Chez Pete

03.09.2010 um 21:24 Uhr

Es gäbe keinen Sarrazin........

von: Pete

Hi Leutz

Volksparteien graut vor deutschem Geert Wilders
SPD-Mitglieder bombardieren ihre Führung mit Protestschreiben, CDU-Anhänger hadern mit ihrer Spitze: Der Fall Sarrazin fordert die etablierten Parteien heraus. Populisten könnten den Unmut ausnutzen, warnen Demoskopen - denn rechts von der Union gibt es ein großes Wählerpotential. Ihre Kritiker haben Angela Merkel schon oft Führungsschwäche attestiert, aber im Fall Thilo Sarrazin ließ sie von Anfang an keinen Zweifel, was sie von den Thesen des SPD-Politikers hält. "Das sind Äußerungen, die für viele Menschen in diesem Land nur
 verletzend sein können", ließ sie schon wenige Tage nach Erscheinen der ersten Auszüge aus dem neuen Sarrazin-Buch in SPIEGEL und "Bild"-Zeitung über ihren Sprecher erklären.....zip......

Ein kurzes Wort zu den Sarrazin-Theorien: Man muss nicht jede Ansicht Sarrazins teilen. Man muss sogar gar keine Ansicht Sarrazins teilen. Aber er spricht einiges aus was die Deutschen ganz klar bedrückt. Er spricht einiges aus, was da an Missständen besteht. Er spricht einiges aus, was wirklich als Gefahr angesehen werden kann. Die Sache mit den besagten Genen wiederum ist undiskutierbar Mist. Das ist Rassismus. So eine Theorie ist abzulehnen. Und zwar klar. Aber wenn Sarrazin es wagt politisch unkorrekte, real existierende Sachverhalte in der Entwicklung der deutschen Gesellschaft anzusprechen, klar anzusprechen, das Kind beim Namen zu nennen, dann ist ihm dafür zu danken. Denn er wird sich wohl ganz klar bewusst sein, dass er sich damit zum Prügelknaben macht. Aber es muss doch ganz einfach erlaubt sein das Kind beim Namen zu nennen. Und viele von denen, die nun verbal auf Sarrazin einschlagen, kennen die Probleme die er zur Diskussion stellt, selbst absolut nicht. Und eine idealisierte Sicht des gesellschaftlichen Zustandes des Landes wird nicht wirklich helfen die Probleme anzugehen. Wirft man jedem der sich der Probleme des einfachen Mannes annimmt und diese klar auf den Tisch legt, ohne diplomatische Formulierungen, "Populismus" vor, so werden diese Probleme unter den Tisch gekehrt. Haben wir niemanden der frühzeitig vor demographischen Gefahren warnt, haben wir nur solche, die alles schönreden und verharmlosen, dann sehen wir uns bald in einer ähnlichen Situation wieder, wie sie im Jahre 400 n.Chr, vor dem Untergang des römischen Reiches war. "Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich" so sagte Mark Twain. Und der amerikanische Philosoph George Santayana erkannte richtigerweise:  "Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."..... Darum ist es falsch einen Herrn Sarrazin pauschal zu verurteilen. Man mag wohl seine Thesen prüfen, einiges verwerfen, mit anderem nicht ganz einverstanden sein. Aber es gäbe keinen Sarrazin, wie er sich uns heute präsentiert,  wenn es die Probleme und Gefahren, die er anspricht, nicht gäbe.

Es grüsst Pete, sich über die Entwicklungen der Zukunft in der Vergangenheit  informierend

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenUdo schreibt am 04.09.2010 um 04:47 Uhr:Bist du für oder gegen Sarrazin?

    http://udolihs.wordpress.com/2010/09/04/sarrazin/
  2. zitierenWalter-Johannes Maintz-Cameron schreibt am 07.09.2010 um 06:51 Uhr:Es ist doch deutlich zu erkennen, dass es dem Schreiber nicht darum geht, für oder gegen Sarrazin zu sein. Aber er spricht nun einmal Tatsachen an und nicht die Frage bin ich für oder gegen ihn. Sarrazin spricht nun einmal Themen an, die die Deutschen, egal welcher Fraktion oder Nationalität, klar sehen. Das das Ganze mit Genetoquark vermengt ist, macht Tatsachen nicht gegenstandslos. Das zeigt sich doch schon darin, dass Politiker plötzlich Themen von Sarrazin für sich entdecken und "offen" ansprechen. Kurioserweise erst nach Inkrafttreten der Sarrazin Thesen. Wären die Tatsachen vorher debattiert worden, wer würde heute in Deutschland wissen, wer Herr Sarrazin ist.

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