Königin der S@L@THERZEN

30.12.2009 um 13:51 Uhr

Neues Jahr, neues Glück

"Man", ächzte neulich eine Kollegin aus der Nachbarabteilung und ließ sich bei mir im Büro auf den nächstbesten Stuhl plumpsen, "hoffentlich ist das Scheißjahr bald vorbei und das nächste wird besser!"

Gedacht habe ich: Willkommen im Club! Gesagt habe ich: "Ja, dann wird wahrscheinlich meine Mutter sterben!"

Ist mir einfach so über die Lippen gerutscht und niemandem tat es mehr leid als mir, als die Kollegin mich so schlimm betroffen ansah. Sie fragte nach, wie es ihr ginge. Und um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Jedes Mal, wenn ich frage heißt es, dass sie von Pontius zu Pilatus im Ärzte-Haus renne. Das sie diese und jene Tabletten nicht vertrage und sie deswegen auch Wasser einlagern würde und deswegen so dick sei. Aber ansonsten ginge es ihr gut. Aha. Nix Aha. Ich weiß mittlerweile nicht mehr, was ich fragen soll, oder wie ich das Thema angehen soll,  denn irgendwie fühlt sie sich so leidlich gesund. Den kompletten Körper verkrebst, aber watscht uns ab, als hätte sie eine Erkältung und wir einen Knall.

Der Meinige und ich sind vor ein paar Wochen gemeinsam hin und teilten ihr mit, dass wir SOFORT unsere Hochzeit verschieben, wenn es sich abbildet, dass es ihr schlechter gehe. Ich möchte, dass meine Mutter bei unserer Heirat dabei ist. Was war? Sie war sauer auf uns! Vielleicht würde sie ja noch etliche Jahre (Hmja, klar!) vor sich haben und was der Unsinn soll? Auf die Wiederholung hin, dass ich gesagt hatte, WENN es sich ZEIGT, dass es schlechter wird.... wurde nicht mehr eingegangen. Ich fühle mich da echt hilflos, zumal sie ungerecht und -um das Kind beim Namen zu nennen- saublöd sein kann und es auch ist. Siehe Weihnachten: Anschiß, wegen Besinnlichkeitsmangel. Aber wehe, ich möchte meine Ruhe, um Versakh* zu begehen, da wollte sie meiner kleinen Cousine schon weismachen, dass die liebe Tante Pele einer Sekte angehört. Mein Papa hat sich dann hingehockt und ein Buch über Buddhismus gelesen und sagt seitdem "Chef" zur Buddhastatue in meinem kleinen Buddi-Schrein. Wie auch immer, Sinn dieses Festes ist es seinen Bemühungen Ausdruck zu verleihen, zum Wohl aller Wesen zu wirken. Oder kurz: Ich hocke mich hin und versuche weiterhin kein Arschloch zu sein. Mir weiterhin eine Gelassenheit zu wahren, die ich in diesem Clan brauche. Gespräche suchen und auch um Verzeihung bitten zu können und mein festes Ziel ist es, diesen Planeten ein klein wenig besser zu hinterlassen, als er war, bevor ich kam. Think global, act local. Das um nicht zu vermessen zu wirken, weil einer meiner Brüder schon gehöhnt hat: „Klar, machst Du die Welt besser. KLAR!“ Pfft und wenn es nur die kleinen Sachen sein können und sind, wenigstens bemühe ich mich, nicht ständig mit dreckigen Wanderstiefeln anderen über den Schlips zu latschen.
Da wollte ich aber garnicht hin. Jahresrückblick 2009 wollte ich mir vorknöpfen.

Was hatten wir? Anfang des Jahres haben wir uns einen Kopp hoch zehn gemacht, wegen dieser vermaledeiten Hochzeitseinladung von Dick & Doof. Und siehe sich Gedanken machen, wie eine Große: Ich stehe über so etwas immer noch nicht drüber. Denke zuviel nach, grübele und drehe. Kann ich mir auch mal abgewöhnen.

Dann die Flucht auf den portugiesischen Jakobsweg. Die vier netten Feuerwehrmänner aus New York kennengelernt und ich Idiotin habe natürlich zu vorgerückter Stunde gefragt, ob sie bei Nine Eleven dabei waren. Waren sie. Es war eine der längsten Nächte meines Lebens.... Den evangelischen Prediger kennengelernt, irgendwie bleibe ich immer bei Pfaffen oder Predigern hängen, auf dem Jakobsweg. Den supernetten Tiroler, der mit einem Einkaufswägelchen gelaufen ist, weil ihm der Rucksack zu schwer war, die netten Italienerinnen, mit denen man richtig feiern konnte, den toughen Soldaten, die durchgeknallte Hessin, die in die USA ausgewandert ist und sich von Stund an weigerte Deutsch zu sprechen, obwohl ihr Englisch sowas von grottig war. Den gläubigen Boris, der in himmelblauen Socken lief. (Und Sandalen, die hatte ich das letzte Mal im Kindergarten an, so Riemchendinger..*lach*...), die griesgrämigen drei Portugiesen, die nie in die Puschen kamen und das spanischen Ehepaar, das lauter geschnarcht hat, als ein Fußballstadion...Schnarchterroristen....*lächel*...obwohl es damals garnicht so witzig war. Aber jetzt zurückschauend...

Die Entscheidung in Padron: Gehen wir noch den englischen Weg? Schaffen wir das? Als Paar? Als Freunde? Irgendwas zwischen 130 und 150 Kilometern, einmal quer durch die Pampas, ohne Karte, ohne Wegbeschreibung, ohne Führer? Mit nichts als einem kleinen Kompass, der als Werbegeschenk an einem Trekkingschuh hing, bewaffnet? Kein Tag unter dreißig Kilometern? 

Wir haben es geschafft. Und es war das Beste, Größte und Schönste, was wir je zusammen gemacht haben! Es war auch das Anstrengendste, aber was machen wir, als wir uns VIERUNDDREISSIG Kilometer bergauf, bergab durch den Wald geschlagen haben und nach der nächsten Kneipe gefragt haben und es hieß: Nomma drei Kilometer weiter: Wir haben uns kaputt gelacht. Wir haben uns nicht mehr eingekriegt und sind in Badeschlappen von unserer Unterkunft über Feldwege drei Kilometer in den nächsten Puff gelaufen, da gabs Bier! Man, man, man...wenn ich daran denke.....*lach*.....

Ankunft in Santiago: Aus dem Norden kommend, wunderschön. Wir waren nur eine Woche weg, nachdem wir aus dem Süden kommend das letzte Mal vor dieser großartigen Kathedrale standen, aber dennoch war das ein AN-kommen. Geflennt haben wir, wie die Schlosshunde. Geschafft! Endlich geschafft und geschafft waren auch wir. Vor lauter  Freude und Dankbarkeit geheult und gelacht und uns umarmt......und sind die ganze Zeit fotografiert worden....häh? War ein Reporter der französischen National Geographic, ob er weiter fotografieren dürfte, wir wären "so echt". Ob wir ihm ein Interview geben? Für die Sonderausgabe zum heiligen Jahr in 2010? Haben wir gemacht und wie lange klang dieses Pilgerglück noch in unseren Herzen.... Also der Weg, nicht der Reporter, obwohl der unheimlich nett war und ein witziges Englisch mit französischem Einsprengseln sprach....

Zu Hause verstirbt mein biologischer Vater. Liegt bei über 30 Grad fünf Tage in der Wohnung....den Rest erspare ich mir. Obwohl wir Kinder die Wohnung räumen mussten, was ein Spaß. Zwei Tage vorher, verstirbt unser heißgeliebter kleiner Kater an den Spätfolgen einer Lungenentzündung, mit der wir ihn aus dem Tierheim geholt haben. In unseren Armen verlässt ihn die letzte Wärme und wir erholen uns wochenlang nicht von diesem Schock.

Für die Verluste gibt es zwei Neuzugänge, einen kleinen lieben Kater aus Belgien und einen neuen Bruder. Der Kater gibt uns viel Liebe und Vertrauen, der Bruder lernt dies bei seiner neuen hessischen Familie erstmals kennen.

Den Rest des Sommers verplempern wir mit Arbeit, Arbeit, Arbeit und halten es auch im Herbst noch so. Unterbrechen hier aber für zwei stinkelangweilige Wochen auf Tobago, von denen nichts bleibt, als ein (seit Weihnachten final geschlossenes ...urgs...) wehes Beinchen und ein toter Mensch. Daheim die Nachricht, das Mutters Krebs zurück sei....

Mein neuer Teamleiter fängt an, sich in die Top Drei der weltgrößten Spinner zu bewegen, der neue Boss des Meinigen möchte etwas bewegen, aber die Arbeit bleibt das, was sie vorher war: Zuviel und anstrengend. Kurz vor dem Urlaub teilt mir der Herr Zitronenfalter mit, dass es sich ausgeassistentzt hätte bei mir. Ich habe eines der größten Felder zu beackern und schaffe das nicht, ohne jemanden, der mir hinterher räumt, wenn ich Schlachtfelder hinterlasse, oder mir mal eben was über den Zaun wirft, wenn ich im Durchflug bin. Darum bekam ich die glorreiche Assistenz, oder besser: Eine studentische Aushilfskraft. Die kleine (aber energische) M.. Und es begab sich zu einer Zeit, da hatte die studentische Aushilfskraft ihr Studium beendet und laut Vertragsinhalt konnte sie diesen nicht mehr erfüllen und übernommen wird hier schonmal gleich gar keiner mehr, hier wird nur rausgeschmissen. Basta! Nächster Satz der Ober-Zitrone: Und Deine Gehalterhöhung ist auch gestrichen, wir ham kein Geld! Schönen Urlaub!
Boah, ich hätte dem völlig unreflektiert eine pfeffern können. Schleicht vorher dreimal an meinem Büro vorbei und passt genau den Moment ab, wo ich mich in den (Aber sowas von wohlverdienten) Urlaub mache, damit er mir das hinknallen kann. So eine Pfeife. Weiß, das ich auf dem Sprung bin. Hat anscheinend Schiss, dass er mit mir ein Gespräch bekommt, was die Personalpolitik hier im Hause angeht. Checkt aber anscheinend nicht, dass ich mir da auch die Spucke sparen kann. Das sind Management Entscheidungen. Die gelten für alle. Da braucht keine Frau Pelegrina aufmupfen, das interessiert genauso wenig, wie der Sack Reis in China. Und das weiß ich auch!!!!! Hallo????? Arschloch!
Warum die Kleene immer noch hier ist, ist schnell erklärt. Ich bin am dransten, mit Gehaltserhöhung. Ich habe zu Ihren Gunsten die nächsten zwei Jahre darauf verzichtet. Sie weiß es nicht und ich möchte auch nicht, dass sie es je erfährt. Weiß auch sonst keiner. Und ich werde auch nicht darüber sprechen. Punkt! Sie hat nun eine Vollzeitstelle und darf immer noch dann und wann hinter mir her räumen, ansonsten hat sie nun ihre eigenen Felder und das ist gut so.

Damit sind wir auch schon bei den Jahresendarbeiten, Weihnachten und Sylvester......

Hatten wir ein gutes Jahr? Hatten wir. Wir haben uns vertragen, tolle Sachen zusammen gemacht und sind einigermaßen gesund durch die Jahreszeiten gekommen. Wir haben uns geachtet und hoffentlich niemandem all zu weh getan. Wir bieten und boten unseren Tieren ein tolles Zuhause, unseren Gästen ein offenes Heim. Wir hatten gute Gespräche und gute Gedanken. Ich für mich habe zuwenig gebetet, zuviel gegessen, geraucht und getrunken. Das Tanzen angefangen, dafür aber das Tauchen aufgrund fünf läppischer Bandscheibenvorfälle gelassen. Wir sind nicht einmal Fahrrad gefahren, dafür wurden uns zwei Jakobswege geschenkt. Meine Familie hat meinen zukünftigen Gatten voll ins Herz geschlossen und seine liebt mich mehr, als seine zerstörerische, ungnädige Ex, die es tatsächlich schafft uns heute noch zu terrorisieren. Meine Nichte vergöttert mich, ich vertrage mich seit dem Tode unseres Erzeugers besser mit meinen Brüdern. Hat alles immer zwei Seiten.

Auf ein neues Jahr. Möge es Glück bringen. Auf jeden Fall bekomme ich einen neuen, exklusiven, todschicken Nachnamen. So ein Glück!


Allen dort draußen ein frohes Neues! Kommt gut und gesund rüber!

Bis denne in zwanzisch-zehn!



* Das Vesakhfest erinnert an die Geburt, die Erleuchtung und das vollkommene Verlöschen des Buddha (anlässlich seines physischen Todes). Das Fest stammt ursprünglich aus der Tradition des Theravada-Buddhismus und wird heute von den Buddhisten in aller Welt als der wichtigste gemeinsame Feiertag begangen. Er dient auch der bewussten Suche der Gemeinsamkeiten und gemeinsamen Wurzeln der unterschiedlichen buddhistischen Traditionen in aller Welt. Häufig wird an diesem Feiertag die Internationale Buddhistische Flagge, *KlickstDuhier* als Symbol der weltweiten buddhistischen Einheit, gehisst. Vesakh wurde in Würdigung des buddhistischen Beitrags zur Weltkultur 1999 auch von der UN-Generalversammlung anerkannt.






28.12.2009 um 14:20 Uhr

Weihnachten und andere Katastrophen

Auf die zum Teil ängstlich gestellte Frage von Kollegen und Mitarbeitern, wie denn das familiäre Weihnachten bei Pelegrina und den Ihrigen war, gibt es erstaunlicherweise nur eine Antwort: Gut.

Ums ausführlicher zu machen: Gut und überflüssig. Nein, wir haben keine Weihnachtsstimmung mehr bekommen. Haben Heiligabend schön ausgeschlafen und wussten anschließend nichts mehr mit uns anzufangen. Bescherung gab es schon einen Tag vorher, weil wir das letztes Jahr auch so gemacht haben und somit die einmalige Chance haben, daraus eine Tradition für uns werden zu lassen. Baum wollten wir keinen, wegen dem Kurzen, der krabbelt sowieso überall hoch, dann muss der sich nicht noch am Christbaum picksen oder besser mit samt dem Dingen umfallen. Einkaufen waren wir schon, also lesen wir Nachrichten im Internet, räumen hier und da, frühstücken und bekommen den Hintern nicht hoch. Schließlich und endlich gegen Mittag möchte ich doch noch mal raus und was machen wir? Kaufen Fichtenzweige (JA! Die picksen! Aber sowas von!!!) im Baumarkt. Die letzten. Zum halben Preis. Und freuen uns anschließend, wie die Deppen, dass wir die Dinger für 1,79 Euros ergattert haben. Wir bewachen sie auch sehr eifersüchtig vor den anderen fünf Baumarktbesuchern, die sich gegen zwölf noch dort tummeln und neiderfüllt unserem Treiben mit den LETZTEN Zweigen zuschauen. Himmel, was pickst das. Anschließend suchen wir noch vier andere Supermärkte heim, weil wir etwas ganz bestimmtes erstehen wollen, aber siehe da: An Heiligabend ist in den Discountern Weihnachten schon vorbei. Nix mehr mit Spekulatius und Pfeffernuß. Aus. Weg. Nada. Dafür finden wir aber etliches anderes Schönes und haben auf einmal super Lust zu shoppen. Stehen allerdings um 14:00 Uhr auf der Straße und alles hat dicht. Also heim. Mittagsschläfchen. Christbaumzweige schmücken. Hm... Und jetzt? Wir hauen die Glotze an und trinken uns ein paar Bierchen auf unsere Nicht-Besinnlichkeit. Bis zum Ende des traditionellen Weihnachtsfilmchen "Stirb langsam" halten wir durch, anschließend kippen wir aus den Latschen, um uns für den Großkampftag mit meiner Familie zu wappnen.

Das heißt: Putzen, Bügelwäsche im Trockner verstecken, aufräumen und so weiter und so fort. Die Nachbarn verabschieden sich gegen frühen Nachmittag, sie hätten die Wohnungsschlüssel stecken lassen und wir haben Haus und Herde für uns alleine. Gut so, meine Mutter schickt nämlich völlig panisch meinen Vater vorbei, sie würden den 7, 5 Kilo Geier nicht in den Backofen bekommen, ob ich einen Topf oder eine Form hätte, wo sie den Vogel unterbringt? Habbisch. Aber wiebittewas? Siebeneinhalb Kilo? Ist der aus Tschernobyl? Wahnsinn. Der ließ dann aber bis zum Abendessen so unglaublich viel Fett, dass es mir echt vergangen ist, auch wenn ich den Geschmack von Gans sehr mag und dafür viel, viel Bauchweh riskiert hätte. Aber das ganze Fett...bääähhh.... Nicht, dass die Enten besser gewesen wären...urgs...

Dafür waren die Klöße gut, das Rotkraut spitze und die Gansfüllung, für die meine Mutter ein Rezept von mir verwendet hat, sehr lecker. Gans Klasse: Ich frage drei Tage vorher nochmal schriftlich nach, wer welchen Geier essen mag, damit meine Mom planen kann, von wegen Zusatzschenkel und Co. Und alle entscheiden sich tapfer für entweder den Vogel oder den und fressen dann alle Gans im ersten und danach erst Ente im zweiten Durchgang. Und Spitzenreiter bei diesem aneinander vorbei reden, oder aber: "Hört mir hier in dem Saftladen eigentlich mal jemand zu?", wird Bruder Dick, der reinkommt und fragt: „Wie? Es gibt keine Pute?“ Ich werd echt noch bekloppt!

Dafür hat sich Susi nach kurzer Auftauzeit wieder ganz normal zickig und nicht überkandidelt zickig, wie in den letzten Wochen benommen. Doof hing wieder an meinem Bruder, wie ein oller Waschlappen. Kind war wegen Playstation (Ächz!) aggressiv, wie eh und je und alle haben gefressen, wie die Bekloppten. Wir mussten uns eigentlich auf nichts Neues einstellen. Zu vorgerückter Stunde entdecke dann noch mein Bruder Micky (Vater von Mini-Wonderwoman) das iPig, also dieses Hammer-Stereoanlagen Dingen fürs iPhone UND (!!!!) tanzte, was uns alle etwas in Erstaunen versetzte. Micky und seine Frau sind ganz, ganz, GANZ ruhige Vertreter. Er könnte sofort, á la Peter Klöppel zehn Stunden non stop so Geschichten, wie Nine Eleven moderieren und wenn der mal lacht, erschrickt man schon fast. Und dann verbarrikadiert er sich in der Küche und tanzt ab? Zu AC/DC? Aha.
Sonst keine besonderen Vorkommnisse. Vorher zusammen köcheln war auch lustig: In der einen Wohnung alle Herdplatten und den Ofen unserer  Nachbarn am Start, bei uns gleiches Szenario und ständig drehte einer die Herdplatte da hoch, damit sie ein anderer dort hinunter dreht. Hinterher alle zusammen aufräumen, spülen, sauber machen, rumhocken, Musik hier, Computer dort, Playstation da. Für jeden was dabei. Punkt Elf haben alle den Saal verlassen, wir haben die zweite Spülmaschine vollgestopft, die lange Tafel abgebaut und verstaut, die teueren Sektgläser von Hand gespült und um halb zwölf sah alles so aus, als sei nie jemand da gewesen. Als hätte es auch Weihnachten bei uns nie gegeben. Ach halt, die Tannenzweige…..Blaufichtenzweige? Wie auch immer.

Am nächsten Tag das gleiche Spiel bei der einen Schwester des Meinigen, nur etwas länger, etwas ruhiger. Und dann war Weihnachten auch schon wieder rum! Die einzige Katastrophe war unsere Laune: Wir kamen nicht in Weihnachtstimmung. Wir hattens null mit Besinnlichkeit und summa summarum kotzt uns das jedes Jahr mehr an. Das teilte ich auch meiner Mom morgens mit, bevor sie kamen. Als Antwort wurde ich angefaucht, dass so etwas in unserer Familie nicht ginge! Da habe man Weihnachtsstimmung zu haben! Mein Einwand, dass ich nun schon seit zweiundzwanzig Jahren nichts mehr mit Christentum und Gott und Jesus zu tun hätte, wurde abgebügelt mit: "Was hat das denn damit zu tun?" Aha. Häh? Öhm...

Das einzig Weihnachtliche, war übrigens der kleine Belgier. Der hat sich munter an den verharzten Zweigen geschubbert, mit dem Resultat, das er zwar sehr lecker nach Tannenduft riecht, wie ein kleine Duftlampe, aber total verklebt ist. Gestern hat er mittels Nagelschere, eine neue Frisur bekommen. Jetzt sieht er aus, wie ein Punker, aber wenigstens scheints nicht mehr so zu jucken…. Scheiß-Weihnachten.

Und noch besser: Auf Sylvester haben wir auch keinen Bock. Angestrebtes Ziel: Abends so viel suffeln, dass wir um halb zwölf sternhagelvoll im Bett liegen und von alledem nichts mitbekommen! Oder aber: Hier ist die letzte Chance, uns auf eine Party einzuladen! :o)




23.12.2009 um 10:21 Uhr

Robin Hood auf SCHALKE!!!!...

....oder eine muslimische Weihnacht.

Der Meinige und ich schaffen es nicht, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Zwar hatten wir am Sonntag einen Ansatz, als die super lange Merry X-Mas CD rauf- und runterdudelte und wir auch während aufräumen und Kipferl backen immer mal wieder dazu lachend geschwoft hatten. Aber so richtig weihnachtlich ist uns nicht. Wir arbeiten beide voll durch, auch zwischen den Jahren, auch Samstags. Sind die letzten Mohikaner in der Firma und bekommen es noch nicht mal gebacken, einen Baum zu kaufen, geschweige denn Tannenzweige zu besorgen, auf welche wir uns gegenseitig runtergehandelt haben, wegen dem Fellrabauken. Die Wäsche bleibt liegen und die Wohnung sieht aus, wie ein umgekippter Zigeunerwagen. Wir kommen keinen Abend vor Neun nachhause und haben dann zu nichts mehr Lust....

Die türkische Empfangsdame von unserer Firma meinte eben, sie hocken auch aufeinander an Weihnachten, aber ohne Baum, ohne Stress, ohne Geschenke. Ergo feiern der Meinige und ich scheinbar auch muslimische Weihnachten. :o) Nee, halt, Geschenke. Ich wollte ja, dass die ausfallen, aber dazu ist der Meinige zu romantisch.

Gesten abend sind wir also getrennt durch die Gegend gerast, um uns gegenseitig Weihnachtsgeschenke zu besorgen und beide in die gleichen Engpässe gelaufen: Geschäft Nummero Eins hatte es nicht, also weiter, Geschäft Nummero zwei... ach Mist. Zwischendurch kurzer Bericht über Handy, wer wo steckt und es wie heimschafft, irgendwo zwischen all den Hektikern und den grauen Menschen, denen die Augen flackern.

Eine Begegnung: Ich wollte zwei Damen helfen. Eine saß im Rollstuhl. Nö, sie bräuchten keine Hilfe, wären ein eingespieltes Team. Also wünschte ich frohes Fest und ging weiter. Da ist mir die Eine hinterher: "Ich wollte Danke sagen, dass Sie überhaupt gefragt haben!" "Da nich für", habe ich gesagt, "dass sollte selbstverständlich sein." Und dann standen wir da und hatten Tränen in den Augen, weil ich genauso gut wie sie wußte, dass es das nicht ist. Scheißwelt....

Endlich daheim erwartete uns ein Paket. Groß, schwer, mit Weihnachtsaufklebern drauf. Wie schön. Wir haben ganz bewußt das Gas rausgenommen, auch wenn der Meinige noch ziemlich erschrocken war, weil ihm über den Schneematsch auf der Straße, ein Rollerfahrer entgegen gerutscht kam, haben uns hingesetzt und zu viert unser Weihnachtspaket aufgemacht.

So liebevoll und so schön. Mensch, sind wir gerührt. Sogar etwas für die Jungs ist drin, die begeistert an Packwerk rumspielen und die Nüsse wahnsinnig interessant finden. Endlich mal schöne Glasuntersetzer (Mein Bruder Dick bringt mich um! Höhö..), etwas für die Bürotür, eine schöne Weihnachtsgeschichte (So geil...*gacker*...) und und und...

Gestern Abend um dieses Paket herum war bei uns Weihnachten. Danke an die beiden Lieben, die uns dieses Gefühl bescheren konnten und sich so eine Mühe gaben. Danke, dass es da draußen Menschen gibt, die Freude am Geben, Schenken und Helfen haben. Ohne Euch, wäre die Welt um vieles Dunkler. (Sagt Bescheid, wenn ich Euch outen darf!)

Und ja: Ich bin eine RICHTIG sentimentale Kuh! Momentan besonders! :o))))

Den Blogianern wünsche ich ruhige Festtage, Gesundheit, weihnachtliche Gefühle und natürlich fette Beute. Futtert Euch knubbelich, hebt die Gläser, feiert, wie es Euch gefällt und stellt dem Weihnachtsmann Plätzchen und Milch hin, sonst gibts nix!

Alles Liebe und Gute wünscht

die Pelegrina!

20.12.2009 um 20:26 Uhr

Die kleine belgische Praline...

...wünscht allen einen schönen vierten Advent.

 

 

Untertitel: Wenn die blöde Kuh mir jetzt das Dingen auf den Kopf setzt, dann ist dicke Luft hier! Aber sowas von!

 

 

 Mei, is die bled! 

 

 

18.12.2009 um 14:26 Uhr

Der Weihnachtsmann trägt Cowboystiefel!

Der Meinige war im Fernsehen, dafür ich nicht in der Zeitung und Meister wird hier so schnell schon mal keiner! Von vorne.

Der Meinige und ich quälen uns alle Jahre wieder,  ab Mitte November von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier. Kunden von ihm, Firma, Vereine, Abteilung, Team und so weiter und so fort. Wir sind mittlerweile auf der Zielgeraden, nachdem gestern die Linientänzer das Jahr ausklingen ließen, frühstücken wir morgen noch die Kegler ab, vorher zu Papas Geburtstag und finito. Am Sonntag werden wir einen letzten Schwung Plätzchen backen und weiter diskutieren, ob wir einen Weihnachtsbaum brauchen.

Thema Weihnachtsbaum:
Unser Neuzugang Laurence hat sich als -mit weitem Abstand- ungeschickteste Katze rausgestellt, die ich je hatte. Eine normale Katze springt auf Stuhl, Tisch und Schrank, setzt Hinterpfote nach Vorderpfote, balanciert am Rand und springt irgendwann elegant herunter, um ebenso elegant in diesem unnachahmlichen Tigergang weiter zu schlendern.
Laurence springt auf den Tisch, bekommt dann und wann die Kante nicht ganz zu fassen, der Fellbobbes (Simultanübersetzung: Das Gesäß), schwebt eine zeitlang frei in der Luft, dann kann er sich nicht mehr halten und klatscht runter. Er hockt auf dem Couchrand, schaut Dich an und fällt runter. Sitzt auf einer Kratzbaumecke, schleckt sich ab, fällt runter. Er hat die wunderbare Gabe, mitten auf dem Tisch zu sitzen und runterzufallen, es ist nicht zu fassen. Gesund ist er, hat nichts mit dem Gleichgewichtssinn, nichts an der Rübe, sondern ist einfach nur, wie man hier sagt, ein Dabbes.

Jetzt haben wir natürlich Bedenken, wenn wir an einen vollgeschmückten Baum denken, Tand und Kugeln, alles schön kaputtbar und dann so eine Mieze. Außerdem hatten wir -auf unserem langen Rückweg aus dem nächsten Ausland (Offebach)- Zeit nochmal Weihnachten durchzukauen. Er hätte keinen Bock auf Weihnachten, meinte der Meinige. Was schön und gut ist, deswegen fällt es aber noch lange nicht aus und auch mein Clan löst sich aufgrund dieser Bocklosigkeit nicht in Luft auf, da habe ich schon ganz andere Geschichten probiert! JAH-RE-LANG! Baum oder nicht Baum ist hier die Frage, bis heute ungeklärt....shit.
So stehen wir da und beäugen die Offebäscher Tannenbaum-Dealer. Halten sogar nochmal an. Haben aber doch keinen Baum gekauft. Was tun? Jaja, wir haben Probleme…  

Der gestrige Tag beginnt mit zwei vorgezogenen Weihnachtsgeschenken für mich:  1. Stiefelchem sind da! Nach schier endlosem Chaos auf der Post, werde ich einer riesigen unhandlichen Kiste mächtig, die ich ins Auto werfe und in die Firma rase. Da erfahre ich 2. Teamleiter ist bis Ende der Woche krank! *freudentränchenwegwisch* Was geht der mir auf den Keks in letzter Zeit. Himmel! Gut, soll er sich mit seinem Husten mal schön die nächsten anderthalb Wochen die Lunge rauskotzen. Hoffentlich tuts schön weh! Bah, ist der blöd!

Stiefelchem...Assistenz sagt, ich solle sie gefälligst mal holen. Und wenn die nicht passen? Und wenn die Farbe nun "in echt" ganz anders ist? Und wenn die doof aussehen? Wir lassen die Mittagspause verstreichen, ich gehe zum Auto. Wandere mit einem Karton, groß wie ein Fiat Panda wieder in mein Büro, gefolgt von etlichen neugierigen Blicken: Was hatten die da? Tür zu. Kiste auf. Nee, oder? Sind die schön! "Anziehen!", befiehlt die kleine resolute Blondine neben mir, formally known as nicht mehr real existierende Assistenz*. Ich ziehe einen an und humpel den hohen Stiefel am einen Fuß, einen flachen Treter am anderen Fuß durchs Büro. Passen! Wird ja immer schöner! "Beide anziehen!", lautet die nächste Ansage. Aha, okay, merkwürdiges Gefühl, ich eier durch das Büro, als hätte ich die Füße in zwei Eimern Alpina weiß. Sahen die Absätze auf den Internetbildern nicht gerade aus? Warum sind die nun so abgeschrägt? Ich weiß garnicht, wann der Fuß aufkommt.  "Ab auf den Flur, laufen!" Die Frau ist echt der Hammer. Wenn die böse schaut, oder Befehle bellt, dann versteckt sich hier alles, also mache ich wackelige Gehversuche den Flur runter. Gefolgt von neugierigen Mitarbeiterinnen, welche alle die Stiefelchem sooooooo schöm finden! Problem: Ich habe -für meine Begriffe- an der Ferse zuviel Luft. Ich wackele. Nicht nur der ungewohnte Absatz, nein es geht durchaus Plattfüße und gleichzeitig sehr schmale Fersen zu haben. Erste Verzweiflung macht sich breit. Was tun? Ich schlendere so gut es geht, zur Cowboystiefel tragenden Fraktion am Raucherplätzchen. Die bestaunen meine riesigen Füßchen, können über den Preis nur müde lächeln, weil die erst ab vierstelligen Beträgen anfangen und empfehlen eine halbe Sohle vorne einzulegen. Dann würden die Dinger passen und auch das Laufen sei bequemer, weil die Ballen gedämpft sind. Was man nicht alles lernt! Wie auch immer, die Stiefelchem landen wieder in der Kiste. Ich probiere das daheim aus und trampel bißl auf Laminat rum, unter uns wohnt ja keiner mehr. Hach, was ist das Leben schön! Ich lebe tatsächlich viel freier, seit ich weiß, die alte Krähe lauert nicht irgendwo im Haus und faucht mich wegen irgendwelchem unhaltbaren Mist an.

Zurück am PC bekomme ich eine Mail des Meinigen. Ein Video aus dem Regionalfernsehen. Vom letzten Kegel Bundesliga Spiel der ersten Liga, das er mit zwei Freunden heimgesucht hat. Und wer ist schön deutlich im Fernsehen: Mein Herzbube! Ist das denn zu fassen? Der Meinige im Fernsehen! Und um es kurz zu machen: Nein, ICH war nicht im Käseblättchen mit unserem schönen Line-Dance-Advents-Weihnachtsmarkt, ich die Königin der Würste! Pah! Der zweite Vorsitzende ist drin. Pfft! Dann eben nicht. Dafür hat uns die Zeitung einen ausführlichen Bericht gewidmet, den alle nicht so toll finden. Wieso? Ist doch das Wichtigste drin: Wann und wo wir trainieren! Besser gehts doch nicht, oder? Naja, hätte ich auch wieder recht. Scheiß auf meine Karriere als Zeitungsstar.

Als der Meinige mich zur Weihnachtsfeier der Tänzer abholt, ist er ganz traurig, dass ich die Stiefel nicht trage. Ich erkläre ihm die Fersen Umstände und verspreche eine Midnight-Stiefelchem-Show mit Einlagen nur für ihn. Ab zur Weihnachtsfeier. Schön, toll, total nett. Die geben sich alle eine Mühe miteinander, total lieb. Ich wurde auch bedacht und der Meinige reagierte genau richtig: "Jetzt nicht weinen, Schatzerle!". Was mach ich? Heul los. Vor Rührung. Hach, nee. Kinners. Aber zu früh gefreut. Da war ja noch eine deutsche Meisterschaft...

Trainerchen nimmt uns beseite. Naja.....das wären die German Open....

Okay, braucht er garnicht weitermachen. Geh ich nicht hin. Blamier ich mich bis auf die Knochen. Das ist international, da kommt alles, was Rang und Namen hat und die ganz Großen reisen mit eigenem Choreografen aus den USA an. Ohne mich! Nö, nö! *koppschüttel* Die Tänzer aus Bremen sind keine Menschen, die dann und wann zu Country Musik wackeln, da hat jeder seinen eigenen Trainer und die bezeichnen das als Leistungssport! Von den Bayern ganz zu schweigen! Und ich Hansel mittendrin? Nächstes Jahr? Nö! Bin ich lebensmüde? Gegessen, ich dachte, die meinen die "normalen" deutschen Meisterschaften der Linientänzer. Neeee, biegt sich Trainerchen, dass ist schon die Deutsche Country & Western Tanzmeisterschaft vom BfCW (Bundesverband für Country und Westerntanz). Großes Damentennis. Hm..
Okay, ich bin bißl traurig. Was hätte ich geübt! Ich hätte mir sooooo eine Mühe gegeben. (Und nicht so viel rumgealbert. Hihi...). Aber was nicht ist.... Trainerchen meint, er meldet uns, also mich und die einfach T. genannte, die sich auch opfern wollte, auf die Bezirksmeisterschaften, da können wir uns für die Deutschen qualifizieren. Hört sich gut an. Wann? Termin voll in unseren Flitterwochen. Ergo gibbet die nächsten zwei Jahre keinen Meister. Kann ich auch mit leben.

Der Rest der Weihnachtsfeier war einfach nur schön. Es kam auch ein Nikolaus für die anwesenden Kinder (Der hat ja Cowboystiefelchem an!) und ich habe gequietscht vor Lachen, wie süß die sich angestellt haben. Wir haben noch ein wenig getanzt, einen neuen Weihnachtstanz einstudiert, der wunderbar auf "Rudolf, the red nosed Reindeer“ passt und zu vorgerückter Stunde sind wir dann mit einem kleinen aber feinen Geschenk aufgebrochen.

Daheim war der Meinige dann ganz vernarrt in die neuen Stiefelchem und mit einer Einlage geht es tatsächlich. Blöd nur, dass ich jetzt tänzerisch völlig umdenken muss, durch die Stiefelspitze sind die nämlich so lang wie ein Kajak und ich bleibe überall hängen. Wird schon.

Jetzt schmeißen wir uns in unser letztes Adventswochenende, in sechs Tagen ist Weihnachten und in zwei Wochen alles endgültig rum. Auch das alte Jahr. Möge das Neue genauso witzig werden, bitte aber mit weniger Clanbesuchen, Krankheiten und Toden. Braucht kein Mensch...

Was macht die kleine Katze gestern Abend noch? Fällt mit samt Stiefelschem-Schuhkarton vom Tisch.....kein Kommentar.....

Bilder folgen….

*Bericht über Assistenz formally known as nicht mehr real existierende Assistenz folgt auch mal irgendwann.

17.12.2009 um 14:29 Uhr

Wenn einer eine Reise tut....

Der Meinige und ich haben uns unsere Reisepässe geschnappt, leichtes Marschgepäck geschultert, tief durchgeatmet und sind hinausgezogen in die große weite Welt. Auf nach......

OFFEBACH!

Hah! Das mir das mal passiert. Von vorne. Der liebe JO war so unklug, seinen Geburtstag laut und deutlich anzupreisen, ich war so klug, mich und den Meinigen kackfrech auf ein Bier einzuladen. Wär okay, als vorbeikomme, de Bieberer Bersch hoch und dann rechts und dann links und dann dahin und dorthin und dann nach *stadtteilname* .

Ich schau meine Assistenz an: *stadtteilname* ? Jupp, Offenbach hätte sogar eigene Stadtteile. Aha? Aha! Ich rufe den Meinigen an. Wir gehen morgen Abend auf Geburtstag...*künstlerpause*....nach Offebach.

*Schweigen*

Dann:
"Nach Offenbach....????"

"Jupp, sag ich, " nach *stadtteilname* ! Assistenz sagt, Offebach hätte Stadtteile!"
Für mich ganz neue Erkenntniss, ICH habe aber in Geografie auch am Fenster gesessen! UND rausgeschaut! Hmja!

"Dann", sagt der Meinige, "soll doch bitte auch die Assistenz als Bodyguard mitkommen!" *angst*

Ich plärre durch Büro: "Du sollst als Bodyguard mitkommen!" Nö, sie hätte bereits was vor, grinst sie und freut sich hämisch, dass ich mich mal wieder nach Frankfurt traue und dann auch noch nach Offenbach. Wir könnten ja den Hund von Grace mitnehmen, schlägt sie vor.  (Grace ist eine Kollegin, die ausschaut, wie Grace Kelly und die haben einen frischen Hund!)  Das trage ich meinem Herzbuben an, inklusive dem Auftrag bitte mit einem Wagen mit Navigationssystem zu kommen, sonst fahren wir in den Main!

Abends, als ich dem lieben Jo ein Plätzchen Tütchen zusammen packe, sinniert der Meinige: "Also, wir gehen morgen auf den Geburtstag Deiner Assistenz, die in Offenbach wohnt und Grace kommt mit ihrem Hund auch?"
Höh? Was hat der denn da draus gemacht? Ich antworte: "Fast. Wir gehen auf den Geburtstag von einem Hund, der Offenbach heißt und die Assistenz hat schon was vor!"

Der Meinige hat ungefähr siebenhundert Fragezeichen auf der Stirn. Ich erkläre ihm also lachend JO, Blog, Offenbach, Sechzigster, aufn Bierchen vorbei. Hat er zwar bis zum nächsten Tag wieder neu für sich zusammen gedreht, aber abends auf dem Weg dorthin erkläre ich es nochmals, inklusive dem Wunsch, den Bieberer Bersch zu sehen. Ich dachte nämlich, den gibts nicht, genauso, wie den Popokatepetel. Ach, den gibts auch? Mist! Egal, mein Kopf ist viel zu klein, um mir auch noch sowas zu merken! Geografie und so weiter und so fort....

Ich dann im Auto mit Kleinkindnörgel-rumalber-Stimme:

"Ist das der Bieberer Bersch?"

"Nein, der ist da drüben!"

"Aber Jo und die Assistenz haben gesagt, wir müssen den Bieberer Bersch hoch!"

"Der ist aber dahinten!"

"Und wieso fahren wir nicht da lang?"

"Weil das Navi hier lang fahren mag!"

"Oh, schau, das muss er sein, es geht berghoch!" *freu*

"Isser aber nicht, der ist dahinten!"

"Können wir das Navi nicht überlisten und über den Bieberer Bersch fahren!"

Wir albern rum, wie die Kleinkinder und ich bekomme das heilige Versprechen, auf der Rückfahrt den Bieberer Bersch gezeigt zu bekommen.

Straße und Hausnummer sind auch schnell gefunden, wir suchen Parkplatz (ganz toll....) und tappern hin. Man hört es spricht jemand drinnen. Hochparterre, wir spitzen durch die Fenster. Da steht jemand mit Mikro und babbelt. Das musser sein, der Jo. Ganz einwandfrei, nur wo ist die Kaffeetasse? *feix* Er begrüßt seine Gäste und ich mag da nicht mittenrein stürmen und über Mikro (!) mit den Worten begrüßt werden: "Und diese Gäste kenne ich garnicht, schmeiß die doch mal jemand raus, oder ist das die Internetbrut?"
Nönö, wir stehen lieber auf dem Gehweg und frieren. Frieren und lauschen. Erfahren, um welche Uhrzeit der Gute geboren ist, wanns ihn wo hin verschlagen hat, wen er ganz persönlich aufs herzlichste Willkommen heißen mag. Und das alles durch die winterharte lila Erika auf der Fensterbank. Life und in Farbe! Eine Passantin kommt die Strasse herunter, nickt uns aufmerksam zu und entert Haus und Party. Kaum drinnen, wird sie dröhnend über Mikro begrüßt. Habbichs doch geahnt. Mag nicht im Mittelpunkt stehen, lieber warten. Der Meinige will rein, kalt. JO hat fertig, dann redet noch jemand. Kann dauern. Aber tatsächlich halten wir es irgendwann wirklich nicht mehr aus. Rein da. JO finden. Aha, da isser ja!

Und was macht der? Freut sich, wie Bolle, umärmelt uns, weiß sofort, wer ich bin und ab ans Bierfäßchen. Henninger...naja...:o) Nennt den Meinigen hartnäckig Meinigen, obwohl der auch einen Namen hat, den ich zweifach nenne...*lach*...stellt uns seine Frau vor, die Nachbarn, Fußballfreunde (Wie das sind Eintracht Fans? ICH BIN PAULI FAN! Dann isses ja gut!), verpetzt uns das Weihnachtsgeschenk an seine Frau (Neid!), die eine superliebe ist und schleppt uns schließlich und endlich noch bei seiner Tochter vorbei, Mario Barth würde sagen: Alter! Boah, die hat er echt super hin bekommen, ja so eine Süße. *lächel*. Wir zwitschern uns ein Bierchen und wollten ihn dann seinen Freunden und Bekannten lassen, aber weils gerade so schön ist, gibbet noch ein zweites. Er bekommt -was ich hiermit ausdrücklich wiederhole- die Erlaubnis das Geschenk neben der Plätzchentüte gleich an Weihnachten wieder weiterverschenken zu dürfen, wenns ihm nicht gefällt und alle sind happy.

Mensch, war das schön. Der Meinige war ganz aufgeregt: Wir lernen das erste Mal jemanden aus dem Blog kennen! Er hatte am Abend vorher zwei Einträge auf mein Geheiß lesen müssen. Einen mit einem merkwürdigen SMS Austausch zwischen zwei Frauen und einen, wo eine weitere Dame äußerte, ihr habe das nicht so zugesagt. Uuuuuund die Kommentare auch! Lies! Der Ärmste ist kreidebleich von dannen geschlichen und wollte das Land verlassen. Und dann noch jemanden von dem Verein kennenlernen? Der hatte Augen groß, wie Untertassen. Nach langen Erklärungen, was Jo so blogt, hat er sich dann doch sehr gefreut. Und es war ein realer, herzlicher toller Kontakt. Verblieben sind wir mit: Wir müssen dringend mal zusammen ins Stadion!
Jo, aber sowas von!

Er hat uns dann noch lieb erklärt, wie wir den weltberühmten Bieberer Bersch finden, wir haben uns lieb verabschiedet und der Mann am Mikro brüllte: WIR VERABSCHIEDEN DIE GÄSTE, DIE AM KÜRZESTEN BLIEBEN!!!!!! Alle uns angeschaut. Dangge! Gnarf. Der Meinige hin und geflüstert: "Und außerdem sind wir Eintracht Fans, so!" Der Typ am Mikro: "Und außerdem sind das Bayern Fans!" Da haben wir uns lachend ab gemacht.
Rückfahrt über den Bieberer Bersch, ich fotografiert, wie ein Weltmeister. Es gibt ihn wirklich! *duck*
Das glaubt mir keiner! *lach*

Jo, danke für den kleinen netten Abend, die Bierchen, das Gespräch und die nette Lokation. Du bist mit einstimmigem Beschluss samt Frau auf der Hochzeitsliste gelandet und wehe, Du kommst jetzt nicht!  

Und last but not least: Sechzig, das kannste jemand anners erzählen! Oder hat der Mann sich nur einfach richtig gut gehalten? :o)

(Mein Schleim-Dank für den netten Abend....*flöt*)








16.12.2009 um 17:01 Uhr

Jason Mraz I'm yours´

Ist der mal Klasse? :o)

 

14.12.2009 um 12:19 Uhr

Wir ham doch keine Zeit!

Wochenende Schnelldurchlauf, die Zweite. Es ist mal wieder Dezember und der Meinige und ich, alle Jahre wieder: Hans Dampf in allen Gassen. Ich kämpfe mich in der Firma durch die Jahresabschlüsse und erkläre jedes Jahr wieder von Neuem, was wir SEIT JAHREN tun, aber theoretisch könnte ich auch Kisuaheli reden, nächstes Jahr kommt sowieso wieder der ganze Verein angewackelt und fragt, wie dies und jenes geht. Ermüdend. Ermüdend, aber vorhersehbar, also Augen zu und durch. Was aber seit Wochen feststeht: Pelegrina hat am Freitag, den 10.12. frei. Punkt. Der Katerich muss zur Kastration und außerdem sitze ich noch auf zwanzig Überstunden, die weg müssen. Meiner Firma geht es nicht gut, wir müssen Urlaub und Überstunden abbauen, damit das nicht ins neue Jahr geschleppt wird. Hatten wir schon mal, das ist bares Geld für den Arbeitgeber, also weg damit. Und was macht mein Herr Teamleiter? Fragt mich bis Donnerstag Nachmittag NEUN mal, ob ich am Freitag da bin. Neun Mal! Nö, nervt überhaupt nicht. Nö, werd ich mit fertig, dass ausgerechnet derjenige, der bei der Kurz- und Langzeitgedächtnis Verteilung auf Außentagung war, mein Vorgesetzter ist. Ächz. Als er mich das achte Mal fragte, bin ich zu den Haustechnikern gedackelt, eine paffen. Etwas angenervt. „Ich schreibs mir an den Kopp!“, gebe ich von mir. Meint einer von denen: „Ich kenne einen guten Tätowierer!“. Musste ich lachen: „Und was mache ich mit dem Tattoo, wenn die Klickerchen ab sind?“ Donnerstag Abend, ich sitze im Büro und haue in die Tasten, wie eine Große, habe Lust mir alles ein wenig frei zu tanzen, freue mich aufs Training. Abschalten, runterkommen, was anderes sehen und hören. Herr Teamleiter geht heim, steckt den Kopf in mein Büro: „Tschüss und schönen Feierabend, bist ja auch noch da? Kommst Du morgen?“
„Öhm, ich war die mit dem Kater, die Donnerstags tanzen geht.“
Verwirrter Blick: „Achsoja, schönes Wochenende!“
Der Mann ist 34 Jahre alt. Vierunddreißig! Und nächste Woche Donnerstag fragt er mich wieder, warum ich bis sieben Uhr im Büro sitze...

Tag davor: Betreutes Denken, sprich Teammeeting. Wir sitzen alle auf heißen Kohlen, eigentlich haben wir keine Zeit, wenn etwas ist, dann bitte zur Zeit alles auf Zuruf, sonst bekommen wir das Volumen nicht gebacken und machen unerwünschte Überstunden, für die wir einen Einlauf kassieren. Mit entzückenden zehn Minuten Verspätung taucht der Zitronenfalter auf. (Wer denkt, ein Teamleiter leitet ein Team, der denkt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...) Mein Verein schon völlig entnervt, er entschuldigt sich: Der Kindergarten hätte ihn angerufen, sein Sohn (3 Jahre) habe sich den Fuß verstaucht und er habe seine Frau (berufstätig) nicht erreicht. Wie jetzt? Der Kleene hockt da und flennt? Keine Mami und kein Papi? Ach, weh. In der Annahme, dass er sich stehenden Fußes Richtung Kindergarten bewegt, stehen Einige von uns auf und wollen zurück an die Arbeitsplätze. Nee, nee, wir machen jetzt Teammeeting, er kann ja dann später gehen. WAS? Die Teilzeitmuttis begehren auf, er soll sich aber mal so was von schleunigst auf die Socken machen. Nö,  nur gerade das Wichtigste, was er auf dem Zettel hat, dann schaut er mal weiter. Er fragt, ob wir dieses Jahr wieder Weihnachtsfrühstück (Jeder bringt wat mit, alle fressen den ganzen Tag) machen, oder nur dieses Weihnachtsessen mit dem Team nächste Woche? Sonst hat der keine Schmerzen, oder was? JA, der nervt mich. Nein, da stehe ich nicht immer drüber. Ich versuche mir gebetsmühlenartig einzureden, dass er eine hohle Fritte ist, die ich einfach ignoriere! Ich schaffe es nicht immer. Manchmal würde ich den am liebsten bei den Schultern nehmen und mal kräftig schütteln. „Hallo?“, brüllen und ihn fragen, was er eigentlich den lieben langen Tag treibt? Das weiß nämlich keiner von uns so genau. Mit so was muss man sich plagen...ächz...


Zurück zum Donnerstag. Tanztraining. Wer glänzt mit Abwesendheit? Der Herr Tanzlehrer. Doof. Wer zeigt -nach fünf/sechs Tänzen von uns ohne Anleitung- die nicht mehr zu fassende, unendliche Güte und hampelt vor? Genau! Meine Freundin IsaDingens. Versemmelt sie jeden Einsatz? Jepp! Hält sie nicht einmal den Takt? Nein, tut sie nicht! Sieht das mal alles richtig scheiße aus? JA! Ich hock mich zu unserem zweiten Vorsitzenden und fachsimpel über Autos. Nebendran: Der dickste Mensch, der Welt. Der dicke A. Geschätzte zweihundertfuffzich Kilo Lebensfreude, null Plan von Karren („Ich mag Lamposchinies!“), weiß aber alles besser. Klar ist die M-Klasse von BMW, steht ja manchmal hinten drauf. Ach, das sind die Tuner von BMW? Ach, nee? Ich geh heim. Genug ist genug und das Drama auf der Tanzfläche tue ich mir auch keine fünf Minuten länger an! Daheim ein völlig angenervter Meiniger. Hat wieder mal gerappelt bei ihm im Verein. Wer wann trainiert, wer wo spielt, wieder mal keiner im Training, aber zur Weihnachtsfeier sindse alle da! Nee, kotzt mich gar nicht an, nee, lässt mich völlig kalt... Was ein blöder Haufen.

Freitag: Kater genervt, Kater seit über einem halben Tag nüchtern, Kater hat Hunger und Kater plärrt im Auto. Frauchen geht’s auch nicht gut, Frauchen hat Angst, dass etwas passiert, die OP nicht gut geht. Frauchen plärrt nicht im Auto, Frauchen sitzt anschließend daheim auf dem Bett und heult. Denkt an den toten Tobi und an Siggi.


Siggi, den Ziehvater meines Vaters. Der zu ihm alle Zeit besser war, als der eigene Vater, immer für ihn da war. Vorletztes Jahr am ersten Mai haben wir eine Dampferfahrt den Rhein runter gemacht. Tanz in den Mai. Da hat mein Papa den Siggi ganz fest in die Arme genommen und gesagt, dass er für ihn immer wie ein Vater war. Und ich habe die Beiden fest umschlungen und gesagt, dann wäre er ja quasi mein Opa und das wäre gut so. Und während hinter Rüdesheim die Sonne unterging, haben wir geflennt, wie die Schlosshunde...


Am Freitag wollte ich zu Siggi und seiner Frau. Er hat Leukämie und sie haben ihn aus dem Krankenhaus heim geholt, zum sterben. Ich wollte ihn noch mal drücken und ihm sagen, dass er geliebt wurde auf dieser Erde. Donnerstag Abend ist er gestorben. Wer zu spät kommt, den bestraft der Tod. Ich habe ihn nicht mehr gesehen.....

Der Freitag besteht aus herum Raserei, Dinge erledigen, hier räumen, da putzen, kurz bei den Eltern vorbei und Laurence einkassieren. Es geht ihm gut, er hat alles wunderbar überstanden. Sich im Auswachraum mit Leo angefreundet, ein Kater gleichen Alters und gleichen Schicksals. Wahrscheinlich haben sie sich darüber ausgetauscht, was Herrchen und Frauchen doch für blöde Säcke sind, denen die Männlichkeit zu nehmen. Leo wird kurz vor Laurentino abgeholt und ein kleiner kecker Kater schaut uns aus der Box an, dessen Besitzer übers ganze Gesicht strahlen, weil der Kater wohlauf ist. Wahrscheinlich grienen wir genauso deppert, ich Weichherz habe natürlich wieder Tränchen in den Augen. Hach. Was macht unser Kater? Liegt in der Box und pooft. Hebt auf Zuruf und Streicheln einmal den Kopf, schaut uns vernichtend an und pooft weiter. Egal, Hauptsache gesund. Daheim eiert er zwar ziemlich besoffen durch die Gegend und schafft auch drei saubere Köpper von Stuhl und Couch, weil Frauchen nicht schnell genug ist, ist am nächsten Tag aber schon wieder völlig der Alte.
Also ab auf die Kegelbahn. Mir wieder zwei Stunden die Lästerein der anderen blöden fetten Weiber anhören und vor allen Dingen, mir wieder etliche Portionen Neid abholen: IHR ward ja gerade erst in der Karibik, EUCH kanns ja gar nicht schlecht gehen!!!!! An dieser Stelle und weil es gerade so gut passt und alles proudly presented ohne Entschuldigung: ARSCHLÖCHER!
Danach auf den 75. Geburtstag des Schwiegervaters in spe. Kaffeetrinken mit aufgetauter Torte und anschließend Schnitzel essen bei der Turngemeinde e.V.. In Kürze: Urgs. Nee, war das schlecht. Aber das Fotobuch ist eingeschlagen, wie eine Bombe! Hach, wat hatter sich gefreut. Schön!

Highlight des Samstages: Ich habe morgens in der Küche gestanden und Kaffee gekocht, was biegt tatsächlich um die Ecke? DER UMZUGSWAGEN! Die Hexe ist weg! WEG! Während der Kaffee blubbert, schwinge ich mich noch mal zum kuscheln ins Bett. Der Meinige summt, alle Nase lang singt er „Ei, jo. Ei, jo!“. Da er die Nase komplett verschnupft hat, ist schwer zu erkennen, was er da vor sich hin trällert, denn bis auf das bißl Refrain ist er wieder mal nicht textsicher. Irgendwann erkenne ich die Melodie von den sieben Zwergen und beiße in die Bettdecke, vor lachen: „Schatz, die Zwergelein singen aber nicht auf hessisch.“ Wir sind vergnügt und froh!

Den Sonntag verbringe ich mit sieben Stunden Plätzchen backen mit der Kurzen und der Meinige mit weihnachtlichem Eindekorieren. Es duftet warm und adventlich, der erste kleine Tannenbaum leuchtet auf dem Kamin und wie auf Kommando fängt es an zu schneien und wir stehen alle am Fenster, wie die Rama-Familie. Hach. Später erzählt mir meine Schwägerin am Telefon, das Kind habe folgendes von sich gegeben: „Mama, in diesem Augenblick hat alles gestimmt, es war ganz bezaubernd.“

Ich gebe ab, in unser Sportstudio:

-Natürlich waren wir um PUNKT 22:00 Uhr auf der Couch. Natürlich haben wir den Boxkampf in affenartiger Lautstärke über die Dolby Surround Anlage dröhnen lassen. Und natürlich war ich STINKESAUER, was dieser Affe da an Scheißendreck zusammen geboxt hat. Ich hätte mir den auch noch mal vor der Kabine geschnappt, dann hätts aber richtig was auf die Zwölf gegeben!

-Kommt Schumi zurück? Mer wasses nett....

-Ja, ich halte Jens Lehmann für einen Vollpfosten. Aber schon immer!

-Drei Eigentore? Aua.

-Glückwünsche an: Pauli, die Meenzer, die Eintracht und Wiesbaden zum Unentschieden. Schalke zum Sieg und mein Bedauern natürlich exklusiv für JO an die Offebäscher.....

-Wer zur Hölle sind die Riesch-Schwestern?

 

 



08.12.2009 um 13:37 Uhr

Für alle...

...die heute schlechte Laune haben. :-)

07.12.2009 um 15:52 Uhr

Wochenende Schnelldurchlauf

Freitag:
Der Meinige hat seine komplette Abteilung (SAMT CHEF!) zum Garnelen essen satt eingeladen und sich frei genommen. Wohnung blitzt und blinkt, Essen ist geköchelt, der Vorhang, den Laurence vor drei Wochen runtergerissen hat und der seither malerisch in der Ecke liegt, ist aufgehängt, der Tisch ist gedeckt INKLUSIVE Teelichthalter aus dem schwedischen Möbelhaus. Ich bin begeistert. Nur, wer ist dieser Mann? Wo ist der Meinige? Bevor ich dieses Zuhause genießen kann, hole ich die Fotobücher für den Herrn Vater. Filialabholung Schleckermarkt. Nein, da haben wir keinen unseres Vertrauens, Schlecker finden wir doof, wenns denn aber nicht anders geht. Die Filiale: leer. "Hallo?" Nichts. Ich versuche es lauter, was bei mir schlecht machbar ist, denn richtig laut kann ich nicht. Nichts. Nochmal. Dünnes Stimmchen von ganz weit hinten: "Ich komm gleich!" Also drücke ich mich ein wenig rum,  keine Ahnung, wie sich das mit Fotobuch Abholungen verhält, überlege kurz, den Laden leer zuräumen, werde aber in der Fotoecke fündig: Riesen Paket, mein Name drauf, die gewünschten fünf Exemplare des Machtwerks des Meinigen und seiner Schwestern. Irgendwann erbarmt sich dann auch mal die Schleckermitarbeiterin und wir stehen an der Kasse.

Sie: "190,44"
Ich: "Sie überprüfen jetzt nicht zufällig, ob ich wirklich diese Pelegrina bin, nein?"
Sie: "Das ist Internet!"
Ich: "Und?"
Sie "Das ist Internet!"
Ich: (Okay, ganzer Satz gefällig) Und was hat das damit zu tun, das sie jetzt nicht meine Personalien überprüfen, ob ich das wirklich bin? Da kann doch jeder mit dem Päckchen hier rausmarschieren?"
Sie: "Da bekommt man einen weißen Abholzettel!"
Ich: "Mal abgesehen davon, dass ich keinen bekommen habe, den wollten sie ja auch nicht sehen."
Sie: "Ich habe aber Anweisung der Geschäftsführung, dass ich Internet nicht kontrollieren soll!"
Ich: "Hier *fingertipp* steckt so eine Menge Arbeit drin, das hätte jetzt jeder forttragen können?"
Sie: "Sie machen mich jetzt unsicher! Darf ich ihren Ausweis sehen?"

Ich zücke einen Satz Karten aus dem Portemonnaie und biete ihr auch den Perso an, den ich aus dem Ausweismäppchen friemeln müsste. Nö, die Karten genügen ihr. Ich zahle.

Sie: "Ich verspreche Ihnen, dass ich das ab jetzt immer kontrollieren werde!"
Ich: "Mir müssen sie nichts versprechen, ich bin aber doch froh, dass es jetzt gut gegangen ist!"

Wir quatschen noch ein bißl und ich ziehe etwas verstört von dannen. Was war das denn? Nie wieder. Abends machen wir uns dann über die im Buch abgebildeten Kinder in kratzigen Strumpfhosen lustig. Vorne weg, der Meinige. Außerdem futtern wir uns die Augen zu und der Meinige betrinkt sich. Jaaa, und natürlich machen wir uns in Mickie Krause Perücken zum Obst und allerlei mehr.

Samstag:
Der Meinige ist bierkrank und liegt unbeweglich darnieder. Als ich ihn um zwölf aus dem Bett kratzen will, ist er unleidlich. Und hungrig. Egal, ich will auf den Weihnachtsmarkt und auch Stiefelchem schauen.  Schaffen wir dann auch irgendwann glücklich. Bevor wir den Weihnachtsmarkt entern, gönne ich mir beim Afghanen ein Falafel. Der Meinige gibt von sich: "Ich denke, ich werde mir auf dem Weihnachtsmarkt eine schöne Bratwurst holen!". Bis dieser völlig verstrahlte Jugendliche beim Afghanen mir mein Falafel zusammengebaut hat, ist der Meinige schon SO hungrig, dass Eile geboten ist und außerdem sind die Kichererbsenbällchen mittlerweile auch kalt. Danke auch. Wir flitzen Richtung Weihnachtsmarkt, ich bekomme unterwegs noch den Besinnlichen und heule ein Ründchen in meine Knofelsauce. Auf dem Weihnachtsmarkt schlägt unsere hektische Betriebsamkeit in blanke Panik um: WO ist ein Würstelstand? Der Meinige, nicht mehr zu normaler Kommunikation fähig, brüllt in immer kürzeren Abständen und immer lauter "WOSCHT!". Ich bekomme Blutdruck. Letztes Jahr hat er einen armen Menschen, der sich am Würstelstand vordrängeln wollte, so zusammen gefaltet, da kannte er keine Gnade mehr. Jetzt muss es nur noch schnell gehen. Aber, man höre und staune: Während die verfressenen Mainzer auf ihrem Markt eine eigene Bratwurstmeile haben, mussten wir in Wiesbaden unsere Runden drehen, um ÜBERHAUPT einen Stand zu finden. Alles voll mit TingelTangel und süßem Knabsch, aber nur sage und  schreibe ein entdeckter Wurststand.

Der Meinige mümmelte dann auch glücklich an seinem Würstchen, ich bekomme zu Nikolausi DREI neue Plätzchenausstechförmchen für ein halbes Vermögen. Wir kaufen leckeren Senf von der Monschauer Senfmühle und ich danke den Senf-Göttern, dass ich DA nicht in der Nähe wohne, ich esse guten Senf nämlich gerne abends auf der Couch mit dem Teelöffel direkt aus dem Glas. Okay, ist letztes Jahr schiefgegangen, weil mir nach dem ersten Löffel Dijon Senf die Flammen aus den Ohren geschlagen sind, ich kanns trotzdem nicht lassen und wir bummeln weiter. Ganz entspannt, aber nicht wirklich in Laune, für Glühwein viel zu warm und so richtig in Shoppinglaune sind wir nicht. Also ab zu Buffalo, in der Hoffnung, dass wir dort jetzt im Winter ein größeres Angebot an Cowboystiefeln finden. EIN Exemplar schaute uns da an, was ich nicht so hübsch fand, die nächsten drei Schuhgeschäfte enttäuschen auch, es gibt noch den Sheepworld Jahreskalender für die Küche und dann will der Meinige heim auf die Couch. Okay, aber vorher noch in den Supermarkt unseres Vertrauens.


Gleich am Anfang ein DVD/BlueRay Aufsteller: Ice Age 3. Wir sacken uns ohne Umwege die letzte DVD ein und ich schaue mal hier, mal da, während der Meinige in höchster Konzentration die restlichen DVDs abcheckt. Ich darf dann da bei den Klamotten und dort bei den Schuhen schauen, irgendwann treffen wir uns dann bei den Lebensmitteln wieder und alle sind glücklich. Während ich mir potthässliche Strickpullover aus südwestfälischer Maschinen-Produktion ansehe, will doch tatsächlich eine Frau die DVD bei uns aus dem Wagen nehmen. Gehts noch? Manchmal....echt....
Abends extremcouching für Fortgeschrittene, früh ins Bettchen. Schließlich waren wir die ganze Woche auf Achse, hatten Geschäftsessen, oder Gäste.

Sonntag:
Die Schwester des Meinigen, die circa 2 Kilometer von uns entfernt wohnt, fragt an, ob wir uns auf dem Stadtteil-Weihnachtsmarkt treffen. Brummelt der Meinige: "Meinste die bauen wieder alle zwei Budchen komplett auf?" Wir haben es aber mittlerweile geschafft, so oft unterwegs zu sein, dass wir nicht zum waschen kamen und haben keine schwarzen Socken mehr in der Schublade. Ein einsamer Rekord! Aber dieser Zustand muss behoben werden. Also Hausarbeiten. Dann eben am Nachmittag Okay, dann um vier. Im strömenden Regen, dackeln wir los, damit wir noch ein wenig frische Luft bekommen UND bitte alle hinsetzen. Jetzt kommt der Knaller: Planen unsere Hochzeitsreise! Und was ist dabei herausgekommen? Oder vielmehr: IST DENN -VERDAMMTE AXT- ENDLICH MAL WAS BEI RUM GEKOMMEN?

YES!

Bitte notieren:
Lady & Lord Pelegrina (Tatsächlich werden wir dann Lords & Ladies sein, von wems kommt, sachich aber nicht) gedenken am 11.06. zu ehelichen, um am gleichen Tage noch eine Hammer Polterhochzeitsparty hinzuschmeißen, am nächsten Tag die Schweinerei zu beseitigen UND sich anschließend nach............
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HAWAII zu vermücken!

Geht doch! Ächz. Kommt noch besser. Als Junggesellinnenabschied sieht mich der Meinige mit den verrückten Bloggerweibern auf Fehmarn! Hah! Und: Warum eigentlich nicht? Los, auf, hopp, Planung! Wann ist Vatertag? Da ist der Meinige weg und ich sammel ab Wiesbaden alles bis hoch zur Küste, mit dem Autochen ein. Keine Ausreden!

Rest des Tages: Couch und Moralischer. Ich wieder geflennt, dass ich keinen Bock auf Weihnachten habe und mir lieber mit einem Freund, der sich gerade nach 25 Jahren von der Seinigen getrennt hat -was mir unheimlich weh tut- die Hucke vollsaufen will, aber nee, ich muss mich diversen saublöden (NEIN, jetzt entschuldige ich mich mal NICHT!) Schwägerinnen stellen und mich von meiner bockigen Mutter anmachen lassen. Neuerdings bin ich ihr zu fett! Ich bin sowas von vom Hocker gefallen. Saufrech. Weil ihr die Argumente ausgingen. Buhuhuuuuuuu. Was macht der Meinige? Schaut mich mit dem liebevollsten Blick der Welt an und sagt: "Du wirst geliebt!" Also habe ich noch ein Ründchen vor Rührung geflennt, dann haben wir zwei Bier auf den zweiten Advent gezwitschert, er musste Kill Bill fertig schauen, weil er das noch nicht kannte (SKANDAL!) und ich bin ab ins Bettchen.

Heute:
Ich bring meinen Chef um! Ich murks den einfach ab! Alle machen, um die Ecke bringen, Licht auspusten. Weg, weg, weg! Mei, is der bled.

Hawai, wir kommen. Fehmarn, Dich suche ich vorher heim!


04.12.2009 um 11:12 Uhr

These boots are made for walkin'

Habe meine Schergen ausgesandt. Sollen mir sagen, wo ich coole Boots bekomme. Westernstiefel. Wegen mir auch Cowboy Stiefel. Kommt das hier zurück:

  


Nee, oder?

Aber die sind geil:




Für nur schlappe $3295.00. Ächz. I break together... Naja, so toll sindse jetzt auch nicht! Auch mal schauen?

 Drück mich....jaaaa......fester....jaaaa....aaahhhhh....genauso....



Ich glaube, ich muss heim.....aaahhhhhhh........

02.12.2009 um 14:54 Uhr

Urlaub, mach mal Urlaub....

Der Meinige und ich müssen Urlaub für das nächste Jahr einreichen. Morgen. Also haben wir uns gestern Abend hingehockt und nur schlappe zwei Stunden gebraucht, um sämtliche Mitarbeiter einmal miteinander zu mischen und neu zu sortieren. (Mal abgesehen davon, dass wir die Deutschen Meisterschaften -so ich denn teilnehme- nicht berücksichtigt hatten und ich heute morgen nochmal neu anfangen durfte..arg...)

Wir haben vor geraumer Zeit einmal Zettelchen geschrieben (NICHT abgucken!!!!), wohin wir noch mal in diesem Leben reisen wollen. Einzige Übereinstimmung: Der Kilimandscharo. Ansonsten sollten wir unsere Urlaube getrennt verbringen oder uns einig werden. Seit Neuestem haben wir Kanada am Start. Während der Meinige nämlich die letzten zwei Wochen mit seinen Schwestern zwecks Fotobucherstellung für den Herrn Papa das Arbeitszimmer belagerte, verkabelte ich munter mit einem Schwager die Satellitenreceiver neu, damit wir mal (Nach nur einem dreiviertel Jahr! Sensationell!) endlich etwas von unserer Monster Full HD Glotze haben! Irgendwann zu vorgerückter Stunde sah es hüben wie drüben aus, wie im Taliban Ferienlager, ich stand kniehoch im Kabelsalat, ABER es lief! Hah! Und auf arte wurde eine Doku über Kanada gegeben. Da wären sie auch schon mal gewesen, gibt Schwager von sich und brüllt nach der Seinigen. Andächtig stehen wir zu viert vor dem Fernseher, der nun so brillante Bilder liefert, dass ich das Gefühl habe, wir stehen mittendrin. Die beiden erklären uns dann, wo sie schon überall rumgezwitschert sind, wir sehen großartige Bilder und sind nun wild entschlossen auch mal nach Kanada zu fahren.

Von den sechs festen Urlaubswochen legen wir uns je zwei ins Frühjahr und zwei in den Herbst. Im Herbst will der Meinige nicht nach Kanada, dass sei ihm zu kalt. Da wollten wir doch nach Hawaii, frage ich. Er will auf jeden Fall in Flitterwochen fahren und wenn es nur eine ist! So! Da wäre er romantisch! Da können wir doch hübsch in Deutschland bleiben, oder? Wollten wir nicht eine Kreuzfahrt zum Nordkap machen, schlägt er vor. Auf dem Schlepptop sind mittlerweile die deutschen Ferientermine offen, die amerikanischen, mein blödes Postfach, dass angeblich nicht erreichbar ist und wo ich immer wieder auf F5 herumhämmere, diverse angepeilte Urlaubsziele und nun auch Kreuzfahrtschiffe. Schööööön. Schön und teuer. Egal, dann lassen wir uns diesen Trip eben zur Hochzeit schenken! Höhö… Für den Herbsturlaub legen wir jetzt schon Geld zurück, weil Tobago doch günstiger ausfiel, als wir dachten. Auf den Jakobsweg wollten wir doch auch, oder? Nebenbei läuft ablenkend "Monk" und irgendwie bekommen wir auf so gar nichts einen Deckel! Unser Ferienhaus am Isselmeer? Nö, da kenne ich jeden Stein mit Vornamen, dahin fahre ich nicht in die Flitterwochen! Vielleicht eine Mittelmeerinsel? Der Meinige lehnt sich zurück, sinniert und fragt: "Schatz, sind wir überhaupt Menschen für ein Kreuzfahrtschiff?" Mir schießt sehr spontan ein lautes und klares NEIN! durch den Kopf, gepaart mit einer leichten Panik, als der Meinige Innenkabinen und lauter Rentner näher ausführt. Mist, dabei sind die Reportagen immer so schön. Aber sind wir Schiffsmenschen? *schluck*  Wie bekommt man denn so etwas raus? Öhm... Fehmarn soll schön sein, insistiere ich und fange wilde Mails an Blogioaner an. Fehmarn? Jakobsweg? Dieser üsselige Berg in Afrika? Wir sind noch keinen Schritt weiter, um das mal am Rande zu erwähnen, wir landen nämlich wieder mal bei....

*TUSCH*

Gans-Ente-Kloß

Meine Mutter hat angerufen und freut sich, das Susi&Strolch an Weihnachten mit uns Klöße rollen. "Nö!", rutscht mir raus (OKAY, ich bin blöd, ich hätte vorsichtiger sein sollen), "ich mag die nicht schon mittags in unserer Wohnung haben!" Oh, sagt sie und ich rudere, wie ein Weltmeister zurück. Das Susi doch auch Arbeit mit den Enten hätte und wir das auch alleine hinbekommen und das auch wollen, sonst heißt es hinterher, dass alle alleine gewerkelt haben, nur wir Blödmänner haben Hilfe gebraucht. Das frisst sie und sagt, das sie ihre Bio-Gans an Heiligabend morgens abholen könne. Immer noch: Ente? Bäh! Tza, so langsam wird es dann aber eng mit der einen Gans, wenn keiner Ente mag. Ich verspreche einen Rundruf zu machen. (Dann werde ich meinen Psychologen anrufen und den zwingen, es Susi zu erklären, ich mag langsam nimmer!)

Zweitältester Bruder (Die Rotkraut-Fraktion): Wäre er leidenschaftslos, pfft! Wenn die Leute SEIN Rotkraut probiert hätten, würden die sowieso alles stehen und liegen lassen! Ha! Haha! Jaja, sauwitzig. Ob er was vom von Mickey&Maus wüsste. Wäre schwierig, der wäre im Dezember 12-Mal auf Gänseessen eingeladen, er nimmt an, dass der Gute dann an Weihnachten die Schnauze gestrichen voll davon hätte. Aber wenn der SEIN Rotkraut essen würde...hahaha....jaisjagut! Soll Susi halt ´ne Ente und ´ne Gans machen, schlägt er vor. Klaaaaar, ich bestimme was Susi zu tun und zu lassen hat. Bin ich ja super wild drauf. Oh, nee...


Dick&Doof wollen Ente. Kommt, wie aus der Pistole geschossen. Ich dachte, die hätten beim ersten trauten heiligen Abend schon Ente? Ja, hätten sie auch, aber nur Bruststücke, Doof will mal so eine komplette Ente sehen. Wie jetzt? Ei, hätte sie noch nie gesehen! Die machen mich feddisch. Ist die junge Frau eigentlich hinter dem Mond aufgewachsen? Dem Meinigen habe ich die Ente von Susi mittlerweile so madig gemacht, dass es ihn davor gruselt. Gans! Ich mag auch mal wieder ein Stück Gans essen und wenn mir bis Neujahr schlecht ist! Gans!

Alla jut! Gibt der Meinige von sich: Wir können ja dann noch paar Gänsebrüste hier machen, die kommen ja eh her zum Klöße machen. "WER kommt hierher zum Klöße machen, hmmmmm???????", frage ich noch mal nach. Der Meinige gibt sich unbeeindruckt oder versteht es nicht: "Susi und Strolch, oder?"
Was hat der denn verpasst? Ich will die nicht hier! Ich habe keinen Bock darauf, dass Susi mir wieder eine komplette Weihnachtsdeko hier aufstellt, mit KlimmBimm und Glitzer und der Kram passt dann absolut nicht zu uns. Und wenn ich vorher bei "Das Depot" vierhundert Euros für eine Pelé&Riki Dekoration lassen muss! *lufthol*
"Nö, machste nich!", sagt der Meinige, "wir ham genuch!" Stimmt, Teelichthalter von IKEA. Wir habens halt wirklich nicht so mit Dekokrempel. Ich könnte ja Wanderstiefel auf die Tafel stellen, wie Susi es bei unserer Hochzeits-Tisch-Dekoration machen wollte! Ha! Haha...
Nö, der Blick des Meinigen irritiert mich überhaupt nicht! 
Und bis auf kleines Atemstocken bin ich da auch schon fast wieder auf Normal Null. Außer, dass mich die Gute immer noch hintenrum heben kann und ich -seit Jedde- überlege, ob ich meinem Bruder was nachtragen soll.

Ich entspanne mich, lege mich zurück und denke über Flitterwochen und Herbsturlaub nach. Nur Wohin? Wohin?



Ich übergebe an unser Außenstudio

-Nicht nur, dass ich darüber nachdenke, neuerdings nachtragend zu sein, nein! Ich habe sogar von Jedde geträumt. Ich schnapp wirklich bald über!

-Ich weiß garnicht, ob ich Gans runterbekomme. Ich finde die so schön. Also, in lebend.

-Ja, kreischt ihr hier in der Firma mal alle weiter rum! Schlagt Euch doch die Köppe ein, ihr BWLer, die ihr es nicht besser wisst! ICH habe was anderes studiert! Nein, da rege ich mich nicht mehr drüber auf! Ja, das machen wir jedes Jahr so und habens nicht vorgestern erfunden! Jahresabschlüsse! Hier ist was los....und angeblich alle erwachsen, wers glaubt...

-Ganz neu: Ich glaube -also ganz tief in mir drin- dass ich ein Einzelkind bin!






01.12.2009 um 12:21 Uhr

Solche Mails gehen hier rum....

November 2009

Message from the CEO (Christmas Event Organizer)

Dr. J. Christus v.Bethlehem.

Also Kinder, ich bin jetzt im Urlaub.

Aller Vorrausicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen.

􀂃 Status:

Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen! Da X-mas quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen.

Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

􀂃 Hinweis:

Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 27. November statt.

Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unterVorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöhtund außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren. Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des GlobalChristmas Markets

(früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits viaconference call virtuell informiert und die core-competence vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter

location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen.

Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center möglich. Nachdem ein

neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schondas diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.

Es lautet: "Let's keep the candles burning"

und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

In diesem Sinne: Schönen Advent