Reise zu den Sternen

30.06.2017 um 04:13 Uhr

Tag 12

von: mijoni   Stichwörter: Früh, Wochenendr, Juli

Ein Tag in der Woche hauts mich immer um. Gestern war es soweit, um acht bin ich auf dem Sofa eingeschlafen und irgendwann gegen elf ins Bett umgezogen.

Nun gut, dafür bin ich heute wieder früh wach, was mich nicht wirklich stört. Letzter Tag in dieser Woche, auch wenn ich am Wochenende anderweitig eingespannt bin.

Mini fährt morgen auf eine Freizeit und ich hoffe wirklich, das es gelingt. Nächsten Samstag kommt sie wieder und zu mir, weil sie ja Sonntag Geburtstag hat. Wie es dann weiter geht, ist noch ungewiss. Ich werde auf jeden Fall mit der Nachbarin reden, ob sie sich erbarmt, auf Mini aufzupassen, wenn es nicht anders geht.

Montag ist der Termin hier in der Einrichtung. Langsam wird es Zeit für Mini einen Platz zu finden, der ihr Ruhe gibt und sie tatsächlich langfristig trägt. Es reibt nicht nur Mini auf, auch mich nimmt es jetzt so langsam arg mit.

Zu allem Überfluss zickt nun auch das Jugendamt von Junior rum. Sie hätten nun einen Platz in einer Wohngruppe in der Nähe von Vater und Schwester, mit eigener Föderschule ... ??? ... Häh??? ... Wieso Föderschule? Na ja, wegen seiner Auffälligkeiten ... Mein Ex hat den Sachbearbeiter schon gesagt, das dies gar nicht in Frage kommt. Junior braucht keine Föderschule, er geht inzwischen ja auch wieder ohne Schulbegleitung in eine normale Regelschule.

Ich sagte ihm gestern am Telefon, das solange sich keiner vom Jugendamt bei mir meldet, es eh keinen Wechsel gibt. Es ist eine freiwillige Maßnahme der Eltern und wir beide müssen zustimmen.

Natürlich wäre es schön, wenn er in erreichbarer Nähe wäre. Andrerseits hat er sich dort oben gut eingelebt, fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Die Therapien laufen gut und er arbeitet dort auch mit. Das alles jetzt durch einen Wechsel zu unterbrechen, ohne das es einen zwingenden Grund dafür gibt, halte ich für Junior nicht gut.

Der Rest hier? ... chaotisch ...  

28.06.2017 um 18:24 Uhr

Nachtrag Tag 10

von: mijoni   Stichwörter: Aufgeregt, Termin, Vielleicht

Stimmung: Kaputt, aber zuversichtlich ...

Montag guck ich mir die Einrichtung an ... Mein Anruf wurde schon erwartet. 

Vielleicht ... Das erlaube ich mir zu denken. 

28.06.2017 um 05:15 Uhr

Tag 10

von: mijoni   Stichwörter: Lichtblicke, Hoffnug, Spannung

Stimmung: Aufgeregt ...

Nachdem die Woche so dämlich angefangen hatte, der Tag gestern auch nicht wirklich besser war, dann gestern Abend ein Telefonat, das meine Laune etwas aufgehellt hat.

Die Einrichtung in meiner Nähe hat sich gestern gemeldet und sie haben ab den Ferien einen Platz frei ... Sprachlosigkeit bei mir. Unterlagen wurden vom Jugendamt schon überstellt.

Da die Zeit drängt, werde ich heute die Ansprechpartnern dort anrufen und einen Termin machen. Gucken, ob das wirklich was für Mini wäre. Wenn nicht, kann man nämlich das übliche Prozedere außen vor lassen und die andere Einrichtung in Augenschein nehmen. Zudem weiß ich ja inzwischen, ob es in einer Gruppe klappt oder nicht. Wichtig ist dabei der Personalschlüssel, weil Mini schon ein hochtherapeutisches Setting benötigt. 

Für Mini wäre es der Himmel auf Erden. Sie wäre nur 15 Minuten von mir weg. Wenn ...

Das andere ist der Umstand, das ab den 10. Juli wieder die Unterbringung nicht gesichert ist. Aber ... Wenn das hier was wäre und die Einrichtung sagt, ja, wir nehmen Mini auf, könnte sie auch in der Psychiatrie aufgenommen werden, da ja ein fester Wohnort vorhanden wäre. Das war nämlich Bedingung für eine Aufnahme. Was für mich persönlich nicht nachvollziehbar war. Zum Einstellen und checken ihrer Medis ist der spätere Aufenthalt ja nicht relevant. 

Nun gut, heute Abend werde ich etwas schlauer sein.

Arbeit? ... Na ja, momentan ist es so, das ich das schaffe, was unbedingt erledigt werden muss. Der Rest bleibt mehr oder weniger liegen oder stehen. Morgens ist die erste Frage, was ist wichtig? Was hat Priorität? Und das wird gemacht. Wenn dann am Ende noch Zeit ist, kommt der Rest. 

27.06.2017 um 05:29 Uhr

Tag 9

von: mijoni   Stichwörter: Motivation, Verlust, Müde

Stimmung: Müde ...

Mein Motivationsschiff hat ein Leck mich am Arsch ...

So oder ähnlich kann man es sagen. Ich könnte sofort wieder im Bett unter meiner Decke verschwinden und dort ewig bleiben. Na gut, nicht ewig, aber lange ...

Geht aber nicht, also schauen ich mal, ob ich im Kaffee Motivation finde.

Mini kann nicht länger in Kirchheim bleiben. Die einzigen Optionen, die sich ergeben haben, sind nicht in meiner Nähe. Also wird jetzt dort ein Gespräch vereinbart. Zumindest die Schule hat nichts zu meckern, im Gegenteil. Sie äußern sich sehr positiv über Mini. Toll, das nutzt nur nichts, wenn der Rest nicht stimmt.

So langsam aber sicher reibt mich dieser Zustand auf. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich heute so motivationslos bin.

 

26.06.2017 um 05:16 Uhr

Tag 8

von: mijoni   Stichwörter: Morgen, Besser, Neustart

Stimmung: Ich komm grade zu mir ...

Ausgeschlafen und schon sieht alles anders aus. Na ja, fast. Egal, neuer Tag und neue Aufgaben.

Minis Geburtstag steht an, übernächsten Wochenende und sie wollte ihn hier bei mir feiern. Mal sehen, was wir machen, das wird sie mir bestimmt beim wöchentlichen Telefonat erzählen. Neue Inliner wünscht sie sich, das hat sie mir schon erzählt. Ob es dabei bleibt, werde ich Dienstag herausfinden. Ich denke, ich werde bestimmt noch was kleines für sie finden.

Und Ende Juli habe ich schon wieder eine Woche frei. Daran könnte ich mich gewöhnen. 4,5 Wochen arbeiten und dann eine Woche frei. Das ist schon cool. Aber nicht wirklich umzusetzen. Der nächste Urlaub ist dann erst im Oktober, Herbstferien der Kinder. 

Jetzt im Juli kann ich noch ein paar mehr Stunden machen an der Tankstelle, die mir dann später ausgezahlt werden. Auch eine gute Lösung, mir der ich ohne Murren einverstanden war. Sie sagte mir gestern auch, das ein Stammkunde ihr ein Lob über mich ausgesprochen hatte, was sie sehr zufrieden machte. Mich natürlich auch ... 😊 ... Er sagte ihr, das ich auch wenn der Laden voll sei, immer freundlich und zuvorkommend sei, das wollte er mal sagen.

Durchatmen ... Und dann geht's langsam los. 

 

25.06.2017 um 19:36 Uhr

Nachtrag Tag 7

von: mijoni   Stichwörter: Fertig, Rücken, Nichtjammern

Stimmung: Soooo müde ... 😪😪😪

Essen, duschen, Bett ... Mehr passiert heute nicht mehr. Ich bin heute erledigt.

Das etwas schief läuft, weiß ich. Mich darüber aufregen? Jammern? Pfff ... Lippen zusammen pressen und Ohren anlegen.

Man muss positiv denken, um positives in sein Leben zu ziehen ... Mhh ... Steuernachzahlung und anderer Kram? Yeah ... Das ist ja so positiv ... 👍👍👍 ...

Yeah, Baby, gib mir noch mehr von dem "positiven" Zeug ... Ist ja kaum zum aushalten.

Ach, was soll's. Vergebliche Mühe, sinnlose Gedanken. 

25.06.2017 um 05:04 Uhr

Tag 7

von: mijoni   Stichwörter: Brainstorming, Ergebnisse

Stimmung: Minimi ....

Themen des Brainstorming ...

- Arbeit und Wohnung

- Beziehung

- Achtsamkeit, Demut

- Innere Ruhe und Gelassenheit 

- "Zu Hause"

- Schuld

- Abhängigkeiteiten

- Konsequenzen  

- Frankreich, Sprache und Leben

- Finanzielles Polster

- Zeit 

24.06.2017 um 05:28 Uhr

Tag 6

von: mijoni   Stichwörter: Angenehmes, Arbeiten, Wochenende

Stimmung: Ahhh ... Lüftchen ...

Wochenende ... Na ja, zumindest auf dem Kalender und für viele um mich herum. Ich bin das Wochenende an der Tankstelle. 

Es wird Zeit, ernsthaft darüber nachzudenken, entweder den Job zu schmeißen oder mir einen zu suchen, der bei mir um die Ecke ist. Oder aber, ich finde zeitnah eine neue Wohnung in der Nähe der (Haupt)Arbeit finde. Das Wohnungsthema ist lästig, weil man sich immer wieder darum kümmern muss und es nur frustrierende Ergebnisse gibt.

Das Arbeitsthema, sowohl Haupt -, als auch Nebenjob, ist lästig. Vergleichbar mit Fahrstuhlmusik oder das Geduddel von Warteschleifenmusik. Immer da. Meist blende ich es aus, ziemlich gut sogar, aber es gibt auch Tage, da ist meine Haut recht dünn und das Hintergrundrauschen nervt gewaltig. 

In dem Punkt geht es mir, wie vielen anderen auch. Das, was ich will, bezahlt nicht meine Rechnung, also mach ich etwas, um über die Runden zu kommen. Ich könnte bestimmt auch wieder in den einst gelernten Job zurück, was sicherlich dazu beiträgt, zufriedener zu sein, weil ich am Menschen dran bin. Mal sehen, ich bin mit dem Thema noch nicht einig, zudem es da auch einige Verflechtungen gibt, die es nicht ganz einfach machen.

Der Abend gestern war erfolgreich ... Auch wenn es viele Themen gibt, die ich noch aufarbeiten muss oder zumindest für mich klären muss. Also noch etwas Arbeit, auch wenn sich vieles erledigt hat.

23.06.2017 um 04:29 Uhr

Tag 6

von: mijoni   Stichwörter: Abkühlung, Belastung, Zuviel

Stimmung: Schlaf ist unmöglich ...

Natürlich habe ich geschlafen, aber ...  weiterschlafen ging nicht mehr. Zu warm. Sogar für mich. Das Unwetter hat einen großen Bogen um diese Region gemacht, obwohl angekündigt und davor gewarnt.

Gestern habe ich schon mal geguckt, wo ich in der näheren Umgebung einen Sprachkurs machen kann. Gefunden habe ich was, warte aber noch, bis das neue Programm der Volkshochschule vorliegt. Der Kurs würde eh erst im September starten, also noch etwas hin. Aber ich freu mich drauf. Zum einen mach ich was ganz neues, eine Sprache lernen, und zum anderen ist es die Basis dafür, sich noch mehr zuzutrauen.

Heute Abend nehm ich mir Zeit, um ein paar Dinge zu erledigen. Minis und auch Juniors Geburtstag stehen an, zudem noch eine Woche Urlaub mit den Kids. Auch der Besuch der Großen will noch besprochen und organisiert werden. Und ich habe noch Post zu beantworten, von meiner Brieffreundin.

Sicher, es gibt noch anderes, was ich mir durch den Kopf gehen lassen will, aber das ist noch nichts für hier.

22.06.2017 um 04:53 Uhr

Tag 5

von: mijoni   Stichwörter: Achtsamkeit, Alltag, Selbstbestimmt

Stimmung: Hitzewelle ...

Ich mag es warm, ich friere oft genug, so das es mir nicht warm genug sein kann ... Aber es gibt Unterschiede. Die Hitze hier ist durch die Luftfeuchtigkeit nur schwer zu ertragen, vor allem, wenn man auch noch körperlich arbeiten muss. Ich mach zwar schon langsam, dennoch wurde die Luft knapp. Das nervt gewaltig und ich tu mich noch immer schwer, es zu akzeptieren.

Achtsamkeit ... Normalerweise macht man sich darüber keine Gedanken, was das Wort bedeutet. Für manche bekommt das Wort Sinn, wenn sie sich mit esoterischen oder spirituellen Dingen beschäftigen. Andere, wenn sie durch einschneidende, körperliche Einschränkungen mehr oder weniger mit der Nase darauf gestoßen werden.

Ich bin da keine Ausnahme. Lange Zeit habe ich mir mehr zugemutet, als ich eigentlich tragen konnte und das auf vielen Ebenen. Was mich aufgerüttelt hat? Ich denke mit der Trennung damals kam der Stein ins rollen. Doch es dauerte bis letztes Jahr, bis ich mir das ganze Ausmaß dessen bewusst wurde.

Mit sich selber achtsam umzugehen und sich gut um sich zu kümmern, ist eine Form der Achtsamkeit. Eine, die mir noch verdammt schwer fällt. Oft genug ertappe ich mich dabei, das ich genau das Gegenteil davon mache. Aus verschiedenen Gründen.

Ich werte es als Fortschritt, das es mir zeitnah auffällt und ich auch die Gründe schnell finde. Sicher ist es besser geworden und ich kann mich sogar immer besser davon distanzieren "zu müssen".

21.06.2017 um 05:02 Uhr

Tag 4

von: mijoni   Stichwörter: Geduld, Einsicht, Fortschritt

Stimmung: Kaffee .... ☕☕☕☕

Des öfteren hat man mir nun Ungeduld vorgeworfen. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen.

Ja, es gibt sicher die ein oder andere Situation, in der ich etwas jetzt, sofort, auf der Stelle will. Das erscheint mir aber vollkommen normal ... 🤔

Und an welchem Maßstab wird das gemessen? Ist das nicht eine rein subjektive Einschätzung?

Ich finde nicht, das ich arg ungeduldig bin. Es gibt vieles, wo ich sehr geduldig über einen langen Zeitraum abgewartet habe. Das man die Geduld verliert, weil ein versprochener Fortschritt nicht Eintritt, es keine konkrete Antwort darauf gibt, ob und wann etwas bestimmtes eintritt, erscheint mir nicht ungeduldig.

Die Frage bleibt, wer oder was ist der Maßstab dafür, die Geduld zu bemessen?

Ich räume allerdings ein, das ich in Bezug auf einige Menschen, einen sehr kurzen Geduldsfaden besitze. Eher eine Lunte, als ein Faden ... 🤔

Ich gehöre auch nicht zu denen, die jahrelang darauf warten, das etwas bestimmtes passiert. Hinhalte - Taktiken und ewige Vertröstungen, die gern mit den Worten "Man muss Geduld haben." verpackt sind, sorgen dafür, ein Vorhaben aufzugeben. Für mich erscheint es wenig sinnvoll, weitere Energie in etwas zu investieren, das nicht wirklich konkret ist oder dessen Ergebnis nicht abzusehen ist.

 

20.06.2017 um 19:35 Uhr

Vom Ring, der im Meer blieb ...

von: mijoni   Stichwörter: Erinnerungen, Kreise, Abschied

Stimmung: Sich erinnernd

Den Ring, den ich mir letztes Jahr aus dem Kästchen aussuchte und von da an täglich trug, habe ich ins Meer geworfen.

Schmal war er, schlicht und unauffällig. Und ... Und genau das, hat mich letztes Jahr so verwundert und auch stutzig gemacht. Ich selbst besitze nur 2 Ringe, einer davon ist der unnutz gewordene Ehering. Als Mama starb erbte ich auch ihren Schmuck, meist Modeschmuck, bis auf ihre Ringe.

Lange Zeit konnte ich mir die Ringe nicht ansehen oder gar probieren ... Schon gar nicht die, die man mir im Krankenhaus übergab. In einer kleinen, durchsichtigen Dose ... In dieser Dose lagen sie die ganzen Jahre.

Letztes Jahr konnte ich es endlich und dabei fand ich eben auch besagten Ring. Was ihn so von den anderen unterscheidet? Alle ihre Ringe sind aus Gold, teilweise mit kleinen Steinen besetzt, nur nicht dieser. Ich konnte mich auch nicht daran erinnern, sie mit diesem Ring gesehen zu haben.

Bevor sie starb, war sie in Italien. Mit ihrem Italiener, Familie besuchen ... Als sie wieder kam, war sie kaum wieder zu erkennen. Farbe hatte sie bekommen, aufgeblüht war sie und sie strahlte. Ich glaube, diese Zeit war mit Abstand die schönste für sie seit langen ... Wenn mir damals, an jenem Tag jemand gesagt hätte, das sie in 3 Monaten tot ist ... Ich hätte ihn ausgelacht und gefragt, was für schlechtes Kraut er geraucht hätte ...

Aber so war es ... Drei Monate später war sie tot.

Den Abend saß ich nun am Meer, nicht allein, aber gemeinsam schweigend. Mama kam mir ohne Grund in den Sinn und ich dachte, es wäre gut gewesen, wenn sie in Italien geblieben wäre.

Dann fiel mir etwas ein ...  "Man sollte immer etwas zurück lassen, wenn man wiederkommen will." ... Nicht ganz im Original, aber es kommt auf das gleiche raus. Da hatte ich den Ring schon vom Finger gezogen ...

Ein Kreis schien sich zu schließen und es war seltsam beruhigend. Ich habe nicht gezögert, als ich ihn ins Meer warf und es auch nicht bereut. Auch wenn der Finger arg nackt aussah und mir das drehen am Ring fehlte, wenn ich nachdachte oder es darum ging, sich zu beherrschen.

Nun, der Ring blieb im Meer, weil Mama dort seit langem glücklich war und ich etwas habe, um dorthin zurück zu kehren. 

20.06.2017 um 04:58 Uhr

Tag 3

von: mijoni   Stichwörter: Rhythmus, Phasen, Schwingungen

Stimmung: Schlaflos

Schlaflos stimmt nicht wirklich, aber wer früh schläft, ist meist früh wach. Ist halt so und stört mich nicht wirklich. Zeit, um mal zusammen zu fassen.

Wieder zurück bin ich noch nicht wirklich, auch wenn alles drum herum sich redlich Mühe gibt, mir das Gefühl zu geben. Nun, was mich berührt, ist der Umstand, das mir wieder Luft fehlt. DAS holt mich wirklich zurück. Es ist besser, wenn ich mich entspanne und versuche ruhig zu bleiben. Und wenn es mir gelingt, alles um mich herum auszublenden, dann ist es okay. Auch die Hitze hier tut ihr übriges, sie ist wirklich anders, als im Urlaub, da hat es mir nichts ausgemacht. Trockene Hitze eben. 

Die Große ist letzte Woche aus der Schule entlassen worden. Ich wäre gern dabei gewesen, so bekam ich Bilder und gestern dann das Telefonat. Nächsten Monat eröffnen wir das Konto. WIR, weil die Bank sich über gerichtliche Verfügungen hinweg setzt und auf ihre Geschäftsbedingungen pocht. Willkommen in der digitalen Welt, die alles besser und schöner macht ... Mit ein, zwei Klicks kann ich etwas bestellen, bezahlen etc., aber ein Konto eröffnen? Für das eigene Kind? Es ist einfacher, wenn wir alle zusammen hingehen und vor allem schneller!

Dennoch bleibt für mich die Frage, wie sich eine Bank es anmaßen kann, sich über eine Verfügung des Gerichtes hinwegzusetzen? Steht eine Bank über der Gerichtsbarkeit? Anscheinend haben Geschäftsbedingungen mehr Gewicht, als ein Urteil eines Richters. Und wenn das so ist, warum muss ich zuerst vor Gericht gehen, wenn das Papier hinterher wertlos ist?

Überrascht war ich von ihrer Reaktion, als ich sagte, wer weiß, ob ich meinen Wohnsitz nicht doch noch weiter südlich verlege ... Das könnte ich doch nicht machen. Dann wäre ich ja noch weiter weg! Dann würde es ja ewig dauern, wenn sie mich besuchen will!

Ich verstehe ihre Reaktion und auch den Anflug von Panik und dies "Das kannst du doch nicht machen!" ... Ich hätte nicht anders reagiert in ihrem Alter. Auch wenn man nicht wirklich mehr auf die Eltern angewiesen ist und damit beschäftigt, seinen eigenen Weg zu finden, versetzt es einen in Panik, wenn das gewohnte Umfeld sich zu verändern scheint. Und es kann einen ängstigen, wenn vertraute Personen, im Falle des Falles nicht innerhalb kürzester Zeit erreichbar sind.

Spannend auch, das sie meinte, ich würde in den nächsten Monaten meine Koffer packen ... Etwas mehr Vorlaufzeit bräuchte ich schon.

Es gibt ein Bild in meinem Kopf und das hat sich regelrecht eingebrannt. Mit Blick auf den Lavendel schreiben ...

 

19.06.2017 um 05:14 Uhr

Wie geht es nun weiter?!

von: mijoni   Stichwörter: Fragen, Ideen, Energie, Narretei

Stimmung: Tjahaaa ... 🤗🤗

Eine gute Frage ... Wenn nicht sogar die Frage aller Fragen. Also, wie geht es weiter, Fr. H.?

Der Urlaub war mehr als nur in einer Hinsicht belebend und aufrüttelnd. Die kommenden Tage wird es mir vordergründig darum gehen, einige Momente nachzuspüren, die mich berührt haben und zu Ideen führten, die sich festgesetzt haben.

Es wird darum gehen, bestimmte Stichworte der Gespräche für mich zu überdenken. Diese Gespräche waren gut, teilweise seltsam, und einiges wird bestimmt Früchte tragen.

Vieles, was mich noch vor dem Urlaub belastet hat, im Nebel lag und nie wirklich greifbar war, hat sich gelöst. Der Nebel ist zwar noch nicht ganz weg, aber er lässt zumindest einen Umriss erkennen, der greifbar erscheint.

Der andere Blog "mijonis Welt" bleibt wie er ist. Still gelegt. Alles hat seine Zeit und momentan befindet sich diese Welt im Umbau. Ob ich ihn überhaupt nochmal aktiviere? Derzeit halte ich das für unwahrscheinlich, aber man kann ja nie wissen.

Wie geht es weiter führt zuerst zu der Frage, was stört mich und wie lässt sich das beheben und ändern.

Meine Reise zu den Sternen hat eine neue Richtung bekommen und ich bin gespannt, was mich erwartet. 

18.06.2017 um 07:44 Uhr

Tag 1 nach ...

von: mijoni   Stichwörter: Urlaub, Reise, Eindrücke, Gefühle

Stimmung: Och nööö ...

Tag 1 nach dem Urlaub. Nach dem Bruch in der Zeit. Nach den vielen Eindrücken.

Tag 1 ... Weil sich alles (?)verschoben hat? Weil sich alles (?)geändert hat? Weil ... ??? ... 

5 Tage voller Staunen, Essen, vor allem Essen, Landschaft, Menschen und immer wieder glänzende Augen in Anbetracht der Schönheit um einem herum. Ja, die Bilder von dort sind schon toll und jetzt weiß ich, es ist dort noch schöner, als jemals gedacht oder vorgestellt ... In diesem Fall ist es gut, das die Realität besser, sehr viel besser ist, als der Traum davon.

Es ist zu schön, dich zu beobachten. Dein Staunen ist so großartig. Dieser und andere Sätze, die mehr sagen, als alles andere. So geliebt zu werden ...

Ein Ring, der im Meer blieb ... Weil man wiederkommen will, was schon dort keine Frage mehr war. Weil ... Alte Kreise sind gebrochen. Weil ... Nur wenn man altes zurücklässt, kann man was neues beginnen.

Lavendel ... Bis zum Horizont. Unendlich, wie es scheint. Lustig, Schilder warnen vor Touristen .... Trotz der Menge, dezenter Duft. Ein Duft, der mich schon immer anzog. Dies endlose Lila ... Ich will hier nicht weg. Zum ersten Mal tief empfunden.

Die Landschaft, urige Häuser mit einem anziehenden Charme und bei deren Anblick man denkt, das würde mir vollkommen reichen. Hitze, die mir gut bekommen ist. Selten habe ich so gut Luft bekommen. Keine Engstelle, die war einfach fort.

Lavendel, später Oliven und Grillen. So laut und in einer solchen Menge, das man sie sogar während der Fahrt gut und vor allem laut hört.

So viele Eindrücke, das es schmerzt. Das man glaubt zu platzen. Endlose Momentaufnahme entstanden und es wird schwer werden, alle, aber wirklich alle davon sorgfältig zu verwahren.

Ein Gedanke, eine Idee im Kopf ... Ich will hier nicht weg, wird zum ich komme wieder. Ich werde hier bleiben. Selten hat sich ein Ort so ... Nach was genau, kann ich nicht sagen. Kann man vor lauter Glück und Schönheit weinen? Man kann ... Und es ist nichts dabei.

Viele Gespräche, viel Lachen, vieles zum nachdenken ... Später. Nicht dort, nicht in dieser Zeit.

Wenn das die Realität ist, will ich nicht wieder zurück ...

Jetzt bin ich da, von wo die Reise losging. Ich bin da, meine Sehnsucht blieb zurück. Der Bruch in der Zeit ist da. Scheinbar könnte ich mich mühelos wieder einfinden ... Anknüpfen, an die Zeit davor. Aber ... Es hat sich was verändert.

Tag 1 ... Danke, für diese wunderbare Reise. Danke, das du mich liebst. 

12.06.2017 um 05:18 Uhr

Tag 49

von: mijoni   Stichwörter: Urlaub, Spaß, Reisen

Erster offizieller Urlaubstag ... Ausschlafen war mal wieder nicht, wundert mich aber nicht. Ich habe gestern früh geschlafen, sehr früh geschlafen.

Heute ist noch etwas Hausputz angesagt, einkaufen und meine Nachbarin von unten in den Katzensitter-Dienst einweisen. Bei denen war ich gestern Nachmittag noch unten, das Paar von oben war auch da und es waren 2 lustige Stunden. Meine Nachbarn unten sind wirklich nett, auch hilfsbereit, aber nicht die hellsten Leuchten. Stört mich nicht, ich komm gut mit ihnen aus.

Das Shooting steht auch. Die Reaktion war auch cool. Du willst das Shooting an deinem Geburtstag? Ja, warum denn nicht? Na ja ... Und ich so, ich habe Urlaub, bin allein und alle sagen immer, ich soll machen, was mir Spaß macht ... Das Argument überzeugte dann doch.

Nebenbei habe ich gestern darüber nachgedacht, was ich mir an Themen noch mal genauer anschauen sollte. Oder auch nicht. Es ging auch um die Frage, was beschäftigt mich derzeit wirklich.

Wie viel Unabhängigkeit ist möglich? Welche Abhängigkeiteiten kann man lösen? Welcher Art sind sie? Welche Konsequenzen bringt das lösen mit sich? 

Welche Dinge machen mir wirklich Spaß und begeistern mich? Was kann man daraus machen? Kann man diese Begeisterung und Liebe zu etwas, auch zum Beruf machen?

Beziehungen ... Welche Art von Beziehungen kommt mir entgegen? Entspricht dem, was ich fühle und lebe? Bestehende Beziehungen genau ansehen. Welche davon kann man lösen,weil sie "abgelaufen" sind? Bin ich bereit für Neues? Und wenn, welche Art von Menschen möchte ich in meinem Leben haben?

Familie wird auch ein Thema sein. Wie geht es da weiter? Was kann ich tragen und was geht so gar nicht? Im Fall von Mini heißt das auch, sich damit auseinander zu setzen, das ein "normales" Leben, im Sinn der Gesellschaft, nicht möglich sein wird. Was macht das mit mir? Und wo geht Minis Reise unter diesem Aspekt hin?

Das Schwarze Loch in mir ... Warum ist es da? Was will es mir sagen? Wird es verschwinden? 

11.06.2017 um 04:56 Uhr

Tag 48

von: mijoni   Stichwörter: Halbzeit, Fazit, Neuerungen

Stimmung: Wieder zu früh ...

100 Tage und die Hälfte ist geschafft. Die Entwöhnung läuft gut. Es wird immer leichter auf den Glimmstengel zu verzichten, auch wenn ich noch immer höllisch aufpassen muss, nicht in alte Gewohnheiten zu rutschen. Ich bin zufrieden, auch wenn ich manchmal denke, es könnte schneller gehen oder aber auch, warum tu ich mir das eigentlich an?

Es wird jetzt Zeit, noch andere Punkte dazu zu nehmen. Sich unter Menschen aufzuhalten ... Ich hätte nie gedacht, das es wirklich eine Herausforderung für mich sein könnte. Aber das ist es. Ich kann mich unter Fremden aufhalten und das auch genießen, wenn es nicht zu viele sind und sie mich in Ruhe lassen. Kontakt aufnehmen? Momentan brauch ich das nicht. Mir reicht es, das Treiben zu beobachten. Wenn jemand auf mich zukommt, bin ich höflich und freundlich.

Einerseits fehlen mir Kontakte, solche, mit denen man sich spontan verabreden kann, um das zu tun, was gerade Spaß bereitet. Auch wenn sich auf diesem Sektor gerade etwas entwickelt.

Andrerseits ... Es scheint so, als würde mich jeder neue Kontakt streßen und in dieser kurzlebigen Zeit, wo alles und jeder ersetzbar ist, erscheint es mir oft die Mühe nicht wert zu sein.

Für mich zu sein ist allerdings auch etwas, was ich nicht wirklich auf Dauer ertrage. Allerdings bin ich weit davon entfernt, aus lauter Verzweiflung irgendwem in mein Leben zu ziehen oder zu lassen, nur um mich nicht mehr allein zu fühlen. Zumindest das ist eine wesentliche Veränderung.

10.06.2017 um 05:26 Uhr

Tag 47

von: mijoni   Stichwörter: Urlaub, Ruhe, Ausschlafen

Stimmung: Entspannt ...

Geschafft ... 😊 ... Na ja, fast. Heute und morgen mach ich noch ein paar Stunden nebenbei. Aber dann ... 😎

Wenn alles klappt, habe ich Dienstag noch ein sehr kurzfristiges Shooting. Da ich eh nichts geplant habe, fand ich, es wäre ein guter Zeitvertreib, um den Tag zu gestalten.

Die Arbeit habe ich gestern mit dem gesetzten Ziel übergeben. Aufgeräumt, eingelagert und nichts offenes auf dem Schreibtisch. Ist zwar nur die Woche, die ich nicht da bin, aber ich will mir nichts nachsagen lassen. Obwohl genau das wieder passieren wird. Aber gut. Dagegen kann man halt nicht viel machen.

Mal sehen, was mir die paar Tage bringen. Mal sehen, was sich ergibt und wo die Reise hingehen soll.

Welche Perspektiven gibt es? Wird es Zeit für Neues? Was bewegt mich momentan? Was lohnt sich, anzuschauen, was kann man vernachlässigen? Was macht Sinn, was so gar nicht?

Welcher Weg wird es werden? 

08.06.2017 um 05:41 Uhr

Tag 45

von: mijoni   Stichwörter: Nichts, Leere, Loch

Stimmung: ☕☕☕☕☕☕

Der Tag gestern war seltsam. Und ich könnte noch nicht mal sagen, warum. Komische Gespräche, seltsame Begebenheiten. 

Die Kommunikation ist auf ein wirklich informatives Maß gestiegen, so daß man auch wirklich gut arbeiten kann. Na ja, manchmal hängt es noch. Da muss man dann dran erinnern, daß man nicht mit Dingen kommen kann, in der Form von "Du musst", wenn noch nicht klar ist, was tatsächlich ansteht. Ich denke, das ist wohl angekommen.

Spannend ist auch die Verknüpfung zwischen meiner inneren Einstellung und der Lungenproblematik. Zu viel Anspannung führt zu einer Verschlechterung. Und das zeitnah. Am besten geht es mir, wenn ich mich auf einem Level bewege, wo mir alles am Arsch vorbei geht ... 🤔 ... Okay, es ist nicht so, als wenn ich es nicht wüßte, es ist mir nur jetzt wirklich bewusst geworden.

Immer wieder ... Die innere Einstellung. 

07.06.2017 um 04:59 Uhr

Tag 44

von: mijoni   Stichwörter: Tage, zählen, genervt

Stimmung: Echt jetzt?

Ich habe gestern für mich festgestellt, das ich echt die Tage bis Freitag zähle und einfach froh bin, dann raus zu sein.

Der Geburtstag setzt mir zu. Schon wieder. Letztes Jahr habe ich die Tage davor auch am Rad gedreht. Die Frage ist die, setzt mir das zu, weil ich älter werde oder weil wieder Zeit verschwendet wurde? Ich denke letzteres frustriert mich.

Das Schreiben läuft momentan gar nicht. Nicht, weil mir die Idee ausgegangen sind, eher deswegen, weil ich nicht gleich schreiben kann, wenn mich die Muse anspringt. Ich habe mir jetzt ein Notizbuch in die Tasche gepackt. Vielleicht hilft das, die Ideen zu behalten. Auch wenn ich mir nicht viel Hoffnung mache.

Gestern war ich einfach nur nett. Zur Lieblingszicke. Ich habe ihr eine Fußball improvisiert. 5 Minuten dauerte es, dann war sie glücklich.