Emil, die Weihnachtssau
Es sind dieser Tage die schwersten, die wir gehen. Während wieder leise Schnee fällt, nimmt uns ebenso unaufhaltsam der Krebs die Mutter. Bewusst und wissentlich, begehen wir unser letztes Weihnachtsfest mit ihr. Sie hat höchstens noch ein paar Wochen...
Und so stehe ich in den Supermärkten -um unserer Aufgabe fürs Fest gerecht zu werden- und weine beim Tee, weil dort die wenigsten Menschen sind. Weine darum, dass wir ihr doch nichts mehr schenken müssen, das letzte Hemd hat doch keine Taschen. Wir haben den Supermarkt schon verlassen, da weine ich so bitterlich, um meine Mutter, dass wir umkehren und ein schönes riesiges Geschenk für sie kaufen.
Heute morgen ziehen wir noch einmal los, um etwas für liebe Freunde zu besorgen. Es ist der Heilige Abend und nichts weihnachtliches regt sich in uns. Die drei großen Kisten Weihnachtsdeko, mit welcher der Meinige immer so schön geschmückt hat, bleiben unangetastet. Eine Stunde ohne Tränen, sind die größten Geschenke, die wir uns machen können.
In einem riesigen Einkaufsmarkt, drängen die Menschen um die Wursttheken und sehen genauso blutleer und tot aus, wie der Inhalt derselbigen. Wir wissen nicht, wohin mit uns, haben auf nichts Lust. An jeder Säule sind Spiegel und betrachte ich mich, sehe ich ein hilfloses Elend, mit verquollenen Augen und weine wieder.
Beim Spielzeug, überlegen wir, unsere lieben Freunden Playmobil Cowboys zu schenken, sie sind alle im Linedance Verein und vernarrt in diese Western Sachen. Dort sitzt dann aber Emil. Emil, der singt, wenn man ihn drückt. Wir lächeln uns an. Genau der.
An der Kasse sitzt eine bildhübsche junge Moslemin, die den Herrn vor uns abkassiert. Sein Einkauf, zeigt, das er Weihnachten alleine verbringen wird. Ich setze Emil aufs Band und drücke ihm die Pfote und während er nach vorne fährt, fängt die Kassiererin an zu lächeln, der Herr vor uns hält inne und langsam drehen sich alle in der Nähe um und während Emil singt, fangen alle an zu lächeln und zu lachen und quietschen vor Freude um die Wette.
„Ich möchte auch so einen!“, sage ich zum Meinigen. „Dann lauf“, sagt er, „ ich schaue noch nach einer hübschen Karte, da vorne! Geh aber wieder an die selbe Kasse!“, lacht er.
Also sause ich noch mal zu den Spielwaren und entscheide mich für den Elefanten, der mit den Ohren wackeln kann. Auch ihn setze ich aufs Band und drücke ihn an. Während das Lied ganz bis zum Ende spielt, hält die Zeit an. Die Menschen lächeln ihn an und lächeln mich an. Ich merke, wie ich zurück lache und in meinem Herzen geht eine Tür auf.
Es ist Weihnacht......
Ihr Lieben, nachdem ich bis vor kurzem, meinen Tankwart geduzt habe, diesen aber umzugshalber zurücklassen musste, duze ich seit kurzem, meinen Paketboten. Dieser stand nun zum wiederholten Male in den letzten Tagen hier und hat Pakete gebracht, die größtenteils von Blogianern kamen.
„Schau mal“, sagte der Paketbote, als er heute mit einem riesigen Arm Pakerl vor mir stand, „noch mehr!“
Und irgendwie hat der sich so gefreut, weil ich so lachen musste, dass ich ihn am liebsten in den Arm genommen hätte. Ich glaube, er hat sich so gefreut, weil ich mich so gefreut habe.
Meinen liebsten und ersten Dank an die Superschalker. Wir hätten in diesem Jahr nicht mit einem Paket von Euch gerechnet, es sieht aber tatsächlich so aus, als würde dies eine schöne Tradition. Ich habe mich SO SEHR über das Glas gefreut!!!!! Es hat einen Ehrenplatz, mittig in der Vitrine bekommen und alle müssen es bestaunen! Auch Dank, für die anderen liebevollen Sachen, nur: Was waren das denn für weiße Schnüre? Die haben nach nichts geschmeckt und waren furchtbar zäh. ;-)
Den anderen Schreibern und Päckchenpakern auch lieben Dank, ich weiß nicht, ob ich Euch namentlich outen darf, wenn ja, hole ich das nach. Ich habe aber jetzt auf jeden Fall, tolle Sachen zum essen und trinken *hicks, was zum lesen und so vieles mehr und heute Abend eine Torte um den Hals. *lächel*
Den Blogianern wünsche ich ruhige Festtage, Gesundheit, weihnachtliche Gefühle und natürlich fette Beute. Futtert Euch knubbelich, hebt die Gläser, feiert, wie es Euch gefällt und stellt dem Weihnachtsmann Plätzchen und Milch hin, sonst gibts nix!
Alles Liebe und Gute wünscht
die Pelegrina!
Und jetzt sing, Emil, sing!

Aber ich denk an dich. Wirklich. Ich schick dir die Kraft, die ich dieses Jahr Weihnachten spare :)
Liebe Grüße
Marlén
und lass es dir schmecken ^^
mit dem Wissen, dass es das letzte Weihnachtfest sein wird, ist es sicher kein Weihnachtsfest, wie man es sich wünscht. Aber die Liebe bleibt, tief im Herzen und das ist das Wichtigste, auch wenn uns das im entscheidenden Moment nicht trösten kann.
Ich bin in Gedanken bei euch (auch wenn wir uns nicht persönlich kennen . schade eigentlich!), halte meine Hand über euch alle, leuchte euch euren Weg.
Ich wünsche euch allen trotz des Schmerzes, der euch begleitet, eine besinnliche Zeit und die Kraft dies alles durch viel, viel gegenseitige Liebe zu tragen!
(((@)))
Wari
Ich wünsche dir ein paar ruhige und besinnliche Tage im Kreis deiner Familie und das du für ein paar Momente den Kummer vergessen kannst.
Ich schicke dir auch ein bißchen Kraft und drücke dich von ganzem Herzen.
...
Das Päckchen-Zusammenstellen hat uns abgelenkt und Spaß gemacht.
*g*
Ja, das Glas sollte erst in den Glascontainer, aber das wäre zu schade gewesen. Anfang der 80er (?) war da mal Senf drin.
Es gab auch mal ein Glas von Schalke. Das wurde oft von mir als Kind genutzt. Irgendwann hatte ich es mal gesucht und meine Mutter hatte mir gestanden, dass sie es beim Spülen kaputt gemacht hatte. :-(
Gebrauchsanleitung für die weißen Schnüre war doch dabei. *g*
Mögen Deine Vierbeiner die nicht???
Vorab aber auch nochmals DANKE für Euer Päckchen - da blog' ich gleich nochmal was zu.
...
Der Emil ist ja genial.
Aber das ist kein Weihnachtslied, oder?! Kenne ich zumindest nicht.
Dann mal noch weiterhin besinnliche Weihnachten!
fühl dich umarmt und versuche deinen schmerz und deine traurigkeit in liebe und nähe umzuwandeln! mir laufen hier die tränen und wünsche euch trotzallem schöne tage!
Ich habe vor 17 Jahren meinen Papa kurz VOR Weihnachten verloren, auch er ist an Krebs gestorben. Und ich weiß nicht, was mir lieber gewesen wäre - noch einmal bewusst gemeinsam feiern können, oder das davor liegende letzte gemeinsame Weihnachtsfest, als wir noch von nichts wussten, unbeschwert zu genießen. Beides ist irgendwie Sch... :-(
Er fehlt uns bis heute, und ich fühle mit dir.
Bleib stark die letzten Tage und verbringt sie gemeinsam in Liebe.
A.
Danke.
Ich wünsche Euch ganz viel Kraft! *umärmel*
Was alles andere betrifft, weisst Du, was ich sagen möchte und nicht kann...
Ich drücke Dich!
Ich denke du weißt,wie es gemeint ist
*drückdich*
du schreibst schön und es berührt mich, was du schreibst.
Herzlichst Aenne.
Über schmerzliche Gefühle reden/schreiben fällt schwer, und um so wohltuender, wenn wir es können.