Ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung!

27.11.2014 um 11:30 Uhr

Schwieriger erziehbar als 08/15

von: Mausekind   Kategorie: Das Mäusejunge

"Wenn man schon an der Titelauswahl versagt, sollte man das Schreiben besser sein lassen", sagt meine innere Stimme im Augenblick.
Aber da ich Herausforderungen leider nicht scheue, werde ich wohl doch in die Tasten hauen müssen, um das, was ich mir von der Seele schreiben möchte, auf Papier zu bringen.

Das Kleine hat im Moment eine ziemlich schwierige Phase.


Und uns fehlt der Hebel, den wir ansetzen können, um ihn zu stoppen.

Er ist rotzfrech. Und clever.
Und verdammt: Ich hasse diese Mischung. Und Kinder. Und Menschen. ... Nun denn...

Das Baby benimmt sich gerade wie die Axt im Walde.
Immer, wenn ich ihn aus dem KiGa abhole, hat er irgendwas ausgefressen.
Gestern hat er den Praktikanten gebissen und danach Theater gemacht, weil der Prakti nicht mehr mit ihm spielen wollte (Eisberggipfel!).
Als ich ihn dann einpacken wollte, wollte er unbedingt einen Stock mitnehmen und als ich ihn bat, diesen beiseite zu legen, wollte er mich damit hauen.
...
Zuhause ging dann das Gezetere richtig weiter.
Ich bin gerade alleinerziehend, Herr Mausekind ist zum Seminar, und ich durfte mich mit dem Nachwuchs auseinander setzen.

Angefangen bei "keine Schokolade" über "kein Fernsehen", "Stubenarrest" lief das Kind gleich direkt in sein Zimmer.
Nachdem ich unten alles verstaut hatte und mich selbst innerlich runtergeholt hatte, bin ich nach oben gegangen und habe versucht ein Gespräch mit dem Kleinen anzufangen.
Warum er sich gerade so benimmt. Warum er nicht hört, nicht auf uns, nicht auf die Erzieher...
Während ich also die Mutti-Predigt runterbetete und als Antwort nur ein Verkriechen auf meinem Schoß bekam, ...
SCHLIEF er ein!     S C H L I E F ! ! ! Wütend

Also war ich gezwungen, das Baby ins Bett zu packen. Um kurz nach 17 Uhr ... Ohne Worte.

Heute Nacht war natürlich Bambule.
Während Herr Mausekind außerhäusig ist, darf das Lütte bei mir schlafen.
Um 4 wachte er auf -Hustenanfall- und da sein Magen ja gefühlt in den Kniekehlen hingen müsste, war ihm gleichzeitig schlecht und er erbrach sich...
Punktlandung im Bett. ...

Nachdem dann der Wecker ganz offiziell klingelte, hab ich dem Kind erst etwas Essbares gemacht, damit er nicht umfällt. Und wir versuchten unsere Unterhaltung vom Vorabend weiterzuführen.

Seine Antwort auf sein Verhalten kippte mich dann aus den Latschen: "Ich verhalte mich immer so, wenn ich zuviel trinke!"
Alle Alarmsignale in meinem Kopf schrillten los.
Vielleicht bin ich bei diesem Thema ja einfach etwas zu sensibel, aber ich kann mir wirklich nicht erklären, was dieser Satz bedeuten soll und viel mehr noch: Woher er den hat!
Angeblich vom Krokodil (seinem besten Kumpel)...
Nach dem Bringen heute Morgen habe ich mir also seine Erzieherin geschnappt und sie gebeten, etwas darauf zu achten...

Ich bin gespannt, wie die Geschichte nun weitergeht.

Ach, und für den Fall, dass den anwesenden Muttis jetzt noch irgendwas in Richtung Bestrafung einfällt: Immer her mit den Ideen!!! Fröhlich

06.08.2011 um 18:52 Uhr

Wo fange ich an?

von: Mausekind   Kategorie: Das Mäusejunge

Erstmal: Vielen Dank, dass jemandem aufgefallen ist, dass es irgendwie still um mich geworden ist! Fröhlich

Ich WILL ja schreiben, aber irgendwie ist meine Freizeit eingeschränkt! Fröhlich

Und wenn ich dann schreiben will, dann machen die Worte in meinem Kopf keinen Sinn mehr, oder es sind so viele, dass mir die Lust wieder vergeht.
Unfassable...

Zunächst einmal möchte ich mich übrigens auch darüber freuen, dass Julian uns verlassen hat.
(War der überhaupt da?!)
Ohje, die machen jetzt Apps?! Da muss ich aber gut aufpassen, dass ich die nicht runterlade, sonst bin ich verloren!

Auch, wenn ich mich normalerweise nicht so negativ äußere:
Julians Weggang ist nun wirklich kein Verlust. Wer hat uns hier betreut?

Anyway... Es sind wahrscheinlich schon viele Worte in anderen Blöggen (?!) gefallen, es soll also gut sein!

Was ist bei mir so passiert?

Unser Krümel ist nun fast 4 Monate alt! Unfassable...

Und jeden Tag passiert etwas neues Spannendes.

Gerade entdeckt er seine Hände, sabbert unaufhörlich und gibt die ersten lauten Geräusche von sich.
Es wirkt fast so, als würde er versuchen, uns zu antworten. Ein Wahnsinn!

Jaja, es spricht die stolze Mutti aus mir, wie ihr unschwer lesen könnt.

Ansonsten ist unser Alltag noch immer ziemlich fern, so mein Gefühl.

Nächste Woche haben wir 2 Arzttermine und einmal Krankengymnastik.
Donnerstag hat Mutti Mausekind Geburtstag und der einzige "freie" Tag wäre demnach Freitag.
Wobei das ja nun noch fast eine Woche hin ist und bis dahin steht wahrscheinlich wieder etwas Neues an. Voraussichtlich ein Besuch bei den Schwiegermonstern und genau das wären wir schon da, wo ich hin wollte. Es gibt neue Schwiegermonstergeschichten!

Die werten Herrschaften tun ja seit Mäusejunges Geburt so, als wäre alles völlig in Ordnung.
Unser Streit, der sich nun über ein Jahr ohne Kontakt zog, geriet völlig ins Abseits.
Gut, natürlich spielte ich das Spielchen mit. Nach Baby's Geburt hatte ich andere Sorgen, als mich mit denen zu fetzen.

Und doch sagte ich Herrn Mausekind, dass ich gern ncoh einmal darüber sprechen wollen würde, was passiert war und warum.

Whatever...

Inzwischen sind also wieder zwei Dinge passiert... Zur einen bleibt mir nur noch das Kopfschütteln, zur anderen die Schlaflosigkeit. Drei Nächte, in denen ich nach der Raubtierfütterung nicht mehr schlafen konnte. Was völlig fremd ist für mich. Denn schlafen kann ich eigentlich immer.

Aber von vorne:

Vor 4 Wochen haben wir eine Party geschmissen.
Eine "Überraschung, wir haben geheiratet und ein Baby bekommen"-Party quasi. Für die Familie, Freunde und Kollegen.

Unsere Eltern reden seit des Hochzeitdebakels kein Wort mehr miteinander.
Und die Spannung diesbezüglich hielt Herrn Mausekind und mich ebenfalls auf Trab.

Am Tag unserer Party (Gott sei Dank waren genug Leute da) konnten sich unsere Eltern gekonnt aus dem Weg gehen.
Allerdings beschwerten sich Herr Mausekinds Eltern nachträglich darüber, dass meine Tante sie ebenfalls ignoriert hätte. "Wie kann sie nur?" "Sie hat doch mit der ganzen Situation nichts zu tun..."

Herr Mausekind wollte bei nächster Gelegenheit meine Tante darauf ansprechen.

Vorher trafen wir meinen Bruder.
Mein Bruder, der sich ebenfalls beschwerte....
Weil meine Schwiegereltern es nicht für nötig gehalten haben, ihn zu begrüßen. Viel mehr noch: Als er sie per Handschlag begrüßen wollte, rannte meine Schwiegermutter einfach an ihm vorbei.
Zitat Mausebruder: "Ich habe ihr fast die Hand in den Magen gerammt. Da hat sie dann reagiert."

Meine Kopfschüttelgeschichte!

Denn: Wie kann ich mich über andere Leute aufregen, wenn ich selbst kein Stück besser bin?!

Ich kann doch nicht an anderen Leuten bemängeln, dass sie mich nicht grüßen, wenn ich genauso agiere?!
An die eigene Nase fassen, Schwiegermonster!

Das nächste, und das ist mein persönlicher Aufreger der nächsten Monate:

Unser Baby hat es leider nicht geschafft sich an die Brust zu gewöhnen.
Da er wochenlang im Krankenhaus die Flasche bekommen hat, mussten wir nach ca. 9 Wochen auf Fertignahrung umsteigen. Erst habe ich abgepumpt und dann ist die Milch weniger geworden.
Es machte einfach keinen Sinn mehr.

Die Nahrung ist Muttermilchersatz und er hat sie gut angenommen.
Zudem hat er seinen 4Stunden-Rhythmus ziemlich gut drin.

Allerdings gab es ein paar wenige Tage, an denen er alle zwei Stunden geschrien hat und so haben wir uns bei der Hebamme erkundigt, ob wir in solchen Fällen vielleicht Wasser oder Tee geben sollten.
Laut Packungsbeilage kann man die Milch immer füttern.
Aber wir hatten die "Sorge", dass er vielleicht auch nachts alle 2 Stunden versorgt werden möchte.

Wie gesagt: Hebamme gefragt und die Antwort bekommen, das wir uns darüber keine Sorgen machen brauchen.
Wir sollen ihm ruhig Milch geben. Die ist schließlich, wie die Muttermilch eben auch gegen Hunger und Durst!

Irgendwann waren wir dann bei den Schwiegermonstern und diese fragten uns, ob wir ihm nicht etwas Wasser oder Tee zwischendurch geben wollen. (Herr Mausekinds Cousine Sandra hat ebenfalls gerade ein Baby bekommen, ein paar Wochen vor uns und die macht das nämlich so)
Wir erklärten seinen Eltern, dass wir uns danach ebenfalls erkundigt haben und wir die Auskunft erhalten haben, dass das nicht nötig wäre. (Außer es wären 30 Grad draußen...)

Wenige Wochen später, gleiche Szene wieder: Wir sitzen bei den Schwiegermonstern und sie fragen, ob wir ihm nicht Tee oder Wasser geben wollen würden, Sandra macht das nämlich so!

Wir beantworteten die Frage erneut. Plötzlich eskalierte die Situation:
Schwiegervater sagte, dass Hebammen eh keine Ahnung hätten, wir das machen müssen und .... ....
Sie bei unserem Kinderarzt gewesen wären um sich danach zu erkundigen!

Ohne Worte!

Könnt ihr euch vorstellen, dass ich fast geplatzt wäre?!

Sie gehen tatsächlich hinter unserem Rücken zu unserem Kinderarzt?!

Stellen also unsere Entscheidungen, unsere Erziehung in Frage.

Wie kann man so anmaßend sein?!

Außerdem kritisierten sie, dass ich mich mit meiner Schwägerin unterhalte.
Ich könne doch unmöglich nur auf meine Schwägerin hören...
Meine Schwiegermutter hat damals immer auf ihre Mutter gehört! Die hat schließlich zwei Kinder groß bekommen.
(Meine Schwägerin übrigens auch, bzw. mittendrin! Und sie hat selbst ein Frühchen groß bekommen... By the way: Nein, ich unterhalte mich nicht ausschließlich mit meiner Schwägerin. Ich unterhalte mich auch sehr gern mit den anderen Mädels, die ich im Krankenhaus kennengelernt habe! Die sind nämlich ganz nah dran und deren Kinder sind nicht bereits 30 oder 40!!!)

Nach dem letzten Streit mit seinen Eltern verhielt ich mich diesmal stiller.
Als wir im Auto saßen, verlor ich kein Wort darüber.
Aber Gott sei Dank empfand Herr Mausekind das auch so.

Er hat inzwischen mit seinen Eltern gesprochen.

Und das ist auch der Grund für meine Schlaflosigkeit:
Es gab kein "Okay, da sind wir wohl einen Schritt zu weit gegangen".
Es gab ein: "Wir mischen uns nicht mehr ein, Mausekind kann man nämlich gar nichts sagen!"

Aha!

...

Stimmt! Ich bin dickköpfig, absolut!

Man kann aber mit mir sprechen!
Dazu gehört allerdings, dass man sich mit mir auf Augenhöhe befindet.
Na, Fehler gefunden? Augenhöhe, Schwiegermonster!
Ihr seid mit dieser Aktion noch einen Schritt die Leiter runtergefallen!

Und ich weiß noch nicht, wie ich mit der Situation weiter umgehen soll....... Wütend

19.06.2011 um 23:33 Uhr

Die 5%-Hürde

von: Mausekind   Kategorie: Das Mäusejunge

Da isse!

Wo fange ich an?

...

In meinem Kopf hatte ich seit Wochen DEN Text überhaupt.
Was ich alles erzählen, also schreiben, wollte; die Buchstaben reihten sich völlig automatisch aneinander.
Jetzt, wo es ernst wird, ich hier sitze, sehe ich außer dem weißen Bildschirm recht wenig.
Keine Buchstaben, die automatisch Worte bilden...

Gut, was soll das Gejammere? Ich bin erstmal sehr froh, wieder hier zu sein!

Seit nun knapp 5 Jahren gehöre ich hier hin!
Und dieser unglaublich wichtige Teil meines Lebens muss doch auch aufgeschrieben werden...

Also... Ich entschudlge mich jetzt schon für den elllllllllllenlangen Text, der auf Euch zukommt!

Ich hole mal aus:

Die letzten vier Wochen meiner Schwangerschaft verliefen nicht so prächtig.
Der Arzt teilte uns mit, dass mein Blutdruck zu hoch war... Was im Prinzip nicht allzu schlimm ist, dagegen gibt's Medikamente, die man nehmen kann, ich musste seitdem meinen Blutdruck 3x täglich messen und die Ergebnisse aufschreiben.
Alle 2 Wochen ging es dann zur Kontrolle.

Da mein Blutdruck auch durch die Medis nicht runtergehen wollte, beschloss mein Arzt, dass ich nun einmal die Woche bei ihm erscheinen durfte.

Und dann kam der Tag, an dem mir mein Doc sagte, ich müsse nun zweimal die Woche bei ihm auf der Matte stehen.
Im Kopf bereitete ich mich eigentlich schon auf das "Schlimmste" vor: Früher als geplant zu entbinden.
Und doch war mein Doc noch relativ zuversichtlich, dass ich bis Anfang Mai durchhalten würde.

Gerade, als meine "Zweimal-die-Woche"-Schicht anfing, gab uns der Doc zu verstehen, dass er das Risiko nicht mehr tragen könne und schickte mich sofort ins Krankenhaus.

Meine Tasche hatte ich bis dato noch nicht gepackt.
Mein Kopf signalisierte mir zwar immer, dass ich das tun sollte, aber ich hatte die Angst, würde ich das tun, würde das einfach ein schlechtes Zeichen sein...

Whatever...

Ich befand mich nun also auf direktem Wege ins Krankenhaus.
Aber ich stand so neben mir, dass ich nicht mehr sagen konnte, in welches Krankenhaus ich wolte.

Natürlich stand für mich fest, dass ich einen Kaiserschnitt wollte.
Aber eigentlich wollte ich in das Krankenhaus, in dem mein Doc Belegarzt ist. Ich wollte den Kaiserschnitt von ihm erhalten. Ihm vertraute ich...

Da das Leben kein Ponyhof ist (und meins ja bekanntlich erst recht nicht) entschied Herr Mausekind für mich.

Und wir checkten ein...

Das war am 11.04.

Nach der Untersuchung und dem ersten CTG erzählte uns der Arzt, dass ich mich darauf einstellen könnte, am Wochenende wieder entlassen zu werden. Meine Werte waren sehr gut...
Allerdings war unser Baby zu klein für seine Entwicklungswoche. Das wäre aber kein Problem, es gibt wohl 5% Kinder, die eben kleiner sind...  
Zudem hatten wir ein wirklich gutes Gespräch mit dem Oberarzt, dem wir unsere Situation erklärten; unsere letzte Schwangerschaft.
Ich war zu diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr in der Lage, die Schwangerschaft fortzusetzen. Ich war ernsthaft verwirrt und wusste nicht, ob das Baby bei mir sicherer wäre, als draußen.
Er nahm sich sehr viel Zeit und sprach mit uns über die Folgen, wenn wir zu diesem Zeitpunkt einen Kaiserschnitt machen, etc.

Ich entschied mich also noch ein wenig durchzuhalten...

Den weiteren Tag über wurden regelmäßig CTG's geschrieben.
Auch in der Nacht. Und das CTG zeigte eine Unregelmäßigkeit in Baby's Atmung.
Allerdings nur eine Einzige. Und nachdem ich dann 2 Stunden dort lag und nichts dergleichen mehr auftrat, beruhigten sich die Gemüter wieder.

Am nächsten Morgen musste ich eine Urinprobe abgeben. In solch einem Fall wird der Eiweiß-Wert kontrolliert.
Danach ging es abermals zum CTG.
Das war der Tag, an dem unser Kinderzimmer geliefert werden sollte...
Herr Mausekind war also zuhause und wartete auf die Firma.

In diesem CTG wurde wieder etwas festgestellt und bevor ich mich versah, stand auf einmal mein Bett im Kreißsaal, in dem ich lag und das CTG geschrieben wurde.
Ich informierte also Herrn Mausekind, der die Firma kontaktierte und sofort zur Stelle war.

Scheinbar handelte es sich wieder um falschen Alarm und ich durfte danach wieder auf mein Zimmer zum Mittagessen. Als ich fertig gegessen hatte, kam eine Schwester und schaute mich völlig entgeistert an und fragte, ob ich gegessen hätte. ...
Da wusste ich definitiv das etwas nicht stimmte.

Man hätte meine Urinwerte gerade erhalten und es wäre höchste Eisenbahn.

Ab einem Wert von 0,3 schaut man sich das wohl schon sehr kritisch an. Mein Eiweiß-Wert lag bei 4,0.

Das bedeutete, dass ich eine Schwangerschaftsvergiftung hatte....

Dies bekommen 5-8% der Schwangeren.
Herzlichen Glückwunsch!

Danach ging alles sehr schnell.

Der Oberarzt schaute bei mir vorbei und erklärte mir, dass es nun soweit wäre.
Er müsste unser Baby jetzt holen.

Auf einmal wurde ich Richtung Kreißsaal geschoben und bekam die Medikamente...

Herr Mausekind durfte mitkommen, nachdem die PDA gelegt wurde und ich im OP lag.
Er saß an meinem Kopf und hielt mir die Hand...

Der Rest ist wie im Fernsehen.
Das große blaue Laken, das vor mir hing. Hinter mir Ärzte und Schwestern, hinter dem Laken Ärzte...

Und das Team der Kinderklinik, die sich gleich auf unser Baby stürzten.

Innerhalb von 5 Minuten erblickte unser Kleines das Licht der Welt.
Er wurde kurz rübergehalten, damit wir ihn sehen konnten.
Herr Mausekind sprang übrigens auf, was dazu führte, dass alle schrien er solle sich sofort wieder setzen; wenn er mich so sehen würde, würde er einen Schock für's Leben bekommen oder so ähnlich...

Danach wurde unser Kleiner untersucht.

Eine Stunde später, ich lag im Kreißsaal, bewegungsunfähig, durfte Herr Mausekind das erste Mal nach ihm sehen. Und Foto's machen.
Ich blieb im Kreißsaal liegen, Gott sei Dank mit der Unterstützung einer sehr lieben Freundin, die meine Hand hielt.

Unserem Kleinen ging es gut.
Er brauchte nicht im Brutkasten zu liegen und auch keinen Sauerstoff.
Er bekam lediglich Sauerstoffunterstützung.
Diese hatte er sich dann aber gleich in der Nacht rausgerissen...

Wie es weiterging, hatte ich ja bereits berichtet.

Es folgten knappe 6 Wochen zwischen Krankenhaus, Milchpumpe und Zuhause.
Schrecklich lange Wochen, in denen sich der Babyblues und die Euphorie die Klinke in die Hand gaben.
Nächte, in denen ich totunglücklich über der Milchpumpe hing oder mich freute, dass ich wenigstens etwas tun konnte...

Seit 4 Wochen ist er nun zuhause...

4 Wochen, in denen ich so unglaublich glücklich darüber bin, dass es ihm gut geht; dass wir alles geschafft haben!

Wobei uns die 5%-Hürde nicht in Ruhe lässt....

Gerade wurde festgestellt, dass er einen Leistenbruch hat.
Das bekommen 5% der Frühchen...

Nächste Woche haben wir einen Termin in der Chirurgie und dann sehen wir, was weiter passiert.

Herrje!

Mir geht es gut, wirklich!
Allerdings könnte ich vielleicht etwas Amok laufen, wenn sich noch etwas einstellt, das mit 5% zu tun hat...

11.05.2011 um 20:30 Uhr

Babynews

von: Mausekind   Kategorie: Das Mäusejunge

... Puh! Wie die Zeit vergeht...

Wir wohnen jetzt also quasi seit 4 Wochen im Krankenhaus.

Das Mäusejunge macht sich momentan wirklich prima. Vorher hatten wir arge Probleme damit, dass er nicht richtig trinken wollte.
Aber nun schafft er bei jedem Füttern fast jede seiner Mahlzeiten...

Dafür leidet er nun unter schlimmen Blähungen und hält die Station auf Trab...

So dass ich nun versuche auf alles zu verzichten, was Blähungen hervorrufen könnte.

Allerdings bin ich damit ganz leicht überfordert, weil eigentlich ja nun fast alles Blähungen machen könnte, was man isst?!

Ich versuch's halt mal...

Ansonsten ist unser Alltag natürlich unglaublich bescheiden.

Morgens ins Krankenhaus bis ca. Mittag. Danach einkaufen, kochen, Haushalt.
Evtl. nachmittags nochmal hin, ansonsten Behördengänge oder Arztbesuche, whatever.
Abends natürlich wieder Krankenhaus.
Zwischendrin ruft die Milchpumpe...
Übrigens auch nachts.

Jetzt ziehe ich schnell die Foto's vom Apparat auf's Handy und verschicke ein paar Aktuelle...

Klar, das Angeben darf ja nun auch nicht zu kurz kommen, gell?!

... Bevor die Milchpumpe wieder ruft! Hossa!

Vielen lieben Dank für Eure Glückwünsche! Ich freue mich sehr, dass Ihr auch an diesem Teil meines Lebens wieder Anteil nehmt!
Noch mehr freue ich mich darüber, dass es endlich mal etwas Positives aus meinem Leben zu berichten gibt... Und ich hier nicht immer nur meckern und jammern muss!

Also: Vergesst mich nicht! Ich bin bald wieder da...
Spätestens, wenn der Kleine endlich neben mir liegt und ich völlig bezuckert darüber schreiben kann...

26.04.2011 um 22:09 Uhr

Herzlich willkommen, kleiner Mann!

von: Mausekind   Kategorie: Das Mäusejunge

Ihr Lieben,

wie ihr bereits erfahren habt, darf auch ich mich nun endlich Mami nennen.

Am 12.04. um 15:04 Uhr ist unser kleiner Mausejunge geboren.

Da alles ziemlich "überraschend" war (der eigentliche Termin wäre Ende Mai gewesen) fehlt mir momentan auch jegliche Zeit, Euch zu erzählen, was eigentlich passiert ist.

Ich pendle zwischen meinem neuen besten Freund (der Milchpumpe) und dem Krankenhaus.

Und wenn ich gerade nicht abpumpe oder unseren Junior anhimmle und wahnsinnig stolz bin, bin ich einfach unglaublich müde.

Also geduldet Euch noch ein wenig... Fröhlich

Aber dann wirklich!