Olaf vs. Barack
Sehr geniale Rede von Herrn Schubert gefunden (Bezugnehmend auf den Dresden-Besuch):
Barack Obama besucht unseren barocken Jurtenhain. Das ist schön, denn
auch ich setze große Erwartungen in die Amtszeit von Barack Obama. Er
steht für den komplexesten Wandel unserer modernen Welt in den letzten
30 000 Jahren. Er wird das Klimaschutzprogramm von Kyoto
unterschreiben, er wird die Krankenversicherung einführen, Steuern
senken, er wird tiefgreifende Sozialreformen einleiten, er wird den
Kapitalismus und die Sklaverei abschaffen!
Er wird die Schwulenehe erlauben – auch für Heterosexuelle! –, Nord-
und Südkorea vereinigen, aber auch Ost- und Westkorea, er wird Elvis
Presley wiederbeleben, Tokio Hotel verbieten, Sachsen-Anhalt wieder
aufforsten, er wird in den Iran fliegen und kostenlos Gummibärchen
verteilen, er wird Finnisch als Amtssprache einführen, durch
Handauflegen die Polkappen neu vereisen, er kommt zu uns nach Hause und
hilft beim Aufräumen! Er wird schwarze und weiße Menschen vereinen – zu
grauen Menschen! Er wird in Texas kleine Plaste-Indianer aussetzen, er
wird Kranke heilen – und Gesunde!
Also kurz gesagt: Er wird alles machen, wofür ich keine Zeit hab’. Da
bin ich froh, dass mir endlich mal jemand was abnimmt. Ich kann mich
schließlich nicht um alles kümmern. Natürlich hätte ich Barack Obama
gerne bei mir zu Hause empfangen – leider habe ich aber einen wichtigen
Auftritt, den ich nicht verschieben möchte. Die Menschen dort warten
auf mich. Ich lasse Barack aber eine Liste mit explizit Dresdner
thematischen Sachverhaltsschwerpunkten (wie Waldschlößchenbrücke,
Kita-Plätze, Nebenstraßensanierung) zukommen, um die er sich dann
zeitnah kümmern wird. Insofern wird also auch in Dresden alles gut.
Übrigens wird Michelle Obama, wenn alles klar geht, zu Gast in der
nächsten Dresdner Stadtrundshow sein.
