Paris, Paris...

30.09.2009 um 20:31 Uhr

Fuddern!

von: jeary

Ich habe mich heute an die Erkundung gewisser universitärer Grundeinrichtungen gemacht. (Nein, diesmal nicht die Toiletten, obwohl ich darüber fast auch noch einen Beitrag schreiben könnte...)

Ich hatte heute eine lange Pause zwischen 10:30 Uhr und 13:30 Uhr und gleichzeitig ziemlich argen Hunger - was lag also näher, als die Mensa endlich mal auszuprobieren. 

In Frankreich, oder zumindest an meiner Universität, existiert eine fest eingeplante Mittagspause. Diese liegt je nach Fachbereich zwischen 12:15 und 13:45 und ist mindestens eine Stunde lang. Dementsprechend Betrieb ist in diesem Zeitraum an der Mensa - keine Chance, im gleichen Zeitraum die Geldkarte aufzuladen _und_ auch noch ein Essen abzufassen. Also bin ich heute gleich zur Öffnung hingewackelt, um das zu erledigen. Einmal dort, konnte dem knurrenden Magen natürlich auch gleich Gehör geschenkt werden.

Als erstes: Beschäftigung mit dem Punktesystem. Man zahlt 2,90 Euro und hat dafür sechs Punkte zur Verfügung, die man in Essen umsetzen kann. Die meisten Vorspeisen und Desserts gibt es für einen Punkt, bei ganz besonders tollen Sachen muß man auch mal zwei davon abdrücken. Das Tagesessen gibt's für vier Punkte, Fleischbeilagen liegen bei drei, wie dann die Sättigungsbeilagen liegen, hab ich mir erstmal nicht gemerkt, da ich es der Einfachheit halber erstmal mit dem Tagesgericht angehen wollte.

Dabei habe ich sämtliche allgemeine Mensaregeln komplett ignoriert, wie sich das für einen Austauschstudenten gehört. Es hat zumeist einen Grund, wenn die heimischen Studenten sofort nach Lektüre des heutigen Angebots kehrt machen und in die Cafeteria gehen beziehungsweise seeeehr lange an der Fleischverteile anstehen. Zudem ist es nicht empfehlenswert, Gerichte zu wählen, die weder vom Namen noch vom Aussehen auf Inhaltsstoffe schließen lassen. (Erfahrungsgemäß wird dabei alles verkocht, was noch so über war, ein interessanter Name soll darüber hinwegtäuschen, so zumindest die Verfahrensweise in MD.) Heute gab es dann also einen Auflauf... man schichte unten in die Form eine dünne Schicht Kartoffelbrei, häufe dann eine Schicht zermatschten Fisch mit Zwiebeln und auch sonst gut gewürzt und in Öl geschwenkt, dann nochmal eine Schicht Kartoffelbrei und im Ofen leicht anbräunen lassen. Spätestens als mich die Mensatante nochmal fragend anguckte, ob ich das wirklich will, hätte ich schalten sollen, schätze ich.

Dazu als Vorspeise einen kleinen Salat mit Ei, als Dessert eine große Schüssel Weintrauben. Eigentlich gar nicht so schlecht, so alles zusammen. Ich bin gut satt geworden, teilweise war's sogar lecker. Und für 2,90 Euro ziemlich in Ordnung.

Für mich als Wenig-Esser finde ich es allerdings schade, daß man _zwingend_ die ersten sechs Punkte wählen muß, das ist die Mindestmenge. Für alles, was drüber geht, zahlt man halt extra. Allerdings könnte ich die sechs Punkte auch am Dessertstand zusammenkriegen *leise seufz* - diverse Tartes, Mousse Au Chocolat, diverse Obstsorten. Eingehen werd ich hier sicher nicht.

Sehr angenehm: (Leitungs-)Wasser ist gratis. Karaffen stehen auf den Tischen und können am Wasserspender in der Ecke nachgefüllt werden, Gläser gibt's eh. 

Jetzt muß ich nur noch die Tage in der Woche auskundschaften, an denen ich es mir zeitlich leisten kann, essen zu gehen - oder, ob sie es tatsächlich schaffen, in der einen Stunde Mittagspause alle abzufüttern (was ich bezweifle).

Und an alle Photosüchtigen: Nein, ich habe kein Photo von meinem Essen gemacht. Auch nicht von der Mensa. Noch nicht. Ich habe kurz drüber nachgedacht, aber irgendwie hat mir der Freakfaktor dafür, daß ich alleine essen war, schon gereicht. Im Rahmen einer lustigen Runde würd ich es vielleicht mal wagen. ;)

 

Gruß,

J.-

27.09.2009 um 21:37 Uhr

Bitte nicht bös sein...

von: jeary

... gerade eben herrscht hier akute Kopfschmerzflaute. Ich lieg gerade regelmäßig um mit mehr oder weniger starkem, migräneähnlichem Gewusel, so daß ich mich vielleicht noch zum Emails-Lesen zwinge, aber keine Lust auf längeres Tippen habe. Momentan werden Antworten also etwas länger brauchen, Blogeinträge sind in Planung, aber gerade halt einfach mal unangenehm zu realisieren.

Bis bald,

 

J.-

22.09.2009 um 16:40 Uhr

Kleiner Aufruf...

von: jeary

Hallo!

 Ich habe mir heute ein einem charmanten kleinen Laden ein neues Adressbuch geleistet. Daher möchte ich Euch bitte, mir auf Euch datenrechtlich möglichst wenig bedenklichen Wegen Adressen zukommen zukommen zu lassen (nach Möglichkeit die eigene...), um das gute Stück auch zu füllen. :) 

 

Liebe Grüße,

Anett

22.09.2009 um 15:27 Uhr

Eiffelturm

von: jeary

Für so ein wenig Tourikram haben wir uns dann letzte Woche doch noch Zeit genommen. Unter anderem ein Besuch im/am (Was sagt man?) Montmartre - alles voller Menschen, in der Mitte Sacre-Cœur. Irgendwie hatte ich das gute Stück sauberer in Erinnerung. Rechercheerinnerung nach eventuellen Reinigungsperioden.

Wirklich Zeit verbracht haben wir allerdings am Eiffelturm. Wie am Anfang schon festgestellt, fängt der irgendwann abends lustig an zu blinkern und das wollte ich dem C. auch zeigen. Da wir aber nun gar keine Ahnung hatten, wann das denn der Fall ist, wurde am Weg Abendessen besorgt (Baguette und Käse) und am gegenüberliegenden Ufer Stellung bezogen, irgendwann so zwischen sieben und acht. Nun weiß der informierte Leser natürlich, daß das Türmchen sich das erste Mal gegen neun Uhr in blitzender Pracht zeigt - wir wußten es nicht und mußten warten. In der Zwischenzeit sind aus Experimentierfreude (und Langeweile) eine ganze Reihe Photos entstanden.

Noch im Hellen, Menschenmassen:

 

 

Dunkel ist's schon *wart*:

Und wenn man jetzt auf dem Bild ganz genau hinschaut...

...sieht man in der Nähe der Ebenen kleine helle Kullern. Die blinkern. Und bewegen sich. Und werden schneller. Und machen ganz schön kirre im Kopf, wenn man zu lange hinschaut.

Und noch eines meiner liebsten Ergebnisse von Langzeitbelichtungen:

Gaaaaaaaaaaaaaaaanz viele umgekippte Eiffeltürme. :D

 

Liebe Grüße,

J.-

22.09.2009 um 14:36 Uhr

@Seb

von: jeary

Nur, falls irgendjemand gezweifelt hat, daß ich ein braves Mädchen bin:

 

 

 

Liebe Grüße,

J.-

22.09.2009 um 09:12 Uhr

Bankkonto vs. Blogeintrag

von: jeary

Die Vernunft siegt, ich werd zur Bank gehen und frühestens heute Abend endlich die Photos hinfrickeln. Sorry!

 

J.-

22.09.2009 um 08:13 Uhr

Austauschschüler...

von: jeary

Ich habe einen winzigen Moment im Halbschlaf gedacht, es wäre ein Wunder geschehen. Lärmende Kinder vor dem Fenster und ich versteh, was sie sagen. Enttäuschung beim endgültigen Wachwerden: Die Schule nebenan hat augenscheinlich deutsche Austauschschüler da. Hmpf. Ich steh ja so ein bißchen auf Wunder, die einem Arbeit abnehmen...

 

J.-

21.09.2009 um 19:27 Uhr

Gastbeitrag

von: jeary

Als kleine Entschädigung für das karge Maß an Spektakel letzte Woche auf
diesen Seiten hier drei kleine, bunte Eindrücke meines nun vergangenen
(*schnief*) Besuchs:
Ich musste mich vor dem Louvre niederlassen, um die großen und kleinen
Kunstimporte der Grande Nation in mir wirken zu lassen, als ich mit nun
geschultem Blick eine kleine Japanerin mit rosa Krause im Arm
zielstrebig auf den Eingangsbereich zulaufen sah.
Nach wenigen Momenten war die Welt um das Werk "Rosa Pudel vor
Glaspyramide" reicher.
 
  
Zur Erholung blieb ich einen Tag gänzlich in Vincennes, wie es wohl auch
der ein oder andere König tat um dem Trubel in Paris aus dem Wege zu
gehen. Das hießige Château verbindet schlossähnliches Ambiente mit
zuverlässigem Schutz vor städtischem Pöbel.
Eine weitere Attraktion Vincennes um die ich vorher nicht wusste, ist
der Parc Floral de Paris. Ein Teil Blumengarten um des Buntsein willens,
ein Teil botanischer Garten und ein Teil Bänke, Wiesen und ein großer
Spielplatz, auf dessen Rutschen (und deren Breite) ich mehrmals neugierg
schielte. Ein wirklich schöner Ort, um dem Pariser Stress, äh,
Lebensgefühl zu entfliehen.
 
Christoph 

20.09.2009 um 22:11 Uhr

Zeitpläne...

von: jeary

Hallo,

 

was Austauschschüler und -studenten angeht, gibt es gewisse Erfahrungswerte, was Gefühle und Stand der Eingewöhnung angeht. Habe ich mir zumindest sagen lassen. Ich halte mich brav dran. 

Nach zwei Wochen Aufenthalt steht auf dem Programm: Zweifel. 

Ich habe keine Ahnung, wie ich auf die Schnapsidee gekommen bin, im Auslandsamt aufzuschlagen und das dann auch noch durchzuziehen. (Obwohl ich immer noch steif und fest behaupte, daß alles ab Bewerbung-Schreiben mehr so im Schlafwandeln passierte...) Ich habe keine Ahnung, was ich hier soll und auch nicht das Gefühl, daß sich in irgendeiner Form eine Veränderung bezüglich dieser Sinnlosigkeit einstellt. Ich hocke hier alleine rum, die sprechen komisch, die Uni wird mich mindestens in diesem Semester zwar scheinemäßig, aber aller Voraussicht nach nicht intellektuell weiterbringen und vernünftiges Brot gibt's auch nicht. (Ja, verdammt, ich bin Deutsche, der mußte jetzt kommen.)

Zusammengefaßt: Ich will nach hause. 

 

J.-

19.09.2009 um 11:26 Uhr

Momentane Ruhe...

von: jeary

Hallöchen!

Wie einige/die meisten/eventuell doch keiner von Euch wissen, ist der C. momentan zu Besuch hier, was zur Folge hat, daß ich relativ wenig Zeit am Rechner verbringe. Ich bitte um Verständnis. ;) Nächste Woche ist dann der gute, alte Internetsüchtling wieder da. 

Positiver Nebeneffekt ist, daß die Wahrscheinlichkeit auf Photos steigt, der Gute kann nämlich für drei Stunden vor die Tür gehen und mit zweihundert Photos wiederkommen - was mir ja eher nicht passiert. Jede Menge pinke Blümchen und rosa Pudel...

Ansonsten hab ich einen riesigen Rucksack voll mit Klamotten bekommen, zwei dicke Gefrierbeutel mit Tee drin und nicht zu vergessen, ein zweites Kissen, was die Nadi mitgeschickt hat, mit selbst gemaltem Bezug. Danke Dir, verrückte Nudel. :) Sonst müßte ich jetzt nämlich ohne schlafen, der Bub kann im Schlaf sehr besitzergreifend werden.

So. Ehm. Kleiner Online-Ausflug beendet, Besuch betüdeln ist angesagt... *wusel*

 

J.-

15.09.2009 um 09:16 Uhr

Noch...

von: jeary

... sieben Stunden und achtzehn Minuten. *rumspring*

 

So. Und jetzt erstmal in die Uni.

 

J.-

13.09.2009 um 16:30 Uhr

*bibber*

von: jeary

Baaaa - so viele Pullover, wie ich mich gerade fühl, hab ich noch nicht hier. *brrrr*

 

J.-

13.09.2009 um 14:55 Uhr

Was ich beim Mittwochsbeitrag vergessen habe...

von: jeary

... der Eiffelturm ist abends beleuchtet, war er ja schon immer, wenn nicht schon ziemlich lange, klar. Hin und wieder geht da aber das große Glitzern los. Ich schätze mal ein Haufen kleiner Leuchten, die vor sich hinblinkern, so daß das gute Stück aussieht, als wäre es in weiße Straßsteine gehüllt und würde angeleuchtet. *breit grins* Also so Discokugel... Konnt ich mich ziemlich drüber freuen.

Etwas ähnliches findet sich auf dem Dach des Rathauses, in kleiner, schätze ich mal. Ich hab versucht, es zu photographieren, aber die Dinger waren natürlich in dem Moment immer gerade alle aus, wo ich draufgedrückt habe *seufz*. Trotzdem lustig. Und wahrscheinlich eine horrende Stromverschwendung. ;)

 

J.-

13.09.2009 um 14:06 Uhr

Sonntag = Markttag

von: jeary

(wie eigentlich jeder andere Tag auch, je nachdem, wo man sich befindet)

Ich habe heute früh einen kleinen Rappel bekommen in meinem zwar schmucken, aber ziemlich kahlen Zimmerchen und beschlossen, mir irgendwo einen Flohmarkt zu suchen, um vielleicht etwas möglichst buntes zu finden, was ich auf der riesigen Kommode platzieren kann. 

Nach ein wenig Rumsuchen im Netz fiel meine Wahl auf den Place d'Argile und dem dortigen Sonntagsmarkt. Angepriesen als gemütlich und wuselig, mit viel Geschrei der tendenziell orientalischen Verkäufer. Klingt gut, klingt außerdem nach viel Trockenobst und so Zeug, was man noch nicht gesehen, geschweige denn gegessen hat. Also los.

Der Flohmarktteil war dann doch eher enttäuschend. Wenig bunt, viel alt - ja, wahrscheinlich genau das, wie ein Flohmarkt halt aussehen muß. ;)

Nichts für mich dabei also, mal abgesehen von einer kleinen rosa Teekanne, die ich aber brav dort gelassen habe.

Viel interessanter hingegen war der Lebensmittelteil des Marktes - wahnsinnig viele Leute, wahnsinnig viel Geschrei, überall was zu essen. Leider sind meine Obststandphotos nichts geworden, deshalb gibt's nur Blümchen:

Der sah von nahem und im Original allerdings auch viel eindrucksvoller aus. ;) 

Um meine Vitaminversorgung muß ich mir dank der zahlreichen Obststände nun auch vorerst nicht mehr machen. Ich hoffe nur, daß das auch den Winter über stattfindet.

Uuuuund ich steh total auf die Fischstände und Poissonerien. Einmal der Geruch, auf der anderen Seite die Optik. Beides möchte ich nicht vor meinem Fenster haben, aber so für mal gucken ist es toll. Leider war ich so hin und weg, daß ich kein Photo gemacht habe, folgt aber noch, wenn ich das nächste Mal da bin. Könnte zumindest für das Obst und Gemüse ein fester Programmpunkt am Sonntag Vormittag werden, wo man ja eh nichts anderes zu tun hat. :)

 

J.-

12.09.2009 um 14:30 Uhr

Mittwoch, 09.09.09

von: jeary

So, noch ein Beitrag, der sich auf die Vergangenheit bezieht. Und zwar auf den letzten Mittwoch. Es war Magdeburger Besuch in Paris, der E., zu Besuch beim F.R. Irgendwie hatten sie meine Mail dann doch noch erhalten und wir haben uns am Nachmittag zum gemeinsamen Rumwandeln getroffen. Mehr spontan verschlug es uns dann in den Louvre, wo ich eindrucksvoll die kunsthistorische Allgemeinbildung der Italiener demonstriert bekam. Hut ab, E., wirklich! Hauptsächlich habe ich allerdings erfahren, daß die wirklich tollen Bilder im Louvre natürlich von Italienern sind. Und, daß die natürlich aus italienischer Sicht dort nicht freiwillig hängen. ;) 

Meine Kamera habe ich ebenfalls aus der Hand gegeben, weil ich selbst ja grundsätzlich vergesse, Photos zu machen, mit dem Erfolg, daß es einen Haufen Photos von Anett in immer gleicher Pose vor verschiedenen Kunstwerken gibt. Hier aber mal die Standard-Touristen-Photos ohne erkennbare Personen (na, wer gaaaanz genau hinschaut...):


Und am Abend ging es dann auf die Pont des Arts zu einem "deutschen" Picknick, zu dem ich über die üblichen drei Bekanntheitsecken (jemand in Magdeburg kennt wen, der irgendwann mal nach Paris, den ich zufällig auch kenne, weil er in Ipswitch war, als ich dort zu Besuch bei... und so weiter...) gekommen bin. Klasse! Also vorrangig schweinekalt, aber endlich mal normale Menschen. (Bitte nicht beleidigt sein, Leute, das ist lieb gemeint ;)) 

Es gab also etwas zu essen, Deutsche und Deutsch sprechende Franzosen, ringsrum kleine Grüppchen, die nach meinem Dafürhalten alle ziemlich international waren, irgendwann auch Instrumente und Tanz. Also von der Atmosphäre her genau das, was ich mag. Entspanntes Rumsitzen, ohne teuren Club und zu viel Lärm ringsrum, ein bisserl Plaudern, aber ohne Zwang - und natürlich was zu futtern. ;)

Mal sehen, ob's hier mit den Photos besser klappt: 

 

J.-

12.09.2009 um 12:30 Uhr

Muß ich mir Sorgen machen...

von: jeary

... wenn ich, in nett pink-orange eingepackt, eine Säge im Wohnzimmerschrank finde? *gruselguck*

12.09.2009 um 10:49 Uhr

Kurse

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Ich habe in den letzten Wochen scheinbar eher so die Gedanken aufgeschrieben, die einem so zwischendurch mal durch's Hirn flutschen und dann ganz schnell wieder weg sind (wenn man nicht zufällig einen Rechner in der Nähe hat...) - dabei aber so die generellen Informationen ausgelassen (oder abends keine Lust mehr gehabt zum Schreiben...)... also werden dazu wohl mal wieder ein paar Beiträge folgen müssen.

Ich finde mich immer besser an der Uni zurecht, obwohl ich teilweise die Logik hinter der Nummerierung von Hörsälen und Seminarräumen noch etwas gewöhnungsbedürftig finde. Sie ist zu erkennen, aber nicht zwingend intuitiv. Deshalb treffe ich auch regelmäßig auf Studenten, die mich nach dem Weg fragen. (Aber das passiert mir nicht nur in der Uni, sondern auch in der Stadt ziemlich häufig.) Ab jetzt hab ich Zettel mit meiner Emailaddy in der Tasche, um sie gleich weiterzureichen - irgendwie muß ich ja Kontakte kriegen. ;)

Meine Einschreibung in der Physik konnte ich ohne Probleme abschließen, in der Informatik haben sie sich noch ein wenig komisch. Nach Aussage der Dame im Auslandsamt sollte sich das aber nächste Woche alles automatisch klären, wenn mein Studentenausweis da ist und ich endlich komplett im Rechner drinstehe.

Tja, was gibt es Spannendes in diesem Semester? 

Informatik

  • Réseaux ("Netze" - meine Ersatzveranstaltung für "Kommunikation und Netze" in Deutschland)
  • Industrie informatique et son environnement économique ("Informatikindustrie und ihr wirtschaftliches Umfeld" - Kurs, der mir ersatzweise für den entfallenen Kurs "Soziale Aspekte der Informatik" angeboten wurde, muß noch klären, ob der mir auch im Bereich Schlüsselkompetenzen anerkannt wird)
  • Compilation (Äquivalent zur deutschen Veranstaltung "Compilerbau" in der Vertiefungsrichtung "Algorithmen und Komplexität")

Physik

  • Champs électrique et magnétique, équations de Maxwell ("Elektrische und magnetische Felder, Maxwell-Gleichungen" - der gewünschte Kurs in mechanischen Wellen und Optik überschneidet sich leider mit meinen Kursen in der Informatik, deshalb Ausweichen auf diesen Kurs. Ich bin nur so halb zufrieden, weil ich vor dem Elektrokram immer ein wenig Angst habe, eventuell gibt es noch einen Wechsel zur anorganischen Chemie
  • Surveillance du climat et météorologie ("Klimaüberwachung und Meteorologie", hier garantiere ich nicht für die Rechtschreibung, der Kurs ist online nicht registriert, Einführung in Klimaforschung, Ersatzveranstaltung für "Einführung in Scilab", klingt, gelinde gesagt, auch eine Ecke interessanter)

Dazu kommt noch der Sprachkurs "Francais comme langue etrangère". Abgesehen von diesem einen Physikkurs denk ich schon, daß das gut klappen kann.

Zwei meiner Informatikkurse habe ich bei einem asiatischen Mitbürger, bei einem davon gehe ich stark davon aus, daß er einen ziemlichen Akzent hat. Ich hoffe, das färbt nicht zu sehr ab (und, daß ich es irgendwie schaffe, den Mann zu verstehen). Grundsätzlich läuft es mit dem Verständnis allerdings recht gut bisher. Leider hab ich mit dem Verstehen so viel zu tun, daß ich in den Vorlesungen nicht wirklich etwas verinnerlichen kann. Das wird also ziemlich viel Arbeit. Und wenn ich vernünftig denke, sollte ich langsam damit anfangen. 

 

J.-

10.09.2009 um 16:50 Uhr

Ich hab ein Bett! :D

von: jeary

Nachdem der Optimist in mir letzte Woche noch der Meinung war, es wäre schon irgendwie möglich, ein Jahr im Schlafsack zu verbringen, gewann diese Woche der Realist ein wenig an Macht. Irgendwie doch ständig kalt, unbequem und großes Gewusel, nur, wenn man mal ein Glas Wasser braucht nachts. Doof.

Aber mein Leben wäre nicht mein Leben... auf Empfehlung der Deutschen gestern Abend habe ich mich heute nochmal genauer auf die Suche nach dem Lidl gemacht, zunächst online, und da festgestellt, daß da doch tatsächlich Bettdecken im Angebot sind. Und Kopfkissen. Und Bettwäsche. Und Bettlaken. (Und in einem Moment hat sich mein Vokabular enorm erweitert...) Und zwar ab heute. 

Der Lidl ist hier genauso chaotisch wie in Deutschland - man addiere zusätzlich noch das französische Moment hinzu. Es ergibt sich ein kramiger Laden voller Omis mit Verkäufern, die alle nicht so hundertprozentig Plan haben. Die Aushilfe hat sich zumindest sehr freundlich mit mir auf ein kleines Pantomime- und Ratespiel eingelassen, als mir das Wort für "Bettdecke" nicht mehr einfiel. Er wird es nie lesen, aber: Danke, you made my day!

Es hat mich schlußendlich zwei Besuche im Laden, etwas eigener Suche und Überredungskunst (*blinker,blinker*) gekostet, aber ich bin nun stolze Besitzerin eines Kissens, einer riesigen Decke und einem Satz der entsprechenden Bezüge. Nur ein Kissen, sorry an alle Besucher - die wollten meine Kreditkarte nicht und ich hatte nur exakt _so viel_ Bargeld. ;)

 

Gruß,

J.-

09.09.2009 um 11:29 Uhr

Schickt mir Bananen...!

von: jeary

...die kosten hier über drei Euro das Kilo. :shock:

 

J.-

08.09.2009 um 16:41 Uhr

Szenen in der Métro... (1)

von: jeary

Musik: Philipp Poisel - Unanständig

Eine Familie asiatischer Abstammung, augenscheinlich Touristen steigt ein. Zumindest Vater und Kind von etwa drei Jahren, Mutter steht noch mit einem bockenden Kind, vielleicht vier Jahre, kämpfend auf dem Bahnsteig. Das Signal ertönt, Papa beginnt Panik zu schieben, brüllt - irgendwie schaffen sie es noch, alle in die Bahn zu kommen, dem älteren Kind muß dabei aber mit einigem Nachdruck nachgeholfen werden. Der Junge fängt dann natürlich erst recht an zu schreien, durch die komplette Bahn und bekommt in entsprechender Lautstärke eine Standpauke von beiden (!) Eltern parallel. Japanisch, würde ich schätzen.

Während die komplette Konzentration auf den älteren Bruder gerichtet ist, zieht der Kleinere los, die Welt zu entdecken. Einmal die komplette Umgebung, hält sich dabei an allem fest, was er so in die kleinen, verschmierten Fingerchen kriegt: den langen Rock der komplett verhüllten Muslimin, die Strickjacke einer alten Dame, die weiße Hose einer anderen Urlauberin, die vollkommen auf ihren Stadtplan konzentriert ist, das in graue Anzughose gehüllte Knie des Franzosen mir gegenüber. Auf entsprechend hellen Flächen hinterläßt Flecken von etwas, was, wie ich hoffe, Schokoladeneis ist. Und grinst dabei mit dicken Wonneproppenwangen alle fröhlich an. 

Ich habe in den letzten Tagen noch nie so viele Pariser auf einem Haufen breit grinsen sehen.

 

J.-