PDZ

27.04.2012 um 00:49 Uhr

Never

Agnostic revenge

pouring blood in the grease pot

stirring it big time

like having nothing to do

 

The fun won't say never

Off the rocket goes

....

27.04.2012 um 00:27 Uhr

Prom Night in Dark Rooms

Exponential Morbidity score

reflecting the truth not reality

screaming in agony

denying denying

 

Hearing the unwanted

forcing facial expressions

No longer can take it 

Silently retreating

 

Boring me out

on a night of expectations

Why should I cry

I would never tell

 

 

 

 

25.03.2012 um 16:36 Uhr

Enjoy

Drinking the sun downer at high noon

Ignoring conventions but insist on the style

Cross polarization in the glasses has left me nothing to see

For the days - I wear my suits tight and speak in a calm voice

For the nights - I wear nothing, speak nothing, think nothing and enjoy

Enjoy the sunset

10.03.2012 um 17:15 Uhr

Nachtmar der Sonne

Mein Nachtmar ist ein Tagesgast,
begleitet mich auf meinen Wegen.

Hört mir zu und spricht mit mir,
weist mich an und leitet mich.

Abends zieht er sich zurück,
wenn Labsal durch die Kehle rinnt.

Er ist kein Freund von Fröhlichkeit,
plant seine nächsten Schritte.

10.03.2012 um 17:07 Uhr

Persistenz

Regen auf mumifizierte Knospen,
die ihre Blüte nie entfalten werden.

Das essentielle Wasser kam viel zu spät.

An ihnen wirkt die stoische Kraft der Existenz,
die Weigerung zu vergehen.

Das Pfand wird noch nicht zurück gezahlt.

10.03.2012 um 17:00 Uhr

Verlust im Siege

Schal und fad
die Ausgeburten des Verstandes.
Verlust, Verlust
steigt es die Speiseröhre empor.

Der Schipper am Ruder
starrt trübe vor sich hin.
Die See, die Bewährung, die Entscheidung.

Entschleunigt und beruhigt ist
nun die Fahrt durch brackiges Achterwasser.
Frenetischer Jubel von glücklichen Gratulanten
schallt von den Ufern
in amplifizierender Interferenz.

Der Schipper schießt Rot
und geht für immer an Land.

13.12.2011 um 21:46 Uhr

Über die Unschärfe

Zunächst ist es schön, endlich wieder scharf zu sehen. Doch dann stellen sich erste Zweifel ein. Und dann der Wunsch nach dem alten Zustand. Denn da wo man mit Augen schaut, sieht man nichts anderes als das, was man mit Augen erkennen kann. Das Verlorensein im Detail, die Unsinnigkeit der Hochauflösung. Das Fehlen der Fragen, der Grauzone, des Diskurs und der Philosophie der Interpretation - der Gedanken.
Und wenn es denn wenigstens schön wäre, interessant wäre; und nicht platt, so unsagbar platt und billig, dass das Erbrechen darüber noch den schönsten Teil daran darstellt.

Sag also nein und zitiere Heisenberg!

13.12.2011 um 21:32 Uhr

Der Heimliche

Ich spüre den Gestank, die Kälte nicht eher die Tür aufgeht. Er ist der Stille ,der Heimliche, der immer im falschen Augenblick Erscheinende. Dann erzählt er von der Parallelwelt, wo dicke Schafe grünes Gras fressen, wo die Sonne scheint und wo die Menschen lächeln. Nur aus dem Augenwinkel sehe ich ihn schnappen und nur unterschwellig vernehme ich sein Knurren. Es ist eine Falle - Dünner Reisig über einer endlosen Grube mit Punji-Sticks. Ich gehe weiter und weiter, weiter auf den Goldtopf zu, verberge mein Wissen, spähe nach dem sicheren Ufer, aber ich muss den Weg zuende gehen, koste es was es wolle. Succeed or die trying!
Nur, bei all dem Gestank keinen Mundgeruch zu entwickeln, ist wahrlich nicht leicht.

13.12.2011 um 21:15 Uhr

Kauf dich glücklich

Kauf dich glücklich
bis der Arsch dir platzt
und schmeiß es dann weg
auf das du richtig lachst.

Konsum, Konsum
du machst mich so geil
Euros verbrennen
und ficken dabei.

 

24.11.2011 um 16:10 Uhr

Grüne Tücher

Die grünen Tücher. Ich wische mit ihnen alles auf. Alles was so anfällt. Manchmal auch nur so. Über den Tisch. Über den Boden. Die Scheibe. Die Wand. Das Gesicht. Rau sind sie, wenn man sich mit ihnen so über das Gesicht fährt. Die grünen Tücher enden nie. Immer die gleiche Menge finde ich morgens vor. Eine ausreichende Menge. Eine Menge, die absolut angemessen ist. Es gab Zeiten, da musste ich Blut mit ihnen auffangen. Für diese Aufgabe waren sie nicht so gut geeignet. Sie rissen schnell und das Blut tropfte ungestört hindurch. Doch das ist vorbei. Jetzt beruhigt mich ihre Farbe, wenn mein Blick über den Monitor auf sie trifft. Verstörend ist allenfalls das Umfeld, aber dafür habe ich ja die Tücher. Ich wische und wische. Der schöne Schein. Der wunderschöne Schein.

 

24.11.2011 um 15:10 Uhr

Frischfischer

Frischfischer fährt raus auf die See. Er will fischen. Er muss fischen. Denn er hat Hunger. Seine Familie hat Hunger. Es gibt öfters Streit. Wohl auch wegen des Hungers. Es ist nicht schön. Es ist besser hier draußen. Wohin nur mit den Netzen. Abwarten. Auf Eingebung warten. Früher hat das geholfen. Doch jetzt sind schon länger alle hungrig. Dennoch. Der richtige Moment, die richtige Stelle, das richtige Gefühl. Das ist wichtig. Wichtig für Frischfischer.  So denkend fährt er also langsam weiter.

 

24.11.2011 um 14:58 Uhr

No Post-It on my Webcam

Ich beobachte mich beim Arbeiten. Die Webcam ist immer an. Ich lasse eine Emo-Software mitlaufen. Analysiere meine Empfindungen beim Tagewerk. Die Daten stream ich über Facebook, Twitter und meiner HP. Ich will vermessen sein. Aufgelöst sein im Netz. Nicht hier sein. Überall sein. In den Köpfen sein. Mit Gewalt den Voyeurismus befriedigen. Eure Erregung ist mein Sex. Ich bin euer Sklave. Ihr könnt mich benutzen. Ich tue alles, ALLES - Wenn die Kamera an ist – und sie ist immer an.

24.11.2011 um 14:40 Uhr

Der Ochse M

Ob seiner Kastration schnauft er wie wild. Gallopiert durch die Gänge. Eunuchenhaftes Brüllen ohne Unterlass. Gebt ihm keinen Kaffee, ihr grausamen Gesellen. Erlöst ihn lieber von seiner Qual. Ihn anzusehen erfüllt mich mit Trauer. Ihm zuzuhören erfüllt mich mit Schmerz. Einst so verheißungsvoll, als junger Stier, so möchte man glauben, so muss es einfach sein. Und nun dieses Elend, dieser schreckliche Wahn, diese glotzenden Augen, dieser geifernde Mund. Niemals wieder wird er hier rauskommen, niemals wieder auf einer Weide stehn, niemals frische Luft atmen – das ist vorbei. Tiermehl und Dämmerlich, Brüllen und Rennen. Das Lachen der Wärter, die Duldung des Besitzers, niemand ruft den Abdecker.

24.11.2011 um 14:11 Uhr

Übern Berg...

Bin übern Berg.
Die Talfahrt beginnt.
Schneller und schneller.
Wo ist das Tal? 

Die Sterne vedeckt
Von steilen Hängen
Schneller und schneller
Wie schnell denn noch? 

Schwärzer und schwärzer,
Kälter und kälter
Halte durch
Aber wie lang? 

Lethargie
Und Apathie
Absolute Stille
Und dann der Tod 

Dann ein Rucken
Aufwärts gen Himmel
Pläne gemacht
Ich bin bereit 

Die Sonne im Herzen
Bin ich das Wiesel
Muss die Zeit nutzen -
Die Kuppe ist nah

28.09.2011 um 18:00 Uhr

Ich kann nicht schlucken was du mir gibst

Schwarz Schwarz

Stille Stille

Nichts Nichts

Gift

28.09.2011 um 11:49 Uhr

I drink Coffee - You drink the milk

I drink Coffee - You drink the milk

Things do happen while I watch the Sky

I join into the Chant every day what louder

Dancing and Singing Dancing and Singing

Kellerkind Kellerkind bist noch nicht blind?

17.05.2011 um 10:53 Uhr

I lie with the silent ones photographing the dark

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15.12.2010 um 18:10 Uhr

Sonic Youth im Schneesturm und es vermissen verantwortungslos zu sein

♣Ø!

22.11.2010 um 16:51 Uhr

Die Angst vor dem Ich

Als Teil einer Bewegung spüre ich die Stärke der Schwachen.

Bin ich Teil von etwas Großem, aber nie groß.

Die absolute Freiheit innerhalb gesetzter Grenzen.

Eine Korsarge, die einen stützt und stark fühlen lässt.

Ich brauche keine Angst zu haben, denn ich bin nie exponiert.

Nicht ich spreche, ich spreche für uns.

Wir sind!

Ist es nicht schön?

11.10.2010 um 10:39 Uhr

Wir vergehen allesamt

45min Universum
45min Leben
Entkapselung vom Diesseits

So wie der Traum das einzig Reale, Echte, Unverstellte ist
So ist es auch dieser Kosmos innerhalb der 45min


Außerhalb,
gibt es keinen Willen.
Außer dem Willen
zum Nicht-Wollen

Nein zu sagen,
wäre schon zuviel der Worte.


Schweigend in die Ferne starren
Ein Fels in der Brandung
Einsam, langsam zerfressen und aufgelöst
In Erwartung des nächsten Brechers
Wenn er kommt, hilft nur ein kurzes Blinzeln

Doch auch Schönheit ist wohl immerdar
Nur fehlt es an den rechten Augen.

Eskapismus hallt es durch die Räume
In denen niemand mehr ist um es zu hören