die absicht, uns morgens mit trompetenklängen zu wecken, war wohl doch mehr ein scherz, denn kurz vor der angst bin ich tatsächlich von allein erwacht. schnell zum frühstückvorbereiten und dann gemütlich mit den anderen workshoppern den grummelnden magen füllen. ich vermerke für mich, dass Dr. OM ein grandioser spaßvogel ist, selten so gelacht am morgen.
den workshop beginnen wir da, wo wir den tag zuvor aufgehört haben, aber ich bin noch nicht in form, was koordination von händen und füßen angeht und dann sollen wir dazu auch noch singen. leute, ich möcht jetzt ans balaphon, büdde!
und das ist verdammt schwer, so ein balaphon - wir schleppen es durch die halbe hasenheide *hechel* und dann geht´s los. momo hat ne engelsgeduld (ich bewundere solche leute!), wir üben, üben, üben und es wird. es klingt tatsächlich nach etwas! und ich arbeite auch an meinen charakterzügen - ich werde mir nichts daraus machen, einzeln vorzuspielen, ich werde mich das trauen - JAWOHL!!! (wenn man sich das lange genug einredet, dann klappt das auch! ;) ). bis zum mittag haben wir uns durch den support von OYE COMO VA gekämpft und arbeiten an verschiedenen breaks, ja tschakka, wir schaffen das!!!
gegen mittag erinnert mich mein körper daran, dass er nicht nur letzte nacht, sondern auch nächte davor ein dickes schlafdefizit hatte. er sagt: geh schlafen! aber ich sage ihm: dass wir jetzt wieder balaphonen gehen und ich spiele, den support, die breaks rauf und runter. ich WILL heute abend dieses stück spielen können, ohne wenn und aber! und ich kann es! der einzig kleine makel ist, dass ich mir die anzahl und die reihenfolgen nicht so schnell eintrichtern kann, aber der rhythmus stimmt und die einzelnen stücke sind richtig gespielt - ich bin sooooo stolz.
am ende jenes abends spielen wir also mit 17 leuten OYE COMO VA mit balaphonen, congas, shakern, claven, einer bell und einer ratsche - wer kann, singt auch noch :) (letzteres hab ich mir der richtigen spielweise am balaphon zu liebe gespart!).
viel zu schnell ist der tag um, aber ich weiß, ich werde einen solchen workshop sicher nicht das letzte mal besucht haben. das nächste mal allerdings mit afrikanischen rhythmen.
am abend folgt auf ein gemütliches abendgrillen eine weitere trommelsession am lagerfeuer. ein rhythmus wird in die runde geworfen und es steigen verschiedene instrumente ein ... und mit einem mal ist alles ganz leicht ... ali singt lieder aus dem irak und wir spielen dazu, obwohl keiner von uns je zuvor diese lieder gehört hat. es ist eine schöne ausgelassene stimmung, die wieder bis in den nächsten tag hereinreicht ... rein in "vier tage - letzter teil"