Plateforme

29.09.2007 um 16:13 Uhr

Einfach mal so ;-)

von: Paulinchen   Kategorie: Erotik



29.09.2007 um 02:26 Uhr

Überraschungen, so dies und das und jenes

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Eine Weile schieb ich das schon vor mir her. Wie heißt es, ich verschiebe niemals was auf morgen, was ich auch übermorgen erledigen kann. Frei nach Oscar Wilde. In Gedanken ist das ja auch alles längst erledigt, nur leider geht das Schreiben nicht nach Gedanken. Selbst wenn die Anschlagszahl nicht gerade niedrig ist. Nun ja.

Ich hatte wirklich eine Menge zu tun. Nicht zuletzt gab es Probleme mit dem Rechner, sprich mit dem MSN-Messenger und ohne dieses Teil ist Frau nicht gesund. Diese sind nun, jedenfalls waren sie es gestern noch, behoben. War nicht ganz so einfach, vor allem wenn man vom Support Hinweise für XP bekommt. Es gibt immer noch Leute ohne XP. Meine Erkenntnis mal wieder, man kann sich i. d. R. das Expertengefrage sparen, man bekommt nur Hinweise, auf die man ohnehin alleine kommen kann, muß sich später dann eh alleine überlegen, woran es liegen könnte.

Zu allererst mal den heutigen Tag. Geweckt wurde ich wie immer von meinem heißgeliebten Nachbarn, den ich bekanntlich Trottel getauft habe. Dann klingelte es auch noch. Wer um Himmels Willen klingelt zu nachtschlafender Zeit? Na gut, Sachsen-Anhalt steht früher auf, nur ich halt nicht. Mich hat auch niemand gefragt, ob der Slogan stimmt. Jedenfalls war es dann die Post, ein Päckchen für mich. Eine wirkliche Überraschung. Ich hatte weder was bestellt, noch wußte ich, dass mir jemand etwas schicken würde. Malu meinte, wir hätten neulich drüber gesprochen, und er dachte, er mache mir mal eine kleine Freude. Im Päckchen waren dann eine DVD und ein Buch. Werner Holt Teil 1 als DVD und Teil 2 als Buch. Ein schönes Buch, nicht so oft zu bekommen. Die meisten wissen wohl nicht mal, dass es einen zweiten Teil gibt.

Dann eine tolle Karte mit dem Spruch:

Ein Drittel der Menschheit ist bekloppt. Manchmal ist es auch die Hälfte. Das hängt vom Wetter ab.

Kann mir nun überlegen, ob ich zum Drittel oder zur Hälfte der Menschheit gehöre. Ich schwanke noch, je nach Wetterlage.

Telefoniert haben wir nur kurz. Ich habe mich ganz toll bedankt, aber so gut drauf war er heute nicht, er war beim Arbeitsamt. Diese Aussage erübrigt jeden weiteren Kommentar.

Und was gab es noch? Ich hatte ja berichtet, Frau hatte die Woche ein Informationsgespräch. Das fand auch statt. Am Montag bin ich dann guten Mutes zu diesem gegangen. Nessi hat mich begleitet, sie kannte sich aus bei der evangelischen Stiftung. Geladen waren so ca. 10 Frauen. Eine Dame emfing uns freundlich und eröffnete uns, dass es sich um ein pädagogisches Betreuungsprojekt handelt. Sprich diese 10 Damen werden in die Gruppen der Stiftung zur Betreuung der Kids eingesetzt.

Das sagt erst mal nicht viel. Da war auch ich erst mal sprachlos. Ein Teil der Damen hat das schon im Vorfeld gemacht und war wohl begeistert.

Zur Wahl standen dann die Betreuung zweier Heimgruppen, eine Schulgruppe, Jugendclubs, zwei Betreuungen bei privaten Leuten sprich in Familien (!).

Die Damen, die das schon im Vorfeld machten, wählten sich natürlich ihre alte Gruppe aus. Ich entschied mich dann mehr oder weniger spontan für eine Heimgruppe. Der Vorteil ist, dass sie auf dem Gelände der Stiftung ist, die ich sogar bequem zu Fuß erreichen kann. Der weitere Vorteil ist, dass die Zahlungsweise der Stiftung mir sehr angenehm erscheint. Es erfolgt, ich hatte schon im Vorfeld von Bekannten davon gehört, eine wöchentliche Bargeldauszahlung. Das ist doch sehr praktisch. Für einige dann wirklich Taschengeld.

Die Dame, die das Gespräch leitete, führte uns dann noch über das Gelände. Mir war nicht bekannt, dass dieses so groß ist. Ich hatte auch keine Ahnung, dass dort eine Ersatzschule ist.

Mir wurde die Erzieherin der Heimgruppe und auch ein Teil der Kids vorgestellt. Die waren ziemlich begeistert, obwohl sie natürlich traurig waren, dass die Dame von früher nun nicht mehr kommen wird. Die Kids haben sich mir schon vorgestellt, die Altersspanne lag zwischen 10 und 15. Sie kommen aus der Region, allerdings nicht nur aus dem Landkreis, auch aus anderen Landkreisen. Über das Wochenende fahren sie nach Hause.

Dass die Kids in irgendeiner Weise schwierig sind, muß ich nicht extra erwähnen. Das liegt auf der Hand.

Die Arbeitszeit ist dann ab 13.00 Uhr. Dauer 1 Jahr.

Ich werde, sofern man sich dort nicht andersweitig entscheidet, diese Tätigkeit ausführen. Mir ist schon klar, dass dies eine ziemliche Umstellung und auch Belastung sein wird. Schließlich kann ich mich noch gut erinnern, dass ich schon Schwierigkeiten hatte, mich im integrativen Kindergarten zu bewegen. Ein paar Stunden Arbeit dort war für mich gleichbedeutend mit 5 Stunden Kohlen schippen oder so. Das wird sicher noch ein Tacken schärfer. Aber eine große Wahl bleibt mir natürlich auch nicht. Ablehnen würde vom Amt nicht gern gesehen werden, die Frage ist, ob es dann eine Alternative gäbe. Ein paar Dinge kommen mir ja entgegen, Arbeitszeit, Weg, Auszahlung des Geldes.

Man braucht sich nicht darüber zu unterhalten, was von diesen Angeboten des Amtes zu halten ist. Natürlich bin ich, wie alle anderen, genauso sauer darüber, dass solche Projekte auf dem zweiten Arbeitsmarkt laufen. Dort müßten Erzieher oder zumindestens didaktisch vorgebildete Leute in einem Vollzeitjob und mit entsprechender Bezahlung arbeiten. Das wäre auch für die Kinder besser. Über politische Fehlentscheidungen muß man aber nicht diskutieren. Sie sind halt so, leider! Dass sich die Arbeitsmarktlage auf die Art nicht entspannt, liegt auf der Hand. Solange man billige Arbeitskräfte für derartige Tätigkeiten bekommt, wird sich nichts ändern.

Für diese Tätigkeit ist ein Führungszeugnis notwendig. Da ich ein Strafgesetzbuch zu Hause habe, natürlich habe ich das, habe ich die Paragraphen nachgeschlagen. Es handelt sich um Straftaten wegen Kindesmißbrauch, sexueller Belästigung, Kindersvernachlässigung, Menschenhandel, Pornographie.

Ich gehe mal davon aus, ich habe keine Straftaten in diese Richtung begangen.

Das Führungszeugnis dauert so ca. 14 Tage. Danach, so ca. am 15.10., wird diese Tätigkeit losgehen.

Am Mittwoch war ich dann bei meinem Psychologen. Der hat mir erst mal erklärt, dass ich mir vllt. Verhaltensweisen aneignenen sollte, um besser mit Behörden umzugehen. Freundlicher zum Beispiel. Er schlug mir vor, ein Video anzusehen, um mir dieses Wissen zu vermitteln. Interessant oder. Kommentar zwecklos. Der Ärger mit den Behörden liegt nicht an meiner mangelnden Freundlichkeit.

Zu diesem Videovormittag ist es eh nicht mehr gekommen, da ich natürlich von obigem berichtete. Die erste Raktion war, dass er mir sagte, wie sauer er darüber ist, dass solche Tätigkeiten nicht von erfahrenem Fachpersonal mit entsprechender Bezahlung ausgeführt werden. Zu der Erkenntis wäre ich ohne ihn natürlich nie gekommen! Er stimmte mir schon zu, dass die Tätigkeit eine Herausforderung und auch eine Belastung darstellen werden. Eine große Wahl bliebe mir dennnoch nicht. Sind Psychologen eigentlich dazu da, einen in Erkenntnissen zu bestätigen? Allerdings, und das ist wahrscheinlich gar nicht so schlecht, schlug er vor, mich in Zukunft 14tägig zu empfangen, damit ich über diese Arbeit, die ja ggf. belastend und streßig sein kann, zu berichten. Vllt. auch deshalb, weil er an den Geschichten interessiert ist, ich weiß es nicht.

Wahrscheinlich kann ich diese dann in seinen Memoiren nachlesen. Selbst Mark Medlock (nur mal so nebenbei der Superstar ;-)) hat gerade seine verfasst. In jungen Jahren. So ungewöhnlich ist das auch nicht, ein ehemaliger Chefarzt der Klinik hat schon vor Jahren Geschichten veröffentlicht.

Baldur Schyra "Momentaufnahmen eines Chirurgen"

Liest sich ganz gut.

Der Nachteil meiner Tätigkeit wird sein, dass mein Sexleben gen Null tendieren wird. Abends wird wohl niemand Zeit haben und selbst ich (!) keine Lust mehr für evtl. Treffen. Das ist das eigentliche Dilemma.

Harry hatte schon für Donnerstag, sonst treffen wir uns ja dort immer, abgesagt. D. h. nicht so 100%ig, allerdings habe ich es einfach mal so interpretiert und mein Handy war am Donnerstag auch aus. Da ich die ganze Woche unterwegs war, war mir das auf eine Weise sogar ganz Recht. Anderseits sollte man vorbeugen, es geht bald für ein Jahr gen Null. Bei seiner letzten Mail teilte er mir mit, dass er sich zwischenzeitlich mit einer anderen Dame getroffen habe und vllt. könnte man ja mal. Nun ob man das könnte, muß sich herausstellen. Die Frage, die sich mir aufstellt, lautet: Warum will er, wenn er doch eigentlich... Egal. Ich hab inzwischen herausgefunden, dass das Phänomen nicht so selten ist, Männer können demnach ab einem gewissen Alter manchmal nur oral und per Handbetrieb. Das ist kein Widerspruch, obwohl mir natürlich ein Mailfreund sagte, wie das denn angehen könne. Schließlich müssen man dann doch auch innerhalb, man versteht schon....

Paulchen hatte am Montag Verhandlung. So genau war mir das gar nicht bekannt. Meine Anwesenheit war ja auch nicht erwünscht. Am Dienstag rief ich ihn an, mein Mann hatte schon mehrfach durchgeklingelt, ich dachte mir schon, was er wollte. Auskunft hätte ich ja keine geben können und auf den Anruf meines Sohnes wartete ich vergebens. Klar. Jedenfalls war am Montag schon Verhandlung, vormittag und nachmittags. Unser lieber Nachbar war auch als Zeuge geladen, allerdings wurde sein Fahrraddiebstahl fallen gelassen. Er konnte sich wohl nicht so klar ausdrücken, was er wollte. Wen wundert es!

Am Freitag erfolgt das Urteil. Das war dann heute. Er hat mich auch am zeitigen Nachmittag angerufen und war zufrieden. § 64 sprich Maßregelvollzug, § 21 sprich vermindert schuldfähig. Er verbleibt also am Ort, auch mit dem Strafmaß kann er sich einverstanden erklären. Das ist Ansichtssache, aber ich hab auch nicht den Überblick, worum es im Einzelnen geht.

Seit gestern regnet es mehr oder weniger ununterbrochen. Das Wochenende wird dann wohl auch buchstäblich ins Wasser fallen.

21.09.2007 um 03:04 Uhr

Alles mögliche

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Wird wieder etwas länger, vorausgesetzt, Blogigo schmiert nicht vollkommen ab. Scheint momentan wieder ganz akut so zu sein.

Also: Nach langem gab es mal wieder einen Termin beim Psychologen. Er hatte ja Urlaub, sah auch ganz erholt aus. Die Frage ist immer die gleiche, wie es mir geht. Dann hab ich angefangen zu berichten, was es in der letzten Zeit alles so gegeben hat. War ja nicht wenig. Wenn es sich natürlich wieder nur um eins drehte, Geld. Der Ärger mit dem Amt wegen unangemessenem Wohnraum, die Absage der Übernahme der Mietnebenkosten, die Rückzahlungsforderung, die Besuche bei Anwälten, ja auch wegen der Scheidung. Die Feststellung zu Paulchen wegen des Fahrrades und der Vermieterin. Etc.

Mein Psychologe hatte natürlich einen wunderbaren Vorschlag. Ich muß mich ganz intensiv um einen Job bemühen, damit wären ja die Probleme teilweise geklärt. Nun das ist ja nicht ganz so einfach. Also bleibt ja noch die Möglichkeit der Call-Center, das Putzen oder die Kinderbetreuung bei "vermögenden" Mitmenschen.

Eine Freundin von mir hatte ja gemeint: Willkommen im realen Leben, Herr Psychologe. Er ist ja wohl sehr weltfremd.

Das ärgert mich aber gar nicht. Hab ich ja selbst schon festgestellt. Es ärgert mich, dass er Dinge vorschlägt, die wohl gar nicht in seine Zuständigkeit gehören. Er hat ja nicht Unrecht, evtl. würde man das gravierende Problem damit lösen. Vorausgesetzt natürlich man findet derartige Anstellungen und vorausgesetzt man ist dafür auch qualifiziert. Was qualifiziert jemanden zur Kinderbetreuung und Putzen? Einfach die Tatsache, dass man eine Frau ist?!  

Derartige Anstellungen gibt es natürlich hier nicht wie Sand am Meer. Die, die derartiges zu vergeben haben, suchen sich über Mundpropaganda die Arbeitnehmer sehr genau aus. Loyalität und Diskretion ist hier ja eine Notwendigkeit. Viele sind das ohnehin nicht, nicht nur, weil diese Klientel sehr begrenzt ist, sondern auch, weil eine große Mehrheit davon, dafür niemanden beschäftigen. Im Osten putzt man oft noch selbst und betreut die Kinder selbst bzw. über Einrichtungen.

Dann zur Qualifikation, ich halte mich gar nicht geeignet zur Kinderbetreuung. Wer jemanden in diesem Bereich beschäftigt, sollte doch eine entsprechende pädagogische Ausbildung erwarten. Ich würde mir gar nicht zutrauen, mehrere Kinder zu betreuen.

Und was qualifiziert mich zum Putzen? Ich bin eine Frau, schon klar.

Call-Center, ich glaube nicht, dass es was bringt, SKL-Lose verkaufen zu wollen. Ich lege auch auf, das machen die meisten Leute. Würde mich in diesem Job wohl alles andere als wohl fühlen.

Und darum geht es: Es wird immer vorausgesetzt, Hauptsache Du hast einen Job. Egal welcher Art. Aber so ist es ja gar nicht. Wie viele Leute gibt es, die sich alles andere als wohl fühlen in ihrem Job. Ich würde mich ganz bestimmt als Dienstmädchen nicht geeignet fühlen. Diese Äußerung mag dem Klischee entsprechen, die wollen ja gar nicht. Mag sein. Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass ich weder dafür geeignet bin, klar ich muß meine Wohnung auch putzen, aber die Betonung liegt auf muß. Für mich wäre damit wieder der Umstand erreicht, ich wäre so unglücklich über diesen Abstieg, denn als solches würde ich es zweifelsohne betrachten, dass eine Therapie wieder notwendig sein könnte. Und genau das ist es, was er erkennen sollte.

Oder ist das ein Mittel zur Patientensicherung?

Es gibt immer Dinge, die man nicht kann. Auch wenn immer wieder gesagt wird, man muß alles tun. Niemand kann alles. Ich hatte schon mal geäußert, ich werde mich jetzt auf jede ausgeschriebene Arztstelle bewerben, kommt in der Region ab und an vor, denn man muß sich ja überall bewerben. Das sieht komischerweise dann jeder ein. Nur dass man sich genau kennt und weiß, man kann nicht kellnern, man kann nicht putzen, das sieht wohl kaum jemand ein. Man könnte es auf einen Versuch ankommen lassen. Man darf gespannt sein, wann das Restaurant oder Cafe die fristlose Kündigung ausspricht. Kann kaum eine Tasse Kaffee 2 m transportieren.

Für mich ist Arbeit aber auch eine Art Selbstbestätigung. Es muß eine Erfüllung ergeben. Das ist doch keine Phrase, schließlich hat man im Laufe seines Lebens schon so allerhand gemacht, um genau das zu wissen. Ich hab schon im Supermarkt gearbeitet, es gab im alten Blog darüber mal eine Stellungnahme. Das war keine schlechte Zeit. Es war nebenbei, ich hab mich wunderbar mit dem Chef verstanden, der mich durchaus mit "Sonderaufgaben" beauftragen konnte (und das nicht mißverstehen, wir hatten keine Affäre). Gerade dort gab es schon Stimmen der Verkäuferinnen, ob ich mir dann dazu nicht zu schade bin, ob ich denn gar nichts anderes kann. Ich hielt sehr schnell meine Klappe zu diesem Thema, kriegte doch bald mit, dass ich mit meinem Arbeitslosengeld und meinem Zuverdienst mehr Geld hatte, als die Angestellten dort. Ich hab bei McDoof gearbeitet. Es war eine tolle Erfahrung. Erfüllt hat es mich nicht, aber man lernt überall was. Gefeuert bin ich worden, nach der Probezeit. Der Chef meinte, ich passe so gar nicht in sein Team. War klar, ich hab ihm mehr als einmal auf Fehler hingewiesen und wegen einiger Mißstände, die mich z. T. gar nicht betrafen, mit der Gewerkschaft zusammengearbeitet. Zur Debatte stand, dass ich den Betriebsratsvorsitz übernehme. Mit den Kollegen oder seinen Stellvertretern hatte ich keine Probleme, warum auch, die schätzten durchaus meine Streßbewältigung. Auch hab ich schon befristet im Kindergarten gearbeitet. Mich nach einiger Zeit auch daran gewöhnt, anfangs viel mir das Getümmel schon schwer.

Aber ich werde nicht zu irgendwelchen Leuten putzen gehen. Fertig!

Ich hatte mir durchaus schon im Vorfeld des Gespräches überlegt, dass ich halt stärker beim Amt Druck machen muß. Natürlich gibt es dort auch keine regulären Jobs, die Jobs, die das Amt "vergibt", kann man, sollte es ab und an mal  Ausschreibungen geben, sich auch selbst in der Zeitung bzw. im Netz suchen.  Das Amt vergibt nur Jobs auf dem zweiten Arbeitsmarkt.

Anschließend war ich bei Nessi. Die hat sich natürlich köstlich amüsiert über die Vorschläge meines Psychologen. Ob er dann Arbeitsberater wäre oder so? 

Zu Hause befand sich dann Post im Briefkasten. Vom Landkreis. Da bekomm ich natürlich gleich immer einen leichten Schock, meine Lieblingssachbearbeiterin.  Die war es aber nicht. Ich bekam eine Einladung zum Informationsgespräch wegen einer Arbeitsbeschäftigung mit Aufwandsentschädigung. Sprich 1-Euro-Job.

Ein-Euro-Jobs sind entgegen landläufiger Meinung nämlich keine Beschäftigungsverhältnisse. Es wird kein Arbeitsvertrag abgeschlossen. Die daraus resultierenden Pflichten und Rechte bestehen nicht. Die Vergütung wird dann auch nur gezahlt, wenn der Betreffende anwesend ist, kein bezahlter Urlaub, keine Lohnfortzahlung bei Krankheit. Theoretisch bestünde nicht mal die Verpflichtung, täglich zu erscheinen. Das sieht man aber gerne anders. Die Vergütung beträgt maximal 30 € in der Woche, 120 € im Monat. Ist der Monat etwas länger, darf man die Zeit dann auch zu Hause verbleiben, muß man sogar. Die Beschäftigungen sollten, sind sie aber nicht, im öffentlichen Interesse liegen und gemeinnützig sein. Die Regelungen sind identisch mit den Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen der Arbeitsämter. Damit wäre es per Gesetz nicht möglich, dass derartige Jobs gewerblich sind. Sprich Abrißarbeiten, Arbeiten in Pflegeheimen etc. Die Realität ist allerdings anders. Gerade Abrißarbeiten werden oft von Ein-Euro-Jobbern durchgeführt, obwohl dafür natürlich Abrißfirmen eingesetzt werden könnten und müßten. Die Kommunen sparen Geld und argumentieren, sonst würden die Tätigkeiten wegen der leeren Kassen nicht durchgeführt. Wenn sich jetzt jemand wundern sollte, woher ich das weiß, damit habe ich mal ganz regulär meine Brötchen verdient. Damals stimmten aber die Definitionen noch.

Aber wieder zurück zum Thema: Der Termin dieses Gespräches ist Montag, der 24. Okt. 2007. Da hab ich mich natürlich gewundert, denn das ist ja noch über ein Monat. So zeitig würde das Amt keine Einladungen verschicken. Beim Blick auf den Kalender war mir dann klar, der 24. Okt. ist ein Mittwoch, aber der 24. Sept. ist ein Montag. Fehler. Nicht ungewöhnlich für das Amt. Mein Anwalt bestätigte ja auch meine Meinung, dort sitzen die falschen Leute. Die wollen uns was beibringen. Okay.

Ich habe dann deswegen heute beim Amt angerufen und die Bestätigung erhalten, dass der Termin am nächsten Montag ist. Die Dame hat sich für ihren Schreibfehler sogar entschuldigt, sie hat so viele Einladungen verschickt. Die neue Einladung ging schon raus, dürfte bald bei mir sein. Ist sie übrigens.

Die Rechtshelfsbelehrung fehlt nicht. Sanktionen ist das Zauberwort.

Am späten Abend klingelte dann auch noch mein Telefon. Malu war am anderen Ende. Ich wunderte mich schon, wir hörten uns doch erst vor einigen Wochen. Aber er erklärte mir, er hat sich vorgenommen, dass wir jetzt wieder öfter telefonieren. Er hatte einen rabenschwarzen Tag, ist fristlos entlassen worden.  Noch in der Probezeit. Beschäftigt bei einem psychologischen Betreuungsverein als Dipl.Soz.-Päd. Er hat eine Äußerung gemacht, auf die ich jetzt nicht eingehen will, denn das würde zu weit führen. Das ist ein komplexes Thema. Aber ich teile seine Ansicht, nicht aus Sympathie, ich teile sie wirklich. 

Natürlich war er ziemlich bedrückt. Das hatte er nicht erwartet.  Zwar hatte er festgestellt, dass ihn die Arbeit vom Zeitaufwand ziemlich schlaucht, aber ansonsten gefiel sie ihm. Er war von früh bis oft spätabends unterwegs und hat danach und z. T. auch am Wochenende noch Berichte schreiben müssen. Freizeit gab es keine mehr. Kenn ich auch, Tätigkeit in Leipzig. - Ja, mein Lebenslauf passt nicht auf eine Seite, wie gern gefordert wird. -

Ich hab nur ganz kurz von mir berichtet, damit er auf dem laufenden ist. 

Natürlich hab ich ihm ein paar Tipps gegeben, die er mit Sicherheit nicht für voll genommen hat. Der eine bestand darin, er könne sich krank schreiben lassen (psychisch), das würde ihm vorerst Arbeitslosengeld und in naher Zukunft Hartz ersparen. Will er natürlich nicht. Zumal er sich nicht gleich arbeitslos melden will, obwohl er es müßte. Er arbeitet noch nebenbei auf 400-Euro-Basis bei der Lebenshilfe. Das ändert zwar nichts, aber wenn er es nicht will.

Dann zum Zeugnis. Natürlich kann man auch so ein Zeugnis verlangen, es gibt auch Kurzzeugnisse, die nur den Tatbestand der Tätigkeit beinhalten ohne Wertung. Selbst ein Zeugnis darf im Grunde keine negativen Bestandteile erhalten, ist natürlich schwierig. Allein der Tatbestand einer fristlosen Entlassung aus der Probezeit reicht aus. Man kann sich ein Zeugnis auch selbst schreiben, und es zur Unterschrift vorlegen. Machen Arbeitgeber sogar gern, erspart ihn einiges. Zu der Formulierung: Man trennte sich einvernehmlich aus privaten Gründen (kein Privatleben) riet ich ab. Einvernehmliche Kündigungen haben oft Sperren beim Arbeitsamt zur Folge und die Formulierung an sich impliziert mangelnde Flexibilität und Leistungsbereitschaft.

Was er daraus nun macht, wird sich zeigen. Heute hatte er schon ein Vorstellungsgespräch, verspricht sich aber auf Grund obiger Tatsache nicht viel von.

Ein bissel blauäugig ist das schon. So direkt vermag ich das aber nicht zu sagen. Natürlich hatte er erwartet, dass nach dem sehr guten Studium (Hochschule) alles viel einfacher sein wird. Ich habe da schon manchmal darauf hingewiesen, dass es nicht ganz so einfach ist. Wir haben nicht umsonst mehr als 4 Mill. Arbeitslose. Die lange Studienzeit, der auf Tätigkeiten währenddessen zurückzuführen ist und natürlich den späten Beginn, ist ein Manko. Nichtsdestotrotz werden Sozialpädagogen immer wieder gesucht und darum wird sich schon was finden.  

Regional finde ich auch immer mal ein paar Ausschreibungen, wäre gar nicht so schlecht. Dann könnte man sich auch öfter mal sehen.

Heute war dann noch Harry hier.  Wird schwieriger werden, denn sollte ich im Okt. "berufstätig" sein, habe ich ja weniger Zeit und vor allem nicht so Zeit wie er.

Nessi hat auch schon so ihre Bedenken, nicht nur wegen der Zeit, denn ich könnte ja andere Leute kennenlernen und dann nichts mehr von ihr wissen wollen. Naja, das alte Lied.

Die Telekom, ich hatte es erwartet, hatte für mich die freudige Überraschung der dreifachen Grundgebühr. Zur Erinnerung im vergangen Monat bekam ich ja eine Minusrechnung, ich hatte den Tarif gewechselt und man hat mir ganz kompliziert den Tarif erstattet und keine neue Tarifänderungen in Rechnung gestellt. Fehlte natürlich für Oktober. Der Fehlbetrag beläuft sich dann auf ca. 50 Euro, je nachdem wie sich das Amt entscheidet. Gegessen wird im Oktober nicht, hat den Vorteil, ich nehme ab. Was solls. Ich rege mich darüber jetzt nicht auf!

 

 

 

 

 

18.09.2007 um 01:24 Uhr

Zirkus

von: Paulinchen   Kategorie: Gedanken

Wann war man das letzte Mal im Zirkus? Bei mir ist es wohl Jahrzehnte her. Igendwie ist das heute nicht mehr zeitgemäß. Es gibt andere Möglichkeiten, sich zu unterhalten.

Früher war das wohl anders. Zirkusse übten eine ziemliche Faszination auf die Menschen aus. Ungewöhnliches Leben, ungewöhnliche Menschen. Das Zigeunerdasein. Man konnte sich Tierdressuren ansehen, Clowns. Die Leute gingen schon gern in den Zirkus. An den Kassen standen Schlangen, die Zelte waren voll. 

In der DDR hatten sie auch nicht diesen Überlebenskampf. Tierfutter, Winterquartiere, Standgelder. Der Zirkus war verstaatlicht. Einen Überlebenskampf gab es nicht. 

Heute ist das anders. Die Menschen gehen weniger hin. Was man dort sieht, kann man auch woanders sehen. Da fasziniert nichts mehr. Die Zirkusse kämpfen ums Überleben. Standgelder, Tierfutter, Winterquartiere. Nicht zuletzt ist das Image auch nicht mehr so wie es sein sollte.

Große Zirkusse kommen nicht mehr in die Stadt. Dazu ist sie zu klein. Kleine sind ab und zu mal hier. Manchmal sieht man einzelne Akteure mit ihren Tieren in der Stadt, sie bitten um Spenden.

Am Wochenende war ein kleiner Zirkus in der Stadt. Nur zufällig kamen wir bei unserem Samstagsspaziergang dort entlang. Ein kleines Zelt, ein kleine Attraktion (Moped aufm Drahtseil), ein paar gepflegte Wohnwagen waren zu sehen, ein paar Buden mit Süssigkeiten, Bratwurst und natürlich die Kasse. 

Und jede Menge Käfige mit Tieren. Hunde, Pferde, Ziegen, Gänse, Affen. Angekettet. Sie machten einen erbärmlichen Eindruck, die Tiere schrien förmlich nach Hilfe, nach Zuwendung, vielleicht sogar nach Futter. Die Käfige waren klein, die  Affen trotz der Käfige angekettet. Die Hunde bellten. Die 4 Gänse standen auf einer Wiese, der Käfig war wohl maximal 1 m². Die Pferde hatten anscheinend gerade Heu bekommen.

Von den Menschen sah man nicht viel. Sie waren in ihren gepflegten Wohnwagen. Mit Blümchen. Eigentlich war es ruhig, wenn sich nicht die Tiere lautstark zu Wort meldeten. Große Tiere (Raubkatzen, Elefanten) hatte der Zirkus nicht. Welche Attraktionen - keine Ahnung.

Das ganze Bild war nicht einladend. Das Bild war bedrückend. Wie der Zirkus überlebt, entzieht sich meiner Kenntnis. Den Betrachtern taten, einstimmige Meinung, die Tiere leid. Eine Tierschützerdemo gab es nicht!

 

 

 

15.09.2007 um 01:44 Uhr

Mal wieder Anwalt

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Da hab ich doch etwas ganz Wichtiges aus den Nachrichten vergessen. Es ist mal wieder einer abgehauen, aus dem Maßregelvollzug. So ein kleiner Spaziergang tut ja jedem gut. Lange hat er wohl nicht gedauert. Die Politik sieht das weniger entspannt, kann schließlich nicht sein. Dieses Jahr ist es wohl besonders schlimm. Man will nun darüber reden. Für die, die im Vollzug sind und nicht abgehauen sind, noch nicht, bedeutet das nichts Gutes. Für die wird es Einschränkungen bedeuten. Das gefällt denen weniger. Logisch. Bekräftigt wurde, niemand von denen ist gefährlich. Ob die das auch wissen, dass sie nicht gefährlich sind, wer weiß das schon.

Wenn ich die Sache mal so persönlich überblicke, ich hab auch keine Angst davor. Die meisten im Drogenvollzug sind relativ "harmlos". Aber was mir so manchmal am Eingang begegnet (langjährige Alkoholabhängige), oweiha. Rein optisch.

Für mich bedeuten diese Nachrichten, glücklicherweise hab ich die letzte erst gehört, als es schon vorbei war, immer ein Gefühlschaos. Man kann nie wissen. Man kann sich sagen, dass würde er nie tun. Aber in manchen Situationen, wenn man sich überfordert, ungerecht behandelt fühlt, da reagiert man leicht unlogisch. Garantien gibt es halt keine.

Der Anwaltstermin heute war von der Sache her unnötig. Ich ahnte es schon. Das Schreiben der Behörde diente nur zu Informationszwecken, niemand kann wissen, was im März nächsten Jahres ist. Eine Rechtsbelehrung fehlte  und somit war die Möglichkeit des Widerspruches ausgeschlossen. Es war ja kein Bescheid. Abwarten und Tee trinken. Die Hoffnung soll es geben, dass der Landkreis die Kriterien etwas höher setzt. In den neu angeschlossenen Städten des Landkreises sind die Kriterien z. T. höher.  Es ist aber nicht zu erwarten, dass bekräftigte der Anwalt gerne, dass meine Mietkosten damit abgeckt sind. Wenn man sich auf 4,50 € annähert ist das hoch. Man deckt weiter den unteren Mietspiegel ab, nicht den mittleren. Meine Miete beträgt halt 5,11 €. Die zur Zeit sanierten Wohnungen der Wohnungsverwaltungen liegen im Durchschnitt bei 6 €, manchmal sogar 6,50 €!

Er übergab mir die Kopien der Widersprüche, die er in meinem Namen dem Amt geschickt hatte. Wirklich zufrieden bin ich damit nicht. Sie decken aber wohl die Gesetzeslage ab.

Bis sich die Behörde dazu äußert, wird noch einige Zeit vergehen. Man darf gespannt sein.

Endlich hab ich es auch geschafft, meinen Beratungsschein abzugeben und 10 €. Inhaber dieser Kanzlei ist u. a. auch eine Familienanwältin, die ich schon vor Jahren mal konsultierte. Ich hab dann am 10. Okt. Termin, um meine Scheidungsangelegenheit vorzulegen. Das wird wohl meinem Mann genügen, so kommt auch das dieses Jahr noch ins Rollen.

 

14.09.2007 um 02:05 Uhr

Mal wieder: Post

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Während die Nation drüber nachdenkt, ob die Ex-Tagesschausprecherin nun Recht hat, sind die Männer Weicheier, weil sie Frauen dazu gemacht haben? Ist es unmännlich Staub zu saugen und Windeln zu wechseln? Es ist ein wichtiges Thema oder? Jedenfalls beschäftigt sich die Nation damit, die Dame verdient damit ihr Geld und sicherlich nicht schlecht. Lebt aber nicht nach ihren eigenen Idealen. Dabei gibt es ja - vielleicht - Projekte der Dame, die der Unterstützung Wert wären. Sind aber nicht medienwirksam.

Nun während die Nation halt darüber nachdenkt, gibt grad wohl nichts Wichtigeres,  stelle ich fest, diese Probleme hätte ich echt gerne.

Leider hab ich die Probleme nicht. Sie sind existentieller.  

Meine Lieblingssachbearbeiterin hat mir nun tatsächlich mal wieder geschrieben. Ich wäre wirklich langsam enttäuscht, wenn ich nicht wenigstens einmal die Woche Post von ihr hätte. Man kann das fast als Beziehung bezeichnen. Wer schreibt sich sonst schon so oft?

Dieses Mal ging es - mal wieder - um diesen unangemessenen Wohnraum. Nein, die Größe wird nicht bemängelt, das sagte sie mir noch mal deutlich. Die Wohnung ist nicht zu groß, aber immer noch zu teuer. Der Landkreis wird ab März 2008 nur noch die angemessenen Kosten übernehmen. Punkt. Basta. Fertig.

Dass ich widersprochen habe, die Begründung alles uninteressant. Es ist halt so.

Der Landkreis muß schließlich sparen oder so.

Ich hab doch aber die Mietpreise gar nicht gemacht. Weder die des Vermieters noch die des Landkreises. Die des Landkreises (4 €/m²) sind eh lächerlich.

Was soll nun passieren? Soll ich umziehen? Kosten für Umzug, Renovierung, neue Möbel, Kosten für Änderung Telefonanschluß, Kaution etc. etc. Könnte man u. U., wohlgemerkt, wenn der Landkreis dem Umzug zustimmt, als Darlehen vom Amt bekommen.

Ist das irgendwie gerecht? Von mir aus soll hier eine Schar Amtsmitarbeiter auftauchen, meinen Kram einpacken und den Umzug durchführen. Ich will doch gar nicht umziehen, zur Zeit jedenfalls.

So ist es ja nun auch nicht. Man will vor allem, dass der Betroffene die Restkosten selbst zahlt von seiner Grundvergütung, die, ich such den Paragraphen jetzt nicht raus, für die Lebenshaltungskosten, persönliche Hygiene, Haushaltsbedarf, kulturelle und soziale Belange gedacht ist. Man hat das in dem  betreffenden Paragraphen aufgelistet. Ich hab das SGBII hier, aber allein die Auflistung ist schon, sagen wir vorsichtig, vollkommen unlogisch. Die hatten alle keinen Taschenrechner.

Dazu kommt dann noch, für mich persönlich, aber wen interessiert es, die Kosten, die zurückzuerstatten sind, die Nebenkostennachzahlung, die das Amt ja auch nicht übernommen hat. Taschenrechner?

Ja, es geht nicht. Da kann jeder Rechenkünstler rechnen wie er will, es funktioniert einfach nicht.

Heute hab ich dann erst einmal den Anwalt angerufen. Bleibt die Klage. Aber der Erfolg dürfte gering sein. Der Landkreis hat die besseren Karten. Schließlich hat er die Wohnungsverwaltungen an der Hand, die schnell nachweisen, Wohnraum ist genügend da. Nur die Anzahl, nicht ob sie auch wirklich zur Verfügung steht. Termin beim Anwalt ist morgen. 

Und weil das natürlich nicht wirklich reichte, passierte dann noch folgendes. Ich kam gerade aus der Stadt, wollte eigentlich zu dem anderen Anwalt endlich meinen Beratungsschein abrechnen, das Büro war aber wieder nicht besetzt. Ich war noch kurz bei Nessi, die aber auch keine Zeit hatte. Sie ist derzeit Clubleiterin und heute war Clubsitzung. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich schloß meine Wohnungstür auf, sah ich meinen Nachbarn vor seiner Wohnungstür stehen. Knapper Gruß und wegdrehen. Dann sagte der was, ich fühlte mich weder angesprochen, noch verstand ich es gleich. Er nuschelt etwas. Aber in der nächsten Sekunde war mir schon klar, was er sagte: "Muß ich denn am 24. da wirklich hinkommen wegen Ihrem Sohn?" - "Keine Ahnung." - Tür zu.

Erstens ist es nach meiner Erkenntnis am 25. Sept und zweitens besteht wohl die Pflicht zur Zeugenaussage. Aber was geht das mich an. Ich wußte es ja zwischenzeitlich schon bzw. konnte es mir zusammenreimen. An dem Tag, als man Paulchen festnahm, hatte er das Fahrrad von unserem Nachbarn dabei. Er hatte es sozusagen "geliehen", wollte ja nur nach "Afrika". Im Normalfall wäre es gar nicht aufgefallen, was es nicht rechtfertigt. Aber da sie ja festgenommen wurden, das Fahrrad von ihm sichergestellt wurde, kam das alles ins Rollen. Also muß der Nachbar als Zeuge aussagen. Das Fahrrad hat er zurück.

Warum er mich ansprach? Keine Ahnung. Vielleicht wollte er nur was sagen, dieser arroganten Kuh, die ihn von oben herab behandelt. Hat nicht viel gebracht, hab ich wieder getan.  

Vor längerer Zeit hatte ich mich mal gefragt, was die Leute alle immerzu beim Anwalt suchen, ob die vielleicht zuviel Geld haben. Nun weiß ich es. Ich war dieses Jahr schon mehrmals bei einem und eine Ende dessen ist nicht in Sicht.

Ach ja, scheiden lassen wollt ich mich auch noch. Jeder stellt derzeit fest, ich brauch keine Arbeit, ich hab doch genug zu tun. Bingo. Ich könnte darauf allerdings gern verzichten.

 

 

 

 

 

13.09.2007 um 01:03 Uhr

Verführung

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen,

denn die meisten Frauen lachen gerne,

bevor sie anfangen zu küssen.

(Jerry Lewis)

13.09.2007 um 00:58 Uhr

Das Alter einer Dame

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Das Alter einer Dame ist ein Gerücht,

welches die Frau durch ihr Aussehen

jederzeit widerlegen kann.

(Tom Pauls alias Ilse Bähnert)

13.09.2007 um 00:56 Uhr

Wertschätzung

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Einige Menschen

kommen in unser Leben

und verblassen schnell wieder,

andere bleiben

für eine Weile und

hinterlassen Abdrücke

auf unsere Herzen -

und wir sind nie wieder

wie zuvor.

Die besten Dinge im Leben

sind die Menschen, die wir lieben,

die Orte, die wir gesehen haben

und die Erinnerungen,

die wir auf unserem Lebensweg gesammelt haben.

13.09.2007 um 00:55 Uhr

Hätte ich gekonnt...

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Hätte ich gekonnt, hätte ich ein anderes Leben gewählt.

Mir wurde aber nur dieses gewährt.

Und ich habe mein Bestes versucht.

(aus "Lost" von Eko)

12.09.2007 um 02:44 Uhr

Sehnsucht

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt
und nicht die Erfüllung;
und der Sinn des Lebens ist der Weg
und nicht das Ziel.

Denn jede Antwort ist trügerisch,
jede Erfüllung zerfließt uns unter den Händen,
und das ist Ziel ist keines mehr,
sobald es erreicht wurde

(A. Schnitzler)

12.09.2007 um 02:37 Uhr

Moral

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Wer sich in der Jugend über die Moral hinwegsetzt,
möchte sich im Alter hinter ihr verschanzen.
(K. Pelitzer)

 

12.09.2007 um 02:32 Uhr

Das Sterben der Bienen

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Wenn die Biene von der Erde verschwindet,
dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben;
keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,
keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr,
keine Menschen mehr...
(Albert Einstein)

12.09.2007 um 02:28 Uhr

Der Geschichtenerzähler

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Der Geschichtenerzähler

Wenn der Wind eine Geschichte erzählen könnte,

würde er über seinen Ruhm erzählen ?

Würde er über die Berge erzählen,

mit all ihren kleinen Quellen ?

Würde er über seine Kraft erzählen

und den Strömungen um einen Turm ?

Würde er über deine Liebe erzählen ?

Würde er erzählen ?

Wenn der Regen eine Geschichte erzählen könnte,

würde er über seinen Ruhm erzählen ?

Würde er über die Stadt erzählen,

wo die Tropfen herunterfallen ?

Würde er über die Ängste erzählen,

wenn er als Tränen heruntertropft ?

Würde er über deine Liebe erzählen ?

Würde er erzählen ?

Und wenn Du eine Geschichte erzählen solltest,

könntestu von deinem Ruhm erzählen ?

Würdest Du über die Jahre erzählen

und der Anzahl deiner Ängste ?

Würdest Du über Deine Trauer erzählen

über den Traum den Du morgen verlieren wirst ?

Würdest Du über deine Liebe erzählen ?

Solltest Du erzählen ?

12.09.2007 um 02:24 Uhr

Kinder

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

    Kinder lernen das, was sie erleben

Wenn ein Kind nur Kritik erlebt, lernt es zu verurteilen.

    Wenn ein Kind nur Feindseligkeit erlebt, lernt es, aggressiv zu sein.

    Wenn ein Kind nur Spott erlebt, lernt es, schüchtern zu sein.

    Wenn ein Kind nur Schmach erlebt, lernt es, sich schuldig zu fühlen.

    Wenn ein Kind Toleranz erlebt, lernt es, geduldig zu sein.

    Wenn ein Kind Hoffnung erlebt, lernt es, zuversichtlich zu sein.

    Wenn ein Kind Güte erlebt, lernt es, gerecht zu sein.

    Wenn ein Kind Hilfsbereitschaft erlebt, lernt es, Vertrauen zu haben.

    Wenn ein Kind Bestätigung erlebt, lernt es, mutig zu sein.

    Wenn ein Kind Geborgenheit und Freundschaft erlebt, lernt es, in der Welt die Liebe zu finden.

(Doretj Law Nolte)

12.09.2007 um 02:21 Uhr

Nachgedacht

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Ich wünsche Dir Augen, die die kleinen Dinge des Alltags wahrnehmen und ins rechte Licht rücken.

Ich wünsche Dir Ohren, die die Schwingungen und Untertöne im Gespräch mit anderen aufnehmen.

Ich wünsche Dir Hände, die nicht lange überlegen, ob sie helfen und gut sein sollen.

Ich wünsche Dir zur rechten Zeit das richtige Wort.

Ich wünsche Dir ein liebendes Herz, von dem Du Dich leiten lässt.

Ich wünsche Dir: Freude, Glück, Zuversicht, Gelassenheit und Demut.

Ich wünsche Dir gute Eigenschaften, die Dich das werden lassen, was Du bist und immer wieder werden willst - jeden Tag ein wenig mehr.

Ich wünsche Dir genügend Erholung und ausreichend Schlaf, Arbeit, die Freude macht,

Menschen die Dich mögen und bejahen und Dir Mut machen; aber auch Menschen, die Dich bestätigen, die Dich anregen, die Dir Vorbild sein können, die Dir weiterhelfen, wenn Du traurig bist und müde und erschöpft.

Ich wünsche Dir viele gute Gedanken und ein Herz, das überströmt in Freude und diese Freude weiterschenkt.

Dies alles, sowie Gottes Schutz und Segen wünsche ich Dir für alle Tage Deines Lebens.

Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.

Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.

Und gib mir die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

12.09.2007 um 02:19 Uhr

Mein Leitzitat

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Zynismus: ein Ding zu betrachten, wie es wirklich ist, und nicht, wie es sein sollte.(Oscar Wilde)

12.09.2007 um 02:17 Uhr

Selbstbeobachtung

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Selbstbeobachtung

 

Gestern war Vergangenheit - und du maßest dir das Recht zu, zu vergessen?

 

Morgen ist Zukunft - und du traust dir die Kraft zu, ein neues Leben zu beginnen?

 

Heute ist Gegenwart - und du wähnst, von einem festen Punkte aus vor und hinter dich zu schauen?

 

Was dächtest du von einem Schwimmer, der in einem reißenden Fluß dahintreibt und bei jedem Tempo sich einbildete, es sei ihm gelungen, ihn in drei Abschnitte zu teilen?

 

(Schnitzler)

12.09.2007 um 02:15 Uhr

Selbstbeobachtung

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Selbstbeobachtung

 

Das Herz ist geschaffen, zu lieben und zu hassen, sich zu freuen und zu leiden, zu jubeln und zu klagen. Wenn es sich aber müht, zu verstehen - was allein dem Geiste zukommt, so versündigt es sich gegen seine Natur; und wenn es endlich zu verstehen glaubt, belügt es sich immer nur selbst, und daran geht es zugrunde.

 

(Schnitzler)

11.09.2007 um 02:38 Uhr

Sexuelle Orientierung

von: Paulinchen   Kategorie: Erotik

Heute war ich bekanntlich auch beim Psychologen. Ist schon eine eigenartige Sache, aber darum geht es jetzt mal grade nicht. Natürlich ging es um die Personen, die in meinem Leben eine Rolle spielen. Sind nicht viele, komisch oder. OK.

Also auch Nessi. Nun fragte er mich, wie ihre sexuelle Orienientierung ist. - "Nun, ich weiß es nicht?" - Ist sie lebisch?" - "Nö, ich würde sagen heterosexuell." Nun das glaubt er nicht. "Oder ist sie auch bi?".

Dabei hab ich doch betont, dass ich nicht bisexuell bin. Ich hasse dieses Wort, hab ich hier schon mal geschrieben. Muß man den Menschen immer in eine sexuelle Schublade stecken? Entweder hetero, schwul oder bi?

Einmal behaupte ich ganz einfach, dass es um die Person geht, in die ich verliebt bin. Ich verliebe mich nicht in den, weil er ein Mann ist oder ggf. eine Frau, sondern weil die Person so ist wie sie ist. Ich war noch nie in eine Frau verliebt. Spricht doch eindeutig dagegen, bi zu sein oder?

Kann es nicht einfach nur um Sex gehen? Oder ist das so untypisch für Frauen, die ja bekanntlich Sex und Liebe als Einheit betrachten. Nur Männer können Sex und Liebe trennen.

Nein, auch Frauen können das. Wenn das auch das Weltbild der Männer erschüttert und des Psychologen im Besonderen, Frauen sind durchaus fähig, manches nur auf den Sex zu reduzieren. Vielleicht nicht alle, aber es soll auch Männer geben, die das nicht können.

Ist es wirklich für Männer so interessant, dass Frauen bisexuell sind? Was haben sie davon? Den flotten Dreier, der ihren Träumen entspricht? Warum sprechen sie sich denn in der Regel gegen die eigene Bisexualität aus, weil sie sie dann nicht können, Futterneid, wer hat den größeren? Warum kann ein flotter Dreier dann nicht aus zwei Männern und einer Frau bestehen? Finden viele Frauen auch sehr erotisch. Lassen sich Männer aber nur selten drauf ein!

Bisexualität der Frau bedeutet dann, Mann kann mal mit zwei Frauen. Dabei geht es darum gar nicht. Es geht i. d. R. nur darum, dass Frau auch gern mal mit Frau. Wenn Frau gern ihren Mann teilt, ist das eher Voyerismus.

Vieles ist wirklich einfach nur modern. SM gehört auch dazu. Die Möglichkeit, die Frau zu dominieren. Ein Traum vieler Männer. Ganz besonders bei 24/7 SM. Da beschränkt sich die sado-maso Neigung nicht nur aufs Schlafzimmer, sondern ist auch im Alltag präsent. Verlangt viel von den Beteiligten. Ist natürlich schwer nachvollziehbar, warum sich jemand (es gibt auch dominante Frauen und devote Männer) so kontrollieren läßt, so unterdrücken läßt - auch mit Gewalt. Entgegen Gleichberechtigung. Entgegen Gewalt in der Ehe, die es auch außerhalb von SM-Beziehungen gibt. Oder ist das dann der Deckmantel?

Ich halte nichts von diesem Schubladendenken. Jeder soll tun, wozu er Lust hat, was er mit seinem Partner machen möchte und der auch will. Und vielleicht ist das ja beim nächsten Mal wieder ganz anders.

Erschien im April 2007