Kommen wir mal dazu.
(Man vergesse nun aber den Eintrag darunter nicht...
)
Gestern war ich bei ihm.
Nach diesem ganzen Hickhack, wie immer, hab ich ihm dann gestern geschrieben, ob's dabei bleibt, dass ich vorbei komme.
Ich war dann auch da.
Und bin quasi mit der Tür ins Haus gefallen.
Ich versuche mal, alles, was mir noch hängen geblieben ist, niederzuschreiben.
Die Schlampe:
"Hattest Du eigentlich schon was mit A-Schlampe, als wir zusammen waren?"
"Nein, das hat sich so ergeben."
"Ja, und selbst wenn, dann würdest Du mir das eh nicht sagen..."
"Doch, das würde ich."
Finanzen:
"Du hast Deine ganze Wohnung von Deinen Eltern finanziert bekommen.
Die haben Dir alles in den Arsch geschoben.
Erzähl mir bitte nicht, dass Du mit Geld umgehen kannst."
"Doch, das kann ich.
Natürlich haben sie mich unterstüzt.
Das würden alle Eltern tun.
Meinen Urlaub bezahl ich allein."
"Ich kenne Deine Situation.
Du kannst Dir definitiv keinen Urlaub leisten.
Den bezahlen Deine Eltern, also erzähl mir bitte keinen Bullshit!"
"Du weißt überhaupt nichts.
Ich hatte Konten während unserer Beziehung, von denen Du keine Ahnung hattest."
"Das ist gelogen. Und das weißt Du selbst."
"Ist es nicht. Du bist nur neidisch, weil Du Dein Leben nicht auf Reihe kriegst."
Soziale Kontakte:
"Ich kriege immerhin noch alles unter einen Hut!
Ich vernachlässige meine Freunde wenigstens nicht."
"*lacht hysterisch* Bitte?
Was ist denn mit B., S. und Co?"
"Mit dem Kindergarten unternehm ich schon lange nichts mehr."
"*lacht noch viel hysterischer* Hallo? Du vögelst doch mit dem Kindergarten."
(Man bedenke: A-Schlampe ist 19...)
Höhenflüge:
"Ich mag's nicht, wenn Du immer betonst, dass es vorbei ist.
Ich bin mir dessen völlig bewusst.
Oder habe ich versucht, Dich zurück zu kriegen?"
"Nein, das hast Du nicht.
Aber ich denke trotzdem, dass Du nicht kapierst, dass es Aus ist."
"Hä? Wieso? Was mach ich denn?
Ich würde Dich zurückhaben wollen, wenn Du der Mann wärst, in den ich mich verliebt habe.
Aber das bist Du schon lange nicht mehr.
Die letzten 1,5 Jahre hast Du Dich nur um Dich gekümmert, bist total egoistisch geworden.
Du bist nicht mehr der, den ich kennengelernt habe..."
"Du musst grad reden!
Du bist die Einzige, die sagt, dass ich egoistisch geworden bin.
(Stimmt natürlich nicht, der "Kindergarten" sieht das auch so...)
Du bist doch diejenige, die einen Höhenflug hat, seitdem Du wieder im Büro arbeitest.
Das sagen unsere Nachbarn auch. (Dazu komme ich heute abend, wenn ich mich abreagiert habe)"
"Ich?
Ach, das ist doch lächerlich!
Weil Du nicht nachvollziehen kannst, dass ich mal länger arbeiten muss?
Ich sitze eben direkt beim Chef. Da kann ich nicht einfach den Stift fallen lassen und weglaufen.
Das ist nunmal mein Job!
Ich bin überhaupt nicht abgehoben."
"Dein Leben dreht sich doch nur um die Arbeit."
"Nein!!!
Mein Leben hat sich nur um Dich gedreht. Und den Rest habe ich darum aufgebaut."
"Fairhalten":
"Warum bist Du mir gegenüber so?
Warum zickst Du mich bei jeder Gelegenheit an?"
"Warum schickst Du mir solche SMS?"
"Weil ich Dir schon gesagt habe, dass irgendwann der Punkt kommt, wo ich rumkeifen muss.
Und wo ich wahrscheinlich die ein oder andere SMS schicke, die Dir nicht gefällt.
Ich hatte Dich im gleichen Atemzug gebeten, darüber einfach mal hinwegzusehen und Dich in meine Situation zu versetzen."
"Das kann ich nicht, weil ich finde, dass Du Dich wie im Kindergarten verhältst.
ICH muss Dir nicht hinterherlaufen."
"Das musst Du auch nicht.
Aber ich muss das auch nicht!
Du wärst mich schon längst losgewesen, wenn Du nicht kurzfristig die Samstags-Verabredung gecancelt hättest."
"Ich habe Dir Sonntagabend als Gegenleistung angeboten.
Aber da wolltest Du ja nicht. Wahrscheinlich aus Rache..."
"Nö, aber ich hatte keinen Bock."
"Na, immerhin biste ehrlich!"
"Ich bin die ganze Zeit schon ehrlich!
......
Wie wollen wir jetzt weitermachen?"
"Ich weiß es nicht."
"Du zickst auf jede SMS rum.
Ich kann kein normales Wort mit Dir sprechen, weil Du absolut nicht kritikfähig bist."
"Ich zick nur zurück.
Du fängst an."
"Nein, das tu ich nicht.
Ich sitze hier, spreche völlig normal mit Dir.
Ich habe nicht mal meinen Ton erhoben."
"Ich brauch meine Ruhe vor Dir."
"Sollte das nicht mein Part sein?
Sollte ICH das nicht sagen?"
"Wir sollten erstmal Gras über die Sache wachsen lassen."
"Das hätten wir schon längst wachsen lassen können, wenn Du nicht irgendwelche Termine absagen würdest, weil es Dir wichtiger ist, Dich ins Freibad zu legen."
"Willst Du jetzt ewig drauf rumhacken?"
"Ja, das will ich.
Wenn Du Dir nicht mal die Zeit nimmst, Dich anständig zu trennen, weil Dir Dein Privatvergnügen wichtiger ist, dann will ich ewig darauf rumhacken."
"Wir sollten jetzt erstmal Abstand nehmen und dann gucken."
"Darf ich noch wissen, warum Du mich so anzickst?"
"Ich weiß es nicht...
Es liegt an Dir.
Du machst mich irgendwie wütend."
Resümee:
Ich hatte ihm noch erzählt, wie es meinem Papa geht.
Dass sich sein Zustand eben nicht gebessert hat und er mich vertröstet.
Dass ich im Internet geguckt habe, was das genau ist, was es für Auswirkungen hat und dass ich traurig bin, dass Papa nicht ehrlich zu mir ist.
Er erzählt mir nicht, dass die Chance sehr hoch ist, dass er nun ebenfalls einen Augeninfarkt im anderen Auge erleiden kann.
Dass die Chancen auf eine vollständige Heilung gleich null sind, weil er sich erst hat viel zu spät behandeln lassen.
Ja, ich bin ein Papakind!
Und es macht mich traurig und wütend, wenn es meinem Papa nicht gut geht, aber er mir nicht die Wahrheit darüber erzählt.
Es nimmt mich mit, dass er stark sein will, ohne dabei Hilfe zu bekommen.
Das alles habe ich Nico an der Tür erzählt.
Und ihm gesagt, dass ich momentan wirklich anfällig bin.
Dass ich glaube, dass er mich kennt und weiß, wie seine SMS auf mich wirken.
Und ich nicht verstehen kann, warum er mich absichtlich verletzt, weil ich der Meinung bin, dass ich das nicht verdient habe.
Der Heimweg:
Als ich auf dem Weg nach Hause war, nachdem ich bei Kathi angehalten und mich ausgekotzt habe, sowie meine ehemalige Fahrgemeinschaft getroffen und mich ebenfalls ausgekotzt habe, erhielt ich eine SMS:
"Sorry, wenn ich nochmal nerve. Das mit Deinem Papa tut mir wirklich leid und es nimmt mich mit, ich mag ihn sehr."
Ich habe ihm dann später geantwortet, dass ich ihm das eigentlich hätte nicht erzählen sollen, aber es so aus mir rausgesprudelt ist, weil ich wieder völlig emotional war. Und dass ich kein Mitleid von ihm will.
Er sagte, haltet Euch fest, dass ich vorbeikommen kann, wenn ich mich ausheulen möchte oder "Halt" brauche. Dass ihm meine Worte noch durch den Kopf jagen und ihm nahe gegangen sind. Dass er (Ich bin im falschen Film) sogar der Meinung ist, dass ich Recht habe, dass er sich völlig falsch verhalten hat und es ihm leid tut.
Interessanterweise kam dann im weiteren Verlauf der Diskussion noch eine SMS von ihm, dass ich mich als Gewinnerin fühlen könnte, denn ich habe ihn umgedreht. Außerdem habe er viel von mir gelernt.
Ich habe ihm geantwortet, dass ich mich freuen würde, wenn wir jetzt eine Basis finden würden, auf der wir miteinander könnten.
Er sagte: Das möchte ich sehr gern, Du bist doch die Einzige, die mich zähmen kann.
(Ich bin immer noch verdutzt, verwirrt und geplättet über diverse Stimmungsschwankungen)
Er sagte mir außerdem, dass ich ein wichtiger Mensch in seinem Leben bin.
Dass er mich als diesen auch nicht verlieren möchte.
So, und nun habe ich Pipi in den Augen, weil der Mensch, den ich schon vor langer Zeit verloren habe, wieder da ist. Allerdings in unerreichbarer Ferne -jedenfalls für mich.
Toll, ich ändere ihn, er lernt von mir und nun setzt sich die Schlampe ins gemachte Nest...
Ich bin frei!
Freu ich mich lieber darüber....
*aua*