Sternentanz

26.05.2008 um 19:50 Uhr

???

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Feierabendlich


(c) Jutta Anger/pixelio.de

pocoos hat mich angesteckt: Kann mir mal einer erklären, wie das hier funktioniert?

Edit: Okay, Google hilft. Schade eigentlich. Als ich es noch nicht wusste, war es richtig zauberhaft. Dabei hätte ich eigentlich auch selbst darauf kommen können.

03.05.2007 um 06:32 Uhr

Kein Pandora mehr

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Bedauernd
Musik: Stefan Nilsson - Fly With Me (Lena's Song)

Heute Morgen fand ich eine e-Mail in meinem Postfach vor, in der mir eine traurige Nachricht verkündet wurde: Pandora ist mittlerweile in der Lage, mittels IP-Erkennung die Herkunftsländer seiner HörerInnen zu ermitteln, und sieht sich aufgrund lizenzrechtlicher Schwierigkeiten gezwungen, das Angebot für alle Nicht-US-Länder zu blocken. Für mich ist das ein herber Verlust. Pandora lief oft, während ich am Rechner saß, und es war meine erste Quelle, wenn es darum ging, mich mit unbekannten Künstlern vertraut zu machen. Zu schade! Denn das "echte" Radio ist für mich keine Alternative. Dort wird mir viel zu viel gequatscht und die Songs werden alle naslang von Werbung unterbrochen. Außerdem habe ich keinerlei Einfluss auf das Musikangebot. Das Tolle an Pandora war ja, dass ich mir meine Sender selbst zusammenstellen konnte. Jetzt werde ich wohl doch einen Teil meiner CDs auf den Rechner verfrachten müssen, um zumindest meine Lieblingskünstler im bunten Wechsel hören zu können. Aber dasselbe ist das nicht. Ein Jammer!

11.01.2007 um 21:51 Uhr

Vielerlei

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Guter Dinge
Musik: Sofia Talvik & The Tallboys - Blue Moon

 (c) Martina Taylor/pixelio.de

Schon seit längerem möchte ich mal wieder einen oder mehrere ausführliche Blogeinträge zu unterschiedlichen Themen verfassen, allein, es fehlt mir die nötige Muße. Dabei spuken unter anderem Elfriede Jelineks "Lust", die feministischen Thesen zu Prostitution und Pornographie, das Thema "Abtreibung" und das Buch "Mutter Natur" von Sarah Blaffer Hrdy in meinem Kopf herum. Dieses Gedankenknäuel wartet nur darauf, entwirrt und in eine halbwegs brauchbare Form gebracht zu werden. Aber vor der Kür kommt die Pflicht: Ich bin beruflich gerade ziemlich eingespannt und möchte erst noch einige organisatorische Dinge erledigen, ehe ich mich derart umfangreichen Inhalten zuwende.

Ansonsten beschäftigen mich gerade die Abmessungen eines Basketball Backboards, die Eigenheiten der ayurvedischen Ernährunglehre, die dialektisch-behaviorale Therapie nach Linehan, die vorgezogenen Frühlingsstürme, das Geburtstagsgeschenk einer Freundin, die Vorbereitungen für meine Promotionsfeier und die Reparatur meines Fahrrads.

14.10.2006 um 11:30 Uhr

Seitenleiste

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Nachdem ich kürzlich erst entdeckt habe, welche Gestaltungsmöglichkeiten mir mit der Seitenleiste zur Verfügung stehen, habe ich heute Morgen ein Bild eingefügt, das ich sehr liebe und das mir gut zu diesem Blog zu passen scheint. Allerdings bin ich mir unsicher, ob so ein Bild in der Seitenleiste nicht zu sehr mit den Bildern konkurriert, die ich immer zu Beginn meiner Beiträge einfüge, und von daher eher störend wirkt. Ich bitte euch deshalb mal um eure geschätzte Meinung. (Ich habe bewusst nur die Ja-Nein-Variante zur Auswahl gestellt. Falls ihr Anmerkungen dazu loswerden wollt, bitte als Kommentar hier im Beitrag.)

28.08.2006 um 22:10 Uhr

Fünfzigtausend

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Hungrig
Musik: Das Brutzeln des Hühnchens in der Pfanne

Wenn auch langsamer als sonst - angesicht der Seltenheit meiner Einträge kein Wunder -, so nähert sich dieses Weblog doch allmählich seinem 50.000sten Klick. In Anbetracht der Tatsache, dass mittlerweile sogar nicht-registrierte Personen hier ihre Kommentare hinterlassen können, möchte ich meinen Jubiläumsbesuch bitten, sich hier oder im Gästebuch mit einer kleinen Wortmeldung zu erkennen zu geben. Als Dankeschön gibt es einen Orakelspruch.

20.06.2006 um 17:23 Uhr

Allein im Büro

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Feierabendlich
Musik: "Oh, wie ist das schön..."

Es ist zehn vor vier. Alle meine Kolleginnen haben sich auf den Weg gemacht, irgendwo in Kneipen, Biergärten oder Cafés das bevorstehende Fußballspiel zu gucken. Sie haben mich gefragt, ob ich mitkomme, und meine Chefin, die sich nicht im geringsten für Fußball interessiert, hat den vorgezogenen Feierabend der Mitarbeiterinnen sogar abgenickt. Trotzdem sitze ich noch immer hier und halte die Stellung. Wir haben eine kleine Therapiegruppe um halb fünf, von der ich zwar nicht weiß, ob jemand kommen wird (auch unsere Mädchen schauen ganz gerne Fußball), deren Angebot ich aber trotzdem aufrechterhalten möchte. Nicht zuletzt will ich um sechs noch zur Selbsterfahrung und könnte den Ausgang des Spiels somit eh nicht mitverfolgen. Da sich mein Interesse an der Fußball-WM in Grenzen hält, ist es kein großes Opfer für mich - und belohnt werde ich wieder einmal mit einer himmlischen Ruhe*. Ein laues Lüftchen weht durch die geöffneten Türen und Fenster des Büros zu mir herein. Draußen zwitschern die Vögel und nur von fern dringt leises Verkehrsrauschen an mein Ohr.

Drei Fußballspiele habe ich bislang gesehen und bei keinem dieser drei hat die deutsche Nationalmannschaft mitgespielt. Es ist mir auch herzlich egal, wie die Deutschen spielen, wie weit sie kommen und ob sie Weltmeister werden. Diese Art von Nationalgefühl ist mir vollkommen fremd. Ich kenne die Herren, die da über den Rasen rennen, doch gar nicht. Warum also sollte mich mit ihnen ein besonderes Wir-Gefühl verbinden? Damit will ich nicht sagen, dass die Tatsache, dass ich Deutsche bin, für meine Identität keine Rolle spielt. Ich fühle mich der deutschen Sprache sehr verbunden, der Landschaft, in der ich lebe, sicherlich auch gewissen Gepflogenheiten meines Volkes (zum Beispiel der Mülltrennung), den Menschenrechten und dem Grundgesetz, aber schon bei Kunst und Kultur fängt es an, schwierig zu werden. Wolfgang Amadeus Mozart war Österreicher, Fréderic Chopin Pole, Claude Débussy Franzose, Giuseppe Verdi Italiener, Leonard Bernstein US-Amerikaner, Jane Austen Engländerin (ebenso wie Virginia Woolf), Astrid Lindgren Schwedin. Isabelle Allende ist Chilenin und Gioconda Belli stammt aus Nicaragua. Während in Sachen Musik mein europäisches Erbe durchscheint, schlägt sich bei meinen literarischen Vorlieben die Tatsache, dass ich eine Frau bin, sehr viel stärker nieder als meine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Land.

Michael Ende sagte einmal, die Romantik sei die einzige typisch deutsche Kunstepoche - und so gesehen bin ich wohl ziemlich deutsch. Eins aber bin ich ganz sicher nicht: Stolz darauf, Deutsche zu sein. Dass ich hier geboren wurde und aufgewachsen bin, ist schließlich nicht mein Verdienst. Warum um alles in der Welt sollte ich also stolz darauf sein? Es gibt vieles an Deutschland, das ich mag, allerlei, das ich nicht mag, und so manches, das völlig an mir vorbeigeht. Letztendlich ist meine Nationalität - wie so vieles andere - nur ein kleines Mosaiksteinchen im großen Gesamtgebilde meines Daseins.

*Mit der Ruhe war es übrigens vorbei, sobald das Spiel angepfiffen wurde. Lautstarke Nachbarn waren so großzügig, mich lebhaft am Geschehen teilhaben zu lassen. Aber meine Therapiegruppe ist immerhin vollzählig erschienen.

18.05.2006 um 12:08 Uhr

Vorurteile sind etwas Wunderbares

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Vergnügt
Musik: Udo Jürgens - Alles, was ich bin

Dieser Tage ist mir in der U-Bahn wieder einmal aufgefallen, dass ich mit den Anzug-und-Krawatten-Typen herzlich wenig anfangen kann. Weder die Berufe, die ein solches Erscheinungsbild erforderlich machen, noch der Kleidungsstil als solcher wirken auch nur im mindesten erotisch anziehend auf mich. In einem Fragebogen zur Partnerwahl, den ich vor einiger Zeit mal zum Spaß ausgefüllt hatte, habe ich dementsprechend auch angegeben, dass ich gewisse Vorurteile gegenüber Juristen, Steuerberatern und Managern hege. Ich musste lachen, als mir diese Aussage gerade eben wieder in die Hände fiel. Schließlich ist mein Liebster auf dem besten Wege, eines Tages der Krawatten-und-Anzug-Fraktion anzugehören. Und ich muss sicher nicht eigens erwähnen, dass ich ihn ungemein sexy finde. Wie viele meiner Vorurteile hat die Liebe im Laufe meines Lebens eigentlich schon vom Tisch gefegt?

01.05.2006 um 23:10 Uhr

Magische Erkenntnis des Tages

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Leise lächelnd

In der Kürze liegt die Würze!

27.04.2006 um 23:13 Uhr

Alles neu macht der Mai

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Sehnsüchtig

Da sitze ich nun also vor meinem neuen Rechner: Riesenflachbildschirm, Turbotempo, Komfort in jeder Hinsicht - und mir wird ganz wehmütig ums Herz. Fast sieben Jahre lang hat mich mein alter PC mit seinem uralten Windows 98 begleitet und mir die Treue gehalten. Ich hatte mich so an sein nettes Naturdesign mit der Blume und der Biene und den erdigen Farbtönen gewöhnt und ihm all seine liebenswerten Macken verziehen. Und jetzt sitze ich hier inmitten von Windows XP, mit einem hypermodernen Ding in medizinisch-sterilen Farben und vollgepackt mit Programmen, von denen ich wahrscheinlich kein einziges je in meinem Leben öffnen werde, und fremdele ganz fürchterlich. Ja, natürlich werde ich den neuen Rechner bald zu schätzen wissen. Er wird nicht jedes Mal abstürzen, wenn ich versuche, eines der Mega-Fotos zu verkleinern, die mein Liebster mir manchmal schickt. Er wird mir gestatten, auch die allerneusten und allermodernsten Programme auf ihm zu installieren. Und ich habe USB! Aber ein paar wehmütige Momente des Abschieds werden mir doch wohl erlaubt sein.

Außerdem sitze ich gerade da, lese alte e-Mails und drucke sie aus, weil ich sie aufheben möchte, wenn ich den alten Rechner in den Keller trage. Und beim Lesen breitet sich so viel Schönheit in meinem Herzen aus, so viel Liebe, Wärme und Freude, dass ich heulen könnte vor Glück. Und ausgerechnet jetzt ist der Mensch, dem all diese Gefühle gelten, einfach nicht zu Hause.

13.04.2006 um 20:49 Uhr

Seltenes Dilemma

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Sinnlich-vergnügt
Musik: Herbert Grönemeyer - Demo (Letzter Tag)

Es passiert mir höchst selten, dass ich mich für Klamotten begeistern kann. Einkaufen gehe ich meist nur sporadisch und ich zögere, allzu viel Geld für Kleidung auszugeben. Dennoch achte ich auf Qualität, bevorzuge natürliche Materialien und wähle nach Möglichkeit ökologische Textilien. Dieser Anspruch kollidiert natürlich mit meiner Sparsamkeit, denn Naturtextilien und Öko-Marken sind in der Regel teuer. Ich gleiche das dadurch aus, dass ich mir eben nur hin und wieder etwas Schönes leiste. Und nun ist mir heute morgen der neue Sommerkatalog von hess natur ins Haus geflattert. Als ich ihn vorhin durchblätterte, glühten mir die Wangen vor Begeisterung angesichts dieser zauberhaften Sommerkollektion. Am liebsten würde ich mich sofort hinsetzen und eine lange Liste an Bestellwünschen schreiben. Leider ist mein Budget im Moment etwas eingeschränkt und so finde ich mich in der absurden und höchst ungewöhnlichen Situation wieder, mir riesig gerne etwas zum Anziehen kaufen zu wollen, mich aus Gründen der Vernunft aber mäßigen zu müssen. Man lernt doch nie aus.

02.04.2006 um 23:54 Uhr

Wohlig warmes Wochenende oder Die Weltlichkeit der Welt

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Fröhlich
Musik: Pigor & Eichhorn - Heidegger (Hörprobe)

Wieder einmal neigt sich ein wunderbares Wochenende seinem Ende zu. Wie so oft konnte es nicht mit spektakulären Großereignissen auftrumpfen, sondern bestach durch die schlichte Schönheit seiner alltäglicher Begegnungen und Handlungen. Vertraute Gespräche mit Menschen, die ich liebe, umrahmt von Haus-, Schreib- und Gartenarbeiten. Die schmale Mondsichel vor dem samtigen Blau der Dämmerung. Ein amerikanisches Frühstück im "Bohne & Malz": Ham and Eggs, Pancakes mit Ahornsirup, Orangensaft und heiße Schokolade und zum Nachtisch ein Schoko-Muffin. Warme Frühlingssonne auf bloßer Haut. Ein frisch bezogenes Bett und sauber geputzte Schuhe. Vogelgezwitscher, heiteres Gelächter und lebhafte Träume. Das wunderbar wohlige Gefühl, in meinem Körper und in meinem Leben ganz zu Hause zu sein. Und zum Ausklang noch die bahnbrechende Erfahrung des Seins in seiner ganzen Jemeinigkeit. Herz, was willst du mehr?

28.03.2006 um 18:33 Uhr

Ach ja...

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Feierabendlich

... so ganz allmählich nähert sich diese Seite dem 20.000sten Klick. Wie immer würde ich mich sehr freuen, wenn unser Jubiläumsgast sich auf irgendeine Weise zu erkennen geben würde.

16.03.2006 um 19:48 Uhr

Quellen des Glücks

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Wundervoll

Es ist tatsächlich so einfach: Gebt mir ein paar Freiräume, ein paar Stunden ohne Termine und Verpflichtungen, die ich in Muße mit mir allein oder auch in lieber Gesellschaft verbringen kann, und ich bin glücklich. Jeder Anflug von schlechter Laune löst sich in Wohlgefallen auf und eine heitere, gelassene Grundstimmung breitet sich in mir aus. Diese wiederum ist die beste Voraussetzung dafür, die kleinen und großen Freuden des Lebens von ganzem Herzen auszukosten. Derer gab es in den letzten Tagen so einige: Ein gemütliches Abendessen und ein liebevolles Gespräch mit meiner kleinen Schwester, befriedigende Erlebnisse auf der Arbeit, die zärtlichen Telefongespräche mit meinem Liebsten, mein kuscheliges Bett am Abend, das wohlige Gefühl einer gemütlichen, aufgeräumten Wohnung, entspanntes Stöbern im Buchladen, e-Mails von lieben Freunden, die Lieferung unserer ersten Öko-Kiste, den trotzigen Vorfrühlingsgesang der Vögel und die unerschütterliche Hoffnung, dass es irgendwann doch noch Frühling werden wird.

Ganz besonders schön war heute ein Treffen mit meiner Freundin C., die mir in den letzten Jahren so sehr ans Herz gewachsen ist. Wir trafen uns um halb elf zum Frühstück und redeten, lachten und schmausten mehr als fünf Stunden lang. Wie immer spürte ich eine unglaubliche Wärme und Vertrautheit zwischen uns. Ich bin so dankbar für die liebevolle Zuneigung, die uns verbindet, die mühelose Verständigung zwischen uns und die Heiterkeit, mit der wir unsere Geschichten würzen. Und wie sie aufgeblüht ist in den letzten Monaten! Wie mutig sie ihre Wahrheit lebt und der Stimme ihres Herzens folgt, allen Mühen und Schwierigkeiten zum Trotz! Ach, sie ist einfach wunderbar!

12.03.2006 um 18:45 Uhr

Wunderschöner Sonntag

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Glücklich

Was war das nur für ein wunderschöner Tag! Nichts Großes, nichts Spektakuläres ist passiert, aber viele kleine Dinge, die mein Herz zum Singen brachten. Ich musste heute vormittag arbeiten, doch es waren zwei ausgesprochen entspannte Stunden mit den jungen Frauen, die ich sehr genossen habe. Danach kamen meine Eltern zu Besuch und halfen uns, das Klavier aus dem Zimmer meiner Schwester in unser gemeinsames Arbeitszimmer zu verschieben. Dieser Tage hatte sich eine Nachbarin beschwert, weil der regelmäßige Gesangsunterricht, den meine Schwester gibt, sie beim Lernen stört, und so hatten wir uns diese Lösung überlegt. Ich stand dem zunächst etwas zwiespältig gegenüber, weil ich dann, wenn meine Schwester Unterricht gibt, nicht mehr an den PC kann. Aber erstens kommt das nur selten vor, wenn ich da bin, und zweitens sieht das Arbeitszimmer jetzt sehr viel wohnlicher und gemütlicher aus. Und vielleicht hilft es meiner Schwester, sich wieder ein wenig heimischer hier zu fühlen, diese Wohnung wieder mehr als unsere denn als meine Wohnung wahrzunehmen.

Im Laufe des Tages kam eine lange Mail von einer Freundin, von der ich schon seit Wochen nichts mehr gehört hatte, und außerdem telefonierte ich auch noch eine Weile mit einem lieben Freund, der zur Zeit frisch verliebt ist und dem das Glück aus allen Knopflöchern quillt. Es gibt so viele wunderbare Menschen in meinem Leben, dass ich manchmal schier jauchzen könnte vor Freude. Gestern Abend hatte ich noch ein langes Telefonat mit meiner anderen Schwester. Wir hatten schon eine ganze Weile nicht mehr in Ruhe miteinander gesprochen und es war wunderschön, mal wieder so ausführlich mit ihr zu reden. Sie nahm rege und liebevoll Anteil an meiner neuen Liebesgeschichte und ich war unglaublich froh zu hören, dass es ihr nach all den Monaten der Verzweiflung und der Krisen nun so gut geht und sie mit großer Zuversicht in die Zukunft schaut.

Den heutigen Abend werde ich nun ganz gemütlich ausklingen lassen - wahrscheinlich mit ein paar Yoga-Übungen und vielleicht - hoffentlich - auch mit einem zärtlichen Telefonat. Was gibt es Schöneres, um ein wundervolles Wochenende abzurunden?

11.03.2006 um 14:26 Uhr

Abgekabelt

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Gemütlich
Musik: Zur Abwechslung mal wieder keine

Soeben habe ich meinen Fernseher entkabelt und wieder hinter meinem Lesesessel verstaut. Dort wird er nun unberührt ruhen, bis mein Freund das nächste Mal zu Besuch kommt. Ich selbst sehe nämlich so gut wie nie fern und die vergangenen Wochen, in denen die Kiste mal wieder zeigen durfte, was sie kann, haben mich in dieser Entscheidung erneut bestätigt. Fernsehen ist für mich ein ziemlich überflüssiger Zeitvertreib. Mein Informationsbedürfnis wird durch das Internet ausreichend gedeckt, meine Sehnsucht nach schönen Filmen stille ich lieber im Kino und gelegentliche Momente der Langeweile bekämpfe ich erfolgreich mit Lesen oder Schreiben. Lediglich an gemütlichen DVD-Abenden in angenehmer Gesellschaft könnte ich auf Dauer Gefallen finden.

Was findet alle Welt nur an dieser Kiste? Die meisten Filme und Fernsehshows sind vollkommen nichtssagend, die Werbung (vor allem auf den Musiksendern) ist selten dämlich und im übrigen wird auf allen Sendern viel zu viel geredet. Ich bin nun einmal eine Freundin der stillen Momente und davon gibt es im Fernsehen definitiv zu wenig. Schon allein die ständige Geräuschkulisse, die entsteht, wenn die bunten Bilder über die Mattscheibe flimmern, geht mir auf Dauer ganz gehörig auf die Nerven. Vielleicht bevorzuge ich deshalb auch das Internet: Das ist zum Glück schön leise.

11.03.2006 um 09:12 Uhr

Samstagmorgengedanken

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Wohlig, entspannt, ausgeschlafen
Musik: Silje Nergaard - At First Light

Gestern Abend bin ich, einem spontanen Gedanken folgend, schon um zehn Uhr ins Bett gegangen und habe herrlich geschlafen. Das führte dazu, dass ich heute Morgen schon relativ früh wach wurde und nun einen langen, gemütlichen Samstag vor mir habe. Es gibt ein paar Dinge zu erledigen, aber keine Termine, die mir den Tag zerstückeln würden. Sogar meine Wochenendeinkäufe habe ich schon hinter mich gebracht und muss mich nicht mehr darum kümmern. Dieser Samstag gehört mir allein. Herrlich! Ich liebe es, die Stunden eines langen Tages sich einfach von selbst entfalten zu lassen, ohne Pläne und Vorhaben, ganz so wie es sich spontan ergibt. Meine Seele wird an solchen Tagen, an denen sie sich nicht in das übliche Zeitkorsett des Alltags einfügen muss, ganz frei und weit. Sie breitet ihre Flügel aus und schwebt hinüber in die Traumzeit.

30.01.2006 um 11:48 Uhr

Nur zur Information

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Da sich auch bei mir in letzter Zeit vermehrt Spameinträge im Gästebuch gesammelt haben, folge ich dem Beispiel manch anderer genervter Mitglieder der blogigo-Gemeinde und erlaube Gästebucheinträge nur noch mit entsprechender Freigabe.

24.01.2006 um 18:23 Uhr

Ich brauche Unterhaltung!

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Fachbegriffsübersättigt

Merkt ihr's? Ich lechze nach Abwechslung. So nett eine Seefahrt auch manchmal sein mag, das ewige Wasser ist doch auf die Dauer recht eintönig. Die Pausen reichen aber nicht aus für ausführliche Landgänge und so bleibt mir nur der Ausflug in virtuelle Welten, um mir ein wenig Anregung fernab von Quellenangaben und Versuchsergebnissen zu holen. Das Dumme ist nur, dass ich nicht viel zu erzählen habe. Oder interessieren euch die physiologischen Grundlagen des Errötens? Nein? Wie schade!

Zum Glück hat mein Schwesterchen heute musikalisch ein wenig Farbe in mein Leben gebracht. Während ich über meine Prüfungsliteratur gebeugt in meinem Zimmer saß, sang sie ein buntes Repertoire an Liedern - von der Habanera aus "Carmen" über "New York, New York" und "Griechischer Wein" bis hin zur Ballade von der schönen Loreley. Das war eine zauberhafte Untermalung für meine eintönige Beschäftigung.

Im übrigen dürft ihr auch gerne aktiv werden. Erzählt mir Geschichten aus eurem Leben, verlinkt amüsante Blogeinträge oder Artikel aus dem Netz, schickt mir knuffige Bilder oder schreibt mir Gedichte. Ich wäre für jede Art der Zerstreuung dankbar. Und jetzt muss ich wieder zurück ans Steuer, sonst komme ich zu weit ab vom Kurs. A bientôt!

10.01.2006 um 08:21 Uhr

Panik

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Panisch
Musik: Das unerbittliche Ticken der Uhr

Ich mache es mal eben offiziell: Als ich heute morgen aufwachte, befiel mich eine riesengroße Panik. Am 14. Februar ist meine Doktorprüfung und ich werde es nie schaffen, mich ausreichend darauf vorzubereiten. Ich überlege schon ernsthaft, das Seminar am Starnberger See in der Woche vom 23. bis zum 27. Januar, auf das ich mich so gefreut hatte, abzusagen, um Zeit zu gewinnen. Das hieße zwar, 290 Euro in den Sand gesetzt zu haben, aber was soll's? Wie um alles in der Welt soll ich es denn sonst schaffen, mich anständig auf die beiden Prüfungen vorzubereiten, wenn ich ständig irgendwelche Verpflichtungen und Abendtermine und was weiß ich nicht noch alles habe? Ausgerechnet jetzt wollen sie im Frauenprojekt grundlegende Neuerungen besprechen. Ich möchte natürlich unbedingt daran teilnehmen, aber wo um alles in der Welt soll ich die Zeit dafür hernehmen? Was mach ich nur, was mach ich nur?

09.01.2006 um 07:16 Uhr

Zehntausend

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Heiter und beschwingt

Mein Weblog steuert geradewegs auf die zehntausendste Besucherin bzw. den zehntausendsten Besucher zu. Und da ich heute den ganzen Tag nicht online sein werde, möchte ich denjenigen oder diejenige sicherheitshalber schon an dieser Stelle darum bitten, sich zu Wort zu melden, wenn es so weit ist. Das muss gefeiert werden!