Sternentanz

25.12.2005 um 22:48 Uhr

Die Liebeskummer-Diät

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Immer noch heiter, aber weniger müde

"Du bist aber dünn geworden!" Das ist ein typischer Ausruf meiner Mutter, wenn sie mich etwas länger nicht gesehen hat. Normalerweise kümmert er mich nicht weiter, weil sie das auch sagt, wenn mein Gewicht definitiv über Monate hinweg unverändert geblieben ist. In letzter Zeit habe ich diesen Spruch jedoch häufiger gehört und zwar nicht nur von meiner Mutter, sondern auch von Freundinnen. Die Waage gibt ihnen recht und gestern konnte ich mich auch noch einmal auf höchst eindrückliche Art und Weise selbst davon überzeugen: Ich habe ein Kleid, das ich zuletzt vor rund eineinhalb Jahren anhatte und das damals noch ein wenig über den Hüften spannte. Jetzt ist es mir definitiv zu weit.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich mir um Figur und Gewicht so gut wie gar keine Gedanken mache. Ich wiege mich höchstens zweimal im Jahr, wenn sich gerade zufällig die Gelegenheit ergibt, esse, was mir Spaß macht, und kenne Diäten nur vom Hörensagen. Doch es gibt eine Lebenssituation, die mir mit schöner Regelmäßigkeit den Appetit verschlägt und massiv an mir zehrt: Liebeskummer. Auch meine Trennung im Herbst hat mich einige Pfunde gekostet und es sieht ganz so aus, als hätte ich die noch nicht wieder auf den Rippen. Von daher kann ich nur hoffen, dass die nächste unfreiwillige Fastenkur noch ein wenig auf sich warten lässt. Zum Glück besteht diesbezüglich kaum Anlass zur Sorge, denn ich genieße die Fülle des Lebens gerade in vollen Zügen.

23.12.2005 um 11:50 Uhr

Waschbradbauch

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Fröhlich

Äh, kann mir mal jemand erklären, was alle Welt nur an dem jungen Mann oben im Bild findet? Wann immer die Diskussion auf perfekte (Männer-)Körper kommt, fällt früher oder später unweigerlich sein Name. Diese Muskeln! Dieser Waschbrettbauch! Ähm, ja. Ich versteh's nicht. Was haben die Leute nur gegen weiche Bäuche? Sie müssen ja nicht gleich den Umfang einer Regentonne haben, aber weshalb sollte man(n) sich unbedingt einen Panzer aus gestählten Muskeln zulegen? Der Bauchkessel ist ein wichtiges Zentrum unserer Macht. All unsere Erfahrungen werden darin behutsam weich gekocht und verdaut. In ihm entspringt die stetig sprudelnde Quelle unserer Gefühle und auch die weise Stimme unserer Instinktnatur ist hier angesiedelt. Er ist ein ungemein kostbarer Ort, den wir liebevoll achten und würdigen sollten. Das schließt sportliche Übungen natürlich nicht aus. Werden die Bauchmuskeln jedoch zu hart, blockieren sie den natürlichen Fluss unserer Lebensenergie. Deshalb würde ich einem kuscheligen Waschbärbauch, der die lebendige Seele eines empfindsamen Mannes beherbergt, jederzeit den Vorzug vor einem wie in Stein gemeißelten Sixpack geben. Und Brad Pitt kann einpacken.

22.11.2005 um 19:44 Uhr

Werbung - Spiegel der Seele

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Vergnügt

Wie schön, blogigo ist wieder da! Ich muss gestehen, dass ich unsere kleine Weblog-Gemeinde schon ein wenig vermisst habe, auch wenn sich meine Entzugserscheinungen zum Glück noch in Grenzen hielten. Aber es ist mir doch mittlerweile zur liebgewonnenen Gewohnheit geworden, hier meine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse festzuhalten und sie mit anderen zu teilen. Ebenso mag ich es, andere Weblogs zu lesen und auf diese Weise Anteil am Leben anderer Menschen zu nehmen.

Als ich nun mit einigen Tagen Distanz auf den Seiten hier herumsurfte, fiel mir wieder einmal die Werbung auf, die in der Schmuckleiste der meisten Weblogs prangt. Offensichtlich folgt sie einem ausgeklügelten System, denn sie hat meist einen Bezug zu den auf der Seite erwähnten Inhalten. Offenbar wählt ein internes Programm ein paar aussagekräftige Stichworte aus und präsentiert die dazu passende Werbung. Muss ich mir Gedanken machen, wenn in meiner Titelleiste bevorzugt Links wie "Liebeszauber und Partnerrückführung", "Finde deinen Traumpartner" oder "Süße Singles warten" erscheinen? Immerhin wurden mir auch schon "Wege zum Doktortitel" oder eine Ausbildung in Psychologie empfohlen und mit schöner Regelmäßigkeit sehe ich mich der bohrenden Frage "Wollen Sie ein Buch schreiben?" gegenüber. Neuerdings erhalte ich manchmal das Angebot, Tai-Chi-Anzüge oder Märchen der Gebrüder Grimm zu erwerben, und als ich einmal unter "Musik" das Brummen meiner Waschmaschine erwähnte, wurden mir gleich diverse Modelle von Miele oder AEG ans Herz gelegt.

Welches Orakel ist ein derart verlässliches Abbild unserer inneren Wirklichkeit? Welche Astrologin konfrontiert uns derart schonungslos mit der Wahrheit? In welcher Form der Selbsterfahrung sehen wir die Höhen und Tiefen unserer Seele derart präzise gespiegelt? Und welcher selbsternannte Lebensberater wüsste schon auf Anhieb so genau, welche Themen uns wirklich beschäftigen? Ein Klick auf dein Weblog genügt und du weißt, wo du stehst.

09.11.2005 um 12:22 Uhr

Fünftausend

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Auf dem Sprung

Die Anzahl meiner Besucherinnen und Besucher bewegt sich schnurstracks auf die 5000 zu. Ich würde mich freuen, wenn die 5000. Person, die auf dieser Seite landet, sich zur Feier des Tages hier oder im Gästebuch zu Wort melden würde.

27.10.2005 um 16:43 Uhr

Marienkäfer

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Heiter
Musik: Nigel Hess - Ladies in Lavender (OST)

Wir haben hier gerade eine unglaubliche Fülle an Marienkäfern. Schon seit Tagen fällt mir das auf. Sie schwirren durch die Luft, krabbeln in der Wohnung herum und vorhin hat sich einer auf einem meiner wissenschaftlichen Texte niedergelassen, als ich im Garten saß und mich wieder einmal der Vorbereitung auf mein Rigorosum widmete. Ich mag sie unglaublich gern, diese kleinen Gesellen. Und sie erinnern mich an eine kleine deutsch-englische Anekdote aus meiner Beziehung mit einem Amerikaner:

Ich wollte ihm erzählen, dass eine der jungen Frauen, mit denen ich arbeitete, eine Stunde besonders schön gestaltet und unter anderem Schokoladenmarienkäfer verteilt hatte. Im Eifer des Gefechts schlug ich im Wörterbuch jedoch "Maikäfer" nach statt Marienkäfer und stieß dabei auf das Wort "cockchafer". Leider konnte mein Herzallerliebster mit diesem Wort überhaupt gar nichts anfangen. Er schrieb zurück: "What is a cockchafer? In English, 'cock' is a vulgar word for penis, and 'to chafe' means 'to scratch', so it sounds somewhat painful."* Und völlig schleierhaft war ihm gar, warum man diese unheimlichen Dinger aus Schokolade herstellt. Hab ich gelacht!

*Zu deutsch: "Was ist ein 'cockchafer'? Im Englischen ist 'cock' ein vulgäres Wort für 'Penis' und 'to chafe' bedeutet kratzen oder scheuern, es klingt also etwas schmerzhaft."

03.07.2005 um 23:54 Uhr

Virtuelle Realität

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Nachdenklich
Musik: Reinhard Mey - Es gibt keine Maikäfer mehr

Heute habe ich viele Stunden vor dem Rechner verbracht. Zum einen habe ich eine Weile in diversen Foren herumgesurft und zum anderen lange ICQ-Gespräche geführt. Im Gegensatz dazu bestand mein reales, irdisches Leben an diesem Sonntag aus Hausputz, Wäsche waschen und bügeln, einem Telefonat mit einer Freundin, Yoga-Übungen auf meinem Balkon, der Pflege meiner Balkonblumen und ein wenig Meditation. Und plötzlich habe ich mich gefragt, wie eigentlich mein Leben aussah, ehe ich in der Welt der virtuellen, weltweiten Kommunikation gelandet bin. Oder wie es heute aussehen würde, wenn ich dieser Welt niemals begegnet wäre.

Ich weiß, dass ich früher wesentlich mehr ferngesehen habe. Heute schalte ich den Fernseher so gut wie gar nicht mehr an. Er steht bei mir im Schrank und wird nur zu besonderen Anlässen hervorgeholt und eingestöpselt. Außerdem telefoniere ich längst nicht mehr so viel wie früher. Ich kann mich noch erinnern, dass ich einst ganze Abende am Telefon verbrachte und teilweise mit zwei oder drei Personen an einem Abend sprach. Ich habe viel geschrieben: Texte, Exzerpte, Gedankensammlungen - und natürlich Tagebuch. Letzteres tue ich immer noch, wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so intensiv (und ergänzt durch das vorliegende Weblog). Und meine Kreativität lebe ich mittlerweile hauptsächlich in Internetforen aus.

Es macht mir Spaß, in der virtuellen Realität herumzuhüpfen und mit den unterschiedlichsten Leuten in Kontakt zu sein. Ich habe sehr nette Menschen dadurch kennen gelernt und verdanke diesem Medium sogar eine zarte Liebesgeschichte. Es gibt also eigentlich nichts, was ich der Virtualität vorwerfen könnte. Und doch packt mich mit schöner Regelmäßigkeit die Frage, ob es denn auch ohne das alles gehen würde. Mittlerweile wohne ich in in meiner Lieblingsstadt. Das Leben hier hätte eine Menge zu bieten und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich den Reichtum des realen Lebens hier vor Ort verschmähe, um über virtuelle Wiesen zu toben.

War es anfangs noch aufregend, mit meinem Liebsten im ICQ zu plaudern, machen mich solche Chatgespräche mittlerweile oftmals ungeduldig und unzufrieden. Mein Liebster ist nicht gerade eine Kommunikationskanone und unsere Nähe speist sich nicht unbedingt aus Worten. Am Telefon haben wir wenigstens den Klang unserer Stimmen, Atemzüge und verträumte Seufzer, die uns einander nahebringen. Im ICQ gibt es nur karge Buchstaben auf hellblauem Grund. Und so sind wir zwar manchmal im Kontakt, aber doch meilenweit voneinander entfernt.

Vor nicht allzu langer Zeit kam mir daher der Gedanke, einfach mal Urlaub zu machen von der Virtualität und herauszufinden, wie mein Leben hier und heute aussehen könnte, wenn ich nicht länger in diesem oder jenem Forum aktiv wäre. Noch zögere ich, diesen Gedanken umzusetzen, weil die Forumswelt zu einem festen Bestandteil meines Alltags geworden ist und ich sie nicht missen möchte. Aber ein spannendes Experiment und eine interessante Erfahrung wäre es schon - auch wenn es sicherlich nicht immer leicht wäre, der Versuchung zu widerstehen.

Mal sehen, wie sich die leise murrenden Stimmen in meinem Inneren entwickeln und was aus diesen ersten Impulsen in den kommenden Tagen und Wochen wird. Eigentlich wäre es die ideale Zeit für einen Interneturlaub: Es ist Sommer, die Tage sind hell und weit und ich habe genug zu tun, um Langeweile nicht fürchten zu müssen. Doch ob ich wirklich das Durchhaltevermögen habe, mich konsequent vom Netz fernzuhalten, dessen bin ich mir noch nicht so sicher.

27.06.2005 um 22:54 Uhr

Brücke

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Guten Mutes
Musik: ---

 

Diese Körperhaltung ist meine Vision. Nicht dass ich auch nur annähernd in der Lage wäre, sie auszuführen. Oh nein, ich bin Lichtjahre davon entfernt. Genau genommen sind noch nicht einmal meine Arme kräftig genug, mich aus der Rückenlage nach oben zu stemmen - von der Krümmung im unteren Rücken mal ganz zu schweigen. Aber die Vorstellung, so geschmeidig und beweglich zu sein, dass diese Position möglich wird, fasziniert mich. Ich habe keine Ahnung, wieso. Aber schon von jeher fand ich mich in Phantasien und Tagträumen immer mal in dieser Haltung wieder.

Noch eleganter, als sich vom Boden hochzustemmen, ist es natürlich, sich einfach so nach hinten zu beugen, wie es beispielsweise Artistinnen oder Sportlerinnen tun. Mir ist völlig klar, dass ich zu alt, zu steif und vor allem zu faul bin, um diese Art von Beweglichkeit zu erreichen. Ich bin nämlich alles andere als eine Sportskanone. Am liebsten schicke ich meine Gedanken spazieren oder lasse meine Gefühle Rad schlagen, während ich gemütlich in einem Liegestuhl in der Sonne (oder wahlweise auch im Schatten) liege. Die Verlockung, die in einem Bild wie dem obigen liegt, spüre ich dennoch. Nur schade, dass Vorstellungskraft allein nicht genügt, um derart geschmeidige Bewegungen möglich zu machen.

14.06.2005 um 23:37 Uhr

Schicke Schuhe

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Heiter
Musik: Donnergrollen

Ich möchte euch heute gerne mit dem beliebtesten Folterwerkzeug der Neuzeit bekannt machen. Darf ich vorstellen: Damenschuhe mit Absatz. Wer auch immer je auf die Idee kam, dass Frauenfersen am besten zehn Zentimeter über dem Erdboden zu schweben haben, möge ewig in der Hölle schmoren! Ich gebe ja zu, dass sie schick aussehen, meine fliederfarbenen Sandalen. Zierlich, sinnlich, elegant. Aber sie sind nicht dazu geeignet, darin zu laufen. Selbst der Weg von der Wohnungstür zur U-Bahn wird in solchen Schuhen zur Qual. Ich stakse voller Unbehagen mit angespannten Beinen und einem merkwürdigen Hohlkreuz meiner Wege, während sich mein Fuß gegen die Riemchen quetscht und ich schon nach drei Schritten erahne, wo ich später am Tag Blasen und Druckstellen haben werde. Nach 100 Metern tun mir die Füße bereits so weh, dass ich mich danach sehne, mein Schuhwerk auszuziehen und weit von mir zu werfen. Aber natürlich tue ich das nicht. Ich weiß doch, was sich gehört.

Es soll ja Frauen geben, die völlig mühelos und ohne jegliche Beschwerden in hochhackigen Schuhen einherwandeln. Ich kenne zwar keine von ihnen persönlich, aber es würde mich schon einmal interessieren, wie die das anstellen. Jahrelanges Training? Angeborene Fehlstellung der Füße? Absolute Schmerzunempfindlichkeit? Ich frage mich, ob diese Frauen womöglich Mühe haben, barfuß und ebenerdig zu laufen. Oder es gibt sie gar nicht wirklich und sie gehören lediglich dem Reich der Mythen und Legenden an.

Besonders deutlich wurde der Kontrast für mich heute, als ich zur Selbsterfahrung ging und dort als erste Amtshandlung meine Schuhe auszog. Was für eine Erlösung! Kurze Zeit später lag ich auf der Massageliege und Ann massierte meine Füße. Die reinste Offenbarung, sage ich euch! Mein Fuß, der sich vorher wie ein einziger, schmerzender Klumpen angefühlt hatte, wurde plötzlich wieder lebendig. Ich spürte seine Knochen, seine Muskeln und Sehnen, seine Konturen und jeden einzelnen Zentimeter seiner Haut. Wenn es so etwas wie ein Paradies gibt, dann war ich ihm in Anns Händen heute sehr nahe. Die grausame Realität holte mich allerdings ein, als ich danach meine Schuhe wieder anziehen musste...

03.06.2005 um 11:16 Uhr

Fünfhundert

von: Nimien   Kategorie: Flickenteppich

Stimmung: Versonnen, wohlig, zufrieden
Musik: Der Gesang der Vögel

Heute durfte ich den 500. Besucher auf dieser Seite begrüßen. Natürlich bedeutet das nicht, dass 500 Menschen in diesem Tagebuch gelesen haben, denn einige meiner Leserinnen und Leser waren sicher weit mehr als einmal hier. Manche von ihnen kenne ich persönlich. Es sind liebe Freunde, Personen, die mir wirklich nahestehen und die ich durch meine Texte an meinem Leben und meinen Gedanken teilhaben lassen möchte. Aber es ist durchaus denkbar, dass auch völlig Fremde sich hierher verirren und womöglich ein ums andere Mal wiederkommen. Aus diesem Grund habe ich mal eine kleine Umfrage gestartet, weil mich die Gepflogenheiten meiner Leserinnen und Leser interessieren würden. Seid doch so nett und beteiligt euch daran. Im übrigen dürft ihr euch auch gerne durch Kommentare und Gästebucheinträge zu erkennen geben.

Ansonsten war gestern ein rundum toller Tag. Die Sonne schien, die Parkettleger bescherten mir einen wunderschönen, funkelnagelneuen Fußboden und meine Frauenärztin erwies sich wieder einmal als eine kompetente Vertreterin der Tradition der Weisen Frauen. Wenn ihr euch jemals eine bakterielle Scheideninfektion eingefangen haben solltet, lasst euch nicht mit Antibiotika abspeisen. Mutter Natur hat nämlich eine Menge zu bieten, wenn es um euer körperliches und seelisches Wohlbefinden geht. Almut empfahl mir ein Teebaumöl-Olivenöl-Gemisch im Verhältnis 1:10 und anschließend eine Joghurt-Kur. Natürlich erfordert das ein klein wenig mehr Mitwirkung, als wenn ich nur Tabletten schlucken würde, aber es gibt mir das gute Gefühl, mit mir selbst und meinem Körper in Einklang zu sein.

Über Mittag saß ich mit meiner Schwester auf dem Balkon und wir entwickelten Ideen für eine gemeinsame Wochenendveranstaltung im Herbst. Mit ihrem Hintergrund einer professionellen Ausbildung in Gesang, Tanz und Schauspiel hat sie eine Menge zu bieten, das sich wunderbar mit meinem körper- und psychotherapeutischen Erfahrungsschatz verbinden lässt. Ich bin schon sehr gespannt, was am Ende daraus entsteht, und freue mich darauf, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Am Abend hatte ich noch zwei sehr schöne Sitzungen mit meinen Klientinnen, denen ich mich sehr nahe fühlte. Wie immer genoss ich es, mich in den Praxisräumen aufzuhalten und danach im milden Abendschein der Sonne zur U-Bahn zu laufen, um mich auf der Fahrt in das Kapitel "Shadows of the Past" aus "The Lord of the Rings" zu vertiefen. Und während sich schließlich draußen die Dunkelheit über die Stadt senkte, klang mein Tag aus mit einem wundervollen, zärtlichen und rundum unvernünftigen Telefonat, dessen süßen Nachhall ich noch heute spüre. Ach, du!