Sternentanz

25.03.2010 um 07:16 Uhr

Den Tag begrüßen

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Heiter
Musik: Meine Schwester - Colours Of The Wind

 (c) Jens Bredehorn/pixelio

Eben war ich eine halbe Stunde walken auf meiner gewohnten Runde durch den Ostpark. Der Gesang der Vögel, die Morgensonne und das Glitzern des Hachinger Baches begleiteten mich auf meinem Weg. Die Rabatten vor dem Michaeligarten sind schon sauber geräumt. Hie und da spitzen die ersten Krokusse und Stiefmütterchen aus der grauen Erde. Eine duftende Tasse Tee, ein ayurvedisches Müdli, ein warmes Schaumbad und die neue EMMA werden mich nun weiter in den Tag hinein begleiten. Der Frühling ist doch etwas Wunderbares!

26.05.2009 um 22:00 Uhr

Flaute

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Zufrieden
Musik: Amy MacDonald - This Is The Life

 (c) Axel Wolkowski/pixelio

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen lieben Leserinnen und Lesern mal in aller Förmlichkeit dafür entschuldigen, dass mein Blog in letzter Zeit deutlich an Spannung verloren hat. Du meine Güte, wenn ich da an meine Anfänge denke! Ein emotionaler Aufruhr jagte den nächsten und der Fortgang meiner Liebesgeschichte gestaltete sich mehr als ungewiss. Mittlerweile verläuft mein Leben in ruhigen, geordneten Bahnen, und da ich von größeren Schicksalsschlägen verschont geblieben bin und über manche Details meines Lebens auch nicht so ausführlich bloggen möchte, fallen meine Beiträge in letzter Zeit bisweilen recht einfallslos und allzu behäbig aus. "Mir geht's gut, mir geht's prima, viel zu tun, blablabla ... alles in Butter!" Daraus lassen sich wahrlich keine Dramen stricken.

Nicht dass ich mich beklagen möchte. Ich genieße mein Leben in vollen Zügen und bin sehr dankbar für alles, was mir widerfährt. Aber ein derart hübsches, glückliches Dasein ist nicht gerade der Stoff, aus dem Romane sind. Gewiss, mit ein wenig literarischem Ehrgeiz ließen sich bestimmt trotzdem Themen finden, die ich meinem geschätzten Publikum schmackhaft machen könnte. Aber dazu bin ich leider anderweitig zu sehr ausgelastet. Mir bleibt also nur zu hoffen, dass diese ruhige Fahrt über spiegelglatte See euch nicht etwa veranlasst, zu stürmischeren Gewässern aufzubrechen, sondern dazu einlädt, es euch auf dem Sonnendeck gemütlich zu machen und die Beine baumeln zu lassen.

06.01.2009 um 10:21 Uhr

Raunachterinnerungen

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Feiertäglich
Musik: Mary Black - Columbus


(c) nafas/pixelio.de

Nach sehr schönen und geruhsamen Weihnachtsfeiertagen im Kreise meiner Lieben, die es mir endlich einmal wieder erlaubten, mich ausgiebig dem Schreiben zu widmen, kehrte ich am 29. Dezember in den beruflichen Alltag zurück und musste auch gleich die eine oder andere Krise bewältigen, die während meiner Abwesenheit entstanden war. Silvester feierte ich mit meiner Schwester - ein überaus vergnüglicher Jahreswechsel mit leckerem Essen, Bowle, der dritten Staffel von "Robin of Sherwood", Orakelbefragungen, Wunderkerzen und einem erstaunlichen Feuerwerk um Mitternacht. Das vergangene Wochenende gehörte meinen Freundinnen. Am Samstag traf ich mich zu einem ausgiebigen Teeplausch mit meiner lieben C. und am Sonntag erhielt ich ganz spontan Besuch von F., die mal wieder auf Stippvisite in München war. Und dazwischen schrieb ich Raunachtbriefe und nahm mir Zeit, das vergangene Jahr zu bilanzieren und Wünsche für das neue zu formulieren. Die Tage und Nächte zwischen den Jahren sind diesmal unheimlich schnell verflogen und vielleicht ist das symptomatisch für das gesamte letzte Jahr. Ob es mir wohl gelingen wird, mein Tempo im kommenden zu verlangsamen? Ich habe festgestellt, dass ich einige Bereiche meines Lebens schmerzlich vernachlässigt habe, und würde meinen Alltag gerne wieder ausgewogener gestalten. Dennoch war es ein beglückendes und befriedigendes Jahr, das ich dankbar verabschiede. Den kommenden Monaten sehe ich mit großer Erwartung entgegen, denn sie halten einige einschneidende Ereignisse für mich bereit.

Euch allen ein wunderschönes, glückliches und erfülltes Jahr 2009!

21.12.2006 um 23:16 Uhr

Ich arbeite zu viel...

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Ruhebedürftig
Musik: Barbra Streisand - Some Enchanted Evening

... und schlafe zu wenig. Seit ich beschlossen habe, meine freiberuflichen Aktivitäten herunterzuschrauben, rennen die Klientinnen mir förmlich die Bude ein. Diese Woche hatte ich nicht nur einen, auch nicht zwei, sondern sogar drei Praxistermine - neben meiner regulären Vollzeittätigkeit, wohlgemerkt. Die Sache mit dem Nein-Sagen muss ich wohl noch ein wenig üben. Aber wenn alles gut geht, laufen zwei der drei Therapien im Januar aus. Dann habe ich endlich wieder Luft und muss mich nicht ständig wundern, wo eigentlich meine Woche geblieben ist. Immerhin schaffe ich es, meinem 3000-Schritte-Programm auf den Fersen zu bleiben. Gestern bin ich zu Fuß von der U-Bahn-Haltestelle Giselastraße bis zum Max-Weber-Platz gelaufen - mitten durch den Englischen Garten und ein Stück an der Isar entlang, die im Abendschein silbrig schimmernd unter mir lag. Und morgens steige ich gewissenhaft eine U-Bahn-Station eher ein bzw. aus. Ich lese "Lust" von Elfriede Jelinek, die Jubiläumsausgabe der "EMMA" und "Mutter Natur" von Sarah Blaffer Hrdy und stricke eifrig an einem Weihnachtsgeschenk für meine Schwester. (Keine Sorge: Es wird auf jeden Fall rechtzeitig fertig.) Dazwischen telefoniere ich mit meinem Liebsten und zähle die Tage, bis wir uns wiedersehen. Zum Glück reicht dazu mittlerweile eine Hand bald aus. Jede Art von Weihnachtsdeko muss man in meiner Wohnung mit der Lupe suchen und dem Geschenketerror habe ich mich schon vor Jahren verweigert. Allerdings hat meine hinterlistige Schwester das Schenken im letzten Jahr ohne Absprache wieder eingeführt, so dass ich mich dann doch dazu habe hinreißen lassen, ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Und vielleicht schaffe ich es am Samstag ja sogar, meiner Wohnung noch einen Hauch von Rauhnachtzauber zu verleihen, ehe ich Heilig Abend zu meinen Eltern fahre.

12.12.2006 um 20:18 Uhr

Impressionen

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Müde
Musik: Nancy Lamott - Surrey With The Fringe On Top

Der erste Raureif am Morgen. Die Wiesen klirrend weiß. Klare, kalte Luft. Die U-Bahn-Linie, mit der ich bisher jeden Morgen zur Arbeit gefahren bin, gibt es nicht mehr. Das begriff ich aber erst, nachdem ich schon fünfzehn Minuten lang umsonst gewartet habe. Ein entspannter und dennoch befriedigender Arbeitstag, der mir sogar Zeit ließ, die "Süddeutsche" zu studieren: Milton Friedman durfte im Auftrag Pinochets in Chile den Neoliberalismus proben - und hinterließ eine der ungleichsten Wohlstandsverteilungen der Erde. Und der Diktator starb, ohne je für seine Bluttaten zur Verantwortung gezogen worden zu sein. Unsere Weihnachtsfeier am Abend geriet zur mühseligen Pflichtveranstaltung. In Anbetracht der Tatsache, dass unser geselliges Beisammensein nur allzu sehr einer gewöhnlichen Teamsitzung ähnelte, hätte ich mir vielleicht Überstunden aufschreiben sollen. Des Nachts suchten mich beunruhigende Träume heim. Ansonsten: Sehnsucht.

16.11.2006 um 21:56 Uhr

Bunter Tag

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Müde
Musik: Melissa Manchester - Midnight Blue

Mein Tag beginnt mit einem Hausbesuch unserer Familienfriseurin, die meiner Frisur neuen Schwung verleiht, und einem ausgiebigen und sehr gemütlichen Frühstück mit meiner Mutter. Auf der Zugfahrt nach München schmökere ich in Isabel Allendes Roman "Zorro" und wische mir verstohlen ein paar Tränen aus den Augen. Als ich nur wenig später aus der U-Bahn auftauche, überrascht mich die Sonne mit wohliger Wärme. Überschäumende Heiterkeitsausbrüche begleiten das Mittagessen der Mitarbeiterinnen und zur Teambesprechung gibt es Apfelkuchen. DHL findet auf einmal unsere Adresse nicht mehr, obwohl ich schon x-mal bei amazon damit bestellt habe. Am Nachmittag nehme ich an einem Elterngespräch teil und erlebe mit, auf welch subtile und dennoch unerbittliche Art ein Vater seine Tochter unter Druck setzen kann, ohne für therapeutische Rückmeldungen zugänglich zu sein. Eine Abendsitzung in der Frauenpraxis bringt mich zum Glück auf andere Gedanken. Daheim überrascht mich mein Liebster mit einem unerwarteten Anruf und bringt mein Herz zum Glühen und meinen schnaubenden Geist zum Lachen. Später freue ich mich noch über die Mail einer lieben Freundin. Und jetzt bin ich rechtschaffen müde und gehe ins Bett. Gute Nacht!

15.07.2006 um 23:51 Uhr

Juli-Impressionen

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Heiter und erfüllt

Ein trotz seiner Schlichtheit reicher und bunter Tag. Müsli mit Joghurt und Obst zum Frühstück. Schreibarbeiten, die meine Liste der noch zu erledigenden Dinge deutlich schrumpfen lassen. Ein Telefonat mit meiner Mutter. Briefe an Menschen, die ich mag. Heitere Wortwechsel mit meiner Schwester. Die Musik von Loreena McKennit. Mittags ein indonesisches Reisgericht mit Ananas. Im Briefkasten die Buchungsbestätigung für unseren Wellness-Urlaub. Mein Rechen, der behutsam den goldenen Regen der Lindenblüten einsammelt. Frisches Wasser für meine Blumen. Das Licht der Abendsonne auf den Wipfeln der Bäume. Ein telefonischer Flirt mit meinem Liebsten. Die seltsame Leere, die zurückbleibt, als ich wieder mit mir allein bin. Mein Füllfederhalter, der zärtlich über das Papier tanzt. Yoga-Übungen, die meinen Körper wach und lebendig machen. Der leise Rhythmus meines Atems. Von fern die Klänge des Soundtracks von "Die Rückkehr des Königs". Lächelnde Erinnerungen an vergangene Tage. Ich fühle mich rundum wohl und mit mir in Einklang. Gute Nacht!

18.06.2006 um 22:02 Uhr

Fülle und Vielfalt

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Voller Dankbarkeit
Musik: Die Geräusche einer warmen Sommernacht

So viele Erlebnisse, Gefühle und Begegnungen in den letzten Tagen! Kunterbunt und vielfältig. Vertraute Nähe ohne große Worte. Menschenmengen, Stimmengewirr, Lärm, Musik und Getöse. Dazwischen Momente der Stille, nebelzart und verwunschen. Warme Sommernächte, die meine Seele jauchzen lassen. Eine große Stadt an der Isar und eine kleine am Inn - beide auf ihre Weise bezaubernd schön. Mein Herz voller Liebe. Die Stimmen alter und neuer Freunde, jede für sich eingehüllt in ein einzigartiges Gewebe aus Erfahrungen, Erlebnissen und Gefühlen. Andernorts Unfrieden zwischen Menschen, die mir nicht weniger nah sind. Tränen, Schmerz und böse Worte. Schier unentwirrbare Knoten. Zuhören und mitfühlen, ohne irgendetwas lösen zu können. Zärtliche Gespräche mit meinem Liebsten. Behutsame Pläne für ein Wiedersehen in naher Zukunft - und damit verbunden die freudige Aussicht auf eine lange Zeit der Nähe. Liegengebliebene Pflichten. Ein Abschiedsbrief, frei von Zorn und Groll. Manche Dinge liegen nicht in meiner Hand. Kühle Dunkelheit streichelt meine Haut, flüstert mir ins Ohr und weckt samtweiche Erinnerungen. Danke!

09.06.2006 um 20:45 Uhr

War da was?

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Ich habe meinen Liebsten an der Strippe

"Ich werde diese WM weiträumig umgehen", verkündete ich gestern im Brustton der Überzeugung. "Das dürfte dir in München schwer fallen", orakelte mein Liebster. Was soll ich sagen? Er hat Recht behalten. Zumindest in der U-Bahn kam ich heute an Fahnen und Fangesängen nicht vorbei. Aber dann: Als ich um kurz nach sechs heimkam, erwartete mich das Paradies. Über den Gärten lag ein unsäglicher Frieden. Keine Menschenseele war zu sehen, die Luft war erfüllt von himmlischer Ruhe - gut, wenn man einmal von den gelegentlichen Urschreien absah, die hie und da aus den Fenstern drangen. Es ist wirklich nicht nötig, sich die Spiele persönlich anzuschauen. Man muss nur die Uuhs und Aahs zusammenzählen, schon hat man den aktuellen Spielstand. Und während Deutschland Costa Rica mit 4:2 besiegte, schnitt ich in aller Seelenruhe meine Margeriten, goss meine Fuchsien und entfernte die Larven des Lilienhähnchens von meinen Lilien. Kein Nachbarntratsch, kein Rasenmäher, kein Zigarettenrauch und kein Grillgeruch störten meine selbstgewählte Einsamkeit. Hach, warum kann nicht alle Tage Fußballweltmeisterschaft sein?

30.05.2006 um 22:33 Uhr

Ausgesperrt

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Müde, müde, müde

Es war acht Uhr abends, als ich von meiner Selbsterfahrungssitzung nach Hause kam, wohlig müde nach einer entspannenden Massage und ziemlich verfroren angesichts der einstelligen Tageshöchsttemperaturen. Wie freute ich mich auf meine gemütliche Wohnung und einen geruhsamen Feierabend! Fünf Meter vor der Haustüre steckte ich die Hand in meine Tasche, um den Wohnungsschlüssel herauszuholen - und fasste ins Leere. Nanu? Ich guckte noch einmal ganz genau, wühlte alle Seiten- und Nebentaschen durch, aber der Schlüssel blieb verschwunden. Hatte ich ihn verloren? Oder hatte ich am Morgen vergessen, ihn mitzunehmen? Dummerweise war meine Schwester heute auswärts beschäftigt und vor halb zehn nicht zu Hause. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich telefonisch mit ihr zu verständigen und mir bis dahin die Zeit zu vertreiben. Wäre heute ein Maientag gewesen, wie es sich gehört, dann hätte das wunderschön werden können. Ich hätte mich einfach in den Garten gesetzt, Tagebuch geschrieben und meine Seele baumeln lassen. Leider war es so kalt, dass ich mir die Finger blau gefroren habe, und nach abendlicher Kneipenatmosphäre war mir ganz und gar nicht. Also endete ich schließlich am Hauptbahnhof, stillte meinen Hunger bei einem Schnellimbiss und bummelte ein wenig durch die Bahnhofsläden, bis es Zeit war, meine Schwester vom Zug abzuholen. Als ich vor einer halben Stunde endlich nach Hause kam, lag mein Schlüssel ganz unschuldig auf der Kommode. Und jetzt will ich nur noch in mein Bett.

27.05.2006 um 16:40 Uhr

Kaufrausch

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Zufrieden und vergnügt

Im Grunde meines Herzens bin ich wohl immer noch eine Provinzpomeranze. So sehr ich München auch liebe - wenn es ums Einkaufen von Klamotten geht, überfordert mich diese Stadt. Da lob ich mir doch einen Besuch in der Provinz. In Rosenheim gibt es einen Laden, in dem ich fast immer schöne Sachen finde, und heute war es geradezu eine Tour de Force: In nicht einmal einer Stunde hatte ich zwei Hosen, ein Kleid und sechs verschiedene Oberteile beisammen. Anschließend besuchte ich noch ein nahegelegenes Schuhgeschäft und verließ den Laden wenig später mit drei Paar neuen Schuhen. Diese Art einzukaufen lobe ich mir: Anprobieren, sitzt, passt, gefällt, nehm ich! Und das Thema Shopping hat sich damit für diesen Sommer erst einmal erledigt.

20.05.2006 um 00:05 Uhr

Freytagslächeln

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Unendlich wohlig
Musik: Gabrielle Roth - Totem

Ach, was für ein wunderschöner Freitagabend! Die Abendsonne fiel weich und golden durchs Fenster, als ich nach Hause kam. Mein Herz sang leise vor sich hin, weil ich nicht nur einen erfüllten Arbeitstag hinter mir hatte, sondern mich seit heute auch auf vier freie Tage an Pfingsten freuen kann. Meine Schwester und ihr bester Freund probten für einen gemeinsamen Auftritt und  hüllten mich ein in den warmen, kraftvollen Klang ihrer Stimmen. Es war schön, die Wohnung wieder einmal für ein paar Tage mit meiner Schwester zu teilen, und wir verbrachten den weiteren Abend in liebevoller, gemütlicher Zweisamkeit. Da mein Liebster sich auf meinen Anruf hin nicht mehr meldete, gönnte ich mir noch ein Bad bei Kerzenschein und leiser Musik ("Wie im Himmel"). Mit Trommelrhythmen und sinnlichen Beckenbewegungen klang mein Abend schließlich aus. Und während sich der Freitag nun allmählich in den Samstag verwandelt, verschwinde ich in meinem großen, roten Bett und tauche hinüber in die Traumzeit. Gute Nacht!

07.05.2006 um 11:11 Uhr

Wunderschönes Maienwochenende

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Sonnensonntäglich
Musik: Vogelgesang!

An manchen Wochenenden reiht sich ein schönes Erlebnis ans nächste. Bei mir hatte sich diesmal lieber Besuch angesagt und wieder einmal stellte ich mit Erstaunen fest, wie nah und vertraut wir einander schon sind, obwohl wir uns noch gar nicht lange kennen. Mein freitäglicher Feierabend begann mit der Erkundung neuer Räume und sinnlicher Vergnügungen, setzte sich bei einem kleinen Bummel durch Schwabing fort und gipfelte in mehrstündigen, gemütlichen Plaudereien in der kleinen Kneipe bei mir ums Eck. Den Samstag begannen wir ebenso geruhsam bei einem ausgiebigen Frühstück mit French Toast, Cornflakes und frischer Grapefruit, Orangensaft, Kaffee und Tee. Nachdem meine liebe Besucherin sich verabschiedet hatte, war mir spontan danach, noch ein wenig mehr Geselligkeit zu genießen, und so beschloss ich, meine Eltern und meine Schwestern zu besuchen. Der Garten meiner Mutter ist ein wahrer Traum und außerdem gab es Spargel - was für ein glücklicher Zufall! Mein Abend klang schließlich sanft und zärtlich aus mit den Worten meines Liebsten am Ohr und der Sehnsucht nach seiner Nähe im Herzen und heute Morgen begrüßte ich den neuen Tag mit Yoga und Meditation. Hach, warum kann nicht alle Tage so ein sonniger Sonntag sein?

02.05.2006 um 21:15 Uhr

Wer wird denn gleich gähnen!

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Müde, aber mit warmem Herzen

Das Gähnen ist schon ein merkwürdiges Phänomen. Niemand weiß so genau, wofür es eigentlich gut ist. Die Sauerstoffhypothese gilt als überholt und der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit liegt heutzutage eher auf sozialen Zusammenhängen des Gähnens. Ich hatte heute ausgiebig Gelegenheit, dieselben zu studieren. Zugegeben, mir sitzt noch der Urlaubsrhythmus in den Knochen. Heute morgen kam ich nur schwer aus dem Bett und mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub verlief in eher gebremstem Tempo. Aber nur in zwei Situationen hatte ich ernsthaft mit Gähnanfällen zu kämpfen: In unserer morgendlichen Gruppenrunde und in unserer Teamsitzung. In beiden Fällen habe ich kaum etwas zu tun, da meine Chefin meist die Fäden in der Hand hält und sie insbesondere die Teamsitzungen gerne dazu nutzt, ausgiebig zu monologisieren. Du meine Güte, so oft wie heute musste ich den Impuls, es unserem kleinen Artverwandten oben im Bild gleichzutun, schon lange nicht mehr unterdrücken! Selbst meine Augenlider wurden auf einmal schwer wie Blei und ich musste wirklich an mich halten, nicht im Sitzen einzuschlafen. Kaum war die Teamsitzung vorbei, war jeder Drang zu gähnen wie weggefegt. Schon verrückt, oder? Sollte das Gähnen am Ende ein soziales Signal sein, das unserem Gegenüber zu verstehen geben möchte, dass er oder sie uns zu Tode langweilt?

20.08.2005 um 18:38 Uhr

Ein Samstag für mich allein

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Hungrig und heiter
Musik: Michael Jackson - You are not alone

Gestern war ich mir noch nicht ganz sicher, ob die Besserung meiner Stimmung nicht vielleicht dem schönen Wetter zuzuschreiben sei. Aber heute ist es grau und regnerisch und meine Laune ist nichtsdestotrotz heiter. Ich genieße einen äußerst geruhsamen Samstag. Selbst der Hausputz, der wieder einmal fällig war, hat mir Spaß gemacht, und dazwischen saß ich immer mal wieder gemütlich auf dem Bett, um zu lesen oder zu stricken. Über Mittag war ich in der Stadt, um ein paar Besorgungen zu machen, bummelte vom Marienplatz aus über den Viktualienmarkt, dann über die Reichenbachstraße bis zum Gärtnerplatz und von dort die Klenzestraße entlang bis zur U-Bahnstation Fraunhoferstraße. Es nieselte die ganze Zeit leise vor sich hin, doch ich schlenderte vergnügt durch die Straßen, schaute einmal kurz in den Laden "Grüne Erde" oder blieb vor dem einen oder anderen Schaufenster stehen und genoß das bunte Treiben in den Straßen.

"Stadt aus Glas" habe ich gestern schon fertig gelesen. Es gefiel mir ganz gut, wenngleich es in der Mitte der Geschichte einen Bruch gab, von dem an mir die Erzählung nicht mehr gar so sehr zusagte. Dennoch passierte es mir beim Lesen gestern das erste Mal, dass ich meine U-Bahn-Haltestelle verpasste und eine zu weit fuhr. Zum Glück war ich früh dran, so dass ich meinen Fehler ganz entspannt korrigieren konnte. Jetzt im Augenblick habe ich mir den vierten Harry-Potter-Band mal wieder vorgenommen, um mein Detailwissen ein wenig aufzufrischen. Es liest sich auch diesmal recht nett, vermag mich allerdings nicht mehr zu fesseln wie beim ersten Mal.

Und im Augenblick - höret und staunet - warte ich darauf, dass mein Abendessen fertig wird. Ich habe nämlich tatsächlich die Inspiration der vergangenen Wochen aufgegriffen und zum ersten Mal seit unendlich langer Zeit mal wieder für mich alleine gekocht. Morgen muss ich zwar ein wenig improvisieren, weil ich die Zutaten für das ursprünglich geplante Rezept nicht bekommen habe, aber heute ging es ganz unkompliziert und flott und ich habe schon richtig Hunger! Zucchini-Gratin mit Tomaten und Schafskäse steht auf dem Speiseplan und es duftet bereits ganz herrlich.

18.08.2005 um 21:05 Uhr

Aller guten Dinge sind drei

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Aufgekratzt
Musik: Ana Belén (und ich tanze dazu)

Was für ein erstaunlicher Tag! Begann er mit einer etwas trüben, gedrückten Stimmung, so klingt er nun mit Heiterkeit und Freude aus. Nach dem erfreulichen Telefonat mit meinem Doktorvater erledigte ich noch ein paar organisatorische Kleinigkeiten und gönnte mir dann ein paar gemütliche Stunden auf meinem - heute ausnahmsweise mal sonnigen - Balkon. Ich schrieb mir eine Einkaufsliste für Kochexperimente am Wochenende, blätterte im Herbstkatalog von Gudrun Sjödren, begann mit der Lektüre von "Stadt aus Glas" von Paul Auster und genehmigte mir sogar ein kleines Nickerchen. Am Abend hatte ich noch eine Klientensitzung, nach der ich beschwingten Schrittes heimwärts ging. Und ich machte eine erstaunliche Entdeckung: Zwei Wochen lang war dies "unsere" Stadt gewesen, die Stadt, durch die ich mit meinem Liebsten geschlendert war. In den letzten Tagen dann war es noch immer unsere Stadt, nun aber ohne ihn. Die Leere war bis heute Morgen deutlich spürbar für mich. Doch heute, heute war es zum ersten Mal wieder meine Stadt. Es war die Stadt, in der ich lebe und die ich liebe, die Stadt, in der ich zu Hause bin. Ich fühle mich übersprudelnd und voller Tatendrang, bin vergnügt und habe viele Pläne für die kommenden Tage. Herrlich!

12.06.2005 um 11:58 Uhr

Schlichter Samstag

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Gemächlicher Sonntag
Musik: Barbra Streisand - Lessons To Be Learned

Gestern war einer dieser durch und durch unspektakulären, aber dennoch gelungenen Tage, an denen nicht viel Aufregendes passiert, du aber trotzdem mit einem runden, zufriedenen Gefühl ins Bett gehst. Ich schlief lange und ausgiebig, begrüßte den Tag mit ein wenig Yoga und Atemmeditation, mit Müsli und Rooibush-Tee. Gegen Mittag brachte ich meine Schwester zum Zug. Sie hat an diesem Wochenende Proben in Nürnberg und mir war so danach, sie zum Bahnhof zu begleiten. Vielleicht sollte ich das öfter tun, denn wir verabschiedeten uns sehr innig und herzlich voneinander. Außerdem mag ich den Bahnhof. Als ich an dem kleinen Kiosk an Gleis 14 vorbeiging, musste ich plötzlich daran denken, wie es war, als mein Liebster zum allerersten Mal nach München kam. Die Erinnerung war so lebhaft, dass ich ihn förmlich dort am Kiosk stehen sah - und alle Gefühle dieses zauberhaften Wiedersehens wurden wieder wach. Schön war das.

Ich nutzte dann die Gelegenheit, um bei dm und im Bio-Supermarkt einzukaufen. Ich mag diese Läden. Ich mag die Produkte, die sie dort verkaufen, und die Atmosphäre, die dort herrscht - selbst wenn, wie an einem Samstag Mittag, eine Menge los ist. Während ich vom Hauptbahnhof zur Stachus-Passage lief, genoss ich den Trubel der Großstadt, doch als ich am Ende in die U-Bahn stieg, die mich nach Hause bringen sollte, war ich auch wieder froh, ihn bald hinter mir lassen zu können. Es ist doch immer dasselbe.

Daheim ließ ich den Tag ganz geruhsam sich entfalten und war dennoch fleißig: Ich wusch meine Wäsche, bügelte, räumte auf, putzte und sortierte bzw. erledigte so mancherlei Schreibkram, der sich auf meiner Ablage angesammelt hatte. Zwischendurch schrieb ich ein paar Beiträge im Forum und hatte den einen oder anderen gemütlichen Plausch im ICQ. Gegen Abend war mir sehr danach, den Tag mit einem ausgiebiegen Bad bei Kerzenschein und zärtlichen Flüstereien am Telefon ausklingen zu lassen. Mein Liebster war jedoch zu beschäftigt und meine Verführungsversuche auch zu halbherzig, so dass ich meine Pläne kurzfristig änderte und statt zum Telefonhörer zur Fernbedienung griff, um mir die DVD von "Moulin Rouge" zu Gemüte zu führen. Noch einmal sah ich mir die Höhepunkte der Bühnenshow an und musste auch diesmal wieder Rotz und Wasser heulen. Im Gegensatz zum Theaterbesuch damals fühlte ich mich völlig frei, hemmungslos zu schluchzen und meinen Tränen ihren Lauf zu lassen. Das Stück an sich ist ja schon bewegend, doch wenn es dann auch noch die eigene Schwester ist, die dort singt und tanzt und sich die Seele aus dem Leib spielt, dann ist es endgültig um mich geschehen.

Müde und zufrieden fiel ich gegen zwei Uhr ins Bett und überließ mich einigen lebhaften und erstaunlichen Träumen. Tage wie diesen dürfte es ruhig öfter geben.

02.05.2005 um 11:51 Uhr

Maienmorgen

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: Zart, nachdenklich, empfindsam
Musik: Texas - Summer Son

Heute morgen bin ich schon um halb sieben aufgewacht, obwohl ich mir den Wecker erst auf acht Uhr gestellt hatte. Eine Viertelstunde lang überlegte ich, ob ich mich noch einmal auf die andere Seite drehen oder aufstehen sollte, und entschied mich dann für letzteres. Ich nutzte die Gelegenheit, um auf meinem Balkon ein paar Yoga-Übungen zu machen und anschließend eine Weile zu meditieren. Schön war das.

Um diese Zeit ist es in unserem Viertel noch relativ ruhig. Im Hintergrund hörte man zwar stetig das leise Rauschen der Verkehrs (das in München wohl nie ganz erstirbt), doch der Vogelgesang übertönte dieses Geräusch mühelos. Das Licht der Morgensonne fiel durch das zartgrüne Laub der Lindenbäume und die Luft war erfrischend und trotzdem schon angenehm warm. In den Zweigen des einen Baumes schimmerten die bunten Bänder, die wir gestern dort hineingebunden hatten. Es fiel mir richtig schwer, mich loszureißen, als ich dann doch zur Arbeit musste.

Heute sollen es an die 30 Grad werden. Schade, dass ich vor halb neun nicht nach Hause kommen werde. Aber bei diesen Temperaturen dürfte es auch nach Sonnenuntergang auf meinem Balkon noch ganz zauberhaft sein. Ich werde wohl die Anregungen des gestrigen Abends aufgreifen und es mir mit einer Tasse Pfefferminztee und ein paar Windlichtern dort gemütlich machen, sobald ich nach Hause komme. Solche Momente der Ruhe und des Bei-mir-Seins tun mir gerade unbeschreiblich gut. Sie helfen mir, klar zu sehen und die nötige Kraft zu finden für alles, was auf mich wartet.

07.04.2005 um 10:25 Uhr

Schritt, Atemzug, Besenstrich

von: Nimien   Kategorie: Alltagsallerlei

Stimmung: ruhig, wohlig und rundum zufrieden
Musik: nur das monotone Geräusch des Entfeuchters

Ich liebe es, am Morgen Zeit zu haben. Keine auswärtigen Termine im Hinterkopf, kein Blick auf die Uhr, um nur ja die U-Bahn nicht zu verpassen, sondern einfach nur dem natürlichen Rhythmus meiner Seele folgen. Aufstehen und erst mal gemütlich unter die Dusche. Ein paar Yoga-Übungen, um den Körper zu wecken und zu beleben. Dann eine Kanne Pfefferminztee kochen und gemütlich frühstücken, während ich im Forum nachsehe, ob sich etwas Bemerkenswertes getan hat.

Meist hat es das nicht, um ehrlich zu sein. In den letzten Wochen ist wenig Aufregendes passiert und meine anfängliche Begeisterung ist deutlich abgeflaut. Dennoch ist diese virtuelle Community zu einem festen Bestandteil meines Alltagslebens geworden und ich möchte sie nicht missen. Auch im realen Leben ist nicht immer alles spannend und aufregend. Bisweilen plätschern die Wochen ganz harmlos und unspektakulär dahin. Allerdings nicht derzeit - zumindest nicht in meinem Leben.

In nahezu allen Bereichen meines Alltags stehen größere oder kleinere Umwälzungen bevor. Meine Wohnung muss nach einem Wasserschaden saniert werden, meine Mitbewohnerin hat mir dieser Tage eröffnet, dass sie ausziehen will, meine Chefin lässt in schöner Regelmäßigkeit bittere Vorwürfe auf ihr Team herniederprasseln und die Übernahme unserer Einrichtung durch einen anderen Träger ist auch noch nicht unter Dach und Fach. Und in meinem Herzen regt sich dieser Tage beharrlich ein alter Schmerz, der mich traurig und verletzlich macht.

Dennoch kann ich nicht behaupten, dass es mir schlecht ginge. Nein, keineswegs. Ich fühle mich wohl mit mir und meinem Leben. All diesen Widrigkeiten liegt das unerschütterliche Gefühl zugrunde, dass sich ein Weg finden wird, mit ihnen umzugehen. Schritt, Atemzug, Besenstrich. Was für einen Grund hätte ich, mich jetzt aufzuregen, mir die Haare zu raufen und mein Leid zu beklagen? Ich bin gesund und lebendig, stecke voller Pläne und Ideen und es ist Frühling. Vor allem aber habe ich nicht das Gefühl, dass die Dinge mir über den Kopf wachsen. Eins nach dem anderen. Das wird schon. Es besteht schließlich kein Grund zur Eile. Die Dinge entfalten sich in der für sie bestimmten Zeit, und wenn es soweit ist, dann werden sich vielleicht Lösungen und Möglichkeiten auftun, an die ich bislang noch gar nicht gedacht habe.

Das Wichtigste ist, die Verbindung zu meinen inneren Kraftquellen nicht zu verlieren - oder sie wiederzufinden, falls ich sie doch einmal aus dem Auge verloren haben sollte. Dann findet sich alles andere früher oder später von selbst.