Paris, Paris...

12.09.2009 um 10:49 Uhr

Kurse

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Ich habe in den letzten Wochen scheinbar eher so die Gedanken aufgeschrieben, die einem so zwischendurch mal durch's Hirn flutschen und dann ganz schnell wieder weg sind (wenn man nicht zufällig einen Rechner in der Nähe hat...) - dabei aber so die generellen Informationen ausgelassen (oder abends keine Lust mehr gehabt zum Schreiben...)... also werden dazu wohl mal wieder ein paar Beiträge folgen müssen.

Ich finde mich immer besser an der Uni zurecht, obwohl ich teilweise die Logik hinter der Nummerierung von Hörsälen und Seminarräumen noch etwas gewöhnungsbedürftig finde. Sie ist zu erkennen, aber nicht zwingend intuitiv. Deshalb treffe ich auch regelmäßig auf Studenten, die mich nach dem Weg fragen. (Aber das passiert mir nicht nur in der Uni, sondern auch in der Stadt ziemlich häufig.) Ab jetzt hab ich Zettel mit meiner Emailaddy in der Tasche, um sie gleich weiterzureichen - irgendwie muß ich ja Kontakte kriegen. ;)

Meine Einschreibung in der Physik konnte ich ohne Probleme abschließen, in der Informatik haben sie sich noch ein wenig komisch. Nach Aussage der Dame im Auslandsamt sollte sich das aber nächste Woche alles automatisch klären, wenn mein Studentenausweis da ist und ich endlich komplett im Rechner drinstehe.

Tja, was gibt es Spannendes in diesem Semester? 

Informatik

  • Réseaux ("Netze" - meine Ersatzveranstaltung für "Kommunikation und Netze" in Deutschland)
  • Industrie informatique et son environnement économique ("Informatikindustrie und ihr wirtschaftliches Umfeld" - Kurs, der mir ersatzweise für den entfallenen Kurs "Soziale Aspekte der Informatik" angeboten wurde, muß noch klären, ob der mir auch im Bereich Schlüsselkompetenzen anerkannt wird)
  • Compilation (Äquivalent zur deutschen Veranstaltung "Compilerbau" in der Vertiefungsrichtung "Algorithmen und Komplexität")

Physik

  • Champs électrique et magnétique, équations de Maxwell ("Elektrische und magnetische Felder, Maxwell-Gleichungen" - der gewünschte Kurs in mechanischen Wellen und Optik überschneidet sich leider mit meinen Kursen in der Informatik, deshalb Ausweichen auf diesen Kurs. Ich bin nur so halb zufrieden, weil ich vor dem Elektrokram immer ein wenig Angst habe, eventuell gibt es noch einen Wechsel zur anorganischen Chemie
  • Surveillance du climat et météorologie ("Klimaüberwachung und Meteorologie", hier garantiere ich nicht für die Rechtschreibung, der Kurs ist online nicht registriert, Einführung in Klimaforschung, Ersatzveranstaltung für "Einführung in Scilab", klingt, gelinde gesagt, auch eine Ecke interessanter)

Dazu kommt noch der Sprachkurs "Francais comme langue etrangère". Abgesehen von diesem einen Physikkurs denk ich schon, daß das gut klappen kann.

Zwei meiner Informatikkurse habe ich bei einem asiatischen Mitbürger, bei einem davon gehe ich stark davon aus, daß er einen ziemlichen Akzent hat. Ich hoffe, das färbt nicht zu sehr ab (und, daß ich es irgendwie schaffe, den Mann zu verstehen). Grundsätzlich läuft es mit dem Verständnis allerdings recht gut bisher. Leider hab ich mit dem Verstehen so viel zu tun, daß ich in den Vorlesungen nicht wirklich etwas verinnerlichen kann. Das wird also ziemlich viel Arbeit. Und wenn ich vernünftig denke, sollte ich langsam damit anfangen. 

 

J.-

10.07.2009 um 08:39 Uhr

Cela ne genera que vous...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Mein Ticket, mein Schatz... Also: Ich fahre am 3.09., 5:01 Uhr ab Magdeburg und komme einen Tag später in die Universität.

"Nous nous occuperons de vous quand vous arriverez." - Wir kümmern uns um Sie, sobald Sie hier sind.

Ich werde mir jetzt also keinen Kopf mehr machen und einfach so fahren, wie es geplant ist. Der geplante Monat zum "Einhören" fällt dann zwar weg, aber dafür kommt dann der Sprachkurs hinzu.

Ich werde dann jetzt noch eine Mail mit zusammengefassten Fragen an das Auslandsamt hier schicken, um sicher zu gehen, daß ich auch nichts falsch verstanden habe und alles seinen Weg geht. 

Bei Gelegenheit werde ich nochmal die Kursbeschreibungen auf den Internetseiten durchgehen, um eventuell ein Ersatzfach für "Rechnersysteme" hier aufzutun - und zu schauen, ob eventuell schon etwas Neues dazu gekommen ist, was interessant klingt. Momentan stehen allerdings erstmal die Prüfungen hier in Deutschland im Vordergrund.

Was brauch ich noch? 

  • immer noch: Bafög-Antrag
  • irgendeinen Schribs von der Krankenkasse (E111? E138?)
  • Gesundheitszeugnis, wenn ich eins kriege (nur zur Sicherheit, irgendwie wollte das da ständig wer sehen)
  • Attest eines Arztes, daß ich klettern darf (für die Sportkurseinschreibung *augenverdreh*)
  • Ahnung, wie ich an die carte de sejour komme
  • Wohngeldantrag
  • Unterlagen für den Mietvertrag, da weiß ich aber noch nicht, was so kommt
  • Stadtplan, Metroplan, Übersichtsplan der Uni auf Papier

J.-

08.07.2009 um 19:24 Uhr

Informatiker...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Musik: Norah Jones - Cold, Cold Heart

... sind immer online. Die Antwort der Studienfachberaterin kam sofort. Wär alles kein Problem, ich soll bloß mit meinem Prof hier klären, ob das auch in Ordnung ist, wenn ich dann was abwähle. Na, als ob ich nicht ziemlich genau wüßte, wie egal dem das ist, was ich dort mache... ;)

 

J.-

08.07.2009 um 19:21 Uhr

Etwas ruhiger.

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Musik: The Cure - Mint Car (unplugged)

Nachdem nun ein Tag ins Land gegangen ist, komme ich so langsam ein wenig runter, allgemeine Beruhigung, Lösungssuche.

Also erstmal eine Mail an die dortige Studienfachberaterin, um meine ihrer Meinung überzogene Fachwahl zu erklären. Einerseits halt Erasmus mit der Anforderung, mindestens 30 Credits wirklich zu absolvieren; und mein Wunsch nach der Freiheit, einen Kurs canceln zu können, wenn ich den Vorlesenden eventuell nicht verstehe. Vielleicht bin ich da zu ängstlich, keine Ahnung, aber ich hab immer noch den üblen südfranzösischen Dialekt/Akzent im Ohr und halt Angst, da auch jemanden zu erwischen, der arg komisch spricht und keinerlei Verständnis für kleine Erasmus-Studenten hat. Ich habe ja nicht vor, wirklich alle diese Prüfungen zu schreiben, im Endeffekt. (Obwohl es meinem Studium natürlich gut tun würde...)

Wenn gar nichts anderes geht, muß ich mal mit der Dame im Auslandsamt sprechen, ob ich wirklich alle diese Kurse in Frankreich absolvieren muß. Wird ein wenig Rumgeschmuhe mit den Credits, aber grundsätzlich ist es in Magdeburg möglich, Prüfungszulassungen auch von außerhalb zu machen, indem man die verlangten Aufgabenlösungen einschickt. "Information Retrieval" wollte ich eh noch hören, eventuell läßt sich da was drehen.

Außerdem habe ich eine mir sehr unangenehme Mail an das Auslandsamt in Paris geschrieben und hoffe, daß ich nicht auseinander genommen werde. Drin war die Nachfrage, wie schlimm es ist, wenn ich einen Tag aufschlage. Ich überlege die ganze Zeit, wie ich auf diese Frage reagieren würde... ich schwanke zwischen "Wenn Du hier studieren willst, dann trittst Du gefälligst auch zu unseren Zeiten an." und "Hey, in den ersten Tagen ist hier eh noch Ruhe, mach Dir keinen Kopf." - wie es wirklich ist, werde ich wohl in den nächsten Tagen merken. 

Außerdem habe ich nach zusätzlichen Infos bezüglich der Wohnung gebeten, die sie mir noch vermitteln wollte. Bisher habe ich von der WG keine eindeutige Rückmeldung, ob der Vermieter mit meinem späten Einzug einverstanden ist, deshalb bin ich da lieber vorsichtig und halte mir das warm.

Nach Tickets für die Tage vor dem 3. September habe ich nun auch schon geschaut - wir fangen dann bei 93 Euro an. (Ticketpreis plus Reservierungsgebühren) Das tut dann schon irgendwie weh *seufz*... aber nun ja, ich warte ab und versuche, nich zu negativ zu denken.

Nun ja, es war abzusehen, daß das alles nicht komplett unkompliziert abläuft. Der Blick auf das empfohlene monatliche Budget eines Pariser Studenten hat mich auch schon wieder schlucken lassen. Woher kriegen die französischen Studenten das ganze Geld? 

So. Aber: alles Komplikationen im Bereich des möglichen. Möglich, daß ich ein neues, furchtbar teures Ticket brauche, aber das krieg ich auch hin. Was die Kurse angeht, wird sich sicherlich ein Mittelweg finden lassen. Zumindest bin ich der Meinung, daß an irgendeiner Stelle ein wenig Flexibilität möglich sein müßte. Ich würde mein Studium dort ja auch gerne etwas ruhiger angehen, um auch eher was von der Stadt mitzukriegen und nicht ausschließlich zu arbeiten - aber das ist halt nicht drin.

Ehm. Und: Ich hab mich jetzt doch für den Französischkurs der Universität angemeldet, weil mir (volkstümlich gesprochen) langsam der Arsch auf Grundeis geht. Außerdem wird der in Frankreich mit sechs Credits abgerechnet - keine Ahnung, ob ich mir die auf's Stipendium anrechnen kann, aber einen Versuch ist es wert. ;) (Und die Informatiker dort können nicht dran rummeckern ;))

 

Gruß,

J.-

07.07.2009 um 14:24 Uhr

Zugfahrt zu vergeben.

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

So. Ich bin ruhig, ich bin entspannt, es geht mir gut. Und ich hab ein wenig Mist gebaut. Meine Recherche bezüglich der Termine in Frankreich war fehlerhaft. Und in den Unterlagen, die mir die Uni nun gerade zugeschickt hat, steht als Studienbeginn der 3.09.09 drin. Ich bin da von etwas späterem ausgegangen. Nun ja, nun muß ich grübeln, ob ich trotzdem erst dann hinfahre oder sehe, daß ich noch einen früheren Zug bekomme - dann wird meine Fahrkarte frei.

J.-

07.07.2009 um 09:49 Uhr

Mail aus Paris.

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Mail von der Uni - finally. Meine Fachwahl wäre - natürlich - nicht akzeptabel. An der genannten Uni dürfen maximal 30 Credits pro Semester absolviert werden. Wir erinnern uns an das Erasmus-Kriterium: Mindestens 30 Credits. Zusammengefaßt: Genau, exakt und unwiderruflich unabwendbar: 30 Credits.

Nun ja, möglich ist es, mit Lehrveranstaltungen, die jeweils 6 Credits haben. Die eine Lehrveranstaltung mit 3 kann ich dann wohl komplett streichen, weil es keine zweite gibt, die so wenig ECTS enthält. Und von meinem Studienplan kann ich mich ebenfalls verabschieden.

Nun ja. Sie hat den Contrat erstmal unter Vorbehalt unterschrieben, damit ich das Stipendium kriege. Allerdings soll ich mich im September dann melden und dann wird das alles nochmal durchdiskutiert und muß dann natürlich auch mit meinem Studienfachberater hier geklärt werden. Schande.

Wobei mir auffällt, daß ich in der Unimeldung den falschen Prof eingetragen habe. Mist.

 

J.-

01.07.2009 um 16:01 Uhr

Da war noch was...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Stimmung: Nass

So, Punkt 3 ist wieder rumgekommen:

Ich war gestern auch noch im Auslandsamt, um nochmal nachzufragen, wie sicher ich mir der Sache denn nun sein kann. Aussage: Die Studenten wählt die entsendende Universität aus. Alles, was ich wissen muß - die Magdeburger Uni hat mich ausgewählt, also bin ich drin. Aus Paris kann jetzt nur noch was zu den Kursen kommen, Korrekturen, Anmerkungen, Überschneidungen - und dann bestünde halt noch die Möglichkeit, daß _ich_ sage, daß ich dort nicht studieren kann, aufgrund der Komplikationen bei der Kurswahl. Aber ich denke mal, ich werde seeeehr flexibel sein ;) 

So. Und dann konnte ich los, mir 'ne Fahrkarte kaufen.

 

J.-

22.06.2009 um 21:15 Uhr

Kommunikation...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Stimmung: :motz:
Musik: Wise Guys - Sonnenschein

Soooo... keine wirkliche Entwicklung. Heute nur Mail aus dem Auslandsamt, was denn mit mir wäre und ob ich mich gekümmert hätte. Ich habe natürlich brav zurückgeschrieben, wie denn der Stand ist (Unterlagen mit LearningAgreement in Paris, Unterschrift vom Auslandsamt von Kollegin erhalten) - und natürlich die Frage, ob ich irgendwas vergessen habe, so ein wenig unsicher war ich ja dann doch.

Antwort: Nein, alles bestens. Zweite Mail mit allen Standardunterlagen im Anhang. Das Standard-LearningAgreement sieht minimal anders aus als das, was ich für die französche Uni ausgefüllt habe. Nun ja. Hoffen. *gna* Wahrscheinlich hätte ich mich alleine mehr belesen sollen und ich werde mich jetzt nicht rausreden, indem ich meine Frage "Was muß ich denn jetzt noch alles abliefern?" zitiere und mich an die Antwort - "Na das, was sie noch von der Uni dort bekommen." erinnere. Naja, wahrscheinlich hab ich nur wieder nicht ausreichend hingehört.

 

J.-

18.06.2009 um 15:25 Uhr

Nu bin ich bekannt...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Musik: Leonard Cohen - Hallelujah

Hallo!

Ich habe nun, schlußendlich, meine Unibewerbung abgeschickt. Wer von Euch also noch ein Exemplar im Postkasten findet zum Korrekturlesen: Lest es, meinetwegen, aber bitte schickt mir keine Korrekturvorschläge mehr, bitte! Ich weiß, daß das Ding nicht perfekt ist, aber ich habe an irgendeinem Punkt beschlossen, mich nicht weiter fertig zu machen, sondern einen Schlußstrich zu ziehen. Also eingescannt und abgeschickt. (Schönes Gewusel mit vergessenen Unterschriften, doch noch gefundenen Tippfehlern und Alles-Dreimal-Machen.)

Die Antwort von der Dame im französischen Erasmusbüro kam praktisch sofort: Alles angekommen, die analoge Version bräuchte sie nicht mehr, das digitale reicht. Also muß ich nicht mal mehr die Post bemühen und bin sozusagen drin und angemeldet.

Ich schätze mal, in den nächsten Tagen wird noch einiges an Fragen auftauchen bezüglich meiner Fachwahl.  In Frankreich ist es augenscheinlich üblich, den typischen Schmalspur-Informatiker auszubilden ;) Anders gesagt: Es gibt dort nichts, was mit einem Nebenfach vergleichbar ist, zumindest laut meiner bisherigen Recherchen. Eventuell werden also ein paar Probleme wegen der Kurse kommen, die ich an der Fakultät für Physik belegen will. Aber da die Uni das Erasmus-Abkommen hat und nicht die einzelne Fakultät, denke ich, daß sich das klären läßt.

Unitechnisch kann ich jetzt nur noch abwarten, aber der Bafögantrag liegt schon zu lange rum und die Bewerbungsunterlagen für das Studentenwohnheim und das zweite Stipendium müssen bis Ende des Monats fertig werden.

Mit der WG habe ich weiterhin Kontakt, zumindest mit Caroline. Die klingt sehr freundlich, aber irgendwie ist so gar nicht absehbar, ob ich denn nun wirklich in das Zimmer reinkomme. Es bleibt also beim Hoffen. Zumindest weiß ich jetzt, daß das Zimmer nicht winzig klein ist (um die 15 Quadratmeter) und, daß Strom, Internet, Telephon in dem bisher bekannten Mietpreis schon mit drin ist. Gott sei Dank - mehr hätte ich mir echt nicht leisten können. 

Gruß,

Anett

11.06.2009 um 20:05 Uhr

Allgemeiner Spaß mit Ämtern...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Hallo!

So denn mal wieder... jetzt hab ich's fast auf dem aktuellen Stand hier. 

Ich habe gestern die Unterlagen zurück bekommen, mit der Unterschrift des Prüfungsausschußvorsitzenden unter meinem Antrag und wenig später mit der Unterschrift vom Prüfungsausschuß unter meinen Einschreibungsunterlagen. Fehlte also nur noch das Auslandsamt. Und da war ich dann heute: das alte Spiel. Wie komme ich auch auf die Idee, jemanden anzutreffen, wenn offiziell Sprechzeiten sind, gerade am Donnerstag Vormittag. Ich find's ein wenig komisch, ist ja nun nicht das erste Mal, daß das nicht klappt... aber geht mich auch nichts an, ich bin ein kleiner friedlicher Student.
Als ich dann nachmittags nochmal dort war, stellte sich heraus, daß wohl den ganzen Tag die zuständige Dame nicht zu erwarten ist. Aber große, hilflose Kulleraugen haben dazu geführt, daß sich ein Ersatz fand. Es folgte noch ein kleines nettes Gespräch und dann hatte ich eine Unterschrift und einen Stempel drunter. Und einiges an Hintergrundinformationen mehr...

Augenscheinlich ist das Austauschprogramm mit meiner gewählten Universität gar nicht mehr am Laufen. Nachdem sich einige Zeit keine interessierten Studenten gefunden haben, hat der verantwortliche Prof den Kooperationsvertrag nicht verlängert und gut war. Nun überschneidet sich das Auslaufen des Vertrages aber signifikant mit meinem Aufenthalt an der Universität (Dezember diesen Jahres). Es klang heute ein wenig so, als wäre da ein wenig Panik ausgebrochen, da ich meinen Erasmusruf ja schon hatte, aber kein entsprechender Vertrag mehr vorlag. Schlußendlich: In den letzten Wochen wurde spontan der Kooperationsvertrag verlängert, die unterschriebenen Unterlagen stehen zwar noch aus, aber es ist davon auszugehen, daß die Uni Magdeburg um eine weiter bestehende Kooperation reicher ist. 

Ich war's nicht!

J.-

08.06.2009 um 19:44 Uhr

Nee, oder?

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Heute habe ich die Sekretärin erwischt. Die hat mich allerdings genauso verständnislos angesehen wie die letzten paar Mal, die ich dort war (ich weiß selbst nicht mehr, warum). Kein Papierchen für mich, von Unterschriften weiß sie auch nichts, aber sie würde nochmal nachfragen. Nee, oder?

Oben bei Sichtkontakt gleich erstmal bei den Prüfungsamtdamen ausgeheult. So von wegen nichts angekommen und weg und bis ich den Prof wieder erreiche, wird's wohl dauern. An dieser Stelle verneige ich mich tief vor Frau T., die in all den Jahren anscheinend gelernt hat, daß Profs betriebsblind sind. Erasmuskram kommt aus dem Prüfungsamt und geht ins Prüfungsamt zurück. Abweichungen von dieser Regel sind selten und werden nicht beachtet. Der Papierkram fand sich sodann im Briefkasten des Prüfungsamtes zur Weiterbearbeitung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Und, wir sind wieder einen Schritt weiter....

J.-

05.06.2009 um 19:42 Uhr

Mpffpffttsgnammmmmmhpf.

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Stimmung: *gna*

Mehrfach versucht, die Sekretärin zu erwischen, kein Erfolg. Die Bürotür bleibt zu und mein Papier dahinter. Zumindest keine Mail vom Prof, die mir sagt, daß ihm da irgendwas nicht dran gepaßt hat. Also weiterhin Hoffnung.

 

J.-

04.06.2009 um 19:35 Uhr

Ja... oder doch lieber nein... ach, ich weiß nicht so richtig...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Stimmung: genervt

Hallo!

Ich habe also den ganzen Fachschnatter nochmal ordentlich zusammen geschrieben. Die Mail von Fachprof hinten dran geheftet. Links zu sämtlichen Lehrveranstaltungen rausgesucht. Mich mit diversen Office-Paketen rumgeärgert, um eine halbwegs ordentliche Tabelle zu erstellen. Dickes Danke an Jens, der mich an den Freuden seines einzigen und wahrhaftig echten Office hat teilhaben lassen - sonst hätt ich die Fachtabelle niemals nicht auf eine Seite bekommen. Aber nach einigem lustigen Hin-Und-Her-Geschicke von Docs, Xls' und Pdfs war das Ergebnis... naja, zumindest vertretbar. Anschreiben war schon fertig, alles zusammengetackert und los.
Aufgrund der Zeitsensitivität des Ganzen ging es dann direkt zurück zum Studienfachberater, ohne Umweg über's Prüfungsamt. Auch hier danke für ganz viel verständnisvolles Nicken und Kopfschütteln auch außerhalb der Sprechzeiten. (Man muß nur lange genug vor der Tür warten, irgendwann müssen sie ja sicher auf's Klo...) Es entsteht nochmal Unsicherheit, da der gute Mann beschließt, daß er das ja jetzt nicht einfach unterschreiben kann. (Also das, was wir bereits besprochen hatten, kompett, was da jetzt nur nochmal auf Papier vor ihm liegt. *gna*)
Aber er hinterlegt es bis morgen bei seiner Sekretärin und ich kann es mir abholen. Und das ist ja dann schon wieder freundlich - wenn er sich den Kram wirklich komplett nochmal durcharbeiten will, dann heißt das wohl Nachtschicht. Also nochmal zittern, ob er doch was findet, was nicht recht ist..... und dann ist es durch. :hop:

Gruß,

J.-

02.06.2009 um 19:35 Uhr

You've got mail...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

So. Mails an Professoren sind ja grundsätzlich kein Problem. Wenn man den Prof gut kennt, erst recht nicht. Es sei denn, man kennt den Prof so halbwegs und weiß, daß die Kommunikation etwas... ehm... schwierig ist, aufgrund komplett unterschiedlicher Denkweisen. Das ist jetzt nicht wertend zu sehen, passiert halt so.

Die Korrespondenz zum Thema "Pflichtfach im Ausland" hat dementsprechend und wahrscheinlich auch erwartungsgemäß etwas länger gedauert. Wohl auch bedingt dadurch, daß Teile meiner Antwortmails komplett konfus waren (ob das jetzt beschleunigend oder verlangsamend gewirkt hat, darüber darf man spekulieren ;)). Ich war mitten in meinen Formulierungen für's Motivationsschreiben und habe mich dann an deutschem Satzbau versucht - Ergebnis eher ernüchternd, in beiden Sprachen. Das wird noch ein Spaß, wenn ich dann wirklich dort bin und hier tippern will :silly:. 

Aber: Ergebnis positiv. Fach kann seiner Meinung nach anerkannt werden. Und schon waren alle kommunikativen Fehlschlüsse vergessen und der Mann auf einmal waaaahnsinnig sympathisch. (Nach der Prüfung, die ich in diesem Semester bei ihm schreiben möchte, sehe ich das dann sicher wieder normal anders.)

Dank an alle, die in diesen Tagen meine *gna*-Phasen, Aufreger und Quietschkonzerte bei positiver Antwort ertragen haben. Aber das ist wohl eine Aussage, die ich auf den kompletten Bewerbungsprozeß auweiten kann.

 

Gruß,

J.-

26.05.2009 um 19:23 Uhr

Rückblick: Termin beim Studienfachberater

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

Hallo!

Mit einigem an zeitlicher Entfernung also nochmal zum Termin beim Studienfachberater.(Ach, wie schön, daß man die Beiträge hier rückdatieren kann...)

Tierisch nervös, mit einem dicken Stapel Papier und dem Gefühl, auf keinen Fall ausreichend vorbereitet zu sein, schlage ich also beim Studienfachberater meines Vertrau... naja, sagen wir lieber... dem die Fakultät vertraut, auf. Vereinfachenderweise hat der gute Mann grundlegende Französischkenntnisse, ich komme also drumherum, jede einzelne Fachbeschreibung Wort für Wort zu übersetzen. Hätte ich auch getan, aber dann hätte das ganze noch länger gedauert. Wir schauen also kurz über sämtliche von mir gewählte Fächer drüber und ich bekomme so ziemlich alles abgenickt, was ich mir so ausgedacht habe.
Ein Wahlpflichtfach überschneidet sich zu arg mit den hiesigen Pflichtveranstaltungen, sodaß das mit der Anerkennung nichts wird. Zwei Fächer, die mich einfach mal interessieren, lassen sich hier in keinen Bereich einsortieren. Nun ja, damit hatte ich gerechnet, das tut mir nicht so weh - hören mag ich es trotzdem, zumal es im ersten Semester stattfindet, da kann ich mich dann reinhören, ohne, daß die Thematik komplett eine neue ist.
Das eine Pflichtfach, daß ich in Frankreich absolvieren möchte, muß ich vom Fachprof abnicken lassen, um die Äquivalenz sicher zu stellen, also werde ich mal noch ein paar Emails schreiben - und dann sollte das alles recht fix durchgehen.

Vorher natürlich nochmal ein Kampf gegen das Motivationsschreiben, diesmal in französischer Sprache.

Gruß,

J.-

(eigentlich am 11.06.2009)

20.05.2009 um 18:06 Uhr

Was bisher geschah...

von: jeary   Kategorie: Uni-Organisation

 

  • 05.05.09 - erste Recherche zum Thema Erasmus-Restplätze, im Auslandsamt keinen erreicht, Infoveranstaltung "Studieren in der Türkei"
Ins Ausland wollte ich schon immer - erst im Frühjahr wurde mir klar, daß ich nicht mehr ewig studieren werde und wenn, der einzige Zeitpunkt außerhalb meines Betriebspraktikums dann wohl jetzt wäre. Mist. Und alle Fristen schon durch. Panik. Irgendwann was von möglicher späterer Bewerbung auf Restplätze gelesen, Gedanken sofort ad acta gelegt - es werden sich sicher Massen von Studenten auf diese Plätze bewerben, da bleibt nichts über, das wär ja verrückt. Chance verpaßt. Da mich der Gedanke nicht mehr losließ, mußte ich zumindest nachfragen, um mir die sichere negative Antwort abzuholen.
Den Einfach-Nachfragen-Plan hatte ich allerdings ohne die unvorhersagbaren Sprechzeiten im Akademischen Auslandsamt gemacht. Da war einfach mal keiner da. Nun gut, könnte am Haufen Sonderveranstaltungen liegen, der die Tage lief, ich hab mir ja schließlich auch den Vortrag über die Türkei angehört - und festgestellt, daß ich, wenn ich nach Antalya will, ins FreeMover-Programm müßte - und dafür sind die Fristen natürlich nun wirklich schon durch. Die beiden vorgestellten Unis klangen aber auch enorm gut (komplett englische Lehrveranstaltungen...) - also definitiv einen Gedanken wert.

  • 06.05.09  - Dame vom Auslandsamt auf dem Mensavorplatz erwischt - noch Restplätze da: "Kommen'se aber gleich morgen früh, das muß jetzt schnell gehen.", Infoveranstaltung "Studieren in Frankreich"

Im Rahmen der go-out-Tage, während denen auch einige Infoveranstaltungen zu den Studienmodalitäten in diversen Ländern angeboten wurden: lustige Stände auf dem Mensavorplatz. Da konnte sie mir nicht wegrennen :D. Um genau zu sein meinte sie, daß sie noch nicht einmal wüßte, welche Restplätze denn tatsächlich noch alle da sind, weil noch nicht alle Meldungen rein sind. Faszinierend.
Nachmittags dann noch in den Vortrag zum Studieren in Frankreich. Dort einige Studenten, die bereits ihre Nominierungen für's Erasmusprogramm haben - Neid! Und das klingt alles nicht so schwer... die notwendigen Sprachnachweise habe ich, Informatik ist nicht so abgehoben, daß es nicht angeboten würde...

 

  • 07.05,09 - vormittags im Auslandsamt auf der Matte gestanden, keiner da; nachmittags mehr Erfolg; Bewerbung so schnell wie möglich, dann bin ich drin; Rücksprache mit Prof. ob Empfehlung für Uniplatz möglich (positive Antwort)

Also stehe ich gleich am folgenden Vormittag zur Öffnungszeit im Auslandsamt. Und: Überraschung, keiner da! Sagen wir es mal so... es ist noch nicht so, daß ich damit gerechnet hätte, aber eine gewisse Vermutung bestätigt sich: "Die Mitarbeiterin ist heute außer Haus." - natürlich, ganz plötzlich, hat sie gestern nicht gewußt.
Mit ein wenig Verständnis meiner Übungsleiter (Danke für's Früher-Gehen-Lassen!) schlage ich zur Nachmittags-Sprechzeit wieder auf - diesmal mit mehr Erfolg. Es dürfen in diesem Jahr keine Plätze quer durch die Fakultäten vergeben werden, was wahrscheinlich der Grund für die vielen Restplätze in der Informatik ist (mal abgesehen von den Bachelorstudiengängen...) - aber auch heißt, daß ich auf das beschränkt bin, was unsere Fakultät bietet (abzüglich eines Platzes in Schweden, auf den sich nun mal schon jemand beworben hat). Nun ja, bleiben noch... Frankreich, Türkei, Ungarn, Rumänien,...*bla,blub* - genug Auswahl. Immer dieses Gefühl, als würde man in einem riesigen Süßigkeitenladen stehen und müßte sich für eins entscheiden.
Engere Wahl: Istanbul, Paris, Barcelona. Mein Spanisch ist nicht sooo toll und bräuchte einiges an Arbeit, fällt also schon mal raus (außer als BackUp). Endentscheidung, mal ohne ausführliche Beschreibung der Wege: Paris.
Am Nachmittag Rücksprache mit dem vermittelnden Prof, ob das für ihn in Ordnung geht und er bereit wäre, mich zu empfehlen. Ist er. Wow, das geht schnell. Zu schnell?

  • 10.05.09 - Kampf gegen das Motivationsschreiben
Nach einem Tag auf dem Spielemarkt verbringe ich einen Tag als Kontrastprogramm am Schreibtisch. Eine Aufgabe nimmt immer so viel Zeit in Anspruch, wie man ihr einräumt (mindestens) - das Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen kostet mich einen kompletten Nachmittag. Dabei ist weniger das inhaltliche ein Problem - ich weiß ziemlich genau, was ich tun will und vor allem auch, warum ich es will. Das Problem sind eher der Haufen Zweifel und das Gefühl, sich selbst ziemlich arg überrollt zu haben mit der Aktion.
  • 11.05.09 - vomittas Bewerbungsunterlagen abgegeben; nachmittags Mail: Sie haben die Nominierung für den Erasmusplatz.

Vormittags geht es wieder ins Auslandsamt. Der Wartesaal ist voll - das ist unüblich, sonst war ich hier immer allein. Dafür ist aber auch jemand da. Und das ist ja auch irgendwie schön. Ein hektisches Hin- und Hertauschen von Papierkram. Ergebnis: Sozusagen tatsächlich vollständig. Und weil mir das natürlich eh keiner glaubt: Das Paßbild hat gefehlt, es geht ja nicht an, daß ich mal was im ersten Anlauf auf die Reihe kriege.
Nachmittags flattert die Mail rein, daß ich die Nominierung für's Erasmusprogramm habe und in den kommenden Tagen die Bewerbungsunterlagen der Universität Pierre et Marie Curie in Paris erhalten werde. Oh, Junge, ich glaub, die meinen das ernst. Mein ich das auch ernst?

  • 13.05.09 - Bewerbungsunterlagen von der Uni erhalten, Bewerbung für's Studentenwohnheim

Und das klappt tatsächlich. Eine relativ leere Mail mit einem dicken Anhang. Was die man alles von mir wissen wollen... Da steht noch "Falls sie ausgewählt werden sollten..." - bezieht sich das jetzt auf's Erasmusprogramm (wo ich ja schon drin bin) oder wählt die Uni nochmal aus? Doch noch eine Unsicherheit drin, die mich retten könnte vor dem drohenden Hungertod inmitten von Baguettestangen?
Daraufhin starte ich mal eine Bewerbung für das Studentenwohnheim für Erasmusstudenten in Paris. Wohnungen sind dort unbezahlbar, damit hätte ich zumindest eine Behausung für... nun ja... viel Geld, daß aber irgendwie klappen könnte.

 

  • 14.05.09 - Bestätigung der Bewerbung vom Studentenwohnheim

... und die Bitte um Einsendung weiterer Unterlagen. Nach kurzem Drüberschauen: Wohnheimplatz in Paris ist augenscheinlich schwerer als Studienplatz. Die wollen mehr von mir als Erasmus und Uni zusammen - und alles in zweifacher Ausführung. *brech*
Und natürlich Mail an den Studienfachberater abgesetzt, der meine Kurse in Frankreich absegnen muß, damit ich sie mir hier für's Studium anerkennen lassen kann. Erfahrungsgemäß dauern die Antwoten an dieser Stelle etwas länger, deshalb beziehe ich zusätzlich Posten vor seinem Büro, um mir durch penetrantes Nerven einen Termin zu verschaffen.

 

  • 15.05.09 - Mail vom Studienfachberater
Ich nehm alles zurück und behaupte das Gegenteil - nächsten Mittwoch bin ich dran. Bis dahin sind alle Kursinformationen durchzuarbeiten und entsprechende Äquivalenzen zum deutschen Studium deutlich zu machen. Uff, ich hoffe, sein Französisch ist gut, die Seite der UPMC ist nur teilweise übersetzt (und dazu gehören natürlich nicht die Seiten für Austauschstudenten, das wäre ja auch total unlogisch, das machen wir als letztes...).