*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

25.11.2016 um 11:35 Uhr

I'm only human after all

 

Bin ich wie der Informatiker? - Diese Frage kam mir in den letzten Tagen oft in den Sinn. Drängle ich mich in das Leben von jemanden, der mich da gar nicht haben will? Zwinge ich mich jemanden auf, den ich so sehr verletzt habe, dass es einfach nur absolut nachvollziehbar ist, dass er mich da nicht haben will? Akzeptiere ich Grenzen? Warum mache ich das? Warum bin ich so?

Er weiß es. Nach all den Jahren weiß er es. Eigentlich wusste er es schon lange. Und ich weiß nun, dass er es weiß.



Ich habe in der letzten Woche unglaublich viel aufgearbeitet, was meine Vergangenheit mit dem "Muttersöhnchen" (ich bin mir sicher, dass er das heute nicht mehr sein mag, deshalb werde ich ihn fortführend wohl den Architekten nennen) anbelangt. Ich habe viele alte Nachrichten gelesen, auch Blogeinträge, habe versucht, mich zu erinnern.

Beginnen wir am Anfang:

Im November 2009 haben der Architekt und ich uns kennengelernt. Wir schrieben anfangs nur im StudiVZ, meine Situation mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, war damals kompliziert. Ein Versuch, eine Beziehung fortzuführen, scheiterte - eventuell auch, weil ich damals schon wusste, dass ich Gefühle für den Architekten entwickelt hatte. Ich denke, dass es dann 2010 war, als der Architekt und ich uns zum ersten Mal live begegneten. Auch wenn mir viele Dinge der Vergangenheit fehlen, kann ich mich noch gut an unser erstes Treffen- meine ersten Eindrücke- erinnern. Im Februar 2010 sind wir dann ein Paar geworden und für etwas mehr als zwei Jahre gewesen. Bis heute war das meine längste und unkomplizierteste Beziehung.
Wir hatten eine wundervolle Zeit, gerade am Anfang. Es hatte gut gepasst zwischen uns. Aber 2010 war auch das Jahr, in dem ich Abi machte. Dass ich danach einmal Tiermedizin studieren wollte, stand lange davor fest. Mein Wunsch, Tiermedizin in Leipzig zu studieren, löste sich in Wohlgefallen auf, als ich in München angenommen wurde. So zog ich im Oktober 2010 nach München und auch wenn der Architekt früher irgendwann einmal sagte, dass er mich vielleicht nie hätte gehen lassen sollen, hätte ich es vermutlich trotzdem gemacht. Tiermedizin zu studieren - das war mal mein Traum. Heute würde ich es niiiiemals wieder tun, aber damals war es mein Lebenstraum. Von da an führten der Architekt und ich also eine Fernbeziehung. Keine von denen, die vielleicht funktionieren, weil man sich jedes Wochenende sieht, sondern eine von denen, bei denen man sich richtig selten sah. Was blieb waren Telefon, ICQ und SMS und der Glaube und das vermeintliche Wissen, dass es nur eine Fernbeziehung auf Zeit werden sollte. Der Idealfall damals sollte sein, dass der Architekt nach München ziehen würde, sobald er seinen Bachelor in der Tasche hat, um hier dann entweder den Master zu machen oder eben zu arbeiten, bis er den Master machen kann. Rückblickend vielleicht sehr blauäugig und naiv betrachtet. In München muss man dann ja auch wohnen und das muss man auch bezahlen können und überhaupt muss man hier erst einmal eine Wohnung finden - ein Job ist vielleicht nicht so schwer, aber eine bezahlbare Wohnung? Und das auch noch für eventuell zwei Studenten? - Naiv ist es gewesen, die Welt so betrachtet zu haben. Haben wir aber eventuell auch beide, der Architekt und ich. 


Generell geschah über die Zeit viel, was mich aufgeregt und belastet hat... diese Wischi-Waschi-Einstellung, dieses Unselbstständige, dieses auf Mama-angewiesen-sein, dieses 'Komme ich heute nicht, komme ich morgen', dass wir manchmal zu wenig Sex hatten, er dann aber Pornos schaute, das Nicht-kochen-können, nicht Wäsche-waschen-können (es sind vielleicht mehrere Punkte, die sich auch in einem hätten zusammenfassen lassen, in ihren Einzelheiten jedoch auch Gewicht haben) und am allermeisten denke ich heute, regte mich auf, dass dieser Schritt nach seinem Bachelor - der Schritt in unsere gemeinsame Zukunft - so „behindert“ ausfiel. Ich habe den Architekten in der Zeit alleine in München oft vermisst. Habe mich nach gemeinsamen Aktivitäten gesehnt, nach Zweisamkeit, nach Gesprächen von Angesicht zu Angesicht - einfach nach Dingen, die eine Beziehung ausmachen. Als es nach seinem Bachelor dann an die Zeit der Bewerbungen ging, musste ich ihn drängen und selbst dann ging ewig nichts vorwärts. Irgendwann habe ich dann mal eingefordert, eine Bewerbung von ihm zu sehen und vielleicht hätte ich das früher tun sollen. Wäre meine Achtung vor ihm ein Geschirrteil aus Porzellan gewesen, dann hätte man es in diesem Moment zerbrechen hören können. Ein studierter, junger, gut aussehender Mann schrieb Bewerbungen, die einen sehr hohen Fremdschämfaktor aufwiesen und was ich vor allem nie begriff, war die Tatsache, dass er mich nie um Hilfe bat. Ich konnte schon immer gut schreiben. Ich bin gut darin, mich auszudrücken und er wusste das und doch hat er nie gefragt. Vielleicht hätte ich meine Hilfe auch direkt anbieten müssen - ich kann es heute nicht mehr reproduzieren, ob ich das nicht sogar tat. Ich bin jedoch sicher, dass in diesem Moment etwas in mir zerbrach, ich meine Achtung und meinen Respekt verlor. Es ist etwas gefährliches, wenn man die Achtung vor seinem Partner verliert. 

Aber ich habe auch meine Fehler gemacht. Es ist nicht fair, alles nur einem Part in die Schuhe zu schieben. Ich war oft zu engstirnig, zu misstrauisch, zu streitlustig?, zu dramatisch, zu jung&unerfahren... diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Wenn ich daran denke, dass für mich damals die schlimmste Sache, die mit den Pornos war, dann kann ich heute nur lächelnd und kopfschüttelnd denken 'Wäre das doch in all den Jahren danach nur immer mein größtes Problem gewesen.'. Auch dass wir es immer, wenn ich zu Hause war, seiner und meiner Familie recht machen mussten war, vom Beziehungsaspekt her, nicht immer das Ideale und das war bei meiner Familie sicher schlimmer. Ich hätte uns mehr Zeit einräumen müssen, aber das ist schwierig, wenn du deine Familie auch nur dann siehst, wenn du deinen Freund prinzipiell sehen könntest. 

2012 fing unsere so schon knapp bemessene Zeit an, noch knapper zu werden, denn bei mir stand das Physikum vor der Tür mit jeder Menge Testaten in den Semestern davor. Ich musste viel Zeit ins lernen investieren und unsere Gespräche miteinander liefen irgendwann nur noch nach Schema F ab - "Hallo, wie gehts dir?; Was machst du so?; Wie war dein Tag?; Schlaf gut, gute Nacht.". Ich konnte ICQ aufmachen und wusste genau, dass nur das kommen würde. Das langweilte mich und den Fehler dafür suchte ich damals stets beim Architekten. Dass ich mich genauso daran hätte beteiligen müssen, dass unsere Gespräche individueller hätten verlaufen können, dämmerte mir erst Jahre später. 


Ich denke, dass all diese Kleinigkeiten sich zu großen Dingen aufsummierten. Dazu, dass ich mich nicht mehr glücklich fühlte, das Gefühl hatte, wir würden uns voneinander entfernen.  


Im Mai 2012 habe ich dann das getan, was ich selbst stets verurteilte, von mir selbst nie erwartete und bis heute zutiefst bereue. Ich ging fremd. 


Ich war auf die Geburtstagsparty meines damals besten Freundes eingeladen, in der Kaserne in München. Eigentlich war es ein schöner Tag - die Sonne schien, die Partygesellschaft war klasse, wir hatten alle viel Spaß. Wir haben in der Kaserne in einer Bar gefeiert, die prinzipiell jedem Studenten dort zugänglich ist und so mischten sich unter die Partygäste irgendwann auch andere Leute. Als wir gerade am tanzen waren, hat mich plötzlich ein Mann angesprochen, der mir sagte, dass sein Kumpel mich beobachtet hätte und auf mich stehen würde, aber zu schüchtern wäre, mich anzusprechen. Ich hielt das für einen Scherz, fand den Kumpel auch nicht ansprechend, machte mich darüber lustig und ließ somit beide abblitzen. Ich schrieb es wohl auch dem Architekten, dass ich angegraben wurde und mir wünschte, er sei auch hier. Ich bin mir sicher, dass ich das auch exakt so empfunden habe in diesem Moment. Irgendwann ging der Architekt dann ins Bett, wir schrieben uns gute Nacht und ich schrieb ihm noch, dass ich ihn lieben würde. Vielleicht schrieb ich es aus Gewohnheit, vielleicht meinte ich es in diesem Moment auch noch so - ich weiß es heute nicht mehr. Fakt ist, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht der Gedanke in meinem Kopf war, dass ich später in der Nacht fremdgehen würde. Bis dahin war die Welt für mich augenscheinlich noch in Ordnung. 


Zu späterer Stunde in dieser Nacht sollte die Bar dann geschlossen werden. Es waren sowieso nur noch eine Handvoll Partygäste da und diese zwei Typen, die nicht zu den Gästen gehörten, auch. Als wir quasi aus der Bar geschmissen wurden, tummelten sich alle davor und man überlegte, was man denn nun noch weiter machen könnte. Einigen wollten ins Bett, andere waren noch nicht müde - ich selbst war noch hellwach. Zufällig landete ich mit meiner Sitzgelegenheit genau da, wo auch die zwei Jungs waren, von denen ich vorher angegraben wurde und die ich den Rest des Abends eigentlich mied. Wie wir da so saßen und ich unweigerlich zuhörte, was sie so erzählten, empfand ich sie doch als recht sympathisch und witzig. So kamen wir ins Gespräch. Es wurden insgesamt immer weniger Leute und ich hätte einfach ins Bett gehen sollen. Bin ich aber nicht. Stattdessen haben mich die zwei Jungs eingeladen, mit auf ihr Zimmer zu gehen, um zu zocken. Naiv, wie ich war (bin?), ging ich mit. Es war ja nichts dabei und wir haben auch wirklich gezockt, danach noch einen Film geschaut und währenddessen haben sie mich immer weiter mit ihrem selbst gemachten Limes abgefüllt. Das soll gar keine Entschuldigung sein, immerhin ließ ich das auch zu. Der Typ, der ursprünglich angeblich auf mich stand, ist dann irgendwann gegangen, weil von meiner Seite aus gar nichts kam und dann war ich mit dem anderen alleine. Draußen wurde es schon hell und ja, ich denke mir heute immer wieder, dass ich einfach hätte gehen sollen. Bin ich aber auch da nicht und dann kam eins zum anderen. Es ist interessant für mich, dass ich mich an die Details des Abends noch so gut erinnern kann, aber der Typ, mit dem ich den Architekten betrogen habe - ich weiß nicht einmal mehr, wie er hieß. Ich kann mich auch nur noch sehr sehr vage erinnern, wie er aussah. Würde er heute vor mir stehen, ich schwöre, ich würde ihn nicht erkennen. Unterm Strich war es einfach nur (furchtbar schlechter) Sex ohne jegliche Gefühle. Ich frage mich heute immer wieder, warum ich das getan habe. Warum habe ich das schlimmste gemacht, was man einem Menschen nur antun kann? Warum habe ausgerechnet ich jemanden betrogen, wo ich es doch selber nie von mir gedachte hätte, immer verurteilt habe? War es der Alkohol? Hab ich mich allein gefühlt? Habe ich mir von jemand anderem eingefordert, was ich bei meinem Freund vermisst habe? Egal, wie ich es drehe und wende, nichts rechtfertigt, was ich getan habe. 

Kurz nachdem passierte, was passierte, bin ich gegangen. Ich habe mich leer gefühlt - nicht schuldig, nicht traurig - nur leer. Ich habe kurz danach nichts gefühlt und nichts gedacht. Erst nachdem ich dann, in dem Bett, in dem ich schon vor Stunden hätte liegen sollen, geschlafen habe, begriff ich, was da eigentlich gerade passiert war. Ich erzählte es meinem ehemals besten Freund und seine Reaktion war mit Abstand die dümmste, die es darauf geben konnte. Er sagte doch ehrlich zu mir 'Na, wenn ihr beide keinen Orgasmus hattet, dann hast du deinen Freund auch nicht betrogen.' - absolut nicht hilfreich. 


Nach dieser Geburtstagsparty dauerte es noch circa eine Woche bis ich nach Hause fahren und den Architekten wieder sehen sollte. Mir ging so unglaublich vieles durch den Kopf. Allem voran der Gedanke, warum mir das passierte. Ich war und bin davon überzeugt, dass man nicht fremdgeht, wenn in einer Beziehung alles okay ist und bis zu diesem Abend war in meiner Beziehung doch alles okay - oder etwa nicht? Musste ich tatsächlich erst fremdgehen, damit mir klar wurde, dass in meiner Beziehung ganz und gar nicht alles okay war? Ich stand außerdem vor einem Scheideweg und hatte mehrere Möglichkeiten: Es war ein einmaliger Ausrutscher ohne Gefühle, nur Sex - ich hätte so tun können, als wäre das alles niemals passiert, es für mich behalten und einfach so weiter machen können. Ich hätte es dem Architekten sagen können - am Telefon, per SMS oder dann eben in einer Woche persönlich - und dann schauen, was passiert wäre. Vielleicht wäre es trotz der Wahrheit zu retten gewesen? Aber wie? Das Problem der fehlenden Nähe - es wäre ja nicht zu beseitigen gewesen. Ich hätte aber auch Schluss machen können, ohne ihm zu sagen, dass ich fremdging. Ich wusste einfach nicht, was ich am besten hätte tun sollen. Ich habe mit meinen Freundinnen darüber gesprochen und auch sie waren unterschiedlicher Meinungen. Ich selber hätte es wohl erfahren wollen, einfach nur, um es zu wissen. 


Während dieser Woche, kam ich zu dem Entschluss, dass ich diese Beziehung beenden müsse. Wären meine Gefühle für den Architekten stark genug gewesen, dann wäre ich nicht fremdgegangen und so weiterzumachen, wie bisher - ihn und mich zu belügen - das hätte ich weder gewollt, noch geschafft. Ich gebe zu, dass ich durchaus auch wissen wollte, was es in mir auslösen würde, ihn nach all dem wieder zu sehen, ihn vor mir zu haben. Was würde ich fühlen? Außerdem war ich der Meinung, dass ich es ihm nach mehr als zwei Jahren einfach schuldig war, persönlich Schluss zu machen.  


Blöderweise trug der Architekt, als wir uns wieder sahen, eine Sonnencreme, die meines Empfindens nach ganz furchtbar roch. Ich war also mehr auf seinen Geruch konzentriert, als darauf, was ich denn fühlen würde. Trotzdem wusste ich, dass mich ein Geruch nicht von der eigentlichen Sache ablenken dürfe. An dem Tag, als er zu mir kam, haderte ich stark mit mir. Ich suchte Abstand von ihm, um mit mir selber klarzukommen. Wir schufteten an dem Tag noch bei meinen Eltern auf dem Hof, grillten danach und erst danach brachte ich selber den Mut auf, mit ihm zu reden und die Sache zu beenden. Mir war bewusst, dass dieses Ende für den Architekten unerwarteter kam, als für mich. Ich wusste, dass es ihn zerstören würde, dass ich ihn damit zerstören würde und so entschied ich mich dazu, ihm NICHT zu sagen, dass ich fremdging und das der Auslöser meiner Aktion war. In erster Linie wollte ich ihn schützen. Vielleicht hatte ich selber auch Angst vor der Reaktion. Aber tatsächlich wollte ich ihn einfach nicht nur noch mehr verletzen, als er es eh schon war. Natürlich begriff er nicht, woher mein plötzlicher Beziehungsabbruch denn jetzt kam. An diesem Abend war es dann auch schon zu spät für ihn, um wieder nach Hause zu fahren. Er schlief dann also in meinem Bett und ich bei meiner kleinen Schwester, ging voll auf Abstand zu ihm und er verstand das einfach nicht. Hätte ich ihm damals einfach die Wahrheit gesagt, dann hätte es ihm das alles vielleicht einfacher gemacht oder es hätte ihn eben komplett ruiniert und ich wollte ihm das einfach nicht antun. Am nächsten Morgen brachte ich ihn zum Zug, wir gingen an diesem Tag freundschaftlich auseinander. 


Danach blieben wir in Kontakt. Der Architekt machte es sich zum obersten Ziel, mich zurückzugewinnen, sich für mich zu verändern. Er liebte mich und dass er mich verloren hatte, machte ihm das erst wieder richtig bewusst, als wäre er aus einer Art Winterschlaf aufgewacht. Wann immer wir miteinander schrieben, machte er mir deutlich, was er für Fortschritte gemacht habe; was er dafür tat, mich zurückzugewinnen, woran er arbeitete, erinnerte mich an wundervolle gemeinsame Zeiten und wollte doch nur eins - mich wieder sehen, mit mir reden, mich glücklich machen, wieder mit mir zusammen kommen - mich. Er sagte einmal zu mir - ich denke, es war schon vor der Trennung - dass ich seine erste und seine letzte Frau sein solle. Nach der Trennung schrieb er sogar, dass er so liebend gerne um meine Hand angehalten hätte. Wenn ich das heute alles lese, dann bricht es mir das Herz - wie sehr mich dieser Mann geliebt hat und wie achtlos ich das alles einfach weggeworfen habe und in jedem unserer Gespräche nach der Trennung war ich so kalt, eiskalt. Nach der Trennung war er sogar noch einmal in München, wollte mich da auch gerne sehen, aber es kam nie dazu, weil ich das damals nicht wollte, aber auch viel lernen musste zu der Zeit. Heute denke ich mir, dass ich damals vielleicht so kalt war, weil ich wusste, was ich verbrochen hatte und vielleicht hätte ich das alles stoppen können, wenn ich ihm einfach nur die Wahrheit gesagt hätte. Aber ich dachte mir wohl, dass es irgendwann vergehen würde, dass es bei ihm irgendwann aufhören würde, auch ohne dass ich nochmal nachgetreten hätte. Denn es war für mich nichts anderes - die Wahrheit wäre nachtreten gewesen. Doch hätte er die Wahrheit da schon gewusst, hätte es ihm vielleicht vieles leichter gemacht oder er hätte mir verziehen und mich trotzdem zurückgewollt? Wer kann das heute schon wissen? Ich war jedoch ein Feigling vor dem Herrn! 


Ein paar Monate danach brach unser Kontakt dann ab. Ich habe es schon immer gesagt, ich bin kein Mensch, der lange alleine bleibt und während der Architekt daran arbeitete, das zu werden, was ich immer wollte, wusste ich für mich, dass es kein Zurück geben würde. Nicht, wenn er die Wahrheit nicht kennt und die sollte er nicht kennen. Ich habe mir damit auch selber etwas aufgebürdet. Ich konnte es selber nie wirklich aufarbeiten. Es ist wie ein Fleck auf deiner Weste, den du nicht mehr rausbekommst, was du auch tust. Es wie eine dunkle Wolke, die immer über dir schweben wird. Und egal, wen du zukünftig auch kennenlernst, du musst dich immer vorstellen mit 'Hallo, ich bin die Muffin und ich bin schon mal fremdgegangen!'. Da für mich feststand, dass es kein Zurück gab, blickte ich nach vorne und lernte so schließlich den Friesen kennen. Darüber schrieb ich hier und als der Architekt das las, brach er den Kontakt hab. Das war mit Sicherheit noch einmal der letzte Stich, den ich ihn versetzte. Von da an wusste auch er, dass das Projekt 'zurückgewinnen' gestorben war. Er bat mich den Kontaktabbruch zu respektieren und zu akzeptieren und sagte mir, dass ER sich eines Tages melden würde, wenn er soweit wäre.


Das passierte alles 2012.


Seitdem ging es mir öfter im Kopf herum. Ich überlegte immer wieder, ob ich ihm nicht doch erzählen sollte, dass ich fremdging. Aber warum? Um dann NOCH EINMAL nachzutreten? Es wäre nur für mein Gewissen gewesen, damit ICH es aufarbeiten kann, damit ICH endlich ehrlich sein kann, denn ich denke, was mich wirklich all die Jahre belastete war, mit einer Lüge leben zu müssen, wo ich doch sonst einfach immer ehrlich bin. Aber da wir keinen Kontakt hatten, wusste ich auch nie, wo der Architekt gerade steht - ist er darüber hinweg, ist er glücklich, reiße ich alte Wunden auf, muss das sein? Und wie hätte ich es überhaupt anstellen sollen, ihm das zu sagen? Ich entschied mich in all den Jahren dazu, es ihm nicht zu erzählen. Ich fragte mich aber immer mal wieder, wie es ihm so gehe... Irgendwann einmal, ich schätze, dass es 2013 gewesen ist, schrieb ich es hier in meinen Blog, dass ich schon einmal fremdging. Es war mit 99%iger Sicherheit aus meinem Eintrag nachvollziehbar, dass es der Architekt gewesen sein musste, den ich betrog. Ich glaube, dass es der, dessen Name nicht genannt werden darf, war, der mich im Endeffekt dazu brachte, den Eintrag wieder zu löschen - nur für den Fall, dass der Architekt noch immer hier lesen sollte. Es sich von der Seele schreiben zu wollen hin oder her - er sollte es nicht erfahren und schon gar nicht so. Also löschte ich den Eintrag wieder. Aber anscheinend stand er lange genug hier, dass der Architekt ihn doch las und von da an wusste er, was Sache war. 


Ich habe mich in all den Jahren nicht an den Kontaktabbruch gehalten. Ich gratulierte jedes Jahr zum Geburtstag, mit Ausnahme von 2015, bekam jedoch nie was zurück. Ich denke mir auch, wie blöd er sich vorgekommen sein musste, das all die Jahre zu wissen und dann immer wieder Geburtstagswünsche von mir zu bekommen, ohne dass ich es jemals anspreche - was für eine Heuchelei und wie dumm muss er sich erst vorgekommen sein, dass er wirklich ALLES tat, um mich zurückzugewinnen, als er es noch nicht wusste - Die, die ihn betrogen hatte. Das hätte er sich vielleicht alles ersparen können, hätte er von Anfang an gewusst, woran er war. 


...und doch hat er selber es auch nie angesprochen. Da kam nie- nicht ein einziges Mal- eine Beleidigung und dass ich mir das einfach sparen solle. Nichts dergleichen. Ich sagte nichts und er sagte auch nichts.  


Jetzt ist es 2016. Es ist nun schon vier Jahre her und letzte Woche ging mir der Architekt im Kopf herum. Ich fragte mich wieder einmal, was er denn wohl so mache, wie es ihm so erginge. Mal abgesehen vom Informatiker habe ich zu meinen Exfreunden ein gutes Verhältnis. Ich ertappe mich oft dabei zu denken, dass ich zum Architekten auch gerne ein gutes Verhältnis haben möchte. Ich sprach mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf darüber und er sagte, ich solle dem Architekten doch mal schreiben - was habe ich schon zu verlieren? Außer dass er nicht antworten würde, so wie die Jahre davor, aber darauf wäre ich schließlich eingestellt und so schrieb ich und tatsächlich antwortete er mir diesmal. Nicht sofort, erst einen halben Tag später und ich gebe zu mit dieser Antwort nicht gerechnet zu haben. 


Er sagte mir, dass er wisse, dass ich fremdging und dass ich doch endlich mal mit der Wahrheit rausrücken solle, denn wäre ich nicht endlich ehrlich zu ihm, würde er kein Wort mit mir wechseln. Als ich diese Nachricht las, war ich erleichtert, dass es zur Sprache kommen sollte. Endlich... Ich war auch erschrocken, dass er es wusste, aber nur für einen Moment, weil mir klar war, dass er es nur von hier haben könne. Ich dachte keine Sekunde darüber nach, das zu leugnen, im Gegenteil. Der Architekt hat eine Mauer eingerissen, die ich all die Jahre versucht habe, aufrecht zu erhalten, obwohl er es schon längst wusste. Also redete ich nicht mehr um den heißen Brei. Ich ließ ihn wissen, dass ich ihm es nie sagte, weil ich zum einen nicht wusste, wie ich das hätte anstellen sollen und zum anderen, weil ich ihn eben schützen wollte. Auch, dass es mir Leid tut, dass ich auf der Welt nichts mehr bereue, als dass ich das damals tat und dass er mir das mit Sicherheit nie verziehen hätte.

Daraufhin warf er mir Egoismus vor. Er glaube nicht, dass ich ihn hätte schützen wollen - es ging doch stets nur um mich und dass ich in einem guten Licht dastehe; dass ihm meine Reue nichts bringe, es dafür jetzt zu spät sei und er mir es vielleicht hätte verzeihen können, hätte ich die Wahrheit gesagt und nicht immer weiter gelogen; dass er mir gar nichts mehr glaube und dass ich - sollte es mich tatsächlich interessieren, wie es ihm ginge - vor ihn treten, ihm in die Augen schauen und persönlich mit ihm sprechen solle. Er warf mir vor, mich hinter einer Tastatur zu verstecken und brachte schlussendlich noch an, dass ich mit meiner Nachricht auch noch einen Tag hätte warten können, immerhin wäre es dann dasselbe Datum wie vor 7 Jahren gewesen, als wir das erste Mal miteinander schrieben.


Gerade als ich das letzte las, dachte ich 'Scheiße, ist das wirklich auf den Tag 7Jahre her? Und warum weiß er das noch?' - Ich weiß oft noch, wann ich mit den Männern zusammen kam, aber nicht, wann ich das erste Mal mit ihnen schrieb. Ich meine, der Architekt und ich kamen im Februar zusammen und dass wir im November davor das erste Mal schrieben, hatte ich nicht auf dem Schirm. Aber er wusste nicht nur den Monat, nein, er weiß das Datum. Ich weiß bis jetzt nicht, wie ich darüber denken soll, wie ich das einschätzen soll. Der, dessen Name nicht genannt werden darf, spielte den Sachverhalt herunter - er wisse auch noch, wann er und ich uns kennenlernten. Na ja, aber wir lernten uns kennen und waren ein paar Tage darauf ein Paar - es ist ein bisschen was anderes. Andere meiner Freunde hatten zu diesem Sachverhalt andere Ansichten. 


Ich ließ den Architekten wissen, dass es nicht meine Absicht war, dieses Datum zu erwischen. Ich fragte ihn, was es ihm gebracht hätte, es von Anfang an zu wissen, dass ich untreu war und dass ich der Meinung war, es würde ihn zerstören und es ihn deshalb nicht wissen lassen konnte. Ich sagte ihm auch, dass es mich WIRKLICH interessiere, wie es ihm ginge und ich demnach auch vor ihn treten würde, wenn er das denn wirklich wolle.

Er antwortete, dass er es wirklich wolle und dass er nach unserer Trennung auch deshalb damals noch mal in München war, um mit mir zu reden (damals wusste er nicht, dass ich fremdging und es kam nie zu diesem Treffen, obwohl er in Muc war und mich darum bat, dass wir uns treffen). Weil ich ihm sagte, dass ich dachte, ich hätte damals erwachsen gehandelt, ließ er mich wissen, dass fremdgehen nicht erwachsen wäre und man das nur mache, weil man es nötig habe; dass er denke, ich habe ihn insgesamt sehr oft belogen, weil ich eben nicht mit ihm darüber sprach, wenn mich etwas bedrückte und dann ließ er mich noch wissen, was er seit damals erreicht habe und fragte mich, ob sich bei mir denn seit damals etwas veränderte, was er jedoch nicht glaube. Und dann teilte er mir noch mit, dass er nach mir mit keiner einzigen anderen zusammen war. Er hat es versucht- das ließ er mich auch wissen aber es wurde nie mehr daraus.


Ich hatte ein bisschen das Gefühl, als wolle er sagen, dass er heute all das ist, was ich mir damals so sehr wünschte. Dass er es geschafft hat - den Master (und das sogar sehr gut), eine eigene Wohnung zu haben, mit beiden Beinen im Leben zu stehen, sich von Mama abzunabeln, selbstständig zu sein - als wolle er zeigen, dass er das geworden ist, obwohl ich das damals alles achtlos wegwarf. Und ich kam nicht drum herum, stolz auf ihn zu sein. Das habe ich ihm nicht geschrieben, habe gesagt, dass er selber stolz sein kann, aber ich bin es doch auch. Ich hoffe nur inständig, dass er das alles für sich selber geschafft hat, weil ER es so wollte und nicht, dass insgeheim ich sein Antrieb war - sei es, weil er mir eines Tages zeigen wollte "Nimm das" oder sei es, weil er noch immer Gefühle hatte. Auch dass er mich wissen lässt, dass es keine andere nach mir gab - was soll ich darüber denken? Hat es nicht geklappt, weil da immer noch Gefühle für mich waren? Hat es nicht geklappt und es hatte gar nichts mit mir zu tun? Gibt er mir etwa die Schuld, dass es nie geklappt hat? Wollte er mir sagen, dass es mit den Frauen nicht klappt, obwohl er nun all das ist und erreichte, auf das ich so viel Wert legte? Ehrlich gesagt, weiß ich einfach nicht, wie ich diese Information werten soll. Aber wenn ich zurückdenke, wie turbulent mein Liebesleben seit 2012 war, was alles passierte, wer kam, wer ging - krass. Was ich in dieser Zeit erlebte, was ich durchmachte... wie ich einfach meine Rechnung beim Karma dafür beglichen habe, für das, was ich dem Architekten antat (auch wenn er davon nichts hat). Wenn ich heute über meine Probleme mit dem Architekten nachdenke, sind diese fast lächerlich, nichtig - in Relation zu allem, was danach kam für mich. 


Also...ich fragte den Architekten mehr oder weniger noch einmal danach, ob er sich denn sicher sei, dass er mich sehen wolle. Dass ich denke, er sei wütend und dass das sein gutes Recht wäre; dass ich mir bewusst bin, dass ich ihm das Schlimmste antat, was man einem Menschen antun kann und ich selber daran auch Schuld war und es nicht fair war, ihm damals jegliche Schuld in die Schuhe zu schieben. Habe ihm ebenfalls gesagt, dass ich noch immer Tiermedizin studiere und voraussichtlich im März fertig werde, da sich alles um ein Jahr verschob bei mir.

Er sagte, ich sei selber Schuld, dass er so eine negative Meinung von mir habe und dass er nicht wütend sei, aber es Dinge aus seiner Abrechnung wären (ich weiß nicht, ob er sich irgendwo eine Liste geschrieben hat). Er bezeichnete mein Verhalten als hinterf*tzig und sagte, dass das einer angehenden Tierärztin nicht würdig wäre. Er schrieb, dass er denke, dass mich München sehr zum negativen verändert habe und dass er nicht denke, dass WIR uns voneinander entfernten, denn es war ihm damals selbst nicht Recht, dass wir nur so wenig Kontakt am Tag hatten, er mir aber alle Zeit der Welt geben wollte für mein Studium. Viel mehr denke er, ICH habe mich von Beginn des Studiums an entfernt. Und dann fragte er noch bzw. vermutete er, dass ein Kerl daran Schuld sei, dass sich mein Studium verschob.

Ich fragte ihn, was mein Verhalten bitte mit meinem Beruf zu tun habe; erklärte, dass ich mit Sicherheit keinem Mann die Schuld daran geben kann, wenn ich nicht lernen würde; dass mich München vielleicht in der Beziehung zu ihm zum negativen veränderte, ich jedoch nicht denke, dass dem generell so wäre. Im Gegenteil, München hat mich gelassener, erwachsener und reifer gemacht. Ich habe ihm erklärt, dass ich mich damals oft einsam fühlte und nicht das Gefühl hätte, dass er etwas dafür tat, nach Muc zu kommen und dass ich enttäuscht war, dass er mich nie um Hilfe bat und dass ich nicht die Einzige war, die sich entfernte, denn immerhin hatte ich den Wunsch, dass er nach Muc kommt, wir zusammen ziehen und uns eine Zukunft aufbauen. Ich gab zu, dass ich vielleicht hätte geduldiger sein müssen, das alles aber auch nicht entschuldigt, dass ich untreu war. 

Daraufhin stellte der Architekt in Frage, dass ich reifer geworden sei - vielleicht in Hinblick auf die Männerwelt, aber sonst wohl kaum. Er warf mir vor, noch immer einen Grund zu suchen, anderen die Schuld zu geben und dass ich mich kein bisschen verändert habe und ich mir doch mal überlegen solle, weshalb alle meine Beziehungen zu Bruch gehen würden. Er warf mir meine Schwächen vor, von denen er denke, dass ich sie noch immer habe: Eifersucht, Kontrollzwang und dass man mit mir nicht diskutieren könne. Er wünschte sich, er hätte mir das früher schon gesagt, anstatt meine Eigenschaften zu tolerieren. Heute könne er das, denn uns verbinde nichts mehr. Außerdem habe er eine andere Sicht auf die Dinge, als ich, aber das würde bei mir eh auf kein Gehör stoßen, da ich denke, ich mache alles richtig und selten Fehler.


Diese letzte Nachricht kam an einem Morgen und ja, die hat gesessen. Ich weiß nicht, ob ich in meiner Nachricht davor etwas sehr provozierendes schrieb oder ob der Architekt an diesem Tag mit dem falschen Fuß aufstand, ob er mich absichtlich treffen und verletzen wollte oder ob das einfach nur mal raus musste. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass er mich mit dieser Nachricht auf jeden Fall verletzen wollte und er hat teilweise auch wirklich wunde Punkte getroffen, denn er hat vollkommen Recht - ich bin noch immer ein sehr eifersüchtiger Mensch und ich habe das Bedürfnis danach, über vieles die Kontrolle zu behalten. Anstatt besser, sind diese beiden Eigenschaften nach dem Friesen und nach dem Informatiker nur noch viel schlimmer geworden und es fällt mir schwer, an diesen Dingen zu arbeiten. Das mit der Diskussion traf mich hingegen kaum, denn in einer Diskussion behält immer der Recht, der die besseren Argumente hat und wenn ich am Ende immer das letzte Wort haben muss, dann einfach weil der mir gegenüber nicht die besseren Argumente hat oder frühzeitig nachgibt, fertig. Aber auch, dass ich darüber nachdenken solle, warum meine Beziehungen nicht funktionieren... da schwingt so ein bisschen mit, dass ich selber an all dem Schuld sei, was mir passierte... dass mich der Friese mit der Rothaarigen betrog, dass mich der Informatiker auf die übelste aller Art und Weisen hat leiden lassen, die man sich vorstellen kann. Ich denke gar sehr oft darüber nach, ob mich an diesen Dingen auch die Schuld trifft - sicher nicht daran, dass der Informatiker einfach nur ein kranker und gestörter Psychopath ist, nein, daran sicher nicht, aber es war ein verdammt wunder Punkt und da hat der Architekt durchaus gut geschossen. Treffer und versenkt!  

Also fragte ich ihn, woher er wissen will, dass ich nicht reifer geworden sei; mit welchem Recht er das behaupte. Ich sagte ihm, dass ich nicht immer die Schuld bei anderen suche, ich mir Fehler eingestehe und dachte, dass ich das auch bereits in unserem Gespräch tat und ich den Eindruck habe, er fühle sich persönlich von mir angegriffen. Ich wolle ihm keine Schuld zuweisen, mich nur erklären, wie ich die Dinge damals fühlte.  Sagte, dass ich denke, dass am Ende immer beide Schuld sind, wenn eine Beziehung scheitere. Ich ließ ihn wissen, dass ich nicht finde, dass er ein Recht dazu habe, sich ein Urteil darüber zu bilden, weshalb meine Beziehungen in die Brüche gingen und dass das genauso widerlich ist, als würde ich ihm sagen, er solle sich mal Gedanken darum machen, weshalb es bei ihm nicht mit den Frauen klappe und dass wir dazu beide kein Recht hätten und er das also bitte lassen solle. Ich sagte auch, dass ich mir sehr wünschte, dass er mir seine Vorwürfe schon früher gemacht hätte. Und dann habe ich ihm gesagt, dass ich zwar nicht wisse, ob er noch immer in der Nähe wohne, aber in welcher Zeit ich voraussichtlich zu Hause sein werde. 

Das ist dieses Mal leider gar nicht lange, über Weihnachten werde ich arbeiten, wie letztes Jahr schon und dann bin ich insgesamt nur 1,5 Wochen zu Hause- über Silvester, das war mir wichtig. Allerdings ist bei uns zu Hause auch gerade vieles im Umbruch und ich weiß nicht, ob ich die Zeit finden werde, mich mit dem Architekten zu treffen. Ich wünsche mir das, vor allem für ihn, aber sicher ist es eben nicht. 

Der Architekt schrieb, dass ich mir meine Fehler schon eingestehen würde, aber nur innerlich. Dass ich darauf warte, dass andere den ersten Schritt machen würden und ich erst dann meine Fehler zugeben würde und was es bringen würde, den Fehler nach vier Jahren zuzugeben. Er erklärte mir, dass er nach wie vor eine abwertende Haltung mir ggü habe, wegen meines Verhaltens an unserem letzten Wochenende, an dem ich die Beziehung beendete, das sich bei ihm "eingebrannt" habe und er gestand mir zu, dass ich mich vielleicht verändert habe, er mir aber keinen Glauben schenke und das auch nicht müsse, als Abservierter. Dass ich ihn über die letzten Jahre immer mal wieder anschrieb, obwohl er das doch nicht wollte, würde ihm allein zeigen, dass sich bei mir nichts geändert habe. Er hatte gesagt, er würde sich melden und das wäre eben nicht von jetzt auf gleich. Und dass er dann auch mit der Tür ins Haus fallen musste, damit das Fremdgehen endlich mal zur Sprache käme. Dieses Thema läge ihm schon länger am Herzen und es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ich mich mal wieder melden würde. Er wolle endlich Klarheit haben und ER würde das Gespräch suchen, nicht ICH. Dies wäre erwachsen sein - sich auf Gespräche einlassen, Konflikte lösen, anstatt davor wegzurennen oder diese vor sich herzuschieben. Dass er so über mich urteile, wie er es tut, wäre sein Recht, weil das seine Meinung sei. Dann ließ er mich noch wissen, dass er noch immer in der Nähe wohnt, in meinem angegebenen Zeitraum aber nur sehr begrenzt Zeit habe. 

Ich sagte, dass ich meine Fehler in den letzten Jahren öfter eingestanden habe - vor mir, vor anderen und zuletzt auch in unserem Gespräch und dass ich auch nicht immer darauf warte, dass jemand anderes Dinge anspreche, ich aber nicht wusste, wie ich es hätte anstellen sollen, es ihm zu sagen. Noch einmal machte ich ihm deutlich, dass ich ihn außerdem habe schützen wollen und dass diese Tat auch mich belastet hat und ich es ihm mit Sicherheit auch nicht sagte, weil er keinen Kontakt wollte, denn was er als ’hin und wieder’ beschrieb, waren lediglich Gratulationen zum Geburtstag und an diesem Tag würde ich ihm sicher nicht aufs Brot schmieren, was ich einst tat. Dann unternahm ich den Versuch, ihm zu erklären, weshalb ich mich an unserem letzten Wochenende so verhielt, wie ich es eben tat und gestand ein, dass dieses Verhalten arschig war, ich es aber einfach nicht besser wusste damals. Ich sagte ihm, dass ich finde, dass auch er feige gewesen sei. Wenn ihm dieses Thema auf dem Herzen lag, hätte er es ja auch ansprechen können, schon längst und nicht darauf warten müssen, dass ich mich wieder melde, obwohl er das doch gar nicht wollte. Außerdem sagte ich ihm, dass ich fände, dass wir dann beide nicht erwachsen gewesen wären, nachdem was er schrieb, denn auch er rannte weg und ließ sich auf kein Gespräch ein.


Er sagte, wir seien beide feige gewesen - Er, weil er zu viel tolerierte und ich, weil ich ihn betrog und die Wahrheit verschwieg. Er stellte die Frage, ob man es abstellen oder hätte vermeiden können und beantwortete diese Frage auch gleich für sich damit, dass man meins sicher nicht hätte abstellen können, so wie ich immer reagiert habe, wenn er mal keine Lust auf Sex hatte. Es kristallisierte sich heraus, dass er auch nicht gewusst hatte, wie er das Thema hätte zur Sprache bringen können und dass er es eben schon lange wisse und sich mittlerweile auch nicht mehr darüber aufregen würde - ich denke, das war gelogen, denn warum führen wir dieses Gespräch, warum wurde er teilweise so gemein, wenn ihn das alles nicht mehr aufregen würde? Aber nun gut. Er ließ mich wissen, dass er es hier über meinen Blog erfuhr und mitbekam, dass der Eintrag auch wieder gelöscht wurde. 

Ich antwortete, dass ich denke, dass wir beide schon viel früher vieles anders hätten machen können und es auch gemusst hätten und dass dann sicherlich auch das fremdgehen vermeidlich gewesen wäre.

Der Architekt sagte, dass, wenn es keine Fernbeziehung gewesen wäre, hätte vielleicht mehr daraus werden können. Er sagte aber auch, dass ich mit Sicherheit irgendeinen Grund gefunden hätte und wenn man jemanden aufrichtig liebe, dann ginge man nicht fremd. Er erinnerte mich daran, dass er mir damals sagte, er habe Angst um mich und darum, wie mich ein anderer Mann behandeln würde und dass ich ihn daraufhin als Egoist beschimpft hätte. Ich muss gestehen, dass ich mich an den ersten Teil erinnern kann, jedoch nicht an den letzten und ich bin mir fast sicher, dass ich das so nicht sagte, aber wenn, dann war das eine ziemlich dämliche Aussage. Habe ich dem Architekten dann auch so gesagt. Er schrieb jedoch auch, dass seine Sorge vielleicht nicht ganz unbegründet gewesen sei, nachdem was er so gelesen habe. Wäre er gemein und hinterhältig gewesen, dann hätte er mich in meinen schlimmsten Phasen mit diesen Dingen konfrontieren können und mir zusätzlich zusetzen können, was er aber nicht tat und er wisse nicht, wie es nun bei mir aussehe, aber vielleicht sei ja nun der richtige Zeitpunkt dafür, um die Dinge anzusprechen.


Auch hier muss ich sagen, dass ich nicht weiß, wie ich es einordnen soll. Er schreibt mir hier also ganz offen, dass er in all den Jahren noch immer hier gelesen hat und er genau weiß, was ich durchgemacht habe. Trotzdem sagt er auch, dass er mir nicht zugesetzt hat, als er es hätte tun können. Warum hat er es nicht gemacht? - Wollte er beweisen, dass er ein besserer Mensch ist, als ich? Oder weil ich ihm immer noch etwas bedeutet habe? Hat er sich insgeheim ins Fäustchen gelacht, als er hier laß und sich gedacht, dass mir das alles recht geschehe oder hatte er etwa Mitleid mit mir? - Egal, ich sagte ihm, dass ich ihm dankbar dafür sei, dass er mir in meinen dunklen Stunden eben nicht noch zugesetzt hat. Außerdem sagte ich, dass ich denke, dass wir nicht wissen können, ob jemals mehr daraus geworden wäre, merkte an, dass wir vielleicht auch niemals zusammengepasst haben, dass ich vielleicht einen Grund gesucht und gefunden hätte oder es auch ihm eben irgendwann zu viel geworden wäre - wir das aber eben einfach alles nicht wissen können. Ich ließ ihn wissen, dass ich das mit dem fremdgehen und dem aufrichtig lieben, prinzipiell so sehe, wie er, wenn auch etwas komplexer. Ich habe ihm das nicht weiter erklärt, aber aufgrund meiner Erfahrungen denke ich, dass es Unterschiede gibt. Prinzipiell ist fremdgehen immer scheiße, aber ich denke, es gibt Unterschiede - Sind Gefühle im Spiel/sind sie es nicht? Ist es einmaliges Fremdgehen oder geht das über Wochen/Monate/Jahre? Bereut man es oder will man den anderen damit erst richtig verletzten? Ich denke einfach, dass es Unterschiede im fremdgehen gibt. 


Der Architekt schoss prompt zurück, dass es so typisch für mich sei, alles komplexer zu sehen und dass er nicht denke, dass ich es damals schon komplexer sah, da ich damals noch nicht wusste, was es für weitreichende Konsequenzen habe und wie ich es heute sehe, sei ihm egal. Dann zählte er auf, was ich ihm damals noch so an den Kopf warf - dass ich Angst hatte, er würde mit der Erstbesten, die ihm zuzwinkern würde, durchbrennen und mich verlassen und dass dann genau mir das geschehen sei - Ich bin mit dem Erstbesten, der mit seinem Schwanz vor mir wackelte ins Bett. Oder dass ich ihn fragte, ob er sich bewusst sei, was andere Menschen für ihn taten - ob ich mir denn bewusst sei, was er damals für mich tat, als er zB in meiner Zeit im Krankenhaus für mich da war? Und wenn wir nicht zusammengepasst hätten, weshalb wir dann 2 Jahre, 3Monate und 9Tage zusammen gewesen wären. Was ich so faszinierend an ihm gefunden habe und dass er das doch eigentlich nicht wissen will. Er merkte an, dass es klinge, als wäre er eine große Belastung für mich gewesen, konstruierte noch einmal mit genauen Tagen den Ablauf in der Zeit vom fremdgehen bis zum Beziehungsende, weil da Unklarheiten aufkamen und sagte, dass er das alles noch so genau wisse, weil es in seinem Kopf hängen blieb. Er sagte, dass ich damals schrieb, ich könne nie lange alleine sein und dass das schön für mich wäre - er wollte es auch nicht sein, aber ihn frage keiner und er hatte in den letzten Jahren oft Momente, in denen er sich einsam fühlte und in diesem Momenten kam er nicht auf andere Gedanken, sondern dachte an mich - so große Kloschüsseln gab es gar nicht, wie er hätte er kotzen können.


Nun, ich denke, als ich in Frage stellte, ob wir jemals zusammengepasst haben, habe ich ihn verletzt, wenn auch nur unbewusst. Dass er auf den Tag genau weiß, wie lange wir zusammen waren, finde ich erschreckend - dass er es nicht noch auf die Sekunde genau weiß... Dass er sich oft einsam fühlte in den letzten Jahre merkte er auch an... ich weiß nicht, ob er mir vorwirft, daran Schuld zu sein - hätten wir uns nie getrennt, wäre er vielleicht nie einsam gewesen. War es das, was er mir sagen wollte? In den einsamen Momenten musste er an mich denken - hätte er sich gewünscht, ich wäre da gewesen? Obwohl ich ihn so verletzt habe? Ich denke, dass der Satz mit den Kloschüsseln wohl daraus resultierte. Ein 'Ich hasse dich und das, was du mir angetan hast, aber ich kam trotzdem nicht von dir los, obwohl ich es wollte.', das interpretiere ich zumindest dahinein.


Ich fragte ihn, weshalb er denn überhaupt ein Treffen wolle, wenn es ihm doch egal ist, wie ich darüber denke. Ich erklärte, dass ich ihm diese Dinge damals an den Kopf warf- mit dem durchbrennen der erstbesten Dame-  sicher etwas mit meinen Verlustängsten zu tun hatte und ich ja nicht ahnen konnte, dass genau der umgedrehte Fall eintreffen würde, da ich das weder geahnt, noch geplant hatte. Ich sagte, dass es eben einfach passierte, dass ich aber wisse, dass das keine Entschuldigung sei und auch, dass es dafür keine gebe. Ich ließ ihn wissen, dass ich es sehr wohl zu schätzen wusste, dass er in meiner Zeit im Krankenhaus für mich da war und ich einiges an ihm zu schätzen wusste, es aber ok sei, wenn er nicht wissen wolle, was das war. Ich schrieb auch, dass ich ja nicht sagte, DASS wir nicht zusammenpassten, es lediglich als eine Möglichkeit in Betracht zog. Dass ich so lange mit ihm zusammen war, begründete ich damit, dass ich damals noch nicht wusste, was genau ich will und was ich nicht will und das erst mit der Zeit merkte. Sagte, dass ich viel früher darüber hätte nachdenken müssen und dann auch mit ihm reden und wir hätten schauen müssen, ob diese Dinge änderbar gewesen wären und ob er das überhaupt gewollt hätte - der Fehler somit eindeutig auf meiner Seite liege, aber eben nicht ausschließlich. Dass ich fremdging hätte so oder so nicht sein dürfen, ist aber passiert und nun nicht mehr änderbar und er sagte ja auch, dass ihn nicht interessiere, wie ich heute denke - also fragte ich, was ich seiner Meinung nach denn tun solle. Ich sagte bereits, es täte mir Leid, dass ich es bereue, dass ich heute vieles anders machen würde, dass ich weiß, dass ihm das alles nichts nütze, aber was er denn von mir erwarte. Ich sagte ihm auch, dass er niemals eine Belastung für mich war, dass es mir unendlich leid täte, dass er in den letzten Jahren einsam war und immer wieder daran dachte in schwachen Momenten und ich weiß, dass er mein Mitleid nicht brauche. Sagte aber auch, dass es auch nicht immer toll war, gleich neue Beziehungen zu haben.


Er schrieb, dass er das Gespräch wolle, damit ich ihm das endlich ins Gesicht sage, er dann vllt Ruhe finden könne und einen Schlussstrich darunter ziehen - vielleicht auch nicht - wer wisse das schon? Dass es damals einfach so passierte, kaufe er mir nicht ab. Immerhin würde ich ja immer sagen, dass nichts ohne Grund geschehe und ich für einfach nur 'Spaß' auch ruhig noch eine Woche hätte warten können. Er stimmte mir zu, dass wir hätten reden müssen, sagte, er hätte sich auch auf Kompromisse eingelassen, stellte jedoch in Frage, ob ich das auch getan hätte. Er fragte indirekt, was wohl schlimmer sei - immer wieder neue Beziehungen, die scheiterten oder gar nicht erst die Chance auf Glück zu haben. Er sagte, jeder Mensch habe schwache Momente und ich hätte einen der größten gehabt, als ich fremdging, als Lust, Trieb und Verlangen größer waren, als jede Vernunft.  Dann sagte er mir, dass er bis heute, Leute innerlich verbessert, wenn sie 'das Einzigste' sagen. Das ist eigentlich so eine Eigenart von mir. Ich mache das. Ich hasse es, wenn Leute 'einzigste' sagen. Es heißt 'einzige'. Dasselbe ist es mit frühs, aber egal. Er sagt mir damit, dass er noch immer an mich denkt, bis heute. Es kommen ihm immer wieder Dinge hoch, das habe ihn irgendwie krank gemacht. Es sei wie eine Allergie und das werde er mir nie verzeihen. Und was ich tun könne? - rein gar nichts, denn was immer ICH auch versuche, es kann nicht rückgängig gemacht werden. 


Ich weiß also, dass er noch immer aktiv an mich denkt in vielen Dingen. Ich weiß nicht, was er damit verbindet, ob es ihm vielleicht ein klitzekleines Lächeln entlockt, wenn er andere innerlich verbessert oder ob er sich denkt 'nicht schon wieder'. Ich weiß nicht, ob er mich hasst, er sich einfach nur wünscht, dass das alles endlich vorbei geht oder insgeheim noch etwas für mich empfindet. Ich weiß das nicht und ich kann es nur sehr sehr schwer einordnen. 


Ich schrieb ihm, dass es wohl hinzubekommen sein sollte, wenn er einfach nur will, dass ich ihm ins Gesicht sage, dass ich fremdging und dass ich mir nichts anderes für ihn wünsche, als dass er endlich einen Schlussstrich ziehen kann, seinen Seelenfrieden finde und wieder 'gesund' werden könne. Und so ist es auch - mit keiner anderen Intention will ich ihn treffen. Ich hoffe insgeheim auch so sehr, dass er mich sieht und sich denkt 'Nee, einfach nur nein. Da ist nichts mehr. Sie ist dicker als damals, die schwarzen Haare stehen ihr nicht, (damit hat er mich immerhin noch nie live gesehen, damals waren sie noch rot) wie konnte ich nur all die Jahre nicht darüber hinwegkommen?'  Das schlimmste, was passieren könnte, wäre, wenn er sich das genaue Gegenteil denkt - wenn es ihn nicht stört, dass ich dicker bin, wenn er findet, dass mir die schwarzen Haare stehen, wenn er sich denkt, ich lache noch genau wie früher, ich gestikuliere noch wie früher, ich rieche noch wie früher - keine Ahnung. Ich wünsche ihm diesen Neuanfang einfach so sehr. Ich will, dass er glücklich wird. Dass wir danach keinen Kontakt mehr haben werden, ist so gut, wie in Stein gemeißelt und ich werde das akzeptieren müssen, wenn er mir wirklich etwas bedeutet.

Ich sagte ihm, dass es mir wichtig sei, dass er wisse, dass ich nicht untreu war, weil ich es nötig hatte, sondern dass ich denke, dass eben mehrere Dinge nicht passen, damit es zu so etwas kommt. Sagte auch, dass ich nicht begreife, wie er felsenfest behaupten kann, er wäre Kompromisse eingegangen. Ich denke mir nämlich, dass ich das nicht weiß, ob ich es damals getan hätte oder nicht. Ich ließ ihn wissen, dass ich nicht denke, dass eins von beiden mehr oder minder scheiße sei - ob nun behinderte Beziehung oder gar nicht erst eine haben - es mache keinen Unterschied. Ich stimmte ihm zu, dass ich einen schwachen Moment hatte, fragte ihn, ob er denn nie Fehler mache, stimmte aber ebenfalls zu, dass es nicht rückgängig zu machen sei - wofür auch immer es gut sei. Und dann schrieb ich noch, dass ich denke, dass es so oder so so wäre, dass ihm so viele Gedanken so oft zu mir hoch kommen, dass es mit fremdgehen an sich ja nichts zu tun hätte. Das war am Montag und bisher kam noch nichts zurück.

Ich weiß sowieso nicht so recht, wie das jetzt ablaufen soll - ob wir nun immer wieder schreiben, bis wir uns treffen und das alles vorher schon in gewisser Weise aufarbeiten oder ob nun doch Funkstille sein soll, bis man sich im Januar trifft. Mir ist unterm Strich alles Recht - was immer es braucht, ob schreiben, ein Telefonat oder Funkstille. 


*kleiner Nachtrag: Ich habe diesen Text in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verfasst und dann zunächst auf meinem Mac gespeichert. Unser Schriftverkehr ging seitdem weiter und in seiner letzten Nachricht an mich, hat der Architekt gefordert, dass ich meinen Kapitelnamen über ihn ändere. Ich musste ein bisschen grinsen, denn in diesem Eintrag tat ich das ja bereits. Er wurde eben nur noch nicht gepostet. Aber ich schrieb es ja bereits: Was immer es braucht.

 


17.07.2013 um 23:29 Uhr

Verzeihung

 

Manche Geheimnisse liegen tief, sehr tief und du weißt heute noch immer nicht, ob es gut wäre, wenn sie jemals ans Licht kommen würden. Nur eine handvoll Leute wissen es und es steckt tief in einem. Es war der ausschlaggebende Punkt damals und die Konsequenz daraus war, einen Menschen lieber auf eine ganz andere Art und Weise so schrecklich zu verletzen, als ihn mit der Wahrheit wehzutun- weil er es nicht verdient hatte. Und weil ich es lieber hatte, dass er mich deswegen hasst, als wegen der Wahrheit. 

Und ich bin mir nicht sicher, ob ich es jemals erzählen sollte, denn ich wüsste nicht, ob es jemals verzeihbar wäre. 

21.10.2012 um 10:14 Uhr

Zur Kenntnis genommen

 

Aber was habe ich auch anderes erwartet? 

 


We're not the same, dear
As we used to be
The seasons have changed 
And so have we
There was little we could say 
And even less that we could do
To stop the ice from getting thinner 
Under me and you

We buried our love 
In the wintery grave
A lump in the snow 
Was all that remained
Though we stayed by its side 
As the days turned to weeks
And the ice kept getting thinner 
With every word that we'd speak

And when the spring arrived 
We were taken by surprise 
When the floes under our feet 
Bled into the sea
And nothing was left for you and me

We're not the same, dear
And it seems to me
There's nowhere we can go 
With nothing underneath
Then it saddens me to say 
What we both knew was true
That the ice was getting thinner 
Under me and you
The ice was getting thinner 
Under me and you 

 

*Death Cub for Cutie - The Ice is getting thinner*

 

 

07.09.2012 um 04:58 Uhr

Die Abrechnung

 

Jeder meiner Exfreunde hat sie bekommen - eine Abrechnung. Einen mehr oder weniger persönlichen Eintrag nach dem Beziehungsende, mit all den Dingen aufgeführt, die mich daran erinnern sollen, weswegen es besser ist, dass es vorbei ist. Meine letzte Beziehung habe ich an Pfingsten beendet - nach ein bisschen mehr als zwei Jahren. Nun, bisher folgte noch kein bitterböser Eintrag, mit all jenen schlechten Dingen.

Und es wird auch keinen geben.

Es ist nicht so, dass es sie nicht auch gegeben hätte - die Schattenseiten, denn von beiden Seiten lebt jede Beziehung. Nein, aber was ich sagen kann ist, dass die Beziehung mit F. eine der wunderbarsten Beziehungen war, die ich je hatte. Er war so wunderbar unkompliziert, pflegeleicht und hatte nur wenige von den Dingen an sich, die ich an Männern so verabscheue. Wir hatten wunderbare zwei Jahre, die ich nie und nimmer missen möchte. Du warst mein Traummann.

Warum ich mich dann getrennt habe wäre wohl die entscheidende Frage. Ich glaube, letzten Endes, von all den kleinen Dingen und der Selbstständigkeitstatsache mal abgesehen, lag es wohl hauptsächlich daran, dass ich dich vermisst habe. Ich habe während unserem letzten Gespräch gesagt, dass ich meine Gefühle irgendwo verloren habe und nicht wisse wo. Ich glaube mittlerweile, dass ich sie irgendwo während unseres angebrochenem dritten Jahr verlor, als ich realisierte, dass ich nicht Gefühle für einen PC haben möchte. Ich möchte etwas, das greifbarer ist als das, was wir hatten. Ich möchte in den Arm genommen und geküsst werden und das nicht nur alle paar Monate. Am Anfang sollte diese Zeit eine absehbare Zeit werden, aber das wurde sie nicht... und das wär sie auch in nächster Zeit nicht mehr geworden und das wurde mir irgendwann bewusst. 

Ich bin sehr dankbar dafür, dass du mir ein dramatisches Ende erspart hast. Ich höre bis heute keine Hassparolen von dir. Du stalkst mich nicht. Du wünschst mir nicht den Tod und du hast auch nicht vor, dich umzubringen. Ein Ende ohne Zensur.

Und selbst, wenn du wahrscheinlich jetzt seit ein paar Tagen hörst/liest, dass ich kurz davor bin, mich wieder Hals über Kopf in jemand anderen zu verlieben, bleibst du absolut ruhig und verlierst kein Wort darüber. Ich weiß, dass ich dir damit dein Herz breche, auf die übelste Art und Weise und ich weiß nicht, warum ich so ein Mensch bin. Ich weiß nicht, weshalb ich jemand bin, der nie lange alleine bleibt und ziemlich kurze Zeit nach Trennungen, selbst wenn es längere Beziehungen waren, wieder in ein neues Abenteuer stürzt. Das war so nie geplant. Aber man weiß nie, was auf einen wartet und das Schicksal noch so bereit hält. Ich will nur, dass du weißt, dass es nicht bedeutet, dass du mir egal bist oder dass uns unsere Zeit egal wäre.

Ich möchte dir hiermit nur ein paar Dinge sagen: Danke, für diese wundervolle Beziehung. Danke, für das Ersparnis eines dramatischen Endes. Danke, dass du der bist, der du bist. Es tut mir furchtbar Leid, dass es so gekommen ist, wie es nun einmal gekommen ist. Ich hoffe, dass dein unendliches Leiden eines Tages vergehen wird. Danke, dass du mich nicht hasst.

Nicht ein schlechtes Wort über dich wird je über meine Lippen kommen, denn da würde es nichts zu sagen geben.  

 


Jeder Anfang endet irgendwann 
Doch irgendwann kam viel zu schnell 
Viel zu viel zusammen, bis man langsam nicht mehr kann 
Für immer ist noch ganz schön lang 
Ich glaub das wars, leb wohl, bis dann 
Doch irgendwas kommt ganz bestimmt 
Also schau mich bitte nicht so an 
Du bist nicht mehr interessant 
Aber hängst noch immer an der Wand 
Die Zeit mit dir war schön 
Doch es bleibt nur die Erinnerung daran 
Und manchmal wünsch' ich mir wir Zwei hätten uns später erst gesehn' 
Doch ich will nur, dass du weißt: 

Du bist und bleibst 
Für immer ein Teil von mir. 
Du bist und bleibst 
Für immer ein Teil von mir. 

Wir haben uns lang nicht mehr gesehen 
Und jeder geht seinen Weg allein 
Andere kommen und gehen mir durch den Kopf, doch es geht vorbei 
Dir geht es gut, rufst nicht mehr an 
Denn ich bin nicht mehr interessant 
Ihr Zwei geht Hand in Hand 
Doch verdammt, wieso stört mich was daran? 
Ich lenke mich ab und denk nicht nach 
Verdammt, ich frag mich was du machst und was du an ihm hast 
Und du sagst: Manchmal wünsch ich mir wir zwei hätten uns später erst gesehn' 
Doch ich will nur, dass du weißt: 

Du bist und bleibst 
Für immer ein Teil von mir. 
Du bist und bleibst 
Für immer ein Teil von mir.

*Cro - Ein Teil*

 

 

 

01.06.2012 um 12:38 Uhr

Normalerweise

 

'Alles ist wunderbar, genauso wie es ist.' - Damit habe ich meinen letzten Blogeintrag beendet und es scheint mir so, als hätte ich schon zu diesem Zeitpunkt versucht, mir etwas einzureden, was nicht so ist.

Normalerweise lief es in mir so ab, dass ich mich immer wieder freute, wenn ich den Ollen sah - ein Gefühl wie am ersten Tag. Normalerweise lief es aber auch immer so, dass ich den Ollen nur ca. 2 Wochen vermisste, wenn ich wieder in München war und danach kam in mir ein Gefühl der Gleichgültigkeit auf. Es war mir egal, ob er jetzt nun da ist oder nicht. Und so sollte das nicht sein!

Am Anfang, als ich nach München zog, war diese Zeit, in der ich ohne ihn hier sein sollte, für mich absehbar. Es war absehbar, dass der Olle nach seinem Studium auch versucht in München einen Job zu finden. Das hat ja aber nicht geklappt. Ich dachte immer, dass ich das mit der Fernbeziehung gut auf die Reihe kriegen würde, aber anscheinend ist das nicht so. Ich habe irgendwo in den letzten Wochen mein Gefühl für ihn verloren und das ist wohl das bitterste, was geschehen kann, denn gegen Gefühle bist du machtlos.
Ich merkte es, als er am Freitag mit dem Zug zu Hause ankam. Er stieg aus und ich hatte plötzlich nicht mehr das Gefühl, welches ich immer habe, wenn ich ihn normalerweise sehe. Dazu kam noch, dass seine Sonnencreme fürchterlich roch - aber wäre es nicht das gewesen - ich hätte bestimmt irgendetwas anderes gefunden. Ich bin ihm dann am Freitag und den ganzen Samstag so gut es ging aus dem Weg gegangen, denn ich wollte mir mit meiner Entscheidung wirklich sicher sein und so etwas fällt einem nie leicht. Am Samstagmorgen haben wir noch alle Gartenarbeit verrichtet und abends wurde gegrillt. Ich wollte es ihm erst nach diesem Essen sagen und das tat ich dann auch. 

Zu diesen Umständen, dass ich keine Gefühle mehr für ihn habe, hat aber nicht nur die Entfernung geführt. Klar, das ist für mich einer der Hauptgründe, aber nicht nur. Ich meine, er hat mich nie schlecht behandelt und immer aufrichtig geliebt. Er hat auf der Gefühlsebene nur selten Fehler gemacht - aber manchmal reicht das alleine nicht aus. Denn man hat auch einen Alltag zusammen - es ist nicht immer alles rosarot, wie in den ersten Tagen. Und ich möchte auch im Alltag einen selbstbewussten Mann an meiner Seite haben, einen, der nicht mehr bei Mama wohnt, einen, der einen Plan von Leben hat, der gefestigt im Leben steht und eben nicht an Mamas Seite, einen, der heute kommt und nicht erst morgen. Ich glaube ich habe in gewisser Weise Stück für Stück auch meine Achtung vor ihm verloren und wahrscheinlich damit auch mein Gefühl.


Ich finde es erschreckend, als er mir erzählte, dass seine Mama auch weinen musste, als sie von unserer Trennung erfuhr, aber er sagte, weil das immer nur ihnen passieren würde und dem Rest der Familie nicht. Ist das nicht traurig? Das ist etwas, womit er aufgewachsen ist. Mit einem Bild, indem immer nur die anderen Schuld sind. Mit einem Bild, wo man die Fehler nicht bei sich sucht.
Ich weiß, dass ihr Sohn im Grunde das Einzige ist, was sie hat - aber man muss auch loslassen können. Man muss seinen Sohn mit 24 auch gehen lassen können und sie sagte zwar immer, dass sie ihm und seiner Zukunft nicht im Weg stehen will, aber ich glaube, unbewusst klammert sie an ihrem Sohn, wie an nichts anderem.
Und solange er sich davon nicht los reißt - und dazu hätte er schon lange die Möglichkeit gehabt - wird sich da auch nichts ändern. Und solange bleiben sie gemeinsam einsam und bemitleiden sich gegenseitig selbst und das sind harte Worte. Eiseskälte wird mir vorgeworfen, sicher auch bei diesem Text und ich weiß, dass du es lesen wirst und ich weiß, dass es dich verletzen wird, weil manchmal nichts mehr wehtut, als die Wahrheit. Aber solange du an Mamas Rockzipfel hängst, wird sich nie etwas ändern. Solange bleibe ich hier und du da. 

Schon seitdem ich ihn kenne, heißt es, dass sie aus ihrer Wohnung raus wollen, aufgrund von Schimmel, den sie einfach nicht wegbekommen, der immer wieder kommt, seitdem die Bauarbeiter damals bei der Hausrenovierung alles verpfuscht haben. Kennengelernt haben wir uns vor über 2 Jahren, seitdem hat sich da nichts gedreht. - Komme ich heute nicht, komme ich morgen und wenns sein muss, auch erst übermorgen. Diese Einstellung werfe ich nicht nur ihm vor. 

Ich habe meine Achtung verloren, vor Zweien, die sich gegenseitig im Weg stehen, denen es aber so ganz gut zu gefallen scheint. Das bedeutet für mich nicht, dass ich seine Mama nicht mag. Ich mag nur nicht, wie sie unbewusst klammert und wie er es zulässt. Denn dazu gehören immer zwei. Zwei, die jetzt wieder für sich sind, denn ich habe mich ausgeklinkt. 

Zeit, dass sich was dreht.


Vielleicht ist dies nicht der richtige Moment,
doch ich weiß auch niemand der ihn kennt
Ich bin hierher gekommen, um Dir zu sagen was ich mit mir rum trag schon seit Tagen
Ich weiß, dass Du Dich wunderst, weil es gab nie wirklich Streit
Doch etwas ist anders denn schon seit langer Zeit hab ich Dich angelogen,
Dich um die Wahrheit betrogen -
Es tut mir leid

Es reißt mir mein Herz raus
Und ich halt Deinen Schmerz aus
Doch ich kann mich nicht widersetzen
Ich muss Dich jetzt verletzen
Und es reißt mir mein Herz raus
Doch ich halt Deinen Schmerz aus
Ich muss Dich jetzt verletzen
Ich kann keine Berge versetzen
Es tut mir leid!

Vielleicht müssen wir auch ganz von vorn anfangen
Vielleicht sind wir beide am Ziel vorbeigegangen
Denn am Ende steht oft nicht, was der Anfang noch verspricht

Ich kann Dir meine Zweifel nicht länger mehr verschweigen
Ich will jetzt ehrlich sein - meine Gefühle zeigen
Ich kann Dich nicht belügen
Dich um die Wahrheit betrügen
Es tut mir leid!

Es reißt mir mein Herz raus
Und ich halt Deinen Schmerz aus
Doch ich kann mich nicht widersetzen
Ich muss Dich jetzt verletzen
Und es reißt mir mein Herz raus
Doch ich halt Deinen Schmerz aus
Ich muss Dich jetzt verletzen
Ich kann keine Berge versetzen
Es tut mir leid!

*Klee - Berge versetzen*

07.03.2012 um 21:35 Uhr

Bemerkenswert

 Ich würde glatt behaupten...Ende

Februar/Anfang März, das ist

JETZT!

 

 

Ich warte...

19.02.2012 um 22:14 Uhr

Sex on the beach und eine heiße Schokolade, bitte

 

Mein Wochenende, vor allem der Samstag, war sehr schön.

Am Samstag wurde ich zum Essen eingeladen und danach waren wir noch Cocktails trinken. Es war ein schöner Abend zum Zweijährigen... und er ist auch toll ausgeklungen ;).

Das war also ganz und gar nicht langweilig ♥

...gerne öfter :D

17.02.2012 um 14:35 Uhr

2 Jahre

 

Am Samstag habe ich Zweijähriges mit meinem Ollen. Heute fahre ich zu ihm und ich freue mich.

Wenn ich mir meinen Eintrag von letztem Jahr in Erinnerung rufe, dann ist das Gefühl dieses Jahr nicht mehr ganz so, wie vor einem Jahr.

In zwei Jahren Beziehung kann viel passieren - Viel, was einen kaputt machen kann, aber auch viel, was einen zusammen schweißt.  Was mögen da erst die behaupten, die schon über 20 Jahre zusammen sind?

Eine Fernbeziehung trägt eben auch ihre Spuren davon. Auf der einen Seite ist alles wunderschön, denn man bleibt auf eine gewisse Art und Weise frei und unabhängig, was auch viel Vertrauen verlangt und nur ohne große Eifersuchtsallüren  funktioniert. Das tut es bei uns. Wir vertrauen uns und wir haben auch keine großen Eifersüchtelein, denn dazu gibt es keinen Grund. Und ich habe jede Menge Zeit zum lernen, die ich auch brauche, denn das dritte Semester hat mich vollkommen vereinnahmt und das vierte wird nicht anders werden.
Auf der anderen Seite war das ursprünglich mal alles anders geplant. Geplant war eigentlich, dass er nach dem Studium zu mir kommt, nach München. Dass wir uns dann dort gemeinsam eine Wohnung suchen, sodass wir vielleicht zumindest die Abende zusammen haben und wenn es nur das gemeinsame Nebeneinanderschlafen wäre. Es wäre die ultimative Probe für die Zukunft gewesen, denn nur wenn du mit jemanden zusammen wohnst, lernst du diese Person WIRKLICH kennen. Das war der Plan. Aber die Rechnung haben wir ohne das Schicksal gemacht, denn mit dem Job hat es ja anfänglich nicht geklappt und als es dann geklappt hat, war das nicht in München. So blieben wir also bei der Fernbeziehung. Und statt des großen ultimativen Ausprobierens folgte eine Menge Monotonie - jeden Tag der gleiche Ablauf. Darüber hab ich erst letztens mit ihm geredet, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er unbedingt versteht, was ich von ihm wollte. Jeden Tag die gleichen SMS, jeden Tag der gleiche Gesprächsablauf im ICQ: 'Wie war dein Tag? Wie gehts dir so? Was machst du grade? Was steht am Wochenende an? Wann gehst du ins Bett?' - Es ist einfach jeden Tag das gleiche - grauer monotoner Alltag...und das macht unsere Beziehung irgendwie...naja...langweilig. Aber was willst du auch von einer Fernbeziehung erwarten? 

Dafür ist es jedes Mal ein Gefühl, als würde man sich wieder neu verlieben, wenn man sich wieder sieht nach langer Zeit. Mein Herz hüpft immer noch vor Freude. Ich freue mich auch auf heute und dieses Wochenende mit ihm. Und an diesem Gefühl halte ich fest. 

In diesem zweiten Jahr unserer Beziehung ist vieles vorgefallen, was mir nicht gefallen hat und einiges davon ist auch nach wie vor präsent. Nur, weil ich einige Dinge nicht ständig anspreche, heißt es nicht, dass sie mich nicht mehr stören. Alles bleibt in den Gedanken und in meinem Kopf.

Trotz alledem ist mein Oller jemand, den ich liebe und bei dem ich auch weiß, dass er für mich da ist und hinter mir steht... aber ab und zu langweilt mich unsere montone Beziehung eben ein bisschen, weil so vieles absehbar ist.

Bin ich wirklich glücklich? Das weiß ich nicht.

Aber ich bin relativ zufrieden damit, dessen bin ich mir sicher.

Und immerhin kerht ja in jeder Beziehung früher oder später der Alltag ein, oder?

29.10.2011 um 12:51 Uhr

Was mich erfreut

Ich freue mich sehr darüber, dass das viele Reden und Schimpfen und Meckern anscheinend endlich Früchte getragen hat und ich freue mich sehr darüber, dass ich dich wahrscheinlich ganz bald wieder hier bei mir habe. Ich kann es kaum erwarten :)

Und ich tu nichts lieber, als abends neben dir einzuschlafen, unter der Lichterkette, wir beide nackt nebeneinander, du an mich gekuschelt. Das sind die kleinen Momente, die ich so liebe. Und ich glaube an dich und ich drücke dir alle Daumen, die ich besitze, denn mir würde nichts besser gefallen, als das den ganzen Winter mit dir zu tun ♥.

12.10.2011 um 14:50 Uhr

Schwarz oder Weiß


Ich lieg noch wach

Nur 'ne Stunde Schlaf, mit Ach und Krach
Hab mein Leben endlich aufgeräumt
Denn das mit Dir war nicht geträumt

Es fing gut an

Waren immer hart am Leben dran
Doch dass Du mit mir den Molli machst
Das hätt' ich nie im Traum gedacht

Hälst du mich den für blöd?

Du hast alles verdreht
Doch gescheh'n ist gescheh'n
Damit hab ich kein Problem

Ich will Schwarz oder Weiß
Ich will Ja oder Nein
Bleib für immer bei mir
oder lass mich allein
Du willst alles auf einmal
Das ist nicht normal
Doch ich denk
Scheiß drauf - ganz egal
Ich will Schwarz oder Weiß
Ich will Ja oder Nein
Bleib für immer bei mir
oder lass mich allein
Du willst alles auf einmal
Das ist nicht normal
Doch ich denk
Scheiß drauf - ganz egal

Du stehst vor mir

Hast Du echt gedacht, ich glaube Dir?
Und dass Du mich noch zusammenschreist
Ich find das einfach ziemlich dreist

Hälst du mich den für blöd?

Du hast alles verdreht
Doch gescheh'n ist gescheh'n
Damit hab ich kein Problem

Ich will Schwarz oder Weiß
Ich will Ja oder Nein
Bleib für immer bei mir
oder lass mich allein
Du willst alles auf einmal
Das ist nicht normal
Doch ich denk
Scheiß drauf - ganz egal
Ich will Schwarz oder Weiß
Ich will Ja oder Nein
Bleib für immer bei mir
oder lass mich allein
Du willst alles auf einmal
Das ist nicht normal
Doch ich denk
Scheiß drauf - ganz egal 

*Wolfgang Petry - Schwarz oder Weiß*


Helden der Kindheit können manchmal auch gut ausdrücken, was Neuzeitlieder nicht können.

 

12.10.2011 um 00:18 Uhr

I'm halfway gone

Wenn ich einem Mann danach frage, warum ich bei ihm bleiben sollte, aus welchem Grund sich unsere Beziehung noch lohnt, wenn mir Liebe allein nicht reicht und das Vertrauen beschädigt ist, dann ist diese Antwort, garantiert nicht die richtige.

Ich habe dich verletzt, das war nie meine Absicht, egal auf welche Weise. Es ist gerade eine sehr schwere Zeit, an der ich schuld bin! Wir haben uns gegenseitig verletzt. Aber ich glaube daran, dass uns diese schwere Zeit nur noch mehr zusammenschweisst. Wir haben immer eine Lösung gefunden und konnten drüber reden. Ich kann es nicht wieder gutmachen. Und was noch wichtiger ist, ich finde, dass ich der Richtige bin für dich! Ich habe dich nicht betrogen oder fremdgeflirtet ich habe es auch nicht vor! Egal, was du sagst. Ich hab dich nie angeschrien und bin auch nicht handgreiflich geworden. Habe viel gemacht, damit wir ein gemeinsames Interesse haben/finden. Und ich hab Angst um dich, dass der Nächste dich schlecht behandelt, er dich betrügt, dich von a bis z belügt, dich anschreit, deine Familie nicht leiden kann und vorallem dass er dich schlägt. Das will ich alles nicht.

Während du daran denkst, dass uns das mehr zusammenschweißt, denke ich daran, dass es mich zerreißt. Dass du mich zerreißt. 

Und die Antwort, die mich bei dir bleiben lässt ist sicher nicht die, dass DU denkst, du seist der Richtige für mich. Ich kann selber für mich denken. Ich bin schon groß. Und ich würde mir bestimmt keinen Schläger suchen. 

DAS ÜBERZEUGT MICH NICHT! Das kränkt mich eher nur mehr, als ob ich nicht auf mich selber aufpassen könnte, als ob ich mir jemanden suchen würde, der mich schlägt.

Und Lügen... alle Männer lügen und du genauso. Kennst du einen, kennst du alle! Und was nützt dir die Angst, dass mich andere schlecht behandeln, wenn du derjenige bist, der das momentan tut?

Auf meine Aussage hin, dass ich mich momentan kotzhässlich finde, bekam ich immer nur die Antwort, dass ich es nicht sei. Aber gewünscht hätte ich mir, du sagst mir, ich bin wunderschön. 

Was ist, wenn sich auf einmal herausstellt, dass du auch nicht das bist, was ich mir gewünscht hatte? Wenn du doch jemand ganz anderes bist?

Was nützt es mir, wenn du sagst die Familie zählt für dich mehr, als eine billige schnelle Nummer. Die Nummer sollte überhaupt keinen Stellenwert haben und die Familie das einzige sein. 

Was nützt es, wenn du mich fragst, ob du mich vorher schon mal belogen hast, wenn du es jetzt getan hast?

Was nützt es mir, wenn du es persönlich klären willst, wenn ich denke, dass ich dich nicht mehr ansehen kann?

Was nützt es mir, dass du mich angeblich liebst, wenn sonst alles ruiniert ist?

 


 

I’m holding on your rope
Got me ten feet off the ground
And I’m hearing what you say
But I just can’t make a sound
You tell me that you need me
Then you go and cut me down
But wait
You tell me that you’re sorry
Didn’t think I’d turn around and say..

That it’s too late to apologize, it’s too late

I said it’s too late to apologize, it’s too late

I’d take another chance, take a fall, take a shot for you

And I need you like a heart needs a beat
(But that's nothing new)
Yeah yeah

I loved you with a fire red, now it’s turning blue

And you say
Sorry like an angel, heaven not the same but you
But I’m afraid

It’s too late to apologize, it’s too late

I said it’s too late to apologize, it’s too late
Woahooo woah

It’s too late to apologize, it’s too late

I said it’s too late to apologize, it’s too late
I said it’s too late to apologize, yeah yeah
I said it’s too late to apologize, yeah

I’m holding on your rope

Got me ten feet off the ground

*One Republic - Apologize*


10.10.2011 um 17:52 Uhr

Beinah

 

 

 

'Ich lass dich gern in deiner Welt allein. Wie kann jemand so hübsches nur so hässlich sein?'

'Weil du nur mit falschen Farben malst, hab ich ein Bild von dir, das nicht mehr strahlt.'

 


http://www.youtube.com/watch?v=f1yXUVQEUO4

 

 

10.10.2011 um 01:19 Uhr

Diese eine Sache


Da gibt es eine Sache über die ich nicht mit ihm reden kann - nicht reden will. Ich bin grundsätzlich dafür über die Dinge zu reden, die einen verletzen über Probleme generell. Immerhin hab ich in meiner letzten Beziehung gesehen, wohin es führen kann, wenn man nicht miteinander über seine Probleme redet. Sowas geht ganz schnell schief.

Bis jetzt haben wir, denke ich, auch über jedes Problem reden können. Meistens brauch ich etwas Zeit, ein paar Tage, dann reden wir. Diesmal ist es irgendwie anders. Ich hab spioniert. Naja, vielleicht ist spionieren nicht das richtige Wort. Ich habe gezielt nach etwas gesucht und es gefunden. Ich hab gedacht, es würde mich nicht weiter stören, denn ich mache es genauso. Nur zu anderen Zeiten. Das soll heißen, ich mache es nur, wenn ich nicht zu Hause bin, wenn ich ihn Ewigkeiten nicht sehe. Bin ich zu Hause, brauch ichs nicht. Und ich dachte, es würde mich nicht stören. Aber in Wirklichkeit zerstört es mein Selbstwertgefühl. Im Keller ist noch gar kein Ausdruck dafür. Und es zerfrisst mich. Aber ich kann nicht drüber reden, weil ich nicht will. Wenn ich im Internet danach recherchiere, mit Leuten, denen es vielleicht auch so ergeht, dann stoßen die Menschen auf sehr viel Unverständnis. Alles halb so wild. Und trotzdem, Kopfkino. Das allbekannte, allseits gefürchtete Kopfkino. Ich hasse es und ich hasse meine Neugierde. Hätte ich nicht gezielt danach gesucht, würde ich mich heute nicht so fühlen. So hässlich, so abgrundtief hässlich, so ungeliebt, so unperfekt, zu unblond, zu unemo, zu fett.

Und dann kommen alle kleinen Dinge zusammen, auch die anderen; zweimal vergessen etwas Wichtiges zu sagen und das Kopfkino läuft und läuft. Und ich kann nicht drüber reden. Weil ich nicht will.Weil es mich verletzt.

Warum hab ich nicht so ein Blitzdingens, das einen einfach Sachen vergessen lässt? 

Warum hab ich keine Zeitmaschine, die mich wieder Kind sein lässt? - Da hab ich alle Jungs gehasst und nur Mama und Papa geliebt und die haben nie etwas getan, dass mich verletzt hat, egal ob bewusst oder unbewusst.


08.10.2011 um 23:34 Uhr

Die Sache mit den Grenzen

Selbst der noch so beste Traumpartner ist nicht fehlerfrei. Ist das nicht irgendwie logisch? Ohne Grund steckt in diesem Wort wohl auch nicht das Wörtchen 'Traum'. Man kann nicht alles im Leben haben. Man muss sich entscheiden, was man will; Welche Eigenschaften für dich Priorität haben.

Ist es nicht auch komisch, unser Beziehungsverhalten manchmal? Wie man sich in einer Beziehung über etwas aufregen kann, was der Partner tut, obwohl man selbst vielleicht genau das gleiche tut. 

Nimmt man zB das Fremdflirten. Man selber geht auf Parties und flirtet mit Menschen, die einem gefallen. Man weiß genau, es würde nichts passieren und wenn sich der Partner darüber aufregt, kann man es gar nicht nachvollziehen. Wenn jedoch der Partner anfängt mit Fremden zu flirten, dann möchte man gerne ausrasten. Fühlt sich vielleicht unsicher....betrogen? Ist das vielleicht, weil man weiß, dass man sich selbst (ver)trauen kann und bei einem Partner nie sicher sein kann? Ist es vielleicht auch die Vorgeschichte, die Erfahrungen, die Prägungen?

Oder spielen vielleicht bei der Toleranz solcher Dinge auch die Umstände eine gewisse Rolle? Letztens hab ich den Film 'Love, Life - Liebe trifft Leben' gesehen. Dort ging es um ein Paar, mitten im Leben, glücklich, der Mann betrügt die Frau ab und zu - was für sie aber vollkommen okay zu sein scheint. Sie akzeptiert es als eine seiner Macken. Doch dann bekommt die Frau die Diagnose: Krebs. Und der Mann versucht alles mit ihr durchzustehen: Chemo, Bestrahlung, Warten, die schlimmen Nächte... Doch irgendwann scheint er unter der Belastung zusammenzubrechen, was zwar keine Entschuldigung für seine Taten ist, aber es ist nun mal passiert, deswegen sucht er immer wieder Trost bei einer anderen Frau, bei der er dann immer öfter ist. In dieser Situation wird seine Frau dann wütend. Zuerst ist Fremdgehen also okay und dann nicht mehr? Die Situation hat das wohl so ergeben.

Ein drittes Beispiel. Wenn die Partner eine Fernbeziehung führen und demzufolge auch der Sex ausbleibt und beide, wohl oder übel im gegenseitigen Einverständnis - nun ja, nennen wir sie 'Liebesfilme' schauen - dann ist es für beide okay. Schließlich tun sie es ja beide. Aber was ist, wenn eine der beiden Personen Urlaub hat und zu Hause ist? Ist es dann auch okay? Immerhin galten diese Sexfilmchen doch nur als 'Ersatz'. Und ist es dann okay, wenn der andere in den Sachen seines Partners schnüffelt und dabei darauf stößt, vielleicht auch, weil er gezielt danach suchte? Und überhaupt, sollte man generell, auch in der Zeit, in der man voneinander entfernt ist, wissen, welche Filmchen der Partner da schaut? Was ist, wenn man dann anfängt Vergleiche zu ziehen? 'Ich bin nicht so blond. Ich bin nicht so schlank. Ich hab nicht so einen perfekten Hintern. Ich bin keine von diesen Mädchen/keiner von diesen Männer. Ich hab nicht so einen großen.' - Was ist, wenn man dann anfängt an sich selbst zu zweifeln? 'Würde ich meinem Partner besser gefallen, wenn ich schlank oder blond wäre? Oder warum schaut er dann auch diese Filme, wenn ich doch eigentlich da bin? Was ist, wenn er so jemanden auf der Straße trifft, wird er mich dann betrügen?'

Wo sind die Grenzen jenseits von Gut und Böse? Von Richtig und Falsch? 


Wir haben uns heute nichts zu sagen,
wie versteinert sitzt du neben mir.
Heute ist wieder einer dieser Tage,
an dem man Angst hat einander zu verlieren.
Manchmal ist dein Herz wie aus Glas und zerbricht mit einem Mal.
Manchmal ist es härter als Stahl und das vergisst man machmal.

Und das wissen wir beide - wissen wir beide, ganz genau.
Erst lässt man sich treiben, dann schaut man sich um und es hört einfach auf.
Aber weil ich es leid bin und weil wir zu zweit sind halt ich hier aus
und werde so lange bleiben, bis du mich nicht mehr brauchst.

Sie ist außer sich, außer sich vor Wut.
Hätte ich doch bloß nichts gesagt.
Sie meint, sie glaubt mir nicht, ich lüge nicht.
Sie hat doch nach der Wahrheit gefragt.
Manchmal trennt uns eine Ewigkeit.
Manchmal bist du nicht zu erkennen.
Manchmal glaub ich, dass ich dich in den Wahnsinn treib.
Aber hier und heute wird es nicht enden.

Und das wissen wir beide - wissen wir beide ganz genau.
Erst lässt man sich treiben, dann schaut man sich um und es hört einfach auf.
Aber weil ich es leid bin und weil wir zu zweit sind halt ich hier aus
und werde so lange bleiben, bis du mich nicht mehr brauchst.

Ich hoffe du weißt, dass ich nicht vergessen kann
und jede Zeile, die ich schreibe erinnert mich daran
und wenn mein Lied dich erreicht hat, fängt es erst an.
Denn es wird so lange bleiben, bis du alleine gehen kannst.
Das wissen wir beide, wissen wir beide – ganz genau.

Erst lässt man sich treiben, dann schaut man sich um und es hört einfach auf.
Aber weil ich es leid bin und weil wir zu zweit sind halt ich hier aus
und werde so lange bleiben, bis du mich nicht mehr brauchst
und das wissen wir beide - wissen wir beide ganz genau.

Erst lässt man sich treiben, dann schaut man sich um und es hört einfach auf.
Aber weil ich es leid bin und weil wir zu zweit sind halte ich hier aus
und werde so lange bleiben, bis du mich nicht mehr brauchst
und ich werde so lange bleiben, bis du mich nicht mehr brauchst.

*Tim Bendzko - Das wissen wir beide*

 

21.09.2011 um 01:37 Uhr

So schlägt mein Herz

Von der Sohle bis zum Scheitel sind die Menschen eitel - Ich weiß.
Und wer nicht gerne schwitzt, vergießt Tränen statt Schweiß - Ich weiß.
Suchst du in mir den Trost, den ich manchmal in Flaschen such?
Oder schnaubst du mich nur voll, wie dein zerknülltes Taschentuch?

Ich kann dich nicht mehr leiden
Und ich kann dich nicht mehr sehen -
Ich kann dich nicht mehr leiden sehen!

Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser bis zum Hals
Und den Keller hat's dir schon versaut
Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser, jedenfalls
hast du zu nah am Wasser gebaut

Du ziehst den Kümmel aus dem Käse
Du ziehst schon zu Beginn dein Résumée
Und fällt dir ein Stein vom Herzen, fällt er dir gleich auf den Zeh
Selbstmitleid, selbst ohne Leid - es steigt unaufhörlich
Auch in Maßen ist mit dir nicht mehr zu spaßen und das stört mich

Ich kann dich nicht mehr leiden
Und ich kann dich nicht mehr sehen -
Ich kann dich nicht mehr leiden sehen!

Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser bis zum Hals
Und den Keller hat's dir schon versaut
Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser, jedenfalls
Hast du zu nah am Wasser gebaut

Du quengelst und bemängelst, alle anderen sind dir stets ein Stück voraus
Wer täglich Trübsal bläst, dem geht auch schnell die Puste aus!
Du machst keinen Schritt, weil du dir selber auf dem Senkel stehst
Und kriegst nicht mit, wie du mir dabei auf den Senkel gehst

Ich kann dich nicht mehr leiden
Und ich kann dich nicht mehr sehen -
Ich kann dich nicht mehr leiden sehen!

Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser bis zum Hals
Und den Keller hat's dir schon versaut
Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser, jedenfalls
Hast du zu nah am Wasser gebaut

Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser bis zum Hals
Und den Keller hat's dir schon versaut
Dir steht das Wasser bis zum Hals
Du wirst nasser, jedenfalls
Bist du zu nah am Wasser gebaut
*Jennifer Rostock - Wasser bis zum Hals*

26.06.2011 um 22:18 Uhr

Vorgeschädigt

Grauer Tag.

Ärger im Paradies? - Vorgeschädigt sein ist scheiße.
Erfahrungswerte sind auch scheiße manchmal. Oder sind sie gut, obwohl es uns anders vorkommt?

 

Kennste einen, kennste alle?

 

 

Verletzbarkeit... das ist scheiße!

 

Alles deine Schuld? Oder meine? Oder seine? 

Oder die von allen?

Oder die von niemanden?

 

Wer weiß das schon? - anders -

Wer gesteht sich schon gerne Fehler ein?

 

Er sicher nicht.

Ich auch nicht.

Du schon. Du bist anders!                                                                         oder?

 

Ich denke schon. Und was ich denke, das zählt.

 

Aber auch, was ich fühle.

Verletztbarkeit. Enttäuschung.

Liebe. überwältigende Liebe.

 

Grauer Tag.

Nacht wäscht Gedanken rein. Lass uns schlafen.

 

 

 

Ich will nach Hause!

 

 

Ich

will

zu

dir

!


trotz alle dem
Traummann

 

 

18.02.2011 um 01:26 Uhr

Na, wenn das keinen Eintrag wert ist :)


 

Ich habe heute Einjähriges mit meinem Traummann :) Und ich sollte mich wohl schon jetzt bei allen glücklichen Singles oder aber auch traurigen Singles für diesen Eintrag entschuldigen und sie vielleicht anhalten nicht weiter zu lesen, denn dieser Einjahreseintrag handelt davon, wie wundervoll die Liebe sein kann und wie plötzlich und erwartet sie manchmal auftritt.

Alles begann im November 2009 - ich steckte mitten in der Phase meinem Exfreund hinterherzutrauern, der mich so circa eine Woche vor unserm Einjährigen abserviert hat. Plötzlich sah ich diesen guuuuuutaussehenden (und für manche mag er wie n Emo aussehen, nur weil er schwarze Haare hat [die er im übrigen als Cosmic-Blue bezeichnet xD], aber ich steh auf diesen Style, rawr, ich gebs zu :) Kerl, der im meinvz auf mein Profil geschaut hat. Ich hab das Foto kopiert und meiner besten Freundin gezeigt und sie gefragt, ob der nicht guuut aussieht? Und was sagte sie :D ? "Joa, is schon mehr so dein Typ." Und ich ließ sie wissen, wie süß ich ihn fand. Sie sagte, ich solle ihn anschreiben, aber ich traute mich nicht. Ich fragte, was ich denn schreiben solle? Und sie sagte schreib: "Na, hab ich n interessantes Profil?^^" - und ich tat es. Zu der Zeit hatte ich in Mhl kein Internet und es war noch die Zeit, als das vz SMS verschickte, sobald sich was tat. Iwann tat sich auch was und ich eilte wie wild zu meinem besten Freund, um an seinem Internet zu sehen, was der gutaussehende Typ schrieb. Was kam, hat mich wirklich nicht umgehauen :D Ich dachte "Toll und dafür machst du hier so n Aufstand." Es war nicht mal ne Antwort, auf die ich hätte iwas antworten müssen. Aber ich tats trotzdem. Und wir kamen ins Gespräch. Einige Tage später, als ich zu Hause und auch mit Internet war, schrieben wir dann über ICQ. Wie gesagt, ich fand diesen Kerl von Beginn an umwerfend heiß. Aber zu dem Zeitpunkt war auch mein Ex noch aktuell. Auf irgendeine komische Art und Weise hat der genau in der Zeit festgestellt, dass er mich wieder haben möchte. Als ich also so mit F. über ICQ schrieb, schütteten wir uns gegenseitig unsere Herzen aus. Er hatte noch nie eine Freundin gehabt und ich hatte schon das eine oder andere Pech mit Männern. Nicht, dass meine Beziehungen nicht schön gewesen wären, aber am Ende doch immer ein wenig zu kompliziert. Na jedenfalls ich erzählte ihm von meinem Ex und er erzählte mir von Mädchen, an denen er interessiert war. Das war zwar schade, aber wir hatten zu dem Zeitpunkt eine rein freundschaftliche Beziehung, aus der vorerst nicht mehr werden sollte. Trotzdem freute ich mich auf jede Sekunde, in der wir beide miteinander schrieben. Meinen Ex erfreute das natürlich nicht sehr. Hätte es mich auch nicht, aber ich war ja eh die Eifersucht in Person. Meine Mum fragte mich nur immer mit wem ich da schreiben würde und irgendwann wusste sie es und ihr Kommentar war nur: "Meine Güte, ich könnte das Licht aus machen, wenn du mit dem schreibst, so wie du strahlst." Das war eine Tatsache, die mir nicht bewusst war. Ich schrieb wirklich seeeehr gerne mit F. Irgendwann stand fest, dass wir uns auf jeden Fall im Februar sehen würden, weil er da Semesterferien hatte. Rein freundschaftlich natürlich. 

Zu der Sache mit meinem Ex ließ sich zu dem Zeitpunkt so viel sagen, dass ich von ihm verlangte, dass er mir ein WOW-Gefühl herauslockt, welches mich dazu bringt, ihn wiederzuwollen. Er ließ sich damit viel Zeit, aber dann tat er was, was in meinen Augen wirklich unglaublich WOW war. Er holte meinen besten Freund mit ins Boot, fuhr extra 5 Stunden zu mir nach Hause, um mich zu sehen, mir eine Rose und einen süßen Teddy zu geben, um dann wieder nach Hause zu fahren. Ich fand das unglaublich süß von ihm. Es veranlasste mich dazu, zu sagen, ich würde ihn wieder zurück wollen. Zu dem Zeitpunkt hätte uns beiden aber klar sein müssen, dass es einfach nicht mehr funktionieren kann. Zu viel passiert...zu viele Lügen...zu viele Streits. Es hätte nicht gut gehen können, egal, wie sehr wir uns je geliebt haben. Das wurde mir relativ schnell klar, nachdem wir wieder zusammen waren. Ich war noch mal bei ihm, es war echt schön und er strengte sich wirklich auch sehr an, aber im Endeffekt half es nichts. Ich beendete es diesmal. Und diesmal, war er der Leidtragende, der es nicht wahr haben wollte, so wie ich diejenige Leidtragende war, als er eine Woche vor unserm Einjährigen Schluss machte. Wir hatten also wohl beide unser Päckchen zu tragen. Nur so viel hierzu, denn in der Geschichte gehts ja nicht um meinen Ex, aber der Aspekt gehört nun mal dazu.

Irgendwann ergab sich mit F. eine passende Gelegenheit, mein Kumpel Fl. hatte B-Day und ich war eingeladen, klasse Sache dacht ich, aber ich wusste nicht, wo ich hätte schlafen sollen. Bei Fl. selbst gings nicht, er hätte es mir ja angeboten, aber sie hatten grade Handwerker in ihrem Haus, deswegen fiel das aus. Meine (andere) beste Freundin S. und  ihr Freund M. hätten mich auch bei sich übernachten lassen, aber sie hatten keine Luftmatratze für mich. Alles andere schon, nur das nicht. Also fiel das auch aus. Weil F. jetzt ein guter Freund von mir war, erzählte ich ihm das einfach so - ohne jeden Hintergedanken. Und ohne jeden Hintergedanken sagte er, ich könne bei ihm schlafen. 

Da war also ein Typ, den ich grade mal 3 Monate kannte und das auch nur übers Internet, der mir anbot bei ihm zu schlafen, wenn ich ihn grade mal das erste Mal sehen würde. Hm. Da läuteten bei so einigen die Alarmglocken. Ist ja wohl auch verständlich. Bei mir erst, als meine Freundin N. ungefähr so argumentierte: 

"Du willst bei nem Kerl schlafen, den du noch nicht mal kennst? Also persönlich? Muffin, das könnte irgend so ein Perverser sein, der nur Fakebilder im vz von sich hat. Waaaaas? Der hatte noch nie ne Freundin, wie alt ist der - 22? Muffin, da stimmt doch was nicht! Das kannste nicht machen. Das verbiete ich dir. M., jetzt sag doch auch mal was!" 

Aber mein bester Freund sagte nur "Lass sie doch machen, wenn sies für richtig hält." ;) 

Eigentlich eine Antwort, die zu verurteilen gewesen wäre, aber ich wollte es ja, also wars okay. Erstaunlich war die Reaktion meiner Mum, die bei sowas eigentlich hypersensibel reagiert. Sie reagierte nämlich fast gar nicht. Sie verlangte nur, dass ich sie jeden Tag anrufe, wenn ich da sein würde (wir beschlossen nämlich mal kurzerhand, dass ich das ganze Wochenende da bleiben würde), sonst würde sie die Polizei rufen. Und sie fragte mich, was ich wohl machen würde, wenn der Kerl stottert. Ich sagte, dass ich mich dann wieder in den Zug Richtung Heimat setzen würde...ja gemein, aber so ists nun mal. Ich fragte ihn bei ICQ also auf den Wunsch meiner Mum hin, ob er stottert und ich schwitzte Blut und Wasser, als ein paar Minuten nichts zurückkam. Dann kam endlich ein erlösendes "nnnnnnnein xD". Und ich musste wieder lachen :).

Das ersehnte Wochenende kam. Ich fuhr hin. Stieg aus dem Zug aus und... war enttäuscht. Der Mann, der mich viel zu oft zum Lächeln brachte war... klein :D Ich umarmte ihn, er nahm mir meinen Rucksack ab und ich hatte nichts bessere zu sagen, als "Du bist aber winzig." Seine Antwort fand ich unfreundlich, generell seine ganze Art. Er antwortete "Ich hab dir doch gesagt, dass ich nicht größer bin!" Paff, das wars. Okay... na gut... mein Gedanke in dem Moment war "Und mit dem muss ich jetzt das ganze Wochenende verbringen? Naja, machen wir das beste drauß." Aber es kam noch schlimmer :D. Bei ihm zu Hause angekommen setzte er sich auf seinen Schreibtischstuhl und ich mich auf sein Bett. Dann ging er einfach immer mal wieder raus, ohne zu sagen wohin. Das fand ich alles sehr seltsam. Beim ersten Mal kam er umgezogen wieder, das ja okay, aber diese Hose xD Ich hasste diese Hose. Und er redete und redete und ich fand das so schrecklich, weil ich einfach nichts zu sagen hatte. Kaum zu glauben, dass ich heute sage, der Kerl is mein Traummann, was? :D

Irgendwann hörte er auch wieder auf mit reden und wir gingen ein bisschen spazieren, das war schön. Danach zeigte er mir sein Archiktektenprogramm und konstruierte mit mir eine Ansicht von meinem Zimmer, welches er ja noch nie gesehen hatte. Auch das fand ich schön :). Irgendwann schliefen wir - er auf dem Fußboden, ich auf dem Bett. 

Am nächsten Tag, es war der Tag des Geburtstages, begann er den Tag mit einem super Aufwecksystem. Zuerst machte er in seinem Zimmer unheimlichen Krach, anscheind... Ich bekam davon nichts mit, bin ja super ausgebildete Langschläferin. Irgendwann bekam er auch mit, dass es nichts brachte. Also stupste er meine Nase an. Und ich fasste mir volle Kanne ins Gesicht xD Das war peinlich! Aber okay. Dann schauten wir American Pie und iwann mal voher in irgendeinem ICQ-Gespräch fragte er mich, welcher Teil mein Lieblingsteil sei und ich sagte "Jetzt wird geheiratet." Und an diesem Samstagmorgen schob er ohne mich auch nur zu fragen diesen Teil in den DVD-Player. Und auch das fand ich süß, denn ob es Zufall war oder nicht, ich dachte mir, es wusste einfach noch, welcher mein Lieblingsteil war. Danach schauten wir noch einen Teil und dann war es Zeit sich für die Party zurecht zu machen. Als ich vom Bad wieder kam, hatte er ein schwarzes Hemd an uuund ich steh ja sooo auf Hemdenträger. Also sagte ich ihm, er sehe gut aus und bekam kein Gegenkompliment -.-' Vollpfosten dacht ich :D.

Auf der Party kannte ich viele und F. nur mich. Ich würde sagen, ich habe mich betrunken, sprach die meiste Zeit mit meiner besten Freundin und ihrem Freund und F. war so ziemlich das 5. Rad am Wagen. Aber iwann war ich mit meiner besten Freundin S. auf dem Klo und wir hörten, wie ein Pärchen neben uns auf der Toilette Sex hatte. Das war soooooooo lustig, sodass auch endlich F. und ich ins Gespräch kamen. Er hat an diesem Abend übrigens so gut, wie nichts getrunken, was mir sehr gut gefiel, denn deswegen gab es schon mit meinem Ex immer Diskussionen. Was ich auch sehr bewundernswert fand war, dass F. die ganze Party aushielt, ohne sich nur ein einziges Mal zu beschweren. Ich sagte zwischendurch, wenn es ihm zu blöde werden würde, könnten wir auch nach Hause gehen. Aber er sagte, ich solle auch mal ein bisschen meinen Spaß haben und wir blieben bis zum Ende. Als wir nach Hause kamen, haben wir noch bis morgens geredet, obwohl wir beide sau müde waren. Am Sonntag musste ich zu allem Überfluss auch noch früher raus, weil ein Treffen wegen Seminarfach anstand.

Es ist wohl extra zu betonen, dass an diesen Wochenende nichts zwischen uns lief. Er hat nich ein mal bei mir auf dem Bett gesessen, dieser Nerd :D 

Wir haben uns aber relativ schnell wieder gesehen, er kam diesmal zu mir nach Mhl und ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich alle vorhandenen Klamotten, die so rumlagen, auf meinen Schreibtischstuhl gepackt habe, sodass er keine andere Wahl hatte, als sich auf mein Bett zu setzen :).

Unser erstes Treffen war am Wochenende des 06.02.2010 und am 18.02. küssten wir uns zum ersten Mal.

Jede weitere Sekunde mit diesem Mann, war wundervoll. So blöde der Anfang auch gewesen sein mochte. 

Er versteht mich und ich verstehe ihn... naja meistens zumindest :) Ich kann ihm alles anvertrauen und ich meine wirklich alles. Ich wüsste nicht eine Sekunde, in der er jemals mein Vertrauen missbraucht hätte. Er kann mit mir lästern. Meine Mama mag ihn sogar. Er hat ungefähr dieselben Vorstellungen von einer Zukunft, wie ich. Wenn ich bei ihm bin, gibt er mir nie das Gefühl, dass etwas anderes wichtiger sei, als ich...wir. Der Sex mit ihm ist wundervoll, kein Egoding. Und wir kommen beide auf unsere Kosten :). Er glaubt an mich, untergräbt nicht mein Können. Er lügt nicht. Das Unglaublichste ist, so seltsam es auch klingen mag, wir haben uns in diesem einem Jahr nicht ein einziges Mal gestritten. Er hat mich nicht ein mal zum Weinen gebracht.

Er liebt mich und ich liebe ihn.

Und ich wünsche jedem da draußen, dass er genau so jemanden findet, der perfekt zu ihm passt, wie mein F. zu mir :)

Happy End.

Gute Nacht.

 

 

 

15.02.2011 um 17:59 Uhr

Fledermausland

Muffin ‎(17:05):
bin daaaaaaa, bekomm ich jetzt nen virtuellen kuss? 
Muffin ‎(17:25):
ICH WILL JETZT MEINEN KUUUUUUUUUUUUUSS!!!!!!!!^^
*F.* ‎(17:30):
smilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie love
smilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie lovesmilie love
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Muffin ‎(17:30):
juhuuuuu^^
*F.* ‎(17:30):
für jede stelle deines körpers^^
Muffin ‎(17:30):
gibs zu, du warst in fledermausland^^
Muffin ‎(17:31):
und konntest nich anhalten^^
man hab ich viele stellen^^
*F.* ‎(17:31):
nö, gespielt^^
Muffin ‎(17:31):
was sonst^^
Ach ja :) ♥
 

 

 

10.12.2010 um 23:41 Uhr

Träume ♥

Muffin ‎(23:20):
ich will das
 da
Muffin ‎(23:21):
mach mir das, jetzt sofort^^
*F.* ‎(23:21):
willst wohl nun doch nen kind?^^
Muffin ‎(23:22):
nur das da, mit den furchtbar großen augen und der wahnsinnig süßen mütze ♥
*F.* ‎(23:23):
musste dein eigenes zusammenstellen^^
Muffin ‎(23:23):
wie denn?^^
 echt mal, im ernst jetze^^
*F.* ‎(23:23):
mein samen und dein ei^^
Muffin ‎(23:24):
siehste passt das, was ich dir grade geschickt hab ja ganz gut dazu^^
*F.* ‎(23:25):
und warum biste nicht in meinem bett?^^
Muffin ‎(23:25):
uuuund ich will das da:
weil du in meins gehörst, deswegen^^
*F.* ‎(23:28):
aber deins ist in g.^^
Muffin ‎(23:28):
ja und^^
*F.* ‎(23:28):
nix und^^
Muffin ‎(23:28):
mein bett is da, wo ich schlafe. wenn ich also bei dir schlafe, ist da mein bett^^
*F.* ‎(23:29):
soso,  was willst denn noch alles?
Muffin ‎(23:29):
dich nackt^^
und angezogen auch^^
und nackt
*F.* ‎(23:29):
soso^^
Muffin ‎(23:29):
und dann wieder angezogen
Muffin ‎(23:30):
damit ich dich wieder ausziehen kann...wenn du dich angezogen hast^^
und ein haus an der nordsee, das will ich auch, ein schönes^^
und tierarzt will ich werden
und wauzies will ich haben
Muffin ‎(23:31):
und falls wir doch mal kinder bekommen, dann will ich auf jeden fall auch enkelkinder^^
und ich will für ümma mit dir glücklich sein
und wenig sorgen im leben haben
und n batzen geld, damit wir immer lachsbrötchen essen können^^
und n pool
uuund hmm... dich nackt - hab ich das schon erwähnt?^^
Muffin ‎(23:32):
achja und ne fußbodenheizung in dem haus^^
also zumindest im bad^^
*F.* ‎(23:32):
hehe
Muffin ‎(23:32):
und nen garten, aber kein riesigen, um den wöllt ich mich nich immer kümmern
uuund immer schönes wetter^^
*F.* ‎(23:33):
dann mach ich das^^
Muffin ‎(23:33):
und einen audi und einen vw und natürlich auch nen bmw oder mercedes für dich zum angeben^^
und meine eltern immer in der nähe und deine mama natürlich auch
uuund...n bunten kuchen^^ so langsam fällt mir nix mehr ein^^
Muffin ‎(23:34):
jedenfalls... dich nackt^^

18.08.2010 um 11:07 Uhr

You make me wanna lala ♥

Wow... ein halbes Jahr...


...und ich war jede einzelne Sekunde davon glücklich mit dir .

...und du lässt mich noch immer WOW sagen - jedes Mal, wenn ich dich sehe, sowie heute Abend .

Ich bin glücklich, dass ich dich gefunden habe

Ich liebe dich.