Ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung!

18.02.2015 um 10:20 Uhr

Mutti hat das Internet gelöscht...

Meine Mutti hat nun ein Schmartfohn.
Nicht, dass meine Mutti mit technischen hochschwierigen Dingen umgehen könnte ... (wie etwa dem Fernseher, dem Receiver oder dem Toaster...) Aber sie hat jetzt eben "auch eins". Basta.

Der Weg dahin war auch echt anstrengend.

Bei jeder Gelegenheit hat sie die gerade geführten Gespräche unterbrochen mit den Worten: "Kannst Du jetzt eigentlich mit Deinem Internet da sehen, was 1812 für Musik im Radio gespielt wurde?"
Familie Mausekind sitzt am Tisch und unterhält sich über die hochpolitische Situation in Südostkinesien und Mutti Mausekind mimt die 3jährige und platzt raus mit: "Kann Dein Telefon eigentlich tanzen?"

Uns blieb also keine andere Wahl.
Wobei: Viel mehr Papa. Denn der durfte solche Diskussionen ja öfter führen.

Mutti hat jetzt also ein Schmartfohn.

Und erstaunlicherweise kann sie damit fast umgehen.
Also so im Entferntesten.

Viel mehr: Sie kann WhatsApp öffnen. Und den Ordner mit den Videos und Fotos.
Aber hey: Das sind immerhin 500% Steigerung in der Technik-Rate! *wuhuu*

Äh... Wo war ich?
Ach ja...

Mutti schreibt jetzt also Nachrichten im Messenger.

Und bevor da Antworten kommen, kann man minutenlang verfolgen wie oben ein "Mutti schreibt..." steht, ehe ein "ok" kommt... Hervorragend!
Problem ist, dass ich auf meine humorvollen Texte schlagfertige Antworten erwarte und kein stundenlanges "Mutti schreibt..."

Letztens also im Chat:
Das Mausebaby kann jetzt die Zunge rollen. Ein Highlight. Foto's geschossen, stolz wie Otze gewesen und verteilt.
Auch an Mutti im Familienchat (Vater und Bruder mit anwesend)
Mutti: *Mutti schreibt...* Was ist *Mutti schreibt* Hat er ein Loch *Mutti schreibt* in der *Mutti schreibt* Zunge?
STEILVORLAGE!!!
Mausekind: Ja, ernsthaft. Er hat einfach zuviel gequasselt und wir wollten dem ein Ende setzen.

Mutti, Papa, Brudi: alle gelesen, keine Antwort.

Ich liebe meinen Humor...

Nicht mal das *Mutti schreibt...*

Fast rechnete ich damit, dass sie sich treffen, um gemeinschaftlich das Jugendamt zu informieren.

Schließlich spät am Abend endlich eine Antwort meines Bruders: "Gibt's da ne Schablone von? Ich hätte da auch so Quasselstrippen zuhause."

(Er versteht meinen Humor! Na eeeeeeeendlich...)

Mutti: *Mutti schreibt...* Haha

13.11.2014 um 12:44 Uhr

Fünf Minuten...

... hat's gedauert, bis ich letztes Wochenende mit meiner Mutter aneinander gerasselt bin.
F-Ü-N-F Minuten.
Vielleicht auch nur 2,5. Ich bin ehrlich: Ich schaue ja nicht minütlich auf die Uhr, wenn ich allein mit ihr in der Küche hocke und ihr zuhören muss.
Auweia!

Diesmal ging es um fürchterliche Banalitäten. Wie eigentlich immer.
Und es ging, ebenfalls wie immer, um den Kern aller Dinge:
Sie ist pissed wegen irgendeinem Scheiß, aber anstatt mit der Person da selbst drüber zu reden, redet sie eben mit allen anderen darüber und lässt sich aus.
Und diesmal hat sie mir die Steilvorlage dazu geliefert.

Die Schwiegermutter meines Bruders hat eine Karte für einen *Anlass* organisiert, bzw. aus ihrer großen Karten-Sammlung gekramt. Allerdings hatte sie keine passende *Anlass*-Karte und hat einfach eine andere genommen und Unzutreffendes gestrichen und verbessert (oder so ähnlich!).
Inhaltlich brauchen wir uns nicht darüber unterhalten: Das geht natürlich gar nicht!
Da investiert man doch einfach mal 2€ in eine neue Karte und dann ist gut.
Darüber hat sich meine Mama also aufgeregt. Aber anstatt nun die SchwieMu meines Bruders darauf anzusprechen, (Zitat Muttern: "Sie hatte gerade Besuch und ich wollte nicht UNHÖFLICH sein!") hatte sie nun mich in der Küche damit gefoltert.
Steilvorlage!!! Unhöflich!!!
Ich fragte sie nun also, ob sie es nicht als unhöflich empfinden würde nun mit ihrer Tochter darüber zu lästern, anstatt die entsprechende Person einfach darauf anzusprechen.

...

Schweigen. Augenrollen.

"Mit Dir kann man echt nicht reden. Weißt Du eigentlich, was andere Mütter und Töchter für Beziehungen haben?
Aber gut. Das verkrafte ich AUCH NOCH!"

Steilvorlage, Part 2!
("Auch noch" ist ja auch wirklich meine Hassfloskel!)

"Natürlich weiß ich das. Wir können diese Art von Gespräch jetzt auch gerne führen, aber einer wird am Ende des Gesrpächs heulen. Und ich bin es nicht."

Schweigen. Augenrollen.

"Ich muss jetzt weiter Rouladen machen."

Großartig.

Schon vor meiner Schwangerschaft war mir klar, dass unsere Rollen irgendwie vertauscht sind.
Aber seitdem ich nun selbst Mutter bin, ist es mir nicht nur klar, sondern so scheiße BEWUSST, dass ich einfach nicht mehr ruhig bleiben kann.

*grrrrrr*

17.01.2011 um 15:10 Uhr

Extrem-Jammern

Liebe Gemeinschaft,

vorab eine Warnung: Wer das folgende Gejammer nicht erträgt, sollte jetzt besser wieder gehen.
Danke für den Besuch.

An den Rest: Achtung, es geht los!

Es war mal wieder soweit... Ein Familientreffen!

Und ich muss auch schon vorher gestehen, dass das Kind meine Gelassenheit für sich beansprucht und ich deswegen vielleicht nicht immer so ausgeglichen bin...

Gestern wurden wir von meiner Tante, die es Weihnachten nicht geschafft hatte, zu uns zu kommen, zum Mittagessen und Kaffeetrinken eingeladen.

Beim Mittagessen saßen wir (Herr Mausekind und ich) neben meiner Mama und diese sprach meistens in die andere Richtung, sodass wir nichts verstehen konnten.
Wenn sie etwas besonders Lustiges (in ihren Augen) von sich gab, waren dies meistens Seitenhiebe an Nicht-Anwesende, die sie hinter ihrer Hand aussprach.

Als ich ihr das sagte, dass wir eben nichts verstehen würden, war sie das erste Mal "not amused".

Ach, bevor ich es vergesse: Mama neigt dazu, die Leute aufgrund ihres hohen Deutschverständnisses, zu verbessern, wenn sie etwas falsch aussprechen.

Und so kam es zu Runde zwei:

Mama erzählte etwas über einen Zauberer, der eigentlich ein Illusionist ist (das verbesserte ich ihr) und daraufhin sagte sie, dass unter seinem Namen weder Illusionist, noch Zauberer stand, sondern Magier.
Sie sprach es allerdings so aus, wie es geschrieben wird, Ma-Gier quasi, anstatt Magiejer und hey: Da verbesserte ich sie eben gleich nochmal.

Antwort Mama: "Bleib jetzt ganz ruhig, Mama Mausekind, 21, 22, 23..."

Antwort Mausekind: "Das mache ich grundsätzlich vor jeder unserer Unterhaltungen, Mama!"

...

Nach dem Mittagessen legten wir eine kurze Pause im Hause meiner Eltern ein.
Zwecks Geschenkübergabe...

Dort fand ich im elterlichen Mülleimer erstmal eine leere Packung Zigaretten, Hausmarke Mama.

Nee, ist auch völlig blöd, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn man fast keine Lungenfuntkion mehr hat.
Und auch auf meine Frage, wie es denn mit ihren regelmäßigen Spaziergängen zur Stärkung ihrer Lungen steht, druckste sie mehr rum, als alles andere.
Ich habe ihr bereits im Krankenhaus gesagt, dass ich nicht mehr da sein werde, wenn sie das nächste Mal eingeliefert wird. Und so konsequent ich im Umgang mit Herrn Mausekinds Eltern bin, werde ich ebenfalls im Umgang mit meinen Eltern sein.

Whatever...

Weiter ging's!

Das Telefon klingelte.

Mama schaut Papa und an sagt: "Ist eh nicht für mich."
Papa steht also auf und geht ans Telefon.

Später klingelt es an der Haustür, meine Tante (Mama's Schwester).
Mama steht also auf, nachdem Papa dies nicht tut, verdreht die Augen und tätschelt ihm im Vorbeigehen die Schulter und sagt: "Jeder Gang macht schlank"
(--> Dass Papa Übergewicht hat, ist nicht zu übersehen)

Es muss dieser Augenblick gewesen sein, der diesem Tag einfach den letzten Rest verpasst hat.

Ich öffnete also meinen Mund und sagte: "Und jeder Schritt hält fit!"

Rumstöhnen von Mama, während sie zur Tür eilt.

Nein, ich ertrag's einfach nicht mehr.

Ich wurde so erzogen, dass der Spruch "was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu" oder eben auch das "erstmal selbst an die Nase fassen" ein wichtiger Leitsatz ist.

Und jemandem zu sagen, dass er vielleicht Bewegung braucht, weil er dick ist, aber sich selbst nicht bewegen, das passt einfach nicht zusammen.
Und viel schlimmer noch: Ich halte das nicht mehr aus!!!

Nach diesem Vorfall ging es weiter in ein Cafe, in dem Muttern sich auch lustig erstmal den Kuchen mit Eierlikör orderte. ... Klar, ist bestimmt auch das Beste für trockene Alkoholiker.

Nachdem ich sie dann dabei erwischte, wie sie mit meiner Tante über mich lästerte (also sie sagte meinen Namen in Zusammenhang mit ihrem typischen Augenrollen und dem Blick zur Seite) und ich ihr sagte, dass meine Ohren noch sehr gut funktionieren würden, war der Tag dann endgültig gelaufen.

Nicht einmal richtig verabschieden wollte sie sich.
Lieber stellte sie sich ans Auto und wartete auf Papa.

Nein, ich sage nicht, dass mein Verhalten absolut okay gewesen ist. Ich weiß, dass ich es einfach darauf angelegt habe.

Aber mir fehlt wirklich einfach das Verständnis für ihr Verhalten.

Und heute, in diesem Augenblick, bin ich soweit, dass ich ihr sagen möchte, dass ich die nächsten Monate Abstand möchte.
Sie hat absolut null Vorbildfunktion für ihre Enkelkinder, geschweige denn für ihre Kinder.

Wenn sie nicht endlich die Kurve bekommt, dann bin ich nicht mehr da.

Selbst einfache Gespräche mit ihr führen zu keinem Ergebnis.

Außer, dass mir mehr graue Haare wachsen und ihr neuestes Enkelkind sich mit Mama's permant kochender Halsschlagader auseinandersetzen muss.

Wütend

14.06.2010 um 10:03 Uhr

Wie mir die Schwiegereltern...

... den "schönsten Tag des Lebens" versauten!

Mir steht's hier!
Ich habe soooo einen Hals!

Seit gestern ist es offiziell...

Nachdem wir ja nun seit März keinen Kontakt mehr hatten, ist der Mausemann gestern mittag bei ihnen gewesen, um ggf. die Wogen zu glätten, bzw. überhaupt erstmal rauszufinden, wo eigentlich deren Problem liegt.

Nun haben wir's:

--> Wir heiraten viel zu früh, man hätte auch noch 5, 6 Jahre warten können
--> Wie können wir überhaupt heiraten, wo es ZS doch so schlecht geht?!
--> CK (Cousin Karsten) lässt sich ebenfalls scheiden!
--> Nächstes Jahr wären sie bestimmt dazu gekommen!

UND (!!!) :

--> Sie mögen mich nicht, weil ich eingebildet und arrogant bin!!!

*Futterluke offen steh*

Also ehrlich: Ich habe ja wirklich schon viel über mich gehört, aber das schlägt dem Fass den Boden aus!
ICH??? Eingebildet und arrogant???

Sorry, aber ich bin diejenige, die in Jeans zur Arbeit läuft, obwohl es sich "hier oben" nicht "schickt".

Meine Kolleginnen laufen alle im Stoffhöschen durch die Gegend & tragen Perlenketten.
Aber ich? Ich bin völlig anti!!!

I break together...

Wir werfen also wieder die Pläne über den Haufen.
...

Immerhin das können wir inzwischen sehr gut.

30.03.2010 um 08:51 Uhr

Na, das wird ein Fest...

Kurz und knapp:

Man hat mich heute auf eine Bratwurst beim Bruder eingeladen.

Gestern nachmittag telefonierte ich kurz mit Mutti, die so von unseren Hochzeitsplänen von uns persönlich noch nichts erfahren hatte.
Als ich ihr sagte (sie wusste aber alles bereits von Papa), dass es wohl auf Las Vegas hinauslaufen wird, fing sie an mit dem, was ich nun nicht hören wollte:

"Warum werden wir für das Fehlverhalten von Herrn Mausekind's Eltern bestraft?"

...

Oh, das wird ein Spassss heute abend...

17.08.2009 um 13:24 Uhr

Erneuerung des Inputs...

... folgt nach einer kleinen Rede, bezüglich eines Kommentars, den ich hier nicht freischalten werde.

Lieber "Leser": 
Schade, hätten Deine Worte etwas respektvoller geklungen, hättest Du es geschafft, dass ich Deine Worte freischalte.
Allerdings lasse ich meine Leser nicht gern als "tote mit dem Strom schwimmende Fische", "mir nach dem Mund - Schreiber" oder ähnliches betiteln.
Ich möchte Dich also bitten: Wenn Du etwas Wichtiges zu sagen hast, dann nimm doch bitte Deine Beleidigungen aus dem Text und kritisiere konstruktiv, ohne verbale Ausfälle. Dann klappt's auch mit'm Freischalten. Merci.

Back to the topic:

Es gab das befürchtete Gespräch mit meinen Eltern.

Herr Mausekind wurde schnell rausgeschmissen, unter einem Vorwand für die Eltern, damit ich ungestört mit ihnen sprechen konnte... Natürlich habe ich mich erst unglaublich geschickt davor gedrückt. Aber dann, kurz bevor sie mir signalisierten, dass sie gehen wollten, platzte ich mit der Sprache raus. Möglichst neutral.
Das Ende vom Lied war: Ich bin eine fantastische Tochter! Ich bin soooo wahnsinnig erwachsen geworden und mit mir könne man so unglaublich gut (und gerne) reden.
...And the black sheep goes to: MAUSEBRUDER! ...

So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt...

Ich habe in diesem Termin mehrfach betont, dass ich mir wirklich wünsche, dass sie zukünftig mit den betreffenden Personen über ihren Ärger sprechen. Und nicht mit allen anderen.
Ich hoffe, dass sie das in die Tat umsetzen.
Denn ich habe eigentlich keine Lust mehr darauf, zwischen den Stühlen zu sitzen.
Ich behaupte, dass mein Brüderchen ein fantastischer Diplomat ist. Und dass er immer versucht, eine Situation beiden Seiten möglichst gerecht zu lösen.
Aber nein, sie hätten "Angst" mit ihm darüber zu sprechen.

Ich bin gespannt, was sie machen werden.

Die nächste Gelegenheit für ein klärendes Gespräch würde sich am Donnerstag bieten.
Ich möchte hoffen, dass sie diese Gelegenheit auch wirklich ergreifen.

Es bleibt spannend...

14.08.2009 um 12:28 Uhr

Adoptionshintergründe

Ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll, geschweige denn wo ich anfangen soll.
Ob es sich überhaupt lohnt, ganz weit auszuholen.
Ob es sich nicht einfach überschlägt...

Aber, mal kurz zusammenfassend ist zu sagen, dass es in meiner Familie eben nicht "typisch" ist.
Wenn die Kinder Fehler machen, werden diese gern aufgezählt, aber das Leben meiner Eltern ist fehlerfrei. Bzw. es wird eben einfach nicht weiter drüber gesprochen.

Und so läuft es eben seit Jahren vor sich hin...

Ich schlucke also alles, was mir sauer aufstößt, einfach wieder runter.
Es läppert sich allerdings und meine "Liste" wird immer länger.

Nun ist es wohl zwischen meinem Brüderchen und meinen Eltern eskaliert.
Aber natürlich haben meine Eltern darüber mit mir kein Wort gesprochen.
Mit mir werden ja eh keine Probleme gewälzt.

Ich hatte ja schon vor wenigen Wochen von dieser Aktion berichtet, dass Papa da war und nicht einmal gemerkt hat, dass es mir nicht gut ging. Und ich weiß langsam nicht mehr, ob er es vielleicht nicht merken will oder ob ihm das Feingefühl einfach abhanden gekommen ist.
Es dreht sich nur noch alles um ihn. Was er Tolles gekauft hat. Wieviel Euro er beim Einkaufen oder Tanken gespart hat... Und wenn man mit ihm spricht, dann wird er oft patzig.
Selbst meinen Neffen fährt er momentan verbal an, wenn dieser etwas macht, was Papa nicht passt.

Ganz davon abgesehen, dass Mama einfach nicht mehr mit der Realität klarkommt.
Ihr Leben besteht nur noch aus zuhause rumsitzen, zweimal die Woche in die Stadt fahren und Geld ausgeben. Von der Kondition möchte ich jetzt mal gar nicht sprechen. Die ist null.
Sie schafft es nicht einmal mehr, das Haus zu putzen. Und dabei sprechen wir nicht von einem kompletten Hausputz, sondern von staubsaugen. Es geht mittlerweile sogar so weit, dass sie es nicht mehr schafft, in den Keller zu gehen, um sich Getränke raufzuholen.

Die kleinsten Dinge werden einfach nicht mehr geschafft!

Natürlich kümmert sich Papa dann darum.
Aber seine Motive sind absolut unverständlich für mich!

Mutti macht dafür zur Zeit gern unglaublich abfällige Bemerkungen.
So erst wieder gestern geschehen.
Das Geschenk für Herrn Mausekind ist eingetroffen und es ist eine "Anspielung" auf unser Sternenkind.
Was sagt Mutti: "Meinste, er wird sich über sowas freuen?"
In einem Ton! Unfassbar... Natürlich hat sie den Hintergrund nicht begriffen. Als ich ihr das dann erklärt habe "Sternenkind" und so kam gleich von Papa ein: "Das hatten wir auch. Wir kennen uns da sehr gut aus." NEIN, verdammt! Unsere Situationen hätten unterschiedlicher nicht sein können, aber darum ging es ja in diesem Moment nicht einmal.
Dieses absolut abfällige in Mutti's Ton. Und dann weiß sie nicht mal, dass man "solche" Kinder Sternenkinder nennt, aber weiß ja ganz genau, was in uns vorgeht?!
Und stellt auch noch infrage, dass Herr Mausekind sich darüber freuen könnte...?!
Ich fasse es nicht!

Aber das ist ja auch wieder nur ein einziger Augenblick... Wieder ein Tropfen mehr, der das Fass zum Überlaufen bringen wird.

Ich kann und möchte auf mehr Details jetzt einfach nicht eingehen.
Es tut mir also leid, dass ich Euch im Unklaren lassen muss.
Vielleicht zu einem späteren Zeipunkt noch, aber gerade kann ich einfach nicht.
Weil ich meine Gedanken nicht ordnen kann.
Weil ich großes Kopfchaos hab und am liebsten einfach schreien möchte!
Laut. Viel lauter.

Dieses Mal ist es an mir, mit meinen Eltern zu sprechen.
Das weiß ich.
Mein Bruder hat oft genug versucht, irgendwas zu retten oder zu richten.
Ergebnislos.
Jetzt muss ich die "Familienwelt" retten. Und ich weiß schon jetzt, dass ich damit ganz böse auf die Schnauze fliegen werde. Sie werden denken, dass ich undankbar bin. Und respektlos.
Und dass mir eine derartige Attacke nicht zusteht.

Ich bin eben diejenige, die versucht, alles zu schlucken und kaum etwas sagt.
Mein Bruder hingegen, schon allein wegen der Bemerkungen meines Neffen gegenüber, sagt da öfter was zu. Aber vielleicht kommt er da nicht so "ran" und ich habe mehr Glück...?
Wir werden es erleben.
Papa hat soeben angerufen. Evtl. kommen sie morgen mal vorbei...
Mir ist schlecht!

13.08.2009 um 23:26 Uhr

Ich bin adoptiert!

*an den Ohrläppchen reib*
*wusa*

Ganz langsam:

So muss es sein!

Ich bin adoptiert!
Das sind nicht meine Eltern.
Meine wohnen auf einem Berg in einem weißen Haus mit einem weißen Zaun umme Anlage drumrum.
*wusa*

Ich kann gar nicht zusammenfassen, was da heute passiert ist.
Aber ich werd's versuchen. Step by step.

*an den Ohrläppchen reib*

Kurz zusammengefasst:
Ich glaube, meine Eltern verlieren im Alter ihre Intelligenz.
Und ich hoffe, dass Papa's Verhalten einen triftigen Grund hat.
Eine schlimme Krankheit vielleicht??
Nicht, dass ich mir derartiges auch nur ansatzweise wünschen würde, aber immerhin hätten wir dann eine Erklärung und könnten damit völlig anders umgehen.

Ich könnte ein Buch schreiben.

Aber gerade... Gerade fehlt mir die innere Ruhe, um auch nur überhaupt nachzuvollziehen, was ich a) jetzt denken soll und b) es weitergehen soll.
Genug Arsch eingekniffen. Wird Zeit, dass ich ein Machtwort spreche...
... nach dem Urlaub, wenn ich entspannt genug bin...

PS: Und schon allein für diese Worte oder Gedanken bekomme ich ein schlechtes Gewissen, weil ich mich für undanbar und egoistisch halte! So kann's nicht weitergehen...

02.08.2009 um 08:52 Uhr

Das gebrochene Bein, oder der gebrochene Fuß?

Nur schnell, weil ich eigentlich gleich im Auto sitzen und zu meiner Familie fahren muss:

Wieder so'n Familie Mausekind-Kracher!

Da spricht der Herr Papa doch mit mir über so höchst unwichtige Dinge, die wir entweder schon zigmal durchgekaut haben oder welche, die eigentlich nicht unbedingt *hüstel* von Interesse sind. ... Aber das Wichtigste, das unterschlägt er.

Da telefoniere ich die Woche mit meinem Brüderchen.
Absprache wegen heute quasi. Geburtstag. Was schenken wir eigentlich und so und dann sagt er folgendes:

"Das haben Dir unsere Eltern bestimmt schon erzählt, gell? Nichte hat sich ja den Fuß gebrochen..."

Ich, mit Mund offen am anderen Ende völlig entsetzt:

"Was hat meine Nichte?! Nee, ICH habe nichts gehört. Aber dafür kann ich Dir sagen, was es beim Aldi gerade im Angebot gibt. Das erfahre ich nämlich von Papa, wenn der hier ist.."

Unfassable!

Da hat sich meine 2jährige Nichte den Fuß gebrochen (oder das Bein?! Das hab ich im Schockzustand wohl verdrängt...) und ich erfahre das nicht. Aber die Angebote von Aldi. Oder wie es auf dem Flohmarkt war... Herrje!
Da ist gleich aber noch ne Standpauke fällig!

16.07.2009 um 08:25 Uhr

Unterhaltungen mit Mutti...

... sind bei mir bekanntlicherweise nicht einfach.

Diesmal hat es einen neuen Höhepunkt erreicht!

Vorab:
Ich hatte vor dieser Entscheidung eine ziemlich "vorgefertigte" Meinung.
In Bezug auf "Schau ich es mir nach der Geburt an?" zum Beispiel.

Ich war mir unglaublich sicher, dass ich ihn mir nicht anschauen werde.

Da wir ihn namenlos gelassen haben, wollte ich mich nicht noch weiter daran binden.
Mich nicht unnötig belasten.

Aber nach der Entbindung wusste ich auf einmal, dass ich ihn doch sehen möchte.
Dass ich wissen möchte, ob es meinem Baby "gut geht", er nicht gelitten hat.

Dies kann meine Mutti nicht nachvollziehen.
Und so kam ich in die Situation, mich mehr oder minder rechtfertigen zu müssen.
Wobei dies eigentlich keine Rechtfertigung werden sollte, sondern eher der traurige Versuch, ihre Sichtweise zu ändern. Über den Tellerrand zu blicken.
Denn für sie ist es scheinbar unvorstellbar, dass man diesen Gedanken hegt. Diese Entscheidung trifft. Und nicht die, die man vorher hatte.

Man muss dabei erwähnen, dass Mama, bevor ich kam, eine Fehlgeburt hatte.
Sie sich also wenigstens annähernd in meine Situation reinversetzen kann.
Ihr tut unser Verlust auch wahnsinnig leid. Das alles weiß ich.

Aber was ich eben nicht begreifen kann, ist, warum sie nicht einfach mal ihren Mund halten und uns machen lassen kann. Wir wissen genau, welche Entscheidungen wir treffen können, welche gut und welche eben nicht gut für uns sind.

Nachdem wir am Donnerstag vom Arzt kamen und dieser uns die Hiobsbotschaft mitteilte, stürzte sich Herr Mausekind sofort ins Internet und googelte, was das Zeug hielt.
Wie diese Krankheit aussieht;
ob es Menschen gibt, die damit leben;
ob es Erfahrungsberichte im Netz gibt;
etc.

Und dabei stieß er auf einen Bericht einer Frau, die schrieb, dass sie ihr Kind so lange ausgetragen hat, wie es ging. Dass ihr das geholfen hat, mit dem Verlust besser umzugehen.

Als er mir davon erzählte, konnte ich das nicht nachvollziehen; WOLLTE das nicht nachvollziehen.
Für mich war die Vorstellung grausam, das Ungeborene in sich zu tragen und doch zu wissen, dass es keine Chancen hat. Dass es niemals leben wird.
Und dann vielleicht noch 10 Wochen mehr damit rumzulaufen, von allen angestarrt zu werden.
Die Menschen auf der Straße, die sich freuen, wenn sie eine Frau mit Babybauch sehen. Die sich für einen freuen. Und man selbst weiß, dass diese Freude völlig umsonst ist, weil diese Schwangerschaft kein positives Ende nehmen wird.
Nein, das hätte ich nicht ertragen.

Und doch habe ich wenige Tage vor dem tatsächlichen Entbindungstermin meine Meinung darüber geändert. Ich konnte plötzlich verstehen, warum diese Frau so gehandelt hat.
Die Vorstellung, was da an diesem Montag mit mir passieren würde, war noch grausamer, als die Entscheidung, die Natur das tun zu lassen, was sie geplant hat.

Ich habe mich bewusst gegen diese neue Option entschieden.
Weil ich das Gefühl hatte, ich würde mich einfach nur "drücken" wollen.
Vielleicht hatte ich Muffesausen.

Aber immerhin hatte ich über meinen Tellerrand geblickt und Entscheidungen, die von anderen getroffen werden, nicht gleich selbst für mich anders entschieden.
Und genau das ist das, was ich in dem Gespräch zwischen Mutti und mir gehofft hatte.
Dass ihr meine Beispiele helfen, anders zu denken.
Nicht sofort zu sagen: "Oh mein Gott, seid ihr sicher, dass ihr das Richtige getan habt? Wäre es nicht einfacher gewesen, es Euch nicht anzusehen? Es war doch noch kein "fertiger" Mensch."

Nein, das war ER nicht, Mutti.

Aber es war unser Mensch!
Unser Sohn.
Und das ist gut so.

16.06.2009 um 11:38 Uhr

Manchmal hoffe ich, dass ich

adoptiert wurde. Jaja, sowas soll man nicht denken/sagen. Böses Mausekind!

Aber gerade bin ich wieder auf 180.

Auf 180 wegen einer Geschichte, die sich eigentlich schon vor etwas längerer Zeit zugetragen hat.

Folgendes:

Mein Neffe wird dieses Jahr 6 und ist natürlich in einem -sagen wir mal- "etwas schwierigen" Alter.
Momentan läuft's halt einfach nicht mehr richtig mit dem Essen. Alles, was er einmal konnte mit der Gabel scheint sich in Wohlgefallen aufgelöst zu haben.
Zudem ist er eine fürchterliche Trantüte, ständig am Trödeln und halt eben am Durch-die-Gegend-gucken. Ein kleiner Hans-guck-in-die-Luft.
Und natürlich ist er auch in dem Alter, in dem er "an sich rumspielt".
Meine Mutti ist so prüde, dass ich mich inzwischen frage, wie sie meinen Bruder und mich großgezogen hat.
Sie spricht nicht einmal das Wort "Penis" aus, geschweige denn es vielleicht sogar noch zu verniedlichen oder Ähnliches. Nein, sie wird fast sogar rot, wenn sie überhaupt davon erzählt, dass sich das Enkelchen selbst anfasst.

Sowas ist doch völlig normal!

Gestern telefoniere ich wieder mit ihr.

Kommt wieder so ne Story, wo sie sich darüber aufregt.

Ich beiße irgendwann noch in die Tischkante!!!

22.09.2008 um 09:41 Uhr

Family Affair

Oh Gott, ich bin noch immer sprachlos!

Letzte Woche hatte ich mich mit einer Kollegin zusammengesetzt.

Ich sollte ihr etwas erklären in Bezug auf Dienstreisen.

Wie es ja so unter Mädchen immer üblich ist, haben wir natürlich erstmal schön geschnackt und dann anschließend das Dienstliche erledigt.

Als ich gerade aufstehen wollte, sagte sie:

"Danke, es war schön, mal so unter Cousinen zu sprechen."

Und das war wohl der Zeitpunkt, an dem mir alles aus dem Gesicht gefallen ist und ich meinen umfangreichen Wortschatz verloren habe.

Außer einem "Ah ... Ei ... ja ... Hrgh... räusper.."
hatte ich nichts mehr zustande bekommen.

Hintergrund des Ganzen ist:

Mein Papa hat sich vor 40 Jahren so sehr mit seiner Schwester gestritten, dass sie bis heute kein Wort miteinander sprechen.

Demnach habe ich halt nie die Chance gehabt, meine Cousinen oder meinen Cousin kennenzulernen.
Und dass ich die nach immerhin 25 Jahren doch mal treffe, ist für mich absolut unmöglich erschienen.

Natürlich ist das alles nicht so unproblematisch, zumal unsere Eltern sich natürlich keinen Zentimeter annähern wollen, geschweige denn überhaupt voneinander wissen wollen.

Im Zuge unserer neuen Zusammenführung werde ich heute abend meine Tante kennenlernen.
Und mein Cousinchen lernt am Donnerstag ihren Onkel kennen.

Ich bin völlig aus dem Häuschen.

Sprachlos.

22.07.2008 um 20:58 Uhr

Beerdigung

Ich weiß gar nicht, ob ich das überhaupt schreiben soll.

Es war furchtbar und ich weiß noch immer nicht, wohin mit meiner grenzenlosen Wut.

Der Pfarrer, der heute meine Omi beerdigen sollte, war ein fürchterlicher Mensch...

Es fing damit an, dass wir in den evangelischen Gemeinderaum auf dem Friedhof gekommen sind.
Meine Omi war katholisch und somt sollte die Messe ein katholischer Pfarrer abhalten.
Leider war dieser im Urlaub und wir mussten Vorlieb nehmen mit seiner Urlaubsvertretung.

Mit seiner polnischen Urlaubsvertretung, die nur gebrochen Deutsch spricht.

Traurig

Begrüßt wurden wir nicht einmal von ihm, sondern von jemandem, der in der Gemeinde arbeitet.

Als wir uns setzten, war der Pfarrer in einem kleinen Nebenraum, um sich auf die Messe vorzubereiten.
Dieser Nebenraum war ausschließlich durch einen Vorhang getrennt.
Kurze Zeit darauf kam der Organist, um mit dem Pfarrer (Ich schreibe nur noch "P", ich möchte den Menschen nicht so nennen -P könnte auch für PFUI stehen...) die Musik zu besprechen.
(Bespricht man sowas nicht VOR Beginn?!)

Das Gespräch lief ungefähr folgendermaßen ab:

Organist: Hallo, ich bin xy. Ich bin der Organist.

P: Scheeen.

O: Was spielen wir denn?

P: Ich nix machen Musik. Sie machen.

O: Ja, aber Sie machen doch die Planung...

P: Ja, aber nix machen Musik. Machen Sie.

...

Dieses Gespräch fand in einer Lautstärke statt, dass wir nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen konnten.

Irgendwann ist dann jemand in das Zimmerchen gelaufen, um denen dort drin klarzumachen, dass wir ALLES mithören können und es doch wohl besser sei, das Gespräch in mäßigem Ton weiterzuführen.

Während der Messe, verhaspelte sich der P immer und hat es nicht einmal geschafft, den Vornamen von Omi Mausekind richtig auszusprechen.
5 Anläufe, 5 Mal Griff ins Klo.

Den Lebenslauf, den meine Tante im Stichwortartig zukommen ließ, hat er einfach nur runtergerattert.

Nix mit Ausschmücken...

Als er fertig war, sagte er:

"Das war Lebenslauf!"

(--> Erinnert sich hier jemand an Switch? Deutsche Welle Polen? Jetzt auch in Farbe und bunt?!)

Wir wussten nicht, ob wir weinen oder lachen sollten.

Ich hatte die ganze Zeit damit gerechnet, dass sich nun nochmal der Sarg öffnet und Omi Mausekind hinausstürmt und ihm dahin tritt, wo's wehtut.
Herr Mausekind hat auf die versteckte Kamera gewartet.

Der traurige Höhepunkt bestand darin, dass er in diesem evangelischen Gemeindehaus nach Weihrauch und Weihwasser verlangt hat. (Wir schlussfolgern: Er als einzig katholisches Oberhaupt in diesem Häuslein kann ausschließlich das Wasser weihen! Wenn er's nicht gemacht hat, wo soll's herkommen?!) Und vor Omi's Grab hat er dann schließlich die grüne Gießkanne aus dem Baumarkt geweiht, um das Wasser über das Grab zu gießen.

...

Mir fehlen die Worte.

Ich werde nächste Woche aus der Kirche austreten. I'm shocked!

07.05.2007 um 11:24 Uhr

Muddern

Ich weiß schon wieder nicht, wo ich eigentlich anfangen soll.
Mittlerweile ist ja dann doch schon wieder viel Zeit vergangen und die Situation hat sich wieder geändert.

Mein Papa möchte Urlaub machen.
Geplant ist eine Woche Tschechien (jaja, kein Burner) mit zwei befreundeten Pärchen.
Eins von diesen Pärchen ist das beliebteste Lästeropfer meiner Familie und ihrer Freunde.

Jedesmal, wenn sie dort auf einem Geburtstag eingeladen sind, kommen sie wieder und lästern was das Zeug hält.
Das Essen ist scheiße gewesen, etc.
Man hört sich das dann so eine gewisse Zeit an und amüsiert sich, wie schön Eltern doch auch lästern können.
Aber nach zwei/drei/vier/fünf Jahren hängt es einem zum Hals raus und man fragt sich, wieso sie überhaupt mit dem Pärchen befreundet sind, bzw. immer zu deren Geburtstagen gehen, obwohl sie doch eigentlich wissen, was sie erwartet.
Oder warum sie nicht wenigstens vorher zuhause schon essen und dann höflich das Essen auf dem Geburtstag ablehnen.

In diesem Fall hat Frau X gesagt, dass Frau Y im Urlaub sehr anstrengend ist.
(Frau Y ist die nette Dame, die nicht kochen kann)

Das nimmt meine Mutter jetzt mit als Vorwand (unter anderem), um nicht mit in den Urlaub zu fahren.

Zwei Dinge dazu:

1. Fährt Frau X ja auch mit! Also kann Frau Y ja gar nicht soooo anstrengend sein, wenn Frau X das auch aushält.

2. Liebe Mutter, Du bist sowas von überhaupt nicht belastbar, dass ich mir manchmal wünsche, Du würdest in ein Heim gehen.
Dein ewiges Rumgejammere geht mir so auf die Nerven -das ist unglaublich!
Dein bescheuertes Selbstmitleid mal außer Acht gelassen.

Der nächste Punkt, den sie "mal so am Rande verkündet hat" *Augenbraue hochzieh* ist, dass sie keine langen Strecken mehr fahren kann, da sie ja so abgemagert ist und somit auch kein "Sitzfleisch" besitzt.

Ich: "Aber Mama, dann macht ihr eben auf der Fahrt dahin ein paar Pausen mehr. Wenn der Rest weiß, was mit Dir ist, dann nehmen die doch auch Rücksicht."

Mama: "Ja schon, aber wenn die Y eh so anstrengend ist, dann muss ich da auch nicht unbedingt mit."

Und warum nicht?
Weil sie einfach keinen Bock hat!!!
Sie hat einfach überhaupt keine Lust, irgendwas zu machen...
Geschweige denn, mit Papa weg zu fahren.
Und ich könnte kotzen. 
Echt mal!

Letzte Woche hatte ich dann ein Gespräch mit ihr, was ungefähr 1,5 Stunden gedauert hat.
Sie sagte mir, dass sie wahnsinnig enttäuscht von mir wäre, wegen meiner "unfairen" Reaktion vom Babysitten.
Und dass man ja als Mutter sowieso unglaublich viel einstecken müsse.
Und sie ja besonders viel.

Der Kracher war dann, dass sie mir gesagt hat, dass sie sich am Liebsten eine Flasche Wein gekauft hätte, als ich sie "rausgeworfen" habe.
Boah, mir schwillt immer noch die Krawatte.

Danke Mutter, ich weiß nun, wie ich nicht werden möchte!!!

20.04.2007 um 10:09 Uhr

Das Leben mit Eltern

Nun, ich muss mal wieder meckern.

Mama!

Ich bin... traurig, sauer, enttäuscht. Oder irgendwas dazwischen, ich weiß es nicht.

Holen wir mal aus, für die Erklärung.
Mama ist ja nun nicht einfach, das ist mir bestens bewusst.
Allerdings hatte ich das Gefühl, dass der Umgang mit ihr wieder einfacher geworden wäre.
... Hab ich so gedacht!

Dann kam Ostern. Und Oma zu Besuch.
Ostermontag war ich bei ihnen zum Essen eingeladen.
Nach dem Essen wird traditionell Karten gespielt.
Skip-Bo.

Diesmal saß Mama links von mir, daneben (also mir schräg gegenüber Oma) und dann die Tante.
Sprich: Erst war quasi ich an der Reihe, dann Mama, dann Oma, dann die Tante.
Wenn Mama an der Reihe war, dann hat sie natürlich auch nebenbei erzählt.
Wenn sie ihren Zug beendet hatte, war Oma dran, aber Mama noch nicht fertig mit Erzählen.
Ältere Menschen haben ja die Angewohnheit, nebenbei zu erzählen, was für Karten sie nun ablegen.

Mama war echt angepisst, dass Oma sie "ständig unterbrochen" hat.
Ich habe ihr einmal, sogar zweimal oder dreimal erklärt, dass Oma das nicht mit Absicht macht.
Dass sie einfach nur nicht hört, dass Mama erzählt und sie sich auf das Spiel konzentriert.
Aber: Null Toleranz.

Am Tag drauf war ich dann auf dem Geburtstag meines Bruders.
Ebenfalls anwesend: Oma und Mama.

Nach dem Abendessen wollte Oma dann rübergehen zu meinen Eltern, aber sich vorher noch vom Geburtstagskind verabschieden.
Das -Kind war aber verschwunden, mitsamt dem Telefon.
So standen Oma, Mama, Papa und ich dann auf dem Hof und wollten darauf warten, dass er mit seinem Telefonat fertig wird, um sich von Oma zu verabschieden.
Während wir da so standen und warteten erzählte ich meinen Eltern irgendwas.
Ne Story über Nico.
Also nix Wichtiges, aber eben irgendwas.

Mitten im Satz fängt dann Oma an, Mama irgendwas zu fragen.
Also wende ich mich Papa komplett zu und erzähle ihm eben den Ausgang der Geschichte.
Mama, inzwischen wieder echt angesäuert, sagt:
"Kind, jetzt unterbricht die dich auch schon. Stört dich das nicht?!"

Und ich antworte ihr, wie den Tag zuvor, dass "die" (sie hat wirklich "die" gesagt, obwohl es ihre Mutter ist und ich das echt respektlos finde) das nicht absichtlich macht. Sie hört nur einfach nicht, dass ich spreche. Meine Güte, Oma ist fast neunzig.

Mama dreht sich genervt weg und brabbelt "Ich hätte ja auch gern den Ausgang der Geschichte gehört, aber lass ma!"
Ich sage ihr, dass ich ihr gerne nochmal den Ausgang später erzähle, aber das interessiert sie nicht.
Sie dreht sich halt weg und rennt über den Hof.

Cut!

Eine knappe Woche später (also diese Woche Dienstag) fahre ich als Babysitter zu meinem Bruder, um auf den Stöpsel aufzupassen.
Ich parke das Mürmelschen auf dem Hof meiner Eltern, weil Papa sich bereiterklärt hat, meinen Reifendruck zu kontrollieren. Dann renne ich in Richtung Stöpsel.
Dazu muss ich sagen, dass es das erste Mal ist, dass ich alleine auf ihn aufpassen soll.
Normalerweise muss ich Mama dazu immer mitnehmen, weil sie sich nicht alleine um ihn kümmern kann. (Krankheitsbedingt: Zu schwach, kann ihn nicht halten, kann ihn nicht auf den Arm nehmen, wenn er weint...)
Diesmal allerdings "darf" ich ganz alleine für ihn sorgen, freu mich wie eine Schneekönigin.

Nach einem kurzen, mit tränenreichem Ausgang geprägten Spielplatzbesuch, gingen wir wieder nach Hause.
Zuhause setzten wir uns in sein Spielzimmer und spielten ein wenig.
Dann klingelte es an der Tür.
Mama!

"Na, bist Du der Haussitter?"
"Nein, der Babysitter."
"Oh, dann komm ich mal rein und sag meinem Enkel hallo."

...
Was soll ich sagen?
Vielleicht war ich in diesem Augenblick einfach zu intolerant.
Aber, hallo? Sie ist die Nachbarin. Sie sieht ihn mindestens einmal pro Woche.
Und ich wohne eine Dreiviertelstunde entfernt und sehe ihn maximal zweimal pro Monat.
Also sage ich wohl, ein wenig genervt, "wenn's denn sein muss".

Mama rollt mit den Augen, grummelt vor sich hin, dreht sich um und rennt weg.
Ich will Mama die Situation erklären, rufe ihr hinterher, aber sie läuft wütend weg.
Null Verständnis.

Als Brüderchen und Schwägerin abends wiederkamen, hab ich ihnen natürlich auch die Story erzählt.
Auch mit der Oma-Story von davor.
Bekam Rückendeckung. Was anderes hätte ich auch nicht erwartet.

Immerhin hatten sie ja nun wirklich mich für Sitten bestellt und nicht Mama noch mit dazu.

Die gleiche Aktion hatten wir schon in der Woche davor.
Als ich aus dem Urlaub wiederkam, war ich Urlaubspräsente verteilen.
Und meinen "Termin" musste ich dann wieder mit Mama teilen.

Ich spreche auch gern mal mit meinem Bruder und seiner Frau.
Alleine.
Ohne die Eltern.

Aber nein, wenn ich dahin gehe, dann kommt Mama eben auch mit.
Es ist echt zum Kotzen.

So, genug aufgeregt, ich werd mal... Traurig

28.08.2006 um 13:40 Uhr

Mama

Mama…

Ja, schwieriges Thema.  

Ich war 15 oder so, als es mir das erste Mal auffiel. Jedenfalls bewusst wurde.

Aufgefallen ist es mir wahrscheinlich schon viel früher. Nur bewusst geworden erst an diesem Tag. 

Ich war am Wochenende unterwegs und meine Eltern hatten irgendeinen Hochzeitstag, den sie mit ihren Freunden (die überraschend vorbeikamen), feierten.  

Am Anfang war ich noch da und saß mit draußen, aber –wie es in dem Alter nun mal ist- unternahm ich dann was mit Freunden.  

Ich kam irgendwann nachts nach Hause.  

Meine Mama war noch wach, mein Papa schon lange im Bett, weil er am nächsten Tag zur Arbeit musste, eine Freundin von Mama war auch noch da.

Als ich zur Tür reinkam stand meine Mama zwischen dem Türrahmen um sich festzuhalten. Ich fing laut an loszuschimpfen. Wie ein kleiner Rohrspatz.

Ihre Freundin versuchte mich zu beruhigen. Von wegen „Könnte doch mal passieren, gab ja auch Grund zum Feiern, ein Glas Sekt zuviel…“

Leider war mir das ja nicht unbekannt. Aber ab diesem Zeitpunkt war mir dann klar, dass Mama ein Alkohol-Problem hatte.  

Ich verbrachte eigentlich meine ganze Ausbildung damit, abends bei Mama zu sitzen und mit ihr zu sprechen. Jeden Abend das Gleiche, weil sie es ja am nächsten Morgen wieder vergessen hatte.  

Anfangs war es ihr noch unangenehm, wenn ich sie so antraf.  

Aber je öfter ich sie sah, desto weniger spielte das noch eine Rolle.  

Im Laufe der Jahre nahm sie immer mehr ab, baute an Muskeln ab, konnte keine vernünftige Hausarbeit mehr machen, weil sie keuchte und wegen ihrer starken Raucherei und dem Mangel an Bewegung Lungenprobleme bekam.  

Zu dieser Zeit saß ich oft mit meinem Bruder zusammen.

Wir berieten uns, aber irgendwie konnte er es nicht so glauben, dass seine Mutter ein Alkoholproblem haben sollte. Er ist auch 13 Jahre älter als ich und war schon längst ausgezogen.  

Außerdem erwarteten er und meine Schwägerin Zwillinge.  

Meine Mutter machte es sich zum Lebensmittelpunkt, eine gute Oma für die Kinder zu sein.

Mein Bruder und ich versuchten ihr zu erklären, dass es nicht IHR Leben sein könnte, sich um die Kinder zu kümmern. Es wären seine…  

Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt auch schon fest, dass Mama nicht in der Lage sein würde, sich allein um die Kleinen zu kümmern. Sie hatte ja nicht einmal mehr genug Kraft, um sich um sich selbst zu kümmern.  

Es passierten viele schreckliche Sachen, die Mama machte oder erzählte oder whatever, bis sich etwas änderte.  

Eines Tages (und das hatte ich Mama schon öfter angedroht), als ich sie wieder betrunken fand, holte ich meinen Bruder hinzu, damit er sich das auch anschauen könnte und endlich realisieren würde, dass Mama Hilfe braucht.

Mama wäre vor Scham fast im Boden versunken. Mein Bruder war ja jemand, der sie so noch nicht erlebt hatte.

Das war die Nacht, in der wir sie endlich überreden konnten, eine Therapie zu machen. (Es ist ja nicht so, als hätte ich das noch nie vorher versucht...)  

Kurz nach der Geburt ihres Enkels (der eine Zwilling hat es traurigerweise nicht überlebt) hat sie ihren „trockenen“ Tag.  

Ihr geht es heute nicht wirklich besser.  

Wir wissen nicht, wann sie angefangen hat zu trinken, geschweige denn warum.  

Sie hatte einfach Selbstmitleid mit sich, ihrem Leben, keine Ahnung…  

Heute ist sie immer noch mager wie sonst was, sie bekommt einfach nichts mehr auf die Rippen, da sie in den Jahren gelernt hat, so wenig wie möglich zu essen (lieber mehr trinken).

Ihre Lungenwerte sind schlecht, sie leidet noch an Kurzatmigkeit.

Ihr Zahnfleisch ist wegen dem Vitaminmangel zurückgegangen, ihr sind die Zähne ausgefallen.

Sie hat Verschleißerscheinungen im Nacken und kann ohne ihr Körnerkissen nicht mehr leben.

Außerdem hat sie beginnende Osteoporose.  

Die Zeit nach der Therapie war ebenfalls nicht einfach.

Jedenfalls nicht für mich.

Sie fing an, mich zu beschuldigen, Schuld an ihrer Trinkerei gewesen zu sein, obwohl ich die Einzige war, die sich um sie gekümmert hat und erkannt hatte, dass sie krank ist.  

Mittlerweile hat sich das gelegt und es geht wirklich bergauf –auch mit unserer Beziehung.

Aber es ist nun mal nicht einfach. Auch nicht für mich.  

Immer hatte ich das Gefühl, für sie verantwortlich zu sein. Und nicht andersrum.

Aber die Zeit liegt nun zurück. Wir haben es geschafft und sie ist über’n Berg.

Aber es war ein langer Kampf (ca. drei Jahre) und ich möchte das nicht noch mal erleben müssen.

02.08.2006 um 00:27 Uhr

Nachts ist es dunkler als draußen...

Meine lieben, nicht existenten Fans,

es hat sich nicht wirklich viel getan in den letzten Tagen.

Wo waren wir denn stehengeblieben?

Oh, ich war an diesem Wochenende auf einem Familientreffen meiner Familie. Und eigentlich war ich froh, dass ich nach diesem Treffen drei Wochen Urlaub habe. Aber siehe an: Dieses Treffen war gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe!

*huch*

Wie kann das denn kommen, dass ein Familientreffen mit meiner Familie nicht zum Horrortrip wird?

Ich kann's immer noch nicht glauben!

Lassen wir doch mal alles Revue passieren.

Es waren anwesend:

Mein Cousin mit Frau (die das Treffen organisiert haben)

Mein kleiner Cousin mit Freundin und Sohn von Ex, sowie Tochter von "Miss Aktuell"

Mein Onkel mit Freundin

Die Eltern der Frau meines Cousins

Ihr Cousin mit Freundin

Meine Tante

Meine Oma

Meine Eltern

Mein Bruder mit Frau und Sohn

Und Nico und ich

Hab ich wen vergessen??? Egal...

Es ging nachmittags los und wir waren -leider- die Ersten. Damit meine ich die ersten meiner "näheren Verwandtschaft", sprich: Keine Mama, kein Papa, kein Bruder, nur wir...

Allerdings wurden wir recht herzlich von der aktuellen Flamme meines kleinen Cousins begrüßt. Damit hätten wir nun beide nicht gerechnet, da sie normalerweise eher dafür bekannt ist "mürrisch und launisch" zu sein. Und vor allem: NICHT FREUNDLICH!!! Also gehen wir davon aus, dass ein Alien von ihrem (eigentlich nicht vorhandenen) Körper Besitz ergriffen hat und sie nun steuert, da sogar die Aliens schon bemerkt haben, dass man solche Menschen nicht alleine rumlaufen lassen kann.

Nun denn...

Die "nähere" Familie kam mit der typischen Verspätung an. Nein, ich weiß nicht, warum ich es immer schaffe, pünktlich zu sein... *grummel*

Nach dem Kaffee spielten die Kinder (Männer inbegriffen) irgendein mysteriöses Spiel mit Schlägern, die aussehen wie Hämmer, und bunten Kugeln, die sie durch einen Hindernisparkur schlagen mussten. Sorry, ich kenne das Spiel nicht.

Für die Animation wurde also gesorgt.

Abends tranken wir dann lustig zusammen und mein Onkel jagte mir Angst ein, da er richtig aus sich herausging und schmutzige Witze erzählte.

Ich hielt ihm vor, dass mein Seelchen das nicht verkraften würde und er meine nächste Therapeuten-Rechnung zahlen müsse...

Ich befürchte, er nahm mich nicht ernst.

Wenn der wüsste... Soll bloß abwarten, bis das Ding in seinem Briefkasten liegt!

Mama machte im Übrigen auch ziemlich mysteriöse Bemerkungen über das Liebesleben mit Papa.

Nur zur Info: Meine Eltern hatten nur einmal Sex. Und da entstand ich!!! Und das ist gut so...

Um mal einen Schnitt zu machen:

Heute, an meinem ersten offiziellen Urlaubstag musste ich mit Nico den Flur streichen  und nun ist er wunderschön orange wie der Partykeller meines Bruders.

Ich hoffe, dass ich mal was von meinem Urlaub haben werde...

Denn bei seinem Plan denke ich das leider nicht.

In diesem Sinne: Wenn ich nicht mehr schreibe, habe ich mich erschossen! Oder überarbeitet... (Im Urlaub! Ha, wie paradox...)