...und das Leben ist schön

17.02.2008 um 23:01 Uhr

Es könnt' alles so einfach sein.

Die Fantastischen Vier - "Einfach Sein"
feat. Herbert Grönemeyer

[Smudo:]
Nein, komm, nein,
och Mensch, warum denn nicht?
Jetzt hab ich dich von dem Laden
über den Wagen
bis in den Vorgarten rumgekriegt
doch wir treten nur auf der Stelle
Versteh doch,
es geht um unsere Existenz
Vergiss das Materielle,
Vergiss den Job,
vergiss Mercedes Benz
Diese Welt ist in den Miesen
und vor allem braucht sie
endlich mal ’ne Entscheidung
Und was sie auch braucht,
ist die Liebe von allen,
da bin ich total deiner Meinung
Wir begreifen doch eh nix auf Dauer,
wenn wir nicht dauerhaft begreifen
Zweifeln wir an der Power,
dann powern wir nur unsere Zweifel

Und sie fragt „Echt?“ und ich sag „Ja, ja“
Und sie fragt „Echt?“ und ich sag „Na klar!“
Und sie kommt mit auf die Bude
und sieht top aus
Und ich sag „Ich bin der Smudo,
zieh dein Top aus“

[Herbert Grönemeyer:]
Es könnt' alles so einfach sein,
isses aber nicht
Es könnt' alles so einfach sein,
isses aber nich

[Michi Beck:]
Das hab ich mir irgendwie schöner gedacht
Ich glaub ich hab irgend ’nen Fehler gemacht
Ich hatte doch höhere Ziele
wollt Roederer trinken,
Vermögen verdienen über Nacht
Stattdessen sitz ich hier den ganzen Tag
Trink zuviel Kaffee, den ich nicht vertrag
Kopiere Papiere, die ich eh nicht kapiere
und später sortiere ich sie in ein Fach
Doch wo ist der Sinn, da wollt’ ich nie hin
Was bitte glauben die bloß wer ich bin?
Da kann noch was gehn,
ihr werdet schon sehn,
ich werde die Bude hier bald übernehm’
Und läuft der Laden erstmal wie ’ne Eins
dann ist das alles hier irgendwann meins
Ich bin der Pate und werde euch
Sklaven von allen Strapazen für immer befrein

Es könnt’ alles so einfach sein
Ich gönn’ allen ihr Eigenheim
Denn wir wollen eh keine Arbeit
dafür jede Menge Geld,
Wenn es geht keine Fragen,
die uns irgendjemand stellt.

[Herbert Grönemeyer:]
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht

[Thomas D:]
Schließ deine Augen und atme tief
und hör’ mal auf
nur das zu glauben, was du siehst
Du weißt genau alles durchschauen,
das schafft man nie
Doch was du brauchst,
das ist Vertrauen und Fantasie
In einem sind eh alle gleich
und auch wenn es keinem so scheint
Obwohl wir nichts wissen,
weiß jeder Bescheid
Darin sind wir alle vereint
Dann fassen wir hier mal zusammen:
Hat alles mit dir angefangen
Du bist irgendwann
übers Wasser gegangen
Und wir sollen vom Affen abstammen?

Klar ham wir Fragen aber ’ne Antwort
ham’ wir leider nicht
Klar wolln wir fort
aber irgendwo ankommen
könn’ wir leider nicht
Wir wolln ’ne Formel für ewigen Reichtum
krieg’n wir aber nicht
Harrison Ford oder Xavier Naidoo
sind wir leider nicht

[Herbert Grönemeyer:]
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht
Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht

10.10.2007 um 18:59 Uhr

Zuhause

Stimmung: etwas einsam
Musik: Großstadtgeflüster - Für Dich

Erkenntnis für heute: Ich könnte niemals allein wohnen. Nicht während eines unbegrenzten Zeitraums ohne Aussicht auf Änderung. Und es liegt nicht daran, dass ich nicht für mich allein sorgen könnte. Nein, mein Mitteilungsbedürfnis zieht mir einen Strich durch die Rechnung. Jetzt sitz ich hier - zur Abwechslung gerade mal zwei volle Tage allein - und werde langsam wahnsinnig. Ich sitze mehr vor dem Fernseher als sonst und esse noch unregelmäßiger, aber das überrascht mich gar nicht.
Allerdings wollte ich den Flur gerade vom Kreppklebeband befreien, da ich endlich mit dem Anstrich fertig bin und nun hat sich plötzlich jede Menge Putz gelöst, obwohl die Kante endlich mal perfekt ist... Und ich weiß nicht, wem ich's erzählen soll. Und plötzlich spüre ich wieder das innige Bedürfnis, meinen Blog mit Einträgen zu füttern, obwohl ich das schon seit vielen Wochen nicht mehr getan habe. Tut mir leid, aber ich war die letzte Zeit zu sehr mit meinem neuen Leben beschäftigt.

Inzwischen bin ich hoch offiziell Hamburgerin und habe mich schon einigermaßen eingelebt. Und in 1 1/2 Wochen geht auch schon die Uni los. Leider muss ich auch zugeben, dass ich mich noch immer wieder wie im Urlaub fühle, aber das wird sich sicher schnell ändern, wenn erst der ernst des Lebens wieder los geht. Schließlich habe ich derzeit weder einen Job, noch irgendetwas zu lernen o.ä. Zwischendurch habe ich mal einen zweiwöchigen Mathebrückenkurs besucht, aber als echte Einstimmung kann das auch nicht gelten. Dafür empfand ich ihn als zu einfach. Und ich glaube nicht, dass mein Studium einfach ist, dafür habe ich viel zu häufig kleine Das-schaffst-du-nie Anfälle. Wenigstens war ich schon immer gut im mir selbst zureden.

Tja und nun sitze ich hier und muss meine Gedanken loswerden. Ich Labertasche. Dabei ist hier noch so viel zu tun, bevor ich mich hier auch allein wohlfühle. Auch, wenn das ganz sicher nicht der Normalzustand ist, ab morgen Abend ist's ja wieder ein Zwei-Personen-Haushalt.

19.07.2007 um 01:20 Uhr

Augenblick

Leben

Geboren
aus dem Augenblick
ist Leben
auch nur dort
- im Augenblick.

Vergangenheit und Zukunft sind
nur Zaungast.


~ Irina Ranthmann

Im Augenblick ist das Leben schön. Und das wundervolle, was noch dazukommt: Vergangenheit wird im Rückblick noch viel schöner, als sie war und die Zukunft leuchtet mir mit rosigen Aussichten. Ich freu mich.

13.07.2007 um 23:44 Uhr

Umbruch und Aufbruch

Stimmung: ein bisschen einsam
Musik: Herbert Grönemeyer

Ich gebe zu, ich bin verwirrt. Mir war letztens sehr, sehr langweilig auf Arbeit und ich habe mir dort die Zeit vertrieben, indem ich eine Serviette in kleinster Schrift von vorne und hinten beschrieben und dort so meinen nächsten Blogeintrag notiert habe. Diese Serviette habe ich heute beim Aufräumen zur Seite gelegt...und jetzt ist sie weg. Spurlos verschwunden. Ich bin etwas misstrauisch, da mir ein lieber Kerl heute den Papierkorb entleert hat. Aber er hat doch bestimmt nicht...warum sollte er auch...wer schmeißt schon eine beschriebene Serviette weg. Oder?

Bevor ich mich ärgere, fang ich hier lieber schnell an, was neues zusammenzutippen. Geschrieben hatte ich das ganze sowieso schon Dienstag, was ja schon wieder nicht aktuell ist. Und die Zwischenkommentare, wieviele Autos ich in der Stunde am DriveCash nebenbei bedienen durfte, interessieren ja auch niemanden.

Ich hab heute ein bisschen gezählt. Ich verbringe noch 22 volle Tage hier zu Hause. Den Rest der Zeit bin ich unterwegs oder bereits in Hamburg. Und von diesen 22 Tagen werde ich vermutlich ca. 16 Tage arbeiten. Der Abschied naht mit großen Schritten.
Aber darin bin ich ja inzwischen schon etwas geübt. Ich mache derzeit viele Dinge zum letzten Mal. War das letzte Mal in meiner Schule, sang das letzte Chorkonzert, war auf meinem letzten (und einzigem) Abiball, habe viele Lehrer und ehemalige Mitschüler, ohne es zu wissen, das letzte Mal gesehen. Im gleichen Zuge bereite ich aber meinen absoluten Neuanfang vor. Nach über einem Jahr Pendeln zwischen Köln und Rostock kommen tägliches Beisammensein und zusammen wohnen auf uns zu. Eine gute Hälfte meiner Sachen hat bereits den Weg in die neue Wohnung gefunden und wartet dort darauf, ausgepackt zu werden. Aber vorher kommt noch mal ein wichtiges, bedeutendes Datum auf mich zu. Der 20. Juli. Vielleicht auch der 21. oder einen Tag drauf, aber länger sollte es nicht dauern. Dann müsste eine Zusage von meiner Uni gekommen sein. Sonst läuft Plan B, aber wer nimmt schon Plan B, wenn er auch Plan A ausführen kann.

Studentin. Mein Gott, bin ich alt. Ich habe noch gar nicht realisiert, dass mein Abitur rum ist. Ich hab meinen 1,6er Durchschnitt, den mir mein Leben lang keiner mehr wegnehmen kann. Ich hab das erste große Kapitel "Schule" durch. Ein schönes Gefühl, aber gleichzeitig auch ein sehr trauriges. Obwohl ich nun etwas Übung darin habe, mir liegen Abschiede nicht. Wehmut und Tränen gehören leider häufig dazu. Ich bin generell kein Mensch, der Veränderungen mag. Ich möchte Abwechslung haben, ja, aber die grundlegenden Dinge, meine feststehenden Pfeiler sollen bleiben. Folglich bin ich darauf gespannt, wie es mir nach dem Auszug bei meinen Eltern ergeht. Ich bin froh, dass ich dann nicht allein da stehe, so ganz ohne Unterstützung wäre der Start sicher noch schwieriger... Aber die Vorfreude überwiegt. In 11 Tagen ist der erste Teil des Umzuges bereits vorbei. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

20.06.2007 um 00:57 Uhr

Zeitplan

Heute wurde meine Mutter 60 Jahre alt. Morgen früh gibt es um 8 Uhr Frühstück. Übermorgen habe ich um 9 Uhr Prüfung und danach mein Abi in der Tasche. Am Freitag wird der Mietvertrag unterzeichnet. Und ich muss 7 Stunden arbeiten. Am Samstag ist die ganze Familie da und wir feiern den Geburtstag nach. Am Sonntag fahre ich nach Hamburg zum Herbert Grönemeyer Konzert.

Was ich am Montag tue, weiß ich noch nicht.

Am Dienstag sind es noch 28 Tage. Mittwochabend soll es eine Abschiedsparty für Steffi geben. Am Donnerstag können wir in unsere Abiturarbeiten hineinschauen. Und erfahren unser Gesamtergebnis. Am Freitag muss ich arbeiten. Nur 6 Stunden. Am Samstag ist Abiball. Am Sonntag ist es ein volles Jahr. Strand. Hoffentlich schönes Wetter.

Ich mag mein Leben. Vielleicht sollte ich am Montag einen Ausflug machen. Sonst wird es noch langweilig.