Reise zu den Sternen

23.04.2018 um 05:06 Uhr

Gewachsen sein ...

von: mijoni   Stichwörter: Situationen, Menschen, Erfahrungen

Stimmung: Minimi ... ☕

Es gibt Situationen, denen ist man nicht gewachsen. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein, die den einzelnen zum straucheln bringen. Und dabei muss es noch nicht mal eine Extremsituation sein.

Manchmal ist man aber auch Menschen nicht gewachsen. Auch hier gibt es verschiedene Gründe, Ursachen, warum das so ist.

Mich erinnert das immer an Supermann. Der hatte nur eine einzige Schwachstelle - Kryptonit. Und so wie Supermann schwächelt, wenn er sich in Nähe von Kryptonit aufhält, fühle ich mich, wenn ich entweder in Situationen gerate, die mich überfordern oder seltener, auf Menschen treffe, denen ich nicht gewachsen bin.

Für mich festzustellen, das ich etwas oder jemand nicht gewachsen bin, erstaunt mich und es dauert, bis ich das für mich erkenne, weil es, gerade was Menschen angeht, so selten vorkommt.

Bisher ist es mir 2 mal passiert, das ich jemand traf, dem ich nicht gewachsen war. Fatalerweise hatten diese Menschen eine ganz besondere Anziehung auf mich. So wie Motten das Licht anzieht, zogen diese mich an. Sie wühlten mich auf und ich befand mich auf einer emotionalen Achterbahn. Sehr schnell entfernte ich mich von diesen Menschen, mied sie, ignorierte sie und je mehr Distanz herrschte, um so besser ging es mir.

Ich war damals noch recht jung und ich hätte nicht genau sagen können, was oder warum ich mich in Anwesenheit dieser Personen so "geladen" gefühlt habe.

Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, daß ich, aus welchen Gründen auch immer, mein eigenes Kryptonit in meiner Nähe nicht nur geduldet, sondern auch gesucht habe.

Die Feststellung diesem Menschen nicht gewachsen zu sein, war eher befreiend, als eine Kapitulation. Emotional hilft mir das nicht wirklich, denn ich fühle mich diesem jemand sehr verbunden. Und für gewöhnlich gibt es keinen "Notaus-Knopf" für Gefühle.

18.04.2018 um 04:48 Uhr

Und immer wieder ...

von: mijoni   Stichwörter: AlteThemen, Loslassen, ImmerWieder

Stimmung: Minimi ... ☕

Nein, ich bin nicht wach, weil mich irgendwas nicht schlafen lässt. Im Gegenteil, ich habe ziemlich gut geschlafen. Ich bin gestern Abend früh ins Bett und wollte noch lesen, was ich auch getan habe ... 😊 ... Allerdings ist lesen, abends im Bett, sehr viel besser als ein Schlafmittel. Und wer früh schläft, ist früh wach ... 😊

Immer wieder ... Ein altes, bekanntes Thema. Etwas loslassen, sein lassen. Es erstaunt mich, das es mich wieder erwischt und ich geneigt bin, davon abzukommen ... 🤔

Ich hatte gestern den Moment, Angst vor der eigenen Courage zu haben. Bedenken, Zweifel und Angst vor dem, was ich mir vorgenommen habe. Das war furchtbar ... 😱

Dies "Was machst du da? Das kann nicht gut gehen. Du wirst scheitern und vollkommen allein sein! Wie kannst du es auch nur in Betracht ziehen, etwas zu verändern? Soooo schlimm ist es doch nicht! Weißt du was kommt?" ... So und ähnliches schoß mir durch den Kopf. Zwar nur kurz, ein Bruchteil der Zeit, die ich jetzt brauchte, um es zu schreiben, aber so intensiv in Gedanken und Gefühle, das mir wirklich übel und schwach wurde.

Ich setzte mich, habe tief durchgeatmet und ... Natürlich ist es Wahnsinn und natürlich kann es furchtbar schief gehen. Aber der Umzug vor ein paar Jahren, um 400 km fern der Heimat neu anzufangen, war genauso Wahnsinn. Und? Im großen und ganzen war es ein guter Schritt. Manches hat sich erfüllt, anderes nicht.

Dennoch, ich bereue es nicht. Ich fühle mich hier zu Hause und das ist es, was zählt. Natürlich überkommt mich Wehmut, wenn ich in der alten Heimat unterwegs bin und gute Freunde besuche. Manchmal vermisse ich die so typische Landschaft, ein paar typische Gerichte ... Aber zurück? Nein, das war nie ein Thema.

Bindungen, Beziehungen jeglicher Art, spielen dabei keine Rolle. Sie haben nichts damit zu tun. Wäre ich der Überzeugung, es wäre besser zurück zu gehen, würde ich das tun. Mit wehem Herz vielleicht, dennoch würde ich tun, was gut für mich wäre.

Mir ins Bewusstsein zu rufen, das ich diesen Schritt damals auch gemeistert habe, beruhigt mich. Sorgt für das eigenartige Grinsen, das die Menschen in meinem Umfeld verunsichert. Und zu seltsamen Reaktionen führt. Der Art, das man mich fragt, ob ich gerade den perfekten Mord geplant hätte ... 😂😂😂

Die Angst, die Unsicherheit wird immer wieder mal auftauchen, es ist auch okay. Sie wird mich allerdings nicht weiter beeinflussen oder gar Handlungsunfähig machen.

Beziehungen? ... 😂😂😂 ... Ein anderen Mal. Sich heute, jetzt über Beziehungen jeglicher Art zu äußern würde den Rahmen sprengen ...  

 

16.04.2018 um 05:20 Uhr

Spieglein, Spieglein an der Wand

von: mijoni   Stichwörter: Spiegelbilder, Verzerrung, Spiegelung

Stimmung: Minimi ... ☕

Spiegel sind schon was feines. Auch wenn ich eitel bin, verbringe ich nicht viel Zeit vor diesen. Schon gar nicht am Morgen ... 🤔 ... 

Aber Spiegel halten ja oft auch als Sinnbild her. Wie die Aussage, das man das Verhalten der anderen spiegelt. Spannend ... Das Verhalten von dem Gegenüber zu spiegeln kann sinnvoll sein. Ist ein gängiges Verhalten in einem therapeutischen Kontext. Setzt aber voraus, daß der Spiegler für sich sehr klar und kontrolliert ist in dieser Situation. 

Im normalen Alltag das Verhalten der Umwelt zu spiegeln, kann auch den negativen Effekt erzielen. Dann, wenn man abwertendes oder gar aggressives Verhalten zurück wirft.

Man kann auch zum Wunsch-Spiegler werden. Dann, wenn man weiß, was der Gegenüber erwartet, wünscht oder sich erträumt. Man erzeugt dann ein Bild, das den anderen glauben lässt, man selbst wäre derjenige, auf den man immer gewartet hat. 

Eine Spielerei, die ich ... Nun, es gab Zeiten, da war das für mich vollkommen normal. Inzwischen mache ich das nur noch, wenn es um was für mich wichtiges geht und ich sicher gehen will, den anderen tatsächlich von mir und dem Vorhaben zu überzeugen.

Die Augen sind der Spiegel zur Seele. Dem stimme ich zu. Ein Spiegel der beidseitig funktioniert. In den Augen der anderen lässt sich viel lesen, ob das Lächeln echt oder gespielt ist. Lügt der andere oder sagt er die Wahrheit. Ist aber nur ein Punkt, der das Bild zusammen setzt.

Ich nehme das Verhalten der Menschen um mich herum nicht mehr als Spiegelung meiner Person oder Verhaltens wahr, sondern sehe es als ihre Reaktion, die auf ihren Erfahrungen beruhen. Das ist nicht immer einfach. Aber es wird immer besser.

Es bringt mich nicht mehr aus der Ruhe, wenn jemand versucht, mich zu spiegeln. Inzwischen habe ich meinen Frieden gemacht und kann ganz gut damit leben, das es auch "dunkle" Anteile in mir gibt. 

 

13.04.2018 um 05:48 Uhr

Was andere denken

von: mijoni   Stichwörter: Meinungen, Einstellungen, Vorstellungen

Stimmung: Minimi ... ☕

Ich sagte ja mal, ich brauch etwas länger, im gewisse Dinge für mich zu klären, Zusammenhänge zu verstehen. Wenn es dann aber "Klick" gemacht hat, bin ich unschlagbar und nicht mehr zu halten ... 😁

Gestern Morgen war so ein Moment. Es ist nicht wichtig, ob man mir die Antwort auf meine Frage gibt, weil die Antwort mein Leben weder beeinflusst, noch sonst auf irgendeine Art und Weise verändert.

In diesem Fall ging es um Stärken und der Aussage, das ich dem anderen etwas "voraus" hätte. Weder das eine, noch das andere wurde konkretisiert. Sehr zum Ärger von mir.

Wenn mir schon jemand so etwas sagt, jemand, der mir wichtig ist und mit dem ich so ein inneres Thema bespreche, erwarte ich einfach Antworten. Dabei geht es mir um den Austausch, gerade was andere als Stärke ansehen, muss von einem selbst so wahrgenommen werden. So kann man sich das anhören, hinterfragen und es aus eigener Sicht schildern.

Wenn es darum geht, jemanden etwas "voraus" zu haben, irritiert mich das furchtbar. Ich bin da sehr einfach in meiner Sicht. Jeder von uns hat etwas, in dem er ziemlich gut ist. Das ist für mich nichts, was den anderen besser macht, als mich selbst, denn ich kann dafür was anderes gut. Ist doch kein Wettbewerb ... 🤔

Nein, ich fürchte nicht, das du das gegen mich verwendest. So die Antwort. Eine, die ich nicht glaube, aus verschiedenen Gründen. 

Aber ... Es ist unwichtig geworden. Für mich ist das Thema geschlossen. Auch gedanklich. Ich brauch keine Gespräche, die keinen Austausch zulassen, so einfach ist das.

Es hat mich gefreut für mich festzustellen, das ich damit durch bin und es mich auch nicht weiter beeinflusst, in der Art, das ich versuche herauszufinden, "Was" dies ominöse "voraus" sein soll. 

Ich denke, manchen ist gar nicht bewusst, das keine Antwort zu geben, dazu führt, das sie einem egal wird. In meinem Fall sorgt zu viel "egal" dafür, keine Fragen mehr zu stellen.

Letzten Endes führte das "Lämpchen" gestern dazu, das ich mich darauf besonnen habe, das keiner wichtiger ist als ich. Es meine Entscheidung ist, wem ich wie viel Zeit und Gedanken schenke. Und manchmal ist es nötig, all den Kram, all die unbeantworteten Fragen zu nehmen, den Mülleimer aufzumachen, den Kram reinzuwerfen, schließen und ... Aufzuatmen und weiter zu machen.

Dieser Prozess läuft gerade immer schneller ab. Ist wie beim Aussortieren des Kleiderschrankes. Zuerst zögert man, überlegt, ob man das Kleid, Hose oder Pullover nicht doch noch anzieht. Und wenn man erst dabei ist, denkt man weniger darüber nach. Ich zumindest ... 😂😂😂 ... Ich verlasse mich auf mein Gefühl.

Und noch etwas ist mir gestern klar geworden. Die letzten 6, 8 Monate waren wichtig. Es war wichtig bis zum Ende "auszubrennen". 

 

 

09.04.2018 um 05:32 Uhr

Gespräche mit den Kindern

von: mijoni   Stichwörter: Bindung, Gedanken, Unverständnis

Stimmung: Minimi ... ☕

Vor Ostern war ja der Junior ein paar Tage hier. Meist war die Zeit lustig und entspannt, aber es gab auch momente, da war die Stimmung ernst und auch bedrückt.

Die eine Frage von Junior war ... aufwühlend. Er fragte mich, wie ich reagieren würde, wenn er mal sagen würde, das er nicht kommen wollte oder nicht so lange kommen wolle. Na ja, sagte ich ihm, begeistert wäre ich dann wohl nicht, weil wir uns halt nicht so oft sehen. Aber, sagte ich ihm, ich würde ihn auch nicht zwingen. Dann fragte ich ihn, wie er auf diese Frage kommt.

Er druckste erst rum und sagte, er wolle nicht so oft zum Vater. Nicht in den Ferien. Am Wochenende sei okay ... Und es sprudelte einiges aus ihm raus. Ich stoppte seinen Redefluss und fragte, ob er mit seinen Vater schon gesprochen hätte. Nein. Ich sagte ihm, er solle, wenn, mit seinen Bezugsbetreuer reden.

Seine Gründe haben mich nicht überrascht. Die Wochenenden seien okay, wenn er beim Vater ist. Aber in den Ferien sei es immer etwas doof, da er ja nie oder nur selten da sei. Und die Große ist zuweilen echt genervt, wenn sie sich immer um ihn kümmern muss. Das findet der Junior doof und er sagte, er könne dann auch in der Gruppe bleiben, da würde wenigstens noch was gemacht.

Ich habe nichts weiter dazu gesagt. Zum einen, ist das nicht wirklich meine Baustelle und zum anderen ist das überhaupt nichts neues. Und auch nicht erst seit der Trennung.

Für mich war sein Verhalten schon immer unverständlich. Natürlich war es mit den drei nicht immer einfach und schon gar nicht ruhig. Nach der Trennung fand ich das Verhalten echt daneben. Statt Zeit mit den Kindern zu verbringen, hat er sie entweder woanders geparkt oder der Großen überlassen. Es war immer wieder Streitthema und Grund für hitzige Debatten.

Ich habe das irgendwann für mich geklärt und damit begonnen, diese Verantwortung mit ihm zurück zu geben. Es ist seine Entscheidung, wie er die Besuche der Kinder regelt, nicht meine. Er wird allerdings auch die Konsequenzen seiner Entscheidungen tragen müssen.

Ich rege mich also nicht mehr auf, wenn ich höre, das die Große den Junior versorgen muss, während der Vater außer Haus ist. Ich finde es halt schade und es macht mich schon etwas traurig.

Mini war die erste, die sich von ihm zurück gezogen hat. Jetzt aktuell sagt sie, ein begleiteter Besuch und auch die Abholung von ihm aus der Gruppe sei okay, aber sie möchte dort nicht übernachten. Ihre Fragen sind unverändert. Warum ruft der Vater sie nicht an? Warum ist er nicht erreichbar, wenn sie anruft?

Und jetzt Junior. Die Wochenenden, Mama, da geht es. Aber in den Ferien ist es oft langweilig und entweder ist der Papa arbeiten oder bei seiner Freundin. Zumindest kann Junior sich nicht darüber beschweren, das sein Vater ihn nicht regelmäßig zu seinen Wochenenden holt. Und doch reicht ihm das.

Schade ...