Ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung!

27.06.2009 um 15:31 Uhr

Der Sarkasmus stirbt zuletzt

von: Mausekind   Kategorie: Das Mausekind-Kind

Wo fängt man am Besten an? 
Momentan bin ich hin- und hergerissen und meine Trauer kommt phasenweise. 
Vielleicht, weil ich weiß, dass das, was ich gerade erlebe, nicht der "Höhepunkt" ist?! 
Weil es noch viel schlimmer kommen wird...
Das ist gerade der Anfang. 
Der Anfang vom Ende meines 15cm großen Mitbewohners. 

Der Sarkasmus stirbt zuletzt. 

Was nun aber wirklich sterben wird ist eben jener Mitbewohner. 

Momentan weine ich nicht und so ist es mir möglich, dies von der Seele zu schreiben. 
Ich wusste nicht, mit was für Fragen man sich auseinandersetzen muss. 
Gerade brennt mir diese eine auf der Seele: "Erbringe ich meinem Kind nicht die gebührende Ehre, wenn ich nicht 24 Stunden am Stück heule?" 
Wie trauert man richtig? Wie verhält man sich in einer solchen Situation am Angemessensten? Vielleicht bin ich zu ruhig für sowas. Oder ich weiß eben wirklich, dass ich mir meine Kraft für die nächsten Wochen einteilen muss...

... 

Donnerstag, 15 Uhr: 
Unglaublich gut gelaunt sind wir zum Frauenarzt aufgebrochen. 
In der Hoffnung, dass wir erfahren würden, was unser Zwerg wird. Ohne schlechte Gedanken. 
Bei meinem FA läuft das folgendermaßen ab: 
Das obligatorische "in-den-Becher-Gepinkel", dann in den Extra-Raum auf die Waage, Blutdruck messen und die Herztöne hören. 
Danach geht's ins Wartezimmer. Ausgerechnet diesen Donnerstag waren eine Unmenge von Frauen in dem Zimmer. Und das obwohl wir doch so wahnsinnig gespannt auf das "Ergebnis" waren. 
Jedenfalls mussten wir eine gute Stunde warten. 
Das Wetter war übrigens fürchterlich. Es war schwül, hat geregnet und ich habe unglaublich geschwitzt. Hab mich wahnsinnig unwohl gefühlt und hatte nur den Wunsch, den Warteraum verlassen zu können und frische Luft zu schnappen. 

Als wir nach über einer Stunde aufgerufen wurden, begann's -ebenfalls mit dem üblichen- Smalltalk mit dem Arzt. "Wie fühlen Sie sich?" - "Haben Sie vorab Fragen?" ... 
"Nein, nur den Wunsch zu erfahren, was es wird." 
"Dann gucken wir mal, was wir da machen können." 

Schnell erfuhren wir, dass unser Zwerg nun 15 cm groß war. 
Und der Doc sagte: "Wir haben da ein kleines Problem." 
Ich glaube, das war auch der Moment in dem es sich in mir anfing, zu drehen. 
Wobei die Umschreibung "kleines Problem" sich doch noch unglaublich positiv anhört. 
Hey, mit kleinen Problemen kann ich unglaublich gut umgehen! 

Unser "kleines" Problem wurde dann allerdings doch ein recht großes. 
Der Doc erklärte uns, dass es auf den ersten Blick scheinen würde, als dass unser Kind eine 5 cm große Zyste im Bauchraum hätte. 
Er sagte, dass es etwas Schwerwiegendes sein könnte, oder auch -wenn es sich um ein Mädchen handeln würde- könnte es eine Zyste an der Gebärmutter sein. Dies würde nicht sooo schlimm sein. Aber um Genaueres sagen zu können, müssten wir eine zweite Meinung einholen. Bzw. am darauffolgenden Tag in seine zweite Praxis kommen. 

Keine Frage, der Tag war gelaufen. 
Alles, was wir uns vorgenommen hatten, ist in den Hintergrund getreten. 
Die Rückfahrt war am Schlimmsten. Ich konnte nicht sprechen. Konnte nicht beschreiben, was in mir vorgeht. 
Herr Mausekind hatte die Hoffnung, dass am nächsten Tag alles dementiert werden würde. 
Ein schwarzer großer Fleck auf dem Ultraschall, den man erklären könnte. 

"P B Syndrom", war das, was uns der Doc noch mit auf den Weg gab. 
(Sorry, das Fachwort kann ich gerade nicht ausschreiben. Ich möchte nicht, dass Herr Mausekind durch diese Eingabe hierher kommt.)
Natürlich mussten wir dies zuhause googlen. 
Machen wir's kurz in meinen laienhaften Worten: 
Es gibt mehrere Stufen davon. Was in meinen Augen keine Rolle spielt, denn eigentlich ist eine Stufe schlimmer als die andere. 
Bei unserem Zwerg hat sich der Bauchmuskel nicht entwickelt. Was zur Folge hat, dass sich die Nieren nicht richtig entwickeln. Was sich dann wiederum auf die Lunge auswirkt. 
Auch egal. Schwerstbehindert eben. 
Im Internet ließ sich auch gleich die Geschichte einer Frau finden, die ihr Kind ebenfalls auf diesem Wege verloren hat. Nicht aufmunternd. 

Freitag, 13 Uhr: 
Der nächste Termin. In seiner anderen Praxis. Ich war bereits hoffnungslos. 
Meine bessere Hälfte versuchte noch immer, das Positive zu sehen. Er verhält sich tadellos übrigens. Selten wurde ich von jemandem so gestützt wie von ihm. Wenn ich morgens aufwache und weine, dann ist er sofort zur Stelle und hält mich so lange, bis es vorbei ist. Er verbringt Stunden im Netz und informiert sich über das, was uns bevor steht. 
Gut, zurück zum nächsten Besuch. 
Dieses Mal warteten wir ca. 20 Minuten. Die längsten Minuten bislang. 
Allerdings umsonst. Denn auch dieses Ultraschall-Gerät zeigte dieses große schwarze Loch in der Mitte unseres Kindes. 
Mein Doc ist ziemlich ehrlich und wollte uns auch keine falschen Hoffnungen machen. 
Zudem ist er unglaublich einfühlend. Er nahm sich bestimmt eine gute Dreiviertelstunde, um mit uns zu sprechen. Uns zu erklären, wie es jetzt weitergehen würde. 

Wir müssen am Montag in der Uniklinik anrufen und uns dort die besagte zweite Meinung holen. By the way: Bei dem Wort "zweite Meinung" bin ich noch immer davon ausgegangen, dass dies bedeutet, dass seine Diagnose vielleicht nicht stimmen könnte und wir deswegen in die Klinik müssten. Allerdings wurde ich auch hier wieder eines Besseren belehrt: Zwar stimmt dies zum Teil, aber hauptsächlich braucht man nach der 13. Schwangerschaftswoche eine zweite Meinung um einen Abbruch vornehmen zu können. 
Gut, wieder etwas dazu gelernt. Um dieses Wissen hätte ich mich übrigens nicht unbedingt geschlagen. Das nur am Rande... 

Darüberhinaus hat er uns auch erzählt, dass meine Gebärmutter danach weiterhin "funktionsfähig" sein wird, dies also nicht das Ende der Welt bedeuten würde. Wir wären das zweite oder dritte Pärchen in seiner Laufbahn, die dieses Syndrom bekommen hätten. Die Wahrscheinlichkeit, dass uns das beim nächsten Kind zustößt ist unglaublich gering. 
Was ich sagen möchte ist: Er war wirklich unglaublich einfühlsam und nett. Ich habe mich nicht gefühlt, als hätte ich meinen "Todesurteil"-Stempel erhalten und müsste jetzt allein damit klarkommen. 

Wie geht es weiter? 

Am Montag werden wir in der Uniklinik anrufen. 
Und dann wird der Termin dort vereinbart. 
Und dann brauchen wir einen Termin zum Abbruch. 
Vor diesem Tag fürchtet's mich am Meisten. Ich werde eine Tablette schlucken müssen, um unser Baby zu töten. Es lebt, verdammt! Es ist ja nicht so, als wäre es bereits gestorben. Sein kleines Herz schlägt noch munter vor sich hin. Ich bin diejenige, die es "töten" wird. 
Übrigens werde ich es gebähren müssen. Das Schlimmste, was ich mir überhaupt vorstellen kann.
Nein, ich weiß nicht, wie es weitergehen wird. 
Wie ich, wie wir, es schaffen werden. Allen guten Vorsätzen zum Trotz, dass es weitergehen wird. 
Ich weiß, dass der nächste Absturz direkt vor unserer Tür steht und nur darauf wartet, dass wir einen Schritt vorwärts machen. 

Ich habe ein lebendes Kind in mir. 
Auch, wenn es schwerkrank ist, ist es nicht tot. 
Ich lebe jetzt also die letzten Tage damit, dass sich mein Bauch immer mehr wölbt und das kleine Herz in mir schlägt. 
Zudem habe ich natürlich noch weiterhin die Symptone der Schwangerschaft. 
Sodbrennen. Meistens abends. 
Jetzt begleitet es mich aber eher wie ein dunkler Schatten, der mich daran erinnert, was wir hätten haben können. 

Abschließend gehört mein Dank den Menschen, die Anteil an dem nehmen, was uns passiert. Die Menschen, die nicht wissen, wie sie sich ausdrücken sollen; was am Besten gesagt werden sollte. 
Die Menschen, auf die wir uns verlassen können.

Und Petrus. 
Der uns dieses Wochenende keinen strahlenden Sonnenschein beschert hat, sondern das Wetter an unseren Seelenzustand angepasst hat. 

Der Sarkasmus stirbt zuletzt: 
Wer kann schon von sich behaupten, dass sein Kind am selben Tag wie Michael Jackson "getötet" wurde?! Jedenfalls totgesprochen wurde. 

Es wird wieder aufwärts gehen, das wissen wir. 

So lange wir uns haben, kann uns nichts geschehen.

26.06.2009 um 16:42 Uhr

Große Scheiße!

von: Mausekind   Kategorie: Das Mausekind-Kind

Nein, ich mag nicht sprechen.

Das vorab.

Wir verlieren es.

Ich bin krankgeschrieben.

Nächste Woche wird die Geburt eingeleitet.

Ich kann nicht sprechen.

25.06.2009 um 12:18 Uhr

Woche 18

von: Mausekind   Kategorie: Das Mausekind-Kind

Nun, heute um 15 Uhr ist's soweit:

Wir haben einen erneuten Arzt-Termin.
Diesmal hoffen wir darauf, dass wir sehen können, was es wird.
Oh, wie spannend... Fröhlich

Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass es bestimmt so liegt, dass wir nichts sehen und weiter im Dunkeln tappen.

Momentan sind wir sowieso sehr damit beschäftigt, einen geeigneten Kinderwagen zu finden.

Man kann sich gar nicht vorstellen, dass das schwieriger sein kann, als ein Auto zu kaufen.
Aber: Dem ist so!

So, genug Smalltalk heute.

Ich bin zu aufgeregt, um zu tippen...

22.06.2009 um 12:26 Uhr

Körper

von: Mausekind   Kategorie: Das Mausekind-Kind

Nun, nach inzwischen 17 Wochen hat sich das Mausebaby nun doch eine eigene Kategorie "verdient".
*räusper*

Der erste Schritt in Richtung Rabenmutter ist also gemacht!

Frau Mausekind hat Körper.
Und zwar ganz extrem.

Es fing ganz unscheinbar damit an, dass ich plötzlich Nacken bekam.
Vor ca. drei Wochen.

Aus plötzlichem Nacken wurde dann ein Schulter und schließlich Sehnscheide links.
Olé!

Dazu kamen gestern morgen irgendwie die Füße.

Und heute, da bücke ich mich in Richtung Kühlschrank und dann gibt's plötzlich noch Rücken oben drauf.
Fühlt sich an, als hätte sich ein Nerv eingeklemmt, oder sonstwas.

Ich witzle noch mit mir selbst.

Immerhin gehe ich jetzt auch wie eine Hochschwangere.

Fantastisch!

Heute ist Montag! Traurig

18.06.2009 um 13:47 Uhr

Konfuzius sagt...

... inform von Mutti Autsch:

"Eine Geburt tut weh."

Fanatastisch!
Ich bin gewarnt...

By the way:
Ich bin ein schlechter Mensch und soll nicht immer sagen, dass sich meine Kollegin wie eine Ziege verhält, wenn ich selbst nicht besser bin.

Das Leben ist schön, ich hätte nur gern Bahngleise heute unter mir.

16.06.2009 um 11:38 Uhr

Manchmal hoffe ich, dass ich

adoptiert wurde. Jaja, sowas soll man nicht denken/sagen. Böses Mausekind!

Aber gerade bin ich wieder auf 180.

Auf 180 wegen einer Geschichte, die sich eigentlich schon vor etwas längerer Zeit zugetragen hat.

Folgendes:

Mein Neffe wird dieses Jahr 6 und ist natürlich in einem -sagen wir mal- "etwas schwierigen" Alter.
Momentan läuft's halt einfach nicht mehr richtig mit dem Essen. Alles, was er einmal konnte mit der Gabel scheint sich in Wohlgefallen aufgelöst zu haben.
Zudem ist er eine fürchterliche Trantüte, ständig am Trödeln und halt eben am Durch-die-Gegend-gucken. Ein kleiner Hans-guck-in-die-Luft.
Und natürlich ist er auch in dem Alter, in dem er "an sich rumspielt".
Meine Mutti ist so prüde, dass ich mich inzwischen frage, wie sie meinen Bruder und mich großgezogen hat.
Sie spricht nicht einmal das Wort "Penis" aus, geschweige denn es vielleicht sogar noch zu verniedlichen oder Ähnliches. Nein, sie wird fast sogar rot, wenn sie überhaupt davon erzählt, dass sich das Enkelchen selbst anfasst.

Sowas ist doch völlig normal!

Gestern telefoniere ich wieder mit ihr.

Kommt wieder so ne Story, wo sie sich darüber aufregt.

Ich beiße irgendwann noch in die Tischkante!!!

15.06.2009 um 12:10 Uhr

Ei Kuh!

von: Mausekind   Kategorie: Yes, I'm a Secretary!

Nein, die Frau Mausekind fängt noch nicht an, sich der Baby-Sprache zu bemächtigen.

Meine Kollegin sagte heute morgen, beim Telefonieren mit einem Kollegen:  

"Hier, der Ei Kuh ist fertig."

Da unsere allseits bekannt höfliche Frau Mausekind sowas nicht "verbessert", lachte ich einfach in mich hinein. Denn ICH wusste, was sie wollte.

Nach langem "Ei-Kuh" Hin und Hergewerfe und die Vokabel "Toyota" mit ins Spiel bringen, wusste der Kollege dann wohl auch, was sie wollte.

"Ja, der EI KUH, das sage ich doch!"

3 Minuten später geht die Tür auf, der Kollege betritt den Saal und lässt verlauten.

"Hier hab ich ihn -den IQ [EI KJUH!]-Schlüssel!"

Fantastisch!

Ganz großes Kino heute morgen...

11.06.2009 um 20:32 Uhr

Welchen Teil von "Es interessiert mich einen Scheiß" hast Du jetzt nicht verstanden???

von: Mausekind   Kategorie: My life

Jaja, Frau Mausekind hat eine neue Phase erreicht:

Das Genervtsein!

Mich nerven Unterhaltungen über unwichtige Dinge.
Dinge, die eben keinen Menschen interessieren.
Oder Unterhaltungen, bei denen man sich ständig wiederholt oder sich ständig wiederholen muss.

Also: Geh mir nicht auf den Geist!

Wütend

08.06.2009 um 19:40 Uhr

Wertungsfrei

von: Mausekind   Kategorie: My life

Mal zwei Dinge in eigener Sache, die momentan einfach präsent sind:

1. (und man mag es mir vergeben und sich bitte nicht persönlich angegriffen fühlen, dies ist einfach meine völlig persönliche Meinung und Einstellung, die ich weiterhin vertreten werde!)

Nein, Frau Mausekind wird nicht heiraten. Dieses Kind wird einfach mal richtig schön unehelich geboren.
Da mich momentan natürlich mehrere Leute darauf ansprechen, mal Folgendes:

Unser Mausebaby ist ja nun kein wirklicher Unfall gewesen, sondern schon "geplant". Sprich: Die Pille wurde abgesetzt. Gut, dass es nun tatsächlich "so" schnell ging, damit hatte ich nicht gerechnet. Nach 10 Jahren Pille, aber dem ist so und das ist gut so.
Hätte ich also gewollt, dass dieses Kind ehelich zur Welt kommt, dann hätte ich Herrn Mausekind in den Monaten davor geheiratet. Und nicht jetzt, auf den letzten Drücker, noch schnell mit dickem Bauch vor'm Standesamt stehen und nicht mal Sekt trinken können mit den Gästen.
*argh*
Nein, dieses ist eine völlig bewusste Entscheidung, die ich bzw. wir so getroffen haben.
Und: Ich habe auch Verständnis für die Menschen, die der Meinung sind nur wegen einer Schwangerschaft noch heiraten zu müssen. Bitte.
Also behandelt mich genauso.

By the way:

Ich sehe das Ganze sogar noch eine Spur krasser. Denn, wenn ich eh "plane" und weiß, dass ich eigetnlich kein Uneheliches haben möchte, dann kann ich eben in der Planungsphase schon heiraten. Denn früher oder später passiert das nun mal, dass man schwanger wird, wenn man nicht mehr verhütet. Außerdem durfte ich ja auch live erleben, wie unser Feta-Pärchen noch schnell heiraten musste. Selbe Situation. Damals hatte ich auch schon gesagt, dass ich das so nicht machen würde.
Außerdem spricht nichts gegen ein uneheliches Kind. In der heutigen Gesellschaft ja nun völlig normal UND außerdem kann man meines Wissens nach die Vaterschaft schon in der Schwangerschaft anerkennen. Somit ändern sich die Rechte für den nichtverheirateten Vater ebenfalls wieder.
In der heutigen Zeit ist man nicht mehr in der Position später mal keine Rechte zu haben. Man ist gleichberechtigt. Außerdem kann man selbst für den Fall das nicht, sowas notariell hinterlegen.
*noch  mehr argh*

2. Ja, ich bin gerade sehr mit mir beschäftigt, bin abgelenkt durch gewisse Dinge, die mit mir / meinem Körper passieren. Ich schlafe ständig ein. Auch, wenn mir jeder sagt, dass sich das nach den ersten drei Monaten legen wird. Sorry, bei mir nicht. Und ich bin dazu noch extrem demotivert und auf der Arbeit liegt's zwischen Chef und mir auch im Argen.
Aber: Wenn irgendwas passiert, dann bin ich da! Auch, wenn ich gerade mein Thema Nummer eins bin. Dann stelle ich mich zurück. Keine Frage. Vor allem, wenn SO ETWAS passiert.
Ich mache mir auch Sorgen. Und möchte nicht in einem Nebensatz erfahren, dass vielleicht etwas nicht stimmt. Dass ich Dich vielleicht sogar verlieren könnte.
Ich weiß, dass es nicht einfach ist. Dass man krasser reagiert, als sonst. Ich habe dafür jegliches Verständnis.
Aber ich möchte nicht vor den Kopf gestoßen werden, in dem man mir so eine Nachricht präsentiert. Am Rande. Als wäre das etwas völlig Nebensächliches. Du bist nichts Nebensächliches! Ich hätte gedacht, dass ich Dir das vielleicht sogar mehr als einmal gesagt hätte. Hab ich mich getäuscht?
Und wenn Du noch so weit weg bist...
Sorry, aber für mich bist Du doch schon näher. Näher, als ich irgendwann mal gedacht hätte.
Man findet nicht alle Tage jemanden, dem man sich so verbunden fühlt, wie ich mich Dir fühle.
Man findet auch nicht alle Tage jemanden, dem man sämtliche Last sofort von den Schultern nehmen möchte. Nur, um denjenigen nicht leiden sehen zu müssen.
Du hast eine fiese Fassade, wenn Du möchtest. Du bist krass. Teilst gern aus.
Aber es gibt da eben noch die andere Seite. Wenn Du Dein Theater beendest. Das ist das, was Dich ausmacht. Das ist das, was Dich zu einem der liebenswertesten Menschen macht.
Umso erschütterter bin ich, dass Du denkst, dass Du mir nicht wichtig genug wärst, um dieses Detail zu erfahren.

Danke für's Zuhören.
Oder Lesen. Oder whatever.

04.06.2009 um 14:35 Uhr

Machen wir uns nix vor!

von: Mausekind   Kategorie: My life

Frau Mausekind leidet unter Schwangerschafts-Vergesslichkeit.

So traurig wie es ist.
So ist nun mal die Realität.

Zur Zeit isses echt schlimm.
Und das Problem ist, dass selbst wenn ich mir etwas aufschreibe, um es nicht zu vergessen, ich vergesse, dass ich es mir aufgeschrieben habe.

Gut, genug davon.

Lustige Schote am Rande.

Ich heute in der Runde bei meinem Chef gewesen, mit unseren Unterabteilungsleitern.
Unter anderem mein "Lieblings"-UA dabei, der gute G., mit dem ich mich ja nun doch öfter mal streite.

Er: Und? Haste schon so'n Hechelkurs angemeldet, oder so?

Ich: Nein, ich unterhalte mich einfach einmal öfter mit Dir. Nach unseren Gesprächen habe ich immer Schnappatmung -das rentiert sich doch mehr, als so'n Kurs!

Fantastisch! Lacher auf meiner Seite.

Mein Chef, wieder einmal höchst entsetzt, schreitet ein und sagt:

"Ich finde, dass Ihr Zwei ja mal so'n Kurs zusammen machen solltet. Gemeinsam Bäume hochklettern oder so."

Ja, rüchtüch!

Oder, aber -um dem Ganzen nochmal die Krone aufzusetzen- sagte er noch Folgendes:

"Ihr könntet auch zusammen segeln gehen."

Genau, G. und ich zusammen eine Woche auf dem Meer.

Ich komme wahrscheinlich tiefenentspannt zurück, nachdem ich ihn in die Schiffsschraube geworfen habe.

Olé!

02.06.2009 um 12:27 Uhr

Das Mausebaby in live...

von: Mausekind   Kategorie: My life

...

Zum Angucken: