Sternentanz

07.04.2010 um 10:25 Uhr

Happy Birthday, kleines Blog!

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Musik: Barbra Streisand - The Way We Were

 (c) Almut Bieber/pixelio

Heute auf die Minute genau vor fünf Jahren fing alles an. Damals wagte ich den Schritt in die Öffentlichkeit, hinaus aus den Seiten meines Tagebuchs und munter hinein ins Web 2.0. Mein Garten war damals noch leer und kahl und meine Wohnung erholte sich gerade von einem deftigen Wasserschaden. Ich schwelgte in einer zarten Liebesgeschichte, die, wie ich schon damals wusste, nicht von Dauer sein würde und mir dennoch unendlich kostbar war. Auch der Mann, den ich heute liebe, begleitete schon meinen Weg, obwohl ich nicht im Geringsten ahnte, dass aus uns beiden eines Tages ein Liebespaar werden sollte. Anfangs dümpelte mein Blog noch weitgehend unbeachtet im Blogigo-Einheitsbrei umher, doch wie so oft befeuerte ab Herbst 2005 der unvermeidliche Liebeskummer das allgemeine Leserinteresse. In dieser Zeit begann ich oft und regelmäßig zu bloggen. Wie schon für viele andere hier wurde das Bloggen für mich zu einem wichtigen Heilmittel, um meinen Kummer zu bewältigen. 

Im September 2005 kam es auch zur ersten persönlichen Begegnung zwischen mir und meinem Liebsten - wobei ich noch immer nicht den leisesten Schimmer hatte, dass mir soeben der Mann meines Lebens über den Weg gelaufen war. Parallel zu meinem Liebeskummer hatte ich in diesen Monaten auch mit meiner Doktorarbeit zu kämpfen, die ich noch im gleichen Jahr über die Bühne bringen wollte. Und im Oktober 2005 verewigte sich Constanze in meinem Gästebuch. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! Damals kommentierte sogar mein Schatz noch auf meinem Blog. Kein Wunder, bahnte sich doch in den letzten Monaten des Jahres 2005 unsere Liebe ihren Weg, die schließlich zur Jahreswende 2005/2006 nach einem ersten Wiedersehen ihre Erfüllung fand. Die Erfahrungen der vergangenen Wochen fasste ich einige Tage später in einem wunderschönen Märchen zusammen und entdeckte Parallelen zu bereits existierenden Geschichten. 

Mit dem Bestehen meiner Doktorprüfung fiel im Februar eine zentnerschwere Last von mir ab. Danach war ich endlich wieder frei, mich mit Dingen zu beschäftigen, die mich wirklich interessierten, zum Beispiel mit Matriarchatsforschung, Büchern, beglückenden Begegnungen, albernen Spielereien und immer wieder mit der Liebe. Mit einer umfassenden Analyse meiner Liebeserfahrung ging schließlich mein erstes Jahr als Bloggerin zur Neige.    

Zur Feier des Tages habe ich alle Bilder der Einträge bis April 2006 repariert und wiederhergestellt, damit auch jene, die vielleicht erst später dazugestoßen sind, sind noch einen Eindruck von jenen Tagen verschaffen können. (Die kleine Linksammlung wird unter Umständen fortgesetzt.)

06.04.2010 um 01:06 Uhr

Außenansicht und Innenansicht

von: Nimien   Kategorie: Seelenspiegel

Stimmung: Glutäugig
Musik: Leonard Cohen - Hey, That's No Way To Say Goodbye

 (c) Gerhard Fraßa/pixelio

Es ist erstaunlich, wie sehr Außenansicht und Innenansicht manchmal auseinanderklaffen. Heute las ich in einem anderen Blog einen Beitrag, in dem es um mich ging. Eine Frau zeichnete nach, was sie hier gelesen hatte. Und das Bild, das sie zeichnete, war vollkommen anders als das, welches ich von meiner Situation habe. Mir ist klar, weshalb sie es so sieht. Ich kann verstehen, dass jemand, der sich rein auf die Informationen in diesem Blog stützt, zu einer derartigen Einschätzung der Sachlage kommen kann. Das Problem dabei ist, dass ich hier stets nur einen Bruchteil der Informationen darlege, die zu dieser Konstellation gehören. Ich ergehe mich in Andeutungen und rudimentären Skizzen, deren Lücken sich mit den wildesten Phantasien füllen lassen. Das macht es unwissenden Beobachtern schwer, das gesamte Bild zu erfassen. Natürlich habe auch ich meine blinden Flecke und sehe manche Dinge vielleicht nicht so klar, wie ich es sollte. Aber soweit kann ich meiner Intuition und Menschenkenntnis schon vertrauen, dass ich nicht gänzlich im Dunkeln tappe.

03.04.2010 um 19:53 Uhr

Genesungsgedanken

von: Nimien   Kategorie: Heilsames

Stimmung: Sehnsüchtig
Musik: Loreena McKennit - Full Circle


(c) Ingo Anstötz/pixelio

Meinem Rücken geht es besser. Viel besser. Handstandüberschlag kann ich noch nicht machen, aber für ein wenig Gartenarbeit hat es heute immerhin schon gereicht. Dafür ist mein Liebster jetzt krank. So gesehen ist es vielleicht gar nicht so tragisch, dass aus unserem ursprünglich anvisierten Ostertreffen nichts geworden ist. Zumindest versuche ich mir das einzureden. Denn in Wahrheit vermisse ich ihn natürlich ganz schrecklich. Zum Glück beflügelt mich die Aussicht, dass wir unser Wiedersehen in ein paar Tagen nachholen werden.

02.04.2010 um 09:01 Uhr

Grober Schnitzer

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Sonnensehnsüchtig und rückensteif
Musik: Michael Bublé - I'm Your Man

 (c) sparkie/pixelio

Ich habe meine Geschichte bestimmt schon 47-mal Korrektur gelesen, und trotzdem ist mir erst gestern ein gewaltiger Schnitzer in der Handlung aufgefallen, über den ich wirklich schon früher hätte stolpern müssen. Aber selbst meine beiden Lektorinnen haben ihn nicht bemerkt, und vielleicht ist er ja doch nicht so offensichtlich, wie er mir vorkommt. Aber seit mir die Unachtsamkeit aufgefallen ist, kann ich meinen Blick nicht mehr davon wenden. Und nun zerbreche ich mir den Kopf, wie ich sie am elegantesten ausbügeln kann. Zwei Alternativen stehen zur Debatte: Tausche ich lediglich ein paar Begrifflichkeiten, muss ich mir über weitere Änderungen keine Gedanken machen, lasse mir aber damit eine interessante dramaturgische Zuspitzung entgehen. Falls ich die Idee jedoch aufgreife, muss ich sie auch in die bestehende Handlung einflechten, und das erweist sich gerade als ausgesprochen schwierig.

01.04.2010 um 13:37 Uhr

Stein vom Herzen

von: Nimien   Kategorie: Liebeszauber

Stimmung: Erlöst, erleichtert, glücklich
Musik: Madeleine Peyroux - This Is Heaven To Me

 (c) chaosbadgirl/pixelio

Eines der größten Wunder unserer Liebe ist der Umstand, dass wir es jedes Mal wieder schaffen, auch den verzwicktesten Knoten, den bittersten Streit, die düsterste Krise aufzulösen und in liebevolle Heiterkeit zu verwandeln. Am Ende ist dann alles wieder frei und leicht. Mir fällt ein Stein vom Herzen.