Happy Birthday, kleines Blog!
Musik: Barbra Streisand - The Way We Were
(c) Almut Bieber/pixelio
Heute auf die Minute genau vor fünf Jahren fing alles an. Damals wagte ich den Schritt in die Öffentlichkeit, hinaus aus den Seiten meines Tagebuchs und munter hinein ins Web 2.0. Mein Garten war damals noch leer und kahl und meine Wohnung erholte sich gerade von einem deftigen Wasserschaden. Ich schwelgte in einer zarten Liebesgeschichte, die, wie ich schon damals wusste, nicht von Dauer sein würde und mir dennoch unendlich kostbar war. Auch der Mann, den ich heute liebe, begleitete schon meinen Weg, obwohl ich nicht im Geringsten ahnte, dass aus uns beiden eines Tages ein Liebespaar werden sollte. Anfangs dümpelte mein Blog noch weitgehend unbeachtet im Blogigo-Einheitsbrei umher, doch wie so oft befeuerte ab Herbst 2005 der unvermeidliche Liebeskummer das allgemeine Leserinteresse. In dieser Zeit begann ich oft und regelmäßig zu bloggen. Wie schon für viele andere hier wurde das Bloggen für mich zu einem wichtigen Heilmittel, um meinen Kummer zu bewältigen.
Im September 2005 kam es auch zur ersten persönlichen Begegnung zwischen mir und meinem Liebsten - wobei ich noch immer nicht den leisesten Schimmer hatte, dass mir soeben der Mann meines Lebens über den Weg gelaufen war. Parallel zu meinem Liebeskummer hatte ich in diesen Monaten auch mit meiner Doktorarbeit zu kämpfen, die ich noch im gleichen Jahr über die Bühne bringen wollte. Und im Oktober 2005 verewigte sich Constanze in meinem Gästebuch. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! Damals kommentierte sogar mein Schatz noch auf meinem Blog. Kein Wunder, bahnte sich doch in den letzten Monaten des Jahres 2005 unsere Liebe ihren Weg, die schließlich zur Jahreswende 2005/2006 nach einem ersten Wiedersehen ihre Erfüllung fand. Die Erfahrungen der vergangenen Wochen fasste ich einige Tage später in einem wunderschönen Märchen zusammen und entdeckte Parallelen zu bereits existierenden Geschichten.
Mit dem Bestehen meiner Doktorprüfung fiel im Februar eine zentnerschwere Last von mir ab. Danach war ich endlich wieder frei, mich mit Dingen zu beschäftigen, die mich wirklich interessierten, zum Beispiel mit Matriarchatsforschung, Büchern, beglückenden Begegnungen, albernen Spielereien und immer wieder mit der Liebe. Mit einer umfassenden Analyse meiner Liebeserfahrung ging schließlich mein erstes Jahr als Bloggerin zur Neige.
Zur Feier des Tages habe ich alle Bilder der Einträge bis April 2006 repariert und wiederhergestellt, damit auch jene, die vielleicht erst später dazugestoßen sind, sind noch einen Eindruck von jenen Tagen verschaffen können. (Die kleine Linksammlung wird unter Umständen fortgesetzt.)
