Paris, Paris...

24.06.2009 um 20:57 Uhr

Elite.

von: jeary   Kategorie: Wohnung

Heute mal "Studieren in Paris" ins liebe kleine google geschmissen, um zu gucken, ob dabei vielleicht ein paar Nachmittag-füllende Informationen bei rüberwachsen.

Der vierte Treffer: ein Artikel der Zeit aus dem Jahre 2006. (http://www.zeit.de/2006/25/Frankreich_xml) Ich habe bisher nur die erste Seite gelesen, weil die entmutigend genug war. Die Cité Universitaire ist also ein Komplex von Wohnheimen für die geistige Elite. Und ich soll mich da bewerben? Wahrscheinlich sollte ich eher mehr Anstrengung in die Suche nach einer stinknormalen WG investieren als in diese Bewerbungsunterlagen... nach dem Blick, den ich im Auslandsamt schon bekommen habe, flieg ich da nach dem ersten Aufblättern meines Notendurchschlags raus. Schließlich können wir ja nicht riskieren, daß ich den intelligenten Durchschnitt der ganzen Akademiker versaue. 

 

J.-

22.06.2009 um 23:17 Uhr

*gähn*

von: jeary   Kategorie: Wohnung

Stimmung: Müüüüüüüüüüüüde.
Musik: Alanis Morissette - You Owe Me Nothing

So, ich hab die letzten drei Stunden damit zugebracht, geschätzte fünftausend Mails an potentielle WGs und Mitbewohner und Vermieter in und um Paris zu schreiben. Mal schauen, wie viele davon meinen, mir antworten zu müssen. Jetzt erstmal ins Bett. *gähn*

 

J.-

22.06.2009 um 21:15 Uhr

Kommunikation...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Stimmung: :motz:
Musik: Wise Guys - Sonnenschein

Soooo... keine wirkliche Entwicklung. Heute nur Mail aus dem Auslandsamt, was denn mit mir wäre und ob ich mich gekümmert hätte. Ich habe natürlich brav zurückgeschrieben, wie denn der Stand ist (Unterlagen mit LearningAgreement in Paris, Unterschrift vom Auslandsamt von Kollegin erhalten) - und natürlich die Frage, ob ich irgendwas vergessen habe, so ein wenig unsicher war ich ja dann doch.

Antwort: Nein, alles bestens. Zweite Mail mit allen Standardunterlagen im Anhang. Das Standard-LearningAgreement sieht minimal anders aus als das, was ich für die französche Uni ausgefüllt habe. Nun ja. Hoffen. *gna* Wahrscheinlich hätte ich mich alleine mehr belesen sollen und ich werde mich jetzt nicht rausreden, indem ich meine Frage "Was muß ich denn jetzt noch alles abliefern?" zitiere und mich an die Antwort - "Na das, was sie noch von der Uni dort bekommen." erinnere. Naja, wahrscheinlich hab ich nur wieder nicht ausreichend hingehört.

 

J.-

18.06.2009 um 15:25 Uhr

Nu bin ich bekannt...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Musik: Leonard Cohen - Hallelujah

Hallo!

Ich habe nun, schlußendlich, meine Unibewerbung abgeschickt. Wer von Euch also noch ein Exemplar im Postkasten findet zum Korrekturlesen: Lest es, meinetwegen, aber bitte schickt mir keine Korrekturvorschläge mehr, bitte! Ich weiß, daß das Ding nicht perfekt ist, aber ich habe an irgendeinem Punkt beschlossen, mich nicht weiter fertig zu machen, sondern einen Schlußstrich zu ziehen. Also eingescannt und abgeschickt. (Schönes Gewusel mit vergessenen Unterschriften, doch noch gefundenen Tippfehlern und Alles-Dreimal-Machen.)

Die Antwort von der Dame im französischen Erasmusbüro kam praktisch sofort: Alles angekommen, die analoge Version bräuchte sie nicht mehr, das digitale reicht. Also muß ich nicht mal mehr die Post bemühen und bin sozusagen drin und angemeldet.

Ich schätze mal, in den nächsten Tagen wird noch einiges an Fragen auftauchen bezüglich meiner Fachwahl.  In Frankreich ist es augenscheinlich üblich, den typischen Schmalspur-Informatiker auszubilden ;) Anders gesagt: Es gibt dort nichts, was mit einem Nebenfach vergleichbar ist, zumindest laut meiner bisherigen Recherchen. Eventuell werden also ein paar Probleme wegen der Kurse kommen, die ich an der Fakultät für Physik belegen will. Aber da die Uni das Erasmus-Abkommen hat und nicht die einzelne Fakultät, denke ich, daß sich das klären läßt.

Unitechnisch kann ich jetzt nur noch abwarten, aber der Bafögantrag liegt schon zu lange rum und die Bewerbungsunterlagen für das Studentenwohnheim und das zweite Stipendium müssen bis Ende des Monats fertig werden.

Mit der WG habe ich weiterhin Kontakt, zumindest mit Caroline. Die klingt sehr freundlich, aber irgendwie ist so gar nicht absehbar, ob ich denn nun wirklich in das Zimmer reinkomme. Es bleibt also beim Hoffen. Zumindest weiß ich jetzt, daß das Zimmer nicht winzig klein ist (um die 15 Quadratmeter) und, daß Strom, Internet, Telephon in dem bisher bekannten Mietpreis schon mit drin ist. Gott sei Dank - mehr hätte ich mir echt nicht leisten können. 

Gruß,

Anett

11.06.2009 um 20:09 Uhr

Offiziell oder lieber doch noch nicht?

von: jeary

Stimmung: Unsicherheit ;)

So. Jetzt offiziell. Bisher hab ich ja nur so vor mich hingeschrieben, weil ich nicht wußte, ob was klappt oder eher nicht und so, deshalb das Blog relativ inoffiziell. Aber nu... könnte ich das ja einfach mal ein wenig verbreiten und gucken, ob sich jemand für den Schnatter interessiert.

Wem die letzten Beiträge zu lang sind: Leute, ich hau ab (wenn die Uni mich nimmt) und dann bin ich mal 'ne Weile weg. Dort, wo ich hingehe, sprechen die Leute komisch, meistens bemühen sie sich auch standhaft drum, genauso komisch zu schreiben und jaaaa keine Anglizismen in ihre Sprache wachsen zu lassen. Und da ist dann eine große Stadt, die einige große Unis hat und eine davon war so dusselig, mir zu erlauben, bei ihnen zu studieren. Das war die Kurzfassung. ;)

 Aber vielleicht doch besser alles nicht, kann ja immer noch was schief gehen. Die Uni kann mich nicht wollen. Und dann ist eh alles futsch. Und warum sollten mich schon da haben wollen?

 

Gruß,

J.-

 

P.S.: Todos... Auslandsbafög, Nachfragen wegen WG, Motivationsschreiben überarbeiten und endlich festtackern, Bewerbung Studentenwohnheim zusammenbasteln, Informationen zweites Stipendium einholen und Bewerbung aus Anteilen anderer Bewerbungen zusammentackern.

11.06.2009 um 20:05 Uhr

Allgemeiner Spaß mit Ämtern...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Hallo!

So denn mal wieder... jetzt hab ich's fast auf dem aktuellen Stand hier. 

Ich habe gestern die Unterlagen zurück bekommen, mit der Unterschrift des Prüfungsausschußvorsitzenden unter meinem Antrag und wenig später mit der Unterschrift vom Prüfungsausschuß unter meinen Einschreibungsunterlagen. Fehlte also nur noch das Auslandsamt. Und da war ich dann heute: das alte Spiel. Wie komme ich auch auf die Idee, jemanden anzutreffen, wenn offiziell Sprechzeiten sind, gerade am Donnerstag Vormittag. Ich find's ein wenig komisch, ist ja nun nicht das erste Mal, daß das nicht klappt... aber geht mich auch nichts an, ich bin ein kleiner friedlicher Student.
Als ich dann nachmittags nochmal dort war, stellte sich heraus, daß wohl den ganzen Tag die zuständige Dame nicht zu erwarten ist. Aber große, hilflose Kulleraugen haben dazu geführt, daß sich ein Ersatz fand. Es folgte noch ein kleines nettes Gespräch und dann hatte ich eine Unterschrift und einen Stempel drunter. Und einiges an Hintergrundinformationen mehr...

Augenscheinlich ist das Austauschprogramm mit meiner gewählten Universität gar nicht mehr am Laufen. Nachdem sich einige Zeit keine interessierten Studenten gefunden haben, hat der verantwortliche Prof den Kooperationsvertrag nicht verlängert und gut war. Nun überschneidet sich das Auslaufen des Vertrages aber signifikant mit meinem Aufenthalt an der Universität (Dezember diesen Jahres). Es klang heute ein wenig so, als wäre da ein wenig Panik ausgebrochen, da ich meinen Erasmusruf ja schon hatte, aber kein entsprechender Vertrag mehr vorlag. Schlußendlich: In den letzten Wochen wurde spontan der Kooperationsvertrag verlängert, die unterschriebenen Unterlagen stehen zwar noch aus, aber es ist davon auszugehen, daß die Uni Magdeburg um eine weiter bestehende Kooperation reicher ist. 

Ich war's nicht!

J.-

08.06.2009 um 19:44 Uhr

Nee, oder?

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Heute habe ich die Sekretärin erwischt. Die hat mich allerdings genauso verständnislos angesehen wie die letzten paar Mal, die ich dort war (ich weiß selbst nicht mehr, warum). Kein Papierchen für mich, von Unterschriften weiß sie auch nichts, aber sie würde nochmal nachfragen. Nee, oder?

Oben bei Sichtkontakt gleich erstmal bei den Prüfungsamtdamen ausgeheult. So von wegen nichts angekommen und weg und bis ich den Prof wieder erreiche, wird's wohl dauern. An dieser Stelle verneige ich mich tief vor Frau T., die in all den Jahren anscheinend gelernt hat, daß Profs betriebsblind sind. Erasmuskram kommt aus dem Prüfungsamt und geht ins Prüfungsamt zurück. Abweichungen von dieser Regel sind selten und werden nicht beachtet. Der Papierkram fand sich sodann im Briefkasten des Prüfungsamtes zur Weiterbearbeitung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Und, wir sind wieder einen Schritt weiter....

J.-

05.06.2009 um 19:42 Uhr

Mpffpffttsgnammmmmmhpf.

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Stimmung: *gna*

Mehrfach versucht, die Sekretärin zu erwischen, kein Erfolg. Die Bürotür bleibt zu und mein Papier dahinter. Zumindest keine Mail vom Prof, die mir sagt, daß ihm da irgendwas nicht dran gepaßt hat. Also weiterhin Hoffnung.

 

J.-

04.06.2009 um 19:35 Uhr

Ja... oder doch lieber nein... ach, ich weiß nicht so richtig...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Stimmung: genervt

Hallo!

Ich habe also den ganzen Fachschnatter nochmal ordentlich zusammen geschrieben. Die Mail von Fachprof hinten dran geheftet. Links zu sämtlichen Lehrveranstaltungen rausgesucht. Mich mit diversen Office-Paketen rumgeärgert, um eine halbwegs ordentliche Tabelle zu erstellen. Dickes Danke an Jens, der mich an den Freuden seines einzigen und wahrhaftig echten Office hat teilhaben lassen - sonst hätt ich die Fachtabelle niemals nicht auf eine Seite bekommen. Aber nach einigem lustigen Hin-Und-Her-Geschicke von Docs, Xls' und Pdfs war das Ergebnis... naja, zumindest vertretbar. Anschreiben war schon fertig, alles zusammengetackert und los.
Aufgrund der Zeitsensitivität des Ganzen ging es dann direkt zurück zum Studienfachberater, ohne Umweg über's Prüfungsamt. Auch hier danke für ganz viel verständnisvolles Nicken und Kopfschütteln auch außerhalb der Sprechzeiten. (Man muß nur lange genug vor der Tür warten, irgendwann müssen sie ja sicher auf's Klo...) Es entsteht nochmal Unsicherheit, da der gute Mann beschließt, daß er das ja jetzt nicht einfach unterschreiben kann. (Also das, was wir bereits besprochen hatten, kompett, was da jetzt nur nochmal auf Papier vor ihm liegt. *gna*)
Aber er hinterlegt es bis morgen bei seiner Sekretärin und ich kann es mir abholen. Und das ist ja dann schon wieder freundlich - wenn er sich den Kram wirklich komplett nochmal durcharbeiten will, dann heißt das wohl Nachtschicht. Also nochmal zittern, ob er doch was findet, was nicht recht ist..... und dann ist es durch. :hop:

Gruß,

J.-

03.06.2009 um 19:49 Uhr

Wohnungssuche, der Beitrag

von: jeary   Kategorie: Wohnung

Hallo!

Parallel zur Entwicklung des akademischen Krams besteht natürlich auch noch das Wohnungsproblem. In Paris ist Wohnungsnotstand und für die kleinste Bruchbude zahlt man trotzdem 500 Euro im Monat. Ziemlich entsetzlich, wenn man dann auch noch nicht gaaaanz weit weg von der Universität wohnen möchte (also alles unter einer Stunde Anfaht pro Strecke). Außerdem als Ausländer ziemlich schwierig, dann in eine Wohnung reinzukommen, vor allem, wenn man nicht vor Ort ist und nicht wirklich viel Geld hat, geschweige denn einen schmucken Verdienstnachweis. 

Nun habe ich dummerweise inzwischen keine Kontakte mehr nach Frankreich, nach Paris schon gar nicht und stehe damit ein wenig auf dem Schlauch. Aber wie es so ist, in dieser schönen weiten Welt - meistens kennt man wen, der wen kennt, der mit jemandem verwandt ist, der wen gesehen hat.  An dieser Stelle also einen fetten Knutscher an die liebe Nicole, die gerade ein paar Tage in Paris zugebracht hat - dort also tatsächlich jemanden persönlich kennt. Mir würde an dieser Stelle ja reichen, wenn dieser jemand einen entfernten Verwandten hätte, der ein Zimmerchen für einen nicht ganz horrenden Preis untervermietet - aber wie es in meinem lieben, kleinen Leben so ist, will der eine Mitbewohner in der entsprechenden WG zum Herbst ausziehen. Und das heißt, da wäre ein Zimmer frei. Nicht ganz billig, aber Pariser Standard - und mit Blick auf den Wohnungsmarkt zum Semester wahrscheinlich die angenehmere Alternative. "Waaaaaaaaaaaaaaaaaah! *haben will*". 

Der Blick auf die Karte der Stadt bekräftigt diese Feststellung nochmal - ich will da rein. Das Errasmuswohnheim liegt nur unwesentlich näher an der Uni als die WG, außerdem ist ein riesiger Park in der Nähe, der eventuell die Fortführung des Lauftrainings trotz Großstadt ermöglichen würde. Allerdings muß ich bemängeln, daß es zur nächsten Kletterhalle wohl vom Wohnheim aus kürzer wäre... ;) Aber Kletterhallen sind furchtbar teuer in Paris, außerdem gibt's in der Uni eine mit zugehörigen Kursen, also nicht rumgeheult. 

Nach einigem Hin und Her habe ich dann mal eine Mail an die Bewohner der WG geschrieben. Es ist sicher nicht allzu angenehm, sich für einen neuen Mitbewohner zu entscheiden, wenn man ihn noch nie gesehen hat und vor allem noch nie ein Wort von ihm gehört hat. Caro hätte da wohl ein kleineres Problem mit, weil sie die Empfehlung von Nicole hat - aber sie ist ja auch nicht die einzige dort.
Die Antwort von Caro auf die Mail war erstmal sehr lieb, aber vor Ende des Monats wird sie mir wohl keine Antwort geben können, ob das nun klappt oder nicht. Ich werde mich also trotzdem auf den Wohnheimplatz bewerben, auch wenn es illusorisch ist, daß ich dort ein Zimmer kriege.

Langsam werd ich konfus... also erstmal Schluß für heute, ich hab sicher schon die Hälfte vergessen.

J.-

02.06.2009 um 19:35 Uhr

You've got mail...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

So. Mails an Professoren sind ja grundsätzlich kein Problem. Wenn man den Prof gut kennt, erst recht nicht. Es sei denn, man kennt den Prof so halbwegs und weiß, daß die Kommunikation etwas... ehm... schwierig ist, aufgrund komplett unterschiedlicher Denkweisen. Das ist jetzt nicht wertend zu sehen, passiert halt so.

Die Korrespondenz zum Thema "Pflichtfach im Ausland" hat dementsprechend und wahrscheinlich auch erwartungsgemäß etwas länger gedauert. Wohl auch bedingt dadurch, daß Teile meiner Antwortmails komplett konfus waren (ob das jetzt beschleunigend oder verlangsamend gewirkt hat, darüber darf man spekulieren ;)). Ich war mitten in meinen Formulierungen für's Motivationsschreiben und habe mich dann an deutschem Satzbau versucht - Ergebnis eher ernüchternd, in beiden Sprachen. Das wird noch ein Spaß, wenn ich dann wirklich dort bin und hier tippern will :silly:. 

Aber: Ergebnis positiv. Fach kann seiner Meinung nach anerkannt werden. Und schon waren alle kommunikativen Fehlschlüsse vergessen und der Mann auf einmal waaaahnsinnig sympathisch. (Nach der Prüfung, die ich in diesem Semester bei ihm schreiben möchte, sehe ich das dann sicher wieder normal anders.)

Dank an alle, die in diesen Tagen meine *gna*-Phasen, Aufreger und Quietschkonzerte bei positiver Antwort ertragen haben. Aber das ist wohl eine Aussage, die ich auf den kompletten Bewerbungsprozeß auweiten kann.

 

Gruß,

J.-