"Private Krankenversicherung aktuell"

25.03.2013 um 14:05 Uhr

Private Krankenversicherung effizienter als gesetzliche Krankenkassen

von: Memooo

Uwe Laue, der Vorstandsvorsitzende der Debeka, wünscht sich für die derzeitige Debatte, um die Abschaffung der PKV mehr Objektivität. Seiner Meinung nach werden in letzter Zeit viel zu häufig inkorrekte Aussagen gemacht. In diesem Zuge führt Laue eine Erhebung der Debeka ins Feld, die zu dem Ergebnis kommt, dass aufseiten der privaten Krankenversicherung gerade einmal ein Zehntel der Kosten entstehen, die bei der gesetzlichen Krankenversicherung anfallen.

 

PKV deutlich günstiger als GKV

In der kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung der Debeka wird auf eine eigens durchgeführte Erhebung verwiesen. In dieser werden die durchschnittlichen Verwaltungskosten der beiden Systeme miteinander verglichen. Diese lagen bei den Krankenkassen im Jahre 2011 bei 134 Euro pro Versicherten und Jahr. In der privaten Krankenversicherung hingegen liegt der Wert bei lediglich 13,49 Euro. Das sind gerade einmal 10 Prozent der Kosten.

Im Hinblick auf die derzeitige Diskussion über die Abschaffung der PKV äußerte sich Uwe Laue: "Angesichts einer so schlechten Kostensituation muss man aber darüber nachdenken, ob gerade das gesetzliche System mehr Effizienz benötigt." Zudem erhalte die GKV jährlich Gelder aus dem Staatshaushalt in Höhe von etwa 15 Mrd. Euro. Ein weiterer Beweis für deren Ineffizienz.

Mehr zu den Kosten der privaten Krankenversicherung und deren Entwicklung. 

 

Private Krankenversicherung ist ein funktionierendes System

In der Stellungnahme geht Uwe Laue auch auf die Vorwürfe von SPD und den Grünen ein. Die Beitragsentwicklung älterer PKV Mitglieder habe man längst Griff. Zudem sei es die GKV die hier Defizite aufweise und auf dem demografischen Wandel nichts entgegenzusetzen habe.

In der privaten Krankenversicherung wurden bis heute 180 Mrd. Euro an Altersrückstellungen gebildet. Für Laue ist es daher kaum nachzuvollziehen, warum SPD und Grüne der Meinung sind, die die PKV könne im Alter den steigenden Beiträgen nichts entgegensetzen. 

In der Pressemitteilung führt der Debeka Vorstandsvorsitzende weiterhin an, dass die private Krankenversicherung mit über 150 Jahren länger existiert als die gesetzliche Krankenversicherung. Den Privatversicherern nachzusagen, sie hätten keine Erfahrung mit älteren Versicherten, ist also nicht schlüssig.

 

Wahlkampf im Vordergrund

Für Uwe Laue gibt es nur einen Grund für derartig falsche Aussagen. Er sieht hierin Ideologie und Wahlkampftaktik. Außerdem greife man von dieser Seite aus häufig auf Aussagen der Wettbewerber aus der GKV zurück, die schlichtweg falsch sind, nur um die eigenen Argumente gegen die private Krankenversicherung zu untermauern.

Zusammenfassend bringt es Laue noch einmal auf den Punkt und sagt: „Ein gesetzliches System, das mit 90 Prozent der Bevölkerung auf Dauer nicht funktioniert, wird es mit zehn Prozent mehr auch nicht schaffen.“