlich zu sehen und ich glaube, dass er sich auch freute. Das ganze rutschte - und irgendwie scheint das wohl so mein Ding zu sein - schon während wir miteiander schrieben manchmal in eine ziemlich sexuelle Richtung ab und so kam es schon am Montag, wozu es eben kommen musste. Aber wir haben beide schon sehr viel früher klar gestellt, dass wir nicht nur Sex miteinander haben wollen, sondern mehr. Sozusagen eine Wenn-Dann-Situation. Am selben Abend kam er dann noch zu mir ins Wohnheim, musste dann aber wieder gehen, weil seine Vermieterin eine äußerst komische Frau ist - sehr auf Sicherheit bedacht und für die eine Vordertür gibt es im ganzen Haus nur einen Schlüssel und der letzte muss dann immer zu schließen und sie hatte die Tür extra für den Informatiker offen gelassen.

Am Dienstag hätte ich eigentlich für die Radiologieprüfung lernen sollen. Allerdings kamen auch am Dienstag die Möbel vom Informatiker - Möbel aus einer Vierzimmerwohnung. Eigentlich kein Thema, weil die Möbelleute die nach oben tragen sollten, allerdings hat die Vermieterin die nicht ins Haus gelassen und die wiederum haben den Informatiker nicht angerufen, als sie da waren, wie sie es ursprünglich sollten. Also haben sie die Möbel einfach in die Garage gepackt und der Informatiker kam dann von der Arbeit und stand vor diesem Chaos. Also bot ich spontan meine Hilfe an, sagte aber auch, dass es besser wäre, wenn ich dann wohl über Nacht dort bliebe, um zu lernen. Der Informatiker nahm meine Hilfe gerne an und so schleppten wir zu zweit bzw zu dritt, weil der Mann der Vermietrin netterweise auch mitgeholfen hat, die Möbel in den 1. Stock.
Als ich in seinem Wohnort ankam, sagte er mir allerdings, dass ich vor der Vermieterin erst einmal nur EINE Freundin sei, weil sie ja so schwierig ist und tierisch nervt. Habe ich auch verstanden. Allerdings unterhielt sich der Informatiker zwischendurch kurz mit seiner Vermieterin und als ich so vorbei lief, während ich die Kisten schleppte, schnappte ich so dieses und jenes auf. Ich wusste, dass er vor mir eine Bettgeschichte am laufen hatte. Als wir darüber geredet haben, erzählte er mir, dass es mit einer Freundin war. Das klang so, als wäre das von Anfang an nichts anderes gewesen. Im Auto auf der Fahrt nach München haben wir dann unter anderem auch über seine Hochzeit geredet und ich habe ihn gefragt, ob er noch Kontakt zu seiner Exfrau habe - das nicht, aber zu seiner Bettgeschichte schon. So und als ich dann im Flur die Kisten hoch trug und der Herr sich mit seiner Vermieterin unterhielt, fragte die ihn, ob er nicht sagte, dass er hier mit seiner Freundin einziehen wollte und er sagte, die sei noch zu Hause und käme in nächster Zeit nach. BÄM! Ich meine, ich wusste ja, dass das nicht stimmte, aber ich wusste, dass damit die Bettgeschichte gemeint war. Mit einem Betthäschen zieht man nicht zusammen. Er wollte die mit nach München nehmen. Als ich ihn später darauf ansprach sagte er zu mir, dass sie damals noch nicht wussten, was das werden würde. Ich weiß nicht, im Grunde ist da nichts Schlimmes dabei, aber trotzdem hat es mich beschäftigt, eben weil er noch Kontakt zu ihr hat und ich absolut nicht weiß, von wem das ausging, dass da nicht mehr drauß wird. Auf der einen Seite würde ich ihn gerne mehr dazu fragen, auf der anderen Seite kenne ich mich und ich weiß, dass mich Antworten, die ich nicht hören will, verletzten würden. Also lass ich es vielleicht einfach besser sein, wobei ich vorhin schon wieder schlecht davon geträumt habe. Danke liebes Unterbewusstsein, dass du mich und alle Zweifel, die ich habe, so auf Trab hälst! 
Am Abend, nachdem wir alle Möbel in der Wohnung hatten, hat er dann noch Essen bestellt und wir haben zusammen gebadet, mit Rotwein, aber ohne Kerzen, weil er keine da hatte. Das war seeeehr schön und sehr romantisch.

Am Mittwoch hat er sich dann mit ehemaligen Kollegen getroffen und mich danach noch spontan besucht und ich bin dann spontan mit zu ihm gefahren und habe wieder da geschlafen. Momentan ist es ein Leben zwischen Kisten, weil sein Akkuschrauber seltsamerweise verschwunden ist. Zum Glück habe ich gestern V. gefragt, ob sie uns ihren leihen kann und so hat der Informatiker gestern Abend dann noch vier Stühle, einen Tisch und das Bett zusammen schrauben können. Er sah dabei aus, als ob ihm sowas ziemlich Spaß machen würde und ich fand das sehr sexy :D

Heute Abend sehen wir uns dann leider nicht, weil ich arbeiten muss, aber dafür kommt er morgen zu mir und dann schläft er auch bei mir, weil ich Sonntag wieder arbeiten muss.

Alles in allem macht er mich momentan seeeehr glücklich :)