Schäfchenwolken

06.03.2007 um 20:46 Uhr

Unüberbrückbare Differenzen, Mr. Editor.

von: Ranwen

Tja, mehrere Wochen habe ich nun gedacht, "ich würde eigentlich gern was schreiben, aber dann muß ich nachher wieder Ewigkeiten am Text rumformatieren, also laß ich's". Da der Editor von Blogigo und ich also wohl keine Freunde werden, ist dieses Blog umgezogen. Ab jetzt also unter http://ranwens.blogspot.com unter dem Namen "Reinstall universe and reboot". Sorry, Leute, aber ich hab mich über den Editor ein paarmal zu viel geärgert. Es geht anders. ;)

13.02.2007 um 21:35 Uhr

Green Hell Blog Tour - 3rd Edition Nachtrag

von: Ranwen

Stimmung: unternehmungslustig
Musik: kreischende Nachbarin

Tjaja. Ich wollte mal wieder bloggen, das sage ich nun seit Tagen. Dann sollte ich's halt auch endlich machen, duh. Zwar ist die dritte Runde der Blogtour seit Ewigkeiten vorbei, aber da ich den Beitrag nun mal angefangen hatte und zumindest hier immer noch Novemberwetter herrscht, gibt's den trotzdem noch.

Zum Thema Herbst fällt mir, genau wie einer der ersten Posterinnen in der Runde, immer gleich einiges an Lyrik ein. Da wäre zum einen dies hier:

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,

dränge sie zur Vollendung hin und jage

die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

Bei der letzten Strophe bin ich immer anderer Meinung. So wie es dasteht, hat es etwas Endgültiges, daß 'wer jetzt kein Haus hat, sich keines mehr bauen wird' und 'wer jetzt allein ist, es lange bleiben wird'. Warum das denn?

Was den Hausbau betrifft, mag es ja bautechnische wetterbedingte Gründe geben, warum es sich besser im Sommer baut, aber selbst das stimmt einfach nicht in dieser Ausschließlichkeit. Ein Bekannter von mir - Isländer - hat sein Haus im Winter gebaut, weil er den ganzen Sommer über arbeiten muß und nur im Winter überhaupt Zeit hatte, ein Haus zu bauen. Die haben ganz einfach das Wasser für den Beton von der heißen Quelle im Nachbardorf geholt und den Beton mit heißem Wasser angerührt, und alles ging auch so, obwohl es in Island im Winter sehr viel dunkler ist als hier. Und ja, das Haus steht immer noch ;).

Der nächste Satz ergibt für mich noch viel weniger Sinn. Was hat das Alleinsein denn bitte mit der Jahreszeit zu tun? Das klingt ja so, als ob man nun zwingend bis zum Frühjahr alleine bleiben müßte, oder so *kopfschüttel*. Und das kann doch eigentlich nicht sein.

Alleinsein fühlt sich in der trüben Jahreszeit zwar anders an als im Sommer, aber das ist doch eigentlich eine andere Baustelle und hat damit nichts zu tun, ob man alleine bleiben wird oder nicht.

Ich kann Herrn Rilke allerdings schlecht vorwerfen, nicht meiner Meinung zu sein ;), das will ich auch gar nicht. Ich finde das Gedicht eigentlich ein schönes Stimmungsbild der Herbstzeit, und "lesen und Briefe schreiben" klingt eigentlich sehr nach Dingen, die ich gerne mache, genau wie unter treibenden Blättern umherwandern.

Das zweite Herbstgedicht ist auch von Rilke:

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten;

sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde

aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen

unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke

Auch ein hübsches Gedicht. Diese beiden mußten wir allerdings in der Schule zu oft totreden.

Das dritte Gedicht, was mir zum Thema Herbst einfällt, ist dieses hier:

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den anderen,

Jeder ist allein.

Voll von Freuden war mir die Welt,

Als noch mein Leben Licht war,

Nun, da der Nebel fällt,

Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,

Der nicht das Dunkle kennt,

Das unentrinnbar und leise.

Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist einsam sein.

Kein Mensch kennt den anderen,

Jeder ist allein.

Herrmann Hesse

Leider, leider haben PUR das mal vertont und leider kenne ich auch das Lied, weswegen ich jetzt meistens die Melodie im Kopf habe, wenn ich es lese. Gah!

Ich meine, ich finde es ja toll von ihnen, daß sie auch solche Texte vertonen, aber mußte es ausgerechnet dieses Gedicht sein *brummel*.

Und last but not least, the Warning of Winter:

When winter first begins to bite

and stones crack in the frosty night,

when pools are black and trees are bare,

'tis evil in the Wild to fare.

J.R.R. Tolkien

Natürlich habe ich die Version davon, die von Christopher Lee gelesen wird. :) Schöön!

So, und nun wird's gepostet, Bild und Links und alles kommt nachträglich.

Wozu haben wir denn St. Edit, die Schutzheilige der Blogschreiber? ;)

08.01.2007 um 23:04 Uhr

Long time no see

von: Ranwen

Stimmung: müde, aber halbwegs zufrieden

So kann's gehen - seit Anfang November war ich praktisch nicht mehr im Internet, nur gerade um die allernötigsten Dinge zu erledigen, und oft nicht mal das. Teils hatte das technische Ursachen, allergrößtenteils war's RL, und teils auch "Mann, wenn ich jetzt in mein Profil schaue, sehe ich Hunderte von ungelesenen Posts... also schau ich eben nicht rein.". Mit den E-mails war's ähnlich; seit ich mich neulich endlich mal getraut habe, alle aufgelaufenen runterzuladen, begrüßt mich der Donnervogel mit "Sie haben 2964 ungelesene E-mails." - Eeek!! Naja, zumindest tut er das jetzt, nach der ersten groben Aufräumaktion. Vorher waren's etwa 1000 mehr. Grmpf. Natürlich zu 90% Spam, aber ich muß sie leider trotzdem durchsehen, da immer mal wieder eine wichtige Mail fälschlich als Spam markiert wird und einige meiner Freunde/Bekannten/Kollegen tatsächlich komische englische Namen haben, die klingen, als hätte sie der Namensgenerator erfunden. Gah. Die Blogtour ist mittlerweile wohl in der 4. Edition, aber da ich den halbgeschriebenen Beitrag zur 3. Edition nicht wegwerfen werde, gibts den eben halt, wenn er fertig ist. Nur kein Streß (das ist übrigens der Wahlspruch eines/r Kneipe/Cafe/Restaurant/Whatever in Darmstadt, die Frühstück bis 23 h anbieten...oder sogar bis Mitternacht, weiß ich nicht mehr). Im Moment wollte ich einfach nur kundtun, daß ich noch existiere, daß ich dank Kosh (du bist unbezahlbar! :herzchenaugen:) jetzt einen funktionierenden Router und ein funktionierendes LAN und ein funktionierendes Internet habe, und daß ich irgendwann demnächst auch wieder mal was Inhaltsreicheres verfassen werde als das hier. Aber RL geht halt vor, that's life ;).

20.10.2006 um 13:42 Uhr

Green Hell Blog Tour 2nd Edition

von: Ranwen

Stimmung: kaputt

Green Hell Blog Tour 2nd Edition

Das Thema ist diesmal ein allgemeines: das Reisen. Schreibt über euer schönstes, schaurigstes, grässlichstes oder lustigstes Reiseerlebnis, oder von Orten, wo Ihr gerne mal hinreisen möchtet, oder über etwas ganz anderes, was Ihr mit dem Reisen verbindet.

Der Link zum Vorgängereintrag von Daeryn wird noch nachgetragen; die nächste ist Stina.

Da ich übers Reisen im allgemeinen auch mehrere Romane schreiben könnte, mach ich das wie Centi und such mir einfach was raus. Mein ursprünglicher Plan war zwar, ein positives und ein negatives Erlebnis zu nehmen, aber da das negative bei weitem mehr Action beinhaltet und dementsprechend ausführlicher geraten war, meinte Kosh (der den Prototypen gelesen hat), daß das positive gegenüber dem negativen irgendwie zu kurz käme... womit er recht hatte. Ich hab eine Nacht überlegt, was ich nun mit dem Post mache, und habe eben kurzentschlossen alles Positive komplett rausgeworfen :ugly:. So war das von ihm sicherlich nicht gedacht, aber besser, es fehlt ganz, als daß es untergeht. Dann komme ich halt eben leider wieder als der übliche Motzkoffer rüber - deswegen wollte ich's wenigstens erwähnen, daß im ursprünglichen Plan auch Positives stand. Auch wenn's jetzt nur der Bericht über mein gräßlichstes Reiseerlebnis geworden ist.

Denn ich kann definitiv ein gräßlichstes Reiseerlebnis benennen, und das mit Abstand. Während meiner Zeit in den USA, also '93/'94, durften meine mexikanische Gastschwester, deren Cousine und ich einmal zu dritt mit dem Bus nach Atlantic City fahren. Dazu muß ich zu drei Dingen etwas weiter ausholen, nämlich "Atlantic City", "Bus" und "meine Gastschwester" *g*.

Atlantic City gilt so ein bißchen als das Las Vegas der Ostküste, es reicht aber in den meisten Dingen an Las Vegas nicht annähernd heran. Das liegt unter anderem daran, daß New Jersey eben einfach nicht Nevada ist, klimatechnisch nicht und auch sonst nicht. Als wir da waren, war es jedenfalls ziemlich kalt, während man in Nevada auch im Oktober noch im T-Shirt nicht friert. Nichtsdestotrotz hat Atlantic City einiges mit Las Vegas gemeinsam... man sollte nachts nicht unbedingt überall alleine in der Gegend herumlaufen, es gibt eine Menge Leute, die auf fragwürdige Weise Geld verdienen oder sonst wie bekommen wollen, und es gibt nun mal jede Menge Kasinos und andere Etablissements, die bei entsprechenden Leuten die Bezeichnung "Sündenpfuhl" als gerechtfertigt erscheinen lassen. Ich selbst bin in Frankfurt am Main aufgewachsen und ich fand es jetzt nicht schlimmer als jede andere typische Großstadt auch.

Busse fuhren (und fahren vermutlich noch) aus dem nächstgrößeren Ort bei dem Kaff, wo wir damals wohnten, unter anderem nach Atlantic City und nach New York. Man fuhr früh morgens los, kam je nach Stau gegen Mittag am Ziel an, und konnte dann ein paar Stunden dort verbringen, nur auf eines mußte man achten - die Abfahrtszeit. Diese Busse dürfen an den Busbahnhöfen nur so lange stehen, wie sie zum Ein- bzw. Ausladen von Passagieren brauchen, und dann müssen sie da schleunigst wieder weg. Sie können also auf niemanden warten, und wenn jemand nicht pünktlich ist, dann wird eben ohne ihn gefahren. Genau wie Züge hierzulande - die sind dann eben weg. Dummerweise fahren diese Busse nur einmal am Tag, also wenn weg, dann weg. Alternativen gibt es praktisch nicht, da das Eisenbahnnetz fast nur für Fracht verwendet wird, kaum für Personenzüge (ich hab in der gesamten Gegend in einem Jahr keinen einzigen Personenzug gesehen). Normalerweise geben sich deshalb auch chronische Zuspätkommer wie ich extra Mühe, mit viel Sicherheitsabstand zum Abfahrtszeitpunkt auch wirklich da zu sein. Hem, hem.

Meine Gastschwester war damals etwas älter als ich (ich war 17), behütet aufgewachsen in einem Dorf in Yucatan und mehr oder weniger zum ersten Mal in ihrem Leben in einem anderen Land. Den Sprachtest, den man für ein Jahr USA-Aufenthalt eigentlich hätte bestehen müssen, den hatte ihre ältere Schwester geschrieben, jedenfalls konnte sie am Anfang praktisch kein vernünftiges Wort Englisch. Das änderte sich auch nur sehr langsam... ich kann mich noch gut an frühe Verständigungsversuche erinnern, bei denen ich mir vorkam wie Der-mit-dem-Wolf-tanzt. Irgendwann hatten wir uns dann auf eine funktionierende Mischung aus Pidgin-Englisch, Spanisch, Zeichensprache und Rumgefuchtel geeinigt, mit dem wir leben konnten (zumal ihr Englisch ja mit der Zeit besser wurde), aber das hieß immer noch nicht, daß sie in der Lage gewesen wäre, ein halbwegs flüssiges Gespräch mit einem normalen Amerikaner zu führen, schon gar nicht, wenn die Themen über Schule und Alltägliches hinausgingen. Bei ihrer Cousine, die zu Besuch war, sah das eigentlich ziemlich ähnlich aus.

Natürlich war mir von unserer allseits gehaßten Gastmutter eingeschärft worden, drauf aufzupassen, daß die beiden Landeier keinen Unfug machen und so. Ich hab ja sowieso immer das Schild "Verantwortlicher Depp" um den Hals, war ja klar. Es ging auch den ganzen Tag lang gut, wir waren rechtzeitig am Busterminal, und ich meinte, es sei Zeit, rauszugehen. Die beiden wollten noch aufs Klo. So weit, so schön. Aber beeilt euch! Jaja, machen wir. Ich mein das ernst!!! Jaja, schon gut, machen wir.

Der Abfahrtszeitpunkt des Busses rückt näher. Wer nicht kommt, sind diese beiden Idiotinnen. Ich renn also wieder rein und will ihnen eine Standpauke halten. Im Klo sind sie nicht. Ich seh sie auch sonst nirgends. Also renn ich wieder raus. Da kommt der Bus. Von den beiden meilenweit nichts zu sehen. Ich verfluche mich, daß ich denen zugetraut hab, alleine aufs Klo zu gehen und dann zum Bus rauszulaufen. Ich sag dem Fahrer, daß ich noch auf zwei Leute warten muß. Ist mir doch egal, sagt der Busfahrer, ich muß in soundsoviel Minuten fahren, und wenn sie dann nicht da sind, müssen sie halt dableiben. Ich bleibe vor der Tür stehen und halte in alle Richtungen Ausschau. Fehlanzeige. Ich renne nochmal rein und wieder raus, auch auf die Gefahr hin, daß MIR der Bus wegfährt. Drin sind sie aber immer noch auch nicht. Wo, zum Geier, stecken diese beiden Vollidiotinnen bloß?

Der Busfahrer muß fahren. Ich stehe in der offenen Tür und muß mich im Prinzip zwischen zwei Alternativen entscheiden, nämlich entweder mitzufahren, die beiden in Atlantic City für die Nacht zurücklassen und mir eine geharnischte Standpauke von unserer Gastmutter anhören, ganz zu schweigen davon, daß ich mir selbst mindestens genauso viele Sorgen machen würde um diese beiden Landeier. Oder ich könnte den Bus ebenfalls wegfahren lassen, dann wären wir zu dritt in Atlantic City gestrandet für die Nacht, wenn ich die beiden denn wiederfinden würde. Irgendwie seh ich das aber auch nicht so recht ein, immerhin kann ich nun wirklich nichts dafür, ich hab's deutlich genug gemacht, daß die Busabfahrtszeit eine ernste Sache ist. Standpauke von der Gastmutter gäbe es auch in diesem Fall gratis, und ich weiß nicht, welche schlimmer ausfallen würde. Währenddessen diskutiere ich lauthals mit dem Busfahrer, der fahren muß, und ich soll mich jetzt entscheiden, rein oder raus.

Wie gesagt, das war Anno 1994, vor 12 Jahren. Es gab noch keine Handys, damals. Ich weiß nicht, ob ich schon eine Kreditkarte hatte (ich glaube, ich hatte, aber ich weiß nicht, ob ich sie auch DABEIhatte, da ich eigentlich keinen Grund hatte, die in eine für Taschendiebstahl bekannte Stadt mitzunehmen). Was ich an Bargeld dabeihatte, dürfte aus dem schon erwähnten Diebstahlsgrund nicht für eine Nacht für 3 Leute im Hotel gereicht haben. Außerdem hätte ich das auch nicht eingesehen, denn, wie gesagt, ich fand nicht, daß ich schuld sei. Was mir nur in dem Moment dann auch herzlich wenig nützte, als ich da wie Arthur Dent vor dem Bulldozer in der Bustür hing.

Mittlerweile war der halbe Bus in die Diskussion eingestiegen. Die eine Hälfte davon schlug sich auf des Busfahrers Seite, der mir inzwischen brüllend alle Strafen aufzählte, die er für zu langes Parken und fürs Nichteinhalten seines Fahrplans bekäme und die ich dann natürlich zu zahlen hätte, wenn ich seinen Bus weiterhin aufhalten würde, außerdem wollten einige Leute auch nach Hause, und das ohne Verspätung. Die andere Hälfte war meiner Meinung, daß ich doch die beiden unschuldigen Landeier nicht in Atlantic City lassen könnte über Nacht, diese armen Mädchen würden ja sicherlich in falsche Hände geraten und überhaupt. Ich war froh über jede Unterstützung, auch wenn die in diesem Fall religiös motiviert war - man kann sich seine Verbündeten ja nicht immer aussuchen, und im Moment war mir deren Motiv auch herzlich egal. Sowieso war ich mittlerweile völlig aufgelöst und selbst am Heulen - dummerweise konnte mich natürlich auch Gottes bzw. Jesu Wort und die Tatsache, daß beide auf meiner Seite seien, nicht wirklich trösten. Ich brauchte diese beiden verdammten Idioten zurück, und das pronto. Die waren aber meilenweit nicht zu sehen, und wenn ich die Bustür auch nur für 5 Sekunden verlassen hätte, dann hätte der die Tür zugemacht und wäre abgefahren. Wenn ich doch nur eine Idee gehabt hätte, wo die überhaupt hingekommen waren!

Was dann kam, daran kann ich mich selbst nicht mehr so genau erinnern, es ist alles nur noch eine verschwommene Erinnerung an verzweifeltes Weinen, Busfahrer-und-Passagiere-Anflehen (ich glaube, mittlerweile hatte ich auch die Namen sämtlicher geeignet erscheinenden Gottheiten mindestens einmal angerufen), allgemeines Brüllen und wüste Drohungen. Ich glaube, wir waren kurz vor ernsthaften Handgreiflichkeiten, als ich mit der Bitte ankam, wenn er schon dort nicht mehr länger parken dürfte, doch eben als allerletztes noch einmal um den Block zu fahren. Langsam. Das dürfe er ja wohl, fahren sei ja nicht stehen. Ich glaube, ich hab ihm sogar noch sämtliches Geld geboten, was ich dabeihatte, wenn er eben noch einmal um den Block fahren würde und dann erst nach Pennsylvania zurück. Mit der letzten verzweifelten Hoffnung, dann irgendwo diese beiden Dorftrottel zu sehen.

Bei diesem Vorschlag schlug sich doch ein Teil der "Jetzt schmeißen Sie doch endlich diese kreischende Irre aus dem Bus und fahren Sie los!!"-Fraktion noch auf meine Seite, man sei ja kein Unmensch, zumal klar war, daß er dann definitiv fahren würde, mehr Aufschub würde es nicht geben. Was mein Problem, ob ich nun alleine mit dem Bus heimfahren sollte und die beiden sich ein paar Hundert Kilometer von daheim weg selbst überlassen, oder den Bus ohne mich wegfahren lassen, auch maximal um eine Minute nach hinten verschoben hat, und ich immer noch keine Lösung für dieses Problem hatte.

Wie auch immer, mehr Hinhalten ging wirklich nicht mehr, es war Ende. Ich mußte die Bustür freigeben, die Tür fuhr zu und der Bus setzte sich in Bewegung. Tatsächlich einmal um den Block, und relativ langsam. Eine Kurve, zwei, drei. Nichts zu sehen von den beiden Mädels. Der Bus bog also um die letzte Kurve und richtete die Nase Richtung Ausfallstraße - da sah ich die beiden vorn um die Ecke biegen. Ja, sie waren es. Schlendernd. Ich will nicht wissen, wem ich alles einen Hörschaden verpaßt hab, als ich in heller Panik losgeschrien habe, da seien sie, und jetzt müsse er sie doch wirklich noch mitnehmen. Die beiden schienen nichts zu hören und zu sehen, jedenfalls latschten sie gemächlich Richtung Bushaltestelle!!! Da fing der Busfahrer wieder an, er könne aber nicht mehr halten, und es sei zu spät. Ich heulte, dann solle er in [hier alle geeigneten Gottheiten von oben wieder einsetzen]s Namen und um der Seele von [alle geeigneten Märtyrer, die mir einfielen] willen und [alles andere, was mir sonst noch überhaupt einfiel] einfach so langsam weiterfahren, dann müßten sie eben aufspringen, ich müßte sie nur rufen können. Vermutlich um sein Gehör und das der Passagiere zu schonen, machte er tatsächlich die Tür auf, während er weiterfuhr. Allein das war vermutlich schon gegen zig andere Vorschriften und würde ihn seinen Job kosten und ihn ins Gefängnis bringen und wasweißich - kaum daß die Tür auch nur halbwegs auf war, stand ich auf der untersten Stufe, fuchtelte mit den Armen, brüllte volle Kanne die Namen der beiden Mädels und "RUN!!!"

Und tatsächlich, trotz ihrer gemütlichen Unterhaltung und der Tatsache, daß sie überhaupt nicht auf die Straße achteten - sie hörten mich. Beim zweiten Mal, oder so. Jedenfalls sahen sie mich dann auch noch, kamen auch angerannt, rein in den Bus, Tür zu, und nichts wie weg auf die Autobahn. Von der Rückfahrt weiß ich nichts mehr - ich bin auf dem nächstbesten Sitz völlig zusammengebrochen, wurde noch von diversen Frauen getröstet und zugelabert, Gott sei mit mir und das alles und ich sei ein guter Mensch und hätte eine reine Seele und so weiter; die beiden Mädels hatten natürlich keine Ahnung, was eigentlich so schlimm war und sie hätten den Bus doch gekriegt und es sei doch alles gut und überhaupt, warum ich mich denn so aufregen würde. Ich hätte die beiden am liebsten erschlagen, aber das konnte ich natürlich nicht machen, nachdem ich gerade so auf Jesu Gefolgsleute als meine einzigen Verbündeten angewiesen war und die davon überzeugt hatte, daß mir nur das Wohl der beiden unschuldigen Mädchen am Herzen lag. Das war ja auch eigentlich nicht falsch, gar nicht, aber ich wollte sie trotzdem erschlagen. Wenigstens schlagen wollte ich sie!

Unserer Gastmutter hab ich dann trotzdem gar nichts davon erzählt, und diese beiden waren so schlau, es ebenfalls nicht zu tun. So sehr ich fand, daß sie irgendeine Bestrafung verdient hätten - ich hatte dann später mal gefragt, wo in Dreiteufelsnamen sie eigentlich gesteckt hatten und warum sie nicht rechtzeitig da waren, und sie waren wohl irgendwas kaufen und weil's das da nicht gab, dann noch woanders, jedenfalls irgendwas total Beknacktes und völlig Unnötiges -, so wenig hätte es mir gebracht, wenn ich's unserer Gastmutter erzählt hätte. Denn das Donnerwetter hätte auf jeden Fall ich an den Kopf bekommen, Verantwortung und so. Darauf konnte ich dann auch dankend verzichten. Übrigens wollte der Busfahrer mein Geld dann auch nicht. Der war in die ganzen Lobeshymnen als Guter Mensch und Retter zweier, nein, dreier Mädchen übrigens dann auch aufgenommen worden, und was er doch für ein gutes Herz gehabt hätte, so lange zu warten. Ob das der Grund war, daß er kein Geld mehr wollte, weiß ich nicht, er hat jedenfalls auch auf meinen aufrichtigen Dank hin nur irgendwas gegrunzt und "machtdaßihrwegkommt".

Abschließend möchte ich noch feststellen, daß ich die erwähnten "Gefolgsleute Jesu" ihrer Ansichten wegen nicht lächerlich finde oder so etwas - im Gegenteil, ich war über die Hilfe der Frauen wirklich aufrichtig dankbar und hatte selbst ein etwas schlechtes Gewissen, daß ich ihnen mehr oder weniger vorgemacht hätte, ebenfalls als 'guter Christ' nach Gottes Wort zu leben und zu handeln; in Wahrheit stehe ich nämlich eher auf der agnostischen Seite, aber das wäre eindeutig der falsche Zeitpunkt für Grundsatzdiskussionen gewesen. Mich hatte es nur wirklich verblüfft, da ich so etwas hierzulande noch nicht erlebt hatte, daß sozusagem die 'ganz normalen Leute' von der Straße in einem solchen Fall die Bibel als Leitfaden für ihr eigenes Handeln und das anderer heranziehen. In dem Fall waren die und ich ja aber auch völlig derselben Meinung, was 'richtig' wäre, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Das nur als Anmerkung dazu.

18.10.2006 um 16:05 Uhr

Verdammtes Drecksding der waschmaschinigen Art

von: Ranwen

Stimmung: genervt
Musik: Wenn ich nicht im Büro säße, vermutlich "Stone Cold" von Hammerfall

Aus aktuellem Anlaß hier die neueste Episode der beliebten Serie "Ranwen und die Waschmaschine", ausnahmsweise erzählt in der 3. Person, da die Hauptdarstellerin schon seit heute morgen das Gefühl hat, im falschen Film mitzuspielen.

*jingle*


Ranwen beschließt, die alte Waschmaschine selbst abzubauen, da sie das eigentlich kann und da diese Waschmaschine seit 6+ Jahren auf diesem Platz steht, nie bewegt wurde und darunter zumindest mal geputzt werden sollte, bevor die neue da hinkommt.

Also stellt Ranwen den Wasserhahn ab und wundert sich, weil sie im Kopf hatte, daß der doch eigentlich weiter zugeht. Aber na schön, er bewegt sich keinen Millimeter weiter, vielleicht hat sie ja was Falsches im Kopf, wäre nicht das erste Mal.

Ranwen macht sich also am Aquastop-Schlauch zu schaffen und stellt fest, daß der Wasserhahn alles andere als zu ist. Wasserdruck getestet und vorhanden, thankyouverymuch. *platsch*.

Tja, wenn da aber trotz zugedrehtem Hahn Druck auf der Leitung ist, dann haben wir hier ein generelles Problem mit dem Abbau. Ranwen testet also nochmal, ob sich der Wasserhahn nicht doch weiter zudrehen läßt. Der war doch sonst...? Er läßt sich nicht. Wird also so kapitelfest zugedreht, wie er halt geht. Bei nochmaligem Versuch, den Schlauch abzumontieren, gleiches Spielchen wie vorher, diesmal war nur wohlweislich das Handtuch drumgewickelt. Es bleibt bei 'Druck auf der Wasserleitung'.

Ranwen schwenkt um auf Plan B. Also Haupthahn im Keller abstellen. Der ist auch noch an seinem Platz, und die gute Nachricht: tatsächlich, wie Ranwen das auch in Erinnerung hatte, läßt sich das Wasser für die Stockwerke getrennt abstellen, sie muß also nicht dem ganzen Haus mal eben unangekündigt das Wasser abdrehen. Die schlechte Nachricht: die drei Absperrventile sind natürlich nicht beschriftet. Himmeldonnerwetternochmal!

Nun überlegt Ranwen, ob sie rübergeht und den Vermieter fragt, welcher Hahn welcher ist. Eigentlich will sie nicht, denn der stellt gerne neugierige Fragen (zum Beispiel, warum man denn das Wasser abstellen will *augenroll*) und textet einen generell immer dann zu, wenn man's am wenigsten gebrauchen kann. Im Moment kann sie's gar nicht gebrauchen. Also keine Option.

Aber irgendwie muß sie schließlich rauskriegen, welches Absperrventil nun das richtige ist. Erst mal werden also alle drei Wasseruhren inspiziert, ob denn irgendeine läuft. Laufende Geräte haben es nicht so gerne, wenn man ihnen einfach so das Wasser abdreht. Aber alle 3 Wasseruhren stehen still. Sehr schön.

Unter diesen Umständen wird nämlich auch die Methode funktionieren, die dem Experimentalphysiker am nächsten liegt und die normalerweise mit zwei Leuten und irgendeiner Kommunikationsform (entweder Handy (sophisticated method) oder Durchs-Treppenhaus-Brüllen) ausgeführt werden würde. Da Ranwen aber alleine arbeitet, weil die Nachbarin aus dem ersten Stock natürlich schon weg ist und Ranwen absolut keine Lust hat, bei den beiden ewig streitenden Vollidioten aus dem untersten Stock auch nur zu klingeln, muß die fehlende 2. Person eben durch Teleportation ersetzt werden; mangels Teleporterfähigkeiten eben durch möglichst schnelles Fortbewegen.

Also. Ranwen marschiert aus dem Keller wieder in den 2. Stock, steckt den Wannenstöpsel in die Badewanne, dreht den Wasserhahn auf und rennt wieder runter in den Keller. Die linkseste der drei Wasseruhren läuft. Aha. Damit wäre geklärt, welche die richtige ist. Und gleich wäre auch geklärt, ob das dazugehörige Absperrventil funktioniert - Ranwen dreht nämlich jetzt unten im Keller das Ventil zu und stellt bei der Rückkehr ins Treppenhaus schon dank der oben offengelassenen Türen akustisch fest, daß tatsächlich oben im 2. Stock der Wasserhahn nicht mehr läuft. Doppelter Beweis. Und außerdem braucht sie die Treppen nicht raufzurennen, das hat auch etwas für sich.

Tatsache, jetzt geht der Aquastop-Schlauch auch ab, ohne die Bude unter Wasser zu setzen. Allerdings sind da ein paar Krümel im Sieb, die zwar Ranwens Meinung nach nicht ausgereicht hätten, den Aquastop lahmzulegen, aber das muß jetzt trotzdem noch probiert werden. Krümel raus, Schlauch wieder dran. In den Keller und das Wasser wieder angestellt.

Wieder hoch in den 2. Stock, Wasserhahn auf, Stecker in die Steckdose, einschalten. Waschmaschine macht das gleiche, was sie auch vorher getan hat, nämlich gar nichts außer einem Anfangsröcheln. Ranwen ist irgendwo zufrieden, daß verdammtes Drecksding doch definitiv kaputt ist und es nicht nur an Ranwenscher Unterlassungssünde, dieses Sieb zu kontrollieren, gelegen hat. Andererseits wußte sie vorher, daß der Aquastop zumindest ohnehin nicht ausgelöst war, da die Maschine dann hätte auf Abpumpen schalten müssen, was sie nicht tat.

Auch wenn sie später den Haupthahn unten wieder abstellen wird (aber erst, wenn die Monteure da sind), dreht Ranwen trotzdem den Hahn oben wieder zu, so weit er halt geht... dabei macht es 'krk', und lo and behold, plötzlich dreht sich dieser verfluchte Misthahn DOCH so weit zu, wie Ranwen das vorher auch im Kopf hatte und wie er die ganze Zeit selbst unter Anwendung von roher Gewalt nicht tat. Ah ja ? ? ? ? *schnaub*

Es gibt einen Spruch, der da lautet: "If it doesn't work using brute force, then you're not using enough of it."

Ranwen dachte eigentlich, sie hätte ihn beherzigt, schließlich kennt sie ihn lange genug. Aber offenbar war es verdammtem Drecksding nicht gut genug! Aaaalso schön. *schnaub* Damit hat sich auch die Sache mit dem Haupthahn erledigt, der kann offen bleiben. Es sei denn... Ranwen probiert mal vorsichtig am Aquastopschlauch, ob da immer noch... aber der Hahn ist so zu, wie er zu sein soll. Hrmpf!!! Warum nicht gleich?!

*jingle*
Sie lasen die aktuellste Episode aus der Serie "Ranwen und die Waschmaschine", es folgt ein Klavierkonzert.


Im Nachhinein stellte es sich dann übrigens als sehr schlau heraus, den Monteuren vorher deren eigentliche Arbeit abzunehmen, die alte Maschine noch abzubauen, denn aus irgendeinem Grund hatte der Mensch aus dem Laden die Lieferung als "Ohne Montage" aufgelistet, obwohl ich ihm das Gegenteil gesagt hatte. Muß man denn alles doppelt und fünffach kontrollieren??

Da das also wegfiel, weil das alte Drecksding dann schon fertig abgekabelt im Flur stand, haben sie doch noch die Transportsicherungen der neuen Waschmaschine rausgeholt (ich kann das zwar prinzipiell auch, aber die können das schneller und vor allem mit weniger Nervenaufwand meinerseits) und die Schläuche an ihren Platz gemurkst.

Was nun noch fehlt, ist die Justage der Füße, daß sie auch halbwegs gerade steht, aber mit Schraubenschlüssel und Wasserwaage sollte ich eigentlich umgehen können - daß man an die hinteren Füße nur mit yogaartigen Verrenkungen drankommt, ist eine andere Geschichte...

Argh!!!

06.10.2006 um 14:23 Uhr

Lesen lernen!!!

von: Ranwen

Stimmung: aggressiv

Heute vormittag war fröhliches Vordiplomsklausurkorrigieren angesetzt. So weit, so schön. Biologen, diesmal. Nun gut, das heißt eigentlich nur, daß wir nicht sooo streng mit den armen Studenten umgehen sollen (was wir sowieso nie tun) und daß die Aufgaben einfacher sind als bei den Physikern.

Aber daß diese immerhin Abitur habenden Individuen nicht mal die grundlegende Fähigkeit des Lesens zu beherrschen scheinen, das hat mich doch schon ziemlich entnervt.

Die Fragestellung war von der Art gewesen, daß ein Ziel horizontal (!) und geradlinig fliegt und ein Schütze unten steht und vertikal (!) drauf schießt. Also schon so einfach wie möglich, oder? Aber nein, eine Menge Leute meinten, der Schütze würde ja im Winkel schießen müssen, und rechneten eine Menge merkwürdiger Dinge daher. Hallo?! Es steht doch in der Aufgabe, daß er's nicht tut, sondern einfach senkrecht nach oben schießt, oder?? Also was soll das?

Wie dem auch sei, die sollten die Entfernung Schütze-Ziel berechnen, in dem Moment, wo er schießt, und unter der Annahme, daß er sein Ziel dann auch trifft. Das Ziel flog horizontal mit konstanter Geschwindigkeit in 50 m Höhe, so stand es in der Aufgabe. Da rechnet mir schon mal gleich der erste aus, daß das Ziel in 10 m Höhe sei, wenn der Schütze es trifft. Ah ja. Nein, wie er darauf gekommen ist, weiß ich wirklich nicht. Welchen Teil von "das Ziel fliegt horizontal in 50 m Höhe" hatte der jetzt nicht gelesen? 

Außerdem mußte man, um die Aufgabe zu lösen, irgendwann die Strecke bestimmen, die das Ziel von dem Moment, wo der Schütze schießt, bis zum 'Treff-Punkt' noch zurücklegt. Das waren 4 Meter nochwas. Und wie viele Leute haben mir das dann entweder als Lösung angeboten (statt der gefragten Entfernung Schütze-Ziel) oder sogar tatsächlich hingeschrieben, das SEI die Entfernung Schütze-Ziel? 

Wenn ihr LESEN würdet, hättet ihr gelesen, daß - wie oft noch? - das Ziel in 50 m Höhe horizontal fliegt. Der Schütze steht auf dem Boden, auch das stand da. Und es stand sogar noch in der Aufgabe, daß man die Höhe des Schützen ignorieren durfte.  Und da wollt ihr mir verkaufen, die Entfernung zwischen Schütze und Ziel seien dann 4 Meter nochwas?? 

Argh!

Und das Schlimmste war, daß das niemandem von denen, die das hingeschrieben haben, auch nur aufgefallen ist, daß das ja wohl schlecht sein kann.

Wenn jemand wenigstens noch merkt, daß ein Ergebnis Quatsch ist und zwar den Fehler nicht mehr findet, aber wenigstens dazuschreibt, daß er erkannt hat, daß sein Ergebnis nicht stimmen kann, das gibt schon immer weniger Punktabzug. (Mir hat's sogar einmal eine Vordiplomsaufgabe in der Chemie gerettet. Ich hatte bei irgendeiner "Wanderer klettern auf einem Berg rum und stellen fest, daß das Wasser bei soundsoviel Grad Celsius schon kocht - wie hoch ist der Berg?"-Aufgabe erst mal was von 10000 m ausgerechnet. Da aber selbst der Mount Everest aber nur ein Achttausender ist, mußte da wohl irgendwo der Wurm in der Rechnung sein, und war er auch. Er wurde gefunden und eliminiert, die Aufgabe war dann meines Wissens volle Punktzahl.)

Warum also kommt es keinem komisch vor, wenn ein in 50 m Höhe fliegendes Ziel plötzlich nur 4 Meter weit weg sein soll??

Im Endeffekt haben vielleicht 4 von den 30+ Leuten überhaupt eine zur Frage passende Antwort hingeschrieben, während der Rest es nicht mal gemerkt zu haben schien, daß das, was sie da hingeschrieben hatten, nicht das war, was gefragt war. Ich habe sogar einer Frau tatsächlich volle Punktzahl gegeben, OBWOHL sie die eigentliche Frage gar nicht beantwortet hatte, einfach weil wenigstens ihre Rechnung denktechnisch richtig war (was vielleicht auch nur auf 3-4 Leute zutraf...) und weil ich, wenn ich ihr jetzt noch was abgezogen hätte, den meisten anderen negative Punkte hätte geben müssen. 

Leute. Wir WOLLEN euch durch die Klausur nicht durchfallen lassen, wißt ihr. Aber so macht Klausurkorrigieren echt keinen Spaß, wenn man dauernd SOLCHE unnötigen Fehler sieht. 

Ist es denn echt zu viel verlangt, wenigstens die Aufgabenstellung zu lesen??

Vor allem heißt es dann nachher wieder, wir und/oder die Physik seien schuld. Zu schwer, zu viel, zu "Physik - kapier ich ja doch nicht", und so weiter. Gnargh. Das ist einfach so nicht richtig. Wenn ihr nicht in der Lage seid, eine Aufgabe richtig zu LESEN, dann können wir da auch nichts mehr retten. Da ist aber nicht die Physik dran schuld, sondern ehrlich gesagt ihr selbst, Kinners. Lernt mal lesen. 

[/rant]

03.10.2006 um 00:47 Uhr

Alles außer Mozilla verwirrende Schriftart

von: Ranwen

Stimmung: ruhig

Warum sagt mir eigentlich keiner, daß meine simple Änderung des Standardfonts auf eine Schriftart mit Serifen dazu geführt hat, daß dieses Blog im IE überhaupt nicht mehr sinnvoll lesbar war? Ich dachte eigentlich, daß gerade CSS dazu da sei, daß Seiten in jedem Browser gut aussehen. Ähm, ja. Danke, Microsoft. Ich hab ja vorhin einen Anfall gekriegt, als ich gesehen habe, was der IE aus dem Layout gemacht hat. Dabei habe ich wirklich nichts anderes getan als versucht, diese serifenlose Schriftart loszuwerden, weil ich sie nicht mag. Kann doch eigentlich nicht so schwer sein, oder? 

Ich weiß, es hat keinen Sinn, rhetorische Fragen an Software zu stellen.

Und ich muß fairerweise zugeben, daß ich über den IE-Layoutsalat so entsetzt war, daß ich's mit Opera nicht mehr getestet habe. 

Ich habe jetzt also erst mal bis auf weiteres wieder das Standardlayout genommen, bis ich Zeit und Lust habe, mich mit den Marotten des IE rumzuärgern. Also erst mal nicht *g*, denn im Moment habe ich weder noch. Dann halt nicht, duh. So wichtig ist es dann auch wieder nicht.

Da zeigt sich, wie entspannend eine Sauna sein kann. Normalerweise kann ich mich über ein Stück aufsässigen Code ohne Ende ärgern. Ähm, Korrektur... meistens kann ich das nicht nur, sondern meistens tue ich das auch noch. 

Es war eine verdammt gute Idee von den Finnen, die Sauna zu erfinden. Kiitos, ihr da oben! Für die Erfindung der Sauna verzeihe ich euch sogar diese unmögliche Sprache. Allein auf die Idee zu kommen, daß 'nein' ein Verb sein sollte, dazu gehört schon einiges. Das haben nicht mal die Franzosen geschafft, und die schrecken ja sonst vor kaum einem Mist zurück. Zumindest in sprachlicher Hinsicht, meine ich... und was Laserkomponenten betrifft, sollte man mich auch besser nicht nach meiner Meinung über französischen Mist fragen. 

Denn ich wollte mich heute ja nicht mehr über irgendwas Unwürdiges ärgern, sondern die Nachwirkungen der Sauna genießen. Vorzugsweise in Verbindung mit einigen weichen Kissen, einer Decke und vielleicht einem Schlaftrunk :)

29.09.2006 um 12:01 Uhr

Green Hell Blog Tour 1st Edition Post-deadline Contribution

von: Ranwen

Stimmung: müde

Green Hell Blog Tour 1st Edition Post-deadline contribution

Folgender Eintrag ist Teil der, ähm, Nachauflage der Green Hell Blog Tour 1st Edition.
Natürlich hatte ich das Blog erst, kurz nachdem Teil 1 schon durch war. ;)

Der letzte ordnungsgemäße Beitrag der ersten Runde war dieser hier von aubloomiel, und die erste der zweiten Runde ist Eli... äh, TUFKAE Purslane. Nach mir hat noch JuanitaLaetitia mit diesem Eintrag zur Nachauflage der 1st Edition beigetragen ;).

Erste Aufgabe:
Stellt euch vor, ihr könntet in der Zeit zehn Jahre zurück reisen und euer damaliges Ich treffen. Was würdet ihr ihm sagen wollen? Vor was wollt ihr es warnen? Welche Ratschläge gebt ihr ihm mit auf den Weg?
[Jegliche zeitreisentheoretische Paradoxa sind zum Zwecke dieses Blogeintrages außer Kraft gesetzt, ihr müsst euch also keine Sorgen um Paralleluniversen, multiples Kaskadenversagen und kleine Mönche mit Besen machen. Haut rein.]

Zehn Jahre zurück, da wäre ich also 20, hätte mein Abi in der Tasche, wäre gerade von 6 Wochen Islandsommer zurück, wäre irgendwann noch 2 Wochen in den USA (oder gerade gewesen, ich weiß es nicht mehr genau) und stünde kurz vor Studienbeginn. Ich würde mich nicht mit Briefeschreiben aufhalten oder ähnlichem, weil der Sachverhalt sehr viel schneller zu klären ist, wenn man direkt miteinander kommunizieren kann.
Gleich als ich die Aufgabe gelesen hatte, mußte ich an eine typische Zeitreisesituation denken, wie sie bei Pratchett beschrieben ist: Rincewind versucht, aus der Zukunft mit seinem Alter Ego Kontakt aufzunehmen, um selbiges davor zu warnen, daß es bei der Rückkehr von einer Zeitreise in einen Fluß fallen wird. Das sieht dann so aus:

Then Rincewind looked up. [...]
"Good evening!", he said. "Don't worry about us, we're just passing through..."
"Now this is where it all gets complicated," said a voice behind him. It was a familiar one, being his own. "I've only got a few seconds before the loop closes, so here's what you have to do. When you go back to Dee's time ... hold your breath."
"Are you me?" said Rincewind, peering into the gloom.
"Yes. And I'm telling you to hold your breath. Would I lie to me?"



Später in der Erzählung stehen sogar alle Zauberer vor dem Problem, nochmals in der Zeit zurückzureisen und sich selbst davon abzuhalten, Dinge zu ändern, die sie nicht ändern sollten, und sie lösen (bis auf Rincewind, der sich einfach auf die Schulter tippt, sich umdreht, sich selbst sieht und sich wenig überrascht mit "Oh, you" begrüßt) das Problem ganz pragmatisch, indem sie ihrem anderen Selbst einfach Dinge erzählen, die kein anderer außer ihnen selbst wissen kann. (Das wird bei den Zauberern nur dadurch kompliziert, daß es Geheimnisse in ihrem Leben gibt, von denen die Zauberer nicht einmal wollen, daß sie selbst sie wissen.)
So in der Art würde ich das auch handhaben, falls ich mir nicht glaube ;).

Ich würde mein Alter, ähm, Junior Ego also vermutlich auf einen kleinen Spaziergang um den Frankfurter Golfplatz oder an den Main einladen, weil es noch zu Hause wohnt und ich meinen Eltern keine komischen Dinge erklären möchte. Inverse Tachyonenstrahlen und so Zeugs, nicht. (Im Prinzip könnte ich jetzt nachsehen, wann die US-Erstausstrahlung von "All Good Things" war, denn diese letzte Folge von ST:TNG habe ich damals im Fernsehen zusammen mit Freunden in Kalifornien geguckt, ziemlich genau vor zehn Jahren halt. Dann wüßte ich auch, wann ich die zwei Wochen in den USA war...;) )

Auf jeden Fall würde ich ihm eins klarmachen - daß es sich alle halbe Jahre auf Morbus Hodgkin testen lassen sollte. Egal ob die anderen es für verrückt erklären oder nicht, aber sonst würde es in 4 Jahren mit Lymphdrüsenkrebs im Stadium IV von IV möglichen dastehen, weil keiner den hat kommen sehen. Zwar würde es das überleben, aber es gibt Erfahrungen, auf die ich wirklich verzichten möchte, wenn ich die Chance dazu bekomme. Das wäre das eine.

Und außerdem sollte es sich, wenn es sich einfach nur scheiße fühlt und nicht wirklich weiß, warum eigentlich, mal pronto auf Depression untersuchen lassen, statt einfach nur zu glauben, daß das schon wieder weggeht und daß es sich einfach nur anstellen würde. Das letzte Jahr würde ich mir und anderen im Rückblick nämlich auch gerne ersparen; es gehört - zusammen mit der Krebsdiagnose und der Chemotherapie - zu den Erfahrungen, von denen ich nicht meine, daß ich sie gebraucht hätte, und auf die ich gern verzichtet hätte. Vielleicht hat sich dieses zweite Problem ja mit dem dann hoffentlich früher zu erkennenden Hodgkin schon teilweise erledigt, aber nur für alle Fälle. Wenn es zweifelt, solle es sich dran erinnern, was es seiner Mutter vor ein paar Jahren erzählt hat, nämlich "du hättest zum Arzt gehen sollen, dann hättest du's dir selbst und uns allen weniger schwer gemacht - gibt keinen Grund, sich mehr zu quälen als nötig", und sich dann verdammt noch mal selbst dran halten, weil's tatsächlich das Richtige ist, wie es ja sehr wohl selbst weiß.

So, das wären die beiden Sachen, vor denen ich mein Junior Ego wirklich warnen würde. Das würde ich ihm schon irgendwie einprügeln, daß das sehr, sehr wichtig ist und daß es, auch wenn es sonst nichts von mir hält, diese beiden Dinge tun möge. Klar haben auch diese Erfahrungen mich zu dem gemacht, was ich heute bin, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich sie trotzdem nicht machen wollen.

Wenn ich sicher bin, daß das sitzt, dann würde ich mich entspannen, uns ein Eis gönnen und meinem Junior Ego sagen, daß es ansonsten einfach machen soll, was es denkt, es wäre schon so weitestgehend sinnvoll. Vielleicht würde ich es sicherheitshalber daran erinnern wollen, beim Studienanfang auf einen gewissen Drittsemester etwas mehr zu achten und ihn keinesfalls zu verschrecken, aber vermutlich werde ich's nicht sagen, denn das würde es ja sowieso tun. Es ist ja nicht blöd, nicht wahr. ;)

Vielleicht würde ich ihm noch ein paar nützliche Kleinigkeiten mit auf den Weg geben, wie zB daß es sich die Vorlesungen eines gewissen Profs sparen sollte und sich stattdessen gleich ein gutes Buch kaufen, oder sich keinen Kopf um das blöde Nebenfach machen, weil es zum Schluß doch ein anderes machen wird. Aber das sind nur Details. Ansonsten würde ich keine größeren Sachen verraten... eben weil es das alles auch ganz gut von alleine hinbekommt und ich es noch nie sonderlich gut vertragen habe, wenn man mir ohne triftigen Grund reinreden wollte.

Tja, vermutlich werde ich ohnehin gar nicht so lange am Stück reden können, weil ich nicht weiß, ob mich mein Junior Ego nicht gnadenlos zutexten und zufragen würde. Schließlich ist es auch nur eine Inkarnation von mir. ;) Aber ich glaube, ich würde schon einen Weg finden, daß es mal die Klappe hält und mich reden läßt. Schließlich wird es auch wissen, daß es zwecklos ist, mir Fragen zu stellen, die ich eh nicht beantworten würde ;). Den Spitznamen Miss Spock hatte ich zu der Zeit ja schon.

Wie dem auch sei, ich würde mich mit meinem Junior Ego noch den Rest des Spaziergangs gemütlich unterhalten und ihm eben auf seine Neugier hin ein paar unwichtige Dinge erzählen, die ihm das Leben nichtsdestotrotz etwas leichter machen sollten. "Versuch gar nicht erst, Theo aus dem Sakurai zu lernen, das ist ne ganz blöde Idee - kauf dir gleich den Fließbach, und um den Cohen-Tannoudji kommst du eh nicht rum, auch wenn die erste Auflage noch voller Druckfehler ist. Und vergiß die ganzen Bücher, die man dir für Ana andrehen will... das beste Buch kommt erst noch raus, aber rechtzeitig fürs Vordiplom (frag Christoph). Kauf dir vorher noch das Gelbe Rechenbuch und den Howard Anton (frag Christoph... ja ich weiß auch, daß du noch keinen Christoph kennst, aber der ist dann eh in deiner Praktikumsgruppe), und mehr brauchst du eigentlich nicht." Die entnervende Suche nach den richtigen Büchern hat mit Sicherheit nicht so viel für meinen Charakter getan, als daß ich die nicht etwas abkürzen könnte, wenn ich schon gefragt werde (und das würde ich mich vermutlich fragen, ich kenn mich).

Zu guter Letzt würde ich mein Junior Ego noch mal an die beiden Dinge erinnern, die wirklich wichtig sind, ihm viel Glück wünschen (denn es weiß, daß man einem anderen eigentlich immer Glück wünschen kann, weil das das einzige ist, auf das man selbst überhaupt keinen Einfluß hat... den Spruch kennt es schon, den hat es von seinem und damit auch meinem Ex) und mich in ein Logikwölkchen auflösen. Poff.

P.S. Wer übrigens die Geschichte der zeitreisenden Zauberer nachlesen will: Terry Pratchett, Ian Stewart & Jack Cohen, "The Science of Discworld II: The Globe"

27.09.2006 um 21:25 Uhr

One-Man-Bucket oder Das Namensproblem

von: Ranwen

Stimmung: Immer noch genervt über Blogigos HTML-Verwurstler!

 

(Randnotiz: Da ich sämtliche Beiträge offline schreibe, da der HTML-Editor von Blogigo, nun ja, nervt, spiegeln die Zeiten nicht unbedingt die Entstehungszeiten der Einträge wider ;) )

So, Blog ist schnell eingerichtet... aber wie soll es denn nun heißen?
Beim erfolglosen Grübeln fiel mir unweigerlich die Geschichte von One-Man-Bucket ein.

One-Man-Bucket heißt eigentlich One-Man-Pouring-A-Bucket-Of-Water-Over-Two-Dogs und stammt aus einem Indianerstamm, in dem es Sitte ist, neugeborene Kinder auf eine sehr einfache Weise zu benennen: die Mutter schaut nach der Geburt aus dem Zelt und das erste, was sie sieht, danach wird das Kind benannt.
Nachzulesen ist das Ganze bei Terry Pratchett. One-Man-Bucket wird auch einmal wegen seines doch gewöhnungsbedürftigen Namens bedauert, woraufhin er erwidert, daß es seinen älteren Zwillingsbruder noch viel schlimmer getroffen hätte. Auf die Frage, ob denn der Bruder dann Two-Dogs-Fighting geheißen hätte, meint One-Man-Bucket nur, daß sein Bruder wohl seinen rechten Arm gegeben hätte, um Two-Dogs-Fighting zu heißen... der Rest bleibt dem geneigten Leser überlassen. ;)

Ich versuchte nun also gestern, ob sich mit dieser schönen Methode nicht auch ein Blog benennen lassen könnte. Allerdings war es draußen schon dunkel, absolut nichts los, und weder "Straßenlaterne" noch "Kein Mensch auf der Straße" waren akzeptable Optionen - wenn man auch Hören zugelassen hätte, hieße das Blog auf diese Weise übrigens "Diese Vollidioten aus dem untersten Stock streiten schon wieder".

Probieren wir's also statt mit dem Wohnzimmerfenster mit dem eigenen Fenster. Das den Nachteil hat, ein Dachfenster zu sein und nach Norden zu weisen, weswegen ich bei Nacht aus diesem Fenster mal gerade gar nichts sehe außer Schwärze. Und selbst wenn ich vom Schreibtisch aufstehen würde, würde ich allenfalls die Antenne vom Nachbarhaus sehen. Aber nur dann, wenn es hell ist.

Der liebe Vorschlag "Antenne vom Nachbarhaus, die ich aber nur dann sehe, wenn es hell ist", wurde wegen Überlänge abgelehnt.
Da könnte ich das Blog schließlich auch gleich "Blog mit einem so langen Titel, daß er nicht mehr in die Titelzeile paßt" nennen.

Also wurde das Problem Blogname gestern erst einmal ad acta gelegt, bis ich heute wieder vor dem Rechner saß und beschlossen hatte, dem Ding erst mal irgendeinen provisorischen Namen zu verpassen - man kann ihn ja ohnehin beliebig ändern, nicht wahr. Ich starre also wieder mal aus dem Dachfenster, und was sehe ich?

Genau. "Schäfchenwolken" ist übrigens Centi für "ich muß weg". ;)

Und ja, das Blog bekommt irgendwann einen 'richtigen' Titel. Irgendwann - Provisorien halten bekanntlich ewig.

Wenn mir irgendwas Kreatives einfällt.
Oder wenn vor dem Fenster einmal irgendwas Interessantes passiert ;).

27.09.2006 um 20:53 Uhr

Kosh und Stina sind schuld.

von: Ranwen

Stimmung: Angenervt über blöden HTML-Editor

Einige meiner Freunde haben Blogs. Einige nicht. Bisher hatte ich keins. Ich hätte ach nicht gewußt, warum ich eins hätte haben sollen. Irgendwann habe ich spaßeshalber die Frage im Forum als Umfrage gestellt, ob ich ein Blog haben sollte - und die Mehrheit war zwar dafür, wußte aber auch nicht, warum (bis auf diejenigen, die meinten, es sei unfair, immer nur anderer Leute Blogs zu lesen, aber selbst keins zu haben - das Argument ergab wenigstens einen gewissen Sinn).
Meine eigene Antwort auf die Frage "Sollte ich ein Blog haben?" blieb 'Nein - wozu??'. Das wurde auch von der Mehrheit für "Ja. Weil halt *fuchtel*" nicht aufgewogen, da das meiner Meinung nach keine befriedigende Antwort auf die Kernfrage "wozu??" darstellte.

Dann kam Stinas Blog Tour. Und mit "Damit du bei Stinas Blog Tour mitmachen kannst" war plötzlich eine Antwort auf diese Frage 'Wozu??' aufgetaucht.
Ich war also schon beinahe überzeugt. Aber nur beinahe. Dann kamen diverse RL-Dinge dazwischen, und ehe ich den entscheideden Schritt machen und mich doch noch mit auf die Liste setzen konnte, war die erste Ausgabe vorbei.
Tja, also dann doch nicht. Weil halt *fuchtel*.

In den letzten Tagen habe ich dann aber erfahren, daß mein bester Mann von Welt wo gibt tatsächlich in dieser Umfrage mitgestimmt hat, und tatsächlich für "Ja. Weil halt *fuchtel*" gestimmt hat. Seiner Meinung nach sollte ich also auch ein Blog haben. Und wie könnte ich mich dem widersetzen... :herzchenaugen:

Also sind Kosh und Stina schuld.

Der eine, weil seine Stimme in der Abstimmung natürlich den entscheidenden Ausschlag gibt (ja, ich weiß, das das auch vorher schon die Mehrheit war und ich es ignoriert habe. Aber!)
Und die andere, weil sie mir eine schlecht wegzudiskutierende Antwort auf die bisher unbeantwortete Frage "Wozu braucht Ranwen ein Weblog??" geliefert hat.

Das habt ihr jetzt davon.