...noz! & der tanz in der steppe

16.09.2007 um 21:26 Uhr

vier tage - teil II

von: NoZi   Kategorie: alltägliches - daily soaps

 

das navi lotst mich brav bis zum ziel und ich stoppe an einem kleinen waldweg, der in großen buchstaben verkündet, ein PRIVATWEG zu sein ... nein, da kann ich nun wirklich nicht reinfahren. an der nächsten möglichkeit anhalten und momo anrufen ... okay, ich fahre doch hinein! und werde so herzlich empfangen, als wenn man einen alten freund wieder trifft. hier werd ich mich wohlfühlen, dass merke ich vom ersten augenblick an.

und ich werde für den rest des tages bestaunt, wie eine kleine ausserirdische ... nicht der haare wegen, ich glaube, da gibt es verrücktere leute ... nein, der strecke wegen, die ich zurückgelegt habe, des balaphonen wegens. und immer wieder die gleiche frage: wie bist du denn auf´s hasentrommeln gekommen? ich erzähle meine geschichte bestimmt fünf mal ...

und weil es so schön ist, wenn sich musizierverrückte zusammenfinden, fangen wir noch am selben abend an. rhythmusübungen mit körperpercussion. ich ahne schlimmes, als vermehrt stimmen aufkommen, dass der balaphonrhythmus der schwierigste sei. aber ich gebe nicht auf, bevor richtig begonnen wurde. und ich bin froh, immerhin schon anderthalb jahre zu trommeln und so langsam ein gefühl für rhythmen entwickelt zu haben. als blutiger anfänger wöllt möchte ich da nicht gestanden haben :)

und ich beginne an diesem abend auf dem balaphon zu klimpern ... es klingt mehr nach einer chinesischen teezeremonie, aber so wunderschön ... damit könnte man kinder in den schlaf spielen oder aber nach einem anstrengenden arbeitstag wieder runterkommen. dieses instrument ist einfach der hammer und ich könnte mir nicht vorstellen, dass es zusammen mit djembes gespielt wird, hätte ich es nicht schon erlebt. während die anderem ums feuer sitzen und trommeln, MUSS ich drinnen spielen, dieses instrument hat mich vollkommen gefangen genommen und ich nutze jede minute, die ich davor si darauf spielen kann. es gesellt sich ein weiterer teilnehmer zu mir, der nach seiner aussage nur ein kleines bisschen gitarre spielen kann. ich vermerke für euch: er hätte ein riesenkonzert geben können, so gut spielt er!!! nun denn, wir sitzen drinnen und spielen, obwohl ich nie zuvor ein balaphon gespielt habe, bekommen wir einen wohlklingendes duoett zustande ...

gegen 1.00 uhr beschließe ich, meine djembe reinzuholen und ins bett zu fallen. natürlich schaffe ich es nicht, denn wenn am feuer immer noch fetzige rhythmen die runde machen, wie bitte soll ich da einfach meine trommel schnappen und gehen ... also spielen wir mitten in der nacht in einer lautstärke, die in den eigenen wänden zu mehrmaligen hausbesuchen unserer grün-weißen freunde geführt hätte. wir spielen und finden kein ende ...

da es mittlerweile schon heute ist und ich heute ja noch balaphonspielen lernen möchte, zwiinge ich mich zum abgang, denn esgeht ja weiter zu "vier tage - teil III"

 

 


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