Plateforme

29.01.2010 um 19:35 Uhr

Sonnenschein

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

............. (''v'') ......Ich wünsche Dir ein Lächeln,
............... 'v' ........wenn Tränen Deine Augen trüben!
........ (''v'') ...........Ich wünsche Dir Liebe,
.......... 'v' .............wenn Dein Herz zu brechen scheint!
... (''v'') ................Ich wünsche Dir Hoffnung,
..... 'v' ..................wenn Deine Seele ist ohne Sonnenschein!
......... (''v'') ..........Ich wünsche Dir Glück,
........... 'v' ............wenn die Zukunft trist aussieht!
.............. (''v'') .....Ich wünsche Dir Gesundheit,
................ 'v' .......wenn Dein Körper sticht vor Schmerz!
........ (''v'') ...........Ich wünsche Dir, daß Du bleibst
.......... 'v' ...... ......wie Du bist, ein Mensch voller Sonnenschein!

 

(von einem "alten chatfreund" erhalten und es tut mal gut)

29.01.2010 um 19:30 Uhr

Ende

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Die letzten Tage und Wochen zu beschreiben, wäre wirklich müßig. Der Januar ist so gut wie vorbei, und ich bin ganz erschrocken, dass dem so ist.

So wie das Wetter draußen, ist auch meine Stimmung.

ER ist mal wieder weg. Für immer?! Wer weiß das schon.  Es waren ereignisreiche und ereignislose Zeiten. ER war mal weg, ER war mal da. So war der Januar. Jedes Mal nahm ich mir vor, dieses ist das letzte Mal. Um doch zu wissen, das klappt nie.

Ich hatte für ihn einen Termin in der Klinik gemacht. Zu dem ich ihn auch brachte. Ich hatte es angeboten, auch wenn er nicht bei mir gewesen wäre. Er war es dann die Tage doch, und so war es selbstverständlich.

Es war schon ein eigenartiges Gefühl, dort hin zu fahren. Ich kann das doch alles so ganz genau. Und natürlich lief mir auch ein Kumpel Paul’s über den Weg. Die Gebäude zu sehen, den Park. Und die alten Erinnerungen. Jetzt bist Du wieder hier, dieses Mal mit ihm.

Erinnerungen an Zeiten mit Nessi und Paulchen, schöne Erinnerungen, lustige Erinnerungen, traurige Erinnerungen. Und die Frage: Ist das nun das letzte Mal, dass Du hier bist?

Ich brachte ihn, blieb eine ganze Weile bei ihm. Sah die kaputten Gestalten, die Alkoholiker. Die ganze Atmosphäre. Schön ist was anderes.

Es war nicht einfach, ihn dort zu lassen. Es war nicht einfach zu gehen. Die Frage, was hätte man anderes tun können; die Frage, wie lange wird es dauern.

Zu Hause meldete ich mich bei seiner Mutter, die hoch erfreut war, dass ER nun da ist. Eine Chance.

Keine zwei Stunden später klingelte es an der Tür, ich öffnete, erwartete die Post und ER war es. ER hat es nicht ausgehalten, Kreislauf. Es war eine Kurzschlussreaktion. Keine Ahnung, was er alles sagte. Es war eh unerheblich. Es war passiert. Und wie immer, war ich diejenige, die ihn auffing, beruhigte, obwohl auch ich sauer war. Was sollte nun werden? Ich sagte es auch seiner Mutter, das schaffte er nicht.

Es war passiert, und natürlich kreisten vor allem meine Gedanken darum, was nun wird. Welche Alternativen gibt es? 

Seine kreisten darum nicht. Sie kreisten bald wieder um SIE und um alle möglichen Alternativen, die er nicht wollte, die er nicht konnte.

Und so  ging er wieder und kam wieder. Das alte Lied.

Bis zu diesem 19. Januar. Er ging schon am Freitag zu ihr, und irgendwie hatte ich so die Nase voll. Ich wollte nicht mehr, ich konnte nicht mehr. Dieses ewige sinnlose Spiel. Dieses Hin und Her, dieses Halbe und nichts Ganzes, dieses Nicht-Entscheiden-Können, dieses In-den-Tag-leben, keine Verantwortung, keinen Plan. Saufen, saufen, saufen.

Natürlich kam er wieder zurück. Warum auch nicht. Und er hatte den grandiosen Einfall, dass er bei mir und mit mir einen kalten Entzug macht. Ob die Idee von ihr kam, alle möglichen und vor allem unmöglichen Ideen kommen ständig von ihr. Ist im Grunde auch egal. Ich hatte das schon die Woche zuvor abgelehnt. Ein kalter Entzug ist gefährlich. Und wie soll er das durchstehen, der nicht mal zwei, drei Stunden ohne Alkohol auskommt?!

So sah es aus: Bei mir einen kalten Entzug, ich kann das. Bei ihr geht das nicht. Auch noch wegen der 3 Kinder. Und dann ist sie ja mehr für das Schöne vorgesehen.

Ich hab keine Ahnung, ob die Intention so war oder nicht. Mir kam es so vor und dann las ich auch noch ein paar SMS, die das irgendwie bestätigten.

Am 19. ging er dann mit seinen Sachen. Ich hab mich von ihm verabschiedet, ich hatte Tränen in den Augen. Ich nahm in den Arm. Ich wusste, es wird nicht nur schwer, es wird sehr schwer.

Natürlich meldete er sich und natürlich gingen SMS hin und her. Verstanden hat er es nicht. Wie auch!

Ich war sauer, sauer, sauer und hab ihm meine Beweggründe genau erklärt, geschrieben. Verstanden hat er sie nicht. Mir war es bitterernst. Ich war mir zu schade für dieses ewige Spiel.

Dieses Gefühl dauerte nicht lange. Schon Anfang dieser Woche überwog das Gefühl, ich vermisse ihn. Ich wollte wissen, wie es ihm geht, ich wollte wissen, was er macht, ich wollte ihn sehen. Ich rief bei ihm an (seiner Mutter), er war nicht da. Er war bei ihr. Er meldete sich, es gingen wieder SMS hin und her. Er wohnt bei ihr oder auch nicht und wahrscheinlich ist es besser, wenn wir es lassen. Sicher.

Seit dem ist Ruhe. Ich habe mehr oder weniger versprochen, mich nicht mehr zu melden. Was soll es bringen, er ist bei IHR. Ich habe die Nummern gelöscht, natürlich könnte ich trotzdem noch schreiben. Ich will nicht und halte mich mit Macht davon ab, es zu tun. Ich würde ihn so gerne sehen.

Ich habe keine Ahnung warum,  aber ich vermisse ihn. Ich sehe ihn, wenn er durch meine Tür kommt. Ich sehe ihn, wie ich ihn im Arm halte, wenn ich sein Brusthaar kraule. Ich sehe ihn immerzu. Und ich könnte heulen, heulen, heulen.

Ich höre es. Warum tust Du es Dir an, warum machst Du Dich so fertig; er ist es nicht Wert. Denk daran, was er Dir alles angetan hat, wie er gehandelt hat, was er gesagt hat. Er liebt Dich nicht. Ich weiß das alles. Es muss mir niemand sagen, es sagen mir alle. Ich tue stark, aber ich bin es nicht.

Ich vermisse ihn!

Ich lese mir immer mal wieder, die SMS durch, die sehr genau sagen, warum es nicht geht. Die sagen, warum ich ihn mit seinen Sachen vor die Tür gesetzt habe. Aber was nützt es, wenn ich ganz anders empfinde. Was nützt es, würde er kommen, wäre ich da. Die Tür wäre auf. Das steht so fest wie das Amen in der Kirche.

Da nützt es nicht, dass diese Beiden vergangene Woche doch tatsächlich hier anriefen und meinten: Er hätte einen Stich von einer Spritze im Arm, ob vllt. der (schwule, tablettenabhängige) Nachbar, als er bei mir war, ihm was gespritzt hat. So nach dem Motto: Die haben dich (mich) unter Drogen gesetzt. Das war kein Spaß, das ist ein Verbrechen. Waren sich beide nicht bewusst, so etwas unterstellt man niemanden. Schon gar niemandem, der einen drogensüchtigen Sohn hat und einem Nachbarn, der mit Drogen nichts zu tun hat, aber sehr krank  ist.

Der Stich stellte sich als Pickel heraus. Lustig fanden wir das beide nicht. Was er gesagt hatte, weiß er bis heute nicht. Sie sowieso nicht!

All das und viel mehr ist passiert und trotzdem:

Es ist Freitag. Bei mir war es in den vergangenen Wochen selten so ruhig. Ich vermisse ihn. Ich möchte ihn so gerne bei mir haben.

Es soll nicht sein! 

Die Frage, die sich vor Monaten mir mal stellte, ob ich überhaupt fähig bin, mich zu verlieben, kann ich jetzt beantworten. Vllt. habe ich IHN immer geliebt, keine Ahnung. Aber der Platz in meinem Herzen wird für lange Zeit belegt sein, ob das nun einen Sinn hat oder nicht, es ist einfach so.....

05.01.2010 um 22:08 Uhr

Finale

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Nun das Finale dieser Story. Am Sonntagabend ging er zu ihr. Ich hörte nichts von ihm. Wachte irgendwann auf, Nessi musste wegen der fehlender Kinder im Hort auch nicht auf Arbeit, wir telefonierten. Seine Mutter rief mal wieder an und war geschockt. Ich legte mich wieder schlafen, stand irgendwann nachmittags auf, hatte schließlich Schlaf nachzuholen, guckte auf mein altes Handy, fand eine SMS vor, die besagte, ob ich dann öffnete, wenn er jetzt erscheint.

Das war vor Stunden und selbst im Schlaf hätte ich die Klingel gehört. Ich sprach kurz mit seiner Mutter, dort war er nicht. Die bekam dann heraus, er war bei meinem schwulen Nachbarn und traut sich nicht zu mir. Der klingelte bald darauf, wollte die Sachen von IHM haben. Natürlich gab ich sie ihm nicht, er erschien noch während des Gesprächs selbst.

Ja und nun? ER sah schlecht aus, war mehr als nur betrunken. Mein Nachbar ebenso. Große Diskussionen wurden nicht geführt, dazu war weder Zeit, noch Gelegenheit. Das folgte irgendwann später. Mit wenig Erfolg.

ER simmste weiter mir, telefonierte auch mal, fühlte sich aber nicht in der Lage, zu ihr zu gehen. Also blieb er.

Ich sagte schon zu Nessi, ich erledige dann noch morgen den Behördengang mit ihm, und wenn ER dann, so hatte ich es schon herausgehört, zu IHR geht, geht er mit seinen Sachen. Für immer!

Der Behördengang wurde erledigt. War auch nicht weiter schwer. Wir sprachen viel miteinander, über seine Situation, über seine Mutter, Vergangenheit. Ich machte einen Termin zur Alkoholvergiftung, holte die Einweisung von seiner Ärztin. Und wusste schon, dass war das Letzte. ER hat nicht viel Lust dazu, was man sicher verstehen kann, notwendig ist es aber. So weiter machen kann ER nicht, zumal alle anderen gesundheitlichen Probleme, von denen gibt es jede Menge, erst danach geklärt werden können. Ich versicherte ihm, dass ER das schafft, dass ich IHM da durch helfe, wenn ER es denn will.

Und ER wusste genau, wenn ER zu IHR geht, geht ER. ER schlief eine Weile, aß etwas, wachte pünktlich gegen 18.00 Uhr auf, Wecker war auch gestellt, telefonierte mit IHR und verabredete sich. Währenddessen packte ich seine Sachen zusammen. Das Telefonat bekam ich nur teilweise mit, aber schon das Amüsement, dass ich nun währenddessen die Klamotten packe. Die Nachfrage kam, ob ER sie dann nach dem Besuch holen kann (Übrigens kriegte ich auch zu hören, dass ER am Sonntag mit IHR eine neue Erfahrung – wie die aussah weiß ich nicht -  machte und sehr befriedigenden Sex hatte.). Dies verneinte ich.

Nach dem Telefonat sprachen wir nur kurz. Was gab es zu sagen. ER versteht mein Handeln nicht, schließlich geht es nur um Kaffee, ER hätte auch lügen können (zum Kumpel gehen). ER wollte mir schon immer mal was sagen, vllt. schreibt er es mir ja mal. Ich sagte IHM noch, dass er nun eine gute Freundin verloren hat, das hat SIE ja zumindestens geschafft. Wir verabschiedeten uns mit Tränen in den Augen, ich wünschte IHM alles Gute.

Nessi ist froh, dass ich DAS nun wenigstens gemacht habe. Zwar versteht sie weniger, dass ich heute, trotz meines Wissens, noch mit ihm Behördengänge gemacht und die Einweisung und den Termin besorgt habe, aber es war ein Schritt. Die Einweisung wird m. E. nun nicht mehr gebraucht, ER wird nicht gehen. ER wird irgendwann auch wieder vor der Tür stehen. Da ist sich immer jeder sicher, ich irgendwie auch. Und dann? Ich weiß es echt nicht.

Es tut mir alles so unendlich leid. Auch wenn das sicher sehr unverständlich ist.

Ja, ich bin der Typ für offene Beziehungen. Aber nicht so, nicht mit ihr. Mit Loyalität, man kann nicht von der einen kommen und über die andere her ziehen. Mit Niveau, auf einem ähnlichen Level sollte der/die Andere schon sein. Die Telefonate hatte es schon in sich.

Ich kenne das durchaus. Ich hatte mehrere Affären mit verheirateten Männern, die mit ihren Ehefrauen telefonierten. Mit Schatzi. Aber das ist etwas anderes. Da weiß Frau worauf sie sich einlässt (Die Ehefrau natürlich nicht, vllt. ahnt sie es.). Und das hatte immer mehr Niveau, ich hatte nie eine Affäre mit einem Mann, der über seine Frau herzog.

Ich hätte es dauerhaft nicht ertragen können, nicht mir IHR, nicht auf diesem Niveau.

Aber ob ich standhaft bleibe, kann ich ehrlich nicht wirklich sagen.

 


 

 

03.01.2010 um 22:25 Uhr

Never ending Story

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Es ist mir schon klar, dass es konfuses Zeug ist. Die Kommentare kenne ich alle, ER tut Dir nicht gut. Er ist es nicht Wert. Wie kann man nur so infantil sein etc.?

Mir muss das wirklich niemand sagen; ich weiß das. Das ändert aber nichts. Wie das so ist, die Story geht ins nächste Jahr.

Ich hab mich ziemlich darüber geärgert, dass er Montag und Dienstag dieser Woche so ohne Weiteres aufschlug – zum Kaffee. Dauerte alles wirklich nicht lang. Erklärungen gab es keine.

Am Mittwoch hörten wir dann gar nichts voneinander. Ich ging zum Weiberabend.

Donnerstag gegen Nachmittag waren Nessi und ich dann bei mir. Es hatte geschneit, der Weg war beschwerlich. Anrufe gab es keine. Man ist nicht wirklich wichtig; die Erfahrung machte ich auch über Silvester. Es klingelte plötzlich, aber es kam niemand rauf. Wer weiß also! Dann klingelte es oben und ER stand vor der Tür.

ER sah nicht gut aus, hatte zuviel getrunken und wollte nur kurz hier aufschlagen. Sie hatte keine Zeit für ihn. ER wollte zu seiner Mutter. Natürlich blieb er bis heute.

Die Zeit kann man nicht beschreiben. Das tut auch nicht wirklich was zur Sache. Geschrieben hat er mit ihr Silvester, z. T. auch Neujahr. Da ging es vor allem um seine Papiere, sein Ausweis etc. lag noch bei ihr. Das wollte er holen, das sollte er holen, aber er konnte nicht (Kreislauf) usw. Das Ende vom Lied war: Ich ging es holen. Allein. Sie war geschockt, damit hatte sie nicht gerechnet.

Am Samstag holten wir dann mit einem Kumpel von ihm, seine Elektrogeräte aus ihrem Keller. Bei dem Wetter tut es sicher nicht gut, wenn diese im Keller eingelagert sind. Es tat ihm nicht gut, dass er sah, wie SIE mit seinen Sachen umgeht. Die lagen alle kreuz und quer im Keller verstreut, nicht wirklich eingepackt, zum Teil defekt. Ob die Elektrogeräte es sind, wird sich erst bei der nächsten Benutzung herausstellen.

Die Sachen sind nun bei seiner Mutter eingelagert. Mit der telefonierte ich auch ab und zu, bekam auch von ihr ein verspätetes Weihnachtsgeschenk mit einem schriftlichen Dankeschön.

Heute hatte ER noch mal seinen Kumpel kontaktiert wegen der restlichen Sachen. Das sollte dann morgen im Laufe des Tages passieren. Zwischenzeitlich meldete SIE sich – per SMS und auch mit einer CD in meinem Briefkasten. Dann wurde gesimst. Über noch bei ihr befindliche Sachen, über die „Beziehung“, darüber, dass ich es so gewollte habe, dass ER Silvester bei mir verbringt, es wäre abgesprochen etc. Das Ende vom Lied, ER ging zu ihr und stellte zwei Stunden lang seinen Fernseher in ihren Keller. Musste dann gehen, kam zu mir, aß etwas, was IHR trotz des Alkohols immer egal ist und ging dann wieder zu IHR, um natürlich noch mehr Sachen zu holen.

So die Aussage. Meiner Aussage, dass SIE ihm nicht gut tut, glaubt er wenig. Ich hatte dann auch wunderbare Nachrichten von ihr, die schon gelöscht sind, auf dem AB, dass sie es nicht nötig hat, ihn zu sich zu lotsen, sie könne mit „ALLEN POPPEN“. ER kommt freiwillig zu ihr. Der Spruch, den unsere gemeinsame Bekannte geprägt hat, lautet: „Eine V….. zieht mehr als 10 Pferde.“ Herrlich. Ist aber so, sagt er selbst.

Ihre Qualitäten? Kann ich nicht beurteilen. Sie müssen aber hervorragend sein. Wenn das denn alles ist…..

Wir haben nur kurz geredet, was gibt es zu sagen. Dass ich im Grunde sein Bestes will. Das glaubt er nicht wirklich. Dass ich es auch nicht nötig habe, glaubt er noch weniger. Am Sex liegt es nicht, ich hatte wahrlich schon besseren, befriedigenderen Sex. Zumal ich die letzten Tage keinen hatte, ER schon, wenn man versteht…. Stolz hat er auch keinen, denn wenn man so mit seinen Sachen umgeht. Siehe oben der nicht jugendfreie Spruch.

Mir tut es leid, ihn so am Ende zu sehen. Gerade, wenn er bei IHR war. Ich kann nicht aus meiner Haut. Ich möchte dann einfach nur helfen. Es ist falsch.

Ich hab ihm schon gesagt, irgendwann ist die Tür hier zu.

Sie sollte es schon längst sein.

Nun hat er mal wieder Sachen bei mir, noch sind sie auch nicht zusammen gepackt. Es sind wichtige Unterlagen für einen Behördentag am Dienstag hier. ER wird sie morgen holen oder auch nicht. Nachlaufen werde ich ihm wohl kaum. Sie kann sie von mir nicht holen, so was ist nicht mein Niveau. Das wird ER dann schon selbst tun oder auch nicht.

Ein paar Zeilen hat er mir auch geschrieben, die waren so nichtssagend, nicht wiederholungsbedürftig. Fakt ist, er wäre heute gegen 21.00 bis 21.30 hier. Schlüssel wollte er mitnehmen. Hat ihn nicht bekommen.

Und was das Finanzielle betrifft? Darüber schweigen wir mal lieber, das Ganze ist schon wieder traurig und charakterlos – von ihm…..

Paulchen? Dem geht es gut. Wir telefonierten Silvester und auch Neujahr. Mit meinem Vater auch, der kämpft mit dem Schnee. Und meine Mutter? Der geht es, wie bekannt ist, alles andere als gut. Heute rief mich ihre Cousine an, bestätigte mit das noch einmal, und irgendwie soll ich mich kümmern, sie einladen, damit sie nicht mehr so alleine ist oder selbst hinfahren, finanzieren würde das die Cousine. Ändern an der Tatsache wird das aber weniger!

Ich hab also eigentlich andere Probleme als ER.

Mein schwuler (bi) Nachbar war auch mal hier. Er lag ja mit ihm zusammen in der Klinik, er hat aber ein anderes Suchtproblem. Obwohl er trotzdem besoffen war, arrogant, herablassend etc. Ihn habe ich übrigens rausgeschmissen. Und Nessi, in die sich dieser schwule Nachbar verguckt hat (sie ist auch wirklich was Besonderes), kann nun gar nicht verstehen, warum ich sonst so resolut, so klar bin, richtig handle und bei IHM das einfach nicht kann?!

Ich würde es auch gerne verstehen. Aber wie vor 30 Jahren hat er einen besonderen Stellenwert. Geändert hat er sich in diesen Jahren gar nicht, er ist noch genauso pupertär.