Reise zu den Sternen

25.02.2018 um 17:01 Uhr

Kontrollverlust?!

Stimmung: Minimi ... ☕

Ich schrieb ja, das man mir sagte, mein Husten hätte den Hintergrund, das ich Sachen nicht aussprechen, verstecke, für mich behalte ... Das hatte ich ja schon als Eso-Kram in die dazu gehörige Ecke geschoben.

Ich denke, das ich immer wieder mit diesen heftigen Bronchitien zu tun habe, mit Atemnot und all den netten Zugabe, liegt schlicht an dem drohenden Kontrollverlust.

Kontrolle ist ein immer währendes Thema in meinem Leben. Die Stationen in meinem Leben und diverse Situationen, die sich meiner Kontrolle entzogen, haben mich gewaltig geprägt. Dahingehend, alles unter Kontrolle halten zu müssen. Stringent nur diesen Weg zu gehen. Keine Versuche. Keine Experimente. Und nichts unvorhergesehenes.

Wenn es zu Situationen kam, die mich meiner Kontrolle berauben und es erforderlich machten, sich eben dieser anzupassen, sie zu akzeptieren, kam es immer zu solchen gesundheitlichen Einschränkungen. Das letzte Mal so ausgeprägt kurz nach der Trennung vom Ex. Da war ich 5 Wochen krank, weil ich nur am pfeifen war.

Auch die Vorstellung von Erwartungsdruck von außen, verschlimmert meine Luftnot. Dies "Ich muss das jetzt aber, weil ich niemanden enttäuschen will ... Weil man es so von mir erwartet ..." und die innerliche Überzeugung eines "Nö, ich will nicht!" raubt mir im wahrsten Sinne des Wortes die Luft. Die Anspannung ist dann offensichtlich. Eben durch das krampfhaft Luft ziehen.

Das "Ja" zu mir, mit all seinen Konsequenzen, schnürrt mir die Luft ab, weil ich dann die Kontrolle über die Situation verliere, Sicherheit und Halt verliere. Angst und mangelndes Vertrauen. Krampfhaft festhalten an dem, was scheinbar Halt gibt ...

Es hat ja etwas gedauert, aber letztlich muss ich der Wahrheit ins Auge blicken. Der jetzige Infekt ist auch Ausdruck dafür, das ich tief in mir drinnen schon weiß, was jetzt nötig wäre und mir gut tun würde. Allerdings sagt das Kontrollorgan weiter oben, nö und reagiert völlig überzogen auf die drohende Entmachtung.

Loslassen ... erstaunlich wie hilfreich es ist, wenn ich mir Zeit nehme und die Affen da oben ausschalte. Ich kann es förmlich spüren, wie die Anspannung nachlässt und ich freier atmen kann.  

24.02.2018 um 17:49 Uhr

Nicht - Mehr - Raucher

von: mijoni   Stichwörter: Entzug, Entwöhnung, DurchhaltenIstAlles

Stimmung: Minimi ....

Den Begriff des Nicht - Mehr - Raucher habe ich noch aus der letzten Reha im Kopf behalten.

Das Rauchen aufzugeben ist ein Vorhaben, das wirklich ein gewaltiger Schritt ist. Ist ja auch nicht so, das ich es nicht auch schon mehrfach versucht habe, zwei Mal auch davon weg war. Und es ist auch nicht so, das ich weiß, das Rauchen völlig Banane ist und einfach nur eine idiotische Sucht. Und ja, ich weiß auch, warum ich rauche und wann. Also von der Verständnisebene, vom Intellekt und von der Vernunft ist der Entschluß es sein zu lassen abgesegnet und wird freudig erwartet.

Suchttechnisch und emotional ist das was ganz anderes ... 😱 ... So ganz spontan fallen mir x - Situationen ein, in denen ich mir gern einen Glimmstengel gönne oder mich einfach drauf stürze, weil ich ihn in dieser Situation benötige. Und die große Frage ... Was mach ich mit der Zeit? ... 😱

Okay, letztlich sind das alles Ausreden, Schutzbehauptungen und was weiß ich nicht noch alles. Eine Veränderung der Gewohnheiten muss her, wenn ich nicht wieder in die Falle tappen will.

Einer meiner Kollegen hatte vor Wochen mal etwas gesagt, was sich im ersten Moment völlig bescheuert angehört hat. Bei näherem Hinsehen und drüber Nachdenken, ändert es zwar nichts, das er ein Schwachkopf ist, aber einer, der mal eine gute Idee hatte ... 😁 ... Er meinte zu mir, ich solle statt zu rauchen, etwas essen. Hört sich wirklich dämlich an, aber für mich, in meiner Lage, wäre es ein Versuch wert. Essen ist bei mir ja nicht begrenzt. Im Gegenteil, je mehr, umso besser ... 😉

Gut, ab morgen wird das ausprobiert ... 😊 ... Morgen bin ich unterwegs und da wird sich zeigen, ob die Idee was taugt oder nachgearbeitet werden muss.

Die Kippe zum Kaffee ist momentan gar kein Thema. Durch den Infekt ist Kaffee derzeit ein ekelhaften Getränk, um das ich einen weiten Bogen mache ... 😱 ... Und das mir! Wo ich so gern und auch viel Kaffee getrunken habe. Aktuell reicht mir eine Tasse und der dann auch nur mit viel Zucker und Milch ... 🤔

Ich plane nicht aufzuhören. Ich zieh es jetzt einfach durch. Ich denke, sich noch ewig damit zu beschäftige und/oder 1000 Dinge zu planen, damit es gelingt, ist nicht meine Methode.

Ich halte auch nichts davon, sich das Ziel zu setzen, das wenn man Summe X eingespart hat, was besonderes damit zu machen. Nö. Ich werde mir zwar ein Glas zulegen, indem ich brav das Geld lege, das ich spare. Aber Zweck und Ziel lass ich noch offen. Ist halt nur ein visueller Anreiz.

Ein Wettbewerb mit mir selbst ... 😎 ... Bei dem einen Entzug erlaubte ich mir nach einer gewissen Zeit zu rauchen. Statt aber wie ein Irrer die Zeit abzusitzen und dann endlich an der Kippe zu ziehen, stellte ich mir selbst die Frage, will ich oder will ich es noch etwas länger ohne versuchen. Wenn ich dann schwach wurde, habe ich die Zeit ohne notiert. Die galt es natürlich zu schlagen ... 😊 ... Das hat gut geklappt. Ist aber keine Methode für Leute, die gern schummeln ... 😂😂😂

Und vielleicht hilft mir dieses Mal ja auch die positive Denkweise ... 🤔 ... Auch das wäre ein Versuch wert.

So, jetzt gibt es erstmal was zu essen. 

23.02.2018 um 11:05 Uhr

Schlüsselmomente

von: mijoni   Stichwörter: Veränderungen, WiederAufstehen

Stimmung: Minimi .... 🦄

Zwei Wochen krank zu Hause. Zwei Wochen in denen ich nichts anderes gemacht habe, als rumzuliegen und gar nichts zu tun. Außer das Nötigste. Draußen war ich nur, wenn ich musste, zum Arzt oder Einkaufen.

Die Wohnung sieht danach auch aus ... 🤔 ... Obwohl es sicher noch schlimmer geht, aber für meine Verhältnisse ist der jetzige Zustand schon hart an der Grenze. Aber ... Ich habe keine Lust gehabt, irgendwas zu machen. Wozu auch? Den Katern ist es egal, so lange das Futter frisch und das Katzenklo gemacht ist. Ganz klar ein Vorteil, wenn man allein wohnt. Es schert niemanden, ob der Abwasch noch steht oder Staub gewischt ist.

Fatalerweise gewöhnt man sich schnell, sehr schnell an diesen Zustand. Einfach nur rumzuhängen und gar nichts zu tun. Auch ein Zeichen, das ich überhaupt nicht auf dem Damm bin. Dennoch bin ich froh, das ich Montag wieder arbeiten gehe. Wieder etwas Struktur ... 😂 ...

Post vom Rententräger habe ich bekommen. Dort ist man der Meinung, ich wäre nicht in der Lage an einer Reha teilzunehmen und sollte lieber in ein Krankenhaus gehen. *AugenRoll* ... Der Einspruch ist verfasst und geht am Montag raus. Ich finde es schon interessant, das ich nicht in der Lage bin, an einer Reha teilzunehmen, aber arbeitsfähig bin. Was das denn für eine Logik? Und was soll ich im Krankenhaus? Mein Hausarzt und ich haben uns bewusst für die Reha entschieden, um alle Bereiche, medizinische und sportliche Leistungen, aber auch soziale und psychische Beratung abzudecken. All das habe ich im Krankenhaus nicht. Genau das ist der Kern meines Einspruchs. Und natürlich auch der Hinweis darauf, daß es ja gerade Sinn einer Reha ist, Arbeitskraft zu erhalten. Dennoch werde ich es mir nicht nehmen lassen, auch darauf hinzuweisen, das ich bereit bin mir jedes Mittel zu eigen zu machen und auszuschöpfen, wenn die Maßnahme weiter verweigert wird.

Die zwei Wochen haben es auch mit sich gebracht, das man über diverse Sachen nachdenkt. Es hat mir einige Einsichten gebracht, die es nun auch umzusetzen gilt. 

21.02.2018 um 05:21 Uhr

Zu früh ...

Stimmung: Minimi ... ☕

Immer noch im verqueren Schlafrythmus gefangen. Noch ist das nicht schlimm, kann ja tagsüber schlafen. Nächste Woche allerdings muss sich das zwangsweise wieder ändern, ich geh dann wieder arbeiten.

So langsam geht mir auch die Geduld aus. Ich bin noch immer kurzatmig, zwar nicht so schlimm, wie letzte Woche, dennoch zwingt mich das Gejapse noch immer zu Pausen ... grumel ... Das dauert noch, Fr. H., Sie kennen das doch schon, oder nicht? Ja, schon, aber ... Kein aber, es dauert halt, bis die Spanien komplett nachlassen.

Nun gut, also Zähne zusammen beißen und aushalten. Aussitzen. Sich in Geduld üben ...*AugenRoll* ... Geduld ist ja auch ein immer wieder kehrendes Thema. Geduld.

Ich halte mich nicht für besonders ungeduldig. Auch wenn man mir das gern immer mal wieder nachsagt. Allerdings gehöre ich auch nicht zu denen, die jahrelang auf etwas warten oder es in Kauf nehmen, das es Jahre dauern könnte. Dazu reicht meine Geduld nicht. Also langfristige Geschichten, die dann erst in 5 Jahren oder noch länger benötigen, um Erfolg zu bringen, sind nicht mein Fall und für mich ist das okay.

So weit plane ich nämlich nie im voraus. Auch etwas, wo man mir schon sagte, das dies aber notwendig wäre, wenn man Erfolg haben möchte. Mhh, ich weiß ja nicht, aber ich habe wohl eine ganz andere Definition von Erfolg.

Ich gehöre ja auch nicht zu denen, die ihre Möglichkeiten, um schnell mal einen Euro nebenher zu verdienen, erkennen. Weil es mich nicht interessiert? ... 🤔 ... Kann man so nicht sagen, Geld kann man immer gebrauchen, aber ich zerbreche mir nicht den Kopf darüber. Entweder habe ich es oder nicht. Wenn ich es nicht habe, macht es das Leben zwar etwas komplizierter, aber inzwischen habe ich so viel Mangel überlebt, das ich sehr gut und sehr genau den Punkt benennen und einnehmen kann, an dem ich in Balance bin. 

Bin ich bescheiden? Wenn man es für bescheiden hält, damit zufrieden zu sein, was man hat, dann ja. Bedeutet das auch, das ich den erreichten Zustand beibehalten will? Nicht unbedingt. Wenn Veränderungen nötig sind, dann werden diese auch nach Möglichkeit angestrebt und umgesetzt.

 

19.02.2018 um 04:12 Uhr

Stille Nächte

von: mijoni   Stichwörter: Sterne, Gedanken, ZuSichKommen

Stimmung: Minimi ... ☕

Das Wochenende habe ich bewußt gar nichts gemacht. Kurz getreten, um wieder auf die Beine zu kommen.

Scheint geholfen zu haben. Die Kurzatmigkeit hat nachgelassen und nicht mehr so ausgeprägt, der Husten nicht mehr so quälend und ausgeschlafen bin ich jetzt auch. Gerade letzteres hat mich gestern gewundert. Ich habe fast den ganzen Tag verschlafen und das ohne Fieber ... 🤔

Erklärt aber auch, warum ich um diese Uhrzeit jetzt wach bin. Hellwach ... Und Kaffee trinke ...

Grade die letzten Tage waren ein hervorragender Lehrmeister. Die Luftnot, die mich oft belastet, ist Ausdruck meiner Anspannung. Des Widerstandes und dem Kämpfen. Es fällt mir so schwer, Dinge einfach sein zu lassen, zu akzeptieren. Manchmal gelingt es mir ganz gut, an anderen Tagen hingegen lässt sich der Widerstand kaum überwinden.

Grade das Thema "Zukunft" ist so mit Widerständen behaftet und mit Ängsten. Ich weiß, das noch nicht mal ein Bruchteil meiner Ängste wirklich ernst zu nehmen sind. Dennoch sind sie da. Angefangen damit, das ich mich damit anfreunden muss, auf einen "Schreibtischjob" umzuschulen. Da prallen Vorurteile und Ängste in geballter Form aufeinander. 

Es gibt dazu keine Alternative. Die Umschulung wird auch problemlos durchgehen, allein schon deswegen, weil ich noch über 20 Jahre arbeiten muss. Das bereitet mir auch keine Kopfschmerzen. Auch nicht die finanzielle Seite, da ging es für mich bisher immer irgendwie weiter.

Viel schwieriger erscheint mir die Frage, was dieser "Schreibtischjob" beinhalten wird. Ich gebe zu, das ich was das angeht, überhaupt kaum Ahnung habe. Es hat mich auch nie interessiert ... Ein Job am Schreibtisch war für mich immer das Sinnbild von "Spießertum". 

Was natürlich auch beängstigend ist, ist die Tatsache, das sich alles verändern wird.