Noch mal von vorne

07.02.2015 um 09:08 Uhr

Ficus Benjamin

von: runiko

Stimmung: ganz ok

Der arme Ficus

Stolz und  schön, in voller Pracht kam der etwa siebzig Zentimeter grosse Ficus in unser Haus. eigentlich liebt er es nicht, laufend an einem anderen Platz zu stehen aber bei uns musste er laufend umziehen. die Katzen fanden ihn einfach zum Anbeissen. Zum Schluss stand er im Bad. Man sollte meinen ein Tageslichbad sei ein schöner Platz für ihn, aber weit gefehlt. Dieses Bad ist schlecht durchlüftet, vor dem Fenster ist eine Mauer, so das es nie wirklich schön hell wird. Zu allem Überfluss schwanken die Temperaturen zwischen sehr kalt und sehr warm und dann ist auch die Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Überall an den Wänden kann m an den Schimmel sehen. Folglich wurde der Ficus ganz traurig und liess die Zweige hängen. Nach und nach verlor er alle seine Blätter.
Also dachte man draussen, vor dem Fenster könnte es ihm gefallen und stellt ihn raus. Hier war der Ärmste nun allen Widrichkeiten der Natur ausgesetzt. Mal war es heiss und trocken, dann wieder wurde er vom Regen regelrecht überschwemmt. Unkraut siedelte sich in seinem Topf an.
Hei dachte er, wenn dieses Kraut sich in der Natur hier so wohl fühlt, dann sollte ich das doch auch können.... Zaghaft bildete er wieder Blätter an seinen kahlen Ästchen aus und stand so, noch ein wenig zerrupft aber doch Lebensmutig bis in den Herbst. Niemand befreite ihn aber von dem Unkraut und so nahm es seinen Wurzeln die Kraft. Ausserdem wurde es langsam kalt und kälter. Es kostete ihn viel Kraft die Blätter zu halten. Die anderen Bäume rundherum erklärten ihm, das er seine Blätter jetzt auch abwerfen müsse, damit er nicht stürbe, denn so ein Winter sei hart. Also trennte er sich wieder schweren Herzens von seinen schönen Blättern.
Der Winter kam mit aller Härte. Schnee in Mengen bedeckten den Ficus. Tagsüber schmolz ein Teil des Schnees und spätestens am Abend kam Väterchen Frost mit seinem kalten Würgegriff. Ficus sah toll aus mit seinem Schnee und den klaren Eiszapfen. Es sah wirklich so aus, als könne er den Winter überleben und im Frühling mit neuer Kraft erwachen.
Doch oh weh, Es kam ein schlimmer Sturm auf. Der Wind wehte soo stark. Er wehte Schnee hinter den Ficus auf die Fensterbank und ans Fenster. Ficus verlor das Gleichgewicht und stürzte Kopfüber in den Schnee.
Niemand kann ihn da aufheben, denn der Schnee liegt dort über einen Meter hoch. Verwehungen, kein durchkommen. Muss Ficus nun wirklich sterben? Nach so viel Überlebenskampf. Wir werden versuchen ihn wieder ins Haus zu holen, sicher gibt er lieber den Katzen das eine oder andere Zweiglein als so vor sich hin zu sterben.
Armer Ficus....

06.02.2015 um 08:56 Uhr

Noch langweilig...

von: runiko

Stimmung: Bähhhh

Es stürmt. Schneesturm. Allein das Wetter ist so gar nicht meins.
Kaffee ist alle - das Essen wird knapp - Geld ist noch keins da.
Wofür schafft man eigentlich was???
Irgendwie bin ich total deprimiert. Ich will endlich loslegen. Grrr ich fühle mich wie ein Rennwagen dessen Reifen zum aufwärmen durchdreahen und ich freu mich drauf, die Bremse endlich zu lösen und durchzustarten.

04.02.2015 um 11:15 Uhr

Ich hasse warten

von: runiko

Stimmung: man lebt
Musik: Katzenschnurren

Wenn ich etwas hasse, dann ist es in den Startlöchern zu stehen und warten zu müssen. So was zerrt an den Nerven. Der Tag fing heute sehr merkwürdig an: Aufstehen wie gewohnt um halb drei, ok. Aber dann um fünf Uhr dreissig fast am Tisch eingeschlafen, also noch mal ins Bett bis um halb acht. Ich kann mich nicht erinnern, das so etwas schon jemals vorgekommen ist bei mir. Na gut, jetzt bin ich aber fit.
Das Wetter ist herrlich, strahlender, blauer Himmel, das ganze Dorf ist in eine dicke Schneedecke gehüllt und es ist kalt. Dicke Eiszapfen hängen von der Dachrinne. Sie sehen beeindruckend aus und manchmal bleiben Spaziergänger stehen und fotografieren. Idyllisch.
Mir geht es gut - soweit. Aber ich bin unzufrieden weil ich warten muss. Warten auf andere, damit ich endlich loslegen kann. Schliesslich kann ich keine Termine machen, wenn ich die Ware ja noch gar nicht da habe. Was wenn da noch was schief geht? Dann bin ich die Schuldige, nicht die, die es eigentlich verbockt haben. Die sind nicht greifbar für die Kunden. Das ist nicht nachvollziehbar.
Statt dessen schreib ich mir hier den Frust von der Seele.
Ich werd mich einfach in die Küche zurückziehen und was zum Mittag machen.
Vielleicht melde ich mich später noch mal ...

03.02.2015 um 14:08 Uhr

03. Februar 2015

von: runiko

Stimmung: Durchwachsen

Nun denn, Neuer Tag - Neues Glück
Der Tag find ger nicht soo schlecht an. M. hatte gute Laune und ist somit einigermassen erträglich. Mit M. wohnen wir zusammen in einer WG und eigentlich ist sie meine Freundin. Aber wie jeder Mensch hat sie ganz tolle und sehr liebenswerte Seiten und ein paar andere Seiten die einen eher nötigen sie mit dem Kopf vorraus durch ein geschlossenes Fenster werfen zu wollen. Und an neun von zehn Tagen ist das jeweils mindestens einmal am Tag der Fall.
Wie gesagt, heute Morgen gings noch, jetzt lässt sie grade wieder die andere Seite durchblitzen und - ja grrrrrrrrrrrrrr
Aber die Sonne scheint, es ist Saukalt dabei und die Schneewächten blitzern in der kalten Sonne. Die Katzen haben es sich zwischen dem Ofen und meinem Schreibtisch bequem gemacht und dösen leise schnurrend vor sich hin. M hat sich nach oben verzogen und ich hab hier Ruhe. Langsam hebt sich meine Laune auch wieder.
Nachdem ich nun also einen Teil meiner Ziele schon mal aufgeschrieben, konkretisiert und Bildhaft gemacht habe, fing ich heute Morgen an ein kleines Büchlein zu lesen, welches man uns auf dem Seminar mitgegeben hatte. Angefangen und bis zum Ende durchgelesen. Ja, war ja nicht dick... aber sehr interressant.
Nun kenne ich den Unterschied zwischen Network Marketing und einem illegalen Schneeballsystem. Dazu braucht man aber eigentlich kein Buch sondern nur wenige Sätze: Schneeballsysteme laufen nur mit Geld, ohne Produkte und man kann nie was erreichen - ausser dem Einen der ganz oben steht und genügend einfältige Leute findet die das toll finden. Network Marketing ist eine Vertriebsform, völlig legal und vor allem sehr effizient und bei entsprechender Leistung natürlich auch lohnend. Hier gibt es Produkte und Waren die es zu vertreiben gilt.
Und da mache ich natürlich mit. Derzeit stecke ich noch voll in den Vorbereitungen, denn Anfang März will ich richtig durchstarten. Bei einigen Verkaufsveranstaltungen war ich schon dabei: Märkte, Messen und Homeparties. Gute Beratung und ein freundliches, aufgeschlossenes Wesen und der Kunde freut sich.
Verkauft hab ich schon viel, früher: Wein, Papier, Modeschmuck und Ähliches, in die Materie finde ich mich auch schnell rein. Noch ein paar Regeln beachten, die ich bei meinen früheren Unternehmungen ausser Acht gelassen hatte und dann will ich es einfach wissen. Beim Verkauf von Wein hab ich früher super verdient, da waren 12.000 DM im Monat ein guter Durchschnitt. Verdienst versteht sich, nicht Umsatz. Aber da hab ich dann wieder mal ne Stufe auf der Leiter verpasst und bin abgerutscht. Bäääng! Alles verloren. Zwei Autos, Haus, Geld. Kurzerhand stand ich auf der Strasse. Na ja, bin ja ein Stehaufmännchen.
Jetzt also auf ein Neues. Bitte mit ähnlichem Erfolg beim Verdienst, Stufen auf der Leiter nicht verpassen und da oben bleiben. Das krieg ich doch hin.

02.02.2015 um 15:32 Uhr

Wenn das so einfach wäre

von: runiko

Stimmung: Aufbruchstimmung

Auf und nieder - immer wieder!
So war es bisher in meinem Leben.
Kaum hatte ich es geschafft der Unterdrückung zu Hause im zarten Alter von 15 Jahren zu entfliehen und mein Leben selber zu gestalten; kaum hatte ich es zu etwas Glück gebracht, musst ich ja unbedingt auf einen Kerl reinfallen. Bums, lag ich am Boden. Neue Unterdrückung, berufliches Aus. Na gut, diese Zeit ging zu Ende und ich traf (wie für ein aufgeschlossenes und mit normalen Bedürfnissen ausgestattetes weibliches Wesen) auf den nächsten Reinfall. Zweite Bruchlandung geglückt.

Schauriger Humor? Na ja, von irgendwas muss man ja leben.
Ich hatte es schon mehrmals geschafft wirklich gute Chancen zu nutzen. Kurzfristig hielt sich ein Supererfolg mit Superverdienst. Immer wieder ganz hoch rauf auf die Leiter, jedes Mal tiefer in den Abgrund gefallen.

Seit zehn Jahren bin ich nun ohne Trauschein glücklich. Also Seelenleben ok, aber beruflich noch immer eine gewisse Flaute.
Seit ein paar Monaten auf einem neuen Weg und seit gestern brennt die Lampe der Erkenntnis. Jetzt weiss ich, was ich bei meinen ganzen Chancen immer vergessen hab.

Jetzt also kommt ein neues Kapitel. Täglich werde ich Einträge machen müssen - und wollen natürlich - und täglich werde ich mich selber damit kontrollieren können. Und meine Leser können mich kontrollieren.
Will ich das? Nun, Sie können kontrollieren aber mich nicht vom Weg abbringen. Sie können sich amüsieren, lachen oder weinen, Sie können miterleben wie ich meine neue Chance nutze und ob ich diesmal die richtigen Stufen der Leiter finde und nicht runterfalle.

Heute habe ich erst mal meine Ziele Konkretisiert und sie mir Bildhaft gemacht. Collage nennt man so was und bis gestern dachte ich auch noch, das so was doch nur eine "Spielerei" ist.
Warten wir's ab und sehen wir weiter.
Bis morgen lieber Leser ....