Sternentanz

16.01.2010 um 23:46 Uhr

Eine Sonate für zwei Liebende

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Inspiriert
Musik: Loreena McKennit - Lullaby

Jahrelang habe ich darüber nachgedacht, ein populärwissenschaftliches Fachbuch zu schreiben, einen praktischen Ratgeber oder einen Leitfaden zur Selbsterfahrung, bezogen auf das Fachgebiet, in dem ich seit vielen Jahren tätig bin. Und nun, da die Muse mich so plötzlich und unerwartet geküsst hat, wird es plötzlich ein Roman oder vielleicht eher eine Novelle, in jedem Fall eine rauschende, erotische Liebesgeschichte. Es ist kein Text, den ich je veröffentlichen könnte. Dazu ist er viel zu persönlich, viel zu privat, viel zu stark inspiriert von den Erlebnissen mit meinem Liebsten und streckenweise wohl auch zu explizit. Nichtsdestotrotz ist es eine helle Freude, diese Geschichte zu schreiben. Während ich mich am roten Faden entlanghangele, webe ich einen dichten Teppich aus Worten, lasse ungeahnte Muster entstehen und staune mitunter selbst über die Szenen, die sich dabei entfalten. Über hundert Seiten und mehr als 60.000 Wörter umfasst meine Erzählung schon und ich bin bei weitem noch nicht am Ende. Seit Wochen schreibe ich. Wenn ich aus der Arbeit komme, setze ich mich an den Computer und beginne zu tippen und ich höre nicht wieder damit auf, bis ich spätnachts todmüde und glücklich ins Bett falle. Es ist, als wäre ich verliebt - genauso sprühend und sprudelnd und manisch wie in der Zeit der ersten Liebe. Hach, schön!

They say if you love someone
Then set them free
If they come back again
Then in the end
It was meant to be.

~ Some Good Things Never Last

Wortwolke by www.wordle.net

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenAquarius schreibt am 18.01.2010 um 00:45 Uhr:Schade eigentlich, dass wir davon nichts zu lesen bekommen....schade. Aber verständlich, irgendwie.
  2. zitierenNimien schreibt am 19.01.2010 um 04:56 Uhr:Ach, ich weiß gar nicht, ob die Geschichte überhaupt den allgemeinen Geschmack treffen würde. Gerade weil sie so individuell und persönlich ist, mag sie für ein Publikum, das mit den Details und Hintergründen nicht vertraut ist, gar nicht so interessant sein.
  3. zitierenAquarius schreibt am 19.01.2010 um 06:29 Uhr:Das ist natürlich auch wieder wahr

Diesen Eintrag kommentieren