Ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung!

12.03.2015 um 10:40 Uhr

Verdrängen

von: Mausekind   Kategorie: My life

Machen wir uns nix vor:
Ich bin so unsportlich wie ein Teller bunte Knete (wobei, wenn wir jetzt mal ehrlich drüber nachdenken, ist wahrscheinlich selbst diese beweglicher...)
Selbst Sport im Fernsehen finde ich super-mega-uninteressant. Ich bin nicht einmal Pseudo-WM-Fan.

Worin ich aber wirklich mega-super bin: Verdrängen!
Das ist meine Königsdisziplin!

Neulich quasi, so vor 10 Jahren, habe ich eine ehemalige Freundin getroffen. Mit der war ich in der 5. und 6. Klasse echt befreundet. Wir haben alles gemacht.
Bis dann auf einmal "irgendwas" passierte.
In meiner Erinnerung war es halt ein Streit zwischen Drölfjährigen.

Als ich sie dann gefühlte oder gelebte 5 Jahre später in der Stadt sah und mich ernsthaft freute, dass sich unsere Wege erneut kreuzen, trat sie mir noch viel ernsthafter (!) eiskalt gegenüber und würdigte mich keines Blickes. Okay, es schien etwas Schwereres vorgefallen zu sein, als meine Erinnerung zuließ.

Großartig! Ich bin ein Genie im Verdrängen…

 

So geht es mir übrigens öfter.

Quasi bin ich das personifiziert „40 erste Dates“.

Nicht, dass bei mir die Verdrängung über Nacht einsetzt, aber scheinbar innerhalb eines Jahres.

 

So auch jetzt.

 

Angefangen hat es eigentlich ganz harmlos damit, dass ich mich mit meiner Masseurin über die Stadt unterhalten habe, in der sie lebt und in der ich kurzzeitig (fehlgeleitet) mit Nico lebte.

Da hatte ich doch spontan Bilder im Kopf. Von Veranstaltungen, die wir besuchten, Freunde, die wir trafen… Und sie waren alle so … äh …  positiv?!

Da musste ich doch glatt schnell das Blögchen öffnen, um mir wieder bewusst zu werden, wie überaus NICHT positiv diese Bilder eigentlich waren.

 

ICH BIN ÜBERAUS BEGABT IM VERDRÄNGEN!!!

 

Vermutlich sollte ich zukünftig jeden meiner täglichen Schritte festhalten.

Wohlmöglich habe ich in einem Jahr sonst verdrängt, dass ich überhaupt gehen kann!

Pah…