Plateforme

26.03.2010 um 23:15 Uhr

Schön

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Es waren ein paar wirklich schöne Tage. So mehr oder weniger. Die Sonne schien. Nun regnet es wieder. In Strömen.

Ich habe hier grad gelesen, jemand möchte mal wieder was Gutes schreiben, nicht immer nur jammern. Lustige Einträge.

Dito.

Mir fällt auch nicht gerade was Lustiges ein. Schade eigentlich. 

Würde mir mehr Spaß machen und den Lesern sicherlich auch. Aber nein, ich könnte schon wieder jammern. Über das Leben an und für sich. Da gibt es eine Menge darüber zu jammern. Warum lebt man? Um sich zu ärgern? Um sich immer wieder in den Kampf des Lebens zu begeben, um dann zu sehen, man hat verloren?

Klingt das jetzt sehr pessimistisch? Nein, nicht doch oder? 

Ich finde es immer gut, wenn Leute im TV „anderen etwas zurückgeben wollen, weil sie immer viel Glück im Leben hatten“. Feine Sache. Was bedeutet denn das? Sind sie nur einfach leichter zufrieden zu stellen?

Geld ist doch nicht alles. Klar, wenn man keines hat, dann schon. 

Heute kam mir so der Gedanke, wenn man keine Menschen um sich hat, kann man niemanden enttäuschen und von niemandem enttäuscht werden. Ist das DIE Lösung?!

Ich enttäusche mich in letzter Zeit wohl oft oder werde enttäuscht. 

Egal.

Ich hatte wirklich ein paar ganz gute Tage. Kann man nicht anders sagen. Am letzten Wochenende war ich tanzen und traf den Franzosen wieder. Wir tanzten die halbe Nacht, gingen spazieren, knutschen. Aufs Zimmer bin ich dann doch nicht mitgegangen und war wieder enttäuscht. Warum eigentlich nicht? Nessi? Gut und überhaupt mag ich keine so öffentlichen Bekundungen. Alle machten sich schon so ihre Gedanken. 

Nein, ich machte das ganz anders. Ich rief am Montag das Hotel an, erreichte ihn und verabredete mich  mit ihm am Dienstag. Wir trafen uns dann, spazierten eine Weile durch die Gegend und landeten dann im Hotel. Nun war ich zufrieden, nach meinen Spielregeln. Ach und als ich zu Hause landete, war ER auf dem Ab. Ich könne ihn mal anrufen. Nach 4 Wochen.

Wunderschön. 

Am Mittwoch hatte ER dann Geburtstag. Er rief an. Ich hatte noch nicht so den richtigen Plan, hatte eine lose Verabredung mit dem Franzosen, die sich dann aber auf Donnerstag verschob und ER erschien dann irgendwann gegen Abend, erzählte mir Geschichten aus „uralter“ Zeit, nein, uralt waren sie nicht, sie waren frisch, hörten sich nur uralt an. Über sie und überhaupt. Natürlich war er betrunken. Er blieb dann bis früh, ich ging auf Arbeit. Am Donnerstag meldete er sich mehrmals, da ich aber auf Arbeit war und mir mein zweites Treffen mit dem Franzosen, das vorerst auch das letzte sein wird, wichtiger war (warum wohl!!!), erreichte er mich nicht.

Warum ich IHN zu mir gelassen habe? Dafür habe ich nicht wirkliche eine Erklärung. Alles, was er mir erzählen wollte und konnte, wollte ich nicht wirklich wissen und war mir auch nicht neu. SIE. Und warum musste sie sich ausgerechnet vor seinem Geburtstag streiten, damit sie den nicht gemeinsam verbringen müssen mit Mutti? Wäre doch die Erklärung. Es hat sich nicht viel geändert. 

Das Treffen mit dem Franzosen war sehr schön. Ich hatte zwar ein „Frauenproblem“, hat aber nicht weiter gestört. Mich nicht, ihn nicht. Es war viel zu wichtig, es zu haben, als darüber nach zu denken. Nun ist er erst mal für ein paar Wochen wieder in der Heimat, und ich hoffe doch, dass wir uns im April noch einmal sehen werden. Zukunft hat es keine. Welche denn? Schön war es. Ich habe es genossen, verwöhnt zu werden, mal wieder Hand in Hand durch die Stadt zu gehen, viel zu lachen. Vor allem darüber, dass wir Probleme mit unserer englischen Kommunikation hatten.

Und ER? Nun ich wollte ihn heute anrufen, erreichte nur seine Mutter. Die mich schockiert fragte, wo ich denn gestern den ganzen Tag war. Er war schon ganz außer sich. Und hat er  ihr doch von dem Bekannten erzählt, ich hab sie dann aufgeklärt. Können sie ruhig wissen. ER war übrigens nicht da. ER war bei IHR, um mal wieder ein paar Sachen zu holen. Dauert dann wieder Stunden und Tage. Zum 125. Mal wird die Beziehung diskutiert und zum 126. Mal wird sich versöhnt. Wird dann genau bis Ostern halten, denn Ostern will SIE zu ihrem Bruder fahren und nicht zu dem 80. Geburtstag seiner Mutter. ER hat ihr aber versprochen, sich nicht wieder mit ihr einzulassen, denn nachdem was da abging, geht das nicht mehr. Meint sie, die Mutter. Ich meine das nicht, denn das Holen der Sachen dauerte bis dahin schon mehr als 1,5 Stunden, jetzt dürften es dann so ungefähr 6 sein. 

Nessi ist sauer, weil ich ihn ja wieder hier rein ließ. Sie versteht mich nicht. Und ich versteh sie nicht. Oder doch…

Ich sagte doch, manchmal ist es besser, man hat keine Menschen in seinem Leben, kann man niemanden enttäuschen und von niemandem enttäuscht werden. 

Und die Arbeit? Es ist Freitag. Nein, es macht keinen Spaß. Kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das wesentlich ändern wird. Nessi behauptet ja, ich mache es mir schwer. Mag sein, dass es wirklich zu ablehnend betrachte und zeige. Ich kann aber irgendwie nicht aus meiner Haut.

Nun brauch ich mir jedenfalls (vorerst) keine Gedanken zu machen, wie es wird, wenn ER hier ist. Nessi will ihn nicht mehr sehen und immer, wenn er  da ist, verschwinden. Und überhaupt ist es auch gar nicht so einfach, ihn frühmorgens aus dem Bett zu werfen. Er steht schon auf. Aber komisch ist es doch. Nur warum und wie sollte er hier bleiben? Letzten Endes ist es doch wieder nur seine Notlösung…

19.03.2010 um 23:26 Uhr

Freitag, der schönste Tag

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Freitag Nachmittag ist die schönste Zeit der Woche. Samstag und Sonntag muss man nicht auf Arbeit. Wenn das kein Grund ist, happy zu sein. Was dann?!

Das Wetter war dann zwar nicht so sonnig, wie es angekündigt war. Es war trübe, etwas windig, aber immerhin nicht kalt. Es scheint dann nun doch endlich Frühling zu werden. Hofft man. Vom Winter, der trübsinnigen Winterstimmung hab ich wirklich die Nase voll.

Was ist mit IHM? Am Mittwoch, meine Stimmung war wie das Wetter, einfach nur mies, rief mich eine gemeinsame Bekannte an und frage nach IHM. Und ich dachte noch so bei  mir, von seiner Ex aus Bayern hast auch lange nichts gehört. Die rief dann eine Stunde später an. Bemerkte nur, dass sie eigenartige SMS von ihm erhalten habe, mit denen sie nicht wirklich was anfangen kann. Nicht ungewöhnlich.

Und ansonsten – Schweigen ist Ignoranz, hab ich irgendwo gelesen. So wird es wohl sein, oder auch nicht. Keine Ahnung. Meine Oma sagte immer, keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Dies sollte hier aber bezweifelt werden.

Heute Nachmittag hab ich seine Liebste in der Stadt gesehen. Ich nutzte das gute Wetter, den zeitigeren Feierabend und spazierte durch die Stadt. Erstand mir ein paar Tulpen. Ging an IHRER Wohnung vorbei und dachte noch: „Man sieht und hört nie was dort.“ und schon spazierte sie mit dem Portemonnaie unter dem Arm an mir vorbei. Guckte nach unten. Glücklich sah sie nicht aus. Und überhaupt denke ich immer, wenn ich sie sehe, schön ist was anderes. Aber Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Man kann nicht wissen, was ein Anderer darin sieht.

Mir geht es heute diesbezüglich etwas besser. Ich habe weder Herzklopfen, noch eine innere Unruhe, fühle mich nicht so matt wie die letzten Tage. Vielleicht geht es ja doch aufwärts und vielleicht finde ich mich auch mit dem anderen „Übel“ ab.

Es gibt so Tage, da komme ich von Arbeit und bin einfach nur sauer. Muss mich dann regelrecht abreagieren. Es macht keinen Spaß. Ich war schon immer der Meinung, auch in der heutigen Zeit, Arbeit muss auch Spaß machen. Wer mit einem schlechten Gefühl auf Arbeit geht, ist zu keinen Hochleistungen fähig. Es gibt auch Arbeitgeber, die legen Wert auf ein gutes Betriebsklima. Sie werden dafür auch belohnt, die Leistungen, die Loyalität ihrer Angestellten sind wesentlich besser. Ich weiß nicht, was Arbeitgeber treibt, und davon gibt es bekanntlich eine Unmenge, für schlechtes Betriebsklima zu sorgen. Sie werden ihre Gründe haben.

Vor allem versteh ich diesen Arbeitgeber nicht. Schließlich schreibt man sich auf die Fahnen, ein sozialer Arbeitgeber zu sein. Sozial heißt, man „kümmert“ sich um erwerbsfähige Hilfebedürftige. Dieser Ausdruck allein ist schön furchtbar. Menschenverachtend.

Das Kümmern um die Hilfebedürftigen sieht aber so aus, dass nur Druck ausgeübt wird. Gesellschaftlich gewollt. Man muss darüber nicht diskutieren.

Ich kann mich damit nicht wirklich anfreunden und abfinden schon gar nicht. Vor einiger Zeit wollte ich hinschmeißen. Gut, das hab ich erst mal gelassen. Wer will schon aufgeben? Ob das eine kluge Entscheidung war, keine Ahnung. Wenn ich früh meinen Zug besteige, bezweifle ich das das erste Mal, wenn ich meine Kollegen sehe, das zweite Mal.

Die Jugendlichen sind so wie sie sind. Jugendlich halt. Ich komme mit ihnen ganz gut klar, allerdings kann ich meine Meinung auch nicht so ganz verhehlen. Das liegt mir generell nicht. Das hat nichts mit mangelnder Diplomatie zu tun, oder vllt. doch. Es liegt vielmehr daran, das sich mich nicht gern verbiege, gern ehrlich zu mir und auch zu anderen bin.

Nessi sagte, meine Meinung stünde mir ins Gesicht geschrieben.

Der Tag ist ziemlich lang. Das ist auch so ein Grund, warum mir das Ganze nicht wirklich gefällt. Ich bin kein Frühaufsteher, auch wenn der Slogan unseres Landes was anderes sagt. Mich hat aber diesbezüglich keiner gefragt.

Der Wecker klingelt halb 5. Frau braucht so ihre Zeit, um einigermaßen in die Reihe zu kommen. Der Zug fährt halb 7, um 5 nach halb bin ich auf dem Weg zur Arbeit.

Das ist dann schon die erste Zeit der Zweifel. Wenn man 7.00 Uhr Arbeitsbeginn hat, gehen die Wenigsten schon gen 6.30 zur Arbeit. Hier trifft man aber Massen. Der Arbeitgeber verlangt von seinen Angestellten, dass sie vor den Jugendlichen da sind. Vorbildwirkung. Trifft aber nicht auf alle zu, es gibt natürlich Ausnahmen, die später kommen „dürfen“. Überhaupt besteht die Arbeit nur aus Regeln. Nun kann man natürlich sagen, das Arbeitsleben besteht aus Regeln. Das ist richtig. Dabei darf man aber ein paar Dinge nicht vergessen: Es handelt sich um Jugendliche, die einem 1-Euro-Job nachgehen. Sie sollen Leistungen bringen, die manchmal fast perfekt sein sollen. Die Produkte sollen ja verwertet werden. Ja, sie werden auch verkauft. Und wenn keine Aufträge da sind, beschäftigt sich das Unternehmen mit sich selbst. Die Jugendlichen dürfen keine ruhige Minute haben. Jeder soll ununterbrochen arbeiten. Macht man immer so im Berufsleben, keiner holt mal Luft.

Auf die Einhaltung aller Regeln wird konsequent geachtet. Sanktioniert wird das dann, in Absprache mit dem Fallmanager, mit den Pädagogen, die sich allesamt Soz.-Päd. nennen, aber eigentlich gar keine sind, durch Geldabzug. Da wird eben mal eine halbe Stunde nichts bezahlt (0,50 Euro).

Ob man sein eigenes Verhalten auch so kontrolliert, bezweifle ich. Ich hab schon so manchen Pädagogen „zwischendurch“ rauchen sehen, zu spät kommen, zu zeitig gehen, die Pausen überziehen…

Und wozu das Ganze? Damit der Verein sich Verein nennen darf, damit ein paar Leute schon jahrelang dort beschäftigt sind, sich die Gesellschaft und die Kommune rühmen kann, es gibt solche Einrichtungen und die Jugendlichen werden nachhaltig betreut. Es gibt auch erwachsene Ein-Euro-Jobber dort. Die möchte man auch so konsequent bevormunden, schafft es aber nicht immer!

Und wenn die ganze Sache dann doch mal beendet ist, die Jugendlichen sind oft monatelange dort und nach kurzem häuslichen Zwischenspiel meist schnell wieder, aber irgendwann ist es vorbei und man ist arbeitslos. Sollten sich die Jugendlichen Kenntnisse aneignen, was durchaus möglich ist in einigen Bereichen, die sie gut finden, für die sie sich interessieren, die sie vllt. auch nutzen könnten, wenn sie denn nicht arbeitslos wären. Denn eine Alternative, eine Möglichkeit zur Weitervermittlung auf den ERSTEN Arbeitsmarkt gibt es natürlich nicht. Wo denn?!

Für die Mädchen sieht es etwas trauriger dort aus. Es gibt auch eine Putzbrigade, die dann die Büros der Geschäftsleitung, der Pädagogen putzen. Oder sie können in die Nähstube, dort wird dann genäht, gewaschen oder in die Küche. Hat sicher denn Vorteil, dass sie ggf. kochen, nähen und putzen lernen, aber wenn sie sich dafür nicht eignen oder kein Interesse haben, haben sie wohl Pech gehabt. Klamotten werden für Bedürftige gesammelt und verkauft, soziales Kaufhaus, Fahrräder werden aufgearbeitet und verkauft (sind meist ihr Geld nicht wirklich wert so die Erfahrung), Möbel können Bedürftige kaufen. Das Geschäft mit der Armut boomt bekanntlich.

Es gibt, wie wir alle vor kurzem mal in der Presse lesen durften, auch Geschäftsautos eines Obdachlosenvereins, die sich kaum ein Bedürftiger leisten kann und auch kein Normalverdiener.

Man darf sich die Fragen stellen, wie das alles funktioniert. Aber wenn man sich zuviel fragt, wird man nur missmutig.

Es macht keinen Spaß. Gründe dafür siehe oben. Dass die Jugendlichen wenig begeistert sind, kann ich nachvollziehen, motivierter können sie dadurch nicht werden. Wer seine Motivation nicht verliert und noch das Beste daraus macht, hat für mich schon gewonnen. Das sind erstaunlicherweise einige.

Ich bin gespannt, ob ich das Jahr überstehe und wie. Vllt. sind meine Tage gezählt. Ich passe mich nicht wirklich an. Und das Schlimme: Ich will es auch nicht. Ich mache meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen, versuche mit den Jugendlichen klar zu kommen, was nicht schwer ist, sie sind in Ordnung und machen z. g. T. ihre Arbeit hervorragend. Auf Intrigen und diese infantilen Spielchen, die dort an der Tagesordnung sind, lasse ich  mich nicht ein.

Es war mir bekannt, dass es nicht einfach sein wird.


12.03.2010 um 23:15 Uhr

Altes

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Es wird kein anderes Thema geben in nächster Zeit, auch wenn ich es selber versuche zu ignorieren.

Wie ich mir das gedacht hatte, macht es alles andere als Spaß – das Arbeiten. Ich hatte schon noch einer Woche Lust, das Ganze einfach hinzuschmeißen. Hab es mir dann zwar überlegt, weil es nicht gerade gut für das Ego ist, aber ob es nun gut für das Ego ist, wenn Frau weiter macht, ist auch noch nicht so ganz raus.

Irgendwie hab ich das Gefühl, man ist bestrebt immer wieder zu zeigen, was man nicht kann. Eigentlich stand ja irgendwo mal dieses Fördern und Fordern auf dem Papier, was auch besagte, dass man die Leute motivieren wollte, sich Arbeit zu suchen, arbeiten zu gehen, Spaß daran zu finden. Bei mir versucht man wohl eher das Gegenteil. Ich mein, ich mach dauernd irgendwas. Nur halt nie was Richtiges, Dauerhaftes und schon gar nicht für mich Vorteilhaftes, Motivierendes. Und normalerweise hab ich Spaß an Arbeit, aber an dieser jetzigen nicht wirklich. Es war eher ein Horrortripp.

Nein, ich bin momentan nicht ich selbst. Ich merk das selbst, und das ist etwas was mich ungeheuer stört. Was ich aber nicht wirklich ändern kann. Man kann seine Gedanken nicht ausschalten, seine Sehnsüchte, seine Hoffnungen. Auch wenn man weiß, dass sie hoffnungslos sind, und dass man mit ihnen nicht wirklich glücklicher wäre; das macht alles rein gar nichts.

Gestern hatte ich eine Verabredung. Wir schrieben uns schon eine Weile, er ist hier aus der Nähe, natürlich liiert, was sonst und was besonders positiv ist, er kann schreiben. Ist ja nicht so selbstverständlich heute. Es war keine große Sache, es fand kein Bildertausch, kein Telefonkontakt statt, wir trafen uns einfach an einer Stelle hier, die er kannte, und er hat mich sofort erkannt. Meine Bilder in den jeweiligen Profilen müssen aussagekräftig sein. Wir hatten einen angenehmen Nachmittag, haben uns unterhalten über Gott und die Welt. Es war nicht schlecht. Er hat so angenehme Eigenschaften (noch), auf die ich ungeheuer stehe, wie in den Mantel helfen, Tür aufhalten etc. und hat mir auch einen kleinen Biedermeierstrauß und ein Buch – weil ich ja gerne lese – mitgebracht. Alles wirklich ganz nett, ganz zuvorkommend. ABER: Er ist halt  nicht ER.

Dennoch hat es mir gut getan, mal ein paar Komplimente zu hören, mal das Gefühl zu haben, der will Dich zumindestens gern mal ins Bett kriegen. Er tut was dafür. Aber ob ich das will, keine Ahnung. Ich sag doch, ich bin anders. Gegen Sex ist rein gar nichts einzuwenden, aber das Drumherum ist nicht so nach meinem Geschmack. Und überhaupt fehlt ER mir. So ein paar Dinge, die nicht so gewöhnlich sind….

Ich will darüber jetzt nicht weiter philosophieren, es ist mir selber zuwider. Und über den Job möchte ich noch weniger sprechen, das ist alles andere als positiv. Ich hab mich vorerst damit abgefunden.