Ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung!

01.10.2009 um 13:17 Uhr

Man sieht sich immer zweimal im Leben...

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

... und das trifft diesmal genau ins Schwarze!

Wir erinnern uns an die ehemaligen Nachbarn? Familie Schwarzjäckel???

Er, der Ingenieur, der natürlich nicht auf unserem Niveau war, sondern etwas viel Besseres war...

Mein neuer Kollege!
Jedenfalls arbeitet er in meinem Gebäude! ...

Die Rache ist mein..........

17.05.2007 um 00:50 Uhr

Nachbarn, die 100.

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Nich, dass ich es nich schon mal erwähnt haben würde:

DER GEIZ UNSERER NACHBARN KOTZT MICH AN!!!

Aber schön: Nicht nur mich.
Hab da die letzten Wochen echt ein paar ordentliche Kracher gehört...

Nun zur Spitze des Eisbergs.

Neulich waren wir grillen.
(Ich brauch ne neue Kategorie!)

Eingeladen beim Nachbarn im Garten.
Mit Garten meine ich so ein Gartengrundstück am Rande der Stadt.
Also auch Schrebergarten genannt. Obwohl ich den Ausdruck boykottiere, weil sich das unglaublich alt und spießig anhört...

Der Haken an der Einladung war:
Essen und Getränke mussten wir selbst mitbringen.

Nee, nee... DAS war noch nicht die Spitze.
Obwohl's schon dreist ist, zum Essen einzuladen, aber die Gäste aufzufordern, sich selbst zu verpflegen.

Da waren wir kurz vorher noch im Supermarkt (Fleisch kaufen), klingelt Nico's Handy.
Man beachte: Wir standen bereits anna Kasse.

Ist der Nachbar dran.

Ob wir nicht noch Holzkohle mitbringen könnten.

Wütend

Nico war leicht gereizt und zog halt auch den ein oder anderen Spruch in Richtung:
Hast Du gar nichts organisiert, wenn Du uns schon einlädtst?!

Gut, haben wir natürlich gemacht.

Selbstverständlich haben wir das Geld für den Sack Kohle nicht wiederbekommen.
Der Nachbar benutzt ihn jetzt also den Sommer über für lau.
Okay, ich bin da ja nicht so.
2,50€ sind mir egal.
Aber wäre es andersrum gewesen, dann hätten wir definitiv das Geld wieder zurückzahlen müssen.

Während des Grillens fragte dann ein freundlicher Nachbar von gegenüber, ob wir eine Forelle haben wollen würden, da die von deren Grillen übrig geblieben ist.

Die Jungs sagten sofort zu.

(Es waren übrigens Nico, Nachbar, Nachbar's Mutter und ich anwesend...)

Nachbar sollte sie dann holen.
Seine Mutter sagte ihm noch: Nimm das Portemonnaie mit.

Der Nachbar winkte ab.

Nachbar's Mutter zog dann, uns gegenüber, auch einen Spruch á lá "Der ist so geizig. Das ist mir jetzt so peinlich."

Ich finde, da hat sie absolut Recht!

Wenn schon jemand jemandem einen kompletten Fisch hinterlässt, dann könnte man wenigstens anstandshalber fragen, ob er was dafür haben möchte.

Dann hast Du zwei Möglichkeiten.

Entweder, er sagt nein.

Oder er sagt ja. Dann hat man Pech und/oder für's nächste Mal gelernt, dass man seinen Grillfisch besser selbst kaufen sollte.

*kopfschüttel*

24.02.2007 um 15:16 Uhr

Es war an der Zeit,

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

mir DIE Frage zu stellen.

Okay, ich habe eine Nachbar-Problem.
Wieso?

Liegt es vielleicht an mir?

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.

Ich habe wirklich jegliches Pro und Contra abgewägt, aber nein. Ich bin eine gute Nachbarin.

Ich habe zwei neue Schoten.

Bin mir nicht sicher, ob ich es schon erwähnt habe, aber ich ärger mich immer noch drüber.

Als ich Geburtstag hatte, habe ich die Nachbarn natürlich auch eingeladen.
Nachmittags klingelt es an der Tür. Der Nachbar.
Ob sie etwas für abends mitbringen sollten.

Ne Flasche vielleicht. Kann ja sein, dass es eine Bottle-Party wäre.
"Nein", sage ich und schüttel dabei energisch den Kopf.
Ich hatte ja gut eingekauft und mit dem Alk, den wir im Haus hatten, hätten wir uns die nächsten 10 Jahre konservieren können.

"Das Einzige, was ihr mitbringen müsst, ist ein Geschenk.", grinste ich.

Abends stürmten die Nachbarn in unsere Wohnung, beglückwünschten mich nochmal kurz und nahmen Platz.
Ihr versteht, worauf ich hinaus will?

Sie waren quasi "nackt". Geschenklos.

Gut, Frau Nachbarin hatte einige Wochen davor Geburtstag. Und hat auch nichts bekommen.
Was wohl an der kleinen Tatsache liegen könnte, dass wir nicht eingeladen waren.

Hmm... *kratz am Kopf*

**********

Das nächste ist: Der Geiz. Ich hatte es öfter schon erwähnt. Grad erst bei der Bowling-Geschichte.

Jetzt geht's richtig los.

Wir bestizen ja einen Laptop. Nico hatte ihn mal gekauft wegen der Schule. Er braucht ein Zeichenprogramm für den Unterricht.
Der Lappi ist übrigens wirklich gut. Jedenfalls ausreichend für  Ottonormalverbraucher.

Allerdings hat er jetzt ein Angebot für einen neuen Laptop bekommen. Einen mit mehr Speicher und einem funktionierenden Akku.
(Ja, der Akku an unserem Lappi ist kaputt. Wir müssten einen neuen kaufen, aber das hatten wir bislang aufgeschoben, weil wir ihn eben nur in Nähe von Steckdosen benutzen)

Also ist die logisch Konsequenz: Unseren Lappi verkaufen und den neuen kaufen.

Also hat Nico dem Nachbarn ein Angebot gemacht, weil er weiß, dass sich der Nachbar einen anschaffen wollte.

Unser Lappi ist jetzt ca. 4 Monate in unserem Besitz. Vor 4 Monaten hat ihn der Typ, der Nico den Lappi verkauft hat, schätzen lassen. 250€ ist der wert.
Und für 250€ möchte Nico den jetzt an den Nachbarn verkaufen. Wieso auch nicht? Ist ein fairer Preis.

Dazu muss ich sagen, dass die ganze "Verhandlung" nur über Telefon lief.
Vor zwei Tagen hat sich der Nachbar den Lappi abgeholt zum "Testen".

Gestern abend bringt er ihn wieder. Nico nicht da. Nur ich.

Er hatte mir schon komische Fragen gestellt auf der Arbeit per Email a lá "Warum will er ihn denn loswerden?"
"Ist er kaputt?"
"Wieviel hat er doch gleich bezahlt?"
etc.

Für mich kam's (vielleicht falsch) rüber, als wenn er mich ausfragen wollte, weil er denkt, dass Nico ihn über'n Tisch ziehen will.

Also bringt er ihn gestern abend wieder, stellt fest, dass Nico nicht da ist und fängt wieder so an.

"Der hat ja gar keine xy GB, sondern nur yx GB. Darüber müsste ich dann nochmal mit ihm sprechen."

"Ja, ich kann Dir dazu nichts sagen. Aber immerhin wurde er erst geschätzt und ist das Geld wert."

"Naja, aber der Akku ist ja schließlich kaputt."

"Genau deswegen ist er auch "nur" 250€ wert. Du müsstest eben noch 80€ innen neuen Akku investieren."

"Ja gut, aber wenn ich den annen Fernseher anschließe, dann hab ich nur ein s/w-Bild."

"Entschuldige mal, aber das wird wohl an Deinem Fernseher liegen. Vielleicht ist der ja nicht kompatibel?"

Ich glaub, ich brauch ne Therapie!

21.02.2007 um 22:38 Uhr

Die "Sache" mit den Bettlaken

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig...

Ganz tief ein- und ausatmen, sonst platz ich.

Da wasch ich heute endlich mal unsere Bettwäsche, weil der Keller schön leer ist und dann passiert mir sowas.

Vor einigen Monaten (vielleicht erinnert ihr euch) haben wir unsere Wohnung umgestellt, bzw. Zimmer getauscht. Gästezimmer gegen Büro.

Unsere Nachbarn haben uns dabei geholfen.

Eigentlich mehr unser Nachbar, denn die Nachbarin war arbeiten und kam erst später, als alles fertig war und ich nur noch den Schrank einräumen musste.
(Bettwäsche, Schals, Kinkerlitzchen)

Da entdeckt Frau Nachbarin den Stapel mit der Bettwäsche und kreischt:

"Boah, was ist denn das? Soll ich Dir mal zeigen, wie man Bettlaken richtig zusammenlegt, damit die nicht so knittern?"

Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig...

Entschuldige mal! Meine Laken "knittern" nicht. Sie haben Falten. Aber das ist auch egal. Denn, wenn ich sie auf's Bett ziehe, dann verschwinden die bösen Falten von ganz allein.

Nun, fast hätte ich diese Geschichte vergessen. Fast...

Ich möchte nochmal betonen, dass diese Geschichte schon einige Monate her ist.

Gerade eben gehe ich also in den Keller, pfeifeFröhlich fröhlich vor mich hin und hänge schnell die Bettwäsche auf, da schlägt Frau Nachbarin im Keller auf. Und kreischt:

"Na, das ist ja kein Wunder, dass Deine Laken so knittern! (Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig) SO wie Du die aufhängst!"

Wär ich einfach mal ins Bett gegangen.
Wär ich nur...Traurig

17.02.2007 um 13:52 Uhr

Schadenfreude ist die schönste Freude...

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Ach ja, seitdem die bösen Nachbarn weg sind, entwickeln sich ja unsere Gegenüber-Nachbarn zu Höllengeschöpfen.

Heute morgen gab's wohl einen Tiefschlag im "Paradies" gegenüber.

*muhaaaaaaahaaaaahaaaahaaaaaaaaaaarrrrrrrrr*

Ich heute morgen schnell in Jeans geschlüpft, Nico's Pulli "geliehen", Jacke drüber geworfen, Haare zum "Putzdutt" nach oben gebunden und ab zum Friseur gefahren.

Auf'm Weg nach draußen kommt mir Nachbar entgegen, weiß wie Wand, grüßt kurz und murmelt etwas darüber, dass er jetzt dringend ins Bett müsste.

Ich weiter Richtung Parkplatz.

Sitzt Frau Nachbarin im Auto von Nachbar. Ich Tür aufgerissen, wollt sie erschrecken und shreie:
*Whaaaa* Du sitzt im falschen Auto.

Frau Nachbarin schrecklich böses Gesicht aufgesetzt und gesagt:
"Nee, ich musste fahren. Nachbar geht's schlecht. Waren gestern auf'm Geburtstag von meiner Cousine. Er hat sich tierisch betrunken und wieder geraucht. Mausekind, ich glaub er raucht wieder richtig."

*hält mir drei Packungen angebrochene Lucky's unter die Nase*

Oha!

Meine einzige Reaktion:
(Okay, ich weiß, dass sie Verständnis und supi-dupi Ratschläge von mir wollte...)

"Super, dann bekommen wir ja vielleicht mal die Zigaretten wieder, die er ständig bei uns raucht."

*strahlenstes Lächeln aufgesetzt, wie mit Putzdutt möglich und davongehüpft zum Auto*

Nachbarin scheint gegrummelt zu haben.

Aber, hey, jeder ist sich selbst der Nächste!

Und ich musste mich einfach freuen!

12.12.2006 um 09:42 Uhr

Höllische Nachbarn, Tagebücher

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Das neue Jahr rückt näher, für mich also Zeit, unseren neuen Kalender zu "aktivieren".

Den alten also genommen, Geburtstage, etc. übertragen.

Dabei sind mir dann die Eintragungen in die Hände gefallen.
Die, die ich monatelang machen musste, nachdem unsere Nachbarn unsere Anzeigen "gebündelt" hatten.

Kann mich ja schlecht am 31. eines Monats daran erinnern, was ich am 4. gemacht hatte.

Und so stand ich in der Küche, blätterte den Kalender (das Tagebuch) durch und stellte fest, dass wir wirklich viel unternommen haben. Also irgendwelche Spiele- oder DVD-Abende, Essen gekocht, zusammengesessen.

Irgendwann hörte das auf.

Weil uns niemand mehr besuchen wollte.

Immerhin mussten wir tatsächlich unsere Freunde hin und wieder als Zeugen angeben.

Wenn wir zum Beispiel einen alkoholfreien (!) Spieleabend gemacht haben, aber unseren Nachbarn drei Wochen später einfiel, dass wir zu laut waren.

Aussage gegen Aussage.

So mussten wir unsere Freunde als Zeugen benennen.

Natürlich ging es auch bei Nico und mir nicht immer leise zu.

Größter Streitfaktor in dieser Zeit: Sein Rumgefeiere am Wochenende -ob nun unterwegs oder bei uns.

Gerade bei uns war mir persönlich der größere Dorn im Auge.

Denn wir hatten eh schon genug Stress. Da brauchte man das nicht zu provozieren. Find ich jedenfalls.

Also schrien Nico und ich uns regelmäßig an. Und auch das mussten wir protokollieren. Man konnte ja nie wissen.

Was hätten wir dann in die Anzeige geschrieben?
Mussten uns mal eben bekriegen, weil wir uns uneinig über unsere gestörten Nachbarn waren???

Eher nicht.

Mitte des Jahres flauten unsere Einträge dann ab. Es wird die Zeit gewesen sein, in der unsere Nachbarn aufgehört haben, uns Anzeigen zu schicken.

Da stand dann nämlich fest, dass sie ein Häusle bauen würden.

Als ich Geburtstag gefeiert hatte, haben sie angefangen, um Punkt 22 Uhr auf den Boden zu klopfen.

Um uns daran zu erinnern, dass es jetzt Zeit wäre, ruhiger zu werden.

Auch schön...

Wat bin ich froh, dass die weg sind...!

30.11.2006 um 10:20 Uhr

Höllische Nachbarn, berechtigte Anzeigen

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Nu muss ich also meine Leckerbissen besser streuen. Wenn sie denn weg sind, passiert hier also nicht mehr so viel. Mein Glück - Euer Elend... Fröhlich

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird wissen, dass mein Nico kein Engel ist. Er wäre gern einer, aber dafür fehlt ihm leider mehr, als nur der Heiligenschein.

Es gibt also Geschichten, in denen die Anzeigen mehr als berechtigt sind.

Mir fallen da spontan zwei ein.

Da ich ja nun "streuen" muss, damit gewisse Damen bei ihrem 3. Morgenkaffee etwas zu Lachen haben, kann ich nur eine erzählen und hebe mir die andere für das nächste Mal auf! Ha... So einfach ist das.

Dafür die Beste zuerst.

Nico hat im März Geburtstag. Und dieses Jahr fiel sein Geburtstag auf einen Freitag. Da ich meinen freien Tag immer Montags hatte, musste ich Freitags arbeiten gehen. Also saßen wir hier Donnerstagabend gemütlich.

Tradition zu dieser Zeit war es eh irgendwie immer, dass er hier Donnerstagabend die Bude voll gemacht hat, um ein Wochenend-Bierchen zu trinken. Mit mir natürlich nicht, ich hatte ja noch keins.

Diesen besagten Abend hatte er seine Fahrgemeinschaft mitgebracht (ist eh nur einer *g*) und zwei Kumpels waren noch da. Ich habe mich dann relativ schnell aus'm Staub gemacht, ins Bett verkrümelt.

War mir hier eh alles zu stressig. Vier Männer, die wild durch die Gegend sprechen und alles voller Alk -nee, das brauch ich nicht.

Habe ihnen noch gesagt, dass sie doch bitte Rücksicht auf mich nehmen sollten. Und auf die Nachbarn, die sind schließlich empfindlicher als ich (auch, wenn ich in der selben Wohnung schlafe wie ein Stein!).

Als ich dann am Freitagmorgen aufgewacht bin, durch das freundliche Klingeln meines Weckers, musste ich feststellen, dass Nico nicht neben mir schlummerte.

Mein erster Weg morgens führt mich immer ins Wohnzimmer (die böse Sucht). Vor der Tür angekommen, hörte ich Stimmen.

"Nee", dachte ich "das kann ja nicht sein."

Oh doch, das Wohnzimmer immer noch voll mit den Jungs. Total betrunken, Musik im Hintergrund.

Natürlich habe ich mich aufgeregt und gemeckert.

"Aber Nico hat doch Geburtstag!"

"Eben, ich hab doch Geburtstag, Maus!"

Ja, und selbst wenn. Es war 6.15 Uhr! Da gehören selbst Geburtstagskinder ins Bett.

Aber, nee, mein Freund hat natürlich noch weitergemacht.

Als ich gehen wollte, hörte ich sie durch's Wohnzimmer tanzen.

Ich versuchte ihnen noch irgendwie mitzugeben, dass sie sich doch bitte bis um 8 Uhr noch möglichst leise verhalten sollen.

Schien wohl auf taube Ohren zu stoßen.

Im Nachhinein hatte ich von Kathi erfahren, dass sie sie angestiftet hatten, ihnen Brötchen zu bringen.

Und dass die Polizei mehrfach hier war. Mehrfach!

Da wollte ich Nico nachträglich auch nicht in der Anzeige rausreden. Immerhin war die Polizei Zeuge der lustigen Party am Morgen. Die hat er definitiv verdient. Auch aus meiner Sicht.

Ich hatte ja gehofft, er hätte draus gelernt...

Aber die hat wohl nicht weh genug getan!

30.11.2006 um 09:12 Uhr

Höllische Nachbarn, in umgekehrter Reihenfolge

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Wer mich kennt, weiß, dass mein Lieblingsort das Bett ist.

Gut, momentan wäre mein Lieblingsort einer, bei dem ich auf meinem Hintern sitzen könnte, aber das ist ja nicht möglich.

Wenn ich also im Bett liege, dann möchte ich von alleine aufwachen. Und wenn ich geweckt werde, dann werd ich leicht muffelig.

So auch heute. Mir tut zwar alles weh, aber immerhin hab ich es immer wieder geschafft, einzuschlafen.

Jetzt aber nicht mehr. Jetzt war der Lärmpegel in unserem sanatorischen Reich etwas zu laut.

Dass unsere Nachbarin und der kleine Zarte in den Ferien von 11-12 Uhr Klavier spielen (!) daran hab ich mich ja nun gewöhnt. Wenn keine Ferien sind, dann übrigens von 16-17 Uhr.

Also, es gibt Dinge, an die man sich gewöhnt.

Nun muss ich ausholen.

Wir haben einmal im Jahr eine Eigentümerversammlung. Meistens so im Mai, wenn mich nicht alles täuscht.

Bei der diesjährigen Eigentümerversammlung wussten wir es eigentlich schon, aber es wurde eben nochmal offiziell erwähnt.

Familie Schwarzjäckel wird ausziehen...!

Die Fenster wurden schon mit "zu verkaufen"-Schildern tapeziert und nach der Eigentümerversammlung beglückwünschte uns die Hausverwaltung auch nochmal. Wahrscheinlich auch eher sich selbst, weil ja nun auch für die endlich Ruhe einkehren würde.

Und heute morgen wurde ich also von Auszugs-Geräuschen geweckt.

Ich könnte wetten, dass die grad ihre Möbel durch's Treppenhaus schleppen!

Ich will's hoffen -es wird Zeit.

Wir haben ja noch nicht einmal eine Einweihungsparty gegeben, aus Angst, dass die Polizei wieder vor der Tür steht.

Jetzt könnten wir also eine Auszugs-Party geben.

Nach 20 Jahren sind die endlich weg.

Ziehen in meine Hass-Stadt, will hoffen, in keine Doppelhaus-Hälfte.

Kinners, wir sind se los!!! Ich könnt heulen vor Glück! Fröhlich

29.11.2006 um 20:37 Uhr

Höllische Nachbarn, heute: Anzeigen

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Was macht man also, wenn die Hausverwaltung einen scheiße findet, die Anwälte nichts ausrichten können und selbst die Grünen nicht begeisterungsfähig sind?

Richtig! Man meldet sich erst bei den Grünen nachdem die Sachen geschehen sind. Und gibt somit eine Anzeige auf...

Jaja, unsere Nachbarn sind ja nicht blöd.

So erhielten wir also viele lustige Anzeigen ungefähr drei Tage nach unserem schrecklich bösen Verhalten und wir mussten überlegen, was da überhaupt war.

Schlimmer noch: Wir wurden genötigt, auch sowas wie ein "Lärm-Tagebuch" zu führen.

Denn, was weiß ich denn in drei Tagen, warum ich am Mittwoch um 20 Uhr laut aufgelacht habe?

Ganz schlimm wurde das dann zum Ende des letzten Jahres.

Entweder der Polizei war das zu blöde, alle drei Tage bei uns vorbeizufahren, um uns eine Anzeige in den Briefkasten zu werfen oder die Nachbarn haben "gesammelt".

Wir bekamen unsere Anzeigen nämlich auf einmal gebündelt. Für den kompletten Monat.

So, und da sitzte hier erstma nen ganzen Nachmittag und bist am Schreiben, weswegen Du diese Straftat nun nicht begangen haben kannst. Und neben Dir Dein Kalender, ach nee, Dein "Tagebuch".

Nee, wat kam ich mir lächerlich vor.

Erst hat ja auch immer nur Nico die Anzeigen bekommen. Später hab sogar ich noch eine bekommen.

Also den doppelten Text schreiben.

Hin und wieder mussten wir sogar Zeugenangaben machen, weil die Polizei Namen haben wollte, von Leuten, die uns in der Zeit besucht haben....

Ich wusste es schon immer: Eine Ausbildung zur Erzieherin ist einfach wichtig!

Den Vogel haben unsere Nachbarn allerdings Silvester abgeschossen. Der Oberkracher und ich gebe echt zu: Ich freue mich jetzt schon lange darauf, das endlich schreiben zu können, weil Ihr sicher aus'm Lachen nicht mehr rauskommen werdet.

Seitdem Nico und ich zusammen sind, haben wir so'n Silvester-Problem. Er will natürlich mit "seinem" Freundeskreis feiern, ich mit "meinem". Das 1. Jahr (wir waren erst 6 Wochen zusammen) sind wir nach Malle geflogen, das 2. Jahr haben wir mit einem befreundeten Paar aus "seinem" Freundeskreis ganz gemütlich mit Raclette und Spielen und späterer Kneipenrunde gefeiert und das 3. Jahr (also letztes Jahr) sind wir mit 2 befreundeten Pärchen aus "meinem" Freundeskreis nach Holland gefahren.

Ungefähr vom 27.12. bis zum 3.1. oder so.

Sprich: Wir waren über Silvester in Holland. (War sehr witzig, aber wir wollen ja nicht wieder vom Thema abkommen)

Apropos vom Thema abkommen: Ich schau grad Eislaufen auf Pro7, da tanzt doch tatsächlich die Witt....

Aber gut, back to topic.

Als wir dann wiederkamen, kamen dann irgendwann unsere gesammelten Anzeigen aus dem Dezember.

Den Abend vorher waren wir auf irgendeiner Party, ich war den ganzen Tag danach noch voll wie sonstwas und mir ging's fürchterlich.
Nico fischte unsere Anzeigen aus dem Briefkasten und reichte sie mir. Ich durfte sie immer öffnen, weil ich sie ja auch immer beantworten musste...

Da zieh ich doch eine aus'm Umschlag, die für den 31.12. bestimmt ist?

Eine Anzeige gegen uns für Silvester, an einem Tag, an dem wir definitiv Hunderte von Kilometern von Zuhause entfernt waren?!

Da hab ich doch glatte meine Freundlichkeit vergessen. Für einen Augenblick. Und wahrscheinlich auch meine Fahne. Denn ich bin nach oben geflitzt, nachdem ich hier unten geflucht habe wie ein Rohrspatz. Zu den Schwarzen und habe Sturm geklingelt.

War völlig außer Atem und habe halt gestunken. (Aber wie... *puh*)

Und Herr Sschwarzjäckel hat die Tür geöffnet und schaute mich fragend an. Wahrscheinlich eher verwirrt als fragend.

"Herr Schwarzjäckel, sollen wir Ihnen evtl. eine Liste ans schwarze Brett hängen, damit Sie wissen, wann wir zuhause sind und wann Sie Ihre Anzeigen am Besten aufgeben können?"

"Ich weiß überhaupt nicht, was Sie jetzt von mir wollen."

"Ja, DAS ist mir schon lange klar. Ich meine die Anzeige, die wir bekommen haben von Silvester. Herr S., wir waren doch nicht einmal zuhause."

"Bei Ihnen hat Licht gebrannt. Das können wir sehen, wenn wir uns runterbeugen."

(Also, mal ehrlich: Gibt es noch aufdringlichere Nachbarn? Die können sich doch nicht einfach runterbeugen, um in unsere Wohnung zu schauen. Ich habe ja wohl irgendwo noch ein bißchen Recht auf Privatsphäre, oder was?)

Inzwischen war Nico die erste Treppe des Treppenhauses hochgekommen und schrie solch böse Dinge wie

"Wenn ich Dich draußen erwische, dann werde ich &%%&%%&%&%..."

Herr S. schloss also die Tür.

Frau Mausekind, ja immer noch auf 180 und völlig betrunken, schickte Nico nach unten und klingelte erneut beim ungeliebten Nachbarn.

"Herr S., es tut mir leid. Er ist etwas impulsiv, aber ich habe ihn weggeschickt."

"Auf diesem Niveau werde ich nicht mehr mit Ihnen weiterreden."

Von drinnen, Frau S:

"Niveau? Was willste denn bei denen erwarten? VW-Arbeiter..."

*atmet ganz langsam aus, ignoriert Bemerkungen von Geisteskranken*

(In einem anderen Gespräch wollte mir Frau S. übrigens weiß machen, dass ihr Sohn, der kleine Zarte, in der Schule so schwierige Sachen machen muss, wie Interpretieren von Schillers "Glocke". Ich hatte erst mit dem Gedanken gespielt, ihm aus meinen Schulsachen meine Interpretation zu geben. Aber ich habe es schnell verworfen, immerhin kann ich ja nichts.)

"Was wollen Sie denn mit Ihren Anzeigen überhaupt bewirken?"

"Das lassen Sie mal meine Sorge sein."

Von drinnen:

"Jetzt mach endlich die Tür zu."

Gespräch beendet.

Es fielen sicherlich noch viel mehr Worte, aber die alle wiederzugeben, steht leider nicht mehr in meiner Macht. Gespräch war ja eh ergebnislos.

Gleiches Fazit wie immer: Unsere Nachbarn sind einfach bekloppt! Da geht doch gar nichts mehr.

Von schreienden Kindern, berechtigten Anzeigen und Rauchen auf dem Balkon erzähl ich dann morgen....

29.11.2006 um 13:31 Uhr

Höllische Nachbarn; Hintergrundinfo's

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Fassen wir mal zusammen: Ich halte mich also für normal (mitlesende, aber nicht kommentierende Personen werden jetzt in fürchterliches Gelächter ausbrechen; gell, Jessi?), unsere Nachbarn hingegen halte ich für plem-plem.

Ich bin glücklich darüber, dass ich nicht allein mit meiner Meinung stehe, jedenfalls in Bezug auf unsere Nachbarn *räusper*...

Eines Tages, nachdem ich von der Arbeit kam, erzählte Nico mir, dass er interessante Info's aus dem Vorderhaus erhalten hat.

Man muss dazu sagen, dass wir in einem Doppel-Mehrfamilienhaus leben. (Kann man das so sagen?)

Zwei zusammenhängende Häuser mit zwei Hausnummern und jeweils 6 Parteien.

Die Schwarzjäckels haben 10 Jahre im vorderen Haus gelebt (sind dort aber "rausgemobbt" worden) und leben nun seit 10 Jahren in unserem Haus.

Von unseren Vor-Eigentümern hatten wir in der Zwischenzeit auch schon erfahren, dass die Streit mit denen hatten.

Es ging um die Kinder.

Sie haben zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren. Wir erinnern uns: Der kleine Zarte ist ja inzwischen 17.

Als also die Kinder geboren wurden, bzw. im Kindergarten-Alter waren, verlangten die "Schwarzen" (lässt sich einfach leichter schreiben), dass die Kinder in der Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr draußen spielen sollten. Damit die Schwarzen ihre Ruhe hätten.

Außerdem gab es dann später wohl nochmal Terz, weil der kleine Zarte die Kinder geärgert hat, aber es natürlich abgestritten hat, sodass die Familien im Clinch lagen.

Aber wieder zurück zu den interessanten Info's aus dem Vorderhaus. Ein älterer Herr sprach Nico an, dass er gehört hatte, dass wir nun Stress mit den Schwarzen hätten.

Nachdem der alte Mann selbst wohl mal eine Auseinandersetzung mit den Schwarzen vor 17 Jahren hatte, hat er es sich zur Lebensaufgabe gemacht, sämtliche "Vorkommnisse" zu protokollieren und wäre bereit, uns seine Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen. Er hätte 23 Ansprechpartner für uns, die allesamt selbst schon Stress mit den Schwarzen gehabt haben.

Ebenso traf ich auf einer Kneipentour meine Nachbarin Frau K., die ja zum gleichen Zeitpunkt wie wir eingezogen war.

Sie erzählte mir, dass die Schwarzen von ihr verlangt hatten, Teppich zu verlegen statt Laminat.

Sie verdonnerte die Hausverwaltung dazu (ihre Wohnung ist nur zur Miete) und die erledigten das.

Ihr selbst war es egal, ob sie nun auf Teppich oder auf Laminat laufen würde.

Gut, soll mir dann ja auch egal sein.

Die ehemalige Gegenüber-Nachbarin der Schwarzen hab ich dann auch noch zufällig getroffen und die hat mir erzählt, dass sie natürlich auch schon Stress mit denen hatte. Irgendwas wegen der Hausreinigung und dass sie nun froh ist, ausgezogen zu sein.

Fazit: Ich bin nicht die Einzige, die mit den dämlichen Schwarzen auf Kriegsfuß ist...!

Kommen wir doch lieber zum Kapitel Anzeigen -es sind schließlich 27!

29.11.2006 um 11:45 Uhr

Höllische Nachbarn oder Post vom Rechtsverdreher

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Achtung, jetzt wird's richtig komisch.

Dass unsere Nachbarn komisch sind, wussten wir ja schon.

Uns kam irgendwann zu Ohren, dass unsere lustige Nachbarin nur mit Sonnenbrille in den Keller geht -warum auch immer wurde uns verschwiegen, aus Unwissenheit.

Vielleicht hält sie sich für einen Star und möchte unerkannt bleiben. Man weiß ja nie, was in den Gestörten so vor sich geht. Fröhlich

Schnell wurde die Nummer unserer Hausverwaltung in unser Telefon gespeichert. Denn mit denen telefonierten wir auch recht häufig. Ständig riefen sie uns an, um uns zu fragen, ob wir wirklich auf Holzschuhen rumlaufen würden oder keine Möbel in der Wohnung hätten oder unsere Trittschalldämmung richtig eingebaut wurde oder oder oder... Allerdings entschuldigte sie sich (Frau W.) danach immer schnell für ihre Fragen und bald schon kamen wir auf das Thema zu sprechen, ob Familie Schwarzjäckel einen anna Waffel hätte. Frau W. teilte mir mit, dass Herr Schwarzjäckel immer bei ihr anrufen würde und während sie mit uns telefonierte, rief Frau Schwarzjäckel immer schon an, um zu fragen, ob ihr Mann auch wirklich bei Frau W. angerufen hätte.

Frau W. teilte der Familie des Öfteren mit, dass sie nicht in einem Sanatorium wohnen würden und gewisse Lärm-Unannehmlichkeiten seien -gerade bei Dreischichtlern- nicht auszuschließen. Danke, Frau W.

Dann kam aber der Tag, an dem wir einen Brief von dem Anwalt bekamen. Sah wirklich sehr unseriös aus, wie eine billige Kopie, aber tatsächlich an meinen Freund adressiert.

Der Anwalt teilte uns mit, dass seine Klienten ein Lärm-Tagebuch führen würden und zusätzlich einen Dezibel-Messer besitzen würden, mit dem sie den Lärm in unserer Wohnung messen würden.

Ich gebe zu: Unser Haus ist hellhörig. Aber wir machen hier nichts anderes, als normale Menschen.

Wenn wir morgens aufstehen, schalten wir ein Radio an, machen uns fertig, gehen los. Als wir beide noch Schichten hatten, sind wir morgens um 4.45 Uhr raus. Aber glaubt mal nicht, dass wir zu dieser Zeit miteinander gesprochen haben. Morgens wird geschwiegen, also keine noch unnötigere Lärmbelästigung.

Irgendwann kam Herr Schwarzjäckel bei uns klingeln, um uns mitzuteilen, dass wir morgens doch bitte länger schlafen sollten, weil unsere Nachbarn sich dadurch belästigt fühlen.

Also, hallo?!

Aber, okay. Nun hatten wir also einen Brief vom Anwalt erhalten.

Nach Rücksprache mit unserer Hausverwaltung empfahlen die uns dann ihren Anwalt. (Ja, dürfen die nicht, aber die waren ja auch schon genervt von den täglichen Anrufen der Familie S.)

Also gaben wir Unmengen an Geld aus für den Anwalt, weil wir beide natürlich noch keine Rechtschutzversicherung hatten.

Unser Anwalt lachte deren Anwalt erstmal schriftlich aus, wegen des Lärmtagebuchs und des Dezibelmessers. Im gleichen Atemzug forderte er den anderen Anwalt auf, seinen Klienten mitzuteilen, dass sie es bitte unterlassen sollen, bei uns zu klingeln, da wir uns belästigt fühlen.

Dieses Anwalt-Spielchen ging dann so ca. drei Monate hin und her. Ergebnislos. Jedenfalls ergebnislos, nachdem unser Anwalt "denen" mit einer Klage drohte. Wie genau die Klage nun hieß, weiß ich nicht mehr und ich bin auch nicht gewillt, aufzustehen und nachzusehen. Fröhlich

Aber, es hatte ja gewirkt, sie hörten auf, uns über ihren Anwalt zu belästigen und sie klingelten nicht mehr.

Wir hatten endlich das, was wir uns am Sehnlichsten gewünscht hatten:

Unsere Ruhe!

Dachten wir...

28.11.2006 um 19:11 Uhr

Höllische Nachbarn oder *juhuu*, wir doen it self, SOS

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Vorweg muss ich wieder sagen, dass unsere Wohnung eigentlich echt ein Traum ist.

Wir haben ein riesiges Wohnzimmer, ein schön großes Schlafzimmer, eine kleine und nette Küche und zufriedenstellende Kinderzimmer. Das einzige, was mich von Anfang an genervt hat, war das fürchterliche Bad. In so einem hübschen k...braun.

Außerdem hatten unsere Voreigentümer das Bad geteilt. Eins mit Wanne, eins nur so ganz ganz winzig, mit Toilette. Gerade mal drin drehen konnte man sich.

Also musste das weg. Der Plan war: Der kleine Raum wird zugemacht, die Wand rausgerissen und wird eine "Dusche", in dem Rest des Raumes wird eine Toilette installiert, ein Pissoir, ein Waschschrank -Verzicht auf Badewanne.

Natürlich war das viel Arbeit. So zwei Wochen, sagte man uns. Wir hatten das Glück, dass mein Papa selbst unsere Wand rausstemmte und sein Kumpel uns die Leitungen neu verlegte und über ihn kamen wir dann noch an günstige Bad-Möbel. Zum Fliesenlegen, Estrich neu machen, etc. engagierten wir Alex, den fleißigsten Polen der ganzen Welt. (Wir empfehlen ihn heute noch weiter... *g*)

Mitte Juli fing dann die Renovierung bei uns an. Gerade mal rein in die Wohnung, schon wieder raus. Es war scheiße, aber terminlich nicht anders zu regeln. Unsere Nachbarn wurden durch Schilder im Treppenhaus über den bevorstehenden "Lärm" gewarnt.

Alex, der Fleißige, kam morgens um neun und ging abends um zehn.

Das fanden unsere Nachbarn allerdings gar nicht so schön wie wir und so durfte Alex nur noch bis um 19 Uhr bleiben. (Haben uns die Grünen befohlen)

Also kam Alex eben um 7 Uhr und blieb bis um 19 Uhr. Mit 7 Uhr waren unsere Nachbarn auch nicht einverstanden, aber sie konnten nichts dagegen tun. 7 Uhr ist nämlich legitim!

Was sie aber nicht davon abhielt, in regelmäßigen Abständen bei uns zu klingeln, um uns um Rücksichtnahme zu bitten, weil der kleine Zarte einen Migräne-Anfall hat.

Weil WIR  ja freundliche Nachbarn sind, konnten wir ihnen diesen Wunsch kaum abschlagen.

Und so zogen sich unsere Renovierungsarbeiten eben noch eine Woche länger.

Unsere grünen Freunde besuchten uns in dieser Verlängerung auch täglich. Um uns darauf hinzuweisen, dass wir gesagt hätten, unsere Arbeiten würden nur 2 Wochen dauern.

Ich sagte ihnen freundlich, dass wir auch nur zwei Wochen gebraucht hätten, wenn unsere Nachbarn nicht ständig bei uns klingeln würden oder uns die netten Uniformierten schicken würden.

Sie empfahlen uns einen Anwalt aufzusuchen. Wir hielten das für albern. Unsere Nachbarn anscheinend nicht, denn schon flatterte der erste Brief des Anwalts unserer Nachbarn ins Haus...

Aber das ein andernmal.

Unser Bad gibt es übrigens.

28.11.2006 um 12:06 Uhr

Höllische Nachbarn, heute: Die Polizei

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Erst vielleicht noch etwas über die Lebensumstände unserer Nachbarn.

Er ist Ingenieur in meiner Hass-Stadt und sie fährt 3-4 mal die Woche ebenfalls dorthin. Man munkelt, sie würde da eine Therapie machen. Während eines anderen Gesprächs zwischen uns (ja, so schnell geb ich ja nun nicht auf) nannte sie ihren Sohn "den kleinen Zarten". Ach, was hab ich gelacht. Der kleine Zarte stand nämlich in der Zeitung "Führerschein mit 17". Wenn meine Eltern mich in dem Alter als klein und zart beschrieben hätten, hätte ich sie umbringen müssen.

Man munkelt außerdem, dass er den kleinen Zarten wohl als Baby mal fallen gelassen hat. Und seitdem ist sie eben die Übermutti. Dazu gesagt sei demnach auch, dass der eigentliche Stress immer von ihr ausgeht, er ist nur der Bote.

Back, to Topic.

Das erste Mal, als die Polizei uns besuchen kam, hatten wir gerade vorher Nico's Eltern zum Kaffee bei uns gehabt.

Da wir noch keine Couch hatten, füllte der Esstisch den leeren Platz im Wohnzimmer. Es war ein Sonntag und seine Eltern waren für ca. eine Stunde da.

Im Anschluss kam eine Freundin von mir und half mir dabei, die CD's zu säubern. Wir hatten gerade neue CD-Regale gekauft und an diesem Tag wollten wir die sauberen (!) CD's einräumen.

Wir standen also in der Küche am Spülbecken, als es klingelte. Ich zuckte natürlich zusammen -war ja schon sowas wie ein Reflex. Dachte auch, die Nachbarn wären es wieder.

Die Polizei stand vor der Tür.

"Hallo, Frau Mausekind. Wir wurden informiert, dass es bei Ihnen sehr laut wäre. Wir dürfen Ihnen allerdings nicht sagen, von wem wir diese Information erhalten haben."

"Guten Tag, das brauchen Sie nicht. Ich kann es mir schon denken. Ich wasche gerade ein paar CD-Hüllen, möchten Sie vielleicht reinkommen und sich umschauen?"

"Nein, danke. Das brauchen wir nicht. Oh, wir sehen gerade, dass Ihr Laminat ja in Ordnung ist und nicht kaputt."

"Kaputt? Warum sollte unser Laminat denn kaputt sein?"

"Na, Sie lassen doch immer alles fallen. Ach, und die Türen sehen auch in Ordnung aus. Haben Sie intakte Schränke?"

"Aber natürlich. Wenn Sie vielleicht doch reinkommen wollen...?"

"Nein, danke. Wir dachten nur. Weil Sie doch Ihre Türen immer nur zuwerfen und die Schränke ebenfalls."

"*sprachlos*"

"Wir haben ja nun gesehen, dass alles seine Ordnung hat. Wir entschuldigen uns für die Störung, wünschen Ihnen noch einen schönen Sonntag und werden das so weitergeben."

"Ja, danke. Das wünsch ich Ihnen auch."

...

Nachdem ich die Tür zumachte, lehnte ich mich zum Horchen noch an ebendiese.

Natürlich gingen meine grünen Freunde eine Etage nach oben. Das Einzige, was ich hören konnte, war "dass alles in Ordnung wäre"... Na, immerhin -danke!

Aber die Polizisten nahmen das ja auch mehr mit Humor, als alles andere.

Ich weiß nicht mehr, ob es das 2. oder das 10. Mal war, dass die Polizei hier war, aber es war irgendwann abends.

Unsere Couch war inzwischen gekommen und wir saßen hier mit ein paar Freunden. Der Fernseher lief und wir unterhielten uns zwischendurch. Ich lag auf dem Sofa (auf dem Rücken *schnief*, da konnte ich das noch), als ich draußen eine Taschenlampe im Garten sah. Und schon klopfte es ans Fenster.

"Bitte entschuldigen Sie die Störung. Und erschrecken Sie sich bitte nicht. Wir wurden informiert, dass es bei Ihnen zu laut wäre. Wir dürfen Ihnen nicht sagen, von wem."

*Fingerzeig von mir nach oben*

*Nicken der Polizisten*

"Womit kann ich Ihnen denn helfen?"

"Eigentlich mit gar nichts. Wir wollten uns selbst von dem "Lärm" überzeugen und sind deswegen hintenrum gekommen, um mal zu hören, ob es tatsächlich so laut wäre. Wir konnten allerdings nur "normale" Gespräche und einen laufenden Fernseher feststellen. Nichts in Richtung Lärmbelästigung."

"Danke, das hätte ich Ihnen auch sagen können. Wir sitzen hier lediglich und schauen Fernsehen."

"Wir geben das so weiter. Schönen Abend noch..."

...

Aber das war ja alles noch nichts im Vergleich zu unserer Bad-Renovierung.

*schüttelt immer noch verständnislos den Kopf*

27.11.2006 um 19:25 Uhr

Höllische Nachbarn

von: Mausekind   Kategorie: Home, sweet Home

Ab heute werde ich Euch mal mit Storys über meine Nachbarn "füttern".... Fröhlich

Da dieses Thema so umfangreich ist, ist mir das sogar eine neue Kategorie wert.

Wir fangen also mal am Anfang an.

Vor ungefähr 2 Jahren machten Nico und ich uns auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung. Nachdem die Standort-Frage geklärt war und die Eigentums-Sache ebenfalls, wälzten wir die Zeitungen.

Wir fanden relativ schnell ein geeignetes Objekt. 92m², 4 Zimmer, ruhige Lage. Das war uns schon wichtig, denn wenn man kauft, will man ja auch etwas davon haben.

Mit den Vor-Eigentümern verstanden wir uns auf Anhieb prächtig, wir durften öfter vorbeikommen, um etwtas zu vermessen oder anzugucken. Auf die Frage, wie denn die Nachbarn seien, antworteten sie mit:

"Na, wirklich toll. Keine Probleme!"

Ein Kumpel von uns wohnt im selben Haus und auch er konnte sich nicht beklagen.

Mitte Mai 2005 zogen wir dann ein. Bzw. Nico zog ein und renovierte erst alles. Was heißt renovieren? Viel gemacht werden, musste nicht. Nur alles mal überstreichen und in den Kinderzimmern Laminat verlegen.

Während der Renovierungsarbeiten lernten wir unsere Nachbarn von oben kennen. Die Schwarzjäckels.

Sie behelligten Nico schon während der Renovierung mit Besuchen im 20 Minuten Takt.

"Es ist zu laut." - "Könnten Sie bitte jetzt nicht bohren." - etc.

Aber das war erst der Anfang.

Als ich dann offiziell mit einzog, hatten wir ein Problem mit der Couch. Sie wurde nicht rechtzeitig geliefert. Sprich: Unser Wohnzimmer war recht karg und hallte noch. Stresspunkt!

Wir hatten Angst, uns normal zu bewegen, wenn es an der Tür klingelte, dann zuckte ich zusammen.

Irgendwann griff ich mir dann ein Herz und wollte mit den Nachbarn sprechen.

Nico ist dafür nicht geeignet, weil er einfach zu impulsant ist.

Ich also nach oben gelaufen, geklingelt. Nur der Sohn dagewesen.

"Meine Eltern sind im Keller, glaube ich."

Im Keller?! Na gut, ich in den Keller gelaufen. Standen die in unserem Wäschekeller. Der ist direkt unter unserem Wohnzimmer. 

Auf meine Frage, was sie da machen würden und ob sie eine Minute Zeit für mich hätten, bejahten sie dieses.

"Wir horchen gerade, ob der Lärm aus ihrer Wohnung kommt oder aus der Wohnung von Frau K." (Frau K. war ebenfalls gerade eingezogen.)

Da ist mir ja eigentlich schon alles aus'm Gesicht gefallen und ich dachte, das gibt's doch nur im Fernsehen.

"Außerdem werden wir uns bei unserem Anwalt erkundigen, ob es legitim ist, dass Sie überall Laminat verlegen."

*schock*

"Bitte? Aber es lag schon überall Laminat, wir haben nur die Kinderzimmer zusätzlich verlegt."

"Naja, das kann der Anwalt dann ja klären."

Okay....

Seit diesem Zeitpunkt war's offiziell: Wir haben Krieg! Wütend

In der nächsten Folge: Regelmäßige Besuche der Polizei!