Hallo!
Parallel zur Entwicklung des akademischen Krams besteht natürlich auch noch das Wohnungsproblem. In Paris ist Wohnungsnotstand und für die kleinste Bruchbude zahlt man trotzdem 500 Euro im Monat. Ziemlich entsetzlich, wenn man dann auch noch nicht gaaaanz weit weg von der Universität wohnen möchte (also alles unter einer Stunde Anfaht pro Strecke). Außerdem als Ausländer ziemlich schwierig, dann in eine Wohnung reinzukommen, vor allem, wenn man nicht vor Ort ist und nicht wirklich viel Geld hat, geschweige denn einen schmucken Verdienstnachweis.
Nun habe ich dummerweise inzwischen keine Kontakte mehr nach Frankreich, nach Paris schon gar nicht und stehe damit ein wenig auf dem Schlauch. Aber wie es so ist, in dieser schönen weiten Welt - meistens kennt man wen, der wen kennt, der mit jemandem verwandt ist, der wen gesehen hat. An dieser Stelle also einen fetten Knutscher an die liebe Nicole, die gerade ein paar Tage in Paris zugebracht hat - dort also tatsächlich jemanden persönlich kennt. Mir würde an dieser Stelle ja reichen, wenn dieser jemand einen entfernten Verwandten hätte, der ein Zimmerchen für einen nicht ganz horrenden Preis untervermietet - aber wie es in meinem lieben, kleinen Leben so ist, will der eine Mitbewohner in der entsprechenden WG zum Herbst ausziehen. Und das heißt, da wäre ein Zimmer frei. Nicht ganz billig, aber Pariser Standard - und mit Blick auf den Wohnungsmarkt zum Semester wahrscheinlich die angenehmere Alternative. "Waaaaaaaaaaaaaaaaaah! *haben will*".
Der Blick auf die Karte der Stadt bekräftigt diese Feststellung nochmal - ich will da rein. Das Errasmuswohnheim liegt nur unwesentlich näher an der Uni als die WG, außerdem ist ein riesiger Park in der Nähe, der eventuell die Fortführung des Lauftrainings trotz Großstadt ermöglichen würde. Allerdings muß ich bemängeln, daß es zur nächsten Kletterhalle wohl vom Wohnheim aus kürzer wäre... ;) Aber Kletterhallen sind furchtbar teuer in Paris, außerdem gibt's in der Uni eine mit zugehörigen Kursen, also nicht rumgeheult.
Nach einigem Hin und Her habe ich dann mal eine Mail an die Bewohner der WG geschrieben. Es ist sicher nicht allzu angenehm, sich für einen neuen Mitbewohner zu entscheiden, wenn man ihn noch nie gesehen hat und vor allem noch nie ein Wort von ihm gehört hat. Caro hätte da wohl ein kleineres Problem mit, weil sie die Empfehlung von Nicole hat - aber sie ist ja auch nicht die einzige dort.
Die Antwort von Caro auf die Mail war erstmal sehr lieb, aber vor Ende des Monats wird sie mir wohl keine Antwort geben können, ob das nun klappt oder nicht. Ich werde mich also trotzdem auf den Wohnheimplatz bewerben, auch wenn es illusorisch ist, daß ich dort ein Zimmer kriege.
Langsam werd ich konfus... also erstmal Schluß für heute, ich hab sicher schon die Hälfte vergessen.
J.-