Plateforme

29.12.2007 um 02:59 Uhr

Man kann nicht mit und man kann nicht ohne

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Kleines Rätselraten. Was kann das wohl für Frau sein? Männer natürlich. Man kann nicht mit ihnen, man kann nicht ohne sie. Männer sind für alles gut und zu nichts zu gebrauchen. So oder so ähnlich.

Klar, es gibt noch so ein oder zwei, auf die trifft das nicht zu. Ich will nicht verallgemeinern. Aber sauer auf Mann bin ich gerade. Unschwer zu erkennen.

Ich will kein Klagelied über die Männer im Allgemeinen und im Besonderen singen. Denn um es  zu stellen, die Weiber, und damit schließe ich mich nicht vollkommen aus, sind genauso - soll ich sagen - doof, denn diese kaufen es den Männern ab. Dieses "Ich bin ja so gut" und überhaupt "bin ich an nichts schuld", "ich bin so uneigennützig", "untadelhaft" und "überhaupt ist nur eine schuld und das ist die Andere, halt die Vorgängerin, Ex".

Die Erkenntnis ist nicht neu. Nein, sie ist alt. Trotzdem erhielt ich heute mal wieder die Bestätigung dessen.

Paulchen hatte heute Besuch von seinem Papa. Naja, so begeistert war er nicht. Erst kam das Klagelied, warum er denn und was er alles falsch gemacht hat, dass alle (ich frage mich wer) so enttäuscht sind. Nun das Thema ist gegessen, ich denke das wurde, als es konkret wurde, also vor mehr als einem dreiviertel Jahr abgehandelt. Das mußte heute nicht mehr auf den Tisch. Er hätte nie bei mir einziehen sollen, er könnte ja nach L ziehen, zu ihm. Klar in L gibt es keine Drogenszene, sie ist noch etwas größer als hier. Aber ok. Die Entscheidung müßte er treffen. Ich frage mich nur, wie er jetzt zu dieser Erkenntnis kommt. Hätte er doch früher haben können. Da stellte sich die Frage nicht, es war doch wohl jedem Recht, dass Paulchen bei mir wohnt. Aber man muß sich ja ins rechte Licht rücken, muß zeigen, dass man für ihn da ist. Eine Wortbekundung, dass man es hätte besser gemacht hätte. Den Beweis dafür kann man ja schuldig bleiben.

Die Oma will keinen Kontakt mehr zu ihm. Alle anderen auch nicht. Wer eigentlich, egal. Es gab doch keinen Kontakt zu den Onkel und Tanten, nur Zufallsbegegnungen. Die Oma war erst in L, die "neue" Enkelin hatte ein Konzert (so ca. 10, spielt Akkordeon). Der andere Sohn taucht auch nicht viel. Toll, alles nur Getue. Ich sage es konkret, es kotzt mich an. Und ein Paket will er schicken. Prima, Hauptsache man tut so als ob. Wie war das noch mit dem Konto? Bei den Wünschen u. a. nach guten Bleistiften, kam man dann doch wohl ins Stolpern. Die kosten zwei Euro fünfzig mehr. Aber ich habe sie ja besorgt, ist also nicht so wichtig. Uninterssant sozusagen. Ich kann das ja.

PPaulchen sagte, ich solle mich nicht aufregen. Ich müsse doch wissen, wie er ist. Alles nur Schein. Und was der Rest denkt, ist doch egal. Aber manchmal regt es mich dann doch auf. Überhaupt was sollte das, mußte man deswegen dahin fahren?!

Ich habe meinem Herzen nun Luft gemacht diesbezüglich. Das Thema ist im Grunde abgehakt. Er wäre auch bei mir vorbeigefahren, dachte aber ich wäre auf Arbeit. Und Paulchen, nein sie hat heute frei. Typisch.

Eigentlich bin ich froh, dass Paulchen entweder genug Lebenserfahrung, Menschenkenntnis oder Intuition besitzt, um zu erkennen, worum es bei allem geht. Und an das große neue Glück zweifelt er auch. Hat sich mir ja letztlich auch so dargestellt oder wie war die Reaktion? Naja, lassen wir das.

Nessi hatte heute ihren letzten Dienst im Jugendclub. Mehr oder weniger hat sie dieses freiwillig getan, sie hätte genug Stunden gehabt, um zu Hause zu bleiben. Aber sie wollte den Club in den Ferien für die Kids öffnen. Ich war dann auch kurz da. Ihre Chefin übrigens nicht. Sie erschien dann gegen 17.30 endlich und auf meine Bemerkung, ob sie dann Spätschicht habe, reagierte sie nicht gerade gelassen, denn eigentlich ist sie ja nicht da (Urlaub). Ach ja. Die Spitze hatte getroffen, obwohl sie harmlos war. Ich hätte noch viel mehr sagen können. Dass sie daraufhin auf Nessi sauer war und sich mehrmals vor ihr rechtfertigte, war sinnlos. Ich hatte das doch gesagt! Ja, da wird sich einer umgucken. Chefin sein und Arbeit delegieren ist nicht schwer, besonders, wenn sich einer findet, der das macht. Ob das so bleiben wird, ist mehr als fraglich. Die Jugendlichen hätten es auszubaden. Ich habe ja schon vor Wochen gesagt, dass ist der Job. Man muß nichts tun, einfach nur anwesend bzw. meistens abwesend.

Sie bedauert es übrigens schon ein bißchen, die Arbeit hat ihr Spaß gemacht. Sie mochte die Jugend, vor allem die Jungens. Die werden sie wohl auch vermissen.

Einkaufen war ich auch. Mußte dabei feststellen, es gab kaum etwas zu kaufen. Getränke so gut wie nichts, Kühl- und Gefriertruhen waren fast leer. Habe ich irgendwie was verpaßt, wurde ein Kaufverbot für die nächsten Tage verhängt oder droht die neue Hungersnot in Deutschland? Oder nur die allgemeine Schlacht vor Silvester, dabei ist doch Silvester erst am Montag. Oder die allgemeine Endzeitstimmung, die sich überall breit macht, Apokalypse? Machte so rein gar nichts, das was ich unbedingt brauchte, gab es noch. Geld wird man immer los, notfalls bestellt man fürs Kind noch etwas bei Amazon und kauft bei Schlecker noch eine Bob Marlay CD.

28.12.2007 um 02:12 Uhr

Ruhe und Besinnlichkeit

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Diese alles bewegenden Tage sind vorbei. Ich weiß ja nicht, warum immer so ein Hype darum gemacht wird, aber ich verbrachte sie - wie man es wohl eigentlich sollte - ziemlich ruhig und besinnlich. Es gab keinen Run auf den Supermarkt, um kurz noch was einzukaufen, damit man die drei Tage nicht verhungert. All das war absolut nicht nötig.

Im Laufe des Lebens verliert wohl Weihnachten an Stellenwert. Kinder sehen das anders. Ich habe das im Heim erlebt, für Kinder, gerade die nicht bei ihren Eltern sein können, ist Weihnachten wichtig. Sie wollen unbedingt dorthin, egal wie gut oder schlecht das ist.

Ich hatte mir fest vorgenommen, zu schlafen, zu lesen. Vielleicht etwas Fernsehen. Besuch hatte ich keinen zu erwarten, Geschenke waren so gut wie nicht anzuschaffen. Meine Weihnachtsdeko war wie jedes Jahr üppig, bestehend aus einem Gesteck, das Nessi gefertigt hat und einem kleinen, niedlichen Weihnachtsbaum von Paulchen. Was will man mehr?!

Einen kleinen Strich durch die Rechnung machte mir eine SMS von Dany: Hallo Süsse! Bitte komm morgen zu mir, ja? Ich werde noch verrückt so alleine, alles Scheiße. LG

Prima, das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Gut, ich habe teilweise Verständnis für ihre Situation, ihr geht es gesundheitlich alles andere als gut. Ich selbst würde wohl halb so gut mit der Situation umgehen, die Brüste zu verlieren, für jemanden, der irgendwie brustfixiert ist, der darin einen Teil der Weiblichkeit und der Attraktivität sieht, ist das mehr als nur bescheiden. Darum bewundere ich sie schon. Aber das ist ja nur ein Teil der Medaille. Der andere Teil ist der, dass sie sich nun von ihrem ach so wunderbaren Freund getrennt hat, der so ganz anders ist als alles vorher, so lieb, so nett, so humorvoll, so fleißig, so zuverlässig. So war das noch vor 4 Wochen und wir werden Weihnachten bei ihm verbringen. Schon bescheiden dann, wenn man auf einmal allein ist.

Nein, ich bin nicht zu ihr gegangen. Ich habe ihr, auch wenn das alles andere als angebracht war, ein frohes Fest gewünscht und bin nicht auf ihren Wunsch eingegangen. Ich war egoistisch. Eine Eigenschaft, die neu hinzu gesetzt wird zu all den anderen. Ich kann ganz gut damit leben. Ich wollte einfach meine Ruhe. Warum soll ich denn immer diejenige sein, die....? Nein, auch ich war Weihnachten allein. Und habe mich halb so einsam gefühlt wie wohl viele andere. Alles eine Sache der Interpretation. Wenn man Single ist, ist man Weihnachten allein. Weihnachten ist ein Fest der Familie, auch wenn die sich nicht selten dabei eher auf die Ketten gehen. Bei mir ist das wohl aber selbstverständlich, da macht sich keiner Gedanken, wie es mir dabei geht.

Man kann das auch genießen. Einfach lange schlafen, sich stundenslang pflegen, in die Badewanne legen, lesen. Die nötigen Anrufe erledigen. Selbst meine Mutter hat sich gemeldet, im Übrigen mit der Bemerkung, ich würde mich nie melden, und es kann doch gar nicht sein, dass ich mehrfach in den Wochen zuvor angerufen hätte, das hätte man doch auf dem Display gesehen. Na, sowas! Hätte mich rechtfertigen könnnen, wenn es mir wichtig gewesen wäre. Aber ich weiß ja, dass ich mehrfach angerufen habe, also was solls.

Am 2. Feiertag war Nessi hier. Es war ein schöner Nachmittag. Was einer kleinen Sensation bei mir gleich kommt, es wurden sogar Kerzen angezündet und Weihnachtsmusik gehört, nein keine tradionelle, da bin ich dieses Jahr für Jahre geheilt. Geschenke gab es auch. In dieser Beziehung merkt man doch, wir sind beide Krebs (ich weiß, sowas gibt es in Wirklichkeit, die Sterne haben keinen Einfluß, aber es paßt halt) und schenken halt gern. Mein Geschenk viel zwar deutlich kleiner aus, hab ja noch so ein paar Sachen für Paulchen offen - nächstes Jahr, er hat ja im Februar schon wieder Geburtstag.

Eine kleine Weihnachtsüberraschung hatte dann der Anwalt für mich. Mein Widerspruch ist für mich ganz gut gelaufen. Das Amt will nun kein Geld mehr von mir. Sie wollen es von meinem Sohn, haben es ihm aber bislang nicht mal mitgeteilt. Also abwarten und Tee trinken. Meine Mietnebenkosten, der Bescheid zu diesem Widerspruch ging mir zu, ich hatte diesen noch selbst verfasst, werden, man staune, nun doch übernommen. Ich bekomme sogar eine kleine Nachzahlung, sie müsste langsam auf dem Konto sein. Ist sie übrigens nicht, dabei läßt sich das Amt jedenfalls Zeit. Alles in allem kann man vorerst zufrieden sein. Was man sich noch einfallen läßt, wird sich zeigen. Dann auf einen neuen Kampf.

Ich kann keine Weihnachtslieder mehr hören. Woran das liegt? Also dieses Jahr mußte ich das wirklich genug ertragen. Auf Arbeit. Es gab auf Arbeit auch kleine Geschenke. Gewichtelt wurde. Naja. Aber lange Rede, kurzer Sinn. Ich hatte mein Geschenk auf Arbeit vergessen und hab es am Samstag mit Nessi abgeholt. Am Freitag vergangener Woche hatte ich zwar frei, besuchte aber Paulchen, kaufte noch etwas ein etc., ich habe es wirklich nicht geschafft, dorthin zu gehen. Nessi hat sich gefreut, meine Arbeitsstätte zu sehen. Und nicht nur das. Es waren nur 3 Kinder da, der Rest war zu Hause. Michaela war im Dienst, Plätzchen backen. Es war recht harmonisch, was ja bei ihr meistens so ist. Carsten sprang mir gleich um den Hals, ihn belastet Weihnachten, da er ja niemanden hat, wohin er fahren kann, sehr. Nessi fand es ganz toll, sie hat sich mit den Kids unterhalten, hat die Zimmer besichtigt. Sie ist nun ganz heiß darauf und möchte dort anfangen. Die Bewerbung wird sie mir nun doch mitgeben.

Ach Paulchen: Dem geht es soweit ganz gut. Er hat seinen Vater angerufen, Heiligabend und dieser besucht ihn dann am Freitag (also morgen bzw. heute).

24.12.2007 um 03:24 Uhr

Ohne Worte

von: Paulinchen   Kategorie: Erotik

 
 
 

24.12.2007 um 02:02 Uhr

Die erfolgreichsten Beziehungen basieren auf Lügen und Betrug

von: Paulinchen   Kategorie: Gedanken

Manchmal hat Frau schon so ganz eigenartige Gedanken. Und dann liest oder hört man so Dinge, die irgendwie passen.

So sagte doch Nicholas Gage in "Lord of War": Die erfolgreichsten Beziehungen basieren auf Lügen und Betrug. Da sie meistens so enden, kann man sie doch auch so beginnen.

Kann man lange drüber nachdenken und kommt zu welchem Entschluß?

Was sind Lügen und was ist Betrug? Sind die großen, existentiellen Lügen gemeint, die Lügen, der Betrug, der die Welt aus den Angeln hebt oder nur die kleinen, unbedeutenden? Ist die Masse kleiner, unbedeutender Lügen dann eine große?

Man sagt so einfach, Ehrlichkeit ist das Fundament jeder Beziehung. Aber wie schwer Ehrlichkeit fallen kann, wie verletzend sie sein kann, das wird dabei selten erwähnt.

Lügen und Betrug sind oft Selbstschutz. Zuviel Ehrlichkeit macht angreifbar.

Wie fangen Beziehungen an, wie enden sie? Was sind Beziehungen?

Die meisten Menschen bezeichnen sich als ehrlich und lügen doch, bei den kleinen oder großen Dringen, weil sie keinem etwas angehen. Weil man sich nicht angreifbar machen will. Weil man weder Mitleid will, noch andere Wertschätzungen. Weil man Toleranz nicht erwarten kann. Weil man als arrogant abgestempelt wird, denn spekuliert wird immer. Die Welt ist ein Dorf.

Beziehungen basieren angeblich auf Ehrlichkeit. Wann rückt man dann mit der Wahrheit über die großen oder kleinen Lügen heraus? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, Dinge auszusprechen? Am ersten, am zweiten, am dritten Tag? Nach Wochen? Nach Monaten? Muß man es überhaupt tun?

Fragen, auf die ich noch nie eine Antwort gefunden habe.

22.12.2007 um 02:50 Uhr

Tagebücher

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Tagebücher sind ja wirklich was Schönes. Das ist unbestritten. Ich habe schon in jungen Jahren, klingt mal wieder unendlich alt, Tagebuch geführt und weiß daher, es ist nur ein Klischee, dass man es führt, wenn es einem schlecht geht. So ist es nicht, auch nette Sachen schreibt man gerne auf. Nur fehlt oft halt die Zeit. Ich weiß jedenfalls, warum ich von Anfang an, keinen Bloganbieter wollte, der wöchentliches Bloggen verlangt. Mag eh keine Reglementierungen

Mir fehlte in letzter Zeit wirklich einfach die Zeit. Es hatte überhaupt nichts mit meinem Wohlbefinden zu tun. Das war eh durchwachsen. Von Himmel-Hoch-jauchzend bis zu-Tode-betrübt.

Zu Schreiben hätte es wahrlich genug gegeben, aber, um mal wieder zu jammern: Ich war oft einfach froh, wenn ich zu Hause war, meine Couch hatte, den Rechner anschalten, warten, bis er endlich hochfährt, ja das dauert so seine Zeit bei ihm, dazu hatte ich alles andere als Lust.

Im Nachhinhein ist es eh egal, ob alle Ereignisse einzeln aufgeführt wurden. Es tut wenig zur Sache. Der Blog könnte auch umbenannt werden, ein neues Leitmotto: Kinder sind Monster. Will man bestreiten, kann man, wenn man unbedingt will. Man kann auch sagen, nicht alle Kinder. Ist eine gehörige Portion Zynismus dabei, aber wie ich immer wieder sage: Zynismus ist die reale Sicht auf die Dinge. Der  Oscar Wilde hatte irgendwie Recht.

Womit fange ich nun an? Gute Frage, nächste. Mit dem Anfang ist zwar eine gute Idee, nur weiß ich gerade nicht, wo der Anfang ist.

Erst mal kann ich konstatieren: Meine Therapie ist beendet. Ich hatte es vermutet, irgendwann wird der gute Therapeut entweder keine Lust mehr haben oder feststellen, es nützt eh nichts. Patienten stehen dank unseres gesunden Gesundheitsheitssystems eh Schlange. Auf neue Patienten braucht man nicht zu warten. Sinn oder Unsinn des Ganzen hat sich mir nicht erschlossen. Was hatte es nun für einen Sinn: Ich weiß es nicht und müßte es doch wissen, warum ich es gemacht habe. Egal. Ich habe auch nicht nachgefragt, für mich war erst mal vordergründig, dass dieser Termin künftig nicht mehr auf dem Plan steht. Das hat auch was Gutes.  

Darum gibt es auch über die letzte Sitzung nichts zu sagen. Eine beliebte Frage ist ja: Wie geht es Ihnen dabei? Mir geht es gut, dass es beendet ist. Es war eine Erfahrung. Erfahrungen kann man nie genug sammeln. Jede Erfahrung ist gut.

Ansonsten? Es gibt tatsächlich auch eine positive Nachricht. Mein heißgeliebtes Amt hat mir nämlich auch mal wieder geschrieben. Heute. Meinem Widerspruch zu der abgelehnten Übernahme der Mietnebenkosten wurde abgeholfen. Die Kosten werden übernommen. Geht doch!

Nein, das war nicht alles. "Mein" Anwalt erhielt auch Post. Ich weiß noch nicht genau, was darin steht. Aber ich muß wohl keine Zahlungen an das Amt zurückzahlen. Wie auch immer das zu verstehen ist, dieser Bescheid wurde aufgehoben, mein Sohn (!) soll diese Erstattung dann übernehmen. Ich weiß nur soviel, dass der Anwalt das Schreiben auch nicht wirklich verstanden hat und klagen will. Die Klage dürfte seiner Meinung nach erfolgreich sein. Nächste Woche werde ich ihn dann aufsuchen. Bin gespannnt was im Einzelnen dem Amt eingefallen ist.

Die nächste positive Nachricht betrifft nicht mich, sondern Nessi. Sie hat heute ihren Arbeitsvertrag unterschrieben. Ja, sie hat einen Job. Man kann jetzt darüber streiten, ob es sinnvoll ist, was das Amt bewogen hat, ihr diesen Job zu verschaffen. Der Gedanke liegt nahe, dass sie in ihrem Verein auch weiterhin tätig sein will, wird nicht auf viel Gegenliebe gestoßen sein. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind nicht so gern gesehen, weiß ich aus eigener Erfahrung. Wie dem auch sei, ab 2. Jan. hat sie eine befristete Tätigkeit (!) beim Dienstleistungszentrum zur Betreuung einiger jugendlicher Ein-Euro-Jobber.  Eine administrative, pädagogische, kaufmännische Tätigkeit. Darf ich sagen, hätte ich auch gemacht. Darf ich, habe ich auch gesagt. Schließlich erinnert mich das an "alte" Zeiten in "meinem" Verein. Über die Bezahlung darf man nicht nachdenken, das Gehalt ist lächerlich, aber so sind die Zeiten. Eine Befristung auf ein 3/4 Jahr bedeutet auch, dass man nicht unbedingt danach in den Genuss des ALG I  kommen soll. Wobei eine Verlängerung wohl kein Thema ist. Wie die Sache finanziert wird, weiß ich nicht, es handelt sich aber nicht um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. 

Irgendwie ist das schon seltsam. Sie freut sich schon, die Tätigkeit klingt auch ganz interessant. Aber ein 3/4 Jahr ist ein 3/4 Jahr und selbst wenn es noch einmal verlängert wird, ist ja immer eine Sache der Finanzierung, wo bleiben die wirklichen Perspektiven. So vergeht ein Jahr, eine befristete Tätigkeit folgt der anderen und konkret?!

Ich weiß selbst, wie das ist. Mein Lebenslauf passt schon lange nicht mehr auf eine Seite, eine befristete Tätigkeit folgte der nächsten. Was bringt es für die Vita? Im Grunde nicht viel, im Grunde.... Darüber zu spekulieren hilft nicht viel. Und dennoch wünscht man sich was Konkretes, etwas was passt, was finanziell passt, eine passende Aufgabe, eine lange Aufgabe... Egal, wie gesagt, es nützt gar nichts darüber jetzt  ein Wort zu verlieren.

Eigenartig ist auch, das es sich so gleicht. Oder kommt es mir nur so vor? Gibt es gar keine Parallelen?

Ja und was noch? Paulchen geht es soweit gut. Er hat sowas wie eine Freundin. Von meiner Mutter hab ich ewig nichts gehört, sie geht immer noch nicht ans Telefon. Von ihrer Cousine weiß ich, es hat sich nichts verändert. Sie hatte gestern Geburtstag.

Persönliche Veränderungen gab es keine. Ach ja und Paulchen hat festgestellt, dass ich irgendwie leicht aggro bin. Gab da so eine Situation, da war ich etwas genervt. Ich hätte ihm sagen können, woran es liegt. Es gibt dafür auch ein Wort, will ich hier aber nicht sagen. Aber um es etwas angenehmer auszudrücken, es herrscht der akute Sexnotstand. Wirklich nervig.

Aber genau das wußte ich auch vorher. Genau wie folgendes: Dany hat ihren Freund in den Wind geschossen. Es ist auch noch nicht klar, wie es mit der linken Brust weiter geht. Natürlich hätte sie gerne, dass ich sie nun viel öfter besuche. Wenn ich so ganz ehrlich bin, das Verlangen ist bei ihr größer, seit dem sie wieder allein ist, ich kann sehr gut auch mit mir allein sein. Werde Weihnachten deshalb genießen. Bücher habe ich mehr als genug, konnte heute im Buchladen wieder mal nicht widerstehen. Weihnachten auf der Couch, was kann es Schöneres geben?! Nun ich weiß es. Eines davon wäre, man schafft es endlich ab. Weihnachtslieder hab ich für die nächsten drei Jahre auch genug gehört.  Das andere habe ich gerade gesagt, aber momentan ist wohl Weihnachten öfter oder so.

Das Thema Kinder auf Arbeit spare ich jetzt aus. Dazu vielleicht mal später. Es auch nur anzureißen, würde zu einem Roman führen. Das wurde es auch ohne dieses Thema.

 

 

 

22.12.2007 um 01:58 Uhr

Zum Nachdenken

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen,wird am Ende beides verlieren."
(Benjamin Franklin) 


06.12.2007 um 23:45 Uhr

Traurig

von: Paulinchen   Kategorie: Gedanken

Jeder hat ein Anrecht darauf, auch mal traurig zu sein, die Trauigkeit sich einzugestehen und anderen zu zeigen....