Selbstaufgabe?
Wie viel Abschiedsschmerz erträgt man? Vor knapp 2 Jahren wurde mir langsam bewusst dass ich meine Familie verlieren würde. Meine Frau suchte sich jemand anders und ging.
Im letzten Jahr musste ich hinnehmen, dass mir "mein" Kind genommen wurde. Offiziell ist es zwar "nur" mein Stiefkind gewesen, aber für mich hat das nie einen Unterschied genommen. Die Mutter hat ihn gehen lassen, der Vater hat ihn gekauft, und ich war schnell vergessen. Aber darüber habe ich mich ja schon genug ausgelassen....
Mein großer Trost war, dass ich keinen meiner Hunde aufgeben musste. Ich arrangierte mich einigermaßen mit meiner Frau und wir lebten zusammen in einem Haus in 2 Wohnungen und versuchten gemeinsam uns um sie zu kümmern. Größtenteils klappte das auch.
In diesem Jahr dann die große kleine Versöhnung... da war sie wieder greifbar, meine Familie. Hat nicht lange gehalten. Ne reichere, schönere Frau hat mich schnell übertrumpft. Also... wieder die Frau weg, das Kind sowieso immer noch.
Ach ja, das Kind. Das hätte inzwischen Angst vor mir. Möchte nicht mit mir alleine im Haus sein. Meines Erachtens ist das wieder eine Ausrede, weil er seine Mutter nicht besuchen möchte, aber was ist schon wichtig was ich denke. Nach mir hat es gerufen wenn es Probleme hatte, nach mir hat es gerufen, wenn ihm was weh tat, nach mir hat es gerufen wenn es krank wurde.... und jetzt hätte es Angst vor mir? Die lügen sich allesamt gegenseitig schön ins Gesicht.
Jetzt will meine Frau jedenfalls ausziehen. Ich schränke sie ein. Diese Einschränkung sieht folgendermaßen aus:
- Ich böse Frau möchte sie mit ihrer Neuen nicht in meinen Garten sehen wenn ich zuhause bin. Ich lebe übrigens im EG, der Garten ist 1 m von meinem Küchen-, bzw. Wohnzimmerfenster entfernt. Die besagte Neue ist die, die mir eine Freundschaft vorspielte, und hintenrum meine Frau angegrabt hatte. Egal.... Wie kann ich das nur von ihr verlangen?
- Außerdem würde ich gerne um 23 Uhr im Bett sein, wenn ich um 5 Uhr morgens aufstehen muss um nach 1,5 Stunden Gassigehen noch 100 km in die Arbeit zu fahren. Sie müsste übrigens nicht zu dieser Uhrzeit da sein, allerdings sperre ich halt meine Wohungstür zu, so dass die Hunde bei mir schlafen und sie sie am nächsten Morgen erst zu sich holen kann. Nicht dass sie sie vermisst, nönö, sie würde nur gerne länger schlafen, und lässt die Hunde dann bei sich im Bett schlafen, damit die länger Ruhe geben.
- Dann erwarte ich auch noch, dass sie ihre eigene Küche benutzt und nicht meine wenn sie irgendwelche Grillfeten während meiner Abwesenheit schmeisst. Ist es wirklich so unmöglich wenn ich darauf bestehe dass sie ihren Dreck in ihrer eigenen Küche beseitigt. Die Küche ist sowieo nur offen, weil meine Hunde schlichtweg lieber in meinem Gang und meiner Küche liegen.
Mit solchen Sachen schränke ich sie also ein.... und jetzt will sie mir 2 Hunde wegnehmen. Diese....... ich enthalte mich jetzt mal allen Ausdrücken, weil die in keinster Weise nett sind. Vor 3 Monaten hatte sie mir noch versprochen dass sie mir alle Hunde da lässt wenn sie wieder wegen einer anderen Frau geht. Und jetzt? Jetzt behauptet sie steif und fest dass es ja nicht wegen einer anderen Frau wäre? Dieses verlogene Teil..... Ich könnte wirklich kotzten vor Enttäuschung und Schmerz.
Ich habe schon alles verloren... ich weiß nicht ob ich den Verlust von 2 meiner Lieblingen auch noch ertrage. Mir ist schon klar, dass viele das nicht verstehen, also bitte keine Kommentare von wegen das sind doch nur Tiere. Richtige Hundemenschen werden mich verstehen.......
