Naturseele

14.02.2018 um 12:11 Uhr

Zum Valentinstag

Stimmung: gelöst
Musik: Olympia



Zum Valentinstag habe ich eben etwas erfahren, nämlich von einem Gedicht von Geoffrey Chaucer, einem englischen Schriftsteller und Dichter aus dem 14. Jahrhundert. Es umfasst hundert Verse, von denen ich die ersten vier hier wiedergebe mit einem Netzverweis zu den übrigen, da ich mich in diesen Versen wiedererkenne:

 

Geoffrey Chaucer

D a s  P a r l a m e n t  d e r  V ö g e l

Übersetzt von Adolf von Düring


Das Leben kurz, die Kunst so lang zu lernen,
So hart der Angriff und der Sieg so schwer,
Die Lust, nur nah'nd, um rasch sich zu entfernen,
All dies zusammen — mein' ich — Liebe wär',
Die mich beklemmt und mein Gefühl so sehr
Betäubt, daß ich — senkt sich auf sie mein Sinn —
Kaum weiß, ob wachend, ob im Schlaf ich bin.

 

Blieb mir persönlich fremd auch Amors Wesen
Und wie er seinem Volke zahlt den Lohn,
Hab' ich in Büchern dennoch oft gelesen
Von seinem Zorn und seinen Wundern schon.
Gern säß' er — las ich — auf dem Herrscherthron,
Wie schwer er trifft, nicht zu entscheiden wag' ich;
Doch solchen Herrn beschütze Gott! — Das sag' ich.

 

Nach altem Brauch aus Lust und Wissensdrange
Las ich in Büchern — wie erwähnt — schon viel.
Warum ich dies erzähle? — Nun, nicht lange
Ist's her, daß auf ein Buch mein Auge fiel
— Gewissen draus zu lernen, war mein Ziel —
Und gerne möcht' ich das in alten Lettern
Geschriebne Buch den ganzen Tag durchblättern.

 

Aus alten Feldern — sagt man — sehn das neue
Getreide sprießen wir Jahr aus, Jahr ein.
Aus alten Büchern kommt auch — meiner Treue! —
Uns alle neue Wissenschaft allein.
Doch um zu sagen, was von vornherein
Im Sinn ich trug: wie ein Moment mir schien
Der Tag vor Lust beim Lesen zu entfliehn.

 

Fortsetzung unter Quelle:

 

https://www.gedichte-lyrik-online.de/chaucer_geoffrey-gedicht_3558-das_parlament_der_voegel.html

 

Liebe bedingt der Treue und nicht der Körperlichkeit - im Laufe des Lebens durchlebt der Mensch mehrere Lebensphasen - auch ich hatte meine Lebensphase in der Körperlichkeit ein Teil meines Lebens war, jedoch nicht der, der am meisten Gewicht hatte. Auch ich liebe es Bücher zu lesen und Gedichte zu schreiben und meine Partnerwahl bestimme ich nicht nach dem Motto "... alles was nicht bei drei auf dem Baum ist ...", sondern es kommt auf die gemeinsamen geistigen Nenner an, weil der Geist bestimmt das Wachsen meines Vertrauens und ist das Fundament einer späteren geistig-körperlichen Beziehung! Am besten kam ich mit Partnerinnen zurecht, die meine geistigen Interessen, wie zum Beispiel meine politische Einstellung, meine Freude am Dichten und Lesen teilen konnten - und ich habe im Laufe der Vergangenheit festgestellt, daß Italienerinnen nicht nur die Körperlichkeit in den Mittelpunkt einer Beziehung stellen! Sie zählen zu den treuesten Frauen Europas!

Eine besonders treue Lebensgefährtin - auch wenn wir uns Jahrzehnte lang nicht begegnet waren - ist eine Italienerin aus der Lombardei, mit der ich immer noch gerne im Austausch per E-Mail stehe!

Meine Hauptinteressen im privaten Bereich sind das Lesen, das Schreiben von Gedichten und Blogs, die Natur und die Tiere, sowie mein Interesse für altes Gemäuer!

Wenn man eine Partnerin hat, welche ähnliche Interessen hat, was mich mit einer anderen Italienerin verband, welche wie ich Gedichte schrieb und dazu noch der Malerei nachging, hat man eine ideale Grundlage für eine Beziehung!

Das Lesen und Schreiben bedingt jedoch der Ruhe, weswegen ich auf absehbare Zeit keine feste Beziehung anstrebe, bevor ich nicht die passende Partnerin finde, welche dafür Verständnis hat, daß Menschen, welche am Schreiben Interesse haben, auch ihre Mußephasen brauchen und zwar immer dann, wenn die guten Ideen fließen. Deswegen stelle ich mir als eine ideale Partnerin eine Geistesverwandte vor, welche ebenfalls am künstlerischen Schaffen Interesse hat!

Valentinsgrüße an die Lyrikerinnen, Malerinnen und an die anderen bildenden Künstlerinnen!

Naturseele

07.02.2018 um 12:41 Uhr

Hermann Löns´ früher Text vom späteren "Engelland-Lied"

Stimmung: normal
Musik: keine

Engeland-Lied

Heute wollen wir ein Liedlein singen,
trinken wollen wir den kühlen Wein,
und die Gläser sollen dazu klingen,
denn es muß, es muß geschieden sein.


Gib' mir deine Hand, deine weiße Hand,
leb' wohl, mein Schatz, leb' wohl, mein Schatz,
leb' wohl, lebe wohl;
denn wir fahren, denn wir fahren,

denn wir fahren gegen Engeland, Engeland!


Unsre Flagge, und die wehet auf dem Maste.
Sie verkündet unsres Reiches Macht;
denn wir wollen es nicht länger leiden,
daß der Englischmann darüber lacht.


Gib' mir deine Hand, deine weiße Hand,
leb' wohl, mein Schatz, leb' wohl, mein Schatz,
leb' wohl, lebe wohl;
denn wir fahren, denn wir fahren,

denn wir fahren gegen Engeland, Engeland!


Kommt die Kunde, daß ich bin gefallen,
daß ich schlafe in der Meeresflut;
weine nicht um mich, mein Schatz, und denke:
Für das Vaterland, da floß sein Blut.


Gib' mir deine Hand, deine weiße Hand,
leb' wohl, mein Schatz, leb' wohl, mein Schatz,
leb' wohl, lebe wohl;
denn wir fahren, denn wir fahren,

denn wir fahren gegen Engeland, Engeland!
(Ahoi!)

Hermann Löns

 


Hermann Löns:

Hermann Löns, der so viele schöne Naturgeschichten über die Tiere und Landschaften seiner Heimat Deutschland schöpfte, ließ im Ersten Weltkrieg sein Leben für sein deutsches Vaterland!

Er war auch derjenige Dichter, der die Urfassung, des im Zweiten Weltkrieg so beliebten deutschen Soldatenliedes, welches in den heute so politisch korrekten Zeiten wohl mit Schimpf und Schande durch die Gutmenschen bespieen wird, die mittlerweile gar kein gutes Haar mehr an der Geschichtsepoche vor 1945 lassen! Sowohl im Ersten, als auch im Zweiten Weltkrieg ließen die Väter und Söhne ihrer Zeit ihr Leben an allen Fronten, wie Hermann Löns, der viel zu jung sein schöpferisches Schaffen aufgrund seines frühen Todes im Feld der Ehre, während des ersten Kriegsjahres in der Nähe von Reims, beenden musste!

Meine Interpretation:

Man sieht in der Urfassung schon einen kleinen Unterschied zum späteren Text der deutschen Wehrmacht - Vers eins und zwei wurden beinahe originalgetreu übernommen, während der letzte Vers aus der Feder von Hermann Löns, sicher aufgrund des wenig motivierenden Inhalts weggelassen wurde!

Am Anfang des Liedes ist von der Freude der Soldaten zu erfahren, welche in den Krieg zogen - damals natürlich mit dem Bezug zum Ersten Weltkrieg und zum Deutschen Kaiserreich - um ihre Nation, ihre Familien, Frau und Kind gegen drohende Gefahr durch den Feind zu beschützen und von der Pflicht, dem Dienst an Volk und Vaterland, welche es zu erfüllen gab!

Der Kehrreim besingt den Abschied von der Ehefrau oder Geliebten, ohne davor Furcht zu haben, in den Tod zu gehen - die Worte lassen nur einen Abschied auf Zeit vermuten und die Hoffnung auf ein baldiges und gesundes Wiedersehen!

Der zweite Vers spricht vom Vertrauen auf die eigenen Kräfte, von Vaterlandsliebe, Stolz und dem Willen, dem Gegner zu trotzen! Feindliche Schmähungen und Hohn sollen mit der angemessenen Erwiderung bedacht werden!

Der dritte Vers wurde im Nachfolgelied des Zweiten Weltkriegs weggelassen, da er auf die Soldaten der späteren Zeit, die wohl eine bessere Ausbildung, eine bessere Motivation hatten, hinsichtlich des Inhaltes nicht mehr zutraf! Er spricht von einem angenommenen Tod, sei es auf dem Schlachtfeld oder zur See und der daraus hervorgehende Wunsch des Soldaten, daß seine Liebste nicht um ihn weinen möge, da er seiner Pflicht gegenüber seinem Volke und Vaterlande genüge getan und das Schicksal ihn derart ungünstig gestimmt war - jedoch süß und ehrenvoll ist der Tod für´s Vaterland!


Mahlzeit!

Naturseele



 

01.02.2018 um 13:16 Uhr

Laßt Menschen, ihre Ideen und ihre Lebenswege einfach so zu, wie sie sind ...

Stimmung: normal
Musik: keine

 

Aufgrund meiner derzeitigen Lebenssituation fiel mir das Lied "Let it be" von den Beatles ein, welches ich im folgenden präsentiere und im darauffolgenden mit meinen Gedanken zu deuten und zu beschreiben versuche:


 

Let it be

by the Beatles / Paul McCartney

 

When I find myself in times of trouble
Mother Mary comes to me
Speaking words of wisdom
Let it be

And in my hour of darkness
She is standing right in front of me
Speaking words of wisdom
Let it be

Let it be, let it be
Let it be, let it be
Whisper words of wisdom
Let it be

And when all the broken hearted people
Living in the world agree
There will be an answer
Let it be

For though they may be parted there is
Still a chance that they will see
There will be an answer
Let it be

Let it be, let it be
Let it be, let it be
There will be an answer
Let it be

Let it be, let it be
Let it be, let it be
Whisper words of wisdom
Let it be

Let it be, let it be
Let it be, let it be
Whisper words of wisdom
Let it be

And when the night is cloudy
There is still a light that shines on me
Shine on until tomorrow
Let it be

I wake up to the sound of music
Mother Mary comes to me
Speaking words of wisdom
Let it be

Let it be, let it be
Let it be, let it be
There will be an answer
Let it be

Let it be, let it be
Let it be, let it be
There will be an answer
Let it be

Let it be, let it be
Let it be, let it be
Whisper words of wisdom
Let it be

Quelle: https://www.letras.com/the-beatles/95/


Es ist immer gut, wenn man schwierige Zeiten durchlebt, daß man Menschen an seiner Seite weiß, die einen nicht in Stich lassen, auch wenn 99,9 % Deiner Freunde und Bekannten dies tun - besonders, wenn es ganz dick kommt! Es gibt da das berühmte Sprichwort "Freunde - in der Not, gehen tausend auf ein Lot!" Es ist immer gut, wenn sich immer noch der eine oder die andere unter Freunden und Bekannten finden, um mit ihrer Lebensweisheit und ihrem Rat und ihrer Tat in ungewöhnlich schwierigen Zeiten, in welche man aufgrund seiner, z. B. politischen Meinung in die Zwickmühle oder unter die Räder gerät, Dir zu Seite stehen!

"Let it be" - laß es zu!

Auch wenn Menschen unterschiedlicher Meinung sind - welchen Nutzen hat es für eine der beiden Seiten, die andere Seite ändern zu wollen! Laßt andere Ansichten einfach zu - sie beruhen auf der unterschiedlichen Herkunft, der unterschiedlichen Lebenserfahrung, die den individuellen Charakter formte und den unterschiedlichen Interessen!

Whisper words of wisdom

Je weniger Tam-tam um die Meinung anderer Menschen gemacht wird, desto mehr schwächt man die Positionen des zu Kritisierenden! Das sollte manchen eine Lehre sein: schweigt über die Meinung Eurer scheinbaren Meinungsgegner und sie werden von der Öffentlichkeit weniger Beachtung finden!

Flüstert über sie im engsten Kreise - eine schlechte Lösung!

Verteilt Eure Gerüchte wie Federn im Winde - und sie werden Anhänger finden, mit der Zeit, weil alle, welche Gerüchte verbreiten, irgendwann verlassen und alleine dastehen, da sie es gewohnt sind über Alles und Jeden ihren Schmutz zu verbreiten!

Versucht lieber Menschen anderer Meinung zu verstehen und lernt sie aufgrund ihrer persönlichen Lebenserfahrung zu akzeptieren! Es gibt nichts was mehr entwaffnend wirken würde, als ein Lächeln, ein Handschlag in Freundschaft oder eine liebevolle, ernstgemeinte Umarmung!

Oder "let them be, like they are"

und geht Eure eigenen Wege!

Naturseele

29.01.2018 um 19:55 Uhr

Der Fischer und der Tourist - Gedanken über Heinrich Bölls Anekdote

Stimmung: gut
Musik: keine


Wer von Ihnen kann sich noch an seine Schulzeit zurückerinnern - viele von uns werden die "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral" von Heinrich Böll aus dem Deutschunterricht kennen!

Wollen wir das darin enthaltene Szenario einmal in den Hintergrund schieben und uns im Allgemeinen damit beschäftigen - mit was denn genau, so werden Sie jetzt fragen: mit dem Menschsein und der Menschlichkeit!

Heutzutage müssen sich Einzelpersonen - wie der Fischer in Bölls Werk - von schulmeisternden Gutmenschen - vergleiche den Touristen in Bölls Werk - unzutreffende oder unpassende Kritik gefallen lassen, ohne daß sich diese Gutmenschen vorher einmal den Mut herausnehmen, um sich über die Beweggründe des Kritisierten klar zu werden!

Wer sich ein Urteil über Menschen bilden will, der muß zuvor dazu bereit sein, sich eingehender mit der Zielperson zu beschäftigen, dies setzt Willen, Aufgeschlossenheit und Ehrlichkeit voraus - über den Weg mittels dümmlicher Polemik erreichen die Gutmenschen nur, daß die Larven vor ihren Gesichtern rissig werden und zu bröckeln beginnen!

Warum zählt nicht mehr das vor wenigen Jahrzehnten noch so hochgelobte "Laissez faire" - ich hörte davon zuletzt in meiner Berufsschulzeit - und die Achtung und Akzeptanz vor anderen Lebensläufen und -erfahrungen. Menschlichkeit führen die Gutmenschen nur so lange im Munde, so lange sie ihren eigenen Interessen dient!

Unterscheiden wir Menschlichkeit und Menschsein! Menschlichkeit zu fordern ist schön und gut, jedoch ein Mensch zu sein und andere so zu achten, wie sie ihr Leben formte hat die ehrenvollere Intention, das Menschsein, zur Grundlage!

Zurück zum gedanklichen Meer - damit wir uns nicht allzu weit vom Szenario des Fischers entfernen - zum Ozean des Lebens! Das Meer des Lebens und seine unterschiedlichen Strömungen, die aufgrund von familiären und nationalen Wurzeln, äußeren Einflüssen und der Herausbildung des Geistes, d. h. Wissensanhäufung durch eigenen Antrieb, herausgebildet werden, bilden unser Lebensumfeld!


"Was wir wissen ist ein Tropfen,

was wir nicht wissen, ist ein Ozean."

Sir Isaac Newton


Kritik sollte dann angebracht werden, wenn sie begründet und nützlich ist!

Den Gutmenschen biete ich - wie bereits schon öfter zuvor geschehen - einen friedvollen Dialog an, welcher sich auf Ehrlichkeit und Vertrauen begründet, um GEMEINSAMES und TRENNENDES zu erkennen, voneinander zu scheiden und über letzteres anhand von Argumenten einen Weg zu bahnen, der beide Seiten zu einem besseren Ziel führt! Und zwar nicht gegeneinander, sondern miteinander!

Laßt uns die Tropfen unserer individuellen Lebenserfahrung und unseres Wissens vereinen - je mehr wir Willens sind, ein gemeinsames Ziel ins Auge zu fassen - und dies nicht nur Sie und ich - sondern eine große, starke und weiter wachsende Gemeinschaft, desto schneller können wir aus dem vollen Ozean des Wissens und des Schaffens schöpfen!

Wasser ist flexibel und kann sich den Neuerungen des Wissens anpassen - daraus erkenne ich, daß der Geist Isaac Newtons ein Geist des Penta rhei war und ist! Political Correctness und Meinungsverbote wären nie in seinem Sinne gewesen!

Schönen Abend!

Naturseele