Raum schaffen
Stimmung: Motiviert
Musik: Barbra Streisand - Papa, Can You Hear Me?
Der November naht. Durch das goldene Leuchten vor meinem Fenster schimmert schon die Kargheit des Winters. Die Zeit des lodernden Abschieds ist bald vorbei. Wegen der Zeitumstellung musste ich mich an diesem Wochenende schon von den hellen Abenden verabschieden, denn von nun an wird es dunkel sein, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Gibt es eine bessere Zeit, um sich von altem Ballast zu trennen und gründlich zu entrümpeln? Zwei Jahre wohne ich nun schon hier und in all den Monaten hat sich allerlei Zeug angesammelt. Da ich zwar gerne schöne Dinge um mich habe, aber dennoch meine Freiräume liebe, habe ich beschlossen, in den kommenden Wochen nach und nach die gesamte Wohnung aufzuräumen und auszumisten. Ich habe mir kürzlich sogar schon das passende Buch für dieses Vorhaben zugelegt: "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" von Karen Kingston. Im ersten Kapitel definiert die Autorin, was sie als Gerümpel bezeichnet:
- Dinge, die man nicht gebraucht oder nicht liebt
- Dinge, die unordentlich oder schlecht organisiert sind
- Zu viele Dinge auf zu engem Raum
- Alles, was nicht zu Ende gebracht wurde
Ich konnte zu jedem einzelnen dieser Punkte nur aus tiefstem Herzen nicken und werde mich nun also daran machen, jede Schublade und jeden Schrank nach diesem Prinzip zu durchforsten. Es ist nicht das erste Mal, das ich das mache. Von Zeit zu Zeit befällt mich die Entrümpelungswut, doch in diesem Jahr spüre ich sie ganz besonders stark. Ich will noch gründlicher vorgehen als sonst und mich von einer ganzen Reihe Dinge trennen. Unklar bin ich mir im Moment noch darüber, was mit den Dingen geschehen soll, die ich nicht mehr brauche oder nicht mehr haben möchte. Sie alle einfach auf den Müll zu werfen, widerstrebt mir - schon aus Gründen der Nachhaltigkeit. Also werde ich mich mal schlau machen, welche Möglichkeiten es gibt, sie anderweitig zu verwerten.
Begonnen habe ich heute mit meinem Hausaltar. Ich habe ihn vollständig frei geräumt, geputzt und dann bei jedem einzelnen Stück überlegt, ob ich es wirklich wieder zurückstellen möchte. Eine ganze Reihe von Dingen haben sich dabei als Relikte einer Vergangenheit erwiesen, an die ich mich gar nicht mehr richtig erinnern kann. Falls sie nicht spontan mein Herz berührten, auch ohne dass ich noch wusste, wie und warum sie damals zu mir kamen, habe ich sie aussortiert. Da die meisten dieser Dinge aber aus der Natur stammen, ist es leicht zu entscheiden, was mit ihnen geschehen soll: Ich werde sie einfach wieder dorthin zurückbringen. Es ist ein wirklich schönes Gefühl, vor meinem gereinigten und erneuerten Altar zu stehen. Es passt zu den vielfältigen Impulsen, die ich in letzter Zeit gespürt habe, denn auf einmal ist da wieder ganz viel Raum für neue Erfahrungen. Schön ist das!

Das klingt gut. Nach dem Gesichtspunkt möchte ich auch mal aussortieren.
Auf meinem Altar gibt es auch viele Dinge aus der Natur, von denen ich nicht mehr weiss, bei welcher Gelegenheit ich sie mitgenommen habe und bei manchen bleibt die Erinnerung immer ...
Einen lieben Sonntagabendgruß in dein Herz
Constanze