Ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung!

26.05.2015 um 12:39 Uhr

DU fehlst...

von: Mausekind   Kategorie: Frauenproblemati(c)k's

Du bist nicht mehr da.
Weil es wieder irgendein Missverständnis gab, welches ich leid bin zu erklären.

Das passiert ja ständig mit uns.

Und ich bin immer diejenige, die Dir hinterherläuft.
Ständig, ständig, ständig...
Weil ich es nicht ertrage, ohne Dich zu sein.
Weil ich nicht ganz bin.

Dieses Mal, wie jedes Mal, habe ich geschworen, Dir nicht hinterherzulaufen.
Und was passiert?

Ich schwelge in Liebeskummer.

Vielleicht versteht man(n) es ja nicht, aber die beste Freundin ist einfach unersetzlich.

Ich hadere mit mir, Dir die erste Staffel von Rizzoli & Isles über Herrn Amazon zu schicken, mit der passenden Nachricht.

Und darüber denke ich schon seit gefühlten Monaten nach...

Aber, so blöd es ist: Ich will nicht wieder die Erste sein, die den Schatten überspringt.
Ich bin ja nicht jedes Mal der Auslöser. Warum fällt es Dir nur so scheiße schwer?
...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenFrau Autsch schreibt am 26.05.2015 um 18:35 Uhr:Ach Frau Mausekind..
    Das klingt so hart, ja ich weiß, aber hey:

    Wenn DU ihr soviel Wert wärest, würde sie dann nicht auch mal über ihren Schatten springen?!
    Dann würde sie doch auch mal vor Deiner Türe stehen!
    Oder Dir Beste-Freundinnen-Botschaften zukommen lassen!
    Und Dir zeigen wie sehr Du fehlst..
  2. zitierenNightwulf schreibt am 26.05.2015 um 19:22 Uhr:Ich kenne "man(n)" nicht, kann nur von mir erzählen. Aus der Sicht eines Mannes. Auch bin ich keine Reflektion für alle anderen. Ich kenne meine Schwächen. Eine davon ist einfach das ich stur bin wie ein Steinbock. Wenn ich Missverständnisse so richtig missverstanden habe, dann bocke ich meist sofort wie ein kleines Kind. Fällt es mir schwer das abzulegen. Kommt dann noch des Mannes sinnlose Gedanken dazu.

    "Ich bin der Herr über alles. Wo in der Evolution steht geschrieben das ich nachgeben soll?" Für dich sicherlich als lächerlich darstellend. Dem stimm ich dir zu. Wir sind nicht besonders kompliziert... versuchen uns meist so zu geben. Das weisst du selbst.

    Wir lassen in solchen Augenblicken gern den Macho heraushängen... möchten den Eindruck vermitteln: "mach doch was du willst"
    Denn einfach von uns aus so nachgeben zu wollen, es zu müssen kränkt uns in unserer Männlichkeit. Würden wir doch so Schwäche zeigen. Das kann ein Mann ganz schwer... denn wir sind das "starke Geschlecht"...

    Dies mal ein wenig aus der kleinen Kiste eines Mannes geplaudert... wofür ich sicher im Angesicht anderer an ein Motorrad gebunden, über Meilen hinterher geschleift werden würde. ;-)

    Die einzige Frage aus all dem ist, was willst du? Willst du es akzeptieren das er sich wie ein Idiot benimmt, mit dem Wissen das es ihm schwer fällt über seinen Schatten springen zu können. Oder willst du ihm dabei helfen, das er es in der Zukunft vielleicht besser kann? Denn so was können wir nur durch euch lernen... ob er das auch will, das kann ich nicht sagen. Eine weitere Frage an dich, möchtest du es ihm lehren? Mit all deinem einfühlsamen Wesen, welches du sicher besitzt. Oder möchtest du dich weiter in Liebeskummer ergeben. Wir sind nichts ohne euch. Das ist eine Tatsache... ohne dich wird sich nichts verändern. Sicher ist dies viel verlangt, gebührt dir das Gleiche... sollte er seine Verfehlung einfach einsehen. Doch wie willst du dies erhoffen wenn er so was nicht kennt?

    Es ist deine Entscheidung... was willst du? Was kann er geben? Was kann er lernen? Auch dies solltest du wissen. Und dann folge deinem Gefühl... ohne deine Einfühlsamkeit, ohne deine Sanftheit ist er einfach "nur" einer der auf Macho macht. Und das, so glaube mir können wir verdammt gut. Was willst du? Ist die einzige Frage die dich bewegen sollte. Und dann entscheide... nimm ihn wie er ist, im ersten Augenblick. Forme ihn nach deinen Wünschen, mit Geduld... du hast die Macht, so könnte es werden. Ihr besitzt so viel Macht über uns... können wir nur stark sein mit euch hinter uns. Auch das ist eine Tatsache.

    Also... was willst DU?
  3. zitierenMausekind schreibt am 27.05.2015 um 10:11 Uhr:Ach Nachtwolf,

    vielen Dank für Deine Worte!

    Wie Du scheinbar überlesen hast, geht es eben nicht um den Mann, der zugegebenermaßen auch gern schwierig ist und sich verhält wie der letzte Trampel *g*, sondern um meine beste Freundin.

    Eigentlich fehlen mir schon seit Monaten die Worte.
    Für sie.
    Für die Gesamtsituation.

    Und nein, auf die Frage, was ich will, kann ich keine Antwort geben.

    Ich will, dass sie wieder da ist. Aber aufgewärmte Freundschaften sind eben wie aufgewärmte Beziehungen...
    Ich möchte nicht immer Angst haben, dass ich schon wieder etwas falsch mache und sie eben einfach nicht in der Lage ist, mir das sofort zu sagen, sondern irgendwann mal ausholt.

    Ich würde sie schon gern darauf aufmerksam machen, dass sie sich falsch verhält. Aber ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist und ob das wirklich clever ist.

    Im Prinzip stehe ich da, wo ich letztes Jahr um diese Zeit bereits stand: Allein. Im Regen. Mit meinem Liebeskummer. Unfähig etwas zu tun. Gelähmt.

    Ich kann nicht verstehen, dass es sich immer wiederholt und sie scheinbar so überhaupt nichts daraus lernt.
    Dass sie sich keine Gedanken zu machen scheint.

    Frau Autsch, Deine Worte sind immer ehrlich und das liebe und schätze ich an Dir.
    Das ist mir auch alles bewusst.
    Mir ist bewusst, dass meine Freundschaft zu ihr tiefer ist, als die ihre zu mir. Aber dessen bin ich mir seit nun mehr 20 Jahren bewusst. Es gibt für mich nur die Eine. Es ist paradox!
  4. zitierenNightwulf schreibt am 27.05.2015 um 18:12 Uhr:Verdammt, was hab ich da gestern gelesen???? :/

    ... hmmm, dafür ist ein schöner langer Text geworden, sorry ;-)
  5. zitierenFrau Autsch schreibt am 27.05.2015 um 19:41 Uhr:Man hält gerne an Dingen fest, weil man denkt ohne geht es nicht!

    Trugschluss!
    Ich habe immer gedacht ich könnte nicht ohne R.!
    Ich muss sagen: keine Freundschaft zu ihm ist besser als die, die wir gegen Ende unserer "Besten-Freundschaft" hatten.
    Heute, 2 Jahre oder 3 Jahre später und rigoros ohne Kontakt, vermisse ich nichts!

    Nichts, weil er einfach nie da war, als man sich gebraucht hätte.
    Nichts, weil ich es leid war, diejenige zu sein, die den Kontakt aufrecht erhält.
    Nichts, weil ich es satt hatte, mehr für ihn zu tun, als er jemals geben kann!

    Aufwiegen und zu schauen, was wer tut, nicht getan hat, oder nie tun wird - ist die eine Sache .. aber miteinander auf gleicher Augenhöhe zu reden, auch über die unschönen Dinge und sich dabei nicht zu verlieren .. DAS ist doch das was zählt, und für mich eine Freundschaft ausmacht!

    Und wenn sie das bis heute nicht begriffen hat ...
  6. zitierenRosa26Maus schreibt am 28.05.2015 um 12:18 Uhr:Schwester im Geiste. Ich schicke mal eine Umarmung, denn einen Rat habe ich auch nicht. (Und, Schande, ich muss gestehen: Ich glaube, in den letzten Jahren war ich ähnlich blöd wie Deine beste. Mein Stolz hat mir oft anderes eingeflüstert, aber letzten Endes stimmt es: SIE hat meist angerufen, SIE hat sich gemeldet. Ich habe lieber gewartet... )
  7. zitierenMausekind schreibt am 29.05.2015 um 13:24 Uhr:Es ist schon so, dass sie sich öfter gemeldet hat, als ich.
    Das ist mir völlig bewusst und ich hätte mich da auch anders verhalten (müssen)
    Fakt ist aber, dass ich tatsächlich bereits andere Freundschaften führe, die sich unglaublicherweise über Jahre halten, ohne dass man täglich spricht.
    Und ohne, dass man ständig einen eingeschenkt bekommt, man würde sich nur melden, wenn man etwas wollen würde.

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich Freundinnen um mich herum habe, die die "Freundschaftspflege" "mehr verdient" haben, weil sie beständig sind und funktionieren.
    ... Aber es ist schwierig, wenn man an der einen Freundschaft festhalten möchte.

    Mir geht es gerade nicht gut und ich möchte einfach von ihr getröstet werden. Ich möchte Beständigkeit. Ich möchte wissen, dass sie da ist. Bescheuert bin ich. Einfach total bescheuert!!!

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