Ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung!

30.11.2006 um 10:20 Uhr

Höllische Nachbarn, berechtigte Anzeigen

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Nu muss ich also meine Leckerbissen besser streuen. Wenn sie denn weg sind, passiert hier also nicht mehr so viel. Mein Glück - Euer Elend... Fröhlich

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird wissen, dass mein Nico kein Engel ist. Er wäre gern einer, aber dafür fehlt ihm leider mehr, als nur der Heiligenschein.

Es gibt also Geschichten, in denen die Anzeigen mehr als berechtigt sind.

Mir fallen da spontan zwei ein.

Da ich ja nun "streuen" muss, damit gewisse Damen bei ihrem 3. Morgenkaffee etwas zu Lachen haben, kann ich nur eine erzählen und hebe mir die andere für das nächste Mal auf! Ha... So einfach ist das.

Dafür die Beste zuerst.

Nico hat im März Geburtstag. Und dieses Jahr fiel sein Geburtstag auf einen Freitag. Da ich meinen freien Tag immer Montags hatte, musste ich Freitags arbeiten gehen. Also saßen wir hier Donnerstagabend gemütlich.

Tradition zu dieser Zeit war es eh irgendwie immer, dass er hier Donnerstagabend die Bude voll gemacht hat, um ein Wochenend-Bierchen zu trinken. Mit mir natürlich nicht, ich hatte ja noch keins.

Diesen besagten Abend hatte er seine Fahrgemeinschaft mitgebracht (ist eh nur einer *g*) und zwei Kumpels waren noch da. Ich habe mich dann relativ schnell aus'm Staub gemacht, ins Bett verkrümelt.

War mir hier eh alles zu stressig. Vier Männer, die wild durch die Gegend sprechen und alles voller Alk -nee, das brauch ich nicht.

Habe ihnen noch gesagt, dass sie doch bitte Rücksicht auf mich nehmen sollten. Und auf die Nachbarn, die sind schließlich empfindlicher als ich (auch, wenn ich in der selben Wohnung schlafe wie ein Stein!).

Als ich dann am Freitagmorgen aufgewacht bin, durch das freundliche Klingeln meines Weckers, musste ich feststellen, dass Nico nicht neben mir schlummerte.

Mein erster Weg morgens führt mich immer ins Wohnzimmer (die böse Sucht). Vor der Tür angekommen, hörte ich Stimmen.

"Nee", dachte ich "das kann ja nicht sein."

Oh doch, das Wohnzimmer immer noch voll mit den Jungs. Total betrunken, Musik im Hintergrund.

Natürlich habe ich mich aufgeregt und gemeckert.

"Aber Nico hat doch Geburtstag!"

"Eben, ich hab doch Geburtstag, Maus!"

Ja, und selbst wenn. Es war 6.15 Uhr! Da gehören selbst Geburtstagskinder ins Bett.

Aber, nee, mein Freund hat natürlich noch weitergemacht.

Als ich gehen wollte, hörte ich sie durch's Wohnzimmer tanzen.

Ich versuchte ihnen noch irgendwie mitzugeben, dass sie sich doch bitte bis um 8 Uhr noch möglichst leise verhalten sollen.

Schien wohl auf taube Ohren zu stoßen.

Im Nachhinein hatte ich von Kathi erfahren, dass sie sie angestiftet hatten, ihnen Brötchen zu bringen.

Und dass die Polizei mehrfach hier war. Mehrfach!

Da wollte ich Nico nachträglich auch nicht in der Anzeige rausreden. Immerhin war die Polizei Zeuge der lustigen Party am Morgen. Die hat er definitiv verdient. Auch aus meiner Sicht.

Ich hatte ja gehofft, er hätte draus gelernt...

Aber die hat wohl nicht weh genug getan!

30.11.2006 um 09:12 Uhr

Höllische Nachbarn, in umgekehrter Reihenfolge

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Wer mich kennt, weiß, dass mein Lieblingsort das Bett ist.

Gut, momentan wäre mein Lieblingsort einer, bei dem ich auf meinem Hintern sitzen könnte, aber das ist ja nicht möglich.

Wenn ich also im Bett liege, dann möchte ich von alleine aufwachen. Und wenn ich geweckt werde, dann werd ich leicht muffelig.

So auch heute. Mir tut zwar alles weh, aber immerhin hab ich es immer wieder geschafft, einzuschlafen.

Jetzt aber nicht mehr. Jetzt war der Lärmpegel in unserem sanatorischen Reich etwas zu laut.

Dass unsere Nachbarin und der kleine Zarte in den Ferien von 11-12 Uhr Klavier spielen (!) daran hab ich mich ja nun gewöhnt. Wenn keine Ferien sind, dann übrigens von 16-17 Uhr.

Also, es gibt Dinge, an die man sich gewöhnt.

Nun muss ich ausholen.

Wir haben einmal im Jahr eine Eigentümerversammlung. Meistens so im Mai, wenn mich nicht alles täuscht.

Bei der diesjährigen Eigentümerversammlung wussten wir es eigentlich schon, aber es wurde eben nochmal offiziell erwähnt.

Familie Schwarzjäckel wird ausziehen...!

Die Fenster wurden schon mit "zu verkaufen"-Schildern tapeziert und nach der Eigentümerversammlung beglückwünschte uns die Hausverwaltung auch nochmal. Wahrscheinlich auch eher sich selbst, weil ja nun auch für die endlich Ruhe einkehren würde.

Und heute morgen wurde ich also von Auszugs-Geräuschen geweckt.

Ich könnte wetten, dass die grad ihre Möbel durch's Treppenhaus schleppen!

Ich will's hoffen -es wird Zeit.

Wir haben ja noch nicht einmal eine Einweihungsparty gegeben, aus Angst, dass die Polizei wieder vor der Tür steht.

Jetzt könnten wir also eine Auszugs-Party geben.

Nach 20 Jahren sind die endlich weg.

Ziehen in meine Hass-Stadt, will hoffen, in keine Doppelhaus-Hälfte.

Kinners, wir sind se los!!! Ich könnt heulen vor Glück! Fröhlich

29.11.2006 um 20:37 Uhr

Höllische Nachbarn, heute: Anzeigen

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Was macht man also, wenn die Hausverwaltung einen scheiße findet, die Anwälte nichts ausrichten können und selbst die Grünen nicht begeisterungsfähig sind?

Richtig! Man meldet sich erst bei den Grünen nachdem die Sachen geschehen sind. Und gibt somit eine Anzeige auf...

Jaja, unsere Nachbarn sind ja nicht blöd.

So erhielten wir also viele lustige Anzeigen ungefähr drei Tage nach unserem schrecklich bösen Verhalten und wir mussten überlegen, was da überhaupt war.

Schlimmer noch: Wir wurden genötigt, auch sowas wie ein "Lärm-Tagebuch" zu führen.

Denn, was weiß ich denn in drei Tagen, warum ich am Mittwoch um 20 Uhr laut aufgelacht habe?

Ganz schlimm wurde das dann zum Ende des letzten Jahres.

Entweder der Polizei war das zu blöde, alle drei Tage bei uns vorbeizufahren, um uns eine Anzeige in den Briefkasten zu werfen oder die Nachbarn haben "gesammelt".

Wir bekamen unsere Anzeigen nämlich auf einmal gebündelt. Für den kompletten Monat.

So, und da sitzte hier erstma nen ganzen Nachmittag und bist am Schreiben, weswegen Du diese Straftat nun nicht begangen haben kannst. Und neben Dir Dein Kalender, ach nee, Dein "Tagebuch".

Nee, wat kam ich mir lächerlich vor.

Erst hat ja auch immer nur Nico die Anzeigen bekommen. Später hab sogar ich noch eine bekommen.

Also den doppelten Text schreiben.

Hin und wieder mussten wir sogar Zeugenangaben machen, weil die Polizei Namen haben wollte, von Leuten, die uns in der Zeit besucht haben....

Ich wusste es schon immer: Eine Ausbildung zur Erzieherin ist einfach wichtig!

Den Vogel haben unsere Nachbarn allerdings Silvester abgeschossen. Der Oberkracher und ich gebe echt zu: Ich freue mich jetzt schon lange darauf, das endlich schreiben zu können, weil Ihr sicher aus'm Lachen nicht mehr rauskommen werdet.

Seitdem Nico und ich zusammen sind, haben wir so'n Silvester-Problem. Er will natürlich mit "seinem" Freundeskreis feiern, ich mit "meinem". Das 1. Jahr (wir waren erst 6 Wochen zusammen) sind wir nach Malle geflogen, das 2. Jahr haben wir mit einem befreundeten Paar aus "seinem" Freundeskreis ganz gemütlich mit Raclette und Spielen und späterer Kneipenrunde gefeiert und das 3. Jahr (also letztes Jahr) sind wir mit 2 befreundeten Pärchen aus "meinem" Freundeskreis nach Holland gefahren.

Ungefähr vom 27.12. bis zum 3.1. oder so.

Sprich: Wir waren über Silvester in Holland. (War sehr witzig, aber wir wollen ja nicht wieder vom Thema abkommen)

Apropos vom Thema abkommen: Ich schau grad Eislaufen auf Pro7, da tanzt doch tatsächlich die Witt....

Aber gut, back to topic.

Als wir dann wiederkamen, kamen dann irgendwann unsere gesammelten Anzeigen aus dem Dezember.

Den Abend vorher waren wir auf irgendeiner Party, ich war den ganzen Tag danach noch voll wie sonstwas und mir ging's fürchterlich.
Nico fischte unsere Anzeigen aus dem Briefkasten und reichte sie mir. Ich durfte sie immer öffnen, weil ich sie ja auch immer beantworten musste...

Da zieh ich doch eine aus'm Umschlag, die für den 31.12. bestimmt ist?

Eine Anzeige gegen uns für Silvester, an einem Tag, an dem wir definitiv Hunderte von Kilometern von Zuhause entfernt waren?!

Da hab ich doch glatte meine Freundlichkeit vergessen. Für einen Augenblick. Und wahrscheinlich auch meine Fahne. Denn ich bin nach oben geflitzt, nachdem ich hier unten geflucht habe wie ein Rohrspatz. Zu den Schwarzen und habe Sturm geklingelt.

War völlig außer Atem und habe halt gestunken. (Aber wie... *puh*)

Und Herr Sschwarzjäckel hat die Tür geöffnet und schaute mich fragend an. Wahrscheinlich eher verwirrt als fragend.

"Herr Schwarzjäckel, sollen wir Ihnen evtl. eine Liste ans schwarze Brett hängen, damit Sie wissen, wann wir zuhause sind und wann Sie Ihre Anzeigen am Besten aufgeben können?"

"Ich weiß überhaupt nicht, was Sie jetzt von mir wollen."

"Ja, DAS ist mir schon lange klar. Ich meine die Anzeige, die wir bekommen haben von Silvester. Herr S., wir waren doch nicht einmal zuhause."

"Bei Ihnen hat Licht gebrannt. Das können wir sehen, wenn wir uns runterbeugen."

(Also, mal ehrlich: Gibt es noch aufdringlichere Nachbarn? Die können sich doch nicht einfach runterbeugen, um in unsere Wohnung zu schauen. Ich habe ja wohl irgendwo noch ein bißchen Recht auf Privatsphäre, oder was?)

Inzwischen war Nico die erste Treppe des Treppenhauses hochgekommen und schrie solch böse Dinge wie

"Wenn ich Dich draußen erwische, dann werde ich &%%&%%&%&%..."

Herr S. schloss also die Tür.

Frau Mausekind, ja immer noch auf 180 und völlig betrunken, schickte Nico nach unten und klingelte erneut beim ungeliebten Nachbarn.

"Herr S., es tut mir leid. Er ist etwas impulsiv, aber ich habe ihn weggeschickt."

"Auf diesem Niveau werde ich nicht mehr mit Ihnen weiterreden."

Von drinnen, Frau S:

"Niveau? Was willste denn bei denen erwarten? VW-Arbeiter..."

*atmet ganz langsam aus, ignoriert Bemerkungen von Geisteskranken*

(In einem anderen Gespräch wollte mir Frau S. übrigens weiß machen, dass ihr Sohn, der kleine Zarte, in der Schule so schwierige Sachen machen muss, wie Interpretieren von Schillers "Glocke". Ich hatte erst mit dem Gedanken gespielt, ihm aus meinen Schulsachen meine Interpretation zu geben. Aber ich habe es schnell verworfen, immerhin kann ich ja nichts.)

"Was wollen Sie denn mit Ihren Anzeigen überhaupt bewirken?"

"Das lassen Sie mal meine Sorge sein."

Von drinnen:

"Jetzt mach endlich die Tür zu."

Gespräch beendet.

Es fielen sicherlich noch viel mehr Worte, aber die alle wiederzugeben, steht leider nicht mehr in meiner Macht. Gespräch war ja eh ergebnislos.

Gleiches Fazit wie immer: Unsere Nachbarn sind einfach bekloppt! Da geht doch gar nichts mehr.

Von schreienden Kindern, berechtigten Anzeigen und Rauchen auf dem Balkon erzähl ich dann morgen....

29.11.2006 um 20:04 Uhr

Komplikationen beim Bloggen

von: Mausekind   Kategorie: My life

Achje...

Zu Bloggen ist gar nicht so einfach.

Es gibt Favoriten, Kommentare und jetzt auch noch Nachrichten.

Bevor ich überhaupt anfangen kann, meinen Eintrag zu bloggen, fühle ich mich verpflichtet, erst meine Favoriten "abzuarbeiten", dann die Kommentare zu lesen und ggf. auch zu reagieren und irgendwann dazwischen beantworte ich Nachrichten.

Da meine Favoriten und Kommentarschreiber ebenso fleißig zu sein scheinen wie ich, fängt, nachdem ich mit allem fertig bin, das ganze Spielchen wieder von vorne an.

Wenn ich dann "Glück" habe, ist gerade nichts und ich kann einen Eintrag schreiben!

Ach, was ist Bloggen stressig... Fröhlich

29.11.2006 um 13:31 Uhr

Höllische Nachbarn; Hintergrundinfo's

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Fassen wir mal zusammen: Ich halte mich also für normal (mitlesende, aber nicht kommentierende Personen werden jetzt in fürchterliches Gelächter ausbrechen; gell, Jessi?), unsere Nachbarn hingegen halte ich für plem-plem.

Ich bin glücklich darüber, dass ich nicht allein mit meiner Meinung stehe, jedenfalls in Bezug auf unsere Nachbarn *räusper*...

Eines Tages, nachdem ich von der Arbeit kam, erzählte Nico mir, dass er interessante Info's aus dem Vorderhaus erhalten hat.

Man muss dazu sagen, dass wir in einem Doppel-Mehrfamilienhaus leben. (Kann man das so sagen?)

Zwei zusammenhängende Häuser mit zwei Hausnummern und jeweils 6 Parteien.

Die Schwarzjäckels haben 10 Jahre im vorderen Haus gelebt (sind dort aber "rausgemobbt" worden) und leben nun seit 10 Jahren in unserem Haus.

Von unseren Vor-Eigentümern hatten wir in der Zwischenzeit auch schon erfahren, dass die Streit mit denen hatten.

Es ging um die Kinder.

Sie haben zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren. Wir erinnern uns: Der kleine Zarte ist ja inzwischen 17.

Als also die Kinder geboren wurden, bzw. im Kindergarten-Alter waren, verlangten die "Schwarzen" (lässt sich einfach leichter schreiben), dass die Kinder in der Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr draußen spielen sollten. Damit die Schwarzen ihre Ruhe hätten.

Außerdem gab es dann später wohl nochmal Terz, weil der kleine Zarte die Kinder geärgert hat, aber es natürlich abgestritten hat, sodass die Familien im Clinch lagen.

Aber wieder zurück zu den interessanten Info's aus dem Vorderhaus. Ein älterer Herr sprach Nico an, dass er gehört hatte, dass wir nun Stress mit den Schwarzen hätten.

Nachdem der alte Mann selbst wohl mal eine Auseinandersetzung mit den Schwarzen vor 17 Jahren hatte, hat er es sich zur Lebensaufgabe gemacht, sämtliche "Vorkommnisse" zu protokollieren und wäre bereit, uns seine Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen. Er hätte 23 Ansprechpartner für uns, die allesamt selbst schon Stress mit den Schwarzen gehabt haben.

Ebenso traf ich auf einer Kneipentour meine Nachbarin Frau K., die ja zum gleichen Zeitpunkt wie wir eingezogen war.

Sie erzählte mir, dass die Schwarzen von ihr verlangt hatten, Teppich zu verlegen statt Laminat.

Sie verdonnerte die Hausverwaltung dazu (ihre Wohnung ist nur zur Miete) und die erledigten das.

Ihr selbst war es egal, ob sie nun auf Teppich oder auf Laminat laufen würde.

Gut, soll mir dann ja auch egal sein.

Die ehemalige Gegenüber-Nachbarin der Schwarzen hab ich dann auch noch zufällig getroffen und die hat mir erzählt, dass sie natürlich auch schon Stress mit denen hatte. Irgendwas wegen der Hausreinigung und dass sie nun froh ist, ausgezogen zu sein.

Fazit: Ich bin nicht die Einzige, die mit den dämlichen Schwarzen auf Kriegsfuß ist...!

Kommen wir doch lieber zum Kapitel Anzeigen -es sind schließlich 27!

29.11.2006 um 11:45 Uhr

Höllische Nachbarn oder Post vom Rechtsverdreher

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Achtung, jetzt wird's richtig komisch.

Dass unsere Nachbarn komisch sind, wussten wir ja schon.

Uns kam irgendwann zu Ohren, dass unsere lustige Nachbarin nur mit Sonnenbrille in den Keller geht -warum auch immer wurde uns verschwiegen, aus Unwissenheit.

Vielleicht hält sie sich für einen Star und möchte unerkannt bleiben. Man weiß ja nie, was in den Gestörten so vor sich geht. Fröhlich

Schnell wurde die Nummer unserer Hausverwaltung in unser Telefon gespeichert. Denn mit denen telefonierten wir auch recht häufig. Ständig riefen sie uns an, um uns zu fragen, ob wir wirklich auf Holzschuhen rumlaufen würden oder keine Möbel in der Wohnung hätten oder unsere Trittschalldämmung richtig eingebaut wurde oder oder oder... Allerdings entschuldigte sie sich (Frau W.) danach immer schnell für ihre Fragen und bald schon kamen wir auf das Thema zu sprechen, ob Familie Schwarzjäckel einen anna Waffel hätte. Frau W. teilte mir mit, dass Herr Schwarzjäckel immer bei ihr anrufen würde und während sie mit uns telefonierte, rief Frau Schwarzjäckel immer schon an, um zu fragen, ob ihr Mann auch wirklich bei Frau W. angerufen hätte.

Frau W. teilte der Familie des Öfteren mit, dass sie nicht in einem Sanatorium wohnen würden und gewisse Lärm-Unannehmlichkeiten seien -gerade bei Dreischichtlern- nicht auszuschließen. Danke, Frau W.

Dann kam aber der Tag, an dem wir einen Brief von dem Anwalt bekamen. Sah wirklich sehr unseriös aus, wie eine billige Kopie, aber tatsächlich an meinen Freund adressiert.

Der Anwalt teilte uns mit, dass seine Klienten ein Lärm-Tagebuch führen würden und zusätzlich einen Dezibel-Messer besitzen würden, mit dem sie den Lärm in unserer Wohnung messen würden.

Ich gebe zu: Unser Haus ist hellhörig. Aber wir machen hier nichts anderes, als normale Menschen.

Wenn wir morgens aufstehen, schalten wir ein Radio an, machen uns fertig, gehen los. Als wir beide noch Schichten hatten, sind wir morgens um 4.45 Uhr raus. Aber glaubt mal nicht, dass wir zu dieser Zeit miteinander gesprochen haben. Morgens wird geschwiegen, also keine noch unnötigere Lärmbelästigung.

Irgendwann kam Herr Schwarzjäckel bei uns klingeln, um uns mitzuteilen, dass wir morgens doch bitte länger schlafen sollten, weil unsere Nachbarn sich dadurch belästigt fühlen.

Also, hallo?!

Aber, okay. Nun hatten wir also einen Brief vom Anwalt erhalten.

Nach Rücksprache mit unserer Hausverwaltung empfahlen die uns dann ihren Anwalt. (Ja, dürfen die nicht, aber die waren ja auch schon genervt von den täglichen Anrufen der Familie S.)

Also gaben wir Unmengen an Geld aus für den Anwalt, weil wir beide natürlich noch keine Rechtschutzversicherung hatten.

Unser Anwalt lachte deren Anwalt erstmal schriftlich aus, wegen des Lärmtagebuchs und des Dezibelmessers. Im gleichen Atemzug forderte er den anderen Anwalt auf, seinen Klienten mitzuteilen, dass sie es bitte unterlassen sollen, bei uns zu klingeln, da wir uns belästigt fühlen.

Dieses Anwalt-Spielchen ging dann so ca. drei Monate hin und her. Ergebnislos. Jedenfalls ergebnislos, nachdem unser Anwalt "denen" mit einer Klage drohte. Wie genau die Klage nun hieß, weiß ich nicht mehr und ich bin auch nicht gewillt, aufzustehen und nachzusehen. Fröhlich

Aber, es hatte ja gewirkt, sie hörten auf, uns über ihren Anwalt zu belästigen und sie klingelten nicht mehr.

Wir hatten endlich das, was wir uns am Sehnlichsten gewünscht hatten:

Unsere Ruhe!

Dachten wir...

29.11.2006 um 11:18 Uhr

SMS-Problematik

von: Mausekind   Kategorie: Nico

Er: "Und wie war's beim Arzt, Kleine?"

Sie: "Ja, ging so. Musste heute länger warten, weil er noch am Operieren war. Aber dafür hat er heute nichts aufgestochen, ist zufrieden mit der Genesung. Am Freitag muss ich wieder hin. Würdest Du mich evtl. fahren?"

Er: "Oh wei, das wird aber alles knapp. Wenn es unbedingt sein muss..." (Anm. Freitag feiert Opi seinen Geburtstag, natürlich muss er zum Sport und vorher hat er Frühschicht)

Sie: "Ach Schatz, dann verkürz doch bitte einmal Dein Fitnessprogramm. Es ist doch nicht zuviel verlangt, dass Du mich einmal innerhalb von zwei Wochen zum Arzt fährst. Ich kann doch nicht ständig andere fragen."

Er: "Ich sag doch: Wenn's sein muss."

Sie: "Das hört sich nicht sonderlich hilfsbereit an."

Er: "Ich mach's doch."

Sie: "Danke, Schatz. Das ist sehr lieb von Dir."

Er: "Das ist doch selbstverständlich."

29.11.2006 um 08:29 Uhr

Wir bedanken uns recht herzlich

von: Mausekind   Kategorie: The Rest

bei dem Drilling, dem Rudel, Frollein F, Pabbles und der roten Zora

für dieses schöne neue Design!!!

Vielen, vielen Dank!!!

28.11.2006 um 19:11 Uhr

Höllische Nachbarn oder *juhuu*, wir doen it self, SOS

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Vorweg muss ich wieder sagen, dass unsere Wohnung eigentlich echt ein Traum ist.

Wir haben ein riesiges Wohnzimmer, ein schön großes Schlafzimmer, eine kleine und nette Küche und zufriedenstellende Kinderzimmer. Das einzige, was mich von Anfang an genervt hat, war das fürchterliche Bad. In so einem hübschen k...braun.

Außerdem hatten unsere Voreigentümer das Bad geteilt. Eins mit Wanne, eins nur so ganz ganz winzig, mit Toilette. Gerade mal drin drehen konnte man sich.

Also musste das weg. Der Plan war: Der kleine Raum wird zugemacht, die Wand rausgerissen und wird eine "Dusche", in dem Rest des Raumes wird eine Toilette installiert, ein Pissoir, ein Waschschrank -Verzicht auf Badewanne.

Natürlich war das viel Arbeit. So zwei Wochen, sagte man uns. Wir hatten das Glück, dass mein Papa selbst unsere Wand rausstemmte und sein Kumpel uns die Leitungen neu verlegte und über ihn kamen wir dann noch an günstige Bad-Möbel. Zum Fliesenlegen, Estrich neu machen, etc. engagierten wir Alex, den fleißigsten Polen der ganzen Welt. (Wir empfehlen ihn heute noch weiter... *g*)

Mitte Juli fing dann die Renovierung bei uns an. Gerade mal rein in die Wohnung, schon wieder raus. Es war scheiße, aber terminlich nicht anders zu regeln. Unsere Nachbarn wurden durch Schilder im Treppenhaus über den bevorstehenden "Lärm" gewarnt.

Alex, der Fleißige, kam morgens um neun und ging abends um zehn.

Das fanden unsere Nachbarn allerdings gar nicht so schön wie wir und so durfte Alex nur noch bis um 19 Uhr bleiben. (Haben uns die Grünen befohlen)

Also kam Alex eben um 7 Uhr und blieb bis um 19 Uhr. Mit 7 Uhr waren unsere Nachbarn auch nicht einverstanden, aber sie konnten nichts dagegen tun. 7 Uhr ist nämlich legitim!

Was sie aber nicht davon abhielt, in regelmäßigen Abständen bei uns zu klingeln, um uns um Rücksichtnahme zu bitten, weil der kleine Zarte einen Migräne-Anfall hat.

Weil WIR  ja freundliche Nachbarn sind, konnten wir ihnen diesen Wunsch kaum abschlagen.

Und so zogen sich unsere Renovierungsarbeiten eben noch eine Woche länger.

Unsere grünen Freunde besuchten uns in dieser Verlängerung auch täglich. Um uns darauf hinzuweisen, dass wir gesagt hätten, unsere Arbeiten würden nur 2 Wochen dauern.

Ich sagte ihnen freundlich, dass wir auch nur zwei Wochen gebraucht hätten, wenn unsere Nachbarn nicht ständig bei uns klingeln würden oder uns die netten Uniformierten schicken würden.

Sie empfahlen uns einen Anwalt aufzusuchen. Wir hielten das für albern. Unsere Nachbarn anscheinend nicht, denn schon flatterte der erste Brief des Anwalts unserer Nachbarn ins Haus...

Aber das ein andernmal.

Unser Bad gibt es übrigens.

28.11.2006 um 12:06 Uhr

Höllische Nachbarn, heute: Die Polizei

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Erst vielleicht noch etwas über die Lebensumstände unserer Nachbarn.

Er ist Ingenieur in meiner Hass-Stadt und sie fährt 3-4 mal die Woche ebenfalls dorthin. Man munkelt, sie würde da eine Therapie machen. Während eines anderen Gesprächs zwischen uns (ja, so schnell geb ich ja nun nicht auf) nannte sie ihren Sohn "den kleinen Zarten". Ach, was hab ich gelacht. Der kleine Zarte stand nämlich in der Zeitung "Führerschein mit 17". Wenn meine Eltern mich in dem Alter als klein und zart beschrieben hätten, hätte ich sie umbringen müssen.

Man munkelt außerdem, dass er den kleinen Zarten wohl als Baby mal fallen gelassen hat. Und seitdem ist sie eben die Übermutti. Dazu gesagt sei demnach auch, dass der eigentliche Stress immer von ihr ausgeht, er ist nur der Bote.

Back, to Topic.

Das erste Mal, als die Polizei uns besuchen kam, hatten wir gerade vorher Nico's Eltern zum Kaffee bei uns gehabt.

Da wir noch keine Couch hatten, füllte der Esstisch den leeren Platz im Wohnzimmer. Es war ein Sonntag und seine Eltern waren für ca. eine Stunde da.

Im Anschluss kam eine Freundin von mir und half mir dabei, die CD's zu säubern. Wir hatten gerade neue CD-Regale gekauft und an diesem Tag wollten wir die sauberen (!) CD's einräumen.

Wir standen also in der Küche am Spülbecken, als es klingelte. Ich zuckte natürlich zusammen -war ja schon sowas wie ein Reflex. Dachte auch, die Nachbarn wären es wieder.

Die Polizei stand vor der Tür.

"Hallo, Frau Mausekind. Wir wurden informiert, dass es bei Ihnen sehr laut wäre. Wir dürfen Ihnen allerdings nicht sagen, von wem wir diese Information erhalten haben."

"Guten Tag, das brauchen Sie nicht. Ich kann es mir schon denken. Ich wasche gerade ein paar CD-Hüllen, möchten Sie vielleicht reinkommen und sich umschauen?"

"Nein, danke. Das brauchen wir nicht. Oh, wir sehen gerade, dass Ihr Laminat ja in Ordnung ist und nicht kaputt."

"Kaputt? Warum sollte unser Laminat denn kaputt sein?"

"Na, Sie lassen doch immer alles fallen. Ach, und die Türen sehen auch in Ordnung aus. Haben Sie intakte Schränke?"

"Aber natürlich. Wenn Sie vielleicht doch reinkommen wollen...?"

"Nein, danke. Wir dachten nur. Weil Sie doch Ihre Türen immer nur zuwerfen und die Schränke ebenfalls."

"*sprachlos*"

"Wir haben ja nun gesehen, dass alles seine Ordnung hat. Wir entschuldigen uns für die Störung, wünschen Ihnen noch einen schönen Sonntag und werden das so weitergeben."

"Ja, danke. Das wünsch ich Ihnen auch."

...

Nachdem ich die Tür zumachte, lehnte ich mich zum Horchen noch an ebendiese.

Natürlich gingen meine grünen Freunde eine Etage nach oben. Das Einzige, was ich hören konnte, war "dass alles in Ordnung wäre"... Na, immerhin -danke!

Aber die Polizisten nahmen das ja auch mehr mit Humor, als alles andere.

Ich weiß nicht mehr, ob es das 2. oder das 10. Mal war, dass die Polizei hier war, aber es war irgendwann abends.

Unsere Couch war inzwischen gekommen und wir saßen hier mit ein paar Freunden. Der Fernseher lief und wir unterhielten uns zwischendurch. Ich lag auf dem Sofa (auf dem Rücken *schnief*, da konnte ich das noch), als ich draußen eine Taschenlampe im Garten sah. Und schon klopfte es ans Fenster.

"Bitte entschuldigen Sie die Störung. Und erschrecken Sie sich bitte nicht. Wir wurden informiert, dass es bei Ihnen zu laut wäre. Wir dürfen Ihnen nicht sagen, von wem."

*Fingerzeig von mir nach oben*

*Nicken der Polizisten*

"Womit kann ich Ihnen denn helfen?"

"Eigentlich mit gar nichts. Wir wollten uns selbst von dem "Lärm" überzeugen und sind deswegen hintenrum gekommen, um mal zu hören, ob es tatsächlich so laut wäre. Wir konnten allerdings nur "normale" Gespräche und einen laufenden Fernseher feststellen. Nichts in Richtung Lärmbelästigung."

"Danke, das hätte ich Ihnen auch sagen können. Wir sitzen hier lediglich und schauen Fernsehen."

"Wir geben das so weiter. Schönen Abend noch..."

...

Aber das war ja alles noch nichts im Vergleich zu unserer Bad-Renovierung.

*schüttelt immer noch verständnislos den Kopf*

27.11.2006 um 19:25 Uhr

Höllische Nachbarn

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Ab heute werde ich Euch mal mit Storys über meine Nachbarn "füttern".... Fröhlich

Da dieses Thema so umfangreich ist, ist mir das sogar eine neue Kategorie wert.

Wir fangen also mal am Anfang an.

Vor ungefähr 2 Jahren machten Nico und ich uns auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung. Nachdem die Standort-Frage geklärt war und die Eigentums-Sache ebenfalls, wälzten wir die Zeitungen.

Wir fanden relativ schnell ein geeignetes Objekt. 92m², 4 Zimmer, ruhige Lage. Das war uns schon wichtig, denn wenn man kauft, will man ja auch etwas davon haben.

Mit den Vor-Eigentümern verstanden wir uns auf Anhieb prächtig, wir durften öfter vorbeikommen, um etwtas zu vermessen oder anzugucken. Auf die Frage, wie denn die Nachbarn seien, antworteten sie mit:

"Na, wirklich toll. Keine Probleme!"

Ein Kumpel von uns wohnt im selben Haus und auch er konnte sich nicht beklagen.

Mitte Mai 2005 zogen wir dann ein. Bzw. Nico zog ein und renovierte erst alles. Was heißt renovieren? Viel gemacht werden, musste nicht. Nur alles mal überstreichen und in den Kinderzimmern Laminat verlegen.

Während der Renovierungsarbeiten lernten wir unsere Nachbarn von oben kennen. Die Schwarzjäckels.

Sie behelligten Nico schon während der Renovierung mit Besuchen im 20 Minuten Takt.

"Es ist zu laut." - "Könnten Sie bitte jetzt nicht bohren." - etc.

Aber das war erst der Anfang.

Als ich dann offiziell mit einzog, hatten wir ein Problem mit der Couch. Sie wurde nicht rechtzeitig geliefert. Sprich: Unser Wohnzimmer war recht karg und hallte noch. Stresspunkt!

Wir hatten Angst, uns normal zu bewegen, wenn es an der Tür klingelte, dann zuckte ich zusammen.

Irgendwann griff ich mir dann ein Herz und wollte mit den Nachbarn sprechen.

Nico ist dafür nicht geeignet, weil er einfach zu impulsant ist.

Ich also nach oben gelaufen, geklingelt. Nur der Sohn dagewesen.

"Meine Eltern sind im Keller, glaube ich."

Im Keller?! Na gut, ich in den Keller gelaufen. Standen die in unserem Wäschekeller. Der ist direkt unter unserem Wohnzimmer. 

Auf meine Frage, was sie da machen würden und ob sie eine Minute Zeit für mich hätten, bejahten sie dieses.

"Wir horchen gerade, ob der Lärm aus ihrer Wohnung kommt oder aus der Wohnung von Frau K." (Frau K. war ebenfalls gerade eingezogen.)

Da ist mir ja eigentlich schon alles aus'm Gesicht gefallen und ich dachte, das gibt's doch nur im Fernsehen.

"Außerdem werden wir uns bei unserem Anwalt erkundigen, ob es legitim ist, dass Sie überall Laminat verlegen."

*schock*

"Bitte? Aber es lag schon überall Laminat, wir haben nur die Kinderzimmer zusätzlich verlegt."

"Naja, das kann der Anwalt dann ja klären."

Okay....

Seit diesem Zeitpunkt war's offiziell: Wir haben Krieg! Wütend

In der nächsten Folge: Regelmäßige Besuche der Polizei!

26.11.2006 um 23:54 Uhr

Ich drehe mich

von: Mausekind   Kategorie: My life

von links nach rechts, dann wieder von rechts nach links.

Abwechslung erhalte ich, wenn ich mich auf den Bauch drehe.

Manchmal rebelliere ich auch einfach und stelle mich hin.

Seit gestern nacht ist es eh schwierig.

Nico kam gestern betrunken nach Hause. Wir waren auf dem Geburtstag von seinem Dad. Ich allerdings nur zwei Stunden. Ich kam mir schon blöd vor, als alle um mich herum saßen und ich stand. Angelehnt an einen Barhocker. Beim Essen stand ich draußen an einem Stehtisch. Drinnen war kein Platz mehr, auf der Theke stand schließlich das Essen.

Da musste ich früher als gewollt die Flucht ergreifen.

Nico kam irgendwann gegen 5 Uhr nach Hause, nachdem meine Tropfen mir mal wieder schöne Alpträume beschwert haben und ich ihn einfach anrufen musste. Er war nur leider wirklich betrunken. Kein Streit. Er ist sofort eingeschlafen. Und hat um sich getreten und geschlagen während er schlief.

Ich konnte also die ganze restliche Nacht nur auf der linken Seite liegen (mit dem Gesicht zu ihm quasi). Aus Angst, er würde meinen Steiß nachts treten. In einem schönen regelmäßigen 2 Stunden-Takt bin ich aufgewacht und habe ihn wieder zugedeckt. Oder gedreht. Heute morgen sogar einmal ganz, nachdem er mit seinem Kopf auf meinen Füßen lag und seine Füße auf seiner Seite herausbaumelten.

Irgendwann um 11 hat er dann leider die Augen aufgemacht. Wie ich gerade. Der 2 Stunden-Takt, ihr versteht. Nich, dass ich wirklich wach war. Nein, es war halt Zeit zu gucken. Er hatte gedacht, ich wäre wach. Und das war dann das Ende meiner Nacht.

Meine linke Seite fühlt sich an, als hätte ich mich verlegen. Das kenn ich vom Rücken.

Allerdings noch nicht vom Oberschenkel. Es tut einfach weh. Also dreh ich mich heute von der rechten Seite auf den Bauch. Nichts mit Rebellion -das macht mein Oberschenkel schon für mich.

Und dann bin ich knatschig. Und schlecht gelaunt. Habe heute schon ne halbe Stunde vor mich hingeheult. Aus Selbstmitleid. Aber vor allem, weil ich nicht mehr weiß, wie ich liegen oder mich bewegen soll. Und aus Verzweiflung, weil ich unzufrieden bin. Ich kann einfach nichts machen.

Es ist nicht so wie sonst. Ich liege wirklich gern auf dem Sofa und mache nichts. Das kann ich echt lange. Aber da hab ich meistens die Option, aufspringen und weglaufen zu können. Irgendwas Nützliches zu tun. Diese Option fehlt mir. Ich kann nichts tun, außer liegen. Oder stehen. Oder durch die Gegend laufen. Ziel- und planlos.

Mir fällt das Bad ein, der Schmutz auf dem Boden. Überall liegen Haare und es ist pekig vom Haarspray, Staub liegt überall und ich habe das Bedürfnis, zu wischen.

Kann ich nicht, kann mich ja nicht bücken.

*kotz*

26.11.2006 um 14:19 Uhr

Sehr sehr traurig

von: Mausekind   Kategorie: My life

bin ich heute.

Schon seit vorgestern eigentlich.

Aber heute richtig.

Nix geht hier mehr, es macht einfach keinen Spaß mehr.

Was ist hier nur los???

25.11.2006 um 12:54 Uhr

Die Story meines Neffen

von: Mausekind   Kategorie: My life

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das schon mal geschrieben habe oder es am Rande erwähnt habe.

Aber ich habe einen Neffen, der eine wirklich traurige Geschichte hinter sich hat.

Mein Bruder (Jens) und meine Schwägerin (Ela) führen für mich die perfekte Beziehung. Sie sind zusammen seit  16 Jahren. Damals war mein Bruder 20 und meine Schwägerin 16. Also so richtig "Jugendliebe". Die beiden sind jetzt seit 5 Jahren verheiratet, haben ein kleines schönes Häuschen auf dem Grundstück meiner Eltern und -ja- sind eben seit drei Jahren selbst Eltern.

Zuerst kam das Haus, dann die Hochzeit und dann warteten wir alle auf den Nachwuchs. Irgendwann Weihnachten war es dann soweit und Jens & Ela verkündeten uns, dass sie Nachwuchs erwarten würden. Wenige Wochen später verlor Ela das Kind. Wir waren alle traurig und zutiefst betrübt. Gerade die beiden, die wirklich so eine schöne Beziehung führen, hatten einfach kein Glück.

Einige Zeit später trafen wir uns in der Küche (Eltern, Jens, Ela und ich). Die beiden erzählten uns, dass sie vorhätten mit einer Hormontherapie anzufangen, weil es eben mit dem Nachwuchs nicht so klappen wollte. Wir sollten nicht drüber reden, es war ja auch nicht offiziell, wir würden sehen, was die Zeit so bringt.

Es muss dann irgendwann im Frühjahr gewesen sein, als Ela und Jens uns erzählten, dass sie tatsächlich Nachwuchs erwarten. Und zwar ohne Hormontherapie. Die sollte erst den Monat später anfangen. Und als i-Tüpfelchen sogar doppelten Nachwuchs. Zwillinge.

Die Wetten liefen heiß in unserer Family. Ob nun zwei Mädels, zwei Jungs oder sogar ein Pärchen? Mein Bruder hielt sich bedeckt und erzählte nichts.

Es war im Oktober, ich war auf dem Weg zur Spätschicht, als mich die Nachricht ereilte, dass meine Schwägerin ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sie war beim Schwimmen, als sie merkte, dass ihre Fruchtblase geplatzt war. 4 Monate zu früh. Aber ihr ging es soweit ganz gut. Sie lag zwar im Krankenhaus, durfte sich nicht bewegen und bekam wehenstillendes Mittel. Aber man konnte die Geburt noch hinauszögern (jedenfalls so lange, wie ihr Körper das Mittel vertragen würde).

Dieser Zeitpunkt ließ leider nicht allzu lange auf sich warten. Ich telefonierte auf dem Weg zur Arbeit mit Ela und sagte ihr, dass ich sie am nächsten Tag besuchen kommen würde. Sie sagte mir, dass sie gerade Besuch von ihren Kollegen hätte und ich mir keine Gedanken machen sollte. Sie wäre in guter Gesellschaft.

Abends bekam ich einen Anruf von meinem Bruder. Die Zwilli's wären da. Es wäre etwas schief gelaufen. Ela hätte Fieber bekommen und das Mittel musste abgesetzt werden, sodass die Wehen ausgelöst wurden. Die Zwillis waren ein Pärchen, aber man wüsste nicht, ob sie die Nacht überleben würden.

Ich war außer mir. Aber mein Meister ließ mich nicht gehen. Ich musste weiterarbeiten. Ich konnte rein gar nichts tun und fühlte mich absolut hilflos.

Abends zog ich dann mit meinem besten Kumpel los, er wollte mich ablenken. Ich hatte so schreckliche Angst und war so sauer, dass die beiden nur so eine geringe Chance erhalten hatten.

Am nächsten Morgen rief mich meine Mama an (ich hatte bei meinem Kumpel geschlafen, weil ich die Nacht nicht allein sein wollte) und teilte mir mit, dass die kleine Amelie es nicht geschafft hatte. Sie wurde nachts noch notgetauft, kurz bevor sie starb. Nun ging es "nur noch" um Timon.

Timon's Chancen, es zu schaffen, waren größer. Er lag nicht unten und war deshalb etwas stärker und größer als Amelie.

Nach ein paar Wochen wussten wir, dass er es geschafft hatte. Zu Weihnachten kam er aus dem Krankenhaus, musste eine Maschine tragen, die sämtliche Werte maß. Um alle Eventualitäten anzukündigen. Er erholte sich aber schnell, die Maschine brauchte er nur 6 Monate tragen.

Durch die viel zu frühe Geburt muss er seit einem Jahr eine Brille tragen, da seine Augen wahnsinnig schlecht sind. Und er hat einen kleinen Gehfehler (er tänzelt mehr, als dass er geht), den er wahrscheinlich nicht verlieren wird. Aber ansonsten geht es ihm sehr gut.

Er ist mein Sonnenschein. Und er ist auch mit der Brille echt zuckersüß.

Um Amelie trauern wir alle immer noch.

Ich finde es ungerecht, dass sozialschwache Familien Kinder noch und nöcher bekommen, aber mein Bruder und seine Frau so viel Unglück mit ihrer Familienplanung erleiden. Aber daran kann man nichts ändern.

Ich schreibe das übrigens heute, weil ich lange darüber nachdenken musste heute nacht. Ich hatte von den beiden Zwillis geträumt und bin so wahnsinnig traurig darüber, dass Timon seine Schwester  nie kennenlernen wird. Ich bin der Meinung, dass Zwillis irgendeinen besonderen Draht zueinander haben. Und von daher glaube ich daran, dass Timon sicherlich weiß, dass ihm in seinem Leben etwas Wichtiges fehlt.

Ich hab Dich lieb, Amelie, und denke oft an Dich...!

24.11.2006 um 14:22 Uhr

es ist soweit

ich nerv mich selbst.

hilfe!

ich will beschäftigt werden....

Edit: neue Umfrage...

23.11.2006 um 15:44 Uhr

duschabenteuer

von: Mausekind   Kategorie: My life

in kleinbuchstaben und einhändig getippt wegen liegen auf dem sofa.

vor meinem heutigen waschversuch hab ich erstma mit ner bekannten telefoniert.

"ich war gestern im fitnessstudio. du kannst dir gar nicht vorstellen, wie anstrengend das war. ich kann überhaupt nich mehr sitzen, lachen oder mich irgendwie bewegen. selbst bücken klappt nich mehr. Fröhlich"

ja, nee, kann ich natürlich gar nich nachvollziehen, wie es ist, sich nicht bewegen zu können.

schön, soviel dazu.

danach hab ich mich auf in die dusche gemacht. natürlich ohne zu duschen. aber dafür mit dem schönen schwamm, der so schön macht schaum um meine bauchnabel.

ging auch alles echt gut. hatte nur ziemliche schmerzen beim beine- und füßewaschen. dafür musste ich mich dann ja doch bücken.

haarewaschen war übrigens ein richtiges abenteuer, das werd ich wirklich nicht täglich auf mich nehmen. sollen die doch rumfetten, dann sieht der arzt morgen wenigstens, dass ich wirklich leide!

ha, das hat er dann halt davon. tz...

im übrigen rauch ich momentan viel zu viel. ständig hab ich schmacht. wenn ich nicht schlafe jedenfalls. normalerweise komm ich mit einer schachtel am tag locker hin. zur zeit scheint mir das irgendwie mehr zu sein... Traurig

dann hab ich nico noch genötigt, mir cappu zu besorgen.

wenn mich niemand besuchen kommt, der welchen mitbringt, dann muss ich mich eben selbst darum kümmern. *grummel*

habe jetzt auch grad wieder meine drogen genommen, nachdem meine eltern hier waren und werd mich wohl gleich noch ein wenig ins bettchen kuscheln. bin heute auch lang genug wach. immerhin wollt ich heute abend ja noch popstars gucken, nico hat spätschicht.

22.11.2006 um 18:51 Uhr

Oh, what a night!

von: Mausekind   Kategorie: My life

Hab ich ja noch gar nicht zum Besten gegeben heute...

Lag ja nun gestern eigentlich den ganzen Tag im Bett und habe vor mich hin komatisiert.

Aber nachts war ich dennoch müde.

Allerdings auch verdammt durstig. Habe heute nacht einen ganzen Liter getrunken. Bin ja normalerweise schon glücklich, wenn ich tagsüber einen Liter trinke. Aber nachts war schon der Hammer.

Nico hat die ganze Nacht vor sich hin erzählt und ich hatte Angst, dass er mich am Steiß trifft. Also lag ich entweder auf'm Bauch oder ihm zugedreht. Alle zwei Stunden war ich spätestens wach und habe ihm zugehört bei seinen Storys. Oder hab ihn zugedeckt und bin kuscheln gegangen. Oder habe eben getrunken wie ne Irre.

Heute, beim Studieren meiner Nebenwirkungen, sprang mir dann auch gleich ins Auge:

Trockener Mund

Und das ist noch untertrieben. Ich fühl mich wie ausgetrocknet.

Muss dringend wieder ins Bett, die Augen fallen schon wieder zu.

War jetzt auch schon vier Stunden am Stück wach. Schöne Leistung...

22.11.2006 um 09:58 Uhr

Ich spiele mit dem Gedanken,

von: Mausekind   Kategorie: My life

Kathi diese Adresse zu geben.

Sie an meinem Leben teilhaben zu lassen.

Gestern ist mir erst wieder bewusst geworden, wie gern ich sie habe. Und wie wichtig sie für mich geworden ist.

21.11.2006 um 17:57 Uhr

Kurze Zwischenmeldung

von: Mausekind   Kategorie: My life

Nachdem ich vorhin bemerkt hatte, dass die Betäubung aufhört zu wirken, hab ich mich mal aus Sicherheitsgründen ins Bett gepackt.

Eine Stunde später musste ich dann leider mal dringend irgendwo hin.

Als ich aufgestanden bin, hab ich mich erstmal schön lang gepackt.

Kreislauf hat nich mehr mitgespielt.

Nun ist aus neuen Sicherheitsgründen Kathi verständigt worden, die kommt so gegen 19 Uhr. Hab leichte Angst, dass mir das nochmal passiert. Bin Gott sei Dank nicht auf den Steiß geknallt.

Melde mich morgen wieder, stehen ist grad keine gute Idee....

21.11.2006 um 12:36 Uhr

Meine Lieben, Ihr werdet leiden,

von: Mausekind   Kategorie: My life

schlimmer als ich.

Denn ich bin leider sehr sehr mitleidig (kann man das so sagen???) und werde Euch jetzt zwei lange Wochen von meinen Leiden berichten.

und ich will Euer Mitleid, solange bis ich's Leid bin.

(Soviel Leid schon in den ersten Sätzen, mir geht's ja schon vom Lesen noch schlechter... *g*)

Habe jetzt mal clevererweise den Laptop auf die Fensterbank gestellt, so kann ich im Stehen tippenr. Gott, ich bin über meine eigene Intelligenz erstaunt! Fröhlich

Also, heute morgen um 6.15 Uhr rappelte mein Wecker. Ein letztes Mal "normal" duschen für die nächsten zwei Wochen.

Mein Daddy kam um kurz nach sieben, um mich abzuholen. Also auf zum bösen Arzt.

hab ich überhaupt von meinem Arzt erzählt?

Der gute Mann ist bestimmt schon Mitte 60 und hat ein wenig zittrige Hände. Aber: Er ist Arzt und man sollte Ärzten ja vertrauen.

Er hatte eine Viertelstunde Verspätung und fast hätte ich es mir anders überlegt, hätte meine Beine in die Hand genommen und wäre einfach von dannen gelaufen (meine Krankmeldung hatte ich ja schon... *g*)

Als er dann kam, wurde ich in ein kleines Zimmer geschickt, um mich zu entkleiden. (Musste ich beim letzten Mal nicht, aber lassen wir das...)

Ich mich dann da also auf den Tisch gelegt und die nette Arzthelferin mich mit Handtüchern abgedeckt. Als der Arzt kam, wurde mir dann doch schon etwas mulmiger.

Also, ma ehrlich: Es gibt nichts Demütigenderes als mit dem nackten Arsch nach oben auf einem Tisch zu liegen, während 4 Augen über den Arsch urteilen (okay, oder bei Heidi Klum's Supermodel mitmachen).

Ich lag da dann also. Und dann kam der böse Arzt mit der noch viel böseren Spritze an.

Ungefähr 5 gab's insgesamt. Und ich habe geweint wie ein kleines Mädchen. In solchen Fällen bin ich übrigens ein kleines Mädchen -Mausebaby quasi. Papa hat sich übrigens auf'n Kaffee verzogen, weil er nicht mithören wollte, wie ich die Praxis zusammenschreie. Und glaubt mir: Ich habe geschrien.

Nach den ganzen bösen Spritzen hab ich mich dann auch wieder beruhigt. hab ja auch nichts mehr gefühlt. Ablenkungsmanöver vom Arzt ("Und? Finden Sie die Baustellen auf der A2 auch so lästig?" - "Wo arbeiten Sie doch gleich?") hab ich mal gekonnt ignoriert. Erst tut mir der Arsch am Arsch weh und dann will er sich einschleimen? Nö, is nich! Mit mir nich, mein guter Doc!

Die OP an sich hat übrigens nur 15 Minuten gedauert, dafür hat er mich aber gute 30 Minuten zugenäht.

Zum Trost gab's schöne Tropfen mit Morphin (?!) drin. Sind wohl richtig stark und ich sollte danach kein Auto mehr fahren (guter Witz -im Stehen, oder was???).

Zwischendurch, so um 9.30, klingelte dann noch eine Erinnerung auf, mein Doc sagte mir, dass er jetzt seine Pillen nehmen müsse. Na, wenn's weiter nichts ist...

Morgen darf ich wieder hin zum Verband wechseln.

Bin mir sicher, dass ich beim letzten Mal nich so derbe genäht wurde. Dafür tat's beim letzten Mal auch während der OP weh.

Momentan tut's übrigens nicht weh, die Betäubung wirkt noch.

Ich gebe ihr aber nur noch eine Stunde, dann dürfte sie nachlassen. Aber für den Fall hab ich ja meine Superdrogen. Oder mein frischbezogenes Bett (--> Ich dachte mir, wenn ich schon sterben muss, dann sollen die mich wenigstens in einem frischbezogenen Bett finden. Sie werden sagen: Gott, sieht das hier schlimm aus, total chaotisch -aber das Bett ist ja schön.)

Hab mir übrigens auch noch angeschaut, was die da aus mir rausgeholt haben. War größer als erwartet. Und bei der Größe möchte ich auch nicht wissen, wie mein armer Hintern aussieht. Kein Wunder, dass der Mann so lange nähen musste. Zur Beruhigung sagte mir die Helferin übrigens, dass ich mir gar keine Sorgen machen solle. Die Naht wird man später nicht mehr sehen. (Na super, meine Zukunft als Hinternmodell ist gerettet!) Und der Arzt hat mir versprochen, dass ich nach dieser OP wirklich meine Ruhe habe. Er hat es mir versprochen!!!

Ich glaube dem Mann!

Alte Männer sind nett und vertrauenswürdig.

So, jetzt tun mir meine Beine vom Stehen weh, aber ich komme wieder... *droht*

Fröhlich