Königin der S@L@THERZEN

29.04.2010 um 15:46 Uhr

Test...

.....ob ich im Kochblog lande.

 Ich manipuliere da echt nix. Vielleicht liegts am spargeligen Hintergrund? Mal schauen, wo ich rauskomme......

26.04.2010 um 18:50 Uhr

46 Tage und ein Tänzchen fürs goldene Kind

von: Pelegrina   Kategorie: Dancing-Queen

Wochenend Bericht muss warten, zu viel passiert. ABER: Ich war auf den deutschen Meisterschaften und habe drei Tänze mitgebracht. Zwei elend schwere Workshops und diesen kleinen Abrocker hier, der in den Meisterschaftspausen, als offene Tanzfläche war, hingeschmissen wurde. Kommt man ratzfatz rein und rockt wirklich. Werden wir unserem Schnuffelkurs auch aufs Auge drücken, hab schon mit Trainerchen gemailt.

Sodele und jetzt trainiert das goldene Kind bißl und dann kann sie der Mama wiedermal was vortanzen. Höhö...

Tanzbeschreibung zuerst, wobei der letzte Teil, zwar HIER tatsächlich so getanzt wird, oder HIER, grundsätzlich sind die Deutschen aber nicht so zappelig. Man kann auch einfach kleine Schrittchen auf der Stelle machen, bis man die Vierteldrehung durch hat, sieht man im Video auch bei manchen. Grundsätzlich: Unendlich variabel. Natürlich schon mehrfach (Sehr zum Leidwesen des Meinigen) Wohnungserprobt, der geht überall. :-)

Hier nochmal der Meister SELBST beim abhotten.

 

Cupid Shuffle


Beschreibung: 4 Wall - Starter - 32 Counts - Funky
Choreograph: Cupid
Musik: "Cupid Shuffle" von Cupid

Side-Close, Side-Close, Side-Close, Side-Touch

1-2 Schritt zur Seite mit rechts, den linken Fuß neben den rechten stellen
3-4 Schritt zur Seite mit rechts, den linken Fuß neben den rechten stellen
5-6 Schritt zur Seite mit rechts, den linken Fuß neben den rechten stellen
7-8 Schritt zur Seite mit rechts, den linken Fuß neben den rechten auftippen


Side-Close, Side-Close, Side-Close, Side-Touch

1-2 Schritt zur Seite mit links, den rechten Fuß neben den linken stellen
3-4 Schritt zur Seite mit links, den rechten Fuß neben den linken stellen
5-6 Schritt zur Seite mit links, den rechten Fuß neben den linken stellen
7-8 Schritt zur Seite mit links, den rechten Fuß neben den linken auftippen

Heel, Close 4x
1-2 die rechte Hacke nach vorne stellen, den rechten Fuß neben den linken stellen
3-4 die linke Hacke nach vorne stellen, den linken Fuß neben den rechten stellen
5-6 die rechte Hacke nach vorne stellen, den rechten Fuß neben den linken stellen
7-8 die linke Hacke nach vorne stellen, den linken Fuß neben den rechten stellen


¼ Turn L with knee action

1-8 auf 8 counts eine ¼ Drehung links herum machen, dabei die Beine etwa Schulterbreit
stellen und die Knie zusammen und auseinander drücken

HERE WE GO!!!!!!!

22.04.2010 um 16:07 Uhr

50 Tage und die Halbzeit...

Sodele, die erste Hälfte des 100 Tage Countdown sind geschafft, schauen wir mal, wann das Brautvolk anfängt hibbelig zu werden und durchdreht.

Zunächst schieben wir aber mal unseren heutigen Star vor:


Lieber Laurence von Belgien,

zu Deinem ersten Geburtstag, wünsche ich Dir nur alles erdenklich Gute und Tolle. Ich sehe Dir selbstverständlich nach, dass Du mich heute Morgen seltsam irritiert angeschaut hast, als ich Dir Dein Ständchen sang. Das legt sich aber mit den Jahren, Du gewöhnst Dich schon dran. Auch wenn ich nie schön singen werde.

Als wir Dich das erste Mal sahen, hast Du uns schon um die Pfote gewickelt. Du hast in der riesigen Transportbox der Züchterin gestanden und uns angeschaut. Da waren sie also, Deine neuen Dosenöffner und es war Liebe auf den ersten Blick.



Wir wünschen uns, dass Du noch viele, viele Jahre bei uns bleibst. Versprechen Dir, uns alle Zeit um Dich zu kümmern und jederzeit auf Deine Schmuseattacken zu reagieren. Es ist uns auch schnurz, dass die Liste der Dinge, die Du bereits erfolgreich über den Jordan geschickt hast, mittlerweile so lang ist, wie der Nil und zerkratzte Füße sind sowieso der letzte Schrei, was müssen wir auch nachts unter der Bettdecke immer damit wackeln? Natürlich denkst Du dann, wir wollen mit Dir spielen!
Du bist ein furchtbarer Schussel und man hört immer, wo Du bist (Da wo es scheppert!), kein Abrißunternehmen taugt soviel, wie Du.

Laurence, kleiner Mann, Du bist ein wichtiges Mitglied in unserer kleinen Familie geworden, mögest Du noch viele Geburtstage bei uns feiern können. Du wirst sehr geliebt. Danke, dass es Dich gibt! (Geschenk gibt es erst am Samstag. Sorry.)

Soweit, so gut. Wir hatten dieser Tage tollen Besuch. Der Menne unserer Goldschmiedin hat eine Firma und dort einen Praktikanten. Nennen wir ihn mal Christian. Der äußerte sich mal, dass er gerne auf den Jakobsweg gehen würde und da hat ihn Goldschmiede-Menne sofort zu uns überwiesen. Also bekam ich letzte Woche eine witzige Mail:

Sehr geehrte Frau Pelegrina,

sie mögen sich wundern, ob der fremden Mail, die sie von mir erhalten. Mein derzeitiger Chef, bei dem ich gerade ein Praktikum absolviere......babbel, babbel, babbel.

Stil: Voriges Jahrhundert. Inhalt: Wie ein Bewerbungsschreiben. Vorgeschickte Fragen: Häh? Aber als Luft- und Raumfahrtingenieur würde ich den sofort einstellen!
Ich zurück geschrieben, dass er sich gleich mal das 'Du' für den Jakobsweg angewöhnen darf, da ist keiner etwas Besseres und wenn er Bock hat, soll er vorbei kommen.
Ich hänge noch meine sogenannte "Wilde-Jakobsweg-Sammelmail" an, an der er sich drei Tage blutig lesen wird, die aber wirklich jede Anfänger-Pilgerfrage beantwortet. Wobei es da zwar keine dummen Fragen gibt, aber auf was für Gedanken manche kommen? Sensationell. Ich als bekennende "Ich habe jeden Pilger-Kardinals-Fehler begangen, den es gibt Königin!!!", habe da nichts ausgelassen, mögen andere nicht denselben Knet machen, wie ich!

Er will kommen und bis dato würde er lesen. Gestern schlug er auf. Der Meinige noch irgendwo hinterm Weißworscht-Äquator unterwegs, um eine geschäftliche Angelegenheit zu klären, für nach eigenen Aussagen, das größte kapitale Arschloch der Welt, also gehört Christian über eine Stunde MIR! Auf ihn mit Gebrüll. HAH!

Zunächst aber er. Hat ein Tütchen dabei, mit seinen Jakobsweg Geschichten. Tolle Karte von Nordspanien gekauft => Haargenau die gleiche hängt bei uns an der Wand und ich hatte ihn so platziert, das er genau draufschaut und sich mal Gedanken macht, was er da vor hat. Einen Reiseführer hat er auch schon gekauft => Den vom Raimund J. (Man kennt sich), den hatte ich auch mit, allerdings hat er die funkelnagelneue Auflage, auf die ich mich SOFORT stürze und ziehe da: Unser absolutes Geheimtipp-Refugio ist keines mehr, es steht nämlich drin und wird hoch gelobt. Rats!

Was ein Refugio wäre?, fragt Christian. Aha, der hat doch den Kerkeling gelesen? Steht doch da drin? Egal, wir klären die Refugio-Frage ( Dat is ´ne Pilgerherberge), die Karten-Frage (Daheim lassen, braucht kein Mensch!), die Zweit-Karten-Frage (Schönes Ding, auch daheim lassen), die Everest-Frage (Bester Führer, wo gibt, zu schwer, daheimlassen. Ausleihen für Vorbereitung? Klar. Gerne.) und den anderen Papier Gladderadatsch, den Pilger so mit sich rumträgt.

Ich sehe den diesjährigen offiziellen Pilgerausweis, den das Tourismus-Büro Santiago höchst persönlich rausgibt, das erste Mal und finde ihn sauhubsch. Anschließend gebe ich mit meinem an: Über einen Meter lang! Waren ja auch paar Kilometer....
Da springt der bislang eher zurückhaltende Christian, endlich das erste Mal, vor Begeisterung aus den Socken. Er mag mir aber nicht so recht glauben, dass da unten auch jede Menge Schindluder passiert und es regelrechte Jakobsweg-Touristen gibt, die billig (5 Euros) in Refugios pennen und sich tagsüber den Weg lang betteln. Darum wird auch in diesem heiligen (!!!!) Jahr allergrößten Wert auf den Pilgerausweis gelegt! Echt???? Echt!

Zurück zum Papierkrempel. Ich bereite da neuerdings für die Pilger Beratung de Luxe einen Ordner vor, wo man mal über Höhenprofile, Streckenplanung und die Pilgerstatistik grübeln darf. Sehr interessant, sehr hilfreich. Findet er auch und ist ganz hingerissen, was er so alles präsentiert bekommt. Darf er mitnehmen, bekommt er auch nochmal elektronisch, von wegen persönliche Packliste. Echt? Echt! (NIMM SENF MIT!!!!!)

Mittlerweile ist der Meinige aufgeschlagen und wir babbeln ihm zu zweit die Ohren franselig. In Sachen Packliste, ziehen wir um ins Schlafzimmer und packen mal den Rucksack zusammen. Anschließend lassen wir ihn damit durch die Wohnung watscheln. Erklären hier und da und landen final im Arbeitszimmer vor dem Compi und schauen Webcam, was vor der Kathedale los ist und Bilder vom französischen Weg.
Nach drei Stunden will Chrissie-Baby am liebsten schon in der Nacht losrasen und bedankt sich gefühlte 200 Mal, wobei wir uns bei ihm bedanken müssen, von wegen williges (Ohr)-Opfer und so. Danke hier, Danke da. Alle happy. Und wir wollen auch am liebsten sofort losgehen. Hach.

Die Ringe, die Best-Goldschmiedin-in-town vergrößert hat, hatte er auch mit: Passen! *Häkchen mach* Alles wird gut.

Dann Betriebswahlkämpfe ich noch fleißig vor mich hin und kann mich nur wundern, wie viele Menschen überhaupt keinen Plan haben, was ein Betriebsrat so den lieben langen Tag macht! Und während ich fleißig Kugelschreiber und Stiftehalter verteile, erkläre ich dem halben Haus, was ein normal sterblicher Arbeitnehmer auch so schon längst wissen sollte, gestehe aber, dass meine Erklärungsversuche auf englisch ein Desaster waren. Außerdem lese ich mich gerade durch die Betriebswahlordnung und gelobe feierlich: Sollte jemand mal Schlafstörungen haben, nehmt das! *schnarch*
d´Hondtsches
Auszählverfahren, was ein Doschenanner....

Und ich freue mich heute, wie Bolle auf unsere Schnuffeltänzer, Runde zwei. Mal schauen, ob sich noch alle trauen. Kollegin habe ich eben im Büro schon gezwungen vorzutanzen, damit sie mich nicht blamiert und siehe da: Sie hatte es kaum noch drauf. SKANDAL! Mittagspause: ÜBEN! Und so haben wir fleißig hinter verschlossener Türe, das Tanzbein geschwungen. Und uns kaputt gelacht.


Wobei ich da äußerst gespannt, auf die deutschen Meisterschaften bin, es aber noch dahin gestellt ist, ob ich überhaupt hingehe. Die wollen 35,- Euros Eintritt. Okay, es finden wohl mehrere kleine Workshops statt und wo sonst bekomme ich Gelegenheit neue Tänze zu erlernen, ohne meinen Verein im Stich zu lassen, als da? Es nagt aber tatsächlich etwas anderes an mir. Was, wenn ich mir die Tänzerinnen in meiner Klasse anschaue und da sind welche dabei, die schlechter sind, als ich? Was, wenn mir leibhaftig vorgeführt wird, ich hätte das wuppen können? So oft werde ich mir gar nicht in den Hintern beißen können, wie mich das fopsen würde. Hm, würde mich das fopsen? Bin ich eigentlich entscheidungsunfreudig? Hm... Bin ich ehrgeizig? (Öhm!) Bin ich leistungsorientiert? (Doppel-Öhm!) Alles sehr merkwürdig. Möge der beste Freund des Meinigen die Hessenmeisterschaften gewinnen. Ich wünsche es ihm so.

Und mosche gehts ins Stadion!!!!!!! Und das kommt im Fernseh! Und ich und meine mehr als charmante Begleitung *wink* werden ganz laut plärren, damit mich der Meinige im Fernseh sieht, wie ich da im fernen Ausland den Mäkkes mache! *rumgröhl*

So und jetzt feiere ich mich noch ein Ründchen frenetisch selbst, ich hab nämlich auch Jubiläum: Ein Jahr Linien Tanz! Und ich fühl mich soooooooo wohl damit. Lalalaaaaalaaalaaaa....

Nein, Nein, mir gehts gut. Nein, ich tu meinem Teamleiter nix. Nein, ich lege nicht meine zarten Klavierspielerhändchen um seinen Hals und lasse ihn mal testen, wieviel Kraft zarte Klavierspielerhändchen haben. Mache ich alles nicht, nein, nein.......




20.04.2010 um 16:20 Uhr

52 Tage und Ruckediguh, Blut ist im Schuh.....

Naja, ganz so wild isses nicht, aber doch irgendwie anstrengend: Die Suche nach einem crèmefarbenen Brautschuh. Von vorne: Ich hocke hier in der Firma und habe einen sieben Zentimeter Absatz an, weil ich heute einen Termin bei dem Ober-Boss von dem Verein hier hatte. Termin ist verschoben, da wichtige Teilnehmer sonst wo, wegen dieser Aschewolke stecken, der Schuh bleibt. Und alle, die mir deswegen auf den Bauchnabel starren müssen, starren anschließend auf den Schuh und fragen: Neu? Nee, nicht neu. Jugend trainiert für Hochzeit, wiedermal. Außerdem gibt es außer einem tiefen Ausschnitt nichts, mit dem man seinen obersten Boss nachhaltiger bei sinnlosem Dahergefasel beeindrucken kann, als lange Beine in schönen Pumps. Und da es sich um den allerobersten Boss handelt, wäre der tiefe Ausschnitt doch zu offensichtlich gewesen.

Was mit dem Brautschuh wäre, fragen die resolute M. (Hedera, das is ´ne Kollegin) und Grace. Da kippt mir doch spontan der Kopf auf die Tischplatte und wo ich gerade da bin, kann ich ja auch ein wenig dran knabbern! Es erweist sich als der Kampf gegen Windmühlen, in diesem Jahr DEN Pelefee-Traum-Brautschuh zu ergattern. Alles zu weiß, zu spitz, zu pfennigabsatzig, zu sonstwasig.

Mittlerweile haben der Meinige und ich schon alle riesigen Schuhläden auf der grünen Wiese abgeklappert, denn er sucht auch noch einen eleganten Herrenschuh, der nicht zwei Tonnen wiegt und gefälligst eine Ledersohle hat. Jede Schuhverkäuferin Deutschlands fragt sich jetzt: 'Und was träumt ihr nachts?' SO schwer kanns dann aber doch nicht sein, oder? Grace und die resolute M. (Hedera, das ist..ich hör ja schon auf. Hihi…) bieten spontan Internetsuchhilfe an und schmettern die Tür zu. Was ich will: Crémefarben. Kein Pfennigabsatz, eher breiter. Kein Peeptoe. Kein SchnickSchnack, eher schlicht. Kein höher gelegter Turnschuh (Scheint jetzt in zu sein). Nicht ZU spitz. Nicht zu brav. Kein Knöchelbändchen. Keine Sandaletten.

Aufruf: WO GIBT ES DIE???????

Die resolute M. schwört auf den Versandhaus Schuh bei den Ottos, Bauern und Neckermännern dieser Welt. Und siehe da: Die haben riesen Auswahl, sind günstig und haben so ziemlich alles, was der Herz begehrt, auch Brautschuhen, die so spitz sind, dass man dafür einen Waffenschein braucht. Die sehen bei mir besonders schlimm aus, da ich die eine Nummer größer brauche und dann sind wir bei 42 und die muten an, wie Kajaks. Wir schauen hier und dort, aber alles eher weiß als crème. Anschließend resignieren wir ein Ründchen kollektiv. Alles nicht so einfach, aber wir müssten mal in die Stadt, die ganzen schicken Schuhläden durchkämmen, inklusive Tanzschuhladen. Vorher schaue ich aber noch mal bei dem großen Internetbuchladen, der mit A... anfängt. Die haben ALLES! Die MÜSSEN Brautschuhe haben. Nach fünf Minuten habe ich Augenkrebs, als mich diese Modelle anschauen:

Das ist doch nicht wahr, oder? Wie willsten auf den Dingern eine Hochzeit durchstehen??????

Öhm: Ist eine Krankenschwester anwesend?

DIE fand man auch unter Suche "Pums" & "weiß". Was hab ich denn jetzt schon wieder verpasst????

Der Fisch ist NICHT echt!!!!!!

Zur besseren Darstellung in rot. WAS IST DAS??????? 

Ich kaufe mir diesen weißen Brautschuh, mit dem stehe ich das ganze Wochenende durch! Höhö...








Und dann war da noch:

Der Herr Froschmann:
Ein gut befreundeter Versicherungsmensch, dem ich die Geschichte launig darbiete, erklärt mir, dass die mich noch nicht mal anrufen DÜRFEN! Dafür brauchen die meine Genehmigung. (Ham se nich!) Und das ist nicht deutsches Recht, das ist EU-Recht. Außerdem erzählt er mir noch andere Revolvermethoden, dieser Versicherung und wird bisl stinkig, wie die vorgehen. Okay, rufen wir den also morgens um vier an....

Meine Mutter:
Kommt demnächst ein eigener Eintrag, denn Dank eines spanischen Herren bin ich auch etwas stinkig, und nein: Sie hat immer noch nicht angerufen!

Die Ringe:
Zu klein. Waren Sonntag bei der ersten Anprobe und sie haben nicht gepasst. Sind auch Mords Dinger geworden, richtig breites Gold, darum haben wir sie nicht über die Knöchel bekommen. Wir nehmen das als gutes Omen, denn in unsere Rolle als Eheleute müssen wir auch reinwachsen. Außerdem blieb so mehr Zeit, für das einzig vernünftige, was man am Sonntag machen konnte: NICHT zur Eintracht gehen! Um Himmels willen. *schäm* Sondern stehenden Fußes in den nächsten Biergarten und dort bis halb zehn zu ratschen, lachen und zu freuen, was wir tolle Freunde haben. Schee wars.

Vulkan:
Herr der Vulkane -wegen mir auch Gott der Vulkane- lass nun nicht auch noch den anderen isländischen Vulkan ausbrechen. Das ist mir jetzt schon zuviel doschenanner!


16.04.2010 um 13:52 Uhr

56 Tage und die Schnuffeltänzer....

von: Pelegrina   Kategorie: Dancing-Queen

Naja, eigentlich Schnuppertänzer und noch eigentlicher der Anfängerkurs der krachneuen Linientänzer, die gestern ihre Premiere hatten. Ich hab mich aber verplappert und jetzt haben die eben diesen Namen weg.
Von vorne. Wir wollten schon länger einen Anfängerkurs machen, also haben wir unseren Ostermarkt der Linientänzer spontan dazu genutzt, dafür die Werbetrommel zu rühren, ich hatte sofort drei Arbeitskolleginnen an der Backe und viele, die auf dem Ostermarkt die Tänzer gesehen hatten, wollten das auch SOFORT lernen.

Ostermarkt war sowieso toll, der Meinige hat sich spontan zum Helfertrupp gesellt und ist jetzt das inoffizielle Nicht-Country-Maskottchen vom Verein, er mag den Western Quatsch nämlich gar nicht. Heidengaudi.
Außerdem lief Trainerchen überall rum und brabbelte davon, dass er mich gerne auf den deutschen Meisterschaften gesehen hätte, ich aber unbedingt Flitterwochen machen müsse. Was so alles nicht stimmt. Die werfen nämlich immer noch die offenen deutschen Verbandsmeisterschaften, die German Open und die Vorentscheide zu den Deutschen Meisterschaften doschenanner. Irgendwann setzen wir uns da mal hin und reden drüber. Hmja. Er soll aber aufhören und mit mir hausieren gehen, ich bin doch nicht der goldene Gral. Es rächt sich aber, als sich ein Tänzer an mich ranschummelt und mich zum Training in seinen Verein einlädt. SIE hätten den Europameister! Trainerchen wird blass und klammert sich an mich. Ich werde NICHT hergeben. Der Meinung sind auch der 1. und der 2. Vorsitzende, die sich da rumdrücken und tackern mich mit den Ellenbogen an die Wand. *lach* Sind die süß. Am nächsten Tag, schaue ich mir den Verein trotzdem im Internet an. Wieso kenne ich die nicht? Und...*TADA*....die sind bei mir gleich umme Ecke. Nicht fußläufig, aber mit dem Radel munter hin gondeln und nach dem Training, ohne allzu großen Stress wieder heim, ginge. So ein Mist. Und ich hock in Üfftelstütz. Hm, die geb ich aber auch nicht mehr her, dazu sind die alle zu lieb. Was nicht heißt, dass ich mir mal die Tage diesen Europameister anschaue.

Gestern Abend also der Anfängerkurs. Als ich da, mit nur einer Kollegin im Schlepptau, die anderen beiden sind krank, aufgeschlagen bin, werden schon Platzkarten verteilt. Knallevoll der Laden. TOLL! Wie toll ist das denn? Hach, i am begeistert. Und los gehts. Die stellen sich alle furchtbar gut an und aus dem geplanten kleinen einen Tanz werden schwuppdiwupp zwei, wobei sich die Bande am zweiten ein bisl die Zähne ausbeißt. Ich flitze hin und her, stelle mich immer zu denen, die am unfallgefährdesten sind, helfe und mache und tue. Die Stimmung ist toll, die beömmeln sich auch untereinander vor Lachen. Wir lachen uns weg, es ist nämlich noch nie ein Meister vom Himmel gefallen und irgendwie sind alle glücklich und *zack* ist die Stunde schon vorbei.
Viele bleiben noch und schauen uns zu, bestellen sich noch ein Bierchen, quatschen mit den Fortgeschrittenen Linedancern, ich mische mich unters Volk, babbel da und hier, erklär ein wenig, die sind alle ganz doll neugierig, wie, wo, was, und fragen und fragen. Und ich hibbel rum, tanz auf der Stelle, bin wieder auf der Tanzfläche und eine junge Dame, die am gleichen Tag wie wir heiratet und im gleichen Kaff feiert (!!!!), strahlt mich an und sagt: Man, hast Du eine positive Energie! HA-MMER!
Andere witzeln mit mir rum, das sie mich noch nie still stehend gesehen hätten, dass ich immer wippe und tänzel und der Meinige behauptet, er hätte mich seit Wochen nicht mehr normal laufen gesehen, nur noch tanzend. Mich macht das einfach glücklich. Ich bin happy, wenn ich tanzen kann. Ich reiß da andere gerne mit und wackel auch ganz alleine daheim vor mich hin. Da legt sich irgendwie ein Schalter bei mir um. Musik *wupps* fang ich an zu strahlen und zu tanzen. Mensch, bin ich happy. Und die Anfänger sind happy. Und die Fortgeschrittenen sind happy. Der Meinige ist auch happy, als ich heim komme, ich würde so strahlen! Ich finde das einfach soooooo schön, wieviele Menschen wir da begeistern konnten. Vielleicht bleiben ja ein paar hängen. Gestern waren immerhin 15 neue Tänzer da! UND drei Jungs! Hach, hach, ich taumel immer noch so zufrieden vor mich hin. Am besten, ich tanz gleich ein wenig den Flur runter. Mache ich nicht, ich hab hier zwar eh keinen Ruf zu verlieren und außerdem haben wir wieder freitags gekasper, aber Chef ist da. Dem tanz ich nix vor.
Gestern Abend noch was ganz tolles: Der liebe Tobi nimmt mich zur Seite, wir wären für einen Fernsehauftritt angefragt worden! Kein Witz! Die Blödmänner haben mich nämlich in den April geschickt, vor zwei Wochen und da ich ja so schön vieles nicht schnalle, bin ich voll drauf reingefallen und die werden mich bis ans Ende meiner Tage damit aufziehen, wobei die Drohung "Ey! Ich geh zu den Wiesbadenern!" im Moment recht gut zieht. Nein, im Ernst: Fernsehen. Die jüngeren, schüchternen Damen wollen im Erdboden versinken. Ich will natürlich sofort dahin, Liniengetanze wird die Weltmacht an sich reißen! Der ganze Globus wird Linien tanzen. Apropos: Hat jemand schon die Aschewolke heute gesehen? Nein? Und wir werden beromt! Weltberomt! Pressetermin haben wir schon! Rom und Ehre. Hach, ist das alles aufregend.

Was warn noch? Meine Schneiderin. Termin vorgestern. Viertelstunde zu früh dagewesen, sensationell gut geparkt. In DIE Parklücke hätte der Meinige noch nicht mal einen Mini bekommen. Bing-Bong. Tach, tschulldigung, bin ein wenig zu früh. DAS, sagt sie, wäre sensationell toll, denn sie könne es garnicht mehr erwarten, mein Kleid zu schneidern, sie würde mich schon zwei Wochen vermissen und wäre schon ganz hibbelig, wegen dem Stoff und überhaupt und babbel, babbel, babbel. Ich muss so lachen und frage sie, ob sie aufgeregter als ich sei? Gott, ist die süß. Die Nesselprobe ist fertig und sieht erstmal nach nix aus. Ich krabbel rein, habe auch meinen Schuh Farbe (wiewardasnoch?) dabei. Das is mir zu kurz, befinde ich. Befindet sie auch und lässt den Saum raus und steckt in auf die gewünschte Länge fest. Die Träger sollen was breiter, befinden wir beide einvernehmlich, sie kritzelt mit Edding + 1 cm auf meine Stoffschulter. Den Rock weiter? Den Rock weiter. Hier enger, da breiter, sie steckt und malt und schnibbelt mir irgendwann einen Auschnitt rein. Tiefer? Tiefer! Noch tiefer? Noch tiefer. Was anfangs aussah, wie ein weißer Schlafsack, entwickelt sich unter vielen, vielen Nadeln und der Schere zum Brautkleid. Wir lächeln uns im Spiegel an und die kleine Miezekatze sitzt vor mir und fragt sich, warum ich sie nicht streichel. Ich stehe aber kerzengerade da, damit die Schnibbelei nicht schiefgeht und sie die Änderungen gerade aufgemalt bekommt, hole aber das Streicheln schon noch später nach.

Während ich da so untätig herumstehe, stelle ich fest: Okay, diese Schuhe bringen Dich auf der Hochzeit um! Wobei ich da schon den Tod der tausend Schreie sterbe. So üsselig in der Gegend rumstehen, tut mir sowieso nicht gut, da krieg ich Rücken. Laufen ja, doof rumstehen: No go. Die Schuhe bringen mich trotzdem um. Annas Tipp? Probieren. Die Schneiderin bastelt mich aus der Nesselprobe und schmeißt mich stehenden Fußes raus, sie will anfangen! Jetzt! SOFORT! Und dabei hat sie ein Lächeln auf den Lippen, heller als die Sonne. Das wird soooooooo schön.

Es ist eine so wunderbare Erfahrung, zu merken, welche Freude die Menschen, die mit unserer Hochzeit zu tun haben, ausstrahlen. Bin gespannt, auf den schwulen Frisör (Ügo?), den mir mein Weddingplaner aufs Auge drückt. Den kenne ich noch nicht, er wäre aber auch ein Herz. Ringe sammeln wir am Sonntag ein, Floristin ist auch zuckersüß. Mein Lieblings-Mercedes-Mensch hat sich auch geregt, er will uns einen Brautwagen vor die Tür stellen, ob S-Klasse genehm wäre, welche Farbe Frau Pelegrina wünsche? Ich hab mich kaputt gelacht. Der ist ja süß, wegen mir lila getupft, wenn der schon für umme auf den Hof rollt. Und?, fragt Schrammi, wie macht ihr dann den Blumenschmuck fest, mit paar Spaxschrauben? Sprachs und kicherte sich weg. Der wieder.....















15.04.2010 um 16:31 Uhr

57 Tage und eine Anzeige

 

Vermisstenblog Jedde

Gesucht wird:

Junge dynamische Bloggerin, die meist unter dem Decknamen jedderuesch auftritt.

Vermisst seit mehreren Tagen.

Merkmale:
Tolles Kind, tolles Pony, toller Alligator, alles toll.

Weitere Mermale:
Manchmal mit Ex-Gemahlen garnix toll. Arbeit auch manchmal nicht so toll. Alles manchmal nicht so toll.

Belohnung:
Ein Olivendackel oder UND Fensterbilder

Ich hab heut zu NIX Bock. Kann nicht mal jemand einen Saufblog aufmachen????

Obwohl: Ich freue mich sehr aufs Training heute abend und den Anfängerkurs. Und bei der Schneiderin war ich auch und schwebe immer noch auf Cloud Seven. Und ein ganz tolle Buch lese ich auch gerade. Also daheim, nicht hier. Warum eigentlich nicht? Hm, und das Buch macht mich einigermaßen fertig. Im guten, wie im schlechten Sinn. Aber, wenn ich das jetzt runterschreibe, bekomme ich schlechte Laune. Oder? Hm....  Nö! Nicht schreiben.

JEDDEEEEEEEEEE!!!!!!!!!!!!!

13.04.2010 um 16:19 Uhr

59 Tage und der Herr Froschmann

Ich habe ja ein iPhone. Sehr umhegt und gepflegt, aber kein Grund mein altes Motorola Handy, nicht auch den lieben langen Tag mit mir rumzuschleppen. Erstens ist da noch Guthaben drauf und zweitens alle Nase lang Anrufe oder SMS von den zweihundert abgespeicherten Telefonnummern, denen ich die iPhone Nummer noch nicht gegeben habe. Gerne auch Anrufe oder SMS von denen, wo ich die Nummer bereits rausgegeben habe, die es aber nie lernen. Gnarf..

Vor.....jetzt muss ich echt überlegen....ungefähr drei Monaten fing folgende Geschichte bei mir an: Jeden Tag waren auf dem Handy  5 - 7 Anrufe einer Kölner Nummer. Höchstanrufzahl an einem Tag: 11! 

Da das olle Handy aber auf stumm steht, habe ich das erstmal nicht mitbekommen, so oft schaue ich dann doch nicht mehr drauf. Ich natürlich erstmal einen halben Infarkt bekommen, in Köln wohnt nämlich der ehemalige Gemahl und mit dem mag ich garniemalsnie mehr reden. Punkt!

Irgendwann dachte ich so bei mir, das sind garantiert so Werbefuzzis, die wurden über WO-CHEN nämlich nicht müde. Ich auch nicht, ich habs ja nie gehört. Eines schönen Abends, habe ich dann mal mit unterdrückter Nummer da angerufen. Anrufbeantworter:

"Guten Tag, sie sprechen mit der Geschäftsstelle der DKV-Versicherung*. Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten ......" 

Aha, da habe ich tatsächlich zwei Versicherungen. Eine All-In-One Versicherung, für Auslandskrankenversicherung (Und da mir gerne mal was passiert, hat die sich schon ein paarmal rentiert), dazu noch Zahnzusatzversicherung, (Die bis zu einer exorbitant hohen Prozentzahl die Zahnarztkosten übernimmt, hat sich auch schon rentiert) und Brille ist auch noch drin, (Habe ich keine mehr, hat Augenärztin verboten, ich warte da aufs Alter).  Diese kleine aber feine Versicherung, habe ich als junger Mensch aufs Auge gedrückt bekommen und somit ist die uralt UND sowas von sensationell günstig, das ich die NIE, NIE, NIE mehr hergebe. Damals ahnten die scheinbar noch nicht, wie sich das mal mit Zahnarztkosten, Brille und der Übernahme der Gelder durch die Krankenkasse ergeben wird. Egal: Warum werden die wohl anrufen? Die wollen mir was Neues aufs Auge drücken. Können sie lange anrufen. Machen se auch. Mir auch wurscht, ist ja nicht meine Energie, die da verschwendet wird. Letzte Woche Mittwoch, finde ich dann einen Zettel und eine Visitenkarte in unserem Briefkasten: 

Hallo Frau Pelle, 

bitte wegen den Versicherungen dringend mich zurück rufen. Ich erreiche sie telf. nicht. Im voraus vielen Dank. (sic!)

Unleserliche Unterschrift, die sich laut Visitenkarte als Horst Froschmann** von der DKV entpuppt.   

Oh, der war sogar da? Aha, aber ich nicht. Der ist aber schon hartnäckig, hm? Und dann so flapsig ‚Hallo Pelle’. Tz! Kein Benehmen mehr die Versicherungsfritzen. Ich schmeiße den Rechner an und maile ihn an:  

Sehr geehrter Herr Froschmann,

sie sind bei mir vorstellig geworden und baten dringend um Rückruf.

Sollte sich etwas in meinen Versicherungen geändert haben, so bitte ich Sie, mir dieses schriftlich mitzuteilen, damit ich die neuen Modalitäten prüfen und zu meinen Unterlagen nehmen kann.

Eine neue Versicherung o.ä. wünsche ich derzeit nicht, darum möchte ich auch bitten davon abzusehen, bis zu elf Mal am Tag bei mir anzurufen. Vielen Dank.

MfG
Pelefee Pelegrina

(sic!)  

Seitdem: Kathedralische Stille. Keine Anrufe mehr, aber auch keine Rückantwort auf meine Mail. Sowas, aber auch. Ich kontrolliere mehrfach täglich: Nüscht. Nach drei Tagen fange ich an, diese Hartnäckigkeit zu vermissen. Habe ich den jetzt verärgert?  

Am Wochenende sind wir mit der Schwester des Meinigen (die nennen wir jetzt mal Linda) und deren Mann schön essen gegangen.

Vorausschicken muss ich, dass der Mann an meiner Seite einen schönen exklusiven Namen trägt, der äußerst selten in Deutschland ist, obwohl es ein deutscher Name ist. Mittelhochdeutsch, (NICHT niederländisch!!!!!!) um genau zu sein. Für den weiteren Fortgang der Sache, taufen wir ihn mal " Viktor van de Emt". Das braucht jetzt kein Mensch googeln, den Namen gibt es nicht, er kommt nur dem ungefährem Namen des Liebsten gut nahe.

Dem seiner Schwester auch. Die hat den Namen trotz Hochzeit mit Holger Schramm*** behalten, weil sie einen exklusiven Beruf hat, der diesen exklusiven Namen braucht. Wiedererkennungswert und sowas. Und wer will schon Schramm heißen, wenn man van de Emt haben kann?

Wir hocken nach Weinwahl so schick beim Essen, da platzt mein zukünftiger Schwager Schrammi raus: 

"Dein Versicherungsvertreter hat mich angerufen!"  

WAS? Das darf doch jetzt nicht wahr sein? Wo hat der denn die Nummer her? Wieso ruften der bei euch an? Der Meinige spekuliert richtig: Der hat den Namen van de Emt an unserem Briefkasten gelesen, hat den gegoogelt und dann die ersten van de Emts angerufen, die er bekommen hat. Und da unsere Nummer eine höchstgeheime Geheimnummer ist, kann man die sich nicht ergoogeln. Wohl aber die Nummer der Schwester und die wohnt auch noch im gleichen Ort. (Ich habe gerade mal gegoogelt, respektive in die Telefonauskunft geschaut: Hallo? Da steht die Straße dabei! Also von Schwester und Schwager. Wie weit denkt der denn? Egal!)

Jetzt ist der Schrammi, aber manchmal so ein wenig schrullig, verwirrt will ich das nicht nennen, er hat aber Talent, andere (absichtlich) in den Wahnsinn zu treiben. Man muss es eben rechtzeitig merken und genauso zurück ballern. Hat Herr Froschmann wohl nicht gemerkt. Mittlerweile muss ich echt drüber lachen. Wochenende habe ich mich noch geärgert. Aber jetzt...gacker.... Herr Froschmann ruft die van de Emts an, damit der Hörer an die Pelegrina weitergegeben wird. Und was passiert?Telefongespräch lief dann folgendermaßen ab.  

*ring ring ring* 

Holger nimmt ab: SCHRAMM?

Froschi: Wie jetzt Schramm?

Holger: *buchstabiert* S-C-H-R-A-M-M. Schramm! Wer sind sie denn?

Froschi: Ich such die Pelefee Pelegrina??????

Holger: Ach, bestimmt wegen der Hochzeit, da müsse sie mit der Linda sprechen, isch kenn misch da doch nett aus!

Froschi: Welche Hochzeit? Ihre?

Holger: WAS? *gespielt empört*  Ei, sind sie dann von Sinnen, guter Mann? Mir ham annere Nachnamen, aber wir sind nach deutschen Recht verheiratet!!!

Linda fragt sich währenddessen, was ihr Menne da schon wieder am Telefon abzieht. Häh? 

Froschi: Öhm, Entschuldigung. Wie heißt denn ihre Frau?

Holger: Ich denk, sie kommen zur Hochzeit?

Froschi: Jetzt verwirrn sie mich!

Holger: *gespielt empört*  SIE verwirrn doch mich! Kommen sie jetzt oder nett?

Froschi: Ich such die Pelefee Pelegrina! Ich erreich die nicht!

Holger: Wegen der Hochzeit? Da müssen sie mit meiner Frau reden! LINDAAAAAAA!!!!!!!

Froschi: Was denn für eine Hochzeit?

Holger: Ei, von der Pelefee und dem Viktor. Was ist jetzt, kommen sie oder nett?

Froschi: Welcher Viktor?

Holger: Ei, Pelefees Mann. Ei, des müsse sie aber wisse, wenn sie komme wolle!

Froschi: Ich ruf wegen der Versicherung an!

Holger: Jetzt verwirrn sie mich! Wollen sie die Hochzeit versichern?  

Froschi: Nein, ich such die Pelefee Pelegrina.

Holger: Ei, dann rufen sie die doch an. Wenn DIE ihre Hochzeit versichern will!

Froschi: Ich erreich die aber nicht!

Holger: Bei MIR nimmt die immer ab...... Bei meiner Frau auch! Und wir sind wirklich verheiratet!

Froschi: Bei mir nicht! Haben sie da mal die Handy Nummer für mich? 

Holger: Ei, guter Mann, wenn sie die nicht haben, wo rufen sie denn an?

Froschi: Auf dem Handy!

Holger: Jetzt verwirrn sie mich aber!  

Mittlerweile schlägt Linda schon den Kopf im Sekundentakt an die Wand. Holgi hat sich nämlich kaputt gelacht, dass ihm wieder ein Unwissender in die Fänge geraten ist. Ich liebe ihn übrigens für diesen Quatsch, wir ziehen das stundenlang durch. *lach* 

Froschi: Ich weiß jetzt garnicht mehr, was ich sagen soll.

Holger: Ei, sie wollten doch die Nummer? Sind sie verheiratet?  

Froschi: Ja, ich.... die Nummer?

Holger: Wie "Ja, ich...."???? Wenn sie nicht sicher sinn, kann ich da gerne mal jemanden anrufen!

Froschi: Sie verwirrn mich schon wieder.

Holger: *empört* Sie haben aber angefangen. Ich war zuerst verwirrt. Was ist jetzt, soll ich jemanden anrufen?

Froschi: Sie wollten mir die Nummer geben!

Holger -clever, wie er ist, gibt ihm meine Handy Nummer, nach der er gefragt hat und wo ich nicht drangehe. NICHT meine iPhone Nummer, nach der hat er ja nicht gefragt! *feix*  

Froschi: Ei, die hab ich doch!

Holger: Ei, warum rufe sie dann mich an?

Froschi: *aufgeregt*  Ei, ich erreich die doch nett!

Holger: *aufgeregt* Bei MIR nimmt die immer ab...... Bei meiner Frau auch! Und wir sind wirklich verheiratet!  

Und so geht das eine Viertelstunde, bis Herr Froschmann wahrscheinlich den Entschluß fasst, NIE MEHR irgendwo anzurufen. Aber einmal gönnt er es sich noch. Er ruft, wie mir die Rückwärtssuche der Auskunft sagt, mit seiner Privatnummer noch einmal Samstagnachmittag auf meinem ollen Handy an.

Und wir hocken abends da und überlegen, was wir jetzt damit anstellen. 

-Viktor könnte bei ihm anrufen: Guten Tag, hier van de Emt. Können Sie mir bitte mal die Nummer vom Holger Schramm geben, ich hab die verlegt. 

-Schrammi könnte noch mal anrufen und fragen, ob er wirklich verheiratet ist, oder ob er wen anrufen soll. 

-Linda könnte anrufen und sagen, dass sie von der Allianz wäre, die Frau Pelegrina hätte gerade drei große Versicherungen bei ihr abgeschlossen und sie findet die Handynummer nicht mehr.  

-ICH wollte im ersten Feuereifer, wo ich etwas angesäuert über die Methoden war, okay, der will nur seinen Job machen, mailen und schreiben: Okay, Herr Froschmann, was soll ich tun, damit sie meine Familie in Ruhe lassen?

-ODER morgens um vier dauerläuten lassen und wenn er abhebt: Ich sollte sie DRINGEND zurückrufen????? 

Wir hadern noch. Weitere Vorschläge gerne willkommen. Das da aber was nachkommt, ist klar!  

*Name von Redaktion geändert, was interessiert Euch, wo ich versichert bin?

** Alles geändert, sonst nimmt mir jemand den Spaß und ruft den an!  

***Auch geändert, was interessiert Euch, wie mein Schwippschwager heißt?   

 

 

Vom Tage: 

-Ein furchtbar netter Mensch hat an mich gedacht und ich darf mit ihm ins Stadion. Ich freue mich, wie Bolle, während der Meinige einigermaßen entsetzt war, wo ich überall hin will: WAS? BIST DU VON SINNEN? Das wird schön, schön, schön!  

-Pauli hat gewonnen! JA! JA! JA! JA! JA! 

-Immer noch keiner Fensterbilder? Echt nicht?   

-Jemand Interesse an einem Olivendackel? Nein?   

12.04.2010 um 18:36 Uhr

60 Tage oder ist das flasch?

Kollegin sinniert gerade darüber, dass sie sehr gerne flasch an Stelle von falsch schreibt. Ich schreibe gerne nud an Stelle von und, sinniere ich mit. Ergo nuden und flaschen wir hier gerade wild rum, denn wir sind immer noch sooooooo müde. Greift um sich, ist scheinbar ansteckend. *schnarch*

Wochenende:
Schuhe shoppen
Probe-Essen für Hochzeit Teil siebenhundertdreiundzwanzig.
Meisterschaft guggen.
Pennen.
Nein, meine Mutter redet immer noch nicht mit mir.

Freitag hocken wir hier in der Firma mit satten drei Mann, gehen uns gegenseitig mit immerwährender Gähnerei auf den Keks, können keinen Schabernack treiben, denn dazu sind wir zu müde und beschließen alle um Punkt drei anzuhauen.
Das beschließt der Meinige dann auch und des Weiteren, beschließt er neue Kegelschuhe haben zu wollen. Außerdem hat sich das Geburtstagskind, das einen funkelnagelneuen Weber-Kugel-Grill bekommen hat, einen Weber-Kugel-Grill-Holzkohle-Vorglüher-respektive-Anzünder gewünscht. Und ab ins Einkaufsparadies. Anzünde Dingens gekauft und dann noch -angesteckt, von Buchzeiger- eine Samenmischung "
Bienenschmaus"  gekauft, Hummelhotel muss ich auch noch bauen. Aber erst die Schuhe.
Wer jetzt denkt, das seien einfach so Turnschuhe, der irrt. Das sind Turnschuhe mit Kautschuksohle, damit die armen Kegelbahnen Deutschlands ja keine hässlichen schwarzen oder weißen Streifen von hundsgewöhnlichen Turnschuhen bekommen. Klasse, find die mal! Wir klappern vier Geschäfte ab und laufen vor diesem vierten -und wie wir beschließen- letzten, Schwägerin Susi in die Arme. Gut so. Die wollte ich sowieso anrufen. Aber jetzt so auf dem gemütlichen Parkplatz im kalten Wind, schnackt es sich doch viel beschaulicher.
Mein Weddingplaner hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, ALLE mit ins Boot zu nehmen, damit jeder das Gefühl hat, er hätte etwas zur Feier betragen. Und ALLE fanden das supi toll (Bis auf meine Mutter, ich bin aber auch so schrecklich undankbar)
Und bis auf Susi, die weiß nämlich noch nichts von ihrem Glück, weil sich mir alle Nackenhaare hochstellen, wenn ich an den Murks denke, den sie so fabriziert.(JA, ich bin ein Erbsenzähler!) Sei es Hochzeitstorte für Dick&Doof. (WAAAH!!!!!!) oder die HochzeitsBILDER von Dick&Doof (WAAAH!!!!!!). Aber nein, sie kann ja besser fotografieren als ich, Jaja... Und besser backen kann se auch. Mhm...

Egal, ich habe mich jedenfalls standhaft geweigert, sie da durch irgendein Schlupfloch rein zu lassen. Aber, einsichtig und gut, wie ich bin, spreche ich sie drauf an, ob sie uns nicht auch einen Salat machen will. Macht sie. Freut sie. Und erzählt von Ostersonntag, wo alle bei ihnen aufeinander gehockt haben. Wie es war? Nett, sagt sie mit einem verkniffenen Gesichtsausdruck und sie meint wahrscheinlich damit genau DAS nett. Die kleine Schwester von Scheiße! Und wahrscheinlich sterbenslangweilig, aber ich hatte uns ja davon frei geflunkert. (Kinder, das darf man eigentlich ist. In absoluten Notfällen, geht das maaaaal. Es war ein Notfall!!!) Außerdem hätte meine Mutter erzählt, dass ich Zoff mit ihr hätte. Erstens hat sie Zoff mit mir und zweitens soll die mal ihre Klappe halten und nicht überall damit hausieren gehen, verdammte Axt. Ich hätte da am liebsten abends angerufen und gesagt: Weißte was: Betrachte diesen Anruf bitte als formelle Ausladung! Und das BEVOR, sie mich zusammenfaltet, wie schrecklich undankbar ich bin. Was resch isch mich uff? Pföh!
Also kleines Intermezzo mit meiner "lieben" Schwägerin, alles gut, alles nett, alles toll. Bis auf die Tatsache, das meine Mutter durch die Gegend läuft und behauptet, wir seien immer noch zerstritten, also Susi und ich, aber was resch isch mich uff? Pföh? 

Samstags vermückt sich der Meinige zur Kegelbahn, die Vorentscheide für die hessischen Meisterschaften stehen an und er hat Aufsicht. Ich muss in die Stadt. Hochzeitsunterwäsche shoppen und *grummel* mir die Fortsetzung zu "Gut gegen Nordwind" kaufen, das mir ein Blogchen (Blogger-Medchen => Medchen frei nach Heidi Klum) mit den Worten "Mir gefiels nicht!" aufs Auge gedrückt hat. Und ich alte Romantikerin stürze los und muss augenblicklich die Fortsetzung haben. An besagte Dame: Ich habe es noch am selben Tag durchgelesen, willste ham? Und ich fands gut.
Auf dem Weg in die Stadt erblicke ich einen ganz bestimmten Laden und so leid, mir das jetzt an dieser Stelle tut: Allen Bloggern und Blogchen, die zur Hochzeit kommen, versaue ich hiermit eine der Überraschungen und plaudere nun en detail die Hochzeitstorte aus. Wers nicht wissen will: Den roten Text überlesen, danach geht es "normal" weiter.

Hochzeitstorte:
1. Macht die eine Schwester des Meinigen, die hat das gelernt, die kann das.
2. Wird viereckig in einem Backrahmen gemacht, so groß, wie ein Backblech. (Sonst passt es nicht in den Ofen. Logisch, oder?)
3. Wird kein weißer, ekliger, knabschsüßer Fondantmist, wird eine Käse-Sahne-Torte. Das mögen wir beide sehr!
4. Es kommt ein großer Marzipanaufleger drauf, mit einem Airbrushbild von Spanien, auf dem der Jakobsweg eingezeichnet ist und der einen großen roten Dutz da hat, wo wir uns kennengelernt haben. (=> Itero de la Vega, eigentlich Hontanas, Geschichte kommt noch. Du hast MICH geküsst!) Alles zum Verzehr geeignet. Gibts im Internet zu bestellen => Tortenaufleger. 
5. Auf diesen Jakobsweg kommen zwei kleine Wanderer aus dem Modelleisenbahn Zubehör. Dieser Laden sprang mich an und zeitgleich auch die Idee. Die Wanderin ist zwar noch blond, die färbe ich aber um und die Rucksäcke sind eher Tagesrucksäcke, keine Pilgerrucksäcke und der Mensch in diesem Laden war auch noch so entzückend, dass er mir mit ein wenig Modelliermasse die Rucksäcke aufpimpem wollte, aber wir haben doch keine Zeit und für mich zählt die Geste, nicht der Rucksack. Die blonden Haare kommen trotzdem weg.



Noch ein Laden hüpft mich an: Ein Brautladen. Und Pelegrina, immer noch in Mission: "Finde einen orthopädischen Brautschuh", muss da sofort rein. Jetzt sind Brautläden ja immer abgesichert, wie Fort Knox und man muss IMMER klingeln. Okay, da hängen ein paar Werte, aber fünf Schlösser? Ob ich Termin hätte? Hab ich nicht, aber ob ich einen kleinen Blick auf die Schuhe werfen dürfe? Darf ich. Kurz: Alle doof! Zu spitz, zu hoch. Außerdem alle aus Seide, da die Braut von heute, sich den Kram in GENAU der Farbe des Brautkleides umfärben kann, respektive MUSS. Da muss man kleinlich sein, hier geht es um die Liebe zum Detail. Welche Farbe ich bräuchte? Créme, gebe ich von mir. DIE WÄREN ALLE créme. (Sind se nicht, die sind weiß!) Ob ich schon die Lederschuhe gesehen hätte?

Habe ich nicht, stehen zwei Mädels in meinem Alter davor. Ich stoße hinzu. Zu weiß, zu hoch, zu spitz. Eine Verkäuferin kommt, wie aus dem nichts angerauscht, als ich gerade zu den Lederschuhen stoße, reißt der einen Dame einen Schuhkarton aus der Hand und schimpft: Das ginge garnicht, das sich hier wer selbst bedient, sie ausschließlich würde die Sachen angeben! Was gesucht würde? Wir drei sind alle baff. Eine der anderen Damen findet als erstes die Sprache wieder: Sie würde Tanzschuhe suchen, am besten oben noch mit einem Riemchen für besseren Halt. Hätte sie nicht, faucht der Brautschuhdrachen, ihre Schuhe wären zu fein und nicht stabil genug für Turniertanz. Und was ich wolle. Äh, ich sage, das ich das Gleiche wollte und wir drei verziehen uns. Vor dem Laden stellen wir fest, dass das aber mal ein ganz schöner Drachen war und hecheln danach alle Schuhgeschäfte in der Stadt durch, die etwas haben könnten. Die eine ist nämlich auch Braut und wollte bequeme Schuhe, wir lachen uns kaputt und ziehen gemeinsam gen Innenstadt. Lustig waren die, bis ich in den obigen Laden abbiegen möchte, sind wir eine witzige Kleingemeinschaft, mit denen wäre ich auch weiter Schuhe shoppen gegangen. Ich will aber anschließend noch zu Oxfam, die mag ich sehr und bekomme dort tatsächlich noch zwei fette Maeve Binchy Bücher für je drei Euro. Hah! Mit der Unterwäsche Dame für Hochzeit meines Vertrauens, werde ich mir schnell einig, das trete ich hier aber nicht breit, hier lesen Buben mit. Und außerdem geht DAS nur den Meinigen was an. ;-) Noch in den Buchladen, wieder heim, auf den Meinigen warten, ab zum Probe essen in einen schicken Laden.

Mit dabei, Schwester und Männe des Meinigen und die zukünftige Schwiegermutter. Wir essen, alle finden es toll, nur ich nicht, wir machen Termin für ein Hochzeitsvorgespräch aus und reservieren für den 11.06. DA ist uns aber leider schon ein anderes Brautpaar zuvor gekommen, die haben sich schon den schöneren Raum geschnappt und mit dem anderen bin ich nicht wirklich zufrieden. Börgs. Und mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis, bin ich auch nicht zufrieden. Fällt uns aber alles auch wirklich schön früh ein.
Am nächsten Tag frage ich den Meinigen, ob er da wirklich, WIRKLICH hin will. Nö!, kommt, wie aus der Pistole geschossen und wir schauen uns im Internet andere Restaurants in der Nähe an. Ich werde schnell fündig, wir packen uns zusammen und dackeln dahin. Dort: Kommunionfeier, geschlossene Gesellschaft. Mit meinem entzückendsten Wimpernaufschlag, frage ich, ob wir einen Kaffee und ein Stück Kuchen bekämen, sofort anschließend den Bettel-Blick. Ein Lächeln, wir dürfen. Gefällt uns der Laden, auch wenn wir hinten in der Ecke am Katzentisch sitzen. Und noch BEVOR wir Milchcafé und Käsekuchen bekommen, lässt der Meinige den Chef kommen, wir würden Hochzeit feiern wollen. Und zwar hier! Aha, ich schaue ihn an. "Öhm, Schatz, wir haben hier noch nie gegessen?" Und?, fragt der zurück, alles besser, als der blöde SchickiMicki-Laden mit den Kinderportionen. Ja, aber...? Was aber? Naja, ich dachte eigentlich, ich werde in diese Diskussion mit eingebunden, ich bin die Braut! Aber auch ich fühle mich wohl und schon kommt Cheffe an unseren Tisch. Der ist superlieb, super toll. Hat eine sehr liebevolle und auch sachverständige Art und Weise von Speisen und Weinen zu sprechen und wir wollen gar nicht mehr weg. Also, feiern wir jetzt da. Wenn wir nicht noch mal alles umschmeißen. Wir sind halt so. (Ich weiß, eines schönen Tages wird Robin hier kommentieren. Das wir ihr schon den halben Jakobsweg auf die Nüsse gegangen sind, weil wir uns NIE entscheiden konnten. *grins*)

Anschließend düsen wir weiter zu den Vorentscheiden für die hessische Meisterschaft im Kegeln. Der beste Freund des Meinigen kegelt sich Richtung Deutsche Meisterschaft, das wollen wir nicht verpassen. Und wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich mich mal auf einer Kegelbahn wohlfühlen würde, den hätte ich den Vogel gezeigt und ihn anschließend verhauen. War spannend. Hat sich qualifiziert, der Gute. Hat er schön gemacht! Warum der Meinige nicht mitkegeln würde, werde ich gefragt. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, nach den Vorentscheiden, sagt er nämlich mehrfach, dass er sich auch hätte qualifizieren können. Mist, mist, mist. Und ja: Hätte er, warum hat er nicht? Er dachte, das kollidiere mit unserem Hochzeitstermin. Also, die Deutschen Meisterschaften. Wäre lustig gewesen, er auf den Vorentscheiden zur Deutschen im Kegeln, ich auf den deutschen Verbandsmeisterschaften im Tanzen. Abends hätten wir uns getroffen und hätten uns gefragt, wer was gewonnen hat.

Wenn man sich unser Umfeld so anschaut, das sehr viele Meister und Siegertypen hat und wenn man dann noch an uns runterschaut, dann wird eines schnell klar: Da tummelt sich einiges an hochdekorierten Sportlern. Ich frage ihn, ob wir leistungsorientiert wären und woher diese Konditionierung kommt. Bei mir eindeutig aus dem Elternhaus. Wehe!!!!!!!!, ich war schlechter als ´ne Eins. Dann hats aber gescheppert. Der Meinige meint, was Mannschaftssport angeht, wäre er sehr ehrgeizig, bei den Einzeln eher weniger. Braucht keinen Schrank voller Pokale. Ist bei mir mittlerweile auch so, stelle ich für mich fest. Früher musste ich immer siegen und hab trainiert, wie eine Doofe. Inklusive keine Freizeit und keine Zeit für Freunde mehr. Heute mache ich die Sachen, weil ich Freude daran habe. Aber siehe, die Deutschen. Da kribbelt es immer noch bei mir. Bald ist es soweit und ich bin soooooooo gespannt. Als Zuschauer. Der Meinige hat sogar ein AMG-Fahrertraining platzen lassen und das will mal was heißen. Obwohl, der ist sowieso nicht bei mir, der hockt bei den Keglern.
Gestern himmeln wir nach der glorreichen Quali vom Meinigen-Freund, noch unsere Hochzeitsreise an, das wird schöm. Und machen uns Gedanken über Herrn Froschmann*. Da ist etwas völlig kurioses passiert. Aber das erzähle ich morgen. Da muss uns noch etwas einfallen. :-)


*Name von der Redaktion geändert.














09.04.2010 um 12:51 Uhr

63 Tage und die elende Müdigkeit....

Hatte ich erwähnt, das ich gut im Bett bin? Ich könnte stundenlang schlafen.... Eigentlich wollte ich unseren Ostermarkt mit den Linientänzern festhalten. Oder die voll krasse Schmunzelhasen Entführung. Oder meinen merkwürdigen Boss. Ich bin aber sooooooo müüüüüüüdddeeeeee. Ich gehe scheinbar vom Winterschlaf, direkt in die Frühjahrsmüdigkeit über. Anschließend falle ich ins Sommerloch. *schnarch* So fühle ich mich gerade:

08.04.2010 um 16:35 Uhr

64 Tage und das tapfere Schneiderlein

Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat ja Zeit.



Wenn wir ja wirklich alles haben, Zeit hammer keine. Damit aber Hedera nicht naggisch zu unserer Hochzeit kommt und als Erinnerung fürs Familienhochzeitsalbum, meine ganz persönliche Erfahrung, bei der Schneiderin meiner Wahl.

Stoff hatte ich ja schon bei der Stoffdealerin meines Vertrauens gekauft. "Vorlage"-Ballkleid auch eingetütet, also nichts, wie hin da. So geschehen, Mittwoch vor einer Woche. Und während ich da so vor mich hintucker gen tiefste Prärie, im nahen Ausland (Rheinland-Pfalz), fällt mir etwas auf. Etwas äußerst merkwürdiges. Sehr, sehr seltsames. Ich bin aufgeregt! Sonderbar. Warum nur? Weil mir eben diese Dame nun aus diesem traumhaften Stoff mein HOCHZEITSKLEID schneidert? Okay, ich könnte auch sagen: Mach ´ne Hose draus, die ich auch beim Beach Volleyball tragen kann. Nö, sie soll ja schon Kleidchen schneidern. Der Stoff wird ihr auch gefallen. Ich habe einen exorbitant guten Geschmack. *hüstl* Und der Schnitt erst recht. Also wieso kribbelt es überall? Ich kanns mir nicht erklären und parke schlecht vor einer schnieken Villa ein. Ich parke normalerweise einen Panzer mit Anhänger, auf vier Briefmarken ein, mit hinten und vorne drei Millimeter Platz. Da ist die ganze Straße frei, ich steh trotzdem schief. Immer noch aufgeregt. Egal. Rein da.

Es öffnet eine Dame, die aussieht, wie eine späte, ergraute Audrey Hepburn. Klein, drahtig und früher bestimmt eine äußerst gut aussehende Dame. Heute auch noch sehr gut aussehend! Wir stehen auch schon quasi mitten im Atelier und zwei junge Damen nähen und bügeln angestrengt vor sich hin. Grüßen aber höflich, während ich ins Wohnzimmer durch gewunken werde. "Sind Sie das Hochzeitskleid?" (Nein, ich bin die Pommes rot-weiß!).

Dort angekommen, fragt sie, um was es geht. Ich erzähle von Stoff und Kleid, wir packen den Stoff aus UND sie ist hingerissen! Hach, sowas Schönes! Sowas Tolles. DAS würde sie wirklich selten sehen! Hach, hach, hach. Und wie er da so liegt, endlich mal in voller Gänze ausgebreitet und nicht nur auf dem bisken Tisch der Stoff-Grace, da strahlt er mich schon wieder an und ich zurück.
Als nächstes kommt das Ballkleid dran. Wieder begleitet von Achs und Hachs und wie schön das wäre und die tollen Details und und und. Wir sprechen noch ein paar Sachen durch, dann soll ich mal in das Ballkleid schlüpfen. Problem: Ich habe zugenommen. Ich habe einen Wohlstandsbauchi. Nein, ich sehe nicht aus, wie ein Walfisch, ich fühle mich aber so! Aber -oh Wunder- das Kleid passt! Wie gehtn des? Man sieht aber meinen Bauchi. Schmoll-Lippe: AN! Die Schneiderin tanzt um mich herum und ich ganz entzückt. Auch von der Länge (Dreiviertel)  und die macht NICHT alt!

Dann: Ausziehen. Ich stehe in Unterwäsche vor einem riesigen Spiegel und werde von oben bis unten vermessen. Bei den Beinen misst sie vorne hinten, links, rechts und meint dann, ich wäre ganz gerade gewachsen. Wir lachen uns halb kaputt. Sie will an die Taille, ich frage: Welche Taille? Wir lachen uns krank. Aber, wo die überall so herummisst! Wer braucht eigentlich die Länge zwischen meinen Schulterblättern und meinem Hals? Häh? Ich darf mich nach dreihundert Maßeinheiten wieder ankleiden und entdecke vor dem Kamin eine Miezekatze, zu der ich mich geselle, während wir weiter quatschen. Sie macht noch diesen und jenen Vorschlag, die ich alle samt super schön finde, ich teile ihr meine Bedenken bezüglich des Ausschnitts mit, die verwirft sie aber, das sei Quatsch. Die Stoffgrace sagte nämlich, ein spitzer Ausschnitt würde noch mehr strecken und ich sei sowieso schon so groß und riet davon ab. Nun bin ich aber eine Dame, die ihre Größe Länge mit allergrößter Würde trägt und ich kenne mich nur erhobenen Hauptes, aber damit hat sie mich doch verunsichert. Die tapfere Schneiderin kann mich beruhigen und zielt auf ein tolles Dekolleté ab und ich bin happy. Tolle Frau, tolle Katze, tolles Kleid, alles toll. Sie nennt mir einen Pi mal Daumen Preis, wo wir ungefähr rauskommen. Habe ich mit gerechnet, auch toll.

Dann holt sie einen dünnen weißen Baumwollstoff und sagt, dass aus diesem nun die Nesselprobe angefertigt würde. Nesselwas? Nie gehört. Mal davon ab, deckt sie mich während des anderthalb Stunden langen Gespräches, mit Stoff-Fachbegriffen ein, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe und wahrscheinlich auch nie mehr brauchen werde! Sie erklärt, dass die Nesselprobe, das quasi schon fertige Kleid sei, nur noch nicht mit dem eigentlichen Stoff. An der Probe werden alle Änderungen vorgenommen, dann könne man vorab schon einmal schauen, wie was aussieht und dann wird das wieder aufgetrennt und der Schnitt für das eigentliche Kleid davon abgenommen. Aha. Anprobe Nesseldingens in zwei Wochen. Und wehe ich nehme danach noch ab! Öhm.... hatte ich schon noch vor, okay, wir reden dann nochmal. 
Und dann ruft sie die jungen Damen von nebenan aus dem Atelier herbei, ob sie mal einen tollen Stoff sehen wollen. Wollen sie und kieksen und quietschen vergnügt mit uns mit. Dann holt sie noch das silberne Ballkleid hervor und breitet es vor den Damen aus, die klatschen in die Hände und freuen sich: Keine Torte! Keine Torte! Öhm? Höh? Naja, sie würden sehr oft Änderungen an diesen riesigen weißen Hochzeitskleidern vornehmen und die fänden sie alle mittlerweile so grottenlangweilig und doof, dass sie die Ungetüme Torten nennen würden. Von meinem Kleidchen und meinen Ideen sind sie ganz begeistert, werden es aber nicht nähen dürfen, das macht die Meisterin selbst und freut sich schon, wie Bolle und ich mich auch. Und ehe ich mich versehe, stehe ich auch schon wieder auf der Straße, vor meinem sauschlecht geparkten Auto und strahle und habe klitzekleine Tränchen in den Augen, weil die sich so gefreut haben. Ich wieder.

Da es nun mal gerade so schön wuppt, gehe ich noch Schuhe shoppen. Nach einer Stunde die Feststellung: Es gibt auf diesem Planeten keine crémefarbenen Pumps, in denen man eine Hochzeit ohne Orthopäden überlebt, also steuere ich schnurstracks auf die schicken grauen Chucks zu. Meine Größe! Hah! Runtergesetzt! Hah!
Jetzt gehe ich noch Jeans kaufen, die Dinger vom letzten Mal, schlabbern schon wieder (Und das ist gut so!), das lasse ich dann aber doch, man soll das Glück nicht herausfordern. Aber da der weltbester Kater, mein ein und alles, Geburtstag hat, kaufe ich ihm noch im Zoogeschäft einen schönen sprudeligen Katzen-Trinkbrunnen. Das wird ihn freuen, Brunnen fand er schon immer toll. Was ist, als ich den daheim zusammenbastele: Er schaut ihn mit dem Fell-Arsch nicht an. Dafür hat aber der kleine belgische Prinz Waschbär-Gene und ist binnen zwei Minuten komplett geduscht. Kunststück, wenn er immer mit der Pfote die Düse zuhält, bis ihm alles entgegen gequatscht kommt. Nein, sieht toll aus, die ganzen nassen Katzendappen auf dem Parkett. Schön! Wie in der Whiskas Werbung! Und eine nasse Couch macht mir auch nix, ach woher. Auf den Schoß? Okay, dann komm halt. *lächel* Rings herum ein runder gelungener Tag. Bin gespannt auf die erste Anprobe.

Und damit ich es nicht vergesse:

-Seit gestern ist die vierte und letzte Überraschung in Sack und Tüten. Etwas kostenempfindlich, aber wir wollten es nicht anders! Schön wird das! *freu* Und das Ganze auf hohem Niveau. Weltmeisterlich sozusagen. Eigentlich sind es für unsere Gäste ja nur zwei Überraschungen, aber da ich mich weigere, irgendjemandem etwas über das Kleid konkret oder die Hochzeitstorte (Hehe) zu erzählen, rechne ich die einfach kackfrech dazu!

-Nein, meine Mutter hat NICHT zurückgerufen.

-Ja, ich habe mit Schwägerin Doof zwei Stunden über Kunst gesprochen. Braucht jemand zufällig Fensterbilder? Fische, oder so?

-So, jetzt kaufen wir erst mal die Weber Grill Bibel. Höhö....







07.04.2010 um 14:48 Uhr

65 Tage und der ganz normale Wahnsinn

Der Vetriebscontroller, ist der natürliche Feind des Bereichscontrollers.
In Marmor geschlagenes Gesetz!


Nein, ich fress den jetzt nicht auf! Ich hau den auch nicht. Aber kann mir mal EIN Mensch erklären, warum der mir Erlöse umbucht, wo er doch nur Kosten buchen darf? Und ich hock hier im Dorschenanner. Egal.
Gibt super vieles, was ich gerne festhalten möchte, ich bin aber schreibfaul. Und angefressen. Wiedermal. Stichwort: Mutter. Ich hab da in einem Anflug von Größenwahn angerufen. Hat natürlich keiner abgenommen. Mir auch wurscht, ich kann mich auch unheimlich gut alleine über mich selbst ärgern. Sollte sie sich jetzt noch melden (was ich nicht denke), darf sie gerne auf meiner Hochzeit zuhause bleiben. Seit vier Wochen ist da Sendepause und sie wartet IMMER noch, dass das Kind angekrochen kommt. Und ich dumme Nuss, gestern in einem Anfall von Sentimentalität, mach das auch noch! WAAAAAH! Was reg ich mich auf, die rufen sowieso nicht zurück. Oder sind die im Urlaub? Mir auch egal. Hätte sie sich vorher melden können. Sensationell: Ich bin da immer noch stinkig. Und zu faul zum schreiben!

-Ich bin müde!

-Meine Schneiderin ist toll. In einer Woche darf ich die erste Nesselprobe anprobieren.

-Ich bin müde!

-Unsere Goldschmiedin ist toll. Sie hat meinen Ring schon fertig und ein Bild geschickt, ob es genehm wäre. Ist es. Aber so was von! Hach.... Ich bau jetzt das Bild hier ein, zum anhimmeln.

  



-Die Familie des Meinigen ist toll. Dank zweier bald neuer Schwager, habe ich die Lust aufs fotografieren wieder entdeckt. Dauert etwas, aus meinem kreativen Loch rauszukrabbeln, aber ich bin auf einem guten Weg. Stichwort: Erdbeeren in Mineralwasser. Toll!

-Ich bin müde!

-Meine Familie habe ich angeflunkert. Osterbrunch? Oooooh, da habe ich schon etwas vor. *rumheuchel*  Die könne mich bald alle mal. Ich bin jetzt Hunde-Groupie, das ist viel toller. Komm mir doch keiner mit Menschen!

-Ich bin müde!

-Unser Ostermarkt der Linedancer war ein voller Erfolg, wir haben es schon wieder mit einem sensationell schlecht geschriebenen Artikel in die überregionale Presse geschafft. Wieso lese ich den Dreck überhaupt noch? Außerdem sind wir dank sinnflutartiger Regengüsse gnadenlos abgesoffen. Was der guten Stimmung keinen Abbruch tat, es sei denn, man musste mal auf stille Örtchen. Höhö....

-Ich bin müde!


-Der Milka Schmunzelhase wurde entführt! DAS war wirklich sehr interessant.

-Ich bin müde!

-Wir haben heute hier richtig hohen Besuch. Aber keiner von uns konnte einen Blick auf ihn erhaschen. So ein Jammer. Dafür hatte ich dieser Tage mit diesem
Herrn zu tun und das ist in echt ein ziemlicher Langweiler. *schnarch* 

-Die Sonne scheint, es sind 18 Grad. HURRA!

-Ich bin müde!


01.04.2010 um 15:20 Uhr

71 Tage und der Osterhas

Auf diesem Wege:

Meinem Kater Dienstag alles, alles, GUTE, TOLLE und LIEBE zu seinem zehnten Geburtstag! Dicker, ich liebe Dich wirklich sehr. Küsse!

Dem Rest:

Frohe Ostern! Fette Beute! Dicke Eier!