Sternentanz

24.08.2008 um 08:22 Uhr

Ausgeruht

von: Nimien   Kategorie: Seelenspiegel

Stimmung: Noch etwas verschlafen

 (c) Maren Beßler/pixelio.de

Um den traurigen Eintrag vom letzten Mal nicht länger unkommentiert stehen zu lassen, nutze ich die Gelegenheit für ein kleines Lebenszeichen. Heute um sieben ist nämlich das Bett unter uns zusammengebrochen, während wir beide noch geschlafen haben (nicht etwa, was ihr denkt!). Das Lattenrost ist einfach nach unten durchgerutscht, und als wir es wieder an seinen alten Platz zurückhieven wollten, mussten wir feststellen, dass die Aufhängung des Bettrahmens leider das Zeitliche gesegnet hat. Will heißen: Wir brauchen ein neues Bett. Nun passt das einerseits zu meinem lang gehegten Plan, das Schlafzimmer umzugestalten und insbesondere ein breiteres Bett anzuschaffen. Andererseits hatten wir uns erst kürzlich darauf geeinigt, die Umgestaltung aus Kostengründen nur schrittweise vorzunehmen und uns zunächst auf mehr Schrankraum zu konzentrieren. Das Bett sollte erst einmal bleiben, wo es ist. Ich habe nämlich gerade erst vor zwei Jahren eine neue Matratze samt Lattenrost angeschafft und möchte nicht schon wieder Geld dafür ausgeben. Von daher spiele ich mit dem Gedanken, mir jetzt einfach als Übergangslösung ein Billig-Bettgestell von Ikea zu besorgen und alles weitere zu vertagen. Allerdings müssen wir erst noch überprüfen, ob der Lattenrost unter diesem Sturz nicht ebenfalls gelitten hat.

Abgesehen von meiner akuten Bettlosigkeit geht es mir aber wunderbar. Seit zehn Tagen habe ich Urlaub und genieße ihn in vollen Zügen. Es ist so zauberhaft, keine Termine und Verpflichtungen im Kopf haben zu müssen, sondern einfach in den Tag hinein leben zu können. Nichts entspannt mich mehr, als einfach meinem natürlichen Rhythmus und meinen spontanen Impulsen zu folgen. Schon in den letzten beiden Wochen vor meinem Urlaub war die Aussicht darauf heilsam für mich. Ich schlafe ausgezeichnet, mein Liebster und ich gehen dreimal die Woche zum Laufen bzw. Walken, und am Freitag waren wir sehr fleißig bei der Gartenarbeit. Wir haben mit der tatkräftigen Unterstützung meiner Eltern ein neues Blumenbeet angelegt. Bei meinem steinigen Boden ist das jedes Mal die reinste Knochenarbeit. Doch nun wartet die fein gesiebte Erde darauf, in aller Seelenruhe bepflanzt zu werden. Zwischendurch gehen wir spazieren oder bummeln durch die Stadt, sehen uns Filme an (Geheimtipp: "Once"), reden und tauchen ein in wohlig warme Zweisamkeit. Die Arbeit fehlt mir überhaupt nicht, und wenn es nach mir ginge, könnte dieser Zustand noch gute zwei Monate anhalten. Ganz so lang wird es leider nicht werden, aber die Hälfte meines Urlaubs habe ich immer noch vor mir. Schööööön!