Königin der S@L@THERZEN

29.01.2010 um 16:46 Uhr

Mein erster Gastbeitrag...

.....und dann noch SO ein guter! Hehehe....

Eintrag "Ski und Rodel gut" vom 25.01.2010

Superschalker schreibt am 25.01.2010 um 19:53 Uhr:

Trösteblog?
Notfall-Seelsorge??

Geht's noch? Stellt Euch doch nicht so mädchenhaft an... *undjetztschnellweg* ;-)

Pelegrina schreibt am 25.01.2010 um 20:03 Uhr:

Dem Superschalker seine Frau ist bestimmt heilfroh, wenn der Herr Schalker sich mal einen Abend vermückt. :-)

Superschalker schreibt am 25.01.2010 um 20:04 Uhr:*g*
Nee, is sie nicht! :-P

Pelegrina schreibt am 25.01.2010 um 20:09 Uhr:

Denkst Du. *schallend lach*

Superschalker schreibt am 25.01.2010 um 20:13 Uhr:*g*
Dann sollte ich es mal wieder machen...

In diesem Sinne: schönen Abend!
Bis die Tage...

dem-Superschalke-seine-Frau (GAST) schreibt am 26.01.2010 um 09:26 Uhr:

Naja, also, ehrlich gesagt wäre mir das schon recht... *gg*

 

29.01.2010 um 11:20 Uhr

Ich liebe Schnee ...

8. Dezember 18:00
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick ! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben ? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder heraus. Was für ein tolles Leben.

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen tollen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar hat gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich ! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh. dass er unser Nachbar ist.

14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee, 130 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln wieder aufgewärmt. Das ist ein Leben ! Der Schneepflug kam heute Nachmittag wieder zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte, ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.

15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verkauft und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extraschaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir doch nicht in Alaska.

16. Dezember
Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen. als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Strassen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun, als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie Recht hat ! Ich hasse es, in meinem eigenen Wohnzimmer zu erfrieren !


20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr zu schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, dass die lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.


22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem weißen Zeug gefallen sind und es ist so kalt. dass es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich glaube, dass er lügt.


23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt ? Ich habe keine Zeit - ich muss SCHAUFELN !! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem .Monat gesagt ? Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.


24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben worden, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte, ich kriege einen Herzanfall ! Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Haaren durch den Schnee, ich weiß genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet, bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Straße runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.


25. Dezember
Frohe Weihnachten. 60 cm mehr von der .....!!! Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee ! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist.


26. Dezember
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen ? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.


27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.


28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit - DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT !!!


29. Dezember
Nochmal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich ?


30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 Euro Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.


31. Dezember
Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.


8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Warum bin ich an das Bett gefesselt ???

28.01.2010 um 15:57 Uhr

Wenn einer eine Ehe tut.....

Brichst du auf gen Ithaka,
wünsch dir eine lange Fahrt,

Doch beeile nur nicht deine Reise.
Besser ist, sie dauere viele Jahre........*


Genau so, komme ich mir gerade vor. HAAR-GE-NAU SO! Klar, Hauptsache, es dauert! KLAR! JAHRE! Argl....

Gestern Aufgebot oder auch gerne Anmeldung zur Eheschließung. Ganz großes Daumenkino. Wir wohnen ja nicht Wiesbaden City und dürfen deren schickes Standesamt missbrauchen. Wir wohnen Ortsteil. Und wie das gerne auf Ortsteilen so ist, haben wir der Welt hässlichsten fünfziger Jahre Bau, in dem das Ämtchen untergebracht ist. Da heiraten? Nur in Ketten.

Also haben wir uns aufgemacht und eine schicke Lokation gesucht. Haben wir dann auch gefunden. ABER: Da dürfen wir nicht heiraten. Trauorte, belehrte uns der Standesbeamte, müssen "gewidmet" sein. Punkt. Vom Regierungspräsidenten. Nochmal Punkt. Da heiraten? Is nich!

Oh, schade. Mist, vielmehr. Wir weiter gezogen. Gewidmete (Was ist das eigentlich für ein Schrott?) Trauorte finden. Haben wir dann auch. In so einem Yuppieladen, wie Wiesbaden kann man ja wirklich todschick heiraten. Und schweineteuer. Wir uns also eine schöne Mittellösung gesucht und dann habe ich den zuständigen Standesbeamten dort angemailt, ob ich einen bestimmten Termin hier gerade im Mailchen fix machen kann, wir hätten gerne den 11.06.2010. Und wenn nich, dann knallts. Wäre okay, schreibt der. Ist eingetragen. Bitte zur Anmeldung zur Eheschließung telefonisch einen Termin ausmachen und dann mit folgenden Unterlagen vorbeikommen:

Personalausweis
Geburtsurkunde
Scheidungsurteil, rechtskräftig.

Weissisch. Stand auf Homepage. Das war vor drei Wochen. Wir unseren Kram zusammengesammelt, Termin gemacht. Gestern dahin gedackelt. Aufgebot! Ortsverwaltung! Das ist wirklich so ein erschreckend ungemütlicher Ort. Nicht zu fassen. Wir ins Büro von Frau Öl, mit der wir Termin hatten. Herr Essig, der jenen mit mir ausgemacht hatte, war schon im Feierabend. Geklopft, hinein, wieder rausgeschickt worden. Dauert noch ein Momentchen.

Das ist auch so eine Sache: Dauert ein Momentchen. Wir waren pünktlich, die war alleine im Büro. Das passiert mir jedes zweite Mal auf irgendeiner Verwaltung. Klopf, Klopf, hinein und wieder hinaus. Einen habe ich erwischt, der hat nur seine Bleistifte angespitzt. Dabei hätte ich doch auch schon zuschauen und das Gespräch beginnen können, oder? Ich kann sowas sehen. Abgespitzte Bleistiftkrümel. Ich bin hart im Nehmen. Aber nein: Raus.

Wir also erstmal auf diesem Flur gehockt, der ungefähr so gemütlich ist, wie ein Bahnhofsklo. Dann ließ Frau Öl bitten. Ob wir der 17:00 Uhr Termin wären. Nein, wir sind der 17:06 Uhr Termin. Ha Ha! Ja, simmer.
Sie sich hingehockt, wir doof rumgestanden. Wir uns auch hingehockt. Dann halt ohne Aufforderung. Ob wir unsere Personalausweise dabei hätten? Wir händigen widerstandslos aus. Sie fängt an zu tippen und tippt und tippt und tippt. Geburtsurkunden? Wieder händigen wir aus, sie tippt und tippt und tippt. Scheidungsurteile? Bitteschön. Tipp, tipp, tipp. So langsam komme ich mir doof vor. Die hat noch kein eines persönliches Wort mit uns gewechselt, schaut uns nicht an, vor uns auf dem Schreibtisch liegt zweimal "Im Namen des Volkes" und irgendwie kommt man sich vor, wie im Knast, wenn man was ausgefressen hat und zum Direktor muss. Eheregister?, fragt sie. Wie jetzt Eheregister? Die beglaubigte Abschrift beziehungsweise der beglaubigte Ausdruck aus dem Ehe- beziehungsweise Partnerschaftsregister, will sie haben. (UND sagt das auch ständig voll ausgesprochen so!) Hammer nicht. Hat mir Herr Essig nichts von gesagt, was issen das fürn Vogel?
Ihr Chef, sagt Frau Öl. Aha, also wenn der das nicht weiß, woher soll ich es denn wissen? Oder hat der mir auch nur vorgelesen, was auf der Homepage stand? Das konnte ich selbst. Also haben wir das Ding auch nicht.

Dann, sagt Frau Öl, können wir die Anmeldung zur Eheschließung doch auch ohne schon einmal aufnehmen, wir müssten das dann nachreichen. Wie jetzt aufnehmen? Was hat die denn bislang alles getippt? Sie tippt weiter. Wir sitzen weiter doof rum. Legt einen Hängeordner an und lässt ausgedrucktes, um ausgedrucktes Papier darin verschwinden. Was MACHT die da? Wir haben nicht die leiseste Ahnung und schauen zu, wie sie etwas schnippelt, klebt, neu druckt und zerreißt. Nein, nicht faszinierend. Todlangweilig. Sie erklärt ja auch nicht, was sie tut. Und wie lange soll das nun noch so gehen? Sie nimmt zwei Blätter aus dem Drucker, wendet sich vom Computer ab und uns zu und fängt an vorzulesen:

Der Verlobte Herr Vorname Meiniger, erklärt hiermit, dass er mit der zukünftigen Ehefrau Frau Pelegrina nicht verwandt oder verschwägert ist und in keinem näheren Verwandtschaftsgrad steht, die einer Verehelichung entgegenstehen. (Simmer nicht.) Sie wurden nicht adoptiert oder zu einem früheren Zeitpunkt adoptiert. (HÄ?) Sie pflegen kein Eltern-Kind Verhältnis oder sind Geschwister.

Geil, ich fall aus den Latschen. Hallo? Das ist ja, wie bei der Telekom. Sie seiert weiter und weiter. Dreht sich eigentlich immer um das Gleiche: Seid ihr verwandt oder verschwägert oder gar Geschwister? Ich hau mich weg. Dann muss der Meinige das unterschreiben und sie liest mit den eingehenden Worten "Frau Verlobte Pelegrina" mir den Quatsch eins zu eins noch mal vor. Bevor ich die Chance habe einzuschlafen, darf ich auch unterschreiben. Nee, überhaupt nicht langatmig.

Welchen Ehenamen wir führen wollen. Ich nehm den vom Meinigen, sag ich, nächstes Thema. Nein, sie belehrt mich darüber, dass ich einen Doppelnamen führen darf, oder er oder ich den jetzigen Namen behalten darf und überhaupt bekomme ich jetzt mal die schriftliche Belehrung dazu! Nööö, sage ich, das heben sie sich mal für die Ersttäter auf, spart Papier. Ich hab da ja schon Übung und will den Ehenamen von dem da, wenns recht ist. DA! Ein winziges Lächeln huscht über ihre Lippen. Oder nicht? Oder doch?

Stammbuch aussuchen. Zwei Schwarze mit blauem oder roten Streifen, drei aus dünnem Samt dunkelrot, hellrot, blau. Der Meinige tippt auf das eine Schwarze. Ich interveniere: "Schatz, sei mir nicht böse, aber das schaut aus, wie ein amtliches Sterberegister." Irritierter Blick, Frau Öl. Wir tippen beide auf das Blaue und sagen: Das da! Frau Öl nimmt die gesammelten Werke, nimmt das schwarze Sterberegister und sagt, okay das da! Nein, das da! Das da? Das da! Oh, Man, was ´ne Geburt. Ich will raus!

Okay, wir sollen dann zehn Minuten vor der eigentlichen Trauung da aufkreuzen, dann ginge es los. Der Meinige will wissen, ob wir dann noch mal zum persönlichen Gespräch kommen sollen? Nö, die beglaubigte Abschrift beziehungsweise den beglaubigte Ausdruck aus dem Ehe- beziehungsweise Partnerschaftsregister, will sie haben, zehn Minuten eher da sein am 11.06. So, sie macht dann mal eben die Quittung fertig. Jaaa, wir löhnen heute schon alles. Uralter Quittungsblock. –was hat die die ganze Zeit in den PC getippt?????- und 185 Euro hätte se gerne. EINHUNDERTFÜNFUNDACHZIG Euro!!!!!! Wechseln könne sie aber nicht! Dat waret und tschüss.

Wir paffen uns eine vor der Ortsverwaltung, checken noch garnicht, was da abgegangen ist und beschließen essen zu gehen. Zur Feier des Tages und so. Aber zum Feiern ist uns nicht zumute. Wir düsen los, der Meinige will zum Mongolen, war ja klar. Ich würde gerne den krachneuen Italiener kennenlernen, der überall mit selbstgemachter Pasta und Steinofenpizza wirbt. Hört sich gut an, also hin da. Der ist mitten in einem riesigen Industriegebiet, was uns nicht juckt, das Futter ist wichtig, aber kaum drin, juckt es uns doch. Der Laden schaut aus, als wäre er in den Siebzigern verlassen worden. Im untersten Stockwerk eines Bürohauses, riesen Saal, Faschingsdeko, paar Stühle, paar Tische. Oweh....

Aber vielleicht ist das Essen gut? Wir setzen uns. Schweinekalt ist es auch. Nee, ist das schlecht. Der Wirt kommt mit der Karte, wir wählen und bestellen und schauen uns noch mal um. Wird gerade nicht besser. Unsere Laune sinkt. Der Meinige hebt an, dass Frau Öl unfreundlich war. War sie nicht, finde ich, aber freundlich war sie auch nicht. Und doof gefühlt hat er sich auch. Die Pizza kommt, auf meiner vegetarischen liegt ein Pfund Brokkoli, der den Boden komplett durch gesabscht hat, wir beschließen uns SOFORT zu betrinken und stellen fest: Auf dem Jakobsweg haben wir schon besser gegessen. Und das will was heißen. Also Pizza rein, Wein hinterherkippen, heim. Zwischendurch mit dem iPhone Bilder machen, sonst glaubt uns das keiner. Ich schaffe die Pizza nicht ganz, lasse mir die Reste einpacken und ziemlich betröppelt kehren wir nach Hause zurück.... Bierchen?, fragt der Meinige? Klar, sag ich. Er holt zwei Flaschen vom Balkon, macht sie auf und in genau dieser Sekunde friert das Bier voll durch. Die Wunder der Physik. Also kein Bier. Dufter Abend. Zur Feier des Tages haben wir dann auch noch ein doofes Gespräch, weil der das gesagt hat, jenes beim anderen angekommen ist und überhaupt war das alles nicht so gemeint. Ach, nein? Nein, aber... Gnaaaa. Nach ´ner halben Stunde gebe ich auf. Lassen wir das, keinen Bock drauf. Wir stellen uns ans Fenster und schauen auf den Schnee. Vielleicht ist auch das Bier angetaut? Ist es. Das Tauwasser der Flaschen ist aber quer über die Anrichte gelaufen und hat den dort abgestellten Pizzakarton samt Pizza ersäuft. Die wollte ich heute abend hier in der Firma, vor dem Training essen, weil ich bis 19:00 Uhr hier bin.

Manche Tage....seufz....                  



* Wenn die Autobauer in der Werbung den Autoren Konstantinos Kavafis stückeln, kann ich das schon lange!


27.01.2010 um 14:19 Uhr

Im Westen nichts Neues....

Außer, dass die obige Nachbarin da war.
Der Flohmarkt Krempel verkauft ist.
Und wir heute einen wichtigen Termin haben.

Aber sonst.... pfft. Nix passiert. DOCH! Das Plüschgyros wurde ersatzlos gestrichen. Skandal.

Gestern Abend waren wir noch nicht richtig daheim *PalimPalim* an der Wohnungstür und ich dachte mir schon, das kann nur die obige Maria sein. Wars dann auch. Soll reinkommen, sag ich, allderweil sonst unser Großer der nicht umsonst den Titel Ausbrecherkönig hält, abdampft und zwar in affenartiger Geschwindigkeit. Was auch immer an so einem kalten Hausflur interessant ist...
Maria kommt rein, zieht die Schuhchen im Flur aus und staunt: SO eine große Wohnung! Höh? Das ist die gleiche Butze, wie unten die und die kennt sie ja von den anderen Beiden. Oben der Wohnung fehlt nämlich ein Zimmer, weil die eine Dachterrasse an der Stelle eingesetzt haben, wo die unteren Wohnungen ihre Küchen haben, ergo haben die jene Quadratmeter Wohnfläche weniger. Und Schuhe hätte sie auch anlassen können, wir sind da nicht so, dafür wurde Reinigungsmaterial erfunden.
Wie auch immer. Sie möchte wissen, wie wir Fernsehen schauen und wie das geht mit der Satellitenschüssel auf dem Dach. Ich frage, ob die ehemals Obigen nicht den Receiver dagelassen haben? Nö, die würden über Internet schauen und was -the hell- ein Receiver wäre?

Okeeeeeee, von vorne. Rundgang durch das mit nicht wenigen Teilen bestückte Technikmuseum Pelegrina & Ihriger. Abschluss Rundgang im Arbeitszimmer. Hinhocken, quatschen. Ende vom Lied: Sie schleppt einen unserer Receiver weg. Den hatten wir im Angebot gekauft und der wollte nicht laufen. Aber nicht, weil er defekt war, wie wir dachten, wir waren schlicht und ergreifend zu blöd ihn anzuschließen. Da musste erst der Schwager des Meinigen anreisen, um uns einen schönen Nachmittag lang eben diese Blödheit zu beweisen, dann aber doch wieder alles auseinander zu reißen und einen Full-HD anzuschließen. Also läuft bei uns auch alles und das Teil können wir verschmerzen. Wir warnen aber mit der Schwager Geschichte intensiv vor, dass „einstecken und läuft“ nicht wäre. Wenn sich selbst Schwagerchen da abzappelt. Und der hat nicht wenig Ahnung. Ich gebe ihr noch den Bon dazu, wegen Garantie & Co. und sie solle sich überlegen, was sie dafür springen lassen möchte, wenn er denn mal läuft, nein jetzt kein Geld, nein schau erstmal.

ABER: Die Gelegenheit diesen unseeligen Stopfen anzusprechen. Nach einer kurzen witzigen Einleitung (ICH BIN VOM FACH!), möchte sie am liebsten im Boden versinken und sofort in den Keller fetzen, das Ding abbauen und zurückgeben. Sie gesteht, dass sie den Fachmann auch nicht mag und wie kackfrech das doch wäre. Jupp, genauso, war er auch zu Gustav Gans. Bei ...."mein Kleiner..." flippt sie aus. Wir beiden kichern uns einen ab. Sie stinkig, ja so ein Arsch! Gell? Tza, wird der liebe Fachmann wohl ein Gespräch mit Maria haben, wenn er wieder mal hier aufschlägt. Ich Nulpe habe aber ein schlechtes Gewissen, dass Josef erstmal eine Szene gemacht bekommt, was für behämmerte Freunde er hätte. Upps.
Wir können auch in munteren Geschichten über die ehemalige Mieterin unten, noch ein paar andere Sachen parken, wegen laut und dies und das und jenes. Sie fragt, wie wir das mit Mülltonnen, Treppenhausreinigung und sowas halten, was wir beruflich machen, dass sie Katzen möge, aber nie eine besaß, weil Muttern Allergikerin ist und so weiter und so fort. Wir hocken locker 30-40 Minuten da und plaudern. Entspannt, nett, so doof isse doch garnicht. Das wird gut, so wie die Hausgemeinschaft derzeit aussieht. Der Ihrige ist allerdings noch nicht so richtig angekommen, der ist nämlich beim Bund. In der Grundausbildung. Da darf er nur Wochenende heim. Und außerdem hätte er sich auf zwölf Jahre verpflichtet. Sofort. Öhö, frage ich, wollte der sich den Trachtenverein nicht mal ´ne zeitlang anschauen? Nein? Okeeeeeee.          

Telefon bimmelt.

Sidekick:
Gestern war die Annonce mit unserem Flohmarkt Zeug in der Zeitung und meine Mom hat ihre Telefonnummer angegeben, weil ich privat Gespräche zeitlich nicht tagsüber auf der Arbeit unter bringe und damit sie die größten Vollpfosten vorsortiert. (Wie? Isse nixte umsonste?) Ist sie d ´accord mit den Anrufern, gibt sie meine Nummer weiter, sie sollen es abends AB ACHT probieren.
Sidekick Ende.

Es ist zwanzig vor acht und die Nummer war schon um 18:12 Uhr auf der Anruferliste. Ich heb ab. Ein junger Mann mit ausländischem Akzent. Er hätte es schonmal probiert, wegen dem Flohmarkt Zeug und jetzt würde ich ja auch auf einmal abnehmen, obwohls noch garnicht acht ist?

Äääähhh....muss ich mich jetzt rechtfertigen? Ööööööhhh.....

Er sprudelt weiter. Was alles in den Kisten sei und wo ich genau wohne und überhaupt kommt er jetzt vorbei und schaut sich das alles mal an. So!

Soll er mal. Soll dann den ganzen Mist wegschleppen. Verdattert bin ich schon ein wenig, aber wenns auf einmal so schnell gehen soll, wegen mir. Weg ist weg.

Er klingelt dann auch nur eine Viertelstunde später, wir schnappen uns Maria, die im Keller ihre fuschneue Waschmaschine betrachten möchte und eventuell den Versuch des Waschens unternehmen will, aber lieber noch Stunden bei uns hocken geblieben wäre, da sie es sich gerade so richtig bequem gemacht hatte und stapfen mit dem jungen Wilden runter.

Um es kurz zu machen: Geschirr und Gläser geht ja mal garnicht, würde zuviel Platz wegnehmen und keine Kohle bringen. Kuscheltiere sind ihm zu doof, die zwei ollen Notebooks sind ihm zu doof, allderweil er funkelnagelneue Dinger für 180 Euros aus China bekäme, was mit Kleidung oder Töpfen wäre?
Hamwer nich. Kein Topf, kein Geschäft. Er zieht wieder ab.

Zurück in der Wohnung wieder Telefon. Eine ältere Dame, die mich in infernalischer Lautstärke anbrüllt. Ebenso, was feil geboten würde, wo preislich die Reise hingeht, dass es im Moment aber halt richtig doof mit dem Autofahren sei und sie sich aus dem Hintertaunus nicht richtig raustrauen.

"ISCH HAB JA IHR NUMMER, ICH RUF SUNNTACH NOMMA A! MIR GUGGE, WIES WETTER WERD!"

Nuja, muss sie damit rechnen, dass der Krempel dann schon fort ist. Andere sind da eventuell beherzter. Könnte sie mit leben. Alla dann, bis denne und tschüss. Wir werden noch in fünf Jahren auf diesen Kisten hocken! Ich werds irgendwann verbrennen! AH! Nochmal Telefon.

"ISCH BINS NOMMA, FRAU PERESTROIKA! MER NEMMENS!"

Hah! Cool. Ich soll den Gulasch fest zurück halten, sie kämen so schnell, wie die Witterungsverhältnisse es zulassen würden (Na, dann bis März) und wo wir preislich enden könnten?
Haben wir uns auch schon überlegt. Der Marokkaner schien regelmäßiger Flohmarktgänger zu sein und machte uns ziemlich unmissverständlich klar, dass er unsere Sachen schlecht bis überhaupt nicht los bekäme. Dies und jenes würde er -vor Gottes -äh, ups Allahs- Gnaden- mitnehmen, den Rest nicht. Wir wollen aber nur ganz oder gar nicht. Und überhaupt, unter hundert Euro läuft auch nichts. Ich verschenke das nicht. Das sind zum Teil Sachen, die habe ich mal liebevoll gehortet, wie zum Beispiel die ganzen Deko Sachen aus blauem Glas. Anfang Zwanzig hatte ich so einen Tick. Aber ja, heute will das keiner mehr. Ich finde es trotzdem schade. :-(

Trotzdem ist mir die ältere Brülldame irgendwie sympathisch, auch wenn sie mich hartnäckig mit verkehrtem Namen anspricht und außerdem habe ich auch so was wie Respekt vor ihr, denn Sonntagmorgen, dem einzigen freien Termin von uns in dieser Woche, stünden sie auf dem Flohmarkt. Wie immer. Wär doch klar.

Tza und so geht ein halbes Pele-Deko-und-auch-sonstiges-Leben für hundert Euro dahin. Scheiß-Gefühl.

Während der Meinige meinen Blog nachliest und hoffentlich auf den Trichter kommt, das Alleine lassen kein sooooo großes Daumenkino ist, denn dann paart Frau Pele die merkwürdigsten Sachen miteinander, lasse ich mich noch ein Ründchen von Frau Brüllaff in Richtung Tinitus bringen, wir machen was ab, legen auf und ich will das Plüschgyros. So! Fürs Alleine lassen!

Jo, obs mir noch ganz gut ging? Noch son Ding. Ich fahre hartes Geschütz auf und wandere verzückt mit ihm über die Homepage
*Klicks* und er findet auf der zweiten Seite des Plüschquatsches die Weißwurst mit Brezel ulkig. Sogar der Senf kommt als Plüschhaufen aus dem Tübchen. 

Geht aber bei uns nicht. Schleppt der kleine Kater fort und ersäuft es. Alle meine Katzen hatten ja bislang eine Marotte. Aber der... Nicht nur, das er ein Riesendussel ist. Nein, alles was nicht niet- und nagelfest ist, ersäuft er in seinem (Schäferhund)-Trinknapf. Der auch nur deswegen so groß ist, weil Laurence Kleinere über den Haufen rennt und wir regelmäßige Mini-Überschwemmungen hatten. Morgens finden wir dann Tabletten, Feuerzeuge, Spielmäuse und alles, was sich sonst noch im Mäulchen transportieren lässt, abgesoffen im Napf. Und dürfen es mit spitzen Fingern rausangeln und uns überlegen, wie wir es wieder trocken bekommen. Den Plüschsenf würde er auch ertränken, also gestrichen. Nur wie hat er das Feuerzeug da hineinbekommen? Zu glatt und zu groß für ihn. Eigentlich. Aber was mache ich mir einen Kopf.

Ich nehme den Scheidungs Ordner aus dem wahnwitzig aufgeräumten Regal, im wahnwitzig aufgeräumten Arbeitaszimmer (JA! Immer noch!), damit ich alle Unterlagen für heute beisammen habe, allen voran die Scheidungsurkunde. Denn heute haben wir

*trommelwirbel*

Die Anmeldung zur Eheschließung

*TUSCH*

Es wird also ernst. Dann ist es offiziell. Schon spannend. Obwohl ich es mir heute Morgen im Auto noch mal überlegen wollte, aufgrund einer schicken Bemerkung. JA, Schatz! DAS wird hier festgehalten. Sowas aber auch...tz, tz, tz....

Scheidungsurteil ist natürlich NICHT im nicht wahnwitzig aufgeräumten Ordner. Das System hat immer noch Schwächen, aber ich bessere mich ja, siehe Keller und nach einer kurzen Panikattacke und weiterem Suchen taucht das Ding dann auch auf. Puha.

Noch 136 Tage...dann gibt es einen Herrn Pelegrina und eine Frau Meiniger. Himmel, wie die Zeit rast. Am Sonntag werden die Einladungskarten halb fertig gebastelt. Ich habe nämlich schon angefangen. Hmja!

Zum Wetter:
Ab heute Nacht sind neue Schneefälle gemeldet. Und am Donnerstag soll es schneien und am Freitag soll es schneien und außerdem HABEN wir in Wiesbaden schon Verhältnisse, wie in Kitzbühl. Aber endlich kann man mal wieder sagen, das ist so ein Kindheits-Winter. (Soviel aus der Rubrik "Weißt Du noch?“)

Und was ganz außerordentlich ist, ist das Licht momentan. Die Sonne drängt durch den verhangenen Himmel, schafft es dann und wann und lässt ein Licht zurück. Wahnsinn. Morgen früh werde ich mal raus stiefeln und versuchen ein paar Fotos zu schießen.
(Wenn mich ein fotografiebegeisteter Mensch liest: Blende zwischen 3 und 13? So die Kante? Gerne auch via PN. Dankeschön. *lieblächel*)

Von meiner Seite aus, keine weiteren Prognosen mehr, ich habe schon ein schlechtes Gewissen, weil ich wild in den Aldi geschickt habe und Fehmarn trotzdem abgesoffen ist. Dumdidum....

Und wer ist eigentlich dieser bescheuerte exambible??? Was hat der denn für Schmerzen?

25.01.2010 um 20:40 Uhr

Ich glotz TV!

Der Akkuschrauber und mein Brathähnchen aus Plüsch schauen jetzt Fernseh. So.

 

(Ja, die Schenkelchen kann man abnehmen. Die Flügel auch. Hmja!)

 

 

Die lieben Kleinen....hach....

25.01.2010 um 11:17 Uhr

Ski und Rodel gut!

Wiesbaden meldet Land unter! Wir haben 15 Zentimeter Neuschnee. Heute morgen eine Viertelstunde die Wagen ausgebuddelt, schon einen Heidenspass auf Eis gehabt,  ("ICH WILL NICHT IN DEN GRABEEEEEN!") und mein herzlichster Dank gilt allen Autofahrern, die ihre Karren nicht richtig sauber machen, sondern als Schneekugel mit Guckloch durch die Gegend eiern und MIR dann den Kram auf die Windschutzscheibe schmeißen. Von dem Heinz im weißen Golf mit Sommerreifen, der sich auf der Kreuzung quergestellt hat, möchte ich garnicht anfangen.

Und nein Mom, ich arbeite NICHT in Frankfurt. Und ich habe dort auch noch nie gearbeitet. Und ich werde da auch nie arbeiten. Ich kann Frankfurt wenig bis garnicht ausstehen! Der Meinige arbeitet auch nicht in Frankfurt! Himmelherrgott! Aber lieb, dass Du Dich erkundigt hast, ob wir uns die Rübe eingefahren haben, oder sicher angekommen sind. Wir sind sicher angeschlittert gekommen. Auch wenns dann und wann spannend war. Nein, selbst ich als Höllenfahrerin, hatte auf Eis für einen kurzen Augenblick keine Chance. Hier ist nix geräumt! Die sind echt vogelwild!

Die News: Die neuen Nachbarn haben nun final den Waschmaschinenanschlusspfropfen geklaut. Außerdem sindse mir ZU laut.  Die haben echt Nerven. Aber reg ich mich jetzt auf? Nö! Gibts trotzdem ein Gespräch? Ja!

Und das Schlimmste zum Schluß:
Ich bin heute Strohwitwe. Herzbube ist auf einer Konferenz am Ar... der Welt und muss dort auch übernachten. Und jetzt? *schluck* Ich bekomm ja schon einen Föhn, wenn ich im Arbeitszimmer Fernseh schaue und er im Wohnzimmer. Da renne ich in den Werbepausen der verzweifelten Hausfrauen ebenso verzweifelt rüber und knutsch ihn ab. Weil ich ihn vermisse! *vogelzeig*

Können wir hier einen Trösteblog einrichten? So ´ne Art Notfall Seelsorge, für einsame Blogerinnen?

22.01.2010 um 11:16 Uhr

Happy Birthday, Blögchen!

Und wo wir gerade so schön dabei sind: Happy Monthday, Laurence zu Deinen 9 Monaten! Du wirst sehr geliebt.

Ein Jahr wird er also heute mein Blog. Komisches Gefühl. Zumal wir neulich noch da saßen und alte Beiträge lasen, wo zum Teil drin stand, dass ich mich höchstwahrscheinlich schämen werde, wenn ich den Quatsch in einem Jahr noch einmal lesen werde.

Ich schäme mich! So!

Angefangen habe ich, weil wir uns auf unseren dritten Jakobsweg vorbereitet hatten und ich unterwegs Tagebuch via Blog führen wollte. Habe ich nicht gemacht. Nicht einen Tag festgehalten.  Es vergeht keine Woche, in der ich nicht auf den Weg angesprochen werde und ich kann nicht sagen: Lies mein Internet-Tagebuch, dann kannst Du mal sehen, wie die Tage beim pilgern so aussehen. Ich habe zugelassen, dass liebe Erinnerungen untergehen, weil ich sie einfach nicht aufgeschrieben habe, festgehalten habe, hier. Bevor sie mir durch das Erinnerungsvermögen rauschen und für immer weg sind....

Stattdessen rege ich mich über glitzernde Einladungskarten auf. Oder beschreibe in epischer Breite, wer wann und wo so eine doofe Waschmaschine anschließt. Komme wieder nicht an meinem chronischen Adjektivismus vorbei und krakel mal eben vier DIN-A-4 Seiten voll, in denen mein Chef mehr als einmal nennenswerte Erwähnung findet. Lauter so ein sinnloser Quatsch und irdischer Kleinkram. Auch wenn wir uns darüber kaputt lachen können und andere die hier lesen auch.

Mit der wirklichen Pelegrina hat das wenig zu tun. 

Ich bin weder Pausenclown noch Kasperle, die andere zum Lachen bringen muss. Ich tue es, da meine Erzählweise nicht eines gewissen Humors entbehrt und ich auch über mich selbst lachen muss, wenn ich mich so sehe, wie ich an so einem Waschmaschinenschlauch rum reiße, um dessen Festigkeit zu demonstrieren. Ich bin ein lustiges Kerlchen, dass andere gern zum Lachen bringt und dann mit einstimmen kann. Lese ich mich hier aber selbst, dann habe ich den Eindruck, ich reduziere mich selbst. Ich lasse etwas außen vor. Erwähne mich selbst nicht.

Ich ertappe mich bei dem Gefühl, das ich manchmal wirklich für Kommentare schreibe. Das will ich nicht mehr. Und ich werde es auch nicht mehr tun. Mir ging es im letzten Jahr häufig nicht gut. Ich weiß, dass ich mir Dinge von der Seele schreiben kann, es meine Gedanken ordnet, ich hinterher in gezielteren Bahnen denken kann und mein Kopfkarusell damit ausgeht. Nicht immer, aber meistens. Trotzdem habe ich es nicht getan. Und ich weiß noch nicht mal warum. Das mich hier jemand verurteilt, oder eventuell Kritik äußern könnte, die wehtut, weh tun könnte, ist mir egal. Es geht um mich, meine Gefühle, meine Welt. Wie andere das finden, ist mir herzlich egal. Wohl haben mir aber immer und immer wieder Gedankenanstöße und Anregungen hier geholfen.

An dieser Stelle:
Den treuen Leser ein liebes Danke. Ihr habt mich oft an- oder aufgehalten, wenn ich mich im Kreis gedreht habe. Ich habe hier viel Trost und so etwas wie freundschaftliche Gefühle erfahren dürfen, obwohl wir uns "nur" in der virtuellen Welt befinden. Ich habe mich grundsätzlich über jeden Kommentar gefreut und vieles mitgenommen und angenommen. Nochmal Danke. Dankeschön.

Ich hoffe, dass der oder die eine oder andere, tatsächlich mitbekommen hat, dass das Wesen hinter dieser Blogautorin keinesfalls der Quatschkopf ist. Wenn nicht, ist mir das an dieser Stelle leider auch egal, denn im wirklichen Leben kommt man da ziemlich schnell dahinter.
Ich bin ein liebes Persönchen, mitfühlend und oft genug eher nachdenklich als mitteilsam. Ich bin eine gute Partnerin und begegne dem Meinigen täglich mit sehr viel Achtsamkeit, denn das ist das wichtigste Wort und Gefühl in meinem Leben geworden. Wer achtsam ist, dem begegnet der ganze Rest. Glück und Liebe aber auch Erfolg und Anerkennung.
Ich bin eine super Freundin und liebe meine Familie tatsächlich sehr, auch wenn ich deren Tun und Handeln oft genug kopfschüttelnd gegenüber stehe. Ich bin völlig vernarrt in Tiere und auch sonst ein sehr, sehr empathischer Mensch.
Nicht zuletzt mag ich mein Äußeres, auch wenn ich nichts dafür kann, aber die Natur hat es ziemlich gut mit mir gemeint.
Nach 550 Kilometern Jakobsweg, am Cruz de Ferro, ist mir dann auch endlich mal gekommen, das ich garnicht so ein Deppchef bin, mich aber gerne als solcher benommen habe und beschlossen, dass damit Schluß ist. Ein für alle Mal. Seither mag ich mich dann auch mal endlich. So richtig und ganz und gar. Kann morgens in den Spiegel schauen und SEHE mich. Es gibt immer noch Situationen, da schaue ich mich an und es tut weh. Ich senke aber nicht den Blick, sondern halte ihm Stand. Leben nennt man das und das möchte ich auch. So wie ich bin. Und das ist gut so.


21.01.2010 um 15:06 Uhr

Geschenke, Geschenke, Geschenke!

Eigentlich nur eines. Vom Meinigen. Und außerdem traue ich mich garnicht, es hier einzustellen, weil die eine und andere Dame gerade so unglücklich mit ihrem Herzbuben ist.

Aber damit bekommen wir das Gruselbild da unten weg und es wird festgehalten, wann der liebe Kleine bei uns eingezogen ist.

Tata:

Ja, der Meinige hat mir gestern Abend einen kleinen Akkuschrauber geschenkt. Weil wir am Sonntag beim Aufbauen des Kleiderschrankes feststellen mussten, dass die Akkus meines letzten Schraubers wohl zu alt sind und ohne mein Wissen in Rente gegangen sind. Ergo habe ich mit dem großen Schlagbohrer dieses blöde Ding zusammen gekloppt und fleissig dem jüngst von uns gegangenen hinterhergeflennt. (Und an Jedde gedacht, die sowas absichtlich macht: Arbeiten OHNE!)

An die Herren der Schöpfung:

Ja, ich freue mich über sowas. Mir kann man auch Töpfe zum Geburstag schenken, oder sonstigen Küchenklimbim. Meine beste Freundin hat mir zum 18. eine Stichsäge geschenkt, da habe ich geflennt, vor Glück. Mich trifft man auch öfter im Baumarkt, als in der Parfümerie. Und da lasse ich auch gerne -ohne mit der Wimper zu zucken- viel Geld. Nörgel aber weiter rum, wenns um teure Schuhe geht. :-)

UND: Ich kann auch anschließend mit sowas umgehen! In der Wohnung sitzt seit gestern jede Schraube wieder stramm. Wrommwromm...

Schatzerle, hier meinen öffentlichen Dank dafür, dass Du mein Wesen so gut erkannt hast. Zu Weihnachten hätte ich gerne eine Hilti! :-)

20.01.2010 um 18:03 Uhr

Puscheltest

Puschelstulpen

19.01.2010 um 16:58 Uhr

Die lieben Nachbarn.....

"Könntest du deinen Egotrip mal kurz unterbrechen? Es ist was Wichtiges passiert."
"Wenn es irgendwas Wichtigeres als mein Ego gibt, verlange ich, dass man es auf der Stelle verhaftet und erschießt."
Per Anhalter durch die Galaxis (2005)

Okay, ich komm zurück. Unter Protest! Außerdem sind mir die Außentemperaturen auf Kallisto mit -140 Grad zu frisch. Ich Friererbse. Gibt es Berichtenswertes? Nein. Erzähl ichs trotzdem? Ja. Die neuen Nachbarn sind da. So halb zumindest. Ganz umgezogen wird dann am kommenden Samstag. Wir haben sie Maria und Josef getauft, weil sie ihren ersten gemeinsamen Stall beziehen und sind derzeit mittelmäßig amüsiert.

Von vorne. Vor zwei Wochen am Samstag sind ja die Obigen -nennen wir sie mal Gitta und Gustav Gans- nach unten gezogen. Hatten jede Menge Umzugshelfer, die alle in Schlappen oder Hausschuhen herumliefen und erst als ich mal eben runter wollte, habe ich mitbekommen, dass da überhaupt ein Umzug stattfand. Dazu muss man sagen, dass es eine zeitlang immer mal wieder Knatsch gab, weil wir der Welt hellhörigstes Treppenhaus unser eigen nennen. Knatsch fand mit diversen Vormietern statt, also Schnee von gestern. Gitta und Gustav schweben ebenso wie wir, weil sie wissen wie die Schritte oder Gespräche schallern, trotz Teppichfließen.

Letzte Woche Samstag bequemen sich dann auch mal Maria und Josef ins Haus. Sie hätten den Schlüssel schon am Sonntag davor haben können, wollten aber nicht. Da fing ich schon an zu grübeln. Erste eigene Wohnung. Beide noch wohnhaft in Hotel Mama. Und dann wollen die den Schlüssel nicht? Wie sind die denn drauf? Schräg sindse drauf, wie wir bald darauf erfahren durften.
Der Meinige bequemt sich just in dem Moment zu einem Spiel, als Maria nebst Papa in einem Minivan vorfahren. Minivan bumsvoll mit *trommelwirbel* Putzzeuch. Aha! Von Beobachtungsposten Alpha sehe ich den Carport ein und einen freundlichen Handschlag zwischen Papa Maria, dem Meinigen und der Neuen. Dann wird die ja wohl auch gleich mal hier bimmeln, oder? Hm, im Arbeitszimmer läuft "Zehn kleine Jägermeister" von den Hosen. Nicht die beste Wahl, um künftige Mitbewohner auf ein herzliches Miteinander einzustimmen. Ich machs trotzdem nicht aus. Höhö.... Die klingeln auch nicht. Den ganzen Samstag nicht, um das mal an dieser Stelle abzukürzen. Der Herzbube von Maria fährt kurz danach vor und fängt an Kisten ins Haus zu schleppen. Ich dachte, die wollen streichen? Häh? Um die zig Kisten drumherum, oder wie?  Wird aber noch spannender.

Im Laufe des Tages rücken zwischen 7 und 9 Menschen an und veranstalten ein Spektakel im Haus, in der Wohnung und im Flur, dass ich das Gefühl habe, es wären grob geschätzt zwischen 700 und 900 Menschen. Der Kronleuchter wackelt und klirrt, ich muss die Toten Hosen was lauter machen, um überhaupt noch was zu hören, die Katzen verkriechen sich unters Bett, BEIDE! und gegen Nachmittag ham die mich soweit, dass ich auch gerne unter dem Bett liegen würde und wenns geht, steht das bitte in einem anderen Land!


Wie kann man denn mit dem Streichen einer 50 qm Wohnung so ein Spektakel machen? Warum rast ständig einer durchs komplette Haus? Argl! Dann und wann schaue ich -Else Kling-mäßisch- durchs Fenster oder den Türspion, um zu eruieren, ob die noch mehr Presslufthämmer oder Sandstrahler in ihre Butze schleppen. So hört es sich nämlich an!


Highlight: Der Carport liegt einmal ums Haus herum. Haben wir etwas Schweres oder Unhandliches im Auto, parken wir direkt vor dem Gartentörchen und zerren es dann die drei Meter Weg ins Haus. Machen die das mit einer funkelnagelneuen (und sauschweren) Waschmaschine ebenso? Nein! Tragen die das Ding einmal quer durch die Pampas? Setzen die fuffzehn mal ab? Sind die klitschenaß geschwitzt und fertig mit der Welt, schleppen aber tapfer weiter? Oh, ja! Haus und Garten sind groß, das hat sich richtig gelohnt. Zumindest für mich entspannt zuschauenden Zaungast, die sich fragte, wie blöd man eigentlich sein kann.

Gegen späten Nachmittag wird es leiser, ich bin mit Aufräumen und neugierig sein soweit durch, ergo bequeme ich mich mal in die Waschküche um die Maschine und den Trockner vollzustopfen. Das Erste, was mir begegnet ist dichter Zigaretten Qualm. Aus diesem schälen sich zwei Gestalten. Aha, wassen hier? Party, oder was? Auf der funkelnagelneuen und wie wir wissen SEHR schweren Waschmaschine stehen zwei Bierflaschen und das Dingen läuft munter vor sich hin.

Ich grüße freundlich und erkundige mich wer nu der neue Nachbar ist. Josef stellt sich vor. Der andere nicht. Mir auch wurscht, wer auch immer das ist. Ich plänkel mit Josef rum,  der plänkelt munter mit, versteigt sich aber zwischendurch auf ein „sie“.

"Sachma, hast Du mich jetzt gesiezt? Was denksten Du, was ich für ´ne olle Kuh bin?", lache ich.

Er lacht zurück und sagt: "Du wirst so Mitte zwanzig sein, oder?"

Der Waschmaschinenglotzer (WaMaGlo) macht ein verächtliches Geräusch und schaut mich abfällig an. Was hatten der für Schmerzen? Ich weiß nicht, ob Josef das ernst gemeint hat, denn der ist ein kleines bißl hohl, was man schnell merkt, also Thema Wechsel.

Waschmaschine anschließen, hm?  Boah, wat sinnig, Frau Pelegrina. Aber immer noch besser, als zu fragen, warum die Hirnis damit einen Halbmarathon gelaufen sind. Jo, Waschmaschine anschließen, fehlt aber hinten das Teil, damit der Abwasserschlauch ruckelfrei im Abfluss steckt.
Genau so ein Teil liegt auf unserem Trockner und ich erwidere, dass ich da aushelfen könne. Bräuchte ich nicht, sie hätten schon eines, auch wenn es nicht gescheit passen würde. Ich drehe mich Richtung unseres Trockners um und sehe, DA liegt UNSER Teil NICHT mehr. Also wird das unseres sein, oder? Und WaMaGlo sagt einfach: Ich habe schon eins, wir brauchen keins von Dir. Ist der noch zu retten? Ich antworte: Jo, meins. Und nehme es, wo es so heimatlos auf deren Waschmaschine liegt, wieder an mich. Kann der mal fragen? Was issen des fürn Seppel?

Der zeigt auf unsere Waschmaschine und sagt: "Und überhaupt: Die ist falsch angeschlossen!"

Ich erwidere: "Die hat mein Vater angeschlossen, wenn ganz Wiesbaden in Schutt und Asche liegt, dann steht DAS Dingen immer noch. Mal davon ab, dass sitzt passt wackelt und hat Luft, seit es hier steht und das sind immerhin vier Jahre. So falsch kanns nich sein, hm?"

Der guckt mich an, als wolle er mich auffressen und schnappt: "Ich bin vom Fach!"

Ich ruckel mit aller Kraft an unserem Waschmaschinenabflußschlauch, strahle ihn an (Das blöde Arschloch!) und sage: "Und? Hält!"

Sein Blick wird frostig: "Ich bin trotzdem vom Fach!"

Mei, wie bescheuert ist der denn? Josef krümmelt irgendwas im hinteren Teil der Waschküche, ich weiß garnicht, ob der mitbekommt, was sein Kumpel da abzieht.

WaMaGlo werfe ich ein zuckersüßes "Wenns mein Vater gemacht hat, hält das!" entgegen. Mir wirds grad zu bled.

Er: "Ich bin trotzdem vom Fach!"

Äh.... Abends sage ich zum Meinigen, dass mir bei sowas nichts einfällt, wir hätten da so wahrscheinlich noch Stunden verbringen können. Auf was wollte der hinaus? Das ich ihn frage, von welchem Fach? Ja, Gott! Gas, Wasser, Scheiße nehme ich an. (Volltreffer, übrigens!) wassen sonst? Soweit ICH weiß, ist Waschmaschinenabflußschlauchinstallateur kein Lehrberuf. Außerdem hat der unseren Deckel geklaut, der Wicht. Ich beschließe die Wildsau-Eiche-Taktik zu fahren, erkundige mich noch höflich bei Josef nach dem Stand der Dinge Wohnungstechnisch. Wir quatschen noch ein wenig, er sagt, sie würden am Abend mal vorbeischauen, dann mach ich mich vom Acker und erbose mich des Abends beim Meinigen über diesen Hans Wurst der Waschmaschinen.


Wir trinken eben ein Bierchen auf seine wohlverdiente Niederlage im Spiel, da klingelt es. AHA! Na, dann mal los. Die Kleene von unten. Will eigentlich auch nur eine Kleinigkeit, soll aber reinkommen, sich hinhocken. Wir erfahren, dass Maria Sekretärin ist und tatsächlich bislang bei Mama und Papa residiert hat und sie mit ihr seit zwei Tagen rumzickt. So schicke Kleinigkeiten, wo unsere neue Mitbewohnerin halbe Anfälle bekommen hat. Die ehemals Oberen sollen die Löcher verputzen. Ehrensache. Allerdings sollen sie keinen Putz nehmen, sondern Gips, weil der Herr Papa meinte, grauer Putz ließe sich nicht überstreichen! Hmja.... Woher hat er denn die Weisheiten??? Klein-Gitta ist aufgebracht. Erzählt noch so drei-vier Klopper. Und je-des-mal Gezicke. Klein-Maria hätte sich aufgeführt, wie eine Irre. Das Beste hebt sie sich zum Schluss auf:

"Und dieser tolle Kumpel von Josef hat ja wohl auch nicht mehr alle Latten am Zaun! AH!"

Ihr Gustav habe etwas gewerkelt, unser neuer Freund ging vorbei und meinte:

"Hier, mach das ja richtig, mein Kleiner!"

Geil! Wuahahaaa.... Ich werf mich weg und erzähle vom Waschmaschinenschlauch. Wir gackern uns weg. Das kann ja lustig werden, wenns Maria-Kind sich nicht abregt und der Waschmaschinenmann öfter zu Besuch kommt. Cool. Nein, halt. Doof, wir wollen ja was von denen.

Unser Keller sieht aus, wie ein umgekippter Zigeunerwagen. Da pfeffer ich seit vier Jahren alles rein, was mir in der Wohnung in den Füßen ist. Der Meinige meint immer, in unseren Keller würden 15 Umzugskisten passen und zwanzig stehen drin, außerdem könne man mittlerweile noch nicht mal mehr einen Bleistift aufrecht hinstellen. Asche auf mein Haupt: Ganz unrecht hat er nicht. Mist. Dann zeigte sich UNSERE Chance. Gitta und Gustav haben den Kellerraum genau neben uns. Zur unteren Wohnung gehört aber -wegen Stromabrechnung und Licht- ein Kellerraum, der ein Stück den Flur runter und dann links liegt. Eines schönen Tages war der Raum neben dem unseren leer, weil die nach vorne gezogen sind. Cool, dachte ich, da schmeißen wir unseren kompletten Kellerinhalt rein, bauen den neu erstandenen Kleiderschrank auf, sortieren die Kisten, fahren bißl was auf die Deponie, verkloppen den Rest auf dem Flohmarkt und Ruh is.

Hand aufs Herz: Was ich die letzten vier Jahre nicht gebraucht habe, weil ich schlicht und ergreifend nicht drangekommen bin, dass brauche ich die nächsten vier Jahre auch nicht. (Oder habe es mir zwischenzeitlich neu gekauft *hüstl*). Also frisch ans Werk. Wir peilten den vorgestrigen Sonntag an. Gitta hatte das auch Maria schon angetragen, wir wollten es Ihnen auch nochmal am Samstag Abend sagen, die kamen aber nicht. Bescheid sagen wollte ich trotzdem, obwohl: Wer braucht zum Malern einen leeren Kellerraum?

Wir tappern Sonntagmorgen trotzdem hoch. *PalimPalim* Maria öffnet. Wir stellen uns einander vor, bislang hatte ja nur der Meinige das Vergnügen. Gude, wie? Wie gehts bei Euch voran? Wir würden jetzt mit der Kellerräumerei anfangen. Nö, sagt sie und verschränkt die Arme. Das war letzte Woche Sonntag. (War es NICHT! Da war der Keller noch garnicht leer und die nicht DA! Weil schlüssellos!) Jetzt will sie das nicht mehr. Uns fällt die Kinnlade. Ich fange mich aber relativ schnell. Dann würden wir eben auf den Waschkeller ausweichen, wär okay. Und tschüss. Ich leg mich mit so ´ner Kleenen an, oder wat? Nix. Luft zu schade. SIE würde heute nicht mehr waschen, wir dürften den Waschkeller benutzen. Aha, und dafür brauch ich Deine Genehmigung, Du Nulpe, oder wat? Boah, was frech. Wir stapfen wortlos in den Keller, watzen die Tür zu und fangen an zu lästern. Ja, brennt der denn der Helm? Gehts noch?

Dann zwirbeln wir Kiste um Kiste aus dem einsturzgefährdetem Konstrukt und tragen sie in den Waschkeller. Nach fünf Minuten öffnet sich die Kellertür und unsere neue Herrin und Gebieterin, wann hier was zu geschehen hat, betritt die Bühne. Sie hätte sich das jetzt überlegt, wir können ihren Kellerraum nun doch nutzen. Es würde allerdings schon was drinstehen, weil sie schon angefangen hat Sachen von Zuhause mit zu bringen. "Wartet, ich öffne Euch die Türe!", flötet sie und macht die Bretterverschlagskonstruktion auf. Ich bin kurz davor einen Lachflash zu bekommen, wie ist die denn drauf? Mal so, mal so, oder wat?

Nachdem wir den Keller freigeschaufelt haben und man nur noch mit dem Klappspaten durch den Flur und ALLE angrenzenden Räume kommt, fangen wir an und bauen den Billig-Kleiderschrank von Möbel-Doof auf, der eine Aufbauanleitung auf hebräisch rückwärts hat und natürlich nur krumm und schief werden kann. Wollte ich mal PAX vom schwedischen Möbelhaus? Aber nein, wir kaufen billigen Scheißendreck aus Indochina. Es klemmt in allen Ecken. Und während wir so werkeln, schnautzen wir uns alle fünf Minuten an: Hier, mal weg da, ICH bin vom Fach! So, mein Kleiner, ich zeig Dir jetzt mal, wie das geht! Wir lachen uns weg und zum üblichen Kelleraufräummuskelkater haben wir am nächsten Tag noch Muskelkater vom Lachen. Schön. :-)

Bilanz der siebenstündigen Aktion:

-Drei Umzugskisten und zwei Müllsäcke für die Kleiderspende.
-Acht Umzugskisten und drei Müllsäcke für die Mülldeponie

UND *trommelwirbel*

21 (EINUNDZWANZIG) Kisten Flohmarktzeug. Meine Mom setzt heute eine Annonce in die Zeitung, damit irgendjemand, der gerne auf Flohmärkte geht, uns von dem Zeug erlöst. Alles weg. Tschüssikowski. Auf Wiedersehen. Ich habe fertig!



Jetzt wird was gelernt!

-Das längste deutsche Palindrom lautet Maetressenhuhnesserteam. Palindrome sind Worte, die von vorn und von hinten gelesen gleich sind.

-Die vier Galileischen Monde heißen Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Sie gehören zu den größten Monden im Sonnensystem und wurden am 7. Januar 1610 von Galileo Galilei entdeckt.

-Der beste Drink, den es gibt, ist der pangalaktische Donnergurgler. Die Wirkung ist so, als werde einem mit einem riesigen Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen.
Per Anhalter durch die Galaxis (2005)

Pelegrina, back on Earth!!!!!!

"Der Weltraum - unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat."
(Logbuch des Captains, Sternendatum 0989,1)




15.01.2010 um 13:48 Uhr

Never ending Story....

von: Pelegrina   Kategorie: Dancing-Queen

....lalalaaaallalaaaaaaa....war von diesem Limahl. Furchtbar. Hoch und runter haben wir das gesungen und mal abgesehen davon, dass ich das Gefühl hatte, bei mir wird es mal was ruhiger und wir haben dieses hoch und runter mal hinter uns, lässt es mich doch nie so ganz im Stich. Die Highlights der Woche.

Gestern Tanztraining. Nicht so viele da, wir stehen bisl rum, erzählen ein wenig. Wo ich letzte Woche war? Und warum ich derzeit in Arbeit versinke. Dann löst sich der Haufen etwas auf, macht sich zum Beinchen schwingen bereit, bestellt noch was zu trinken UND Schriftführerchen nimmt mich zur Seite: "Duhuuuuuuu?" Ups, was kommt denn jetzt? Ich lege mir lange, juristisch einwandfreie Ausreden parat, warum ich letzte Woche nicht im Training war, er schaut mich ernst an. "Wir haben uns da was überlegt!"

ICH überlege, ob ich ihm eine Steilvorlage lasse, oder sofort mit wilden Entschuldigungen anfange. Sie hätten sich überlegt, ob ich vielleicht Lust hätte bei den nächsten Vorstandsitzungen zur Schriftführerin gewählt zu werden. Meine wimmernden Entschuldigungen über Bord werfend frage ich: "Wer issen SIE?"

Ei, der komplette Vorstand! Als ordentlicher Verein müsse man so etwas machen und da hätten alle einstimmig an mich gedacht! So!
Was man da machen müsse, frage ich misstrauisch. Ich bin nämlich nicht soooo ein Vereinsmeier. Ich mache meinen Sport und ansonsten halte ich mich gerne vom Geschwätz und dem aufeinander hocken fern. Da wird mir zuviel gelästert, da nehme ich die Linedancer nicht aus. Siehe der Nachbarverein...


Ei, ich könne mir das ja mal anschauen, wär nicht so wild, sie würden auch die Termine so legen, dass ich direkt von der Arbeit rüberkommen könne. "Aha", sage ich und merke, wie ich deutlich verlegen und rot werde, "mal abgesehen davon, dass ich auch täglich bis zehn arbeiten könnte, das habt ihr Euch auch schon überlegt?"  "Jupp", strahlt er mich an und wippt auf den Fußspitzen. "Werde ich rot?", frage ich. "Jupp, ziemlich!", lächelt er und fragt: "Willst Du? Wir wollen Dich im Vorstand wissen!"

O-Ton!!!!!! Wörtlich! Mich auf meine Intelligenz, großartige Ausdruckskraft, Eloquenz und Rhetorik berufend, setze ich an und sage: "Öh", während ich farblich ins dunkellila wechsele. Mensch, macht mich das verlegen und glücklich irgendwie. Welch Ehre, huch! Ich fange an schief zu lächeln und sage ihm zu, bevor mir die Ohren wegen Überduchblutung vom Kopp fallen. Er freut sich, wie ein Verrückter, strahlt mich an und rennt zum Vorstand. Der strahlt mich dann auch an. Freut sich.

Mittlerweile macht sich bei mir aber noch etwas anderes breit. Die kommen alle aus demselben Kaff, kennen sich seit Ewigkeiten, sind teils untereinander verwandt. ICH komme von weit, weit, weit her, bin die Letzte die dem Verein beigetreten ist, habe immer noch den Status eines Newbies. Und dann will der Vorstand MICH? (Wieder sowas für den JO! *grins*)

Ich mache mir Gedanken. So auf Neid und Missgunst kann ich nicht gut. Das kommt zu oft bei mir an, respektive bei uns. Von wegen mit dem goldenen Löffel im Bobbes geboren und so. Wer mich kennt, weiß , dass ich tatsächlich gerne mal niedriger rauspoker oder aber einfach nur meine Ruhe will und garnicht so ein Großkotz bin. Okay, jetzt habe ich zugesagt. Gut. Schaun mer mal, was das wird. Ich wurde ja nicht für den Vorstandsvorsitz vorgeschlagen, Schriftführer, Minijob. Sage ich auch dem Meinigen später abends. Pfft. Beisitzer. Meint er: Nönö, Du gehörst dann in den offiziellen Briefkopf, wenn Schriftstücke verschickt werden. AH! Kann mir das mal wer sagen! Kann man das weglassen? Oder einen Dummi einsetzen? Uhuhu...sowas mag ich nicht. Dann steht auch noch mein Name da....*schluck*....

Im Training lasse ich mich auf den nächstbesten Stuhl plumpsen und versuche wieder die Gesichtsfarbe eines Mitteleuropäers anzunehmen. Trainerchen kommt auf mich zu: "Duhuuuuuuuu?" Ich winke ab und sage ihm, dass Schriftführerchen mich schon involviert hat und ich es mache würde.

DER will aber was ganz anderes: "Die einfach T. genannte hat Zirkus wegen der Deutschen Meisterschaft gemacht! Die will da hin! Also haben wir uns nochmal erkundigt, hier sind die Unterlagen, wir alle sehen Dich da!" Sprachs und legte mir einen Stapel Papier auf den Tisch. Wie alt ich wäre? Ich überlege kurz 29 zu sagen und gebe mein wahres Alter preis. "Gut, dann wirst Du in der und der Klasse gemeldet, wir müssen noch einen extra Raum suchen, wegen zusätzlichem Training! Da wird jetzt aber geübt! Ha!" Der freut sich ein Loch in den Bauch. Ich starre ihn nur an und frage mich, ob man aus Verlegenheit einen Herzkasper bekommen kann? Oder vom knallerotwerden?  "Öhm, traust Du uns das auch wirklich zu?", frage ich irritiert? "Jupp", sagt er und wippt auf den Fußspitzen (Sind die alle gleich?), strahlt mich an und meint, dass ich ganz schön rot sei! *grins*

Wir schauen uns kurz die vorgegebenen Choreografien an. Ein 40 Count, ein 48 mit Restart und ein 32 mit einer merkwürdigen Drehung. Aha. Das sind Anfängertänze. Müssten wir hin bekommen. Hm....Herr Trainer patscht mir die Schulter und ruft zur Aufstellung.

Vorstand strahlt mich immer noch an. Jetzt habe ich aber Nebel im Bauch. Mir ist ganz flau. Wird das also doch wahr? Ich geh zur Deutschen? Und -zack- kommen wieder Zweifel. Urgs, die Bremer, die Bayern! Wir wackeln uns auf Good Times ein, ich liebe diesen Tanz, machen uns noch mit zwei, drei weiteren warm und probieren was Neues.

Vor einem halben Jahr hat uns Trainerchen mal allen "Sicherheitskopien" der zwanzig wichtigsten Tänze -respektive den Liedern dazu- gebruzzelt. Da ist soooo ein tolles Lied drauf, da warte ich schon die ganze Zeit, wie die Choreo dazu aussieht. Trainer übt sie mit uns ein. Richtig lässiger Cowboytanz. Scheißcool. Geile Musik. Ich bin happy und flippe über die Tanzfläche. Kann loslassen, diese Exceltabellen, den Job, den Chef, Rübe freimachen, bewegen, Luft bekommen, bewusster atmen! Atmen!

Nach ´ner Weile merke ich, dass sich die Vorstandsseppelchen, die garniemalsnie tanzen über irgendwas an mir amüsieren. Trainerchen und ich probieren verschiedene Einstiege in den Tanz, damit er schlüssiger aufgeht. Der Takt oder der? Irgendwann sagt er: "Pelegrina hat recht! Sie gibt vor! Aufstelluuuung!"

So! JETZT werde ich größenwahnsinnig! Ich mach jetzt meinen Trainerlappen und werd Weltmeister! Ich geb keine Ruhe, bevor nicht der halbe Erdball Linie tanzt! Hah! Erde an Pelegrina! Hallo? Jemand daheim? Vorstand kichert immer noch rum. Wir legen den Tanz noch einmal vor, ich solle mir schon mal für die Meisterschaft dies und jenes merken, mahnt Trainerchen, dann stürze ich an meine Apfelsaftschorle und frage, was es zu lachen gäbe? HM?????? Woher ich so einen Elan hätte, fragen die Kichererbsen, und kichern weiter, wie ein Gummiball wäre ich rumgehupst. Sie hätten mich jetzt Gummibärchen getauft. Hihihiiihiiii..... Ich beuge mich runter, schaue streng und sage: "Nicht ohne Vorstandbeschluss mit Beisitzern, meine Herren!" Ich glaube, wir haben uns ´ne Viertelstunde weggeworfen, vor lachen. Genau DAS, meint J. der zweite Vorsitzende. Was ´ne Bande.....*lächel*.....

Nachdem ich noch in den nicht geräumten Strassen dieses Örtchens meinen PER-FEK-TEN Donut mit dem Benz hingeworfen habe und mit plärrend lauter Musik unter gar fürchterlichem Mitgesang den Weg nach Hause gefunden habe, schmeiße ich Youtube an und schaue mir die Tänze an. Tolle Musik, tolle Choreografie, tolle Tänze. Fein, ich freue mich. Es gibt Songs, die finde ich beim ersten Mal  schon so gruselig, da kann ich garnicht drauf. Aber hier ist sogar was von den Blues Brothers dabei. Sehr lässig. Und anschließend begehe ich den Kardinalsfehler des Jahres: Ich schaue mir die Deutschen Meister aus dem letzten Jahr an. Die Herren, die Frauen, die offenen Kämpfe. Die Amis, die Skandinavier, die Bayern.

Falls mich jemand sucht: Ich bin auf einem der Jupitermonde, auf der erdabgewandten Seite in einer Höhle, die locker 500 Kilometer tief ist und klimatische Umstände liefert, die ein weiteres Überleben nicht möglich machen!

Skandal:

Ich habe am Sonntag mein zweites graues Haar entdeckt! => Jupitermond! 

 

13.01.2010 um 09:33 Uhr

Schuhdank!

Bevor wir jetzt von dem einen (hausgemachtem Pseudo-) Drama zum nächsten kommen, sprich von der -wir erinnern uns- Stiefelchen-Frage, zu ausführlichsten Hochzeit-Fragen -denen eigentlich ein eigener Blog gehört- OBWOHL wir uns nicht verrückt machen wollten, die Schuhfrage:

Mein untertänigster Dank, der ihr auf jeden Fall für alle Tage und auch des Nächtens nachschleichen möge, gilt

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ANNA KURZ!

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*TUSCH*

Und zwar hat die junge Dame mich auf den Internet Shop gehoben, der DIE Stiefelchem meines Vertrauens feilbot. Und wo ich so gerade durchs Wohnzimmer eierte und versuche teuerstes Papier, zwecks tunlichster Bastelunterstützung der sich hier tumelnden Feen auf Film zu bannen und feststellen musste, dass es das Licht gerade nicht her gibt, falle ich über Stiefelchem. Fotografier ich halt die. So, müßter jetzt durch! Da sindse:

 

 

Simmer nicht schön? Okay, das sah im Internet auch mehr nach rosa und nicht nach flieder aus. Bin aber trotzdem verrückt nach den Dingern. Noch nicht EINMAL draußen getragen. Weil immer scheiß Wetter. :-(

Aber zum Jahreswechsel stand ich damit auf dem Balkon. Ich bin als Cowboy ins neue Jahr gestiefelt! Öhöm....während im Wohnzimmer die AC/DC Life DVD lief....*flöt*....okay: Brüllte. 

Gut, hammer das Thema auch. Lesen sie hier morgen mehr über die Hochzeit des Jahrhunderts, wenn sie Mom-Pelegrina sagen hören: SOOOOOOOOO viele Leute ladet ihr mal NICHT ein!

Ist das mal MEINE Hochzeit? Ohweh, ohweh......  

 

 

 

12.01.2010 um 16:25 Uhr

Non-Blizzard Nachlese...

...und warum ich so viel arbeiten darf. Wir hocken ja hier in Wirklichkeit den ganzen lieben langen Tag nur rum, zwitschern im Internet, verplappern unsere Zeit, lackieren uns die Fingernägel oder schaukeln uns wahlweise, je nach Geschlecht sonstwas.
So der allgemeine Irrglaube aller, die nie im Controlling waren. Okay, wir sind das Bereichscontrolling, ich bin der felsenfesten Überzeugung, die Vertriebscontroller schaukeln wirklich den ganzen Tag, außerdem haben die Damen dort sehr gepflegte Fingernägel, vom Hauptcontrolling ganz zu schweigen, die haben nur einen Job: Uns das Leben schwer machen. Kein Kommentar.

Wie auch immer, wir haben tatsächlich so etwas, wie eine Daseinsberechtigung, wir steuern nämlich die Kosten und Gewinne. Außerdem sind wir inhaltlich dafür zuständig, dass alles, was in einem Jahr geleistet wurde, auch in eben diesem Jahr abgerechnet wird. Dazu gehören auch Außenstände, Mahnungen, Boni, Gutschriften und so weiter und so fort. Ab Dezember, eher Mitte November wird hier alles hektisch: WIE? Die Jahresabschlüsse? JETZT schon? Alle Jahre wieder, man kennt das ja von Weihnachten. Dann rennt alles mit Terminkalendern herum, die Deadlines werden heilig, weil man kanns nicht mal eben bis nächsten Monat liegen lassen und an den Menschen geht es auch nicht spurlos vorüber, weils wirklich bißl anstrengend ist. Nein, wir sind alle keine Hirnchirurgen, Kinderärzte oder Retter heimatloser Seegurken. Ja, auch diese Sächelchen müssen in der heutigen Welt bearbeitet werden, denn wo kämen wir denn hin, wenn für Leistung kein Geld mehr bezahlt würde und Mahnungen fleißig ignoriert werden?

Haben wir das große Buch der Jahreseinnahmen und -ausgaben mal erfolgreich zugeschlagen, machen wir uns daran, alle Verträge des Vorjahres fit für dieses Jahr zu machen. Brauchen wir dies noch, oder jenes? Wird diese Leistung in diesem Jahr günstiger oder teuerer? Man dreht riesige Excel Tabellen hin und her und wird am laufenden Band mit neuen zugehauen. Kurz: Scheißjob. Scheißzeit. Gegipfelt darin, dass mir eine Mitarbeiterin letzte Woche fast geheult hat, ein Kollege einfach zusammen geklappt ist und ich dann seine Abteilungen übernehmen musste und ich mich auch so blöd ausgepumpt fühle und das Gefühl habe, links und rechts bleibt alles auf der Strecke. Samstags müssen wir nämlich auch hier sein, oder vielmehr diejenigen, die kein Firmen-Notebook haben. Habe ich keines, will ich keines. Ich habe gesagt, ich hätte mich bei der Telekom erkundigt, in meiner Strasse liegt nur ein tausender Stream und da lade ich mich mit den Dateien zu Tode, da rücke ich lieber an. Nachteil. Samstage im Eimer. Vorteil: Es kommt mir keiner angeschissen, von wegen mach doch mal dieses oder jenes, WENN ich denn mal zu Hause bin. Was aufgrund real freigelassener Freunde nun auch nicht mehr so häufig sein wird. (Juchu!)

Jetzt am Samstag hatten wir natürlich die goldene Arschkarte am Band auf Kissen, da ja dieser Non-Blizzard angekündigt war. Brauchten meine Jungs und Mädels nicht anzukommen, war mir zu joker, die anderen Abteilungen haben auch gekniffen, also mussten wir letzte Woche schauen, wie wir fertig werden. Jenes dann nur, um Freitag am laufenden Band aus dem Fenster zu schauen, wann die erste Schneeflocke fiel. Die kam dann an meinem Arbeitsort abends um halb zehn, danke auch Daisy, Du dumme Kuh!

Bis heute hat es sich ein wenig eingeschneit, wir haben um die zehn Zentimeter Neuschnee, ganz zart fallen weitere Fusselchen. Und wenns so richtig knacken kalt wird, friert uns die ganze scheiße durch und ich komme nicht mehr aus dem Carport, weil schaißendreck Schneepflug da immer fein so Hübbel aufschiebt.

Genug vom Wetter. Samstagsarbeit. Wir paar Hansel, die AN-GEB-LICH keinen schnellen Stream vor der Haustüre liegen haben, machen uns hier immer einen schönen Bunten. Wir bringen uns Futter mit und lassen alles langsamer, kollegialer und gemütlicher angehen, als sonst, wenn ständig das Telefon klingelt und der Flur vor lauter Menschen wimmelt. Zu fünft saßen wir vorletzte Woche. Bei Spinattarte (Herrliches Rezept), Engardiner Nußtorte (Dafür begehe ich einen Mord), Pelegrinas Rotkrautsalat mit Walnüssen und Orangenfilets. (Dafür GIBT es KEIN Rezept. Rotkraut hobeln, den Rest draufschmeißen. So schwer kann das doch garnicht sein). Wie auch immer, während wir schier unfassbare Mengen an Fressalien weggemümmelt haben, kam Gespräch auf unsere Hochzeit. Wir haben nämlich *trommelwirbel* unseren angepeilten Tag UND unseren angepeilten Trau(m)ort bestätigt bekommen und ich war happy und musste dem Anlass gebührend ein paar Tränchen vergießen....hach...

Was mit Hochzeitstorte wäre? Öhm... Was ich anziehen werde? Ähm....Wer alles zur eigentlichen Trauung kommen wird? Äh... Wie die Einladungen aussehen werden? Öh....

Shit.

Wir kloppen uns immer noch um die Gästeliste, die lockere 131 Leutchen umfasst und bei so einigen möchte ich nicht weichen, wenn die fette B. kommt, komme ICH nicht! Basta! So eine dumme Trulla. Die Keglerfrau, die doofe, die immer über den Meinigen lästert. Der Meinige jammert, die könne er nicht ausladen, ihr Typ (Genauso ein Arsch!) wäre der zweite Vorsitzende. Und wenn das der Kaiser von China wäre: Die oder ich! Meist ganz lustig, so richtig streiten is ja bei uns nicht, wir sind ja so ekelhaft harmonisch. Aber wenn das so weiter geht, dann knallts bestimmt noch. Nein, wird es nicht. Naja, schaun mer mal. Nein, machen wir nicht, zu anstrengend. Oder doch? Wir werden sehen.

Auf jeden Fall machen die Weiber in der Firma mich ganz kirre. Es gipfelt darin, dass die nach Hochzeitscheckliste googeln und auf einer großen Seite auf eine SECHS Din-A-4-Seiten lange Liste stoßen, was man wann zu tun und zu schaffen habe. Ich fall vom Stuhl. Okay, das meiste bezieht sich auf eine kirchliche Trauung, mit dem Pfaffen reden, Kirche reservieren und so weiter und so fort. Band suchen, finden, reservieren. Machen wir nicht, brauchen wir nicht. Bei den Hochzeitseinladungen werde ich panisch: 4-6 Monate vorher verschicken. Sauwitzig, dann sollten wir vielleicht mal loslegen. Gesagt, getan. In die Dämmerung des Samstag Abends zerre ich den Meinigen in einen Bastelladen und von Stund an, waren wir in der wunderbaren Welt der tausend Kunstpapiere, Engelchenaufklebern, Täubchenbildchen, Schnürchen hier, Prägepapier da, Stempel, Embossing, Farbe, Karte. Uferlos. Wir stürzen an die Bücher: Unsere tolle Hochzeit von der Einladung bis zur Scheidung, Dufte Hochzeitseinladungen basteln, Basteln mit dem Zukünftigen. Uuuuuuh....und eines gruseliger, als das andere. Und wenn ich da an die Einladungen von Dick&Doof denke, bin ich sowieso ein völlig verbranntes Kind.
Einladungskartenkollateralschaden, sozusagen.  Ich bastele aber wirklich gerne, genauso gerne, wie es der Meinige NICHT tut. Da musser jetzt aber durch. Das ist eine gemeinsame Kiste, dat mach ich nicht alleine! Und siehe da: Nur 2 (IN WORTEN: ZWEI!!!!!!!!!) Stunden später sind wir uns einig und achtzig Euro los. Nur fürs Papier! Keine Tauben, keine Engel. Kein Stempel, kein Embossing. Nichts dergleichen. Nur das Papier! Der Rest kostet so ein schweine Geld, da muss ich erst nochmal drüber pennen. Geht ja mal garnicht. So acht Mini-Papier-Tauben, die aussehen, als wären sie auf ´nem Trip für 3,79 Euro? Im Leben nicht. Außerdem habe ich es nicht so mit Tauben und selbst beim Meinigen hörte da der romantische Spaß auf. Und toll, wie wir sind, haben wir noch keine eine Karte zusammen gebastelt. *strahl* Ihr könnt mir nun alle noch tolle Basteltipps geben! Schön, oder? Nicht?

Dann gehe ich mal wieder zu meinen Exceltabellchen zurück. "Wo sind se denn, die lieben Kleinen? Wo ist die Mami? Na, komm....komm her, kooooommm......puttputtputt......."

Jupp, ich drehe hier durch....

P.S.: Melde gehorsamst: Die komplette Planung zur Hochzeit wurde noch am selben Abend gemacht und steht! Alles tutto completto durchgeplant, inklusive Zeitstrahl und allem Schnipp und Schnapp. Wir können, wenn wir wollen. Hmja!





08.01.2010 um 09:58 Uhr

To Blizzard, or not to Blizzard

Um mal die derzeitigen meteorologischen Gegebenheiten festzuhalten, der heutige Wetterblog:

Die Blöd hat ja gestern schon beschrien, dass uns Tief Daisy einen Blizzard mit orkanartigen Verwehungen beschert. Heut gehts los und morgen die Welt unter. Roland Emmerich Endzeitszenario, nichts bleibt so, wie es war und schon gar kein Stein auf dem anderen. So!

Zunächst: Ein Blizzard ist ein eher amerikanisches Phänomen, ein nordamerikanisches, um genau zu sein. Er entsteht durch Kaltlufteinbrüche aus den Polarregionen. Punkt. Also nix mit Blizzard. Wir sind nämlich weder in Amiland, noch kommt die Luft vom Polar, sondern ganz schnöde aus südöstlicher Richtung zu uns hoch gekrabbelt. Nochn Punkt. Und da ich in Meteorologie immer gut aufgepasst habe und großer Fan von Herrn Ich-penn-in-meinen-Klamotten-Kachelmann bin und der das auch eher locker sieht, legte ich mich entspannt zurück.

Okay, ich habe den Mäusen in der Firma gesagt, die Bahnfahrer sollen gefälligst mit dem Auto kommen, damit ich sie bei der ersten Schneeflocke vom Hof jagen kann. (Wasse natürlich nicht gemacht haben, da hättense noch mehr Angst. Hier hört einfach keiner auf mich!)
Außerdem hat sich der Meinige mit einem Allradwagen bewaffnet und ich habe derzeit einen fetten BMW mit Schaltgetriebe, damit krabbele ich überall durch oder hoch, wie auch immer. Wir fahren beide auch angstfrei, da wir auf diversen Supermarktparkplätzen unabhängig von einander mal unser eigenes ADAC Fahrerlager durchgetestet haben und völlig begeistert heim kamen, was so alles bei Schnee und Eis passiert, wenn man volle Möhre in die Bremsen latscht und das Lenkrad einschlägt. Resultat: Nüscht. Die Wagen standen, wie eine Eins, sind nicht großartig ausgebrochen und ließen sich kontrolliert bremsen. Schade, ich wollte mal den Colt Seavers für Arme machen, war aber nicht! Also gehen wir noch entspannter in den real nicht wirklich existierenden Blizzard. Obwohls ja ein schönes Wort ist, hmja.

Erste Ernüchterung gestern Abend. Plausch mit den Nachbars. Die Kleene klärt uns darüber auf, dass ihr Onkel seit 20 Jahren der Chef des Straßenamtes fürs Rhein-Main Gebiet ist -somit also durchaus seine Erfahrungswerte habe- und für heute 15:00 Uhr den Rotalarm ausgerufen habe. Alle Fahrer und Wagen in Bereitschaft und gefälligst auf das Schlimmste gefasst sein. Oh, ups... Ich bin versucht, den Mitarbeiterinnen SMS zu schicken, dass sie so früh, wie möglich antanzen sollen, damit sie auch früh wieder gehen können. Daheim lassen kann ich sie nicht, uns läuft die Arbeit vom Tisch, die Jahresabschlüsse, die Jahresaußenstände. Ich mittendrin, mit drei neuen Abteilungen. DREI neue Abteilungen? Jepp, mein toller Chef mal wieder, kein Kommentar. Ich übernachte sowieso hier. Nein, ich habe kein Zuhause, alles kein Problem. Deppchef. Der hat echt sowas von ´ner Vollmeise.

Wie auch immer. Nu sitzen wir hier. Denn Blick hartnäckig auf diverse Excel Tabellen gerichtet und nur einen Mausklick entfernt, das Schaubild der Unwetterzentrale offen, wo Daisy sich derzeit rumlümmelt. Momentan ist sie anderthalb Mausezeigerhändchen vor Karlsruhe und bewegt sich eher langsam. Hm. Die Temperaturen forcieren natürlich schicke Schneefälle, was nicht so toll ist, aber die 18,3 Grad Minus in der Nacht zum 20. Dezember, brauche ich auch nicht wirklich, da ist mir die Jeans am Bein festgefroren.
Und um es für die Nachwelt festzuhalten, weil nächstes Jahr sagen se wieder alle: Sooooo kalt, wars aber letztes Jahr nicht, der Weiher vor meinem Bürofenster ist seit vorgestern zugefroren, die Eisschicht wird noch dünn sein, ist aber schneebedeckt und wunderschön. Und wo wir gerade dabei sind: Das Licht ist herrlich. Müsste ich mich nicht hier Tag und Nacht zum Himbeertoni machen, wäre ich draußen mit der Kamera unterwegs und würde versuchen, diese großartige Stimmung einzufangen. In Sachen Fotografie hat sich nämlich bei mir mächtig was getan, ich bin die Königin der Blenden, habe rüchtüch aufgerüstet und gedenke, meinen eigenen Fotoblog zu eröffnen, damit ich hier nicht jedem damit auf die Nerven falle. Die Makro Queen werde ich nämlich hoffentlich demnächst  auch noch. So!

Zum Wetter. Ach, nee, dass haben wir ja sowieso schon die ganze Zeit. Harren wir mal des Schnees, der da komme........
        




04.01.2010 um 14:18 Uhr

Nicht Sylvester nach Nicht Weihnachten....

Sylvester:

Daheim gewesen, Kater beobachtet, adeliges Käse Fondue gegessen, auf Singstar Fußball Lieder gegröhlt, nach dem Kater geschaut, einen getrunken, noch einen getrunken, im Wohnzimmer abgetanzt, wo ist eigentlich der Kater, auf dem Balkon ein bißl dem Sylvestergeböller zugeschaut, noch einen getrunken und uns gefreut, dass ich dieses Jahr die Frau Meiniger werde.

Der kleene Kater fand uns insgesamt lauter, blöder und peinlicher, als die fünf Böller, die in unserer Straße flogen. Ansonsten war es schön, gemütlich, super lustig, heimelig und romantisch.

(@Schalker und den Wolf: Schön kurz, nich? Höhö...)

Themawechsel.

Freunde, Trennungen, Hege & Pflege

Heikles Thema bei mir. Es gab mal so weniger ruhmreiche Zeiten bei mir, da habe ich mich allem und jedem an den Hals geworfen, nur um zu gefallen. Ist gottlob schon etwas länger her, aber die Zeiten danach, wo ich nur noch wenige Menschen an mich heran gelassen habe, war auch nicht besser, die habe ich nämlich gleich als Freunde tituliert. Geht ja mal gar nicht. Nach dem ersten Jakobsweg habe ich angefangen zu selektieren. Und dabei gingen etliche "Freundschaften" drauf, die gar keine waren. Und das ist gut so.  Dann traten neue Menschen in mein Leben und momentan plage ich mich ein wenig.

Fall Eins: Der neue Freund.
Das ist erstaunlicherweise unser 50 jähriger Haustechniker. Bei dem ich auch Geburtstag feiern durfte, der einen AC/DC Schrein sein eigen nennt und MICH neuerdings zu seiner Vertrauten auserkoren hat. Wobei neuerdings gar nicht stimmt. Der hat schon mehr als einmal hier im Büro gesessen und um Rat gefragt, wenn er nicht weiter wusste. Habe ich mir aber weiter nichts bei gedacht, ging meistens um Berufliches. Und da ich jeden Tag mit Geld zu tun habe.... Neu war in den letzten Wochen, dass er mich als Erste und lange Zeit Einzige ins Vertrauen gezogen hat, dass er sich getrennt hat. Und sich bei mir ausquatschen wollte und das auch durfte. Und sich abends lieb mit einer SMS dafür bedankt hat. Aha, dachte ich und sagte zum Meinigen: "Weißt Du, ich glaube, dass ist ein richtig guter Freund geworden." Und das, um dann stundenlang zu grübeln, ob er nun ein Freund ist, oder nicht. Ist er? Ist er!

Fall Zwei: Die lieben alten Freundschaften, die ich nicht genug gepflegt habe. (ICH DUMME KUH!)
Lord Helmchen und die Tante Ju. Namen jeweils historisch gewachsen. Tante Ju kenne ich seit über zwanzig Jahren. Wir fingen damals im selben Sportverein an, wohnten in guter Nähe und waren später auf der Uni auch nicht weit getrennt, es genügte, abends unserer erschütternd schlechten Mensa den Rücken zu zeigen und in deren verrückt guter Mensa zu fliehen. Ergo hingen wir 13 Jahre immer irgendwie auf einem Klumpen. Ihre Eltern waren meine geistigen Zieheltern, weil meine ja getrennt waren und mein neuer Herr Papa noch nicht am Horizont erschienen ist. Schlag Eins: Tante Ju hat sich nach Ausbildung und Co. an die Küste vermückt. Ganz hoher Norden. Schlag Zwei: Da hat sie einen Bundeswehrsoldaten geheiratet, der sowas von bescheuert ist, dass ich Schwierigkeiten habe, dafür Worte zu finden. Schlag drei: Ihre Eltern, die bei mir ums Eck wohnten, sind nach Österreich ausgewandert. Stand ich also schön alleine da. Was haben mir diese Abschiede leid und weh getan. Und dann dieser saudumme Soldat! Argh!
Vor genau zwei Wochen kommt die Erlösung: Sie hat sich von diesem Hirnie getrennt und geht zu ihren Eltern nach Öschi-Land! Hah! Alles wird gut. Dann brauche ich nicht mehr die Republik hoch und runter, sondern nur noch nach Süden! *breitlächel* Tante Ju, ich habe mich bei Euch nie willkommen gefühlt, auf Grund Deines bald Ex-Mannes, ich hoffe, wir sehen uns nun wieder öfter.

Lord Helmchen:
Mein bester Freund. Der aus dem Ausland. Dem Saarland. *grins* Genauso großartig vernachlässigt. Auch wegen des Ehepartners. Hat vor *rechenrechen* sieben Jahren DIE Frau seines Lebens geheiratet. Dummerweise konnte ich die aber auch nicht leiden. Beruhte aber auf Gegenseitigkeit, wie bei dem blöden Soldier. Aber hey: Der Soldat hat mich auf der Hochzeit mit Tante Ju eine Nutte genannt, weil ich mich gerade von meinem Freund getrennt hatte und schon einen neuen im Visier hatte. Das ist doch keine Art! Also sowas!
Und bei der Noch-Ehefrau von Lord Helmchem, habe ich verschissen bis in die Steinzeit, weil ich sie angeblich beim Briefing für einen Strömungstauchgang schikaniert habe. Aha! Da steht man mitten in der Versasca, an so einem reißenden Fluss, wo sehr gerne ertrunken wird und spricht einen Tauchgang durch, was so zu machen ist, wenns einen erwischt und ich schikaniere sie? Als ranghöchster Tauchlehrer ist das leider meine Pflicht und auch dafür gerade zu stehen, wenn etwas passiert. Da steht man permanent mit einem Fuß im Knast, will wissen, ob die Nulpe sich mit ihrem Tauchgerödel auskennt und ich schikaniere? Nur, damit sie hinterher den Ehrgeiz hat, den gleichen Rang zu erlangen, das Tauchen aber nur wegen dem Gatten erlernt hat und es seit der Trennung komplett an den Nagel gehängt hat? So Weiber kann ich leiden. Pöh! Wie auch immer: Dort war ich auch willkommen, wie eine ansteckende Krankheit und meine Besuche wurden auch immer weniger. Anruf vor vier Tagen: Sie hat ihn verlassen. *JUBEL* Nein, bedauer, bedauer, natürlich, mein ärmster liebster Lord Helmchen. Sehr traurig der Mann. Sie wüsste nicht, ob sie ihn noch liebt. Er weiß (!), dass sie ihn noch liebt! Woher er diese Weisheit habe, wollte ich mal wissen. Er würde das merken. Woraufhin ich ihn belehrt habe: Dann würde sie um Dich kämpfen und nicht ausziehen! Das sieht mir doch nach wundervollen kleinen Besäufnissen in seiner schicken Hausbar aus, bis wir ihn geheilt haben. :o) Ich hab meine besten Freunde wieder. Nee, wat is das schön.....*lächel*......


Fall Drei: Alte Freundschaften, die keine mehr sind und die ich nicht loswerde.
Seufz....die Kandidaten stecken mir echt quer. Fall Nummer Eins, jene Dame, die behauptet hat, wir würden kleine Katzen quälen.
*Drückst Du hier* Die hat sowieso nicht alle Latten am Zaun, hat sie doch vor zwei Jahren den von mir angepeilten Herren meines Herzens via E-Mail angeflirtet, mit dem Argument, ich hätte doch keine Zeit gehabt, da ich da soviel gearbeitet habe. Hallo? Wie alt sind wir denn? Schon damals Sendepause für mehrere Monate, dann kam sie wieder angekrochen. Dann die Mail zum Kater und seither habe ich mich nicht mehr gemeldet. Soll mir den Buckel runterrutschen! Pföh! Sylvester kommt natürlich eine SMS. Frohes Neues und so weiter und so fort. Ich hatte zwar nach Eingang der SMS auf "Ablehnen" gedrückt, was aber noch lange nicht heißt, dass mein olles Motorola Handy mir die Nachricht nicht trotzdem angezeigt hat. Sehr merkwürdig. Aber bekommt der Schreiber dann nicht eine Nachricht, dass die SMS nicht gewollt wurde? Muss ich nachher mal ausprobieren.

Fall Zwei, der verrückte Christ. Kenne ich auch schon ewig, nur ist er nach seinem ersten Jakobsweg der Meinung gewesen, Christ werden zu müssen und bei irgendeiner Vereinigung hängengeblieben, die sich zwischen freien Christen und Aphostolen gruppiert und ein "wenig merkwürdig ist". Keine Ahnung, was das konkret für ein Haufen ist, aber seitdem haben Buddhisten keine Ahnung mehr von nichts und außerdem mussten wir bei ihm auf der Welt schlimmster Hochzeit teilnehmen, wo wir am liebsten schreiend Reißaus genommen hätten. Das hatte gewaltigen Sektencharakter. Bei den Gratulationen hat er uns eine Portion verhöhnt, weil wir DIREKT vom Jakobsweg kamen und noch unsere Pilgerklamotten trugen. Wir dachten, dass freue ihn und überhaupt: Hauptsache, wir sind da. Aber nee, muss er uns ein Ründchen lächerlich machen, weil wir das Emblem einer Jakobspilgergemeinschaft auf den Jacken tragen. Wie Deppen würden wir aussehen, wie Touris.
Aha! Sehe ich bis heute anders. Wir bekamen so viele gute Ratschläge, von eben dieser Jakobspilgergemeinschaft, dass wir da kurzerhand Mitglied wurden, damit dieser Verein erhalten bleibt und weiter wirken kann. Und wenn ich dann noch vier Jakobswege hoch und runter pilgere, ist es mir ein leichtes, das Zeichen von denen -eine Jakobsmuscheln, mit den zwölf Sternen der EU-Gründerstaaten drumherum-  an die Jacke zu pinnen, damit die bekannter werden und mit ihrer tollen Arbeit fortfahren können. Wir werden auch am laufenden Band darauf angesprochen und sind stolz, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein.
Jut, somit war der Zug auch abgefahren, soll er sich weiter mit diesen anderen verrückten Christen beschäftigen, uns gibts nicht mehr! Basta! Schickt der Sylvester eine SMS: "Hallo, wie geht es Dir. Küsschen *Name von verrücktem Sekten-Christ*" Küßchen? Ähm...bidde was? Ich glaub, der hat ´nen Pfeil im Kopp. Auch abgelehnt, aber trotzdem konnte ich auch diese SMS lesen. Leider.

So, nun habe ich natürlich Schiss, dass die angerückt kommen, warum ICH SMS Ablehner sei und von mir eine Erklärung wollen. Stehe ich überhaupt nicht drauf, auf solche Konfliktsituationen, denn ich neige momentan dazu diesen Herzchen schlicht und ergreifend die Wahrheit zu sagen.

Oder ich zitiere Elke Heidenreich:

Dies ist das Frühjahr, der weit geöffneten Fenster.
Vieles fliegt hinaus, was schon lange herumstand und angestaubt war.
So auch unsere Freundschaft, die nie eine war......
Leb wohl.

Öhm.....wie ich mich feigen Hund kenne, versuche ich aber garantiert die altbewährte Taktik: Aussitzen......





03.01.2010 um 19:23 Uhr

Willkommen an Bord, Robin!

Besondere Anläße erfordern besondere Maßnahmen! Ich blogge nämlich garniemalsnie am Wochenende, sonst bekomme ich irgendwann viereckige Augen und der Meinige sucht sich ´ne Andere, aber heute musses mal sein, denn ab heute liest hier Robin mit!

 

Genau: Robin aus Badman! Vielmehr Robin & Badmann!

 

Diesen Insider aufklären? Das darf mir dann mal Robin zu gegebener Zeit stecken. :-)

 

Robin hab Spasss!