Hilfe....
Ich habe jetzt lange gehadert, ob ich ebenso wie YAIMM und Sternenschein, auf den Blog von Julia hinweisen soll. Aber je mehr Leute, umso besser.
*Hier entlang* Oder Link in der rechten Seitenleiste.
Julia wurde auf dem Loveparade-Desaster fast tot gequetscht und kommt bis heute nicht mit diesem Umstand und damit, dass sie junge Menschen hat sterben sehen, zurecht.
Des Weiteren sucht sie einen jungen Mann -Frederik aus Wesel- der ihr sehr geholfen hat. Ihr Wunsch ist es, sich bei ihm zu bedanken, das ist ihr irgendwie noch offen.
Warum ich gehadert habe: Wir haben die Berichtserstattung verfolgt und waren unendlich traurig, als immer mehr bittere Details ans Licht kamen. Da ist einiges schief gelaufen und viele Eltern mussten ihr eigenes Kind zu Grabe tragen. Frederik hat Julia geholfen und vielleicht vielen anderen Besuchern auch. Und das sollte, mit Verlaub,
DAS SELBSTVERSTÄNDLICHSTE AUF DIESER WELT SEIN!!!
War es aber scheinbar nicht. Im Gegenteil, da stänkern jetzt die immer gleichen herum, von wegen Drogen oder der Art der Musik. Ich könnte -um das Kind mal beim Namen zu nennen- kotzen, wenn ich so etwas lese. Ich wünsche niemandem etwas Böses, aber da geht mir echt das Messer in der Tasche auf.
Warum????
Gestern, ist die Dame bestattet worden, der wir in den Flitterwochen helfend zur Seite sprangen, als es ihr nicht gut ging. Da sind andere noch über sie drüber gestiegen und haben ordentlich weggeschaut. Genau die gleichen Arschlöcher, wollten hinterher wissen, was genau passiert ist, um es dann fröhlich weiter zu ratschen. "Hach, da waren wir ja bei einer Tragödie dabei!"
Keiner war dabei. Weggegangen sind sie alle. Keiner hat zurückgeschaut. Warum auch? War doch gerade so ein schöner Tagesausflug vom Kreuzfahrtschiff und man könnte ja was im Andenkenlädchen versäumen!
Auch wenn jede Hilfe zu spät kam, wir waren da. Ich habe ihre Hand gehalten, als ihr Seele auf die letzte Wanderung ging, ihre Augen brachen. Ich habe ihre Wangen gestreichelt und ihr gesagt, dass alles gut ist.
Das ganze Schiff hat darüber geredet. Wäre aber NUR EINER auf mich zugekommen und hätte das als Klatsch- und Tratschmitteilung von mir en Detail haben wollen, ich schwöre, ich hätte ihn bis zum Nordpol persönlich getreten. DAS MACHT MICH SOWAS VON STINKESAUER!!!!!!!! Und ich denke, man hat mir das ordentlich angesehen und das ist gut so!
Es gibt zwei Worte, die bei mir in Marmor gemeißelt sind, eines davon ist Achtung. Vor meinen Mitmenschen, deren Gefühlen und auch deren Befindlichkeiten. Wenn ich helfen kann, ist das für mich ein MUSS. Kein kann oder soll oder ein: "Vielleicht mache ich mich dreckig." Aus letzterem Grund, wollte keiner der Dame am Nordkap helfen. Oder es war doch der Andenkenladen, ich will gar nicht darüber nachdenken.
ABER: Sollte ich jemals in meinem Leben einen wirklich erwischen, der bewusst wegschaut, dann knallts.
Julia wünsche ich, dass sie ihren Frederik findet. Ihr Blog hat mich sehr aufgewühlt. Vielleicht greift ja noch jemand hier die Idee ebenfalls auf und streut diese Suche somit möglichst weit, damit sie ihren helfenden Engel findet......
Meinem Mann danke ich, weil er genauso denkt, wie ich. Hilfe sollte selbstverständlich sein.
Wir wollten keinen Dank. Wofür?
Darüber, was da oben am Kap passiert ist, kann ich immer noch nicht reden. Das dauert.
Danke für den Wink, Sternenschein.

Trotzdem werde auch ich nicht aufhören zu helfen, wo es gebraucht wird.
Ich hatte allerdings gehofft, dass die Seele, die sich am Nordkap verabschiedet hat, schon ein sehr langes und erfülltes Leben hinter sich hatte - das hört sich allerdings nicht so an. Ich ziehe den Hut vor Dir und Deiner Courage, Deiner Menschlichkeit und Deinem großen Herzen.
Doch wer weiß,wie man selbst in einer solchen, - ums eigene Leben ringenden - Situation sich verhalten würde.Evtl laufen da in diesen Extremsituationen ganz andere Programme in einem ab.Nur sollte man sich das danach -so man noch kann und es überlebte - auch eingestehen.Das hat NICHTS mit Schande oder minderer Hilfsbereitschaft zu tun, sondern damit,das Menschen in Lebensbedrohlichen Situationen einfach an sich selbst denken.Aus Angst das eigene Leben zu verlieren.
Ich denke, die Situation hatte nichts mit einer Lebensbedrohung für die Herumstehenden zu tun und zu sagen, es sind nur Menschen, argumentiert nicht das Gaffen und Ratschen. Ja so sind viele Menschen, und um diese Menschen ging es in dem Beitrag und für dieses Verhalten fehlt mir auch jedes Verständnis.
danke für deine Mithilfe auf der Suche für Julia, nach diesem Frederik.
Du hast das einzig richtige gemacht, auf dieser Kreuzschifffahrt.
Du warst da, hast ihre Hand gehalten, ihr Gesicht gestreichelt, wenn du auch nicht viel mehr machen konntest, so hatte sie doch einen Mensch der sich kümmerte bei sich, als sie gehen musste.
So ging sie mit dem Wissen, diese Welt, die Menschen, sie sind nicht immer so kalt und abweisend, wie es manchmal geglaubt wird.
Es gibt welche die über ihren Schatten springen, so wie es dir eininneres Bedürfnis ist, wenn Hilfe angesagt und gefragt ist.
Liebe Grüsse
Aber vielleicht möchte er gar keinen Dank? Vielleicht ist ihm das unangenehm, weil es für ihn auch eine Selbstverständlichkeit ist?
Ich bin mir sicher, dass er weiß, dass sich alle, denen er geholfen hatte, bei ihm bedanken wollten/wollen. Und das alleine reicht ihm vielleicht schon aus...
Deine Hilfe für die Dame war sehr menschlich. Das hast Du gut gemacht!