Königin der S@L@THERZEN

29.01.2009 um 20:26 Uhr

92 Neandertaler –ach nee- Tage

Da war ja noch die Story mit dem Kollegen. Muss ich aber ausholen. (Ach, nee?????) Bitte Kaffee holen und Kippchen anmachen:  

Wir halten uns firmentechnisch in der –wie heißt es so schön- New Econemy auf. Computerfirlefanz eben. Sie haben ein Problem? Wir haben garantiert eine Lösung, wie wir ihren Laden zu Tode programmieren. Soweit der Plan. Ganz so einfach isses dann aber doch nicht. Man stelle sich das vor, wie in einer Autowerkstatt.

Vorne sitzen die schicken Girls an der Kasse und hinten sind die Neandertaler, die rabenschwarze Öl-Fingerabdrücke auf den Fahrzeugschein drücken, mittags drei Stunden an der Cörrywurschtbude stehen, morgens schon ein Licher Bier (örgs) zwitschern und behaupten sie würden arbeiten.  

Wir sind uns völlig sicher, dass diese Programmierer -die gerade erst das aufrecht gehen gelernt haben- ihre Computerprogramme wahlweise in Granit ritzen oder in Marmor meißeln, will man EINMAL was von denen stellen sie sich sowieso tot, oder haben das Land verlassen. Auf jeden Fall dauerts. Ewig!  

Aber wehe DIE wollen mal was. Dann werden über OUTLOOK Mails geschrieben, in deren Verteiler mehr Menschen stehen, als im Telefonbuch von New York. Außerdem halten die alle -die nicht vor schweren Gesteinsbrocken sitzen und Computerprogramme entwickeln- für Sesselpupser und Fingernagellackiererinnen.

Wir sind räumlich getrennt. Wir hocken in Gebäude A, die in B. Ich weiß nicht ob das unbedingt gut ist. Denn theoretisch müssten die nur ein Streichhölzchen an unser Gebäude halten und schon wäre Ruh´, umgekehrt ist das aber genauso…hehehe. 

Auf jeden Fall muss es ja jemanden geben, der den Stuss für die Stussis abrechnet. Und das Geld ins Haus holt. Von dem UNTER ANDEREM deren Gehälter bezahlt werden, was die sich mal SO LANGSAM hinter den Spiegel stecken dürfen.

Und hier komme ich mit meinen Lieben ins Spiel. Mit der großen bunten Welt des Vertragswesens und der Buchführung, die eigentlich aber weder groß noch bunt ist. Wir sind Erbsenzähler und schneiden die Rasenkanten mit der Nagelschere. Humor hat hier auch keiner! Schon gar nicht, wenn es um die Höhlenmenschen da drüben geht! (Okay, wir sind eigentlich ein ziemlich lustiger Trupp, weil es ohne Humor hier gar nicht auszuhalten wäre… Ich würde mir aber lieber den kleinen Finger mit einem rostigen Messerchen abschnippeln, als das auch nur ansatzweise einem da drüben zu gestehen!) Ich bin doch tatsächlich „etwas“ angefressen, wenn ich an diese Heinis denke….merkt man gar nicht, oder? *hust*

Okay, dann zur eigentlichen Geschichte. Ach nee, noch ein Sidekick. Die Wesen drüben unterteilen sich in Höhlenmenschen und Höhlenmenschen-Aufseher. Sogenannte Teamleiter. Die Aufseher haben Hauptschulabschluss und fallen erst nach einer Stunde in Ohnmacht, wenn man Ihnen die Kaffeetasse operativ aus der Hand entfernt, weil sie schon wieder seit 40 Stunden ON sind, die neueste Version World of Warcraft muss ja schließlich auch ausprobiert werden! 

Die niederen Höhlenmenschen fallen sofort um.  

Damit haben wir schon die groben Unterschiede. Äußerlich sind alle schon von weitem zu erkennen. Schauen aus, als hätten sie die letzten drei Wochen in Kleidung geschlafen. In ein und der selben Kleidung! Außerdem haben sie die Erfindung des Deodorants verpasst, da waren sie auf Außenschulung. 

Wihir (!) haben Verkäuferseelchen und Controller (und noch gefühlte 2353 andere Berufsbezeichnungen). Die einen drehen den gequirlten Mist der Herrschaften von drüben der Menschheit an. Unsereins presst sämtliche „Leistungen“ in einen schicken Vertrag und verlangt dann vom Kunden saftige Preise dafür.   

Ein Beispiel:Kunde kommt und möchte seine Briefmarken Sammlung von uns elektronisch mit allem Schnipp und Schnapp verwaltet wissen.Hört sich einfach ein? Hah! 

Wenn man die Brüder da drüben machen lassen würde, sähe die Rechnung so aus: 

Material Menge Beschreibung Preis
SÖRF 1 Weltklasse-Server mit Dolby-Suround-Anlage 50.000,00
SÖRFBA 1 Backup Server für Weltklasse-Server 30.000,00

 ð     Den Backup Server, den es eigentlich nicht gibt und den noch nie jemand gesehen hat, der aber angeblich 7*24 Stunden läuft harhar…weiter.... 

 

 Material

Menge Beschreibung Preis
OPEL-Corsa 3.215.469.879.879 Stunden Leistung Abbau Mercedes Stern von VW Polo  

 ð     Preis? Natürlich unbezahlbar diese Glanzleistung, aber wenn man es schon in Euro pressen muss, cirka 9779 Phantastillionen Euros. Drunter machen die es nicht! 

Ich kann so nicht arbeiten..... Wenn man die von der Kette lassen würde...man, man, man......argl.....

Wasse nun also wirklich super drauf haben, sind Arbeitsstunden raushauen. Würde man das mal runter rechnen, arbeiten da drüben mehr Menschen, als in der EU leben und die arbeiten auch noch erstaunliche 47 Stunden am Tag. Ergo hat meine Firma vor Jahren ein elektronisches Tool entwickelt, das diesem Schindluder einen Riegel vorschieben soll. Nennen wir es mal Stundenverrechnungstool4711 aka SVT4711.  

Wenn hier wiedermal erfolgreich ein neuer Programmierer mit einer Banane aus dem Busch gelockt wurde, bekommt der als ALLERerstes gesagt, dass er JEDE nur fassbare Arbeitsstunde auf welchen Vertrag auch immer knallen soll, bevor ihn auch nur jemand in der Firma willkommen heißt. Das ist Gesetz! Punkt. 

Die werkeln also alles in SVT4711, Software aus Parkistan (SAP) zieht das als geleistete Arbeitsstunden an und klatscht es mir auf die unmöglichsten Verträge. Inhaltlich ist mir das Stundentool schnuppe. Die fragen nach einem schicken Vertrag, ich rück ihn rüber und hintenrum versuchen sie mich zu bescheißen und hauen ihre Stunden auch auf andere Verträge. So langsam habe ich den Verdacht, dass es da drüben einen Schwarzmarkt mit ergaunerten Vertragsnummern gibt.  

„Ey, *pssst* ich hab da ´ne Vertragsnummer, da prüfen die Sesselpupser die Rechnung nicht so genau, was gibbsten? 

Womit wir bei unserem Ar....loch der Woche wären. Eines meiner Verkäuferseelchen leitet mir eine Mail weiter, in der die Produktion nach einer SVT4711-Nummer fragt. Ja woher soll ich die denn wissen????? Das pflegt der Teamleiter von dem!  Ich antworte dem Neandertaler. 

Sehr geehrter Herr Doofkopp, 

leider kann ich Ihnen diese Nummer nicht nennen, weil die Batterien in meiner Kristallkugel gerade leer sind und meine Tarotkarten einer Kollegin verliehen sind, die gerade einen anderen Höhlenmenschen bespasst. Fragen sie doch mal ihren dusseligen Aufpasser, DER verwaltet nämlich diese Nummern! Und nicht WIR! Zum viertausendsten Mal!!! *himmelherrgott* 

Fröhliches Stundenabschreiben

Herzlichst Ihre P. 

Man stelle sich das alles in höflichem Geschäftston vor. Wenn ich es mir beschaue, super lieb geschrieben. ABER: In der Farbe, mit der Schriftart!  

Zurück kommt das: 

Guten Tag Frau P.,

 

einen beslatbaren Vertrag benötigen wir denoch. Haben Sie diese Information?

 

mit freundlichem Gruß,

 

Martin Chefdoofkopp*  (*Name von der Redaktion geändert)  

Drunter steht diese weitergeleitete Mail:   

bitte, rede mit der..  

ich bekomm schon die krise wenn ich die Schriftart sehe..  

thanks 

/Christian Doofkopp 

Mir fällt so was von die Kinnlade......Ich starre locker fünf Minuten die Mail an. Ja, ist der denn??????? Hallooooooo?????Mein Chef nicht da, also leite ich sie meinem Gruppenleiter weiter (Hohle Nuss, aber so was lade ich gerne bei dem ab) und stiefel hin. Der hockt im Viererbüro und sein erstes Wort ist ARSCHLOCH! und er regt sich furchtbar auf. Liest die Mail den anderen im Raum vor, die sind milde gesagt „etwas“ schockiert. 

Anschließend leite ich es noch dem Meinigen weiter und der sagt, klasse für so was gäbs hier aber flott ´ne Abmahnung. 

Oh, warte. Rache ist Blutdurst! Grrrrrr!  Ich mache DEN Monsterverteiler (ALLE Menschen, die ich in der Firma kenne!!!! Soll er sich raussuchen, wer wer ist!!!)  in meine E-Mail und schreibe zurück:   

Guten Tag Herr Ober-Doofkopp,

 

diese Information liegt Herrn Doofkopp seit gestern vor. (siehe Anlage)

 

Diesem möchten meine Vorgesetzten und ich gute Besserung wünschen und so habe ich aus Rücksicht auf seine Befindlichkeit eine neutrale Schriftart gewählt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Pchen

Monstercontrollerin vor dem Herrn 

Anschließend leite ich es dem Projektleiter weiter, mit dem ich einen super lieben Umgang habe, eben weil’s ein super lieber Mensch ist. 

Der mailt zurück: 

GEIL!!!! wuahahaarhaaahaaaaa Wie geil. Was bist Du ein cooler Hund....ich kann nicht mehr......*gacker*  

GLG Lieber Projektleiter 

Ich mail zurück: 

Schätzelein, Hand aufs Herz, mir ist erst mal die Klappe gefallen! :-(  

Er:

Ich kann nicht mehr.....*gacker*.....umso cooler, dass Du so reagiert hast!!!! wuahahaaa 

Ich fange auch an zu lachen, stelle mir vor, wie er unter dem Tisch liegt und krieg mich nicht mehr ein.....J Die anderen kommen angeschlichen, was ich denn nu zu lachen hätt? Ich zeig ihnen die Mail vom lieben Projektleiter. Irgendwann steht der ganze Haufen bei mir und lacht sich schlapp. Der Tach war gelaufen. Wir überlegten uns den ganzen Nachmittag weitere mögliche Antworten.

Eines meiner Highlights, den letzten Satz tauschen in: 

Schriftart bleibt, auf persönliche Einzelschicksale kann HIER keine Rücksicht genommen werden!

 

Oder auch: 

Blablabla.......P.S.: Schriftart so recht? 

Gerne auch.  

Blablabla.......P.S.: Da wir immer gerne helfen: Krise wird großgeschrieben, alles vor das man DER, DIE, DAS setzen kann, wird groß geschrieben. Ihnen alles Gute!

 

Mir fällt gerade noch einer ein: 

Ihrem Herrn Doofkopp von mir und meinen Vorgesetzten gute  Besserung, gehört haben wir zwar schon, dass auch Männer unter prämenstruellen Symptomen leiden sollen, gelesen noch nie.

Könnte mich heute noch weggwerfen.....*lachtränchenwegwisch* Zu schön, so was kann sich echt keiner ausdenken.....*lach*   

Aktuelles: 

Das Tempotaschentuch wird heute 80 Jahre alt! 

In der Schweiz gibt es ab dem Sommer Strafe aufs FKK-Wandern. 

Wo SIND eigentlich meine Wanderstiefel?????    

28.01.2009 um 20:41 Uhr

93 mit Superzahl :-)

Die heutige Superzahl lautet:

*trommelwirbel*  

 

500!!! 

 

In 500 Tagen werde ich den Meinigen heiraten. Wieso erst dann? Weil wir in diesem Jahr schon eine bescheuerte Hochzeit haben? Also haben wir uns vor 9 Tagen hingesetzt, den Kalender angeschaut und uns aus mehreren Gründen für dieses Datum entschieden. Schönes Datum! *lächel* 

 

Und nun ist leider doch genau das passiert, was wir vermeiden wollten: Unseren lieben demnächst Hochzeitlern (nennen wir sie doch einfach mal Dick & Doof, kommt der Wahrheit recht nahe) die Schau gestohlen.... Jetzt hupst der ganze Clan in greifbarer ehrlicher Vorfreude vor lauter Glück neue olympische Rekorde und kein Mensch lässt sich mehr über die Hochzeit von D&D aus. Was wir vermeiden wollten, aber meine Mutter hat es aus mir rausgepresst. Und wenn man meiner Mutter etwas unter dem Siegel der Verschwiegenheit anvertraut, kann man auch gleich beim hr3 anrufen, sie sollen es stündlich zu den Nachrichten bringen. Und nun redet der Clan NUR noch über UNSERE Hochzeit..... 

Resultat: Dick & Doof tun mir leid. Ich Weichei wieder.... Es ist einfach alles  bißl unglücklich. Die nächste Braut, meine zukünftige Schwägerin Doof hat meinen Bruder im Internet kennengelernt. Ist jetzt nicht weiter schlimm, da habe ich meinen Ex-Gatten auch her. Ich weiß, dass man sich über dieses Medium kennen- und lieben lernen kann! Bei dem Herrn Gemahlen und mir war eben irgendwann Sense. Unüberbrückbare Differenzen, wie es so schön heißt. Mein Primär Tipp, wenn man nicht mehr weiß, ob die Partnerschaft noch okay ist: Jakobsweg gehen! Entweder findet man sich und die gegenseitige Liebe dort wieder, oder es knallt, wie im Teilchenbeschleuniger und man entscheidet sich künftig für getrennte Wege.  

Bei mir war letzteres der Fall und nach meiner Pilgertour mit dem Herrn Gemahlen, habe ich die Scheidung eingereicht und mir Tickets für einen Flug nach Spanien auf zum Jakobsweg gekauft. DA habe ich dann den Meinigen kennengelernt und mich über knappe 160 Kilometer mit ihm durch die Meseta gebabbelt. Andere Geschichte.

Bei meinem Bruder ist es so, dass er sich nichts mehr wünscht, als eine Familie. Frau, Kinder, gerne noch einen Hund, das volle Programm. Leider ist er ein gutmütiger Trottel. Lässt sich gerne von Mädels ausnutzen, reißt sich den Hintern  auf, als gäbe es kein Morgen und das Resultat ist, dass diese ganzen kleinen Verbrecherinnen ihn ausnutzen bis zum geht nicht mehr und anschließend sitzen lassen.  

Dann kam Dööfchen.

Arbeitslos (passiert), nix gelernt (kann auch vorkommen) und im permanent Clinch mit ihrer Mutter, von der sie nur eins wollte: Zwischen sie und sich eine möglichst große Entfernung bringen! (Sie wohnte mangels Geld noch bei ihr, mit 25....)  

Mein Bruder ihr seine Familien Sehnsüchte dargelegt, sie gesagt, hol mich aus diesem Sumpf, dann kannste mir Kinder machen, mir ist eh langweilig. Dick in den nächsten Umzugswagen und sie mit Sack und Pack aus Berlin ins schöne Hessen geholt. Das war vor sieben Monaten....da kannten die sich fünf Tage.... 

Seitdem hockt sie bei ihm in der Bude. Und macht, wir ahnen es schon: Nichts. Keine Wäsche, kein Aufräumen, kein Köcheln. Nix. Mein Bruder arbeitet, wie ein Irrer und wenn er heimkommt, bekocht er sie und räumt die Bude auf. Weil sie nicht schwanger wird, will sie jetzt eine Spinne oder Schlange oder Katze. In der Reihenfolge! Mein Bruder fast einen Anfall bekommen, da kommt ihm weder noch ins Haus. 

An Weihnachten fragt sie mich, ob Katzen viel Arbeit machen. Ich habe hier ja zwei Prachtexemplare rumlaufen und erzählte vom täglichen frischen Futter und Wasser, dann und wann Tierarzt und natürlich ihr Katzenklo morgens und abends ausräumen. Iiiiiiih, das macht sie nicht. Ich diplomatisch: Wenn Du eine Katze hast, dann wickelt die Dich schneller um die Pfote, als Du schauen kannst, dann bist Du auch um ihr Wohl besorgt und räumst natürlich ihr Haus aus. Sie: Nö, sollen sie in ihrer Scheiße ersticken.

Mir stand nur die Klappe auf. So etwas bringt das Herzchen am laufenden Band! Ich ergreife dann meistens die Flucht, irgendwas in mir schreit zwar, ich solle sie mal herzhaft schütteln, aber ich bin Konfrontationslegastheniker: Ich kann dat nicht! 

Wir rätseln seitdem alle, ob es bei ihr –der grundsätzlich ALLES zuviel ist- ein Baby wirklich gut hätte? Der komplette Clan hat da so seine leichten Zweifel. Die Frau von meinem ältesten Bruder, eine stille zurückhaltende Person, die beruflichen mit schwerkranken Menschen arbeitet und genau die richtige Art (ruhig, besonnen, einfach suuuuper lieb, ´ne ganz Tolle!) für diesen knallharten Job mitbringt, hat den Knaller gebracht. 

Ich hatte mich nach Dööfchens Entgleisung erst mal zurück gezogen und meine Miezekatzen gesucht. Die gleiche Idee hatte wohl meine liebe Schwägerin, die versonnen im Schlafzimmer meinen Dicken streichelte. Mit dem Rücken zu mir sagte sie, als ich reingeschlichen kam: P. vielleicht trennen sie sich ja bis Mai. Bis dahin läuft noch viel Wasser den Rhein herunter........ Wieder stand mir die Klappe auf. Das hätte ich von IHR niemalsnie erwartet! Ich fing an zu lachen. Das tat so gut. *lach*     

Zumal mir da an unserem Weihnachtsfest für den kompletten Clan, noch was auf der Seele lastete. Mein Bruder hat den Gassenjargon seiner Angebeteten mehr übernommen, als das irgendeinem von uns lieb wäre. Nicht, dass jedem mal zu passender Gelegenheit ein herzhaftes „SCHEIßE!“ rausrutscht. Geschenkt! 

Aber selbst, wenn meine große Miezekatze nun wirklich etwas *hust* moppelich ist, das muss doch kein Grund sein, ihn den ganzen Abend „fette Sau“ zu nennen. Ich war nicht sauer, eher betrübt, traurig, enttäuscht. Alle Welt weiß, dass mein Dienstag (über bekloppte Katzennamen unterhalten wir uns später!) mein EIN und ALLES ist.

Ich hab ihm gesagt, dass er das doch bitte bleiben lassen soll (meinem Bruder, nicht Dieni), es sei nicht soooo wirklich witzig. Meine Katze läuft vorbei, mein Bruder sagt: „Na, fette Sau!“ grinst mich fies an, nimmt seine Doofe in den Arm,  und die sagt zu mir, jetzt hat er es Dir aber gezeigt und grinst genauso.... 

Und so geht das in EI-NER Tour..... Kann mich jetzt mal so langsam jemand verstehen? Mich macht das alles so unglücklich. Rabäääh, kann mich mal wer trösten ? L

Aktuelles:

-Bernd das Brot wurde entführt. Skandal!

-Die hessischen Roten und Grünen kloppen sich mit den Gelben und Schwarzen wegen der verlorenen Wahl. Mein Unwort des Jahres: Denkzettelwahl.

-Schon wieder keine Wanderstiefel eingelascht.....

-Meine Katze ist zu dick! :-(

 

 

27.01.2009 um 21:25 Uhr

94 Tage, die deutsche Bahn und Aktuelles....

Ich musste heute S-Bahn fahren. Sonntag Firmenwagen abgegeben, gestern mit dem Meinigen hin und zurück, heute eben nur hin. Der Meinige ist heute im Training, ich also in der Bahn.   

War spannend. Meine bessere Hälfte hat vorher schon die irrsinnigsten Szenarien entworfen, was mir alles passieren kann, angefangen mit bösen Buben bis hin zum exklusiven Kettensägenmassaker nur für mich und verworrenen Autotausch Geschichten, die aber all den Aufwand nicht wert gewesen wären. Ich schaff das schon! Und fing heute morgen schon an, bei meiner Assistentin damit anzugeben, das ICH heute mit der BAHN fahre. Hat sie wenig beeindruckt, eher gewundert, wieso kein Firmenwagen momentan frei wäre? Der ist bestellt für eine Dame, die damit auf einen Lehrgang muss, also hat sie kurzfristig „meinen“ 5er BMW geerbt. Die den Schlüssel abgeholt und eine halbe Stunde später erbost wieder gebracht. Ich dachte schon, weil die Karre saudreckig war, oder eine Nummer zu untermotorisiert um damit bei einem  Sekretärinnen Lehrgang angerollt zu kommen, damit kommen sie nämlich immer gern. NEIN: Es sei kein Golf! Was ist das denn? In Punkto Firmenwagen sind ja einige Spinner unterwegs, vornehmlich ist das Auto nicht fett genug. Aber nur, weil es kein Golf ist? Öfter mal was Neues! Nun steht der schicke 5er 25 Kilometer entfernt im Carpool und die Dame reist mit der Bahn an. Und ICH muss mit der Bahn heim! Pföh! 

Aber ich bin schon groß, ich schaff das! Im Laufe des Tages, macht sich aber dann meine komplette Abteilung Sorgen um mich. Dazu muss man sagen, ich bin leidenschaftliche Autofahrerin. Ich fahre Testwagen für Mercedes, freue mich, wenn ich mal wieder ein neues Modell von BMW-Mercedes-VW oder sonst wem auf den Tisch bekomme und bin da auch eher kritische Verbraucherin, als Angeber an der Ampel, schließe aber momentan die Erfinder der beheizbaren Lenräder-Sitzen-Windschutzscheiben in mein Abendgebet ein. Bei Außentemperaturen um die minus 10 Grad, ist das auch kein Wunder.

Auto also weg, Abteilung in Sorge. Meine Assistentin verließ mich gegen Spätnachmittag mit den wohlgemeinten Ratschlägen, dass ich ja nicht von fremden Männern Schokolade annehmen soll, niemandem Glaube schenke, der mich in sein Auto locken will, um mich zu meinen angeblich kranken Eltern zu bringen und so weiter und so fort. Sie feixt. Großartig. J 

Eine weitere Kollegin verlässt sich auf die Erpressertour, um mich in ihr Auto zu zwingen und traut dem Frieden auch nicht. Ob sie hinter mir her fahren soll, während ich zum Bahnhof laufe? Irgendwann feixt auch sie. Ich bin wild entschlossen!  

Zum Bahnhof würde ich so 15-20 Minuten brauchen, ich soll halt was flotter gehen, belehrt mich meine Assistenz. Und so wollte ich eigentlich 25 Minuten eher lostingeln, damit ich ja das richtige Gleis erwische. Abfahrtzeiten hat mir die Internet Präsenz der deutschen Bahn schon mitgeteilt, alle 30 Minuten könnte mich ein Zug nach Hause bringen. Ich bin kurz versucht die möglichen 4 Abfahrtzeiten (16:17, 16:47, 17:17 und 17:47) in eine Excel Tabelle zu pressen, sehe aber davon ab, ich MUSS nun nicht wirklich alles in einen Excel kritzeln, finde aber die Tatsache, das ich es KÖNNTE, sehr beruhigend. Tabellen haben so was strukturiertes, klares. Die Natur der Tabelle ist ihre Übersichtlichkeit, das mag ich. Hatte ich schon erwähnt, dass ich im Controlling arbeite, nein? 

Kurz vor halb sechs startet die Erpresserkollegin einen letzten Versuch. Sie könne mich doch heimfahren und wir schauen noch schnell in den super schicken italienischen Supermarkt, der bei mir ums Eck ist. Nein? Biddebidde. Nix. Ich muss jetzt zum Bahnhof! Basta! Sie würde jetzt den Rechner runter fahren, ich könnte es mir ja noch mal überle...NEIN! Jetzt hör ma....Nahein! Ich will nicht, ich muss zur Bahn!  

Wir verquatschen uns noch an der Stechuhr ein Ründchen, ich soll ihr ja erzählen, wie es war und um Punkt 17:31 steche ich aus und verlasse Gebäude und Gelände. Gemächlich, ein Hauch von Indiana Jones umweht mich, ich bin eine Abenteuerin, so dann mal auf zum Bahnhof. 

Vor mir verlassen drei Kollegen gleichzeitig das Gelände. Was rennen die denn alle so? Die Bahn fährt doch erst um 17:57??? Hallo??? Irgendwas in mir sagt: P., Schätzelein, hätteste Dir mal einen Excel gebastelt! Die Bahn fährt doch um 17:47! SiebenundVIERZIG! Mist. Ich leg also auch einen Gang zu. Vor mir läuft Prinz William.

Die anderen beiden Quatschtanten, lasse ich schon in den ersten zwei Minuten hinter mir. Irgendwas in mir treibt mich an. Liegt vielleicht an den Temperaturen und der Tatsache, das ich nicht gewillt bin, auf diesem Provinz Bahnhof eine halbe Stunde lang Däumchen zu drehen. Ich biege hinter Prinz William in die Bahnhofstrasse ein. Der fährt auch mit der Bahn??? Prinz William ist ein Kollege aus dem Haupt Controlling und sieht HAARgenauso aus, wie der leibhaftige Thronfolger des Empires. Sehr jung, sehr akkurat, mit einem festgebügelten blonden Seitenscheitel und Bundfalten Hose. Während ich hinter ihm her eile, frage ich mich, was –the hell- treiben die da eigentlich den ganzen lieben langen Tag im Hauptcontrolling? Ich bin Vertriebscontroller und mir fast sicher, dass die sich auch den lieben langen Tag fragen, was WIR eigentlich so treiben. Lassen wir mal die Verkaufscontroller und die Bereichscontroller ganz außen vor, das sind noch kleinere böhmische Dörfer für mich.... 

Wie auch immer, PW läuft vor mir her Richtung Bahnhof. Ich mittlerweile bißl schneller, damit ich auch ja die Bahn bekomme, er immer noch so entspannt vor mir her. Ich mache noch größere Schritte, William verschwindet am Horizont. Gibbet doch garnich! Umso schneller ich rase, um so kleiner wird seine Silhouette! Nach zwei Kurven habe ich ihn aus den Augen verloren. Ich sprinte fast und sehe in immer größerer Ferne sein blaues Mäntelchen wehen. Das geht so nicht! Ich pilgere und wandere auch schließlich mit etlichen km/h, da zieht mich doch der Kronprinz nicht ab! Mit hängender Zunge erreiche ich um 17:45 Uhr den Bahnhof. Wer steht auf dem Bahnsteig? Genau: Er. SEHR entspannt. Wie hat er das nur gemacht? Bevor ich aus meiner Fragerunde heraus komme, kommt die Bahn. Ist das auch die Richtige? Werde ich vielleicht in den komplett falschen Zuch krabbeln und erst in Paris Gare du Nord die erste Möglichkeit haben, mich ernsthaft zu wehren? 

Die digitale Technik am Bahnsteig beruhigt mich: Kind, schau Dich doch mal um, es KANN gar keine andere sein. Hier sind nur zwei Bahnsteige, einer da lang und der andere in die andere Richtung, bei Dir steht sogar Dein Wohnort dran, also nix wie rein da.  

Ich falle in den erstbesten Sitz und zeitgleich bricht mir der Schweiß aus allen Poren. Nee, is das warm hier! Bäääh, wie stinkts denn hier? Eingemummelt, wie für eine Nordpol Expedition habe ich heute morgen wohlweislich schweres Geschütz in Sachen Klamottenfrage aufgefahren: Snowboard-Jacke, dicken Schal, warme Handschuhe,  Skisocken! Man! Ich musste zum Bahnhof!!! 

Ich komme stückchenweise um, während ich mir alles aufreise. Meine Nase läuft und bitzelt von dem zurückgelegten 1,8 Kilometer Sprint.

 Ich muss doch nicht...hab ich ein Taschentuch...HATSCHI! Geschätze 300 Menschen werfen mir Blicke zu, die nur eines sagen: Hau bloß ab, Du Bakterienmutterschiff und verkriechen sich kollektiv in einen einzigen Aschenbecher. 

Meine Güte! Öffentlicher-Personennah-Verkehr. Wat sind die denn so pingelig? Ich eilte dem Kronprinzen hinterher!!! (Der garantiert –kaum aus meiner Sicht entschwunden- ein Taxi benutzt haben muss!) Grrrr. 

So, Jacke auf, Handschuhe weg, ein Fensterchen ist auch offen. Besser. Wen haben wir denn hier alles? Es gibt nichts Spannenderes, als in der Bahn Menschen zu betrachten. Okay, noch spannender wäre es gewesen, wenn ich Spezialist heute morgen mein neuestes 36. Buch über den Jakobsweg eingepackt hätte, auf das ich sehr gespannt bin. Muss ich mich heute auf den Verkehr konzentrieren? Nein. Also...  

Also Menschen gucken. Man sitzt da ja immer zu viert in so einem Zwangsgrüppchen. Schräg gegenüber hat ein Mitreisender doch tatsächlich die neue C´T mit einem Testbericht über Netbooks. Ich will auch ein Netbook! Welches habe ich noch nicht final entschieden, also verdrehe ich mir Hals und Augen. Zu klein, zu weit weg. Mist! Persönliche Notiz: Die neue C´T kaufen.  

Im nächsten Viererpack sitzt Hugh Grant, oder zumindest ein (fast) perfekter Abklatsch von ihm. Sein Handy klingelt. Mir wäre das nun an dieser Stelle suuuuper peinlich, interessanterweise juckt das heut zu Tage in der S-Bahn keinen Menschen mehr.  Trotzdem stelle ich die Ohren auf, ich habe kein Buch, ich habe meinen I-Pod vergessen, ich darf nicht einschlummern, weil ich gleich schon wieder raus muss, also lausche ich eben. Was spricht der denn da für eine Sprache? Nach fünf Minuten entscheide ich mich für amerikanisch, bin mir aber nicht sicher. Zumal er monologartig vor sich hinbrabbelt, als würde er einen Anrufbeantworter besprechen.  

Erster Halt: Städtchen Modell "Sozialer-Brennpunkt". Ich starre angestrengt aus der Scheibe. Ob der Prinz HIER wohnt? Nie-im-Leben! Ich sehe nichts. Drinnen ist es gleißend hell, die Scheibe spiegelt, ist zugeschmiert mit Graffiti, ich sehe nur Füße, soll er halt hier wohnen, is mir auch egal. Oder, wie sagt meine Mom immer so schön: Kannste Dir auch nix von kaufen! Eben! 

Gerade erkundigt sich Hugh Grant am Telefon bei Angelina, ob es in England auch so kalt währe? Das Wunder des Zug Haltes: Man versteht jedes Wort. Großartig. Aber schon geht es auch weiter. Wie lang können 22 Minuten eigentlich sein? Sind wir gleich da? Nööö, die Bimmelbahn hält an jedem zweiten Baum.  

Der Engländer legt auf und lächelt. War bestimmt Angelina Jolie, drunter geht es nicht, bei DEM Lächeln! Sein Handy bimmelt wieder. Er hebt ab, dreimal Hello? Heeeellooo? HELLO? Ein Tunnel hat ihm wohl die Connection versaut. Drei gezielte Knipser und er sagt, dass er die Verbindung wohl verloren habe, er reise mich dem Zug. Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Süß. Phantastisch. Man stelle sich das vor, wir hocken in der Vorstadtbahn und dieser Mann hat die Nerven zu sagen: „Ich reise mit dem Zug!“ Persönliche Notiz: Öfter Tram fahren, Buch schreiben.  

Mir fällt dann auch leider auf, dass Hugh ein I-Phone hat....... Er ist kleiner und schwächer als ich....wenn ich..... okay, okay, nicht für ein Telefon, is ja schon gut. 

Sodele, die nächste Station dürfte meine sein. Die Ersten stehen auf. Da ich am letzten Stop beobachten musste, wie etliche Mitreisende am Türgriff rüttelnden, macht sich schon wieder Unruhe breit: Bekomme ICH denn diese unseelige Tür auf? Ich reihe mich vor zwei jungen Männern mit Migrationshintergrund ein und fange an, mich innerlich aus zu schimpfen: Du Schaf! Umklammere jetzt ja nicht Deine Geldbörse. Du wirst wie Deine Mutter! Ah! Der Zug hält, ich mache souverän die Tür auf und spaziere über den Bahnsteig. Daheim!

Ein paar Wagons neben mir verlässt Prinz William den Zug. A-ha! Wohnt der auch hier! *staun* Einträchtig verlassen wir den Bahnhof UUUUUND er biegt links ab! Wie jetzt? Da ist doch nur das Wohnviertel, wo nur Assis beheimatet sind, Sozialschwächere wohnen? Es bricht mir das Herz. Für eine klitzekleinen Moment, bin ich versucht ihm zu folgen, um zu erfahren, wie er denn „untergebracht“ ist, verkneife mir aber jegliche Stalkergedanken, ich will heim!  

Laut Fahrrad-Computer sind es genau 900 Meter. Irgendwie verdammt dunkle 900 Meter. Ist mir so noch gar nicht aufgefallen....Spielen da noch Kinder auf dem Spielplatz? Ach, nee. Die üblichen 14jährigen, die sich gegenseitig das Rauchen beibringen. Hat sich ja seit meinen Zeiten nicht wirklich viel geändert. *smile* 

Sach, mal. Da folgt mir doch Einer? Tatsächlich ist mir jemand seit dem Bahnhof auf den Fersen. Ich drehe mich mehrfach um, stelle wiederholt fest, dass die hiesigen Straßenlampen nichts taugen, werde schon wieder schneller und schimpfe mich Angsthasen. Der Verfolger bleibt mir auf den Fersen. Ich biege in meine beschauliche kleine Anliegerstrasse mit den Einfamilien Häusern ab.

Argl: Immer noch da. Hier haben doch alle ein Familien-Papi-Kombi-Autochen und ihre Damen alle City-Flitzer, um die Brut in den Kindergarten zu bringen? Wer fährt den HIER Zug? Panik macht sich breit. Das Einzige, was ich sehe, ist eine –für mein persönliches Empfinden- ZU breite Silhouette und ich lege wieder einen Gang zu. Unter der nächsten  Straßenlaterne drehe ich mich wieder um (Chicken! Chicken!) Eine korpulente Dame. Will auch heim. P.chen, manchmal...echt.... 

 

Dann: Mein Haus! Daheim! Briefkasten? Mir fällt ein Umschlag entgegen. Bitte nicht! DAS brauche ich heute nicht mehr wirklich. Bitte, nicht die Einladung. Ich werde sonst paranoid!

Gehaltsabrechnung vom Meinigen.....uffz......  

Vierhundertfuffzichquantastilionen Worte, für einmal mit der Bahn...... Wenn mich meine Assistentin morgen fragt, wie es war, werde ich „Gut!“ antworten....*lächel*......    

Und jetzt noch Aktuelles, für die Rubrik: „Weißte noch?“ 

Ein Irrer hat in Belgien einen Kinderhort überfallen und Babies abgestochen. Ich fass es nicht!

Barack Hussein Obama ist seit einer Woche der erste schwarze Präsident der USA! Yeah! Sorry, der erste stark pigmentierte Präsident mit afroamerikanischem Migrationhintergrund. 

Ich habe keine Wanderstiefel an.   

26.01.2009 um 20:25 Uhr

95 Tage, 2 Einladungen, 1 Paar Schuhe

Erst zwei Einträge und ich habe schon so den leisen Verdacht, dass ich mir spätestens in einem Jahr, wenn ich das hier nochmals durchzulesen gedenke, an die Rübe fasse und mich frage, welche Probleme man (Ja, doch: Ich) haben kann. Geht’s noch? Das wird bestimmt lustig…. 

Wie auch immer. Wir haben die Hochzeits-Einladung gesehen, einmal bei meiner Mom und noch mal bei Schwägerin S. und Bruder D.. Uargl. Ganz schlimm. Wobei es mein Brüderchen und seine Frau schlimmer getroffen hat als meine Eltern, bei letzteren hatten sie anscheinend keinen Bock mehr. Womit wir auch sehr schnell bei dem Thema wären, warum die Einladungen nur kleckerweise verschickt werden. Die beiden haben Umschlagkarten bei einem namhaften Discounter gekauft und als sie leer waren wohl gemerkt, dass es wohl nicht so ganz gereicht hat. Sag ich jetzt mal nix zu.  

Viel bedauerlicher und somit erwähnenswerter finde ich den Umstand, dass es tatsächlich möglich  ist 17 Rechtschreibfehler in zwei halben Doppelsätzen unterzubringen. Man muss nur konsequent zum Beispiel alle Adjektive groß schreiben und schon ist man auf dem richtigen Weg! Das ist vielleicht mal gruselig zu lesen. Wahrscheinlich auch der Grund, warum wir nie eine Eigene bekommen werden. Zu blöd auch, dass wirklich alle Welt weiß, dass ich mich SOFORT und unerbittlich auf alle Rechtschreibfehler stürze, derer ich habhaft werden kann. Ich korrigiere jeden, alles und ständig, das ist lästig und macht nicht unbedingt Freunde, ist aber gut für mein höchstpersönliches Seelenheil. Andere Leute werden mit sechs Fingern an jeder Hand geboren, ich eben mit einem eingebauten Duden. Es gibt Schlimmeres! Außerdem: Gelernt ist gelernt. Und ich habe es gelernt. Jahrelang. Wohin soll ich denn sonst mit diesem geballten Wissen, wenn die Wissenschaft mir schon nicht dutzendfach Lehrstühle hinterher wirft? Siehste!  

Und DAS wissen die Hochzeitler auch! Darum: Karte Adiéu. Hach... 

Ich wäre ja auch nicht so doof und würde eine Landkarte malen und veröffentlichen, ohne einen gelernten Geografen um Hilfe zu bitten. In Geografie habe ich am Fenster gesessen und –fast nicht mehr zu toppen- ständig rausgeschaut. Ich bin froh, wenn ich heimfinde! 

Die Karte an sich: Man stelle sich wirklich und tatsächlich eine Einladung zum  Kindergeburtstag in einem eventuell sozial instabilen Milieu vor und schon  hat man eine halbe Ahnung, was die da verbrochen haben. Madame hat sich in ihrer Bastelwut mit Glitzer-Kleber ausgetobt und der Meinige sah binnen Sekunden aus, wie ein amerikanischer Weihnachtsbaum. Großartig. Ich war immerhin so clever dat Dingen nur mit spitzen Fingerchen an den Ecken zu halten, was mir aber auch nicht wirklich geholfen hat. 

Vielleicht lasse ich das Thema einfach. Verhindern können wir nun sowieso nichts mehr. Sollense halt heiraten, mir doch wurscht (Okay, ganz so ist es auch nicht) auf jeden Fall sind wir nicht da! 

Und damit sich wieder mal was tut in Sachen Jakobsweg, sind wir am Samstag zum shoppen beim Outdoor-Ausstatter eingefallen. Stunden später war ich um dreihundert Euro ärmer, aber immerhin um ein paar neue Wanderstiefel reicher.  

Da ich meinem persönlichen Wanderstiefel-Berater gesagt habe, dass ich ein Gugg-in-die-Luft bin, mir lieber die Landschaft betrachte, statt den Boden unmittelbar vor mir, neige ich dazu, auf dicken Steinen u.ä. umzuknicken und mich in Folge dessen langzulegen. Mit schwerem Rucksack auf dem Buckel: Scheiß-Idee. Der überholt nämlich im Laufe (des eigentlich immer sehr schnellen) Sturzes gerne den Kopf und das erste, was glücklich am Erdboden ankommt und den Fall bremst, ist die Nase. Unschön. Endet meistens in einem sogenannten Brillen-Hämatom. Man schaut halt aus, wie ein Waschbär, nur anders herum: Das Dunkle innen. Oder, war das nicht sowieso beim Waschbären so…???...egal!

Nun bin ich stolze Besitzerin von einem Paar Wanderstiefeln, neben denen Bundeswehr-Knobelbecher wie Ballerinas anmuten.Ich kam mir vor, als hätte ich die Unterschenkel in Gips. Der Meinige hat sich kaputt gelacht, so wie ich durch den Laden geeiert bin. Und um noch einen draufzusetzen, sehen die Dinger auch noch richtig scheiße aus. Mercedes unter den Wanderschuhen hin oder her, ich kam mir vor, wie die hessische Antwort auf die Augschburger Puppenkiste.  

Dann soll ich eben –um Himmels Willen- daheim auf Teppich oder Parkett damit rumlaufen und wenn es der Madame denn so gar nicht behagt, diese schicken Modelle zurückgeben und wir schauen noch mal nach etwas anderem. Problem eins: Es GIBT gar keine schicken Wanderstiefel. Die sind alle Modell Luis-Trenker-auf-dem-Weg-zum-Gipfel. Und zierlich ist auch nicht, wenn ich schon neben meinem eingebauten Duden auch mit Plattfüßen gesegnet bin. Ich bin eigentlich ein komplettes Montagsauto. Aber das ist ein eben so langes, wie unerquickliches Thema.

So! Und nun müsste ich eigentlich heute Abend nach Hause kommen und aus den Arbeitsklamotten direkt in meinen Doppel-Mercedes springen  und mich freuen, wie ein Plätzchen. Da ich aber wieder im Arbeitsknast malträtiert wurde und man höre und staune, schon wieder von dieser sch... doofen Abteilung, möchte ich heute Abend NICHT noch das Gefühl haben, ich müsste zwei Colakisten an den Knöcheln durchs Haus schleppen.

Und um mich komplett aus der Affäre zu ziehen: Meine entzückende Nachbarin –die alte Hexe- bekommt einen Herzinfarkt, wenn ich jetzt noch hier oben rumballer. Die ist ja schon der Meinung, dass wir zu laut atmen, von der Niagara Geräuschkulisse, die unsere Toilette angeblich von sich gibt ganz zu schweigen. Wir lernen dann demnächst mal das lautlose Schweben, stellen stundenweise das Atmen ein und den Rest schwitzen wir durch die Poren, wie ein Frosch! 

 

Nachtrag:Der Meinige findet es zwar äußerst belustigend, dass ich mich wegen meinen Stiefel“chen“ zum Obst mache, möchte aber bitte im Welt weiten Netz nicht unerwähnt wissen, dass wir gestern ein Torte gemacht haben.Okay: Wir haben gestern eine Torte gemacht. Genug? Nein? Eine Käse-Sahne-Torte. Jetzt aber? Hm? Immer noch nicht. Mönsch nöööööö. Ich habe in der Firma Bauchschmerzen, ich habe mit dieser dusseligen Hochzeit Bauchschmerzen, Wanderstiefel, Plattfüße.....man, man, man.Die Torte war Mist. Die Füllung zu flüssig, der Biskuit zu krümelig. Ich bin ein Erbsenzähler, ich werde neurotisch, wenn meine Kreation nicht aussehen, wie bei der Konditoren Weltmeisterschaft und dann läuft mir das Ding quer durch die Küche. Aaah! Jetzt ist aber genug erwähnt! Bilder gibt es keine! Leergefuttert ist sie auch! Aber geschmeckt hat sie trotzdem...J   

23.01.2009 um 20:33 Uhr

98 oder auch Einladung, die Zweite....

Ich konnte es mir gestern Abend doch tatsächlich nicht verkneifen, bei meiner Mutter anzurufen, ob meine Eltern denn eine Einladung bekommen haben. Keiner da. Heute morgen ruft sie mich in der Firma an. Vorweg, besondere Spezialität meiner Mutter: Worte verwechseln.

Ich hätte angerufen, sie waren aber bis zwölf Uhr babysitten und danach hatte sie keinen Bock mehr durchzuklingeln, was es denn gäbe. Ich artig mein Anliegen vorgetragen. JA, sie haben eine Einladung bekommen, auggebliksche, sie holt sie mal. Im Hintergrund plärrt mein Vater irgendwas.

Mein Vater plärrt IMMER irgendwas. Oder er redet mit dem Ding, mit dem er sich gerade beschäftigt. Das darf dann auch mal eine Büroklammer oder das Klopapier sein. Direktes Ziel seiner Attacken ist natürlich der Clan –allen voran meine Mom, die weiß sich aber zu wehren: genauso laut!-, gerne aber auch alles was in seiner Umgebung Ohren hat. Ich will gar nicht wissen, bei wie vielen Kassiererinnen er für eine Psychotherapie verantwortlich ist.

Mittlerweile hat meine Mutter die Einladung gefunden. Sie findet sie nett, woraufhin ich gebeichtet habe, dass sich meine liebe Schwägerin den Mund darüber zerrissen hat und die Einladung so gar nicht nett fand, kindisch ja, nett nicht. Das fand meine Mutter dann nicht nett und hat mir vorgelesen, was die Beiden geschrieben haben. Nachtrag von ihr: Für die „geistlichen“ Fähigkeiten der Beiden doch nicht schlecht, oder? Wie erfrischend, dass meine Mutter die Hochzeitler auch so hohl findet.  Ich schon gegrinst und geantwortet, dass ich zwar keine Ahnung von den „geistlichen“ Fähigkeiten der beiden hätte, ICH aber mal das Internet bemüht hätte, wenn ich etwas schreiben muss, was ich so noch nie geschrieben habe und munter Ideen geklaut hätte. Für die geistlichen Entgleisungen gab es den üblichen Anpfiff, der Rest blieb unkommentiert. Lediglich das Bockige: Ich finds NETT! kam noch mal.

Außerdem:Sie hätten sich sehr wohl nach unserer Adresse erkundigt, würden die Karten aber so peu à peu rausschicken und wir bekämen sicher noch eine.....jaja.....

Der Meinige mich heute Abend dann wiedermal aus meinem Arbeitsknast abgeholt, zuerst sprudelte ich natürlich mit meinem höchstpersönlichen Aufreger des Tages heraus, bei dem ich mittlerweile nicht mehr aus dem Lachen rauskomme. Geht um die Arbeit, nicht um die Einladungskarten. Die Story gibt es im nächsten Eintrag komplett, sollte  mir dieser Typ, mit dem ich heute zu tun hatte, jemals persönlich begegnen, möchte ich folgenden Satz loswerden: Herr XYZ Sie haben es mit ihrer sprachlichen Entgleisung vom Freitag doch tatsächlich noch am selben Abend bis ins Internet geschafft. Was er zwar schon hiermit hat, trotzdem ist die Geschichte im Nachhinein so drollig, das muss ich komplett loswerden.

Zurück zur besseren Hälfte. Aufreger des Tages sprachlich abgelegt, sitzen wir einträchtig im Auto und platzen fast zeitgleich wieder mit den Einladungskarten raus. Wer sich jetzt vor Spannung nicht mehr halten kann: Heim, Briefkasten aufgerissen => LEER! Dem Hobbypsychologen stellen sich nun mehrere Fragen:

  • Warum bin ich eigentlich so jeck auf diese dusselige Einladung, wenn ich sowieso nicht hingehe?
  • Was mache ich, wenn ich –pardon- wir, wirklich schließlich und endlich doch keine bekommen? Wir erinnern uns: ICH WILL da NICHT hin!!!! Der Meinige ist übrigens auch nicht scharf drauf, souffliert er gerade....
  • Sieht die Einladung wirklich so schlimm aus? Wenigstens DAS werden wir spätestens am Sonntag erfahren. Ich für mich persönlich finde sie aber aus Prinzip jetzt schon schlecht!
  • Und -last but not least- WER kommt eigentlich auf die Idee, jedes Mal wenn eine dieser Karten fertig „beglitzert“ ist (die haben wohl Glitzer Zeuch darüber geklebt, gestreut, gesonstwas), diese zu verschicken und NICHT alle auf einmal? Hallo?
Das ist mir zu bunt. Und ich beschließe hiermit mal für mich: Da geh ich nicht hin. Nönö......

Und jetzt hole ich mir ein Bierchen und läute das Wochenende ein.

 

22.01.2009 um 19:21 Uhr

99

von: Pelegrina   Kategorie: Neulich auf dem Planet der Affen   Stichwörter: Jakobsweg

99...noch 99 Tage und ich bin wieder auf dem Jakobsweg. Das vierte Mal mittlerweile. Okay, mit ein wenig gutem Willen, das vierte Mal. Das erste Mal, waren es nur schlappe 18 Kilometer, die letzten Kilometer einer insgesamt 180 Kilometer langen Route, hier in Deutschland. Allein: Ich habe mich unheimlich gefreut, dass es der Jakobsweg war, als dieser ausgeschildert und somit hat mich das Muschelsymbol die letzten Meter begleitet. Die ganze Sache lief ja auch unter "Jugend *hust* trainiert für Jakobsweg", den Camino Frances und seine schlappen 800 und Kilometer fest im Blick.

Was mich danach nicht mehr begleitet hat -obwohl vorher stets an meiner Seite- war der Herr Gemahl, was ja auch Sinn der Übung war. Lange Geschichte, mittlerweile geschieden, kommt dann auch mal irgendwann...seufz....

Nach diesen ersten Metern, habe ich mir doch tatsächlich ein Ticket nach Biarritz gekauft, bin doch tatsächlich da runter geflogen und dann tatsächlich losmarschiert. Ich wäre auch tatsächlich angekommen, wenn mich nicht ein junger Mann mitten drin ausgebremst hätte. Der wohnt mittlerweile bei mir, begleitete mich auf den zweiten -ups- dritten Jakobsweg, um die letzten Kilometer nach Santiago de Compostela zurückzulegen und zieht nun wieder mit mir los. Auch so eine lange Geschichte....noch mal seufz..... Nicht, das ich es schlimm fände, mit ihm loszuziehen, aber die Umstände, die uns zueinander geführt haben, waren doch etwas anstrengend. Nun, also Portugal! *freu*

Los geht es mit dem Caminho Portugues Tagebuch. Oder eher der Flucht nach vorn gen Süden. Ich weiß eigentlich nicht hundertprozentig, ob wir in diesem Jahr erneut losgezogen wären. Wir wollten uns ein wenig Ruhe gönnen, die Seele baumeln lassen. Im Ferienhaus neue Langbaderekorde im Whirlpool aufstellen, saunieren, sonnenbaden, lesen, köcheln, pennen und vielleicht dann und wann in die Luft glotzen.

Gestrichen. Wir fliehen. Vor dem erschreckenstem Event, das mein Clan in diesem Jahr zu bieten hat. Eine Hochzeit!

Dazu soviel: Mein Clan ist groß, bietet für mich als einzigem Mädel jede Menge Brüder => alle älter! Verrückte Eltern => unter 120 Dezibel geht garnichts! Jede Menge Schwägerinnen, einen Hund und eine Nichte. Familie würde ich jenes, was sich da im Blute versammelt niemals nennen, das klingt viel zu harmlos! Ich bin mir völlig sicher, dass wir weitaus besser in Palermo als Arm einer mafiösen Vereinigung aufgehoben wären, oder sagen wir es mal so, weniger auffallen würden. Die Adjektive laut, besserwisserisch, intregant treffen es wohl am besten, um nur mal die Top Drei zu benennen. Weltmeister im "aneinader-vorbei-reden" sind wir auch!Dafür scheint aber auch italienisches Blut durch unsere Adern zu fließen, wenn es um la familia geht. Ich bin mir fast sicher, dass jeder für den anderen einen Mord begehen würde. Droht Not oder Ungemach, stehen wir zusammen, wie eine Wand. Oder auch kurz: Ja, ich liebe meinen Clan.

Das berühmte ABER: Ist man mit so vielen Geschwistern unterwegs, ergibt sich naturgemäß die eine oder andere Seilschaft. Sei es dadurch, dass man sich altersmäßig näher ist oder aber auch die Interessen in die gleiche Richtung gehen. Auch natürlich ist es, dass sich solche Sympathien gerne im Laufe der Jahre verschieben. Man ändert sich eben, wird erwachsen, entdeckt neue Freunde, Hobbys, ergreift einen bestimmten Beruf und nicht zuletzt: Entwickelt sich. Meistens nach vorne. Ganz selten schafft es der eine oder andere Lebenslegastheniker meterweise zurück zu gehen.....hm....

So auch dieser heiratswillige Bruder, vor dem wir zu flüchten gedenken. Und der Hit: Hat er doch tatsächlich ein Mädel gefunden, dass noch behämmerter ist als er. Groß- und langmütig, wie mich meine Jakobswege nun doch zum Teil gemacht haben, könnte ich mich nun hinstellen und sagen: Och, lasse doch, wennse sich lieben. Ich KANN nicht. Ich gebe mir alle erdenkliche Mühe (Oooooommmmm), es funktioniert einfach nicht. Warum? Weil ich so den leisen Verdacht habe, das die beiden a) nicht so Recht wissen, was Liebe ist und das mit Verknallen verwechseln und b) mit Anlauf in ihr Unglück rennen.....

Wer es bislang noch nicht bemerkt hat: Ich bin ein Schwaller, oder wie der Hesse gerne sagt, ein Babbelchef. Zu unseren heiratswilligen Irren also irgendwann mehr. Zum selben Thema aber noch mein höchstpersönlicher Aufreger des Tages.

Der Meinige und ich wollen mit Bruder D und seiner Frau am Wochenende Kaffee trinken. Liegen mir ein paar Themen am Herzen. Nicht die unseelige Hochzeit, anderes.  Meine Schwägerin sich eben am Telefon vor Lachen weggeschmissen: Ob ich auch die Einladungskarte von Bruder C bekommen hätte??? Boah, wäre die behämmert! Den einen oder anderen bissigen Kommentar konnte sie sich dann auch nicht verkneifen, ich müsste mir das aber mal am Sonntag selbst anschauen! 

Dazu bißl Hintergrund, die beiden also Bruder C und seine Verrückte (das ist sie wirklich, später mehr) wollten im Juni heiraten. Über "wer-kennt wen.de?" (!!!!!!) (Die Ausrufezeichen konnte ich mir nun wirklich nicht verkneifen!), teilte C mit, dass sie nun gedenken am 20. Mai zu heiraten. Aha! Ich ihm über wkw geantwortet: Da sind wir wegen der klimatischen Bedingungen in den Mittelmeerländern eigentlich gerne auf dem Jakobsweg. Der Juni wäre uns schon zu heiß, und jetzt? [sic!] Keine Antwort. Das ist vier Wochen her! Nun bekommt gestern der Clan Einladungskarten und wer nicht? Genau: Wir!

Kann mir das mal einer erklären? Hätte der mal antworten können, mit der simplen Frage, ob wir nicht Ende Mai zur Hochzeit wieder zurück sind, nein??? Aaaahhhhh! Zum Meinigen habe ich gesagt, dass ich mich lieber fünf Tage im strömenden Regen nach Santiago hocke, als nur EINEN Tag eher als dem 24. Mai heimzufliegen! So, und nun überlege ich, ob ich den beiden Hochzeitlern nicht einen zuckersüßen Brief schreibe (meine beste Freundin weiß, dass DAS eine Androhung für eine verbale Hinrichtung ist!) und ihnen mitteile, dass wir SEEEEELBSTverständlich SOOOOOOO gerne gekommen wären, aber leider, leider nicht eingeladen worden sind. (Und den verschicke ich auf den ALLERletzten Drücker!) Tatsache ist nämlich, dass wir noch keinen Rückflug gebucht haben. Wir sind noch mitten in der Tourenplanung und uns noch nicht einig, ob wir wieder rum ans Ende der Welt nach Finisterre laufen (nochmal 90 Kilometer), das ganz sein lassen, oder mit dem Bus hinfahren. Muss noch ausdiskutiert werden.

Meine innere Stimme sagt mir aber: Häng die Kilometer dran und bleib da unten! Schau Dir das nicht noch life und in Farbe an! Ich ärgere mich aber tatsächlich darüber, dass die doch tatsächlich keine Einladung schicken......

So, nun gehe ich mich eine Runde grämen.