Doppelmoral
Seit Wochen weiß die Welt Bescheid, was mit den Hunden vor der EM passiert. Seit Wochen protestiert man dagegen. Was ich auch völlig in Ordnung finde .. Ich bin auch gegen dieses Abschlachten. Kein Grund jedoch (für mich) meiner Umwelt ein schlimmes Foto nach dem Anderen zu präsentieren, die mir das Elend verdeutlichen. Was soll das bei mir bewirken? ICH schlachte keine Hunde ab, weil ich es grausam finde. Und so handhabt es 100% meiner Freunde ebenfalls.
Soweit, so gut. Ich hab die 'Beiträge' im Fatzebuck weggeklickt, weil ich es nicht aushalte. Kennt von Euch noch Jemand *Rosengift* hier bei Blogigo? Wir sind im Fatzebuck befreundet und sie postete gestern einen Text, den ich fast 1:1 kopiert habe:
Uns geht dieses Geheuchel und die Doppelmoral einiger Leute dermaßen auf den Keks. Jedes verdammte, blutverschmierte Hundefoto wird gepostet und geteilt und sobald die EM läuft, sitzt man vorm TV und klatscht brav was das Zeug hält. Dann sind all die scheußlichen Dinge vergessen.
Dieses Posten machen die nur, um dazu zu gehören. Mit Ausnahme einer einzigen Person (die ich kenne) setzt sich keiner von denen für Tierschutz etc. ein. Und prompt kam der erste Kommentar, dass es doch um die EM ginge und nicht die WM (ich habe einen (!) Buchstabenfehler im Text!!!) ... meine Antwort: egal, es geht ums Prinzip .. schon springt die zweite Person an, dass man durch das Posten der Bilder Druck ausüben kann. Ich frage, wo das Druck ausübt (?) und bekomme auch von dieser Person keine Antwort mehr.
Genau die Art Reaktion habe ich erwartet. Es sind genau die Leute, die die Bilder teilen/posten. Ich mag die Leute sonst sehr gern, aber wehe dem, man spricht die Wahrheit aus ... Was auch immer. Mich nervt es! Mit Posten von grausamen Bildern bewirke ich maximal, dass ich die Beiträge derer nicht mehr lesen will ..

Seitdem ist mir der Tierschutz diesbezüglich völlig schnurz, das kannste wissen.
Wenn jemand seinen Hund einfach so aussetzt, sollte zwiefellos der Halter bestraft werden und das Tier in ein Heim kommen.
Wenn sich jedoch ausgesetzte Tiere unkontrolliert vermehren, wird daraus ein öffentliches Problem, das gelöst werden muss, bevor es solche Ausmaße annimmt. Wären die verwilderten Tiere zeitnah aufgesammelt worden, wäre diese Diskussion (und solche Bilder) gar nicht erst aufgekommen. Das ändert jedoch nichts daran, dass eine weitere Ausbreitung der Tiere zwingend verhindert werden muss. Sonst landen wir irgendwann bei indischen Verhältnissen.
Das Problem an der Sache ist nicht das wilde-Hunde-bekämpfen, sondern das 'wie' .. man hätte das humaner anpacken müssen, sprich: Tiere einfangen, Spitze tot. Niemand hätte sich aufgeregt. Aber wahrscheinlich isses die Mentalität der Leute dort .. die greifen dann eben zu solchen fiesen Methoden .. denk ich
Wobei... selbst unter Einsatz humanerer Methoden würden sich immer wieder notorische Nörgler finden, die auch noch daran etwas auszusetzen finden. Solcherart "Tierschützern" wünsche ich, dass sie einmal vergleichbare Erlebnisse haben, wie ich sie hatte.
Und sprang irgendwann einmal mit Highheelstiefel in einen Pool.
Schätzte sie immer, da sie oftmals eine andere Meinung hatte.
Zu der Doppelmoral.
Die Bilderverteilung wird nicht viel ändern. Du hast schon Recht, die etwas dagegen haben, sollten die Europameisterschaft boykottieren, nicht zu den Spielen hinfahren und ablehnen, dass davon Spiele hier im TV übertragen werden.
Wenn das genügend machen würden, dann könnten sie etwas erreichen, aber durch die reine Bildverteilung wohl eher weniger, wenn sie dann doch später wieder mit Deutschlandfahnen an den Autos herumfahren und die EM feiern.
Und zweitens stimme ich dir zu, man hätte dieses Problem wohl auf eine humanere Art lösen können. Aber den Fussballverband und den Ausrichtern der EM interessiert das wohl nicht sonderlich. Sie können sich recht sicher sein, wieder gefeiert zu werden, wenn die Spiele erst einmal in Gange sind.
Liebe Grüsse
Schlimm genug, dass es erst eine Fußballmeisterschaft braucht, ehe solche Probleme angegangen werden.
Wenn mna für oder gegen etwas ist, soll man einfach was tun und es nicht durch blöde Postings an die große Glocke hängen. Oder? Handeln ist doch das, worauf es ankommt...
Das ist genauso, wie ich keine Leute mag, die einen krampfhaft mit Worten von ihrer Religion überzeugen wollen. Sie sollen lieber Nächstenliebe leben, anstatt diese nur zu predigen - und wenn jemand dann für ein vorbildliches Leben aufgrund seiner Religion zu bewundern ist, ist das auch völlig okay und er wird auch die verdiente Bewunderung erfahren, auch von mir. Nicht jedoch für Worte!!!
Und indem man sich jetzt übertrumpft, wer das furchtbarste Bild postet, wird man auch nix ändern!